• #1

Anziehungspunkt für gestörte/gebundene Männer?

Warum ist man ein Anziehungspunkt für gestörte oder gebundene Männer? Strahlt man etwas Bestimmtes aus oder ist es eine bestimmte Handlungsweise?

Ich lerne leider nur Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.

Da ich mir bewusst bin, dass ich keine Beziehung mit diesen Männern haben kann, beende ich den Kontakt sehr schnell. Erschreckend finde ich jedoch, dass ich keine "normalen" Männer kennenlerne.

Haben die Foristen Denkanstösse für mich?
 
  • #2
Kann es sein, dass Du den Männern irgendwie als ein "leichtes Opfer" erscheinst? Also eine Außenwirkung hast, die auffällig "lieb" ist und dadurch Männern die Angst vor Zurückweisungen nimmt und Dich als manipulierbar, hochgradig hilfsbereit und fürsorglich und als duld- und fügsam erscheinen lässt?
 
  • #3
Liebe FS. So ergeht es mir in meiner Großstadt auch. Entweder sind die Männer bereits glücklich liiert oder Single und absolut nicht beziehungsfähig wg. zu vieler Probleme.
Die 'normalen' und mit sich zufriedenen Männer sind eben meist (besonders zwischen 30 und 40j.) in Beziehungen/Ehen. Es gehört wohl auch viel Glück dazu zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder den Horizont erweitern und in einem anderen verbindlicherem Umfeld Ausschau halten (meine zu anonym und kühl tickende Großstadt HH kann ich fürs Kennenlernen definitiv nicht empfehlen). Viel Glück.
 
  • #4
Hm. Kommt drauf an, ob Du die im realen Leben anziehst oder übers Netz findest. Beim RL würde ich schon sagen, irgendwas an Dir könnte auf die anziehend wirken, obwohl ich die Forumlierung doof finde, weil es so aussieht, als hieße es "du bist schuld". Du bist nicht schuld, es ist nur Ursachensuche, die Du ja verneinen kannst und so nach dem Ausschlussverfahren vielleicht einem Ausstrahlungspunkt auf die Schliche kommst.
Übers Netz kann es auch mehr als Zufall sein, wenn Du auf bestimmte Formulierungen oder Selbstdarstellungen abfährst.

Z.B. wenn einer jammert, von sich denken, man sei ein "gutes Ohr" und so könnte Nähe entstehen. Das geht im RL und im Netz und eigentlich zieht man Leute an, die einen am Ende als seelischen Mülleimer gebrauchen. Es sei denn, man tauscht sich beiderseitig über eigene Probleme gut aus, aber das ist auch keine Basis für eine Liebesbeziehung, sondern eher eine Problemaufarbeitungsfreundschaft mit gegenseitiger Unterstützung.

Die gebundenen Männer sind eine Kategorie für sich. Ich denke, die tarnen sich "von Haus aus", weil sie wissen, dass sie täuschen wollen. Daher denke ich, dass die vorher nicht erkennbar sind und Du einfach Pech hast, wenn sie Dich auserwählt haben.
Die Beziehungsvermeider, Männer ohne Selbstwertgefühl usw. wissen es nicht und denken, sie suchen wirklich eine Partnerin.
 
  • #5
Kann es sein, dass Du den Männern irgendwie als ein "leichtes Opfer" erscheinst? Also eine Außenwirkung hast, die auffällig "lieb" ist und dadurch Männern die Angst vor Zurückweisungen nimmt und Dich als manipulierbar, hochgradig hilfsbereit und fürsorglich und als duld- und fügsam erscheinen lässt?

Ich denke eher, dass der Mechanismus genau andersrum ist. Möglicherweise ist die Fs eine Frau, die eine große Stärke ausstrahlt, und sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt, ihr eigenes Leben gut trotz Widerständen auf die Reihe bekommt, und so wirkt, als hätte sie noch Kapazitäten für einen Menschen an ihrer Seite, der sich an ihr "gesunden" will.

