• #1

Auf welche Tugenden legt Ihr wert?

Welche Tugenden sind Euch wichtig bei Euch selbst, welche bei einem zukünftigen Lebenspartner?
Welche sind euch egal, halbwegs wichtig, sehr wichtig, unverzichtbar?

Nur als Anregung einige Beispiele: Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit, Tapferkeit, Mut, Güte, Demut, Sparsamkeit, Fleiß, Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Bescheidenheit, Disziplin, Gehorsam, Loyalität, Treue, Keuschheit, Geduld, Höflichkeit, Sauberkeit, Frömmigkeit.
 
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  • #2
Wie bei meiner Partnerin, so auch bei mir: Toleranz, Weltoffenheit, Loyalität.
 
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  • #3
Und wer stellt die Tugenddiagnose ; der Besitzer als Selbstdiagnose / Eigenlob, der Partner als Werturteil, eine dritte Partei ?

Ich mag Toleranz, ich mag Demut ich mag Mut ich mag Güte, ich mag Geduld ich mag Aufrichtigkeit, Sportsgeist, Naivität

Mit Höflichkeit, Sauberkeit, Frömmigkeit, Loyalität, Sparsamkeit, Ffleiss , Ehrgeiz, Fairness, Keuschheit, Disziplin, Tapferkeit, Heldenmut, fang ich nix an
 
  • #4
Ohne groß zu grübeln fällt mir ein: Verlässlichkeit und Humor.
 
  • #5
Güte, Offenheit, Toleranz.
 
  • #6
Ja, Humor finde ich auch gut. Und ebenso Offenheit (gegenüber Menschen, Erfahrungen, dem Leben allgemein), Aufrichtigkeit, Güte und Loyalität.
Ich mag Menschen mit positiver Lebenseinstellung, die ihr Leben mögen (und es entsprechend gestalten) und die anderen Menschen erst einmal offen und positiv gegenüber treten.
 
  • #7
Sonntagsschultugenden interessieren mich nicht. Das ist für kleine Geister.
Toleranz, Mut, Loyalität. Dann kommt alles andere von allein.
 
  • #8
Er muss Rückgrat haben und sich durchsetzen können (klar, er hat es mit mir zu tun), er sollte das Leben und die Menschen lieben, einigermaßen strukturiert sein und einen freien, offenen und klaren Geist haben.
 
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  • #9
Also mir sind sehr wichtig:
Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Loyalität.
Offenheit und Aufgeschlossenheit
positive Lebenseinstellung
Humor
Konfliktfähigkeit und Selbstkritik
 
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  • #10
Güte, Offenheit, Humor, Ordentlichkeit, Loyalität, Treue

Aber bitte alles nur in gewissen Maßen (abgesehen von Treue). Ein zuviel kann auch schwierig sein:
Der ewige Gutmensch, der alles und jeden entschuldigt, kann sehr anstrengend sein.
Ein zu offener und damit ruheloser Mensch, ständig auf der Suche nach Neuem... bitte nein.
Zuviel Humor, auch in unpassenden Situationen die Ernsthaftigkeit erfordern.... bitte keinen ewigen Klassenclown
Ordentlichkeit kann wenns zu pedantisch wird auch zur Beziehungskrise führen
Loyalität ohne wenn und aber, hm auch schwierig
 
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  • #11
Intelligenz, Bildung, ein liebevolles Wesen. Alles andere ergibt sich von selbst. ;-)
 
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  • #12
Tapferkeit, Demut, Aufrichtigkeit, Disziplin, Gehorsam, Treue und Frömmigkeit sind notwendige Charakterzüge, um wahre Größe zu zeigen. Toleranz und Weltoffenheit sind meiner Ansicht nach häufig keine echten Tugenden, da sie immerfort die Möglichkeit bieten, sich nicht positionieren zu müssen. Menschen, die einen übermäßigen Wert auf Toleranz legen, empfinde ich als feige.
 
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  • #13
Das sind doch alles positive Dinge, insofern würde ich sie alle goutieren, bei allen kommt es aber darauf an, was genau man darunter versteht. Keuschheit z.B. ist auf den ersten Blick etwas problematisch, aber wenn ich darunter einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Sexualität verstehe, ist das doch in Ordnung. Auch Frömmigkeit kann mir u.U. wichtig sein, wenn ich darunter einen grundlegenden Respekt vor der Religion oder aber das Einstehen für die eigenen religiösen Überzeugungen verstehe.

