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Diana11

Gast
  • #1

Arbeitslosigkeit und Krankheit in Augenhöhenbeziehung

Mein Partner und ich führten 6 Jahre lang eine sehr gute, glückliche Beziehung. Wichtig war uns immer die Ausgewogenheit. Mein Partner musste in seiner früheren Ehe erleben, wie die Frau die er liebte, ihn nach Strich und Faden ausgenommen hat. So etwas wollte er niemals wieder erleben. Er ist sich sicher, dass es wahre Liebe nur auf Augenhöhe gibt. Seine Einstellung fand ich immer gut.

Jetzt sind wir jedoch in folgender Situation: Er hat nach einer komplizierten Knie OP seinen Job verloren, bzw. kann in dem Bereich nicht mehr Arbeiten und muss in den nächsten Jahren eine Umschulung machen. Er ist zur Zeit auch körperlich noch stark eingeschränkt, möchte von mir, dass ich ihm Kleinigkeiten aus dem Supermarkt mitbringe, ihm ein bisschen den Haushalt mache und ihn mit dem Auto durch die Gegend fahre. Alles für sich allein genommen keine große Sache, aber die Menge macht einiges aus. Zumal er eben nichts mehr hat oder tun kann, um sich hierfür zu revanchieren. Die ganze Beziehung gerät aus dem Gleichgewicht.

Weil er für lange Zeit kaum mehr Geld hat, versucht er mich zwecks Kostenersparnis intensiv zum Zusammenziehen zu überreden- dieses Thema war von seiner nicht aber von meiner Seite schon öfter mal aktuell. Jetzt meint er nur, ich könne ihm damit helfen, selber hat er sich in Bezug auf die geänderte Augenhöhe in unserer Beziehung kaum oder gar keine Gedanken gemacht. Ohne die will ich aber meinerseits eine Beziehung nicht führen. Was kann ich in dieser Situation Positives machen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Erst Hü dann Hott. Komische Einstellung. Die Einstellung auf Augenhöhe bedeutet doch ein Geben und Nehmen, oder. Erst sage ich ich möchte unbedingt ein Gleichgewicht und wenn es mir schlecht geht fordere ich? Nein ich kann nur vertrauen das mein Partner die Selbe Einstellung hat im umgekehrten Fall. Also Geben und Nehmen. Aber an deiner schreibweise erkennt man, dass du dich gar nicht Wohl fühlst. Es ist keine Augenhöhe bei Euch. Nie gewesen, sondern nur gefordert. Aber nicht gelebt. Er kratzt nun an deinem Gewissen und du bist dabei dich darauf einzulassen. Eins solltest du dabei nicht vergessen. DU BIST NICHT SCHULD.!!! Das es ihm schlecht geht. Du kannst ihm helfen, ja. Aber du stellst dir jetzt schon fragen ob es aufrichtig ist. Und das kann ich auch nachvollziehen. Horsche genau hin!
m45
 
  • #3
Natürlich ihn verlassen, was denn sonst ?
Wenn Du genau nachdenkst, wirst Du bestimmt feststellen, dass er Dich die ganze Zeit nur ausgenutzt hast. Du wirst hier im Forum auch bei black betty oder auch bigred nichts anderes lesen.
 
  • #4
Mal vom Zusammenziehthema völlig abgesehen, auf das ich jetzt nicht näher eingehen möchte...

DU führst definitiv keine Beziehung auf Augenhöhe! Wer wie Du, es hier wirklich für nötig befindet,

Er ist zur Zeit auch körperlich noch stark eingeschränkt, möchte von mir, dass ich ihm Kleinigkeiten aus dem Supermarkt mitbringe, ihm ein bisschen den Haushalt mache und ihn mit dem Auto durch die Gegend fahre. Alles für sich allein genommen keine große Sache, aber die Menge macht einiges aus. Zumal er eben nichts mehr hat oder tun kann, um sich hierfür zu revanchieren. Die ganze Beziehung gerät aus dem Gleichgewicht.

das hier zu erwähnen, der zieht sich gerade selbst die Maske vom Gesicht. Es ist aus meiner persönlichen Sicht heraus ziemlich arm, das aufzurechnen! Es zeigt, dass Du ein sehr berechnender Mensch bist. Er kann sich zur Zeit nicht revanchieren? Das hast Du wirklich so geschrieben? Du erwähnst die Menge - ihr führt keine Beziehung, die von Liebe geprägt ist, wo solche Dinge nicht erwähnenswert und sogar selbstverständlich wären.

