• #31
Hm, das würde mir als Emanze gut gefallen, aber ich kann das nicht bestätigen.
Ja ok, auf den ersten Blick schon, die allermeisten Frauen haben einen Beruf, viele sind Akademikerinnen, aber wie geht es ab da weiter ?

Meine Eltern haben mir zur Geburt meiner Tochter ein Haus in einer wirklich guten und sehr teuren Gegend geschenkt, damit sie dort behütet aufwachsen kann.
Ich hätte mir sonst sicher eher eine Altbauwohnung in einem Studentenviertel gekauft.
So lernte ich aber die neuen Akademikerinnen kennen, denn kurz nach meinem Einzug wurde Bauland erschlossen und es entstanden 150 Reihenhäuser, die zwar nur Reihenhäuser, aber wegen der Lage trotzdem schweineteuer waren.
Und da zogen dann 150 gleichartige Frauen ein und mit ihnen ihre gleichartigen, solventen Familien.

Die Frauen waren Klone, trugen Uniform, bestehend aus Chinos, Loafers, Kaschmir-Twinsets und sie hatten alle die gleiche halblange Blondfrise.
Alles Akademikerinnen und alle nicht berufstätig, denn sie mußten ja ihr handtuchgroßes Gärtchen pflegen, die Kinder im Porsche Cayenne zu mannigfaltiger Frühförderung fahren, den Golden Retriever Gassi führen, Yoga und Pilates frönen und dann vor allem das Essen für Männe, der selbstverständlich auch Akademiker ist, zubereiten.
Ok, ich kenne von den 150 Frauen nur vielleicht 20 und jahaaa, manche waren auch brünett, aber im Kern ist es so wie beschrieben.

Von den Frauen, die ich vorher schon kannte, also vor allem aus der Schule und dem Studium, hörten ALLE mit der Geburt des ersten Kinds zu arbeiten auf. In der Regel für 10 Jahre, danach Teilzeit.
Alles Akademikerinnen und alles Ehefrauen gutverdienender Männer.
Wer weiß, ob mir das nicht auch geblüht hätte, wenn ich einen guten Mann gehabt hätte.
Der Mensch ist ja auch irgendwie faul und Kind und richtige Arbeit unter einen Hut zu bekommen, nicht leicht.

In der Verwaltung meiner sehr großen Firma sind wir 30 Leute, etwa halbe-halbe. Alle Männer arbeiten Vollzeit, außer mir nur zwei weitere Frauen Vollzeit und die haben keine Kinder.

Ich kann nicht erkennen, dass sich etwas Grundlegendes geändert hat.
Frauen wollen einen Versorger, so mies ich das auch finde.
Später ist das Lamento groß, aber mit 30 denken sie weder an Scheidung noch an Rente.
Und alle Männer wollen eine schöne Frau. Von den 150 Klonen ist keine unattraktiv.
Wo leben die denn ? Hm, wahrscheinlich in der Altbauwohnung im Studentenviertel :) Da würde ich mich wohler fühlen.

w 49
 
  • #32
Ich verstehe was Du meinst. Ich verstehe es so, dass Du sagen willst, dass die ältere Frauen weniger "Wert" sind.

Du interpretierst. Noch dazu falsch. Wenige Frauen (Rosendame hat geschrieben, dass die meisten Frauen in dem Alter keine Lust mehr auf Männer haben) und viele Männer die keine Familie mehr wollen, also auch offen für Frauen sind, die ü40 sind. Also sollte die Auswahl für die Frauen sehr gut sein. Nichts anderes habe ich geschrieben.
Und wenn die meisten Frauen dann die Männer sowieso satt haben, dann müssten ja die Chancen steigen. Tun sie es nicht, sollte man mal in den Spiegel schauen.
Für mich sind Frauen ü40 auch nicht weniger wert als u35. Ich will keine Kinder mehr, warum sollte das also so sein? Ich merke aber, dass viele Frauen ü40 hier sehr verbittert sind und ein grundsätzlich schlechtes Männerbild haben. Die sind für mich in der Tat völlig uninteressant.