Ich führe mal die Gegenteile an, mit allen hätte ich mehr oder weniger große Probleme:

besonders große Probleme: Torheit, Ungerechtigkeit, Feigheit, Maßlosigkeit, Unbarmerzigkeit, Streitsucht, Hochmut, Verschwendungssucht, Falschheit, Untreue, Promiskuität, Unhöflichkeit, Prinzipienlosigkeit.
in etwas geringerem Maße: Faulheit, Unpünktlichkeit, Unordentlichkeit, Ungeduld.

Das einzige, bei dem ich nicht klar sagen konnte, ob ich die von Frederika angeführte "Tugend" der "Untugend" vorziehen würde, ist der Gehorsam. Das ist keine Tugend im engeren Sinne, es kann, als Kadavergehorsam oder Rückgratlosigkeit, auch eine Untugend sein.

Aber es stimmt schon, ein Mensch der zu tugendhaft ist, kann auch auf die Nerven gehen, da keine Reibungsflächen mehr vorhanden sind. Es ist eben eine Frage des richtigen Maßes.

m,30
 
  • #14
Offenheit, Ehrlichkeit und Loyalität. Aber auch die fähigkeit über dreiteilenden und die Schwächen der anderen zu Lächeln und hinweg zu sehen. Und was ich fast am wichtigsten finde, das man selber nach den moralischen Grundsätzen lebt, die man von anderen erwartet. Ein häufiges mit zweierlei Mass messen erlebt man ja nun wirklich oft genug.
 
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  • #15
Aufrichtigkeit.
Verlässlichkeit.
Loyalität (wozu selbstverständlich Treue zählt).
Toleranz und Humor.
...
...
etwa in der genannten Reihenfolge, ohne jetzt groß darüber reflektiert zu haben...
 
  • #16
Ganz klar: Aufrichtigkeit, Treue und Mitgefühl/ Empathie.

Und für Dich, Frederika?
 
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  • #17
<MOD: Nebenthema entfernt.>

Aber dennoch meine persönliche Antwort: Unverzichtbar für mich sind Bescheidenheit (natürlich nicht bis zur Selbstaufgabe), schnelle intelligente Auffassungsgabe und kommunikativ gewandt. Auch ein wenig dreidimensional, also handwerklich, geschickt. (Doch, das gibt es), Ehrlich, nicht mit unhöflich verwechselt und natürlich nicht Geld rauszuwerfen was man selber noch nicht verdient hat.
 
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  • #18
In gesunder Form:

-Respekt sich selber und anderen Menschen gegenüber
-Toleranz sich selber und anderen Menschen gegenüber
- gesundes Selbstvertrauen
- gesunde Eigenliebe
- Treue sich selbst und anderen Menschen gegenüber=siehe moralische Grundsätze
- differenziertes Denken und die Fähigkeit zur Selbstreflexion

Disziplin, Fleiss, Zuverlässigkeit, Loaylität, Ordentlichkeit in halbwegs gesunder Form setze ich bei jedem halbwegs reifen Menschen in meinem Alter voraus.

Den Willen und die Fähigkeit seine eigenen Schwächen erkennen zu können und dran arbeiten zu wollen. Ja, auch ich habe Schwächen und es ärgert mich oft, dass ich immer wieder schwach werde, aber ich arbeite daran, schon aus Respekt anderen Menschen gegenüber.

w

Wer darüber nicht verfügt, ist nicht in meinem Wertschätzungskreis
 
  • #19
Meine eigene Antwort auf meine Frage:

Unverzichtbar empfinde ich Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit und Treue/Loyalität, sehr wichtig auch Gerechtigkeit.

In gesunder Balance sind auch Güte und Bescheidenheit wichtig. Die preußischen Tugenden Fleiß, Disziplin, Sauberkeit, Ordentlichkeit und Pünktlichkeit setze ich im normalen Rahmen einfach voraus, ohne sie künstlich zu überhöhen. Umgekehrt würden mir aber Faulheit, Unsauberkeit oder chronische Unpünktlichkeit schon extrem missfallen.