Welch ein missbrauchter Begriff von "Augenhöhe"!
 
  • #5
Natürlich solltest du dir im Klaren sein, welche Bedingungen für dich notwendig sind oder nicht mehr erfüllt werden. Und dann sprichst du eben mit ihm darüber.
Du bist ja keinesfalls verpflichtet, mit ihm zusammenzuziehen. Ich denke mal, er wird sich seine Wohnung auch weiterhin alleine leisten können?
Ansonsten kannst du selbstverständlich machen, was du willst, wenn es auch recht herzlos ist, jemand mit dem double whammy Krankheit und Arbeitslosigkeit im Stich zu lassen. Nur deshalb ist es für dich keine Augenhöhe mehr? Sein Charakter hat sich doch nicht verändert, oder? Ist doch nur eine Knie OP!
Alles andere läßt sich organisieren, wenn man wirklich will. Du willst offenbar nicht, wie aus deinen Worten ganz klar herauskommt. Suchst du hier nur Zustimmung für deine ohnehin schon getroffene Entscheidung? Sorry, kriegst du von mir nicht.
 
  • #6
Gleiche Augenhöhe, wenn ich so was schon höre. Ihr führt seit 6 Jahren eine glückliche Beziehung, und du bist jetzt nicht bereit ihn in seiner körperlichen Eingeschränktheit und in seinen finanziellen Sorgen zu unterstützen?

Das finde ich erbärmlich, was soll das für eine Liebe sein? Das gleiche hätte auch dir passieren können, und dann? Dann hättest du auch erwartet dass dein Partner dich unterstützt so gut es geht.

In dieser Situation auf "gleiche Augenhöhe" zu bestehen ist einfach nur dumm und unverständlich. Es gibt in jeder Beziehung immer ein gewisses Ungleichgewicht. Nun bedarf dein Freund deiner Hilfe.

Und du überlegst noch wegen fehlender Augenhöhe? Da kann man nur den Kopf schütteln.
 
  • #7
Vielleicht erst einmal über folgendes nachdenken:
Was würdest DU tun, wollen oder von deinem Partner erwarten, wenn du an seiner Stelle wärst?

Habt ihr nie darüber gesprochen, was passiert, wenn einer von euch wegen Krankheit oder was auch immer nicht mehr so kann wie bisher? War das einfach eine "Spaßbeziehung" bisher?
 
  • #8
Ich finde es sehr spannend, wie oft diese Thematik in letzter Zeit im Forum behandelt wird. Ich würde in mich gehen und mich fragen, ob er für dich das Gleiche getan hätte, wenn du in seine Situation gekommen wärest. Wenn du das vollauf bejahen kannst, würde ich schon darüber nachdenken, ihn weiter zu unterstützen. Andernfalls wäre ich wohl langsam dabei, mich zu verabschieden und mental auf die Trennung vorzubereiten.

Du unterscheidest dich vielleicht noch ein bisschen von mir, weil ich mir über die Jahre mehr Verbindlichkeit von einem Partner gewünscht hätte und deshalb in der Situation umso deutlicher vor Augen geführt bekäme, dass der plötzliche Sinneswandel nur auf der Verschlechterung seines Marktwertes beruht. Du hast seine Bedingungen ja immer recht positiv begrüßt, das hätte ich nicht gekonnt.
 
  • #9
Also, wenn meine Freundin nach 6 Jahren Zusammensein durch Pech in eine unglückliche Situation gelangen würde, dann würde ich sie selbstverständlich und ohne zu zögern unterstützen. In der Ehe würde man sagen "in guten wie in schlechten Zeiten".

In dem Fall sucht man gemeinsam nach einer Lösung, unterstützt sich gegenseitig (auch finanziell) und die einzige Bedingung wäre, dass jeder sein möglichstes tut, um die Situation zu verbessern.

Das ist auch kein "Ausnutzen", weil derjenige diese Situation ja nicht absichtlich geschaffen hat. Es hätte ja auch ganz anders kommen können, wenn (zufällig) stattdessen Dir etwas derartiges passiert wäre.
 