Mir ist das zumindest schon passiert, und ich bin bei weitem niemand, den man als "zu lieb" einschätzen würde. Ich bin jemand, die für fast alles einen Lösungsweg findet, und Probleme tatsächlich wirkungsvoll minimieren kann. Ein problembeladener Mensch nimmt die Lösungen wirklich gerne an (ob sie jetzt immer so umgesetzt werden, sei mal dahingestellt), aber sobald er sich saniert hat, will er wieder selbstständig werden. Denn als Mensch, der immer weiß, was zu tun ist, begibt man sich in eine "Mutterrolle" und übernimmt recht viel für den andern, weil der es alleine nicht gebacken kriegt, und hält den anderen damit unbewusst in Abhängigkeit. Diese wird aber als negativ empfunden, der Fluchtreflex tritt ein.

Ich habe Gott sei Dank in den letzten Jahren (nach einer extrem schmerzhaften Erfahrung mit viel Selbstreflexion) meine Hausaufgaben gemacht, und gelernt, mich abzugrenzen und andere auch mal in ihr Elend rennen zu lassen, weil ich nicht für alles verantwortlich sein kann und nicht Mutter Theresa bin.

Das ist jedenfalls auch ein möglicher Grund, warum die Fs ein Anziehungspunkt sein könnte. Ich hatte da auch langsam die Faxen dicke, aber manchmal kann man eben auch nichts dafür, wer sich so in einen verguckt. Am Ende muss man einfach besser aufpassen, wen man so ranlässt.
 
  • #6

Es ist sicher auf beiden Seiten so, dass die "übrig bleiben" oder häufiger getrennt sind und damit Single, die eher "gestört" sind. Das fällt mir bei Frauen auch auf. Viele Beziehungen gehen ja gerade auseinander, weil einer von beiden nicht richtig beziehungstauglich ist.
Was könntest Du daraus folgern? Vielleicht liefert die Beziehungshistorie Anhaltspunkte dafür, dass jemand eher Probleme hat. Vermutlich gehört auch einfach Glück dazu. Vielleicht solltest Du auch eher in einem Kochkurs suchen als in einer Disko.
 
  • #7
Ich glaube, als halbwegs eigenständige Frau, die vieles allein regelt und gut zurechtkommt ( privat mit stabilem sozialen Umfeld, beruflich souverän und gefestigt ) zieht frau mit ihrer "Stärke" etwas labile Persönlichkeiten an. Die instabilen Männer wollen sich nicht auch noch um ein "Hascherl" mit tausend Problemen kümmern, sondern suchen die Stabilität.
Ich bin so eine eigenständige Frau und merke oft erst nach einiger Zeit, dass der Mann, den ich da gerade kennenlerne, ein großes Paket Selbstzweifel mit sich herumträgt. Die habe ich sicher auch in einigen Bereichen, nur wird Frauen das wohl mehr zugestanden und der Mann wurde so erzogen, dass er ein Macher sein sollte (ich hatte noch nie einen "Macher-Partner, was mich jedoch nie störte. Habe ein Faible für Sensible. Das ist nicht immer einfach)

Und die Affärensucher sind wohl auch eine Frage des Alters, ab Mitte 40 sind vielleicht viele Männer etwas scheu geworden hinsichtlich der vollen Verantwortung für ein Beziehungs- und Familienleben.
 
  • #8
Liebe FS,

das Schlimmste wäre, dich infrage zu stellen und an dir herumzuzerren. Die Dinge sind, wie sie sind und du kannst dich nur geistig davon distanzieren und bei dir bleiben. Wir sind alle nicht vor solchen Erfahrungen gefeit.
Gerade *Menschenskinder*, so wie du, haben etwas, was vielen anderen fehlt und darum versuchen sie sich gerne als Energieräuber an solche Menschen anzudocken.
 
