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  • #1

Antriebslosigkeit nach langer Beziehung und Trennung

Hallo

Wie es der Titel schon vorausschickt habe ich nach einer über 20 Jährigen Beziehung und der Trennung vor einem Jahr eine gewisse Antriebslosigkeit, die sich auf's Gemüt schlägt. Die Beziehung lief die letzten Jahre auch schon nicht so doll - kennt das jemand auch so? und wie komm ich da wieder raus? Ich mache Sport, habe ab und an schon Tage: "An Tagen wie diesem" aber es sind zu wenig. Wenn ich eine nette Dame kennenlerne zum Schreiben/Daten ändert sich das und ich bin auf ganzer Linie viel besser drauf.

M45-
 
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  • #2
Das ist sicher eine leichte bis mittelschwere Depression, in der du dich befindest (Stichwort Antriebslosigkeit). Wenn es nach einigen Monaten nicht besser wird, bitte unbedingt behandeln lassen vom Arzt.
 
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  • #3
Ja, kenn ich! Würde auch sagen, dass es eine Depression ist.
Ich bin auch seit 1,5 Jahren von meinem Mann getrennt und obwohl es mir nicht immer schlecht ging, war ich wahnsinnig antriebslos. Nicht, dass ich nur zuhause saß, ich hab auch Sport gemacht, bin mit Freunden ausgegangen. ABer die Erledigung der täglichen Dinge macht mir immer noch viel viel Mühe. Zeitweise war es für mich ein unüberwindbarer Berg, mir vorzustellen, meine Bewerbungsunterlagen nach der Babypause und noch fehlenden Zeugnissen wieder auf Vordermann zu bringen. Ich muss ja auch wieder arbeiten. Aber schon alleine die Vorstellung, mehr als 2 Dinge gleichzeitig machen zu müssen, hat in mir Panik ausgelöst und ich hab dann lieber gar nichts getan.
Dates hätte ich 1000ende mit netten Männern haben können, aber ich konnte mich nicht aufraffen oder hab mich nicht getraut.
Oft dachte ich auch, v.a. an den schlechten Tagen, dass sich doch sowieso kein Mensch für mich interessiert. Eine Frau, die Unterhalt vom Ex bekommt, höher als so die meisten Männer je verdienen werden ohne dass sie selber arbeitet.
Ich fühlte mich wertlos. Manchmal ist es jetzt noch so, aber es wird besser.
Geh zum Hausarzt und meld doch an für einige Therapiesitzungen. Macht jeder heute nach einer Trennung, meinte meine Anwältin.
Du musst dich erst mal selber wohlfühlen, das kann keine neue Frau erledigen.
 
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  • #4
hier der FS

Ich muß vieleicht noch dazu sagen, dass das auch schon in letzten Zeit der Beziehung so war... irgendwie komisches Bauchgefühl und viel Grübeln. Wegen Depri war ich nach der Trennung beim Hausarzt und der sagte mir das ich auf Antidepressiva lieber verzichten sollte, was ich auch von mir aus gemacht habe weil ich nicht wie ein Junkie rumlaufen wollte.


@2 Das liegt bei dir vieleicht daran, dass Du das finanziell gar nicht machen mußt - ist bei mir leider nicht so (mal abgesehen von den Dates)?
 
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  • #5
Hallo FS

das geht dann wohl den Männern wie Frauen so.

Ich habe mich vor 2,5 Jahren von meinem Mann getrennt. Die Tage an denen es gut geht werden wieder mehr.

Wichtig ist das du dich allein wohl fühlst und Dinge schön findest die DIR gut tun. Ich habe mir bewusst vorgenommen JEDEN Tag etwas für MICH zu tun - z.B. ein Bad, Früh eine Runde im Wald mit Hund, ein kalorienreiches Stück Kuchen :)-) zum Aufbau der Schwimmringe ;-)) .

Vor einem Jahr hat es mir sehr geholfen viele verschiedene Bücher zu lesen (Meist zum Thema Beziehung etc.). Die "Ruhe" hat auch gute Seiten. Ich konnte so manche Sache entdecken, warum wir uns nach 18 Jahren trennen mussten. Klar ist das traurig und wenn ich heute sehe das der Ex mit der neuen all die Dinge tut die ich gern mit ihm machen wollte und er immer Ausreden gefunden hat es nicht zu tun - dann habe ich eine STINK WUT - aber eben nicht mehr so lange wie am Anfang. Am Anfang war der ganze Tag hinüber, jetzt dauert es noch ca 1 Stunde.