  • #10
Ganz ehrlich, ich kann deine Gedanken kein bisschen nachvollziehen.
Es wäre nachvollziehbar, wenn er seinen Job gekündigt oder massiv runtergestuft hätte damit er nicht mehr so viel tun muss.. aber so?
Er ist krank geworden und kann nichts dafür, dass es nun so ist wie es ist und das einzige was dir dazu einfällt ist dich darüber auszulassen, dass deine Vorteile in der Beziehung weg bzw. nun eine Weile eingeschränkt sind?
Wo ist die Liebe zu diesem Mann, die Verbundenheit nach 6 Jahren?

Wenn du dir die Frage nicht beantworten kannst, dann verlass ihn und gib ihm die Chance jemanden zu finden der ihn wirklich liebt. Langsam wundert es mich nicht mehr dass sich hier im Forum so viele Männer darüber auskotzen, dass Frauen nurnoch auf Berechnung und ihren eigenen Vorteil aus sind. Und ich kann es vollkommen verstehen.
 
  • #11
Nun, er hat unverschuldet seinen Job verloren und braucht Hilfe.
Das ist was anderes, als jemanden ausnutzen.
Entweder du bist für ihn da oder nicht.
Aber es klingt so, als seien dir schon kleinste Handreichungen zuviel.
Lass es lieber, denn du wirst damit wohl nicht glücklich.
Verlass ihn gleich, dann weiß er woran er ist.
 
  • #12
Liebe FS,
Du bist genau in die typische Falle geraten von Beziehungen, in denen Wert darauf gelegt wird, alles 50:50 aufzuteilen, LAT usw. damit keiner den anderen ausnutzt. Sobald einer nicht mehr voll leistungsfähig sondern eingeschränkt ist - und das kommt eben oft vor - passt nichts mehr.

Zum einen ist man/frau in einer Freundschaft und noch mehr in einer Beziehung auch in schlechten Zeiten füreinander da und unterstützt sich. Zum anderen muss der "Ausgleich" dieser "Unterstützungsleistungen" langfristig über das ganze Leben oder eine lange Beziehungsdauer gesehen werden.

Willst Du Dich nicht einschränken lassen, musst Du Dich trennen. Überlege einfach, ob Dein Leben mit ihm oder ohne ihn für Dich lebenswerter ist. Meinst Du mit einem anderen Mann oder als Single wäre Dein Leben künftig schöner? Entscheide danach.
 
  • #13
Liebe FS,

auf gleicher Augenhöhe bedeutet für mich vom Intellekt und Gedankengut her ein Gleichklang, bzw. eine Übereinstimmung.
Eine Beziehung birgt immer das Risiko, dass eine Krankheit einbricht.
Aber dann gleich von einem Ungleichgewicht zu sprechen, das ist hart an der Grenze. Immerhin führt ihr seit sechs Jahren eine Beziehung. Wieso kann er sich nicht revanchieren, sein Geist funktioniert doch noch? Es ist eine neue Situation, die in Liebe gemeistert werden kann. In solchen Situation zeigt sich, ob es Liebe ist. Viel Glück!
 
  • #14
Eine der Gründe warum Männer bis heute sehr ungern um Hilfe bitten oder Schwächen zugeben, ist der Egoismus von Frauen wie dir. Wenn ich deinen Freund kennen würde, würde ich ihm mal diesen Thread hier stecken und dann für ihn hoffen, dass er schnell die richtige Entscheidung trifft.

Sicherlich ist es ganz schwer in einer Beziehung, wenn einer zum Pflegefall wird. Aber ist unsere Gesellschaft schon so vom Egoismus und Kapitalismus durchdrungen, dass wir uns alle egal geworden sind. Dass kaputte Ware direkt auf dem Sperrmüll landet ?

Ich gebe zu, ich sehe das Ganze nicht sehr objektiv. Aber ich halte mich gerade noch sehr zurück. Ich habe mir im Juli diesen Jahres eine komplizierte Knieverletzung beim Sport zugezogen und war insgesamt 16 Wochen auf Krücken. Am Anfang hat mich der Schmerz und am Ende die fehlende Muskulatur an vielen Aufgaben gehindert. Dennoch hab ich mich durchgebissen, konnte schon wieder arbeiten und werde stärker von Tag zu Tag. Ohne meine Partnerin hätte ich das jedoch nicht alles alleine schaffen können. Vermutlich wäre ich in Kurzzeitpflege gekommen. Sie hat nicht einmal gefragt, was sie als Gegenleistung dafür bekommt und ich würde es genauso für sie tun.

Ich weiß nicht, was aus unserer Gesellschaft werden soll, wenn solche Selbstverständlichkeiten nicht mehr funktionieren. Das wäre keine Welt mehr an der ich noch Spaß hätte.

