• #1

Annette Schavan - Lohnt sich der Aufwand für eine Doktorarbeit?

Dr. Annette Schavan, Bildungsministerin, Inhaberin von etlichen Ehrendoktortiteln, soll nun bei Ihrer Doktorarbeit, die ausgerechnet "Person und Gewissen" heißt betrogen haben. So wurden etliche Textpassagen nicht als Zitate gekennzeichnet. Ob das nun stimmt oder nicht muss nun noch von Sachverständigen geprüft werden.

Es stellt sich nun vielmehr die Frage, ob der Aufwand, den man mit einer Doktorarbeit betreibt und die damit verbundenen Einbußen wie Single-Dasein oder starke Einschränkungen in der Beziehung gerechtfertigt? Was meinen Sie? Lohnen sich der finanzielle oder wissenschaftliche Mehrwert durch eine wissenschaftliche Dissertation?
 
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Gast

  • #2
Ich habe auch promoviert (in Wirtschaftswissenschaft) und bisher konnte ich noch keine Mehrwert feststellen. Auch wenn ich durch intensive Studien der internationalen Wirtschaft über ein breiteres Wissen verfüge, als die Verkäuferin des Ladens nebenan, so gibt es doch in der "normalen" Welt kaum die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Der finanzielle Mehrwert ist bei mir auch noch nicht angekommen, da ich als alleinerziehende Akademikerin in Deutschland, trotz mehrjähriger Berufserfahrung, nur sehr begrenzte Möglichkeiten habe einen angemessenen Job zu finden. Die besagte Verkäuferin hat da mehr Chancen!

Nein, in Deutschland lohnt sich Bildung nicht und schon mal gar nicht der Aufwand einen akademischen Titel zu erlangen.
 
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Gast

  • #3
Anscheinend kann man sich den Aufwand sparen und die Arbeit von jemand schreiben lassen der sich mit sowas auskennt. Apropos wissenschaftlicher Mehrwert: Viele Dissertationen basieren auf Literaturstudien. Da wird also vorhandenes Wissen (oft aus alten Doktorarbeiten) neu zusammen gefasst. Sie werden notgedrungen veröffentlicht und verstauben dann. Wie man sieht werden sie erst dann wirklich aufmerksam gelesen, wenn der Verfasser aufs Korn der medialen Aufmerksamkeit genommen wird. Wie anders ist es sonst erklärlich, dass es bei Frau Schavan dreißig Jahre dauerte bis jemand aufmerksam wurde?
 
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Gast

  • #4
Wer diese Frage stellt, sollte jedenfalls nicht promovieren.
Entweder man hat ein Forschungsinteresse oder man hat es nicht. Wer es nicht hat, ist keine Bereicherung für die Wissenschaft.
"Lohnen" tut sich Bildung (wenn sie nicht bloße "Ausbildung" als Mittel zum Zweck ist) im Übrigen schon, nur nicht finanziell.

w 45
 
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Gast

  • #5
Ich denke, so allgemein kann man das nicht beantworten. Ich denke, wer mit dem Gedanken spielt, zu promovieren, sollte sich überlegen, warum und wozu und welches Ziel er damit verfolgt. Und auch von den Fachrichtungen her gibt es riesige Unterschiede.
Ich kann es nur aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften heraus beurteilen: Wer da nicht eine Führungsfunktion oder aber eine akademische Laufbahn anstrebt, der sollte es lassen, denn es kann auch leicht ein Hindernis bei der Jobsuche sein. Viele nichtpromovierte Abteilungsleiter wollen keine "höherwertigen" Mitarbeiter einstellen usw. Will man sich dagegen als Ingenieur selbständig machen, dann ist der Titel ganz hilfreich, und zwar schon bei ersten Gesprächen mit Geldgebern. Na und für eine akademische Laufbahn ist es Voraussetzung.