  • #9
Ich bin der Meinung, dass die allermeisten Männer ganz normal sind und Frauen durchaus gut behandeln! Diejenigen aber, die immer wieder im Dating-Pool auftauchen, sind nun mal die, die nichts taugen. Das ist aber der kleinere Teil, das kommt einem in dem Moment nur so vor. Ich meine lies dich doch mal hier durchs Forum, was manche Langzeit-Single-Männer hier für eine negative Einstellung haben, da vergeht es einem ja.

Und die Frauen die an einen guten Mann vergeben sind haben auch nichts anderes als du oder ich, die waren einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort und sind an einen sicheren Bindungstyp geraten.

Ich glaube auch nicht an die Magnet-Theorie. Man "zieht" die seltsamen Leute nicht an, die Begegnungen sind bei anderen genauso häufig, nur dass einige Menschen das gleich erkennen und den Kontakt sofort abbrechen oder einschlafen lassen.

Es gibt ganz viele tolle Männer da draußen, glaub mir!

w(28)
 
  • #10
Es gibt ja diesen Spruch: Männer sind wie Toiletten, entweder besetzt oder besch... . Deswegen finde ich, Du solltest Deine Erfahrungen nicht zu persönlich nehmen. Gute, liebes- und partnerschaftsfähige Männer befinden sich nun mal häufig bereits in guten Partnerschaften, der Rest tummelt sich zu Hauf auf dem Markt herum. Männer, die aus ihren Beziehungen gelernt haben und gerade frei sind, gibt es aber auch, relativ seltener.
 
  • #11
Hallo Benita,
wenn ich mir deine Posts des vergangenen Jahres anschaue, ergibt sich für mich folgendes Bild von dir: Mitte 40, sehr reflektiert und beziehungserfahren, schlank, dein bevorzugter Typ von Mann ist "selbstbewusst, gepflegt, sportlich", du hast PB-Erfahrung und lernst scheinbar schnell Männer kennen; hast jedoch ein gut ausgeprägtes Selbstbewusstsein, welches dich davor bewahrt, verletzende Erfahrungen zu machen. An deiner Stelle würde ich mich nicht allzu sehr auf deine Eingangsfrage konzentrieren. Machen wir (!) uns nichts vor: Die Auswahl an "normalen", ungebundenen Männern ist ab 40 begrenzt. Sehr begrenzt, vllt. würde es wieder besser aussehen, wenn du 10-15 Jahre ältere Männer als Zielgruppe ins Auge fasst. Ich weiß es nicht. Eine allgemein gehaltene Fragestellung wie deine wird dir jedoch kaum Erkenntnisse bringen. Es ist von entscheidender Bedeutung wo und wie du die o.g. Gruppe von Männern kennengelernt hast. Und welche Faktoren dich überhaupt bewogen haben, mit diesen Männern in den Kontakt zu gehen.
 
  • #12
Möglicherweise ist die Fs eine Frau, die eine große Stärke ausstrahlt, und sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt, ihr eigenes Leben gut trotz Widerständen auf die Reihe bekommt, und so wirkt, als hätte sie noch Kapazitäten für einen Menschen an ihrer Seite, der sich an ihr "gesunden" will.
Danke! Das passt ganz gut zu mir und könnte eine Erklärung sein. Da wäre dann nur die Frage, ob die Stärke dann "normale" Männer abschreckt?

Ubrigens sind das immer real-life Männer, die nicht einfach nur im Laufe der Zeit etwas komisch geworden sind, sondern wirklich psychische Probleme haben. Ich kann da durchaus differenzieren.
 