Ich denke ich bin jetzt langsam soweit, wirklich wieder offen für eine neue Beziehung sein zu können. Und wenn ich niemanden treffe der zu mir passt dann tröste ich mich damit: Lieber allein als wieder so eine Beziehung in der es nicht passt und beide unglücklich sind.

Also Kopf hoch, es gibt wirklich schlimmeres als täglich den Kampf mit dem eigenen EGO zu gewinnen.

w44
 
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  • #6
Vielleicht bist Du einfach nur erschöpft und Dein Körper signalisiert Dir das. Ich meine, dass sollte sich jeder auch mal zu gestehen, dass man erschöpft ist und es einige Zeit braucht, um sich zu erholen. Es muss nicht sofort eine Depression sein. In der heutigen Zeit ist es nicht gern gesehen, wenn man sich mal eine Zeitlang nicht "so fühlt". Vielleicht brauchst Du einfach mal so eine Zeit, um in Ruhe ein paar Dinge zu reflektieren und sich zu überlegen, wie es denn weitergehen könnte. Das geht nicht von heute auf morgen. Und solche Zeiten gehören auch zum Leben. Ich würde mir eine "Zeit" vorgeben und wenn sich bis dahin nichts für mich verändert hat bzw. ich mich weiter "im Kreis" bewegen würde, würde ich mir prof. Hilfe nehmen. Manchmal reichen da schon ein bis zwei Stunden und es bewegt sich wieder was. Alles Gute Dir.
 
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  • #7
Hallo FS

Vor einem Jahr hat es mir sehr geholfen viele verschiedene Bücher zu lesen (Meist zum Thema Beziehung etc.). Die "Ruhe" hat auch gute Seiten. Ich konnte so manche Sache entdecken, warum wir uns nach 18 Jahren trennen mussten. Klar ist das traurig und wenn ich heute sehe das der Ex mit der neuen all die Dinge tut die ich gern mit ihm machen wollte und er immer Ausreden gefunden hat es nicht zu tun - dann habe ich eine STINK WUT - aber eben nicht mehr so lange wie am Anfang. Am Anfang war der ganze Tag hinüber, jetzt dauert es noch ca 1 Stunde.

Ich denke ich bin jetzt langsam soweit, wirklich wieder offen für eine neue Beziehung sein zu können. Und wenn ich niemanden treffe der zu mir passt dann tröste ich mich damit: Lieber allein als wieder so eine Beziehung in der es nicht passt und beide unglücklich sind.

Also Kopf hoch, es gibt wirklich schlimmeres als täglich den Kampf mit dem eigenen EGO zu gewinnen.

w44

Die schönen Dinge, die man als Partner mag ... mit anderen - das kenn ich... hatte Sie schon währen der Beziehung gemacht, wie ich dann mitbekommen habe :( für mich gab es Schokolade zum Valentinstag und für Chatfreunde als Gruß ein Foto mit tollem Ausschnit und schöner Unterwäsche, die ich vorher nie gesehen habe...etc. nur mal so am Rande. Geholfen hat mir letztendlich auch viieel Lesen und am wichtigsten nicht über Schuld nachdenken sondern die Ursachen zu erkennen. Die Beziehung war schon lange vorher nicht so toll war aber Mann bleibt wg. der Kinder und hofft, dass sich etwas (SIE) ändert aber heute weiß ich auch... es ändert sich Nie. Ist halt nur noch die Antriebslosigkeit, die ich noch überwinden muß und die Firma muß wieder richtig laufen. Ich habe mich halt gewundert, dass mich eine Frau(bei einer SB kennen gelernt und noch kein Date) so völlig neu Motivieren kann...nur durch den Gedanken - schon komisch manchmal.
FS
 
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  • #8
Lieber FS,

mir geht das nach Trennungen auch so, dass ich mehrere Monate bis ein Jahr irgendwie traurig, genervt, lustlos oder einfach antriebslos bin... Ich will jetzt nicht von Depression sprechen, aber die Tage und Abende, wo man genervt bis traurig oder wütend auf sich oder der Ex-Freundin ist, überwiegen und ich sitze dann lieber Abends Zuhause vor dem TV, lass mich mit Comedy berieseln aber verspüre nicht die Lust, mich mit Freunden zu treffen.

Es scheint so zu sein, dass ich die wirklichen Farben des Alltags (die schöne Sonne, strahlende Menschen..) nur sehe, wenn ich ne Freundin habe oder in eine Frau verknallt bin, ansonsten für mich alleine brauch ich nicht kochen und ich habe auch keine Lust alle paar Tage den Flur zu fegen..
 
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