Gruß m32
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #15
Ich bin jetzt auch etwas erschrocken über Dich, liebe FS und vor allen Dingen über @D-RAN ..oder war das jetzt ironisch gemeint?
Es wurde von vielen Foristen hier schon gesagt und ich finde auch, stehe ihm bei! Er wollte das ja schon vor seinem Unglück..wenn Du ihn liebst, stehe ihm wirklich bei und ziehe zu ihm. Zumindest setzt Euch zusammen und redet miteinander darüber. Nur so ist es eine Beziehung auf Augenhöhe. Das hat nichts mit Aufrechnen von Hilfeleistungen im Unglücksfall zu tun und damit, wer mehr Geld verdient usw.
Ich persönlich mache da keinen Unterschied, ob verheiratet oder nicht. Gehört man zusammen und liebt sich, hilft man sich auch.
 
  • #16
Ehe man anfängt, sein Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln! ( Zitat )

Ich dachte immer der Unterschied zwischen Affäre und Partnerschaft, liegt in der gegenseitigen Unterstützung!
 
  • #17
Die beiden sind nicht verheiratet und in "gesunden" Zeiten auch nicht zusammen gezogen.
Hier ist ein Mann, der von der ersten Frau ausgenutzt wurde - und das an der neuen Partnerin ausgelassen hat. Bei der FS hatte er immer Angst, dass sie ihn ausnutzen könnte: ihm war die Aufrechnerei - durch seine schlechten Erfahrungen - wichtig. Jetzt ist aber er in so eine Lage gekommen - plötzlich sieht die Welt ganz anders aus...
Die große Frage ist wirklich: was hätte er für dich getan? Würde er sich von dir ausgenutzt fühlen, wenn es anders rum wäre?

Und ja - ich frage mich, warum die Moderation den Beitrag von D-ran freischlaltet... man darf keine Antworten kommentieren aber er darf schon prophylaktisch diskreditieren? Doch nicht etwa, weil er ein Mann ist ;)
 
A

Ares

Gast
  • #18
Mein Partner und ich führten 6 Jahre lang eine sehr gute, glückliche Beziehung.

Ich überlege mir am Anfang, ob eine Beziehung "auf Augenhöhe" ist und verfolge, ob sie das bleibt. Für mich gehört es dann zu einer Beziehung, auch "in schlechten Zeiten" füreinander da zu sein, wenn unverschuldete Not auftritt. Das würdest Du doch vermutlich umgekehrt auch erwarten. Eine langjährige, "glückliche" Beziehung deswegen in Frage zu stellen, finde ich eigenartig.
 
  • #19
Der arme Kerl! Ich kann deinen Gedankengang in nicht einem einzigen Satz von dir nachvollziehen.
Dein Partner ist UNSCHULDIG in diese Situation geraten - wie kann man nur eine "Revanche" von ihm erwarten, wenn er keine andere Möglichkeit hat?
Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie dein Partner sich dabei fühlt?
Wahrscheinlich solltest du dich am besten trennen, damit er einer Frau begegnen kann, die in guten wie in schlechten Zeiten für ihn da ist. Unglaublich ..............
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich in deiner Situation zu meinem Partner halten würde. Armer Kerl :-(
 
  • #20
Es ist aus meiner persönlichen Sicht heraus ziemlich arm, das aufzurechnen!
Ich denke du deutest es falsch. Nicht sie rechnet auf, sondern er macht selbst diese Feststellung und fühlt sich dabei unwohl. Was auch erklärbar ist. Denke ich.
Welch ein missbrauchter Begriff von "Augenhöhe"!
Richtig. Aber diesen Begriff hat ER in die Beziehung gebracht und gewünscht. Oder? Ich denke die FS hat sich nicht gut ausgedrückt hier und wird vermutlich Missverstanden. Es hört sich an als ob sie nur seine Aussagen hier wieder gibt.
m45
 
  • #20
Ich möchte an dieser Stelle folgende Ansicht in den Ring werfen:

Ich war immer der Ansicht, dass "Augenhöhe" sich eher auf die Intellektualität abzielt. Man als Paar also gleichen Bildungsstand, ähnliches Kommunikationsverhalten, ähnliche moralische Vorstellungen sowie eine ähnliche Erziehung im Sinne von Benehmen und Stil genossen hat.
Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, diesen Terminus am Einkommen zu messen.