Ein weiterer Unterschied besteht im Zeitpunkt: Kann man direkt nach dem Studium mit einer Mitarbeiterstelle an einer Uni oder einer Forschungseinrichtung zur Finanzierung im Rücken gleich in ein mehr oder weniger vorhandenes Thema einsteigen, zu dem man vielleicht noch ein Projekt bearbeitet, dann bleibt für die Freizeit "nur" noch das Zusammenschreiben der Arbeit. Sowas ist durchaus in 3 Jahren zu schaffen. Macht man das jedoch völlig parallel zur Vollzeitstelle und dazu zu einem Thema, mit dem man sonst nichts zu tun hat, ist der Kraftakt um einiges größer.

Also, wie so oft: Es kommt darauf an...
 
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Gast

  • #6
Ich habe in einem technischen Fach promoviert, wobei das mit Singledasein gar nichts zu tun hatte. In dieser Zeit habe ich geheiratet und wurde zweimal Vater.

Anfangs war der Doktortitel hinderlich ("Doktor? Zu teuer, überqualifiziert!"). Heute nützt er mir in einem traditionellen Gehaltsschema. Das ist also sehr individuell.

M/54
 
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Gast

  • #7
Es kommt auf den Bereich an. Bei den Juristen zum Beispiel ist es ohne Promotion kaum möglich, eine gute Stelle zu bekommen.
 
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Griet

  • #8
Mein Bruder hat sich diese Frage vor Jahren gestellt. Vor seinem Studium. Auch hat er darüber vor allem mit unserem Vater (Dr.) und der ganzen Familie gesprochen. Über seine Vorstellungen und Ziele, aber auch Bedenken.
Seitdem er aber seinen Plan, nach ausreichend Abwägung, vor Augen hatte (Er macht aktuell seinen Dr. im selben Fach wie Papa.) habe ich ihn nie über zu wenig Freizeit, Parties, Frauen, Spass etc. sich beklagen oder bereuen hören. Er zog und zieht es einfach durch, mit einem konkreten Plan was danach folgen/wie es weitergehen soll. Hört sich nicht nach Bereuen an, meine ich.
 
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Gast

  • #9
Berufspolitiker gehen in großer Mehrheit bereits der Politik in einer Partei nach, lange bevor sie überhaupt promoviert haben können. Das weiß man selbst aus der Unipolitik, welche auch schon zeitaufwändig ist aber längst kein Vergleich zur außeruniversitären.
Wenn man aber weiß, wieviel Zeit das dann neben dem Studium noch kostet, und findet dann noch Politiker, die feldfremd promoviert haben (natürlich in Regelstudienzeit und in Minimalabgabezeit) - wer glaubt ernsthaft, dass in diesen Doktorarbeiten alles mit rechten Dingen zugeht bzw. diese juristisch einwandfrei verfasst sind? Es kann einfach nicht sein, oder unsere promovierten Politiker sind alle Wunderkinder, die die Wirtschaft versäumt hat abzugreifen.
Bei den täglich gebotenen Leistungen aus Staat, Land und Kommune kann man davon aber nicht ausgehen. Also aufwachen und auf den nächsten Kandidaten warten, der ertappt wird.
 
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Gast

  • #10
Also, so ganz richtig ist das letzte Statement wohl nicht. Die Staatsexamina spielen in der Juristerei in DE immer noch die wichtigste Rolle, wenn es darum geht, Stellen zu besetzen.

Versuche mich gerade selber an einer Diss und breche hiermit die Lanze für alle, die dies ebenfalls und hauptsächlich tun, weil sie für ein Thema "brennen", einfach mal tiefer eintauchen wollen in eine Materie. Auch, wenn das gewählte Thema u.U. im späteren Berufsalltag, für einen Job nicht mehr relevant ist.

Ich bin im Übrigen auch überzeugt, dass eine solche Motivation auch dazu beiträgt, sauber zu arbeiten. Weil es eben nicht darum geht, nur irgendwie schnell,schnell an den Titel zu kommen. Sondern ein Thema sauber zu bearbeiten.

Mein derzeitiges Fazit: Für mich selbst, mein eigenes, intellektuelles Fortkommen lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall! Ob es sich finanziell auszahlt, weiss ich nicht. War für mich aber auch nicht relevant, als ich mich für die Diss entschieden (und eine gut bezahlte Stelle aufgegeben) habe. ProS und Cons muss jeder für sich selbst ausloten. Und ein Privatleben ist nebenher selbstverständlich auch möglich!
 