In diesem Artikel wurde eine Studie vorgestellt darüber, welche Frau als schön wahrgenommen wird. Der Trend zeigt klar, dass die Frauen heute mehr für ihre Kompetenz gelobt werden als für ihre Schönheit und dieser Trend kann keiner mehr aufhalten. Es ist eine Tatsache, dass 48% der Frauen "weltweit" ganztags arbeiten und somit wirtschaftlich unabhängig sind und die Männer müssen, ob sie es wollen oder nicht, diesen Trend akzeptieren.

Du wirfst verschiedene Dinge in einen Topf. "Schönheit" hat in meiner Wahrnehmung nach wie vor nichts mit "Kompetenz" zu tun. Und die meisten Männer wählen eher nach äußerlichen Kriterien als nach Kompetenz.

Gegen den Trend zur Unabhängigkeit habe ich gar nichts. Da muss ich auch nichts akzeptieren, das will ich gerne so haben. Leider sind es eher viel zu viele Frauen, die nach wie vor erwarten, dass der Mann den Ernährer gibt.

Meine Kriterien für Partnerinnenwahl hat das nicht grundlegend verändert. Zu denen, die ich früher z. B. bezogen auf "Äußerlichkeit" hatte, kommt schlicht hinzu, dass ich heute erwarte, dass eine Frau auf eigenen Füßen steht. Kompetenz und Einkommen ersetzen Attraktivität nicht. Überhaupt nicht. Eigentlich muss die Frau ü40 also heute neben Attraktivität auch eine gewisse Unabhängigkeit mitbringen, damit sie für Männer wie mich attraktiv ist. Und diese Frauen gibt es reichlich.
 
  • #33
Liebe FS,
nein, nicht die Ansprüche runterschrauben, denn damit bekommst Du keine glückliche Beziehung hin. Du machst es dann wie viele Frauen - nimmst Dir irgendeinen und motzt jahrelang an ihm rum, bis ihr beide keine Lust mehr aufeinander habt und die Dinge zwischen Euch noch unerfreulicher werden (sexlose Beziehung, fremdgehen ...)
Lös' Dich von der Sehnsucht nach einer Beziehung im Allgemeinen, sondern befass' Dich mit dem Thema Beziehung wenn der passende Mann Deine Wege kreuzt und auch interessiert ist. Mach' Dir ohne Mann ein schönes Leben.

Ich habe mein Leben lang an mir gearbeitet bzw. tue es immer noch, um so zu sein, wie ich es mir schon immer gewünscht und vorgestellt habe. Sei es mein Aussehen oder mein Wissen - ich habe immer gekämpft und hart gearbeitet. Viele Männer finden das interessant.....
Zwanghafte Selbstoptimierung in allen Lebensbereichen ist nichts was Männer interessant finden, sie wollen exakt das Gegenteil. Die Frau soll super in allen Disziplinen sein, selbstverständlich tiefenentspannt, immer für ihn Zeit haben wenn er es will, ohne ihn in seiner Freiheit zu beschneiden - er will auf garkeinen Fall spüren, dass irgendwas davon anstrengend ist oder gar Zeit benötigt.
Für einen Mann sollst Du die superschöne, immer gut-drauf-Frau sein, ohne jemals beim Friseur oder bei der Kosmetikerin zu sitzen, ohne Zeit für den Sport aufzuwenden und Pommes-Curry sollst Du mit Genuss verspeisen und trotzdem superschlank sein.

Das letzte was mir in meinem Leben fehlen würde, ist ein Mann, der Selbstoptimierung zum Lebensinhalt macht und ich bin mir so ziemlich sicher, dass Männer ebenfalls keine Frau wollen, die so lebt. Sei einfach Du selbt, entwickel' Dich weiter, aber hör' auf, Dich dauerzubearbeiten. Was an Dir ist denn überhaupt noch echt?
Du bist nicht Du, sondern strebst danach ein Idealbild von Dir selber zu werden. Ergo bist Du nie da, wo Du grad bist und kannst daher auch keinen passenden Partner finden.