Sowas kommt dann von sowas.
 
  • #20
Verlass ihn doch ruhig Diana11, und suche dir einen fitten leistungsstarken Mann, der die nächsten Jahre "auf gleicher Augenhöhe" mit dir leben wird.

Aber bitte wundere dich nicht, dass er dich verlässt und in der Sch....e sitzen lässt wenn du erkrankst oder deinen Job verlierst. Denn dann bist du ja nicht mehr auf gleicher Augenhöhe mit ihm, sondern von ihm abhängig.

Unsere Gesellschaft ist wirklich kalt geworden.

Süsse65 mit 3 Kindern, die 20 Jahre verheiratet war und freiwillig Unterhalt von ihrem Exmann bekommt, weil sie aus gesundheitlichen Gründen nur noch auf Minijob-Basis arbeiten kann. Es gibt tatsächlich noch Menschen die andere Menschen unterstützen ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
 
  • #20
Sie hat nicht einmal gefragt, was sie als Gegenleistung dafür bekommt und ich würde es genauso für sie tun.

Ich glaube, Du tust der FS etwas Unrecht.

Ich denke mal, Du hast Deine Beziehung auf Geben und Nehmen aufgebaut und nicht dass jeder immer 50% gibt und als Paar es dann immer 100% ergibt.

Ich finde es falsch, die Regeln einer Beziehung in schlechten Zeiten zu ändern. Der Mann hatte panische Angst von einer Frau finanzielle ausgenutzt zu werden, weil seine Ex das angeblich gemacht hat. Er hat sich in der Beziehung zu der FS penibel darauf geachtet, solange er gesund war, dass sie immer schön ihre 50% beiträgt und er auf keinen Fall etwas zu viel.

Wie soll eine Frau sich verhalten, wenn ein Mann sie so behandeln hat, als es ihm gut ging? Soll sie glaube, er würde das auch für sie machen, wenn sie krank wäre?

Die Beziehung war auf nur 50% geben aufgebaut und auf 50% bekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ging dieses Modell von ihm aus. Also was soll die FS machen, wenn der Mann dann die Regeln ändern, wo er krank geworden ist. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Mann so eine Frage, wie die FS stellt. Die Männer trennen sich dann einfach, weil sie nicht ausgenutzt werden wollen. Männer schreiben nur solche Aussagen wie; sie hat mich ausgenutzt, sie hat mich ausgebeutet und das passt mir kein zweites Mal.

So wenn ein Mensch beim entstehen einer Beziehung Angst hat ausgenutzt zu werden und darum auf 50:50 pocht, dann muss er bei dieser Lösung bleiben auch wenn er krank wird.
 
  • #21
Die Beziehung ist glücklich und ihr seid vor dem Unfall anscheinend beide fest in eurem Leben stehend gewesen. Für mich wäre das gar keine Frage, dass ich hin und her fahre und einkaufe und weniger Geld für mich habe, weil ich ihn unterstütze. Er kann ja gerade nicht anders. Wenn es Dir zeitlich Schwierigkeiten macht, musst Du Dir einen Plan ausarbeiten, wann das wie alles am besten erledigt werden kann.

Ich würde mich nicht zum Zusammenziehen überreden lassen und finde es auch nicht in Ordnung, wenn er Dich deswegen bearbeiten will. Vermutlich würde ich jetzt stärker bei ihm sein, um ihm zu helfen.

Falls es schon Situationen gab, wo er für Dich dasselbe hätte tun sollen und nicht getan hat aufgrund seines festgefahrenen Denkens, würde ich mal ein ernstes Wort mit ihm reden. Im Grunde wären aber solche Diskussionen mit "ich wurde so ausgenutzt"-Hintergrund, falls ich mal Hilfe gebraucht hätte, ein Schritt in die Trennungsrichtung.

Im Übrigen finde ich nicht, dass Augenhöhe weg ist, weil einer krank wird. Die Frage ist für mich, ob ihr wirklich Augenhöhe habt, wenn Dein Partner meint, Dich zu irgendwas drängen zu können zu seinem Vorteil (wieso akzeptiert er Dein "Nein" nicht?) . Mir scheint das ganze nur aufs Materielle und den Aufwand bezogen zu sein, den man für den anderen machen "muss". Sowas war für mich nie eine Frage, allerdings finde ich es wichtig, dass ich als Mensch auf Augenhöhe wahrgenommen werde und das, was ich möchte, nicht für eigene Vorteile weggebügelt werden soll.
 