  • #11
Also ich habe keinen Doktor -Titel und ich habe auch nicht studiert ^^ Aber um mich herum sind einige von dieser Sorte. Ich habe heute der einen Doktorandin im Labor die Frage gestellt. Sie meinte; Teils Teils, es gibt durch den Titel keine Garantie auf einen guten Job und für einige Sachen ist man dann auch über qualifiziert... die Zeit die diese Arbeit kostet ist auch nicht ohne (bekomme das auch selber mit, denn wir arbeiten oft zusammen). Also sie macht es jetzt nicht um was großes oder besonderes raus zu finden, es ist zum Teil etwas was sie für sich selber machen wollte und dann halt weil es in dem Bereich, wo wir arbeiten, doch ein Titel fast immer gern gesehen wird (es gehört einfach mit dazu).

Naja... ich möchte nur eins sagen, wenn sich in Deutschland Wissen nicht mehr lohnt, dann verbietet es auch kein Mensch einer Frau Doktor sich an die Kasse zusetzen, um für den eigenen Unterhalt Geld zuverdienen. Es bedeutet nicht, dass wenn man studiert hat und einen Titel bekommen hat, dass das alles auch wirklich einen großen Wert hat. Es kommt viel auf das Fach die Richtung an und vor allem auf die eigene Willensstärke.

Ich habe da eine Geschichte aus den USA, Forschung, Labor... da setzt der Professor gerne zwei bis drei Doktoranden auf ein und das selber Thema, der Doktorand, der als erster das Thema durch hat und Ergebnisse hat, die publiziert werden können, der bekommt den Titel und die anderen... naja die vielleicht eine Vergiftung, weil sich die Doktoranden da auch zum teil gegenseitig behindern oder auch vergiften, damit sie vor den anderen ihre Ergebnisse haben.

Es gibt ganz einfach Studien -Gänge die lohnt es sich kaum zustudieren, wenn man wirklich Geld verdienen will und wenn man da auch noch einen Doktor macht, dann wird die Sache auch nicht besser. Außerdem wenn jemand eine Abteilung leiten will, da braucht er nicht nur den Doktortitel, da muss noch was nachkommen. Es erreichen halt nicht alle das Ziel, wenn man diesen Weg beschreitet.
 
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Gast

  • #12
Ich (m,29) befinde mich momentan in der Endphase meiner Promotion (in Volkswirtschaftslehre) und mich ärgert es, wenn immer wieder die Plagiatoren aus der Politik herangezogen werden, um über Sinn oder Unsinn einer Promotion zu diskutieren.

Zunächst muss doch festgestellt werden, dass für viele Fächer (Physik, Chemie, Biologie u.a.) die Promotion erst die Voraussetzung schafft, fachnah arbeiten zu können. In anderen Fächern (Jura, VWL, BWL, Ing-Wiss., Informatik...) ist sie vielleicht nicht notwendig, aber die Statistiken zeigen doch, dass im Schnitt die Gehälter mit einer Promotion doch höher sind als ohne. Abgesehen davon reicht schon der Blick auf die CVs der DAX-Vorstandsvorsitzenden und man erkennt einen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Abgesehen davon gibt es ja auch gewaltige Unterschiede was die Finanzierbarkeit der Promotion angeht. In den Natur- und Ingenieurswissenschaften erhalten die meisten Doktoranden 100%-Stellen. In meinem Bundesland entspricht dies im ersten Jahr ca. 40k Brutto und steigt bis zum Ende der Promotion auf ca. 46k brutto an. Wenn man berücksichtigt, dass mit der Promotion eine Ausbildung verbunden ist, dann sehe ich keinen erheblichen Nachteil gegenüber den Einstiegsgehältern. Bei uns an der Universität bekommt man in VWL/BWL im Durchschnitt über die Zeit 75% (meist fängt man mit 50% an und erhählt in der 2. Hälfte der Promotion dann 100%). Das geht noch, bei anderen Fächern sieht die SItuation aber schlechter aus. Vor allem bei den Geisteswissenschaften ist es nicht unüblich, zunächst auf einer Hiwi-Stelle zu arbeiten und dann auf ein 1000 EUR-Stipendium zu rutschen. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass diese Fächer ohnehin geringere Gehaltsperspektiven haben.