Ich bin mir sicher, dass ich hier auf ElitePartner mit diesen Gedanken nicht alleine bin und es viele gibt, die so denken wie ich.
Ich bezweifel' sehr stark, dass Elitepartner der Club der Selbstoptimierer ist - eher im Gegenteil, dass hier viele sind, die keine großen Kompromisse in Sachen Partnerschaft mehr machen.

Ich hatte ebenfalls sehr hohe Ansprüche, obwohl ich eine alte Frau bin oder gerade deswegen, denn ich bin alt genug zu wissen, was zu mir passt und was nicht.
Ja, ich war lange allein und habe exakt den Mann gefunden, den ich gesucht habe und der das zu mir passende Pendant ist: intelligent, humorvoll, beruflich erfolgreich, gebildet, vielseitig interessiert, selbstkritisch, umweltbewusst, gleichaltrig, groß, schlank, sportlich. Ohne ihn hatte ich ein wirklich gutes Leben, mit ihm ist es besser.

Was für Ansprüche hast Du an Deinen Partner, außer dass er lebenslanger Selbstoptimierer sein soll?
 
  • #34
Ich lese hier viel zu oft von Frauen, die sich selbst als perfekt beschreiben und die nur auf Männer treffen, die völlig unterbelichtet und unattraktiv sind. Das kann doch nur daran liegen, dass sie sich permanent irgendwo aufhalten, wo lauter Idioten rumlaufen (warum?) oder dass sie sich selbst überschätzen und völlig unrealistische Vorstellungen davon haben, wer sie als Partner interessant finden könnte.

Naja, nun lass' mal die Kirche im Dorf, sonst suche ich Deine alten Beiträge raus, in denen Du geschrieben hast, dass Du als halbwegs normaler Mann ein leichtes Spiel hast eine gute Frau zu finden, angesichts der desolaten männlichen Konkurrenz. Nach Deinen eigenen Worten in anderen Threads hat ein normaler Mann es wesentlich einfacher eine gute Frau zu finden als eine normale Frau einen normalen Mann - von guter Mann war noch nichtmal die Rede. Woher der plötzliche Sinneswandel?


Und wenn die Männer alle nicht gut genug sind:
dann hat Frau eben leider zu wenig "Marktwert" um an die "guten" Männer heranzukommen, die ja einige Frauen hier offenbar auch gefunden haben.
Nach meiner Erfahrung ist es eher so, wie Du ohne akuten Frust in anderen Threads kommentiert hast: es hat weniger was mit dem Marktwert der Frauen zu tun: es gibt einfach zu wenig gute Männer um die Nachfrage zu decken. Daraus folgt, dass viele Frauen entweder ihre Ansprüche runterschrauben oder um nicht unglücklich zu werden Single bleiben müssen.
Jede Statisik bestätigt meine Annahme: ob bei Alkoholismus, fehlenden Schulabschlüssen, Drogenabhängigkeit, Zivilisationserkrankungen, Kriminalität - in Sachen partnerschaftsrelevantes Versagertum hängen die Männer die Frauen um ein x-faches ab, wie auch im Spitzensegment.
Daraus folgt, dass ein Teil der Frauen, die so einen Partner nicht möchten leer ausgehen muss. Mit zunehmendem Alter steigt das Problem durch die höhere Sterblichkeitsrate von Männern, wegen ihres ungesunden/risikoreichen Lebensstils, d.h. 50+ Frauen bekommen ein zunehmendes Mengenproblem - das ist ein Schlaraffenland für die Männer, die was taugen.

Ergo sollten Frauen sich viel weniger mit der Fragestellung befassen, ob sie ihre Ansprüche runterschrauben sollten, sondern sich in einem Leben ohne Partnerschaft gut einrichten.
 
  • #35
... als halbwegs normaler Mann ein leichtes Spiel hast eine gute Frau zu finden, angesichts der desolaten männlichen Konkurrenz. Woher der plötzliche Sinneswandel?