  • #21
Das war nie Augenhöhe, denn du bist die bessere Partie, er hat sichtlich Altlasten, die ihn mental blockieren.

Idealerweise sucht er sich eine kleinere Wohnung und natürlich kannst du ihm ab und an was mitbringen.
 
  • #22
Ich finde, dass man nach 6 Jahren Beziehung ein innigeres Miteinander haben sollte als bares mit barem aufzuwiegen. Der Partner funktioniert momentan nicht also muss man gleich die ganze Partnerschaft in Frage stellen. Da kann schon vorher auch etwas nicht mehr gepasst. Insgesamt finde ich eine solche Lebenseinstellung erschreckend und würde dir anraten dich zu trennen, dass dein Partner die Chance hat eine Frau kennenzulernen für die er nicht als Klotz am Bein betrachtet wird.
 
  • #23
@Diana11
Und das entnimmst Du nun genau woraus? Weil sie seinen Part bisher gar nicht aufgeführt hat?

Wie armselig, normale Einkäufe, Fahrerei in einer Beziehung dermaßen aufzurechnen. Manche sollten sich echt nicht wundern, wenn sie ewig alleine bleiben - und das zurecht!

So wie Du das schreibst, könnte man mutmaßen, dass Du nur ein sehr geringes Selbstwertgefühl hast, wenn Du das schon alles so aufzählen musst. Frag doch Deine Eltern mal, ob einer von beiden (sofern sie eine liebevolle und langjährige Ehe führen) jemals so übereinander gedacht haben.

Hier tun sich ja wahre Abgründe auf.
 
  • #24
dass ich ihm Kleinigkeiten aus dem Supermarkt mitbringe, ihm ein bisschen den Haushalt mache und ihn mit dem Auto durch die Gegend fahre. Alles für sich allein genommen keine große Sache, aber die Menge macht einiges aus.
So groß ist die Menge nicht, wenn man sich dabei organisiert.

Wenn man selber einkauft, kann man für ihn mit einkaufen.
Wenn man was gemeinsam unternimmt, fährt man eh zusammen in einem Auto. Und etwas Mithilfe im Haushalt - bringt Einen nicht um.
Oder soll er alles selber machen müssen, und sich dabei mit starken Schmerzen herum quälen ?

Ich hatte auch mal eine Knie-OP, obwohl "nur" Meniskus.
Der Schaden, und nach der OP schmerzten höllisch, als ob das Bein gebrochen wäre. Ich brauchte nach der OP vier Wochen lang Hilfe. z.B. Treppen steigen war besonders schwer.

Ich wohnte in der Zeit bei Freunden, weil ich alleine in meiner Wohnung (zwei Treppen hoch) das nicht geschafft hätte.
Ich hätte z.B. keine Lebensmittel einkaufen, und nach Hause schaffen können.

Als meine Partnerin sich das rechte Handgelenk brach, habe ich ihr nach der OP geholfen, ihrem Kind (3) und im Haushalt. Insgesamt sechs Wochen lang, bis sie das Metallgestell am Arm (Fixateur) abgenommen bekam.

Ich habe für Alle gekocht, gewaschen, geputzt, eingekauft, usw. Ihr Kind in den Kindergarten gebracht und abgeholt. Das war für mich selbstverständlich, weil sie stark eingeschränkt war. Obwohl ich mich dafür im Job bzw. Arbeit einschränken mußte = weniger Einkommen.

Ich habe dabei niemals nach irgendeiner Gegenleistung o.ä. nachgedacht. Eine Beziehung ist kein Geschäft, sondern eine Gemeinschaft / Team. (Da waren wir "erst" zwei Jahre zusammen, wohnten zusammen, und nie verheiratet)

Wenn der FS so eine Hilfe "zuviel" ist, dann scheint sie nicht für eine feste, exklusive Beziehung geeignet zu sein. Nichts mit "in guten wie schlechten Zeiten zusammen stehen." Sondern nur für Affären ?