Zusammengefasst gilt: Je höher die Outside-Options (d.h. Jobchancen eines Faches) desto besser kann eine Promotion finanziert werden und desto geringer sind die absoluten finanziellen Nachteile (relativ sieht das natürlich anders aus).

Lohnt sich der wissenschaftliche oder persönliche Mehrwert? - Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Bei mir war das finanzielle am Ende nicht ausschlaggebend, sondern das Interesse am Fach. Nach meiner Ansicht nach ist dies ohnehin notwendig, um eine gute Arbeit abzuliefern...
 
  • #13
Der Doktortitel nützt entweder direkt im Job (z.B. Biologie, sonst kaum Jobchancen in Deutschland)
oder indirekt für eine andere Karriere, z.B. in der Wirtschaft oder Politik.

Hätte Frau Schavan ihre (politische) Karriere auch ohne ihren Doktortitel bekommen können ?
Oder Frau S. Koch-Mehrin (FDP, Europa-Parlament) ?

Ich schätze, für so Manche ist ihr Doktortitel ein "Türöffner" für ihren Aufstieg.
Und sei es zunächst nur auf ihrer Visitenkarte.
 
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Gast

  • #14
Finanziell:

Es gibt einige "Berufe" wo es schon fast dazugehört, da wird es ohne "finanzielle" einbusse geben (Physiker, Arzt, Biologe ..).

Es gibt wenige "Berufe" wo es eine Voraussetzung ist, da kommt mann sonst erst gar nicht hin: Professor.

Bei allen anderen (Ingenieure, Wirtschaftler, Politiker ..) dürfte es keinen finanziellen Vorteil haben. Ja, Sie sind in Spitzenpositionen höher vertreten, aber nicht weil Sie einen Doktortitel haben sondern weil Sie stets bemüht sind das höchste Niveau zu erreichen.

Wissenschaftlich:
Die Frage nach dem "wissenschaftlichen" Mehrwert verstehe ich nicht. Ich kenne keinen einzigen der meint seine Doktorarbeit hätte einen "wissenschaftlichen" Mehrwert der Menschheit gebracht. Die Themen sind x-mal ausgelutscht, am transparentesten wird das bei Zähnen, wie viele Dr.-Med Zahnarzt Dissertationen weltweit über diese weissen Beisserchen braucht die Menschheit noch? Die wenigsten Doktorarbeiten werden auch nur Ansatzweise (komplett) gelesen...(ausser in letzter Zeit die Diss von Politikern - aber aus anderen Gründen)

Gibt sicherlich Ausnahmen, aber davon kann mann nun wirklich nicht ausgehen wenn mann eine Promotion beginnt.

Für den eigenene wissenschaftlichen Intellekt gerne.

Eine Promovierte Bundeskanzlerin die meint "ich habe einen Vetedigungsminister und keinen Doktor ins Kabinett berufen" oder eine Promovierte Bildunsgministerin mit "ungekennzeichenten Passagen", traurig, aber ws solls.

M45
 
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  • #15
...
Es stellt sich nun vielmehr die Frage, ob der Aufwand, den man mit einer Doktorarbeit betreibt und die damit verbundenen Einbußen wie Single-Dasein oder starke Einschränkungen in der Beziehung gerechtfertigt? Was meinen Sie? Lohnen sich der finanzielle oder wissenschaftliche Mehrwert durch eine wissenschaftliche Dissertation?
Soalne jemand seine Dissertation selber schreibt, lohnt sie sich auf jeden Fall... Wobei die Frage ist, was mit "sich lohnen" gemeint ist. In einen vergleichbaren Sinn lohnt es sich auch, auf eienn Berg zu steigen. Wer allerdings fragt, was der Gewinn sei, soll es besser lassen, es ist eine Frage des Interesses und der Leidenschaft.
"Einbußen wie Single Dasein" kann ich nicht erkennen, ich hab nebenher geheiratet und eine Familie gegründet.
 