Ich sehe das nach wie vor so, das von Dir beschriebene "Schlaraffenland" ist Realität, aber eben nur für die Männer, die dann noch psychisch und körperlich gesund sind und wirtschaftlich noch nicht geplündert. Also: kinderlos und nicht länger verheiratet oder wirklich wohlhabend.

Ich habe nur reagiert auf Rosendame, die beschrieb, dass die meisten Frauen sowieso keinen Mann mehr wollen in dem Alter - dann würden ja genügend Männer übrigbleiben.
Die "Ausfallquote" ist bei Männern sicher höher als bei Frauen. Frauen verkennen aber, dass auch in ihren Reihen die Totalausfälle zunehmen. Depressionen etc. sind bei Frauen stärker relevant als bei Männern.

Dazu kommt aber, dass viele Frauen immer wählerischer werden, sich selbst völlig überschätzen und sich irgendwas von "jungen, knackigen Lovern" als Alternative zusammenfantasieren. Mit 35 wäre für mich eine Frau mit 50 nicht mal für eine Affäre in Frage gekommen und ich kenne keinen Mann, der das in dem Alter gemacht hat. Da waren nämlich 25jährige Frauen die Alternative, die wiederum die gleichaltrigen Männer nicht haben wollten.

Ergo sollten Frauen sich viel weniger mit der Fragestellung befassen, ob sie ihre Ansprüche runterschrauben sollten, sondern sich in einem Leben ohne Partnerschaft gut einrichten.

Die Frage bleibt, ob die Selbsteinschätzung und die daraus abgeleiteten Ansprüche realistisch sind. Du hast völlig Recht, dass man keine größeren Kompromisse machen sollte. Aber übersteigerte Ansprüche (und davon lese ich hier öfter mal) bringen auch wenig.
 
  • #36
... na, na, was sind das für Interpretationen, von einem Wahn und einer Hast kann ich nichts lesen....

Aus meiner Sicht liest sich die FS sehr wohl so, als würde sie sich unter Druck setzen. Das ganze Leben an sich arbeiten und sich optimieren, danke schön, das bräuchte ich nicht, auch bei meinem Partner nicht.

Das Wort "Gelassenheit" fiel hier schon häufiger und das halte ich auch für einen Schlüsselbegriff zum Glück, sei es alleine oder zu zweit.

Sollte mein Mann vor mir sterben, was die Statistik ja nun leider nahe legt, werde ich sehr um ihn trauern und meinen Weg dann wieder alleine weiter gehen - meinen Weg, der gut ist und den ich immer gegangen bin.

Liebe FS, hast Du denn einen eigenen Weg? Dein eigenes Bauchgefühl? Darf Dich das leiten oder muss das auch ständig nachjustiert und optimiert werden? Gleitest Du auf einem ruhigen Strom oder wirst zwischen Stromschnellen hin und her geworfen? Das spüren andere Menschen und haben dann Angst, in die Strudel zu geraten.
 
  • #37
Nur mal so nebenbei, dieser Post
hat Rosendame wohl zu der Aussage bewogen,
Tja, aber wie kommt Frau mit Ü50 an viele Dates - da gibt es doch nicht so viel Angebot ehrlich gesagt, oder?
was jetzt in einer Diskussion über die Chancen von Frau Ü50 führt. Dies dürfte für die FS im Augenblick wenig hilfreich sein, denn laut einem Post in einem anderen Thread ist sie 25.

@FS
Es ist weniger die Frage, ob Deine Ansprüche zu hoch sind, sondern ob sie realistisch sind. Dazu lässt sich wenig, sagen, da Du sie nicht näher definierst. Fakt ist, es ist sinnfrei sich auf einen Partner einzulassen, der nicht einen Großteil der Kriterien erfüllt, die für einen selbst bei der Partnerwahl wichtig sind.

Nachdem ich viele Paare im Freundes- & Bekanntenkreis beobachtet habe, wie sie trotz Macken trotzdem zu ihren Partnern stehen,
Möglicherweise sind diese Macken, für Dich ein Ausschluss Kriterium, aber für die jeweiligen Partner akzeptabel.