Außerdem scheint mir, dass dieses Paar auch nach sechs Jahren Beziehung immer noch nicht zusammen wohnt. Also z.B. LAT = separate Wohnungen ? Das kann man so praktizieren. Aber dann scheint mir die Beziehung ggf. nur zur Freizeitunterhaltung zu dienen ? Und wenn sie nicht mehr unterhaltsam ist, dann wird sie Einem "zuviel ?"
(m,54)
 
  • #24
Macht mal langsam, ich kann den Blickwinkel der FS schon verstehen. Ein Mann, der große Töne spuckt, was die Beziehung auf Augenhöhe betrifft, sie jetzt aber selbst nicht mehr leben kann. Dann die Frau zum zusammenziehen bittet und damit seinen eigenen Vorgaben widerspricht, jahrelang, dauerhaft sogar, den eine Umschulung garantiert keine gute Chance auf einen dauerhaften neuen Job. Kann es sein, dass die FS nicht nur ein bissel jünger ist, als er?

Die Bedenken der FS kann ich somit verstehen, wenn jahrelang ein Ungleichgewicht, für mich bedeutet das auch ein finanzielles, besteht, kann die Beziehung ins wanken geraten, das muss sie sich und dem Mann doch nicht antun.

Es ist eine schwierige Entscheidung, so kurz vor Weihnachten. Da muss gesprochen werden, ich würde das Weihnachten mit den Eltern auf das Minimum reduzieren, ist für alle das Beste und mit dem Mann reden. Auf keinen Fall zusammenziehen, wenn man sich als Frau nicht damit wohlfühlt.

Ansonsten kommmt Zeit und Rat. Immerhin sind 6 Jahre Beziehung schon eine gewisse Zeit, wo man hätte auch fragen können, warum er der FS keinen Antrag gemacht hat. Jetzt, wo es ihm schlecht geht, kommt plötzlich der Sinneswandel und er will zusammen ziehen? Da würde ich auch verwundert reagieren.

w
 
  • #25
Nein, er hat mich nicht ausgenutzt, in meinem Post steht doch auch das genaue Gegenteil!
Das denkst Du nur. BlackBetty wird Dir genau begründen, warum Du ausgenutzt oder hingehalten wurdest .
Ansonsten verhalten Dich doch bitte so, wie Du auch mit einem guten Freund verfahren würdest.
Kleine Gefälligkeiten sind mindetens OK. Kommt aber auch auf Deine zur verfügung stehende Freiräume an. Jeder muss wissen, wie er sich im Leben verhält.
Das was Du von anderen erwartest , musst Du auch selbst bringen (wollen).
 
  • #26
Er ist dauerhaft in der Rolle des Nehmenden und ich in der Rolle der Gebenden. Mal ganz abgesehen davon, dass ich dieses Gefälle nicht haben will. Wie soll da die bisher gelebte Augenhöhe, inklusive Respekt denn noch möglich sein?
Nachdem ich in meinem letzten Beitrag zu deinem Thema eher dich versucht habe etwas zu behüten, sehe ich nach diesem Post alles etwas anders. Ja er hat dieses 50/50 Ding gewünscht. OK. Nun ist scheinbar eine neue Situation enstanden, wo einer von Euch angeknockt ist. Du sagst das du diese " Gefälle" nicht haben " willst". Und die Frage nach Respekt ist völlig unangebracht. Ich revidiere meine Meinung über dich. Du wirkst nun sehr Emphatiebefreit auf mich.
Ich kann und will doch, nachdem wir 6 Jahre lang ein Wertekonstrukt geteilt und gelebt haben nicht alles auf einmal umändern.
Ihr habt das nur so leben können, weil ihr beide Problemlos unterwegs gewesen seid.
.ja so eine Mischung aus Haushaltshilfe, Bank und Mutter Theresa und er unterscheidet sich doch nicht mehr von den Leuten, die auf der Straße um Almosen betteln.
Zu diesem Spruch wirst du hier noch die ein oder andere Schellte erlangen. Ich erspare mir das mal jetzt. Oder besser dir.
Meine Mum kümmert sich um das Essen, mein Dad um Getränke und Geschenke. Ich werde sie beide unterstützen. Er wird mit dazukommen, am Tisch sitzen, Essen, Geschenke auspacken und im Gegenzug aber nichts dazu geben. Dieses Gefälle will ich so nicht.
Wenn mein Sohn so ein Verhalten bei seiner Freundin in Not vermitteln würde, würde ich mich als Vater fragen was ich falsch gemacht habe.
Wir hatten eine exakte Beziehung auf Augenhöhe, alles immer 50:50 und niemand war dem anderen irgendetwas schuldig, vor allem nicht finanziell!
Hier geht es doch nicht um Schuldigkeit! Um Gottes Willen. Ich hoffe er wird bald wieder Gesund und ist Fit genug um zu laufen.
m45
 