  • #13
Interessantes Thema! Aus meiner Erfahrung möchte ich #4 sehr
Zustimmen, daß hier doch häufiger das Helfersymdrom der sog.
Starken Frau eine Rolle spielt. Darauf fahren Männer ab, die
Gerade in einer Krise sind und / oder dauerhaft Selbstwertprobleme haben. So habe ich eine Freundin, die sich seit langer Zeit schon
Den Mann wünscht, der mal auf Augenhöhe ist, das Unbewußte
"gestattet" aber nur Problem++Männer , das waren in den letzten
Jahren schon 3-4 ,immer das gleiche Muster . Der Vorteil für die Betroffene Frau: als Helferin , Problemlöserin bekommt sie viel
Aufmerksamkeit und Egokick,Sinngefühl , so sie sich auf eine solche Beziehung einläßt. Außerdem kann sie. 2-4 Jahre pro Fall rechnen, daß er sie auf Trab hält.
Wenn ich merke, daß ich auf so einen Problembär getroffen bin,
Bin ich schnell weg,möchte mir das nicht freiwillig ins Leben holen.
W
 
  • #14
Die Menschen, die uns begegnen, die sagen uns viel über uns selbst. Das wird auch das Gesetz der Resonanz genannt. Und es gefällt uns gar nicht immer, mit wem wir resonieren.

Ja, es ist so. Die Beziehungsvermeider ziehen sich oft gegenseitig an. Gerne mal die aktiven die passiven. Die passiven Beziehungsvermeider nämlich suchen sich aus Angst vor einer Beziehung unbewusst einen, der aktiv eine Beziehung vermeidet. Und dann beginnt das große Leiden.

Arbeite an Dir selbst und erkenne Deine Baustellen. Mit jeder gelösten Aufgabe wird sich Dein Umfeld auch verändern. Ich habe mir auch Leute angesehen, die in einer glücklichen Partnerschaft leben. Stabile Menschen ziehen auch stabile Menschen an.

Vor einigen Jahren noch da fragte ich meine Freundin, ob ich eine Orgel bin, weil sich nur Pfeiffen für mich interessierten. Seit ich mir selbst mehr wert bin, werde ich auch von anderen mehr geachtet. Ganz einfach. Oder eben doch nicht einfach.
 
  • #15
Bei mir landen die "Guten". Ich denke, da muss frau mit der Zeit ein Auge dafür entwickeln und entsprechend selektieren.
Der Rest wird ignoriert. Mein Nachbar möchte seit Ewigkeiten mit mir "essen gehen". Wir sind beide vergeben, daher schlug ich vor, er kann doch gerne seine Frau mitbringen. Haha. Kein Wort mehr :D
 
  • #16
Natürlich hat das auch etwas mit Dir zu tun. Es hängt in irgendeiner Form an Deiner Ausstrahlung.

Also überlege wie du aussiehst, wie du dich kleidest. Hältst du dich an Orten oder in Menschengruppen auf, in denen es besonderes viele bedürftige Männer gibt?

Als nächstes kannst du überlegen, ob du anders als andere Frauen für diese Männer besonders zugänglich erscheinst. Hörst du geduldig zu, während alle anderen längst gegangen sind usw?

Vielleicht gefällt dir auch, dass du dich in diesen Situationen stärker als den Mann findest.
 
  • #17
Liebe FS, wenn du das alles mal aus psychologischer Sicht verstehen willst empfehle ich das Buch "Jein" von Stefanie Stahl. Über dieses Buch wird hier öfter berichtet und es ist wirklich super um sowohl die eigenen Muster als auch die der anderen zu verstehen.
Grundsätzlich liegt immer eine Art Bindungsstörung vor, wenn jemand immer wieder an einen bestimmten Typ gerät, mit dem keine harmonische Beziehung möglich ist. Ich hatte auch mal so eine Phase, bin aber durch viel Selbstreflexion zum Glück da raus gekommen. Wichtig ist, dass du dein Problem erkennst und dir nicht deinen ganzen Selbstwert rauben lässt.
 
  • #18
Da wäre dann nur die Frage, ob die Stärke dann "normale" Männer abschreckt?
Dazu muss man unterscheiden, was mit Stärke gemeint ist, weil Frauen (ich bezieh das jetzt nicht auf die FS) das öfter mal verwechseln mit Dominanz.
Nachdem frau entdeckt hat, dass sie nicht eben emanzipiert ist und mehrfach auf die Nase fiel, kommt ja bei manchen dann eine Männer-Unterdrück-Phase, die alle Männer über einen Kamm schert und als Feinde ansieht.