Den 100% perfekten Partner wird man kaum finden, aber einen Partner, den man trotz seiner Mängel und Macken toll finden kann schon.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #38
Hm, das würde mir als Emanze gut gefallen, aber ich kann das nicht bestätigen.
Ja ok, auf den ersten Blick schon, die allermeisten Frauen haben einen Beruf, viele sind Akademikerinnen, aber wie geht es ab da weiter ?

Meine Eltern haben mir zur Geburt meiner Tochter ein Haus in einer wirklich guten und sehr teuren Gegend geschenkt, damit sie dort behütet aufwachsen kann.
w 49
Liebe @frei,
Ich kenne diese Vorortsiedlungen auch. Deine Beobachtungen sind bestimmt im ersten Blick richtig aber hinter der Fassade lebten Frauen, die auch gerne arbeiten wollten. Als Du und ich Mutter wurden, also vor 20 Jahren, war es fast eine Schande, wenn jemand als Ehefrau und Mutter arbeiten gegangen ist. Im Vorstellungsgespräch hat man sich Kommentare angehört wie "wollen Sie Ihre Kinder allein lassen?" "was machen Sie wenn ihr Kind krank wird?" " Was machen Sie in Ferien". Es gab kaum Kitas und die Kindergärten waren nur bis 12 Uhr auf und viele hatten niemanden, der ihnen half. Wir haben zwar die gutsituierten Frauen gesehen, die ihre Kinder überall hinbrachten und Vormittag sich mit anderen Frauen trafen aber was hätten sie sonst tun sollen? Erst in der letzten Jahren wurde endlich mal von der Politik erkannt, dass man so nicht weiterkommt. Erstens, aus Mangel an Arbeitskräfte und zweitens um Frauen die Chance zu geben neben Beruf auch eine Familie zu haben, nicht Frauen zu Liebe sondern aus demographischen Gründen.
Nein ich kann deine Beobachtungen nicht bestätigen. Die Frauen waren nicht faul. Hausarbeit ist auch Arbeit. Frauen bekommen dafür kein Geld aber 20 Jahre jeden Tag für eine Familie morgen bis Abend da zu sein und andere Menschen (Kinder und Ehemann) zu helfen sich weiterzuentwickeln ist auch sehr wertvoll und darf nicht abgewertet werden. Ich wollte aber arbeiten, weil mir zu Hause einfach langweilig war. Ich wollte eine geistige Beschäftigung haben. Es war unheimlich schwer und ich wurde auch von allen alleine gelassen, von Schwiegereltern, nach einiger Zeit auch von Eltern und am Ende auch von dem Ehemann. Trotzdem bin ich Stoltz darauf diesen Weggegangen zu sein. Der andere Weg wäre nicht für mich gewesen.
@Lebens_Lust Ansichten kenne ich. Er sieht die Frauen als Ware mit einem Marktwert und ich wollte keine Ware sein, die gekauft, benutzt und entsorgt/ersetzt wird...... Lieber @Lebens_Lust , eine Frau, die nur schön ist, willst Du auch nicht mehr. Du möchtest eine Frau haben, die schön und erfolgreich ist und diese sind ja nach deine Angaben sehr viele, dann ist für dich auch alles wunderbar. Warum wirst Du nicht fündig, frage ich mich nur. Kann es an deinen unrealistischen Vorstellungen über dich selbst liegen?
 
  • #39
Wow ich danke euch für die zahlreichen Feedbacks, Ratschläge, Tipps und der ein oder anderen Unterstellung :D Ich habe mir alle durchgelesen und zu Herzen genommen, bei machen hab ich sogar die Tränen unterdrücken müssen, weil meine Gedanken mehr als gut verstanden wurden.

Eine große Frage scheint hier mein Alter gewesen zu sein. Wie oben von jemand aufmerksam verfolgt bin ich 25. Allerdings bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass das eine grosse Rolle bei den Anforderungen an den zukünftigen Partner spielt.