  • #27
Bei dem riesengroßen Weihnachtsfest mit all den "Gästen" - müssen die sich auch angemessen revanchieren? Du bist so verdammt berechnend Diana11, das liest man aus jeder Deiner Rechtfertigungen so heraus. Was ist mit all den Dingen, die Dein Partner bisher für Dich gemacht hat? Einfach mal so - hast Du da auch ordentlich nachgerechnet? Wie verhälst Du Dich Deinen Freunden gegenüber - oder sind die auch spärtlich gesät, weil sie u.U. mal weniger geben, als nehmen? Du musst und solltest dringend an Dir und Deinem minderen Selbstbewusstsein arbeiten.

Fraglich, ob Deine "Lebensrechnung" aufgeht?
 
G

Ga_ui

Gast
  • #28
Stimmt, echte Liebe funktioniert nur auf selber Augenhöhe. Selbe Augenhöhe heißt für mich aber: gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Toleranz, AUCH wenn man oftmals nicht die gleiche Meinung teilt.

Augenhöhe hat nichts mit Berufung zu tun. Wer man charakterlich und menschlich in ECHT wirklich ist, zeigt sich nämlich erst, nachdem man Job, Geld und Frau verloren hat! Der Job ist immer so ein bisschen ein Schutzschild, das man vor sich herträgt, hinter dem man sich sein sonstiges Loser-tum gerne versteckt.

Selbstverständlich solltet ihr nicht zusammenziehen! Damit hälst du dir eine Made im Speck! Er ist ein erwachsener Mann, der soll erstmal wieder auf eigenen Beinen stehen und Verantwortung für sein Leben übernehmen. Da musst du klar Grenzen setzen!

Ja klar, ändert er seine Meinung. Er sucht auch nur nach seinen Vorteilen im Leben, wie jeder andere Mensch auch! Also pass auf, lass dich nicht zulabern, steh hinter dienen Prinzipien!
 
  • #29
Unsere Gesellschaft ist wirklich kalt geworden.
Das ist halt die "Spass-Gesellschaft" Nicht bei Jedem,
aber immer häufiger ? Begegnet mir immer häufiger bei Frauen, z.B. Dates.

Die Beziehung ist nur von Interesse, solange sie Spass macht.
Aber wenn der Partner/in die Erwartungen nicht mehr erfüllt, wird er (sofort) fallen gelassen, und man sucht sich den nächsten "Spass-Partner"

Ich staune, dass die Beziehung der FS immerhin seit sechs Jahren besteht. Aber jetzt hat sich Manches verändert. Wann wird ihr Partner sich "fallen gelassen" fühlen ?
 
  • #30
Deine Frage hier und die zum Ausdruck gebrachte Einstellung bringt es auf den Punkt und bestätigt meine Erfahrung: Für die allermeisten Menschen ist eine Beziehung und auch Ehe nur noch eine knallharte Rechnung von Aufwand und Ertrag. Wird uns ja auch überall vorgelebt. Solange alles gut läuft (und dass mann/frau vor allem immer dafür sorgen soll, dass es einem vor allem selbst gut geht wird ja allenthalben als das primäre Ziel propagiert) und die Bilanz stimmt - ist alles kein Problem. Wird aber der Aufwand in einer Beziehung grösser als der Ertrag, wird der bis dahin ach so geschätzte Partner meist gnadenlos entsorgt, weil ja nicht mehr "leistungsfähig" oder bei nächster Gelegenheit gegen eine gesündere, besser aussehende, jüngere, besser verdienende Option eingetauscht. Da gibt es zwischen Frauen und Männern keinen Unterschied. Wer sich anders verhält gilt als dumm und naiv...und bleibt meistens auf der Strecke.
Dein Partner hat zu Beginn Eurer Beziehung für sich selbst sehr grossen Wert auf genau dieses Gleichgewicht zwischen Aufwand und Ertrag gelegt, da er schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Er hat deutlich kommuniziert, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist.
Das ist aber nicht wirklich die Frage. Die Frage ist, liebst Du ihn? So dass Du das Bedürfnis hast, ihm nun trotzdem beizustehen?
Ich denke Du hast Deine Entscheidung innerlich längst getroffen, Ihr hattet lediglich einen Deal für gute Zeiten... Liebe war das glaub ich von beiden Seiten nicht...
 
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