Männer mit wenig Selbstwertgefühl schreckt allerdings die "normale Stärke" ab, weil sie sich dann nicht gebraucht fühlen, was ihnen Sicherheit geben würde.

Ich denke aber, dass sich öfter schwächere Menschen an stärkere hängen wollen. Solange das nicht in Bremsklotzverhalten und ganz einseitig ist und vor allem, solange es nicht ausartet darin, dass die Selbstsicherheit des Partners untergraben werden soll, auf dass er genauso schwach wird, finde ich es legitim in einer Beziehung. Diese Auf-Schau-Beziehungen, wenn der Mann der Überlegene ist, funktionieren zwar gut, wenn beide ihre Energie daraus ziehen, dass einer stark ist und der andere ihm dafür den Rücken freihält, aber meist sagen ja starke Frauen, dass sie einen noch stärkeren Partner wollen. Also immer noch die Froschperspektive bevorzugen, aber irgendwo auch Augenhöhe haben wollen. Ich denke, das funktioniert nicht, weil die Beziehung unter falscher Prämisse zusammenkommt und auf einmal geändert werden, dass es solche Rollen gibt.

Wenn beide ein gesundes Selbstwertgefühl haben, treten Probleme mit der Stärke des anderen gar nicht auf, weil jeder auch seine eigenen Schwächen kennt und nicht nötig hat, IMMER und ÜBERALL die stärkere Person zu sein und die andere Person dauernd auf ihre Schwächen hinzustoßen, um sich aufzuwerten. Wär für mich Augenhöhe.
 
  • #19
Ja, es ist so. Die Beziehungsvermeider ziehen sich oft gegenseitig an. Gerne mal die aktiven die passiven. Die passiven Beziehungsvermeider nämlich suchen sich aus Angst vor einer Beziehung unbewusst einen, der aktiv eine Beziehung vermeidet. Und dann beginnt das große Leiden.

Dem kann ich nur zustimmen. Ein gesunder, bindungswilliger Mensch wird früher oder später auf einen ebensolchen Partner treffen. Mag sein, dass man auf dem Weg auch mal der ein oder anderen instabilen Persönlichkeit begegnet, aber jemand, der nach einer offenen und gesunden Partnerschaft sucht, wird das bald durchschauen und weitersuchen.

Ich würde dir daher raten, mal einen genauen Blick auf dich selbst zu werfen und zu überlegen, ob du wirklich selbst bereit für eine langfristige Bindung bist. Mit viel Selbstreflexion kann man seine eigenen Muster erkennen und daran arbeiten.

Es gibt nette und bindungswillige Männer da draußen!
 
  • #20
Warum ist man ein Anziehungspunkt für gestörte oder gebundene Männer? Strahlt man etwas Bestimmtes aus oder ist es eine bestimmte Handlungsweise?
(...)
Haben die Foristen Denkanstösse für mich?

Du schreibst nichts über dich, weder was du machst, wie du bist, wo du die Männer kennenlernst, welche Alternativen du ausprobiert hast, gar nichts. Wie soll man da sinnvoll irgend etwas zu sagen?
Vielleicht eines: Es ist nicht klug immer und immer wieder das gleiche zu machen und zu hoffen, dass das Ergebnis irgendwann besser wird.
 
  • #21
Ich lerne leider nur Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.
Dann musst du bei dir selbst ansetzen und deine Anteile suchen die dazu führen, dass du dich auf solche Charaktere einlässt. Die fliegen einem meist nicht einfach so zu sondern sagt auch viel über einen selbst aus. Sicher muss man sich auch bewusst machen, dass es den weißen Prinzen auch nirgendwo geben wird. Du wirst immer nur auf Menschen mit ihren Fehlern stoßen, du bist doch sicher auch nicht frei davon.
 