Zur Frage bzw teilweisen Unterstellung über meinen Charakter kann ich sagen, dass ich ein sehr aufgeschlossener aber dominanter Mensch bin. Viele mögen meine herzliche Art, meine Freundlichkeit und meine sehr kommunikative Ader. Ich bin im
Freundeskreis die Helferin in der Not oder die Gute-Laune-Macherin auf der Arbeit. Mein Ex-Freund oder meine Freudinnen bezeichnen mich als ihre "Traumfrau", für kleine Mädels bin ich das "Idol" (ja sie stritten einmal tatsächlich darum wer im Rollenspiel ich sein darf).
Von daher würde ich von mir aus nicht behaupten, dass ich ein oberflächlicher Mensch bin, der rein nach der optischen Perfektion strebt. Für mich steht Bildung an erster Linie, weil kein Mensch jemals ZU gebildet sein kann. Aber ich liebe auch die Schönheit und die Ästhetik, daher habe ich an mir die ein oder andere Korrektur vornehmen lassen.

Auf die Frage was meine Anforderungen sind: Das sind Punkte, die ich in vergangenen Beziehungen erfahren habe und damit nicht klarkomme. Es ging mir nicht grundliegend darum, meinen Idealpartner hier vorzustellen, sondern ich wollte mit meiner Frage nur herausfinden, ob es welche unter uns gibt die wirklich ihren "Traummann" oder ihre "Traumfrau" gefunden haben oder ob sie irgendwann komplett ihre Vorstellungen und Anforderungen über Bord geworfen haben.
Wenn ich mir die Partnerschaftswahl meiner Freunde anschaue, frage ich mich oft 'warum?' Bisher war keiner dabei, der mir persönlich gefallen hätte.
Daher eben die Frage, ob es Sinn macht an den Vorstellungen an den zukünftigen Partner festzuhalten und auf ein Wunder zu hoffen..
 
  • #40
ich wollte mit meiner Frage nur herausfinden, ob es welche unter uns gibt die wirklich ihren "Traummann" oder ihre "Traumfrau" gefunden haben oder ob sie irgendwann komplett ihre Vorstellungen und Anforderungen über Bord geworfen haben.

Ich habe meinen Traummann gefunden - allerdings ohne ihn zu suchen. Ich sehe hierin einen ganz wichtigen Unterschied zum Onlinedating oder anderen Formen der gezielten Partnersuche. Man begegnet sich zufällig, ohne Erwartungen, zwanglos und der Mensch kann wirken
Wir sind uns im Alltag begegnet, in einer Situation, in der wir beide persönliche Eigenschaften in einer sehr deutlichen Ausprägung zeigten, die wir beide als partnerschaftsrelevant bewerten - ohne Partnerschaft zwischen uns zu thematisieren. Wir haben uns näher kennengelernt - hat lange gedauert, weil große Distanz zwischen uns liegt.

Die einzige Vorstellung, die ich über Bord geworfen habe war: keine Fernbeziehung. Ansonsten entspricht er in jeder Weise meinen Idealvorstellungen eines Mannes. Jeder hier hat mir gesagt, dass meine Ansprüche zu hoch seien, ich zu alt, zu geringer Marktwert, um so einem Topmann wollen zu können. Na und? Auch ohne Mann kann Frau ein gutes Leben führen - besser als mit einem unpassenden Mann.

Es gibt einige erhebliche Unterschiede bei uns, die irrelevant für eine Beziehung sind: z.B. fährt er in den Alpen Rennrad und Moutainbike, ich bin norddeutsche Tiefebenen-Genussradlerin. Ich hasse Skifahren, er wurde mit Brettern an den Füßen geboren. Aber im Grundsatz sind wir beide sportlich aktiv, machen an den WE auch einiges zusammen (joggen, bergwandern, Fitness).
Wir lesen beide viel und reden über die Bücher, die wir grad vorhaben. Wir lesen, was uns interessiert, nicht um gebildet zu erscheinen.
Wir tauschen uns über unser Berufsleben aus, coachen uns gegenseitig, diskutieren über Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Er macht Musik, ich bin unmusikalisch, aber tolerant gegen Geräusche und höre ihm gern zu.
Dafür male ich, liebe moderne Kunst und er versteht das nicht, lässt sich das aber gern erläutern.