Demut, Frömmigkeit und Keuschheit empfinde ich als anachronistisch. Gerade Frömmigkeit würde mich bei einem Partner sogar ziemlich stören, Demut wäre nicht meine Kragenweite. Gehorsam klingt etwas zu ferngesteuert und abhängig, als dass es heutzutage noch wirklich wünschenswert wäre.

Keuschheit im Sinne von Prüderie oder Sexualfeindlichkeit liegt mir nicht, moderner interpretiert im Sinne von "Sexualität nur in Kombination mit Liebe und Partnerschaft" dagegen halte ich für sehr wünschenswert und tugendhaft.
 
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  • #20
Demut, Frömmigkeit und Keuschheit empfinde ich als anachronistisch.

Gerade Demut empfinde ich als Grundtugend. Das hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, sondern damit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, das große Ganze im Blick zu haben und Respekt vor der Umwelt (im weiteren, nicht nur dem ökologischen, Sinn) zu haben. Allerdings kann ich schon verstehen, dass dir der Begriff nicht liegt. Er ist ja religiös konnotiert. Als entsprechende Untugend habe ich bei meinem letzten Beitrag Hochmut aufgelistet. Das ist für mich eines der größten Probleme unserer Zeit (und führt zu so etwas wie Gier, sozialer Kälte, Ausbeutung, kurz allem was unsere momentane globale Krise ausmacht). Wie kann Demut (im Sinne von "sich selbst zurücknehmen und ein einfacheres Leben anstreben") also anachronistisch sein?

m,30
 
  • #21
Gerade Demut empfinde ich als Grundtugend. Das hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, sondern damit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen,
Du definierst den an sich klaren Begriff einfach um und ziehst daher falsche Schlüsse. Privatdefinitionen nützen hier leider gar nichts und niemandem.

Zitat von Wikipedia:
Die Demut setzt wie die Unterwürfigkeit ein Herr-Knecht-Verhältnis voraus. Bei den Griechen und Römern war sie eine geringgeachtete Haltung.

Zitat von Wikipedia:
Demut bedeutet das Anerkennen der Allmacht Gottes.[...] Im christlichen Kontext bezeichnet es die Haltung des Geschöpfes zum Schöpfer analog des Verhältnisses von Knecht zum Herrn.

Ich kann an Demut nichts positives entdecken. Dagegen habe ich ja ausdrücklich erwähnt, dass ich eine gesunde Balance an Bescheidenheit (oder auch Genügsamkeit) durchaus als erstrebenswert empfinde.

Ich stimme Dir aber zu, dass Hochmut im Sinne von Arroganz und Überheblichkeit eine negative Eigenschaft ist. Aber mir persönlich ist ein gesundes Empfinden in der Mitte, also Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, realistisches Einschätzen des eigenen Könnens, Wertes und Stellung viel lieber als eines der Extreme Demut oder Hochmut.
 
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  • #22
Ich mag das alte Wort Frömmigkeit sehr.
Ganz einfältig fromm sein zu können - das wünsche ich mir für mich.
(Von dieser ewigen Selbstprofiliereung, diesem spätmodernen Selbstdarstellungs- und Profilierungsdrang - auch die eigene Tugendhaftigkeit betreffend - habe ich nämlich allmählich die Nase voll.)
 
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  • #24
Aufrichtigkeit, Humor, Zuverlässigkeit, Großzügigkeit, Toleranz, respekt/achtungsvoller Umgang mit sich selbst, mit den Mitmenschen und allen Lebewesen.
 