  • #22
Erschreckend finde ich jedoch, dass ich keine "normalen" Männer kennenlerne.
Die normalen Männer sind entweder in festen Beziehungen, und kein Interesse auf fremdgehen. Oder recht schwer zu finden.

Welchen Typ von Mann will die TE für sich haben ?
Welchen Beruf, Job , Interessen könnte dieser Typ von Mann haben ?
Und wo könnte dieser Mann dann zu finden sein ?

Natürlich wird sie dort auch auf gebundene Männer treffen. Die den gleichen Beruf, Job, Interessen haben. Aber dort wird sie auch die größten Chancen haben, einen Passenden zu finden, der außerdem Single und partnersuchend ist. Denn damit haben -auch dort- alle Männer angefangen.
 
  • #23
Ich lerne leider nur Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.
Trifft m.E. auf 90 % aller Männer zu - m.o.w. - hierzulande.
Also eigentlich nichts Ungewöhnliches.

Die TE muß ihre Strategie und Taktik schärfen, um die restlichen 10 % zielsicher treffen zu können.

(m)
 
  • #24
Ich lerne leider nur Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.

Da ich mir bewusst bin, dass ich keine Beziehung mit diesen Männern haben kann, beende ich den Kontakt sehr schnell. Erschreckend finde ich jedoch, dass ich keine "normalen" Männer kennenlerne.
Nun @benita du bist nicht die Einzige, welcher solche Männer begegnen und das hat nicht mit dir zu tun.

Wenn du etwas ausstrahlst, dann vermutlich emotionale Wärme, Verständnis, Selbssicherheit i.S.v. dass du dein Leben voll in Griff hast oder alles alltägliche reibungslos regelst? Stimmt meine Vermutung? Das ist alles nur positiv und das könnte insbesondere Männer mit psychischen Problemen anziehen, die nicht mit sich selbst und dem Leben zurecht kommen und eine starke Frau suchen, die ihnen zeigt, wo es langgeht und die Versorgerin spielt.

Davon abgesehen sind ca. 65% der Männer online gebunden/verheiratet, dann hätte ich ohne es zu wissen einmal ein Date mit einem Borderliner, mit einem weiteren geschrieben auch mit einem der Angst- und Zwangstörung hat und ihn z.Glück auch nie traf. Alkoholabhängige gibt es auch noch oder sehr stark tätowierte. Fetischisten tummeln sich auch online - was auch eine psychische Störung ist.

Und ca. 40-50% der Menschen haben eine Bindungsstörung/Bindungsängste. Die restlichen sind hoffentlich glücklich vergeben und nicht auf dem Markt zu finden.
 
  • #25
- Man hat immer eine subjektive Wahrnehmung, gerade wenn man etwas Dating/Partnersuche Frust hat, registriert man alle Beweise, dass es sowieso keine guten Männer / Frauen gibt. Das ist auch ein Schutzmechanismus für das eigene Ego - schließlich ist man selbst ja "ideal", deswegen liegt es / muss es an den anderen liegen.

Das sehe ich anders. Ich bringe "idealere" Bedingungen mit. Ich habe keinen Cent Schulden, keine gesundheitlichen Probleme, habe meinen seelische Baustellen aufgearbeitet, sorge in jeder Hinsicht gut für mich, gehe fleissig arbeiten, seit über 30 Jahren, habe "alleine" mein Kind gut aufgezogen.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal einen Mann kennengelernt habe, egal ob gebunden oder nicht, der ähnliches vorweisen kann.

Wenn ich mich umsehe, umhöre, nur Drama-Geschichten von Betrug, Affären, seelische und psychische Gewalt, oder Weicheier-Männer mit Schulden, gesundheitlichen Problemen, infantil denkend und handelnd, ungesund lebend, auch so aussehend, wenig Pepp, Energie und Lebensfreude. Frauen, die so sind, kenne ich kaum und wenn, dann lassen die sich doch meistens proff. helfen.