Es hat sich gelohnt, auf den Traummann zu warten (ohne zu warten), statt sich in einer oder mehreren aufeinanderfolgenden unbefriedigenden Beziehungen zu verschleißen (ich war 20 Jahre unglücklich verheiratet). Wir sind beide unfassbar glücklich und wollen den Rest unseres Lebens miteinander verbringen.
Und obwohl wir beide beruflich sehr gefordert sind, ich jedes WE längs durchs Land fliege, dann noch 200 km Auto fahre, gibt es nie Streit, kein Missmut, schlechte Stimmung o.ä.
Wir wissen einfach was wichtig und was unwichtig für eine gute Partnerschaft ist und sind uns darin einig.
 
  • #41
Cindyy,

Traummann - so würde ich das Bild nicht beschreiben.

Es gibt Punkte, Eigenschaften, die für mich bei einem Partner unverzichtbar sind.
Wie Vertrauen, Kommunikation, Humor, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit. Sehr ähnliches Nähe- Distanz Bedürfnis. Sexualität.
Wie fühlt sich Nähe mit ihm am, Geruch, Stimme, körperliche Anziehung, Kann er küssen., etc.
Es gibt eine kleine NoGoListe, die mehr mit der Persönlichkeit zu tun haben - Eifersucht, Klammern, manche Einstellungen, Haltungen.

Ein ausreichendes Maß an Gemeinsamkeiten, Werten, Einstellungen, Hobbies, Interessen, eine ähnliche Lebensphase - da sind schon Varianten möglich, das ist unpräzise.
Eine gewisse körperliche Attraktivität, aber die ist auch unpräzise.
Anderes ist für mich eher unwichtig.

Deswegen gibt es DEN Traummann nicht.
Aber obiges wäre mein Maßstab und nur in diesem Rahmen bin ich kompromissbereit.

Das Gleiche vielleicht für Dich?
Mit einer gewissen Offenheit, manchmal ist es mit jemandem erst beim 3. Blick stimmig?
 
  • #42
Boah Cindy, dein letzter Post ( #43 ) ist ja wirklich gruselig.
Du siehst dich selbst als perfekt an und zählst dazu viele Punkte auf, damit wir das auch so sehen.
Um richtig perfekt zu sein, hast du mehrere Schönheitsoperationen durchgemacht. Au weia !

Und nun erfahren wir auch, dass du erst 25 bist, also auch vom Alter her eine echte Traumfrau.
Übrigens: deinem Stil nach hätte ich angenommen, dass du mindestens so alt bist wie ich, vielleicht könntest du da mal ansetzen.

Du fragst, ob du auf den Traummann warten sollst.
Nun, ich fürchte, etwas anderes bleibt dir nicht übrig, denn darunter wirst du es nicht machen.
Ich fürchte aber auch, dass kein Mann deinen Ansprüchen genügen wird, denn jeder Mensch ist auch mal schwach, mal nicht charmant, will mal zuhause rumgammeln, hat mal einen badhairday.
Wirst du dann enttäuscht sein ?
Wirst du es ihm vorwerfen, heute mal nicht perfekt zu sein ?

Vielleicht bist du ja wirklich so eine umwerfende Frau, wie du annimmst. Das wäre mir aber zu anstrengend, ich möchte lieber einen Partner haben, der nicht perfekt ist bzw. sich so sieht und mich auch nur nimmt, wenn er mich so sieht.

Ich denke nicht, dass es das einzig selig machende Lebensmodell ist, in einer Partnerschaft oder Familie zu leben.
Insbesondere Kinder sind oft nicht perfekt und du kannst sie dir nicht mal aussuchen. Wie wirst du damit umgehen ?
Nach allem, was ich jetzt von dir gelesen habe, könnte ich mir vorstellen, dass es für dich besser wäre, etwas anderes zu versuchen.

w 49
 
  • #43
Aber ich liebe auch die Schönheit und die Ästhetik, daher habe ich an mir die ein oder andere Korrektur vornehmen lassen.