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  • #25
Du definierst den an sich klaren Begriff einfach um und ziehst daher falsche Schlüsse. Privatdefinitionen nützen hier leider gar nichts und niemandem

Nein, das Herr-Knecht-Verhältnis ist genau das, was ich damit ausdrücken will. Genau das ist Demut. Aber ich sehe eben den Begriff "Knecht" nicht so negativ. Es ist nicht eine unterwürfige Person ohne Rückgrat, sondern jemand, der um seinen Platz in der Welt weiß und auch weiß, dass über ihm jemand ist. Natürlich muss das ein liebevolles Verhältnis zwischen Herr und Knecht sein, denn ansonsten wäre es ja tatsächlich jemand, der nur auf Knieen rutscht, sozusagen "geknechtet" wird. Aber dass dieser Begriff einem nichtreligiösen Menschen Probleme bereitet, ist mir klar und das kritisiere ich auch nicht. Es ist nur natürlich, dass man ohne den nötigen Hintergrund die scheinbare Paradoxie der Befreiung durch das Knecht sein nicht versteht. Wikipedia hat schon recht: Demut setzt ein ä h n l i c h e s Herr-Knecht-Verhältnis wie Unterwürfigkeit voraus, ist aber trotzdem n i c h t dasselbe. (vgl. meinen von dir zitierten Post)

Ich kann an Demut nichts positives entdecken.

Genau, kannst du auch nicht, wenn du nicht religiös bist. Das ist aber nicht weiter schlimm. Ich kann es dafür schon. Wenn dir Bescheidenheit und Genügsamkeit als Begriffe besser liegen, dann ist das so.

Was aber an Einfältigkeit positiv sein kann, wil mir nicht eingehen. Vielleicht verwechselst Du den Begriff?

Auch das zeigt mir, wie fremd dir christliche Terminologie ist. Es ist die Fähigkeit blind in die Sinnhaftigkeit unserer Existenz vertrauen zu können und auf diese Weise frei von Ängsten zu sein. Wie ein Kind z.B. seinen Eltern blind vertraut und glaubt, dass sie dafür sorgen, dass alles gut wird. Nenn es kindlich, wenn du willst. So gesehen sind Einfalt und Demut sehr nahe beieinander. Es sind beneidenswerte Tugenden, denn sie helfen einem, gelöst und mit einem Lächeln auf den Lippen durch den Alltag zu gehen.
 
  • #26
Mut
Recht
Ehre
Treue
Eigenständigkeit
Gastfreundschaft
Fleiß
Freiheit
Durchhaltevermögen
 
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  • #27
Aufrichtigkeit, Verläßlichkeit, Warmherzigkeit.

Was heißt eigentlich dieses "Toleranz" ?

Politisch korrekte Worthülse ?
Chronische Fremdgeherin ?
Raucherin ?
Jemand, der sich alles gefallen läßt ?
Jemand, der sich einfach gehen läßt ?
Multikulturelle Öko-Feministin ?

Ich mag dieses Wort ganz und gar nicht. Für mich ist es ein absolutes K.O.-Kriterium, wenn sich jemand als "tolerant" beschreibt.

m,44
 
  • #28
Ich mag dieses Wort ganz und gar nicht. Für mich ist es ein absolutes K.O.-Kriterium, wenn sich jemand als "tolerant" beschreibt.
Sehe ich ähnlich. Ich bevorzuge Zivilcourage, Eigenverantwortung, Eintreten für die eigenen Werte und Ansichten anstatt diese elendige Tendenz zur Beliebigkeit und Waschlappigkeit.

Nartürlich dürfen andere Menschen andere Meinungen und Gewohnheiten haben -- mir nur recht, solange es mein Leben nicht nachteilig verändert. Heutzutage erlebt man Toleranz aber leider allzu oft als eine Form der Rückgratlosigkeit, Meinungslosigkeit, Beliebigkeit oder Ignoranz.
 
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  • #29
Toleranz bedeutet die Meinung anderer oder ihre Weltanschauung gelten zu lassen. Ich halte Toleranz nicht für eine Worthülse.

Wird doch hier auch immer wieder im Forum postuliert in Form von Null-Toleranz-Grenze etc., diejenigen werden doch hoffentlich wissen was sie damit meinen oder ist das nur so dahergeplappert?

Ich könnte nicht mit einem Partner zusammensein der intolerant ist gegenüber anderen Kulturen , der die Meinungen anderer nicht achtet, so einen Menschen halte ich eher für einen wandelnden Holzpflock. Ohne Toleranz ist doch das Zusammenleben von Menschen kaum möglich.

w45
 
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  • #30
Von Augustinus stammt das Wort (ich vermag es augenblicklich nicht in lateinischer Sprache wiederzugeben): "Liebe und dann tue, was Du willst."
 
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