Die halbwegs stabilen, fitten Männer in meiner Generation sind fest vergeben. Ich hoffe, die jüngere Generation der Männer ist anders.

w
 
R

robinia

Gast
  • #26
Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass Menschen mit Bindungsschwierigkeiten länger und öfter Single sind. Entweder fehlt es an der Fähigkeit, langfristige/ alltagstaugliche Beziehungen zu führen oder an der Bereitschaft, Kompromisse zu machen.

Viele langjährige Beziehungen gehen auseinander, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, die Partner nichts mehr mit sich anzufangen wissen bzw. der Kitt der Elternschaft verschwunden ist. Die Partner, die realistisch, lebensfroh, empathisch, ausgeglichen, aber auch kompromissbereit sind, finden schneller wieder einen passenden Partner. Und all die, die zu hohe Ansprüche haben oder irgendwas mit sich rumschleppen, bleiben lange allein oder die Beziehung hält nicht lange und schwupp, laufen sie wieder frei rum. Das betrifft sowohl Männer, als auch Frauen. Dabei finde ich jedoch, dass Männer eher die bindungsunfähigen sind (vor allem nicht aus Fehlern lernen, weil ein Mann schwerer Zugang zu seinen Gefühlen hat und außerdem natürlich keine Fehler macht) Frauen sehe ich mit zunehmendem Alter eher als die bindungsunwilligen, da sie besser allein zurechtkommen, als sich auf eine schwierige, energieraubende Beziehung einzulassen. Ist aber nur tendenziell, kann auch umgekehrt sein.
 
  • #27
Es liegt in der Natur der Dinge, dass Menschen mit Bindungsschwierigkeiten länger und öfter Single sind. Entweder fehlt es an der Fähigkeit, langfristige/ alltagstaugliche Beziehungen zu führen oder an der Bereitschaft, Kompromisse zu machen….
Dein Post ist eine sehr gute Analyse der Problematik, finde ich. Wahrscheinlich ist es so, wie du schreibst, und jeder längere Single, mich eingeschlossen, muss sich, wohl oder übel, auch in Bezug auf seine eigene Bindungsfähigkeit reflektieren.
Trotzdem klingt auch hier durch, dass es allgemein als erstrebenswerter, psychisch gesünder und normaler gilt, in einer Beziehung zu leben, also bindungsfähig zu sein, denn Menschen sind ja soziale Wesen. Die allermeisten Menschen sind wohl davon überzeugt.
Ich kenne jedoch viele Menschen, die in ihrer Beziehung nicht besonders glücklich sind und sie trotzdem beibehalten. Ganz zu schweigen von den Vielen, die zwar "gebunden" sind, aber in ihrer Beziehung trotzdem echte Nähe vermeiden. Möglicherweise wären diese Menschen als Single auch nicht glücklicher, aber auch nicht unglücklicher. Das lässt sich auf andere Lebensbereiche übertragen - wieviele Menschen machen einen Job, mit dem sie nicht glücklich sind, wären jedoch mit einem anderen Job auch nicht glücklicher, usw.
Vielleicht ist das Entscheidende nicht die Bindungsfähigkeit, sondern die Fähigkeit, sich zufrieden und glücklich zu fühlen, egal in welcher Lebenskonstruktion man lebt.


w51
 
  • #28
Vielleicht ist das Entscheidende nicht die Bindungsfähigkeit, sondern die Fähigkeit, sich zufrieden und glücklich zu fühlen, egal in welcher Lebenskonstruktion man lebt

Stimme zu, aber: Wie will man sich einreden, man sei in einer destruktiven Situation wie einer unpassenden Beziehung oder einem Job, in dem man gemobbt wird, Zufriedenheit und Glück erfahren zu können? In einigen Bereichen ist es unbedingt wichtig, mal zu sehen, was man geschenkt bekommen hat vom Leben. Aber ich werde mir niemals was schönreden können und auch nicht wollen, was nicht schön ist, weil das verhindert, dass ich mein Leben verändere und mir überhaupt eine Chance gebe, dass es besser wird.