Cindyy, ich kann Dich ansatzweise verstehen. War so ähnlich drauf mit 25 allerdings mochte ich mein Gesicht, weil es schön ist und ich die ganze Ahnenreihe darin erkenne, und würde deshalb kein Skalpell dran lassen.

Aber ich wollte schon immer eine Brust-OP und nur meine große Angst vor der Vollnarkose und dem Pfusch hat mich davon abgehalten. Gerade wenn frau die perfekte kleine Figur hat aber es fehlen ein Paar Zentimeter Rundung macht es schon Sinn nachzuhelfen wenn finanziell möglich.

ABER: Eine OP oder der An-sich-Arbeiten-Wahn ersetzen keine Persönlichkeit. Dazu brauchst Du auch noch Intelligenz, wenn möglich ein Studium weil das den Geist schult, intellektuelle Interessen und Neugierde, gute Manieren, und natürlich einen guten (warmherzigen) Charakter.

Hast Du das alles?

Du kommst mir sehr zwangshaft rüber für eine junge Frau, deshalb dachte ich daß du Ü50 bist - da liegt der Hund begraben, denke ich.
 
  • #44
Wenn ich mir die Partnerschaftswahl meiner Freunde anschaue, frage ich mich oft 'warum?' Bisher war keiner dabei, der mir persönlich gefallen hätte.
Ich werde mich jetzt nicht in die aufkeimende Diskussion über Sinn und Unsinn von Schönheitsoperationen einklinken. Ich denke, diese Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen.

Stell dir vor, mir gefallen die Partner meiner Freundinnen auch nicht sonderlich. Müssen sie aber auch nicht - ich habe grundlegend andere Prioritäten als sie. Außerdem habe ich ein extrem enges Beuteschema, an dem ich leider nunmal nichts ändern kann. Um angefixt zu werden, brauche ich dringend eine ganz bestimmte Kombination von Wesensmerkmalen an einem Mann. Dazu gehören bei mir eine gewisse Lebendigkeit, ein mich persönlich ansprechender Humor, ein in sich ruhender, reflektierender Geist und einiges weiteres. Sind diese Kriterien erfüllt, sind andere Merkmale, die für andere Frauen extremst wichtig sein mögen, für mich nur zweitrangig und bestenfalls eine Beigabe.

Ich hab's mit Männern versucht, die diese mir wichtigen Eigenschaften nicht hatten, und konnte mich einfach nicht verlieben, obwohl es "gute Männer" waren. Man kann es nicht erzwingen - ich jedenfalls kann es nicht.

Ich würde an deiner Stelle weniger Aufmerksamkeit darauf legen, was für ein toller Mensch und was für eine Traumfrau du doch bist - das ist immer geschmacksabhängig. Ich war auch schon "Traumfrau" für den einen oder anderen - z. B. weil ich lockerer und unzickiger war als alle anderen Frauen, die dieser Mann jemals kennengelernt hatte. Mein damaliger verheirateter Affärenmann fand mich "traumhaft", weil ich Sex mit ihm hatte und seine Frau nicht. So was ist immer äußerst relativ und sagt überhaupt nichts aus. Für andere Männer bin ich der personifizierte Alptraum.

Ich würde dir daher eher raten, dir ein inneres Ranking über deine Prioritäten und deine Wünsche zu erstellen und die Männer dann gezielt danach zu filtern. Dir klarzumachen, dass es den absolut perfekten Mann nicht gibt. Aber genau zu eruieren, was dir persönlich an einem Mann wichtig ist, und auf welche Eigenschaften du womöglich verzichten könntest. Alles andere ist äußerst unrealistisch, und du wirst dich selbst unglücklich machen, wenn du an deinem Traumbild festhältst.
 
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