  • #16
Die wenigsten Doktorarbeiten werden auch nur Ansatzweise (komplett) gelesen...(ausser in letzter Zeit die Diss von Politikern - aber aus anderen Gründen)
Das ist eventuell auch für alle anderen mit Dr. Titel gut so. Würde jede Dissertation mit diesem Aufwand
wie bei manchem Politiker auseinander genommen, dann hätten wir wahrscheinlich 50% weniger Menschen
mit einen Dr. Titel.

Der Aufwand für die Dissertation ist doch nur temporär auf das Privatleben beschränkt. Mein
ehemaliger Chef hat lt. seiner Aussage ca. 200 Tage im Jahr in einen Hotel übernächtigt und dies
schon seit ca. 10 Jahren. Das Resultat daraus war eine gescheiterte Ehe und ein paar Beziehungen
und dies ohne Dissertation.

Ich schätze es gibt mit Sicherheit genügend Berufe, die das Privatleben mehr belasten als ein
Dissertation.
 
G

Gast

  • #17
Falsche Frage!

Wer um des Ansehens oder des erhofften Mehrverdienstes wegen promoviert werden will, möge das lieber gleich lassen. Die Welt ist bereits ohne sie/ihn voller Blender. Dauerhaft trägt so etwas nicht, kann nur zu Ernüchterung führen.

Entweder genuines Interesse an einem Fach / an einem Problem - oder bitte was Anderes machen.
Alles Sonstige ist weder authentisch noch überhaupt aufrichtig.

M50
(und Prof. Dr. Dr., und deshalb noch lange nicht schlauer als andere Menschen ... )
 
M

Mooseba

  • #18
Was bitte hat denn eine Promotion in Jura mit Wissenschaft zu tun? Durch's Plagiat wird die Arbeit dann noch überflüssiger.
 
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Gast

  • #21
Ganz klares Nein. Ich selbst habe in Naturwissenschaften promoviert, bin weiblich und tue mich aufgrund dieses verdammten Dr.Titels extrem schwer einen Mann zu finden (obwohl ich wirklich nicht häßlich bin). Zudem bringt einem ein Dr. Titel auch beruflich rein gar nichts, hätte ich damals nach meinem Biologie Studium einen MBA gemacht würde ich heute beruflich wesentlich besser dastehen als so. Wenn es ginge würde ich diesen blöden Titel sofort verkaufen und mit dem Geld meinen MBA nachholen. Ist nur unnütze Arbeit für nichts und wieder nichts und versaut einem das ganze Leben.
 
G

Gast

  • #22
"Es stellt sich nun vielmehr die Frage, ob der Aufwand, den man mit einer Doktorarbeit betreibt und die damit verbundenen Einbußen wie Single-Dasein oder starke Einschränkungen in der Beziehung gerechtfertigt?"

Ich kenne mehrere Leute, die in unterschiedlichen Bereichen promovieren. Dazu zählen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Mathematik. Alle diese Leute haben entweder eine Familie oder zumindest einen festen Partner/eine feste Partnerin.
Eine Promotion bedeutet nicht mehr Einschränkungen oder Einbußen, stattdessen kann sie sogar als bereichernd empfunden werden. Wenn man allerdings nur wegen eines möglicherweise besseren Gehalts oder Stellenangebots promoviert, sieht die Sache ganz anders aus. Dann sollte man es, meiner Ansicht nach, aber auhc gleich bleiben lassen.
 
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Gast

  • #23
Ein Doktortitel öffnet auch heute noch für viele Tür und Tor. Dass die meisten Dissertationen wissenschaftlich völlig unerheblich sind und das Fach in keiner Weise voranbringen, ist zwar eine Tatsache, nichtsdestotrotz spielt man für viele mit dem Titel in einer anderen Liga.

Was speziell Frau Schavan anbetrifft, so kann ich mich einer gewissen Genugtuung nicht erwehren angesichts ihrer unverhohlenen Freude bei der Nachricht, der "arrogante" und besserwisserische Verteidigungsminister von Guttenberg sei "gechassed" worden. Welche - ungenannten - Gründe sie wohl für ihre Abneigung hat?!

m 50