Die vielzitierte Bindungsfähigkeit ist öfter mal Angst vorm Alleinsein und insofern eine Beziehungsunfähigkeit. Die Frage, ob Alleinsein wirklich so viel schlechter ist als in einer Beziehung zu sein, die einen auch Leere fühlen lässt oder noch zusätzlich Probleme bringt, muss jeder für sich beantworten. Jedenfalls kenne ich auch nur eine Beziehung, in der gefühlsmäßige Nähe herrscht. Und ja, ich kann das bei den anderen beurteilen, weil ich da einfach einen ganz anderen, viel egoistischeren Umgang miteinander sehe als bei dem Paar mit gefühlsmäßiger Bindung, und wenn die Leute über ihre Ziele im Leben reden, kommt raus, dass es eigentlich genauso bindungsunfähige Menschen sind, sie haben sich nur zu einer Gemeinschaft zusammengefunden, die von Abhängigkeiten zusammengehalten wird. Die Beziehungen halten auch lange, weil sie wissen, dass sie allein im Status fallen würden. Es wird sich zwar durchaus fremdverliebt, aber die Bindung nicht gelöst.
Dann fällt mir auch immer wieder ein, dass man mit seiner, ich nenne es lieber mal: BindungsVORSICHT wesentlich besser fährt, als sich zu schnell und zu fest finanziell und lebenswegmäßig mit einem Partner zu verknüpfen. Ich würde es auf keinen Fall negieren, dass es Bindungsunfähige gibt, die so viele Probleme mit sich haben, dass sie keine lange Partnerschaft eingehen können oder wollen. Aber längst nicht alle, die lange Single sind, sind auch bindungsunfähig. Sie machen es nur nicht mehr um jeden Preis, weil sie das jederzeit sehen können in ihrem Umfeld, wie das ist.
 
R

robinia

Gast
  • #29
Ich kenne jedoch viele Menschen, die in ihrer Beziehung nicht besonders glücklich sind und sie trotzdem beibehalten. Ganz zu schweigen von den Vielen, die zwar "gebunden" sind, aber in ihrer Beziehung trotzdem echte Nähe vermeiden.

Ganz genau. Notorische Fremdgänger, Bindungsvermeider, Narzisten und Egoznetiker, die den Partner runtermachen, der trotzdem bleibt, gibt es auch in langjährigen Beziehungen und sogar lebenslangen Ehen. Und selbst Beziehungen, die harmonisch sind, können im Alltag so stark verblassen und pragmatischen Charakter annehmen, dass von einer Liebesbeziehung nicht mehr die Rede sein kann.
 
  • #30
Warum ist man ein Anziehungspunkt für gestörte oder gebundene Männer? Strahlt man etwas Bestimmtes aus oder ist es eine bestimmte Handlungsweise?

Ich lerne leider nur Männer kennen, die entweder gebunden sind oder psychische Probleme haben. Bindungsvermeider, Männer mit fehlendem Selbstwertgefühl in extremer Ausprägung, gestörtes Verhältnis zur Mutter, Angst vor Nähe, Manipulatoren, also die ganze Bandbreite der Probleme.

Da ich mir bewusst bin, dass ich keine Beziehung mit diesen Männern haben kann, beende ich den Kontakt sehr schnell. Erschreckend finde ich jedoch, dass ich keine "normalen" Männer kennenlerne.

Haben die Foristen Denkanstösse für mich?


Die meisten Männer halten sich offenbar für "Jäger" , "Sammler" oder "Abenteurer" ..... die nichts liegen lassen , keine auch noch so kleine Chance ungenutzt lassen ..... oh , ich vergaß die "Baggerfahrer" .
Da diese Männer das nie von sich selbst zugeben , muß man weiter spekulieren warum das soooo ist .

Mein Denkanstoß = versuch es mit einer seriösen Partnervermittlung , die Männer die sich dort angemeldet haben oder wollen , müssen den Nachweis erbringen das sie ungebunden sind ......
 
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