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Gast

  • #1

Aufenthaltsbestimmungsrecht ändern? Hilfe für Exfrau?

Hallo,
Und zwar geht es darum, mein Freund und ich leben seit einem Jahr gemeinsam in einer 2 Zimmer Wohnung, und sind seit Anfang 2012 in einer Beziehung.

Seit 2010 ist mein Freund von seiner Exfrau getrennt. Beide haben das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder zu 50%. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat jedoch die Mutter.

Momentan befindet die Mutter sich in einer Psychischen Phase (krank) sie schmeißt Sachen weg, Klamotten der Kinder, sie steht nachts auf und beobachtet die Kinder, im Endeffekt weiß sie nicht mehr was sie tut.

Die kleine Tochter von 11 Jahren ist momentan bei uns, da wir Urlaub haben und sie Sommerferien. Die große Tochter 15 Jahre ist bei der Mutter und macht sich große Sorgen. Wir bekommen Anrufe, dass sie nicht mehr kann und dass wir was machen sollen damit die Mutter weg kommt (Krankenhaus Psychische Anstalt).

Nun meine Frage dazu: Kann mein Freund das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder für sich beantragen? Es ist wirklich dringend, er hat Angst um seine Kinder.



<Mod. Nebenthema entfernt.>
 
  • #2
Ruf doch 'mal beim Kinderschutzbund an, die haben ein Notfalltelefon, vielleicht können die Euch helfen
 
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Gast

  • #3
Ja, er kann.
Sofort das Jugendamt kontaktieren u. die Besprechen dann alles weitere mit ihm.

Dann Anwalt.

Das muss schnell passieren, nicht nächste Woche, oder irgendwann.

Viel Glück.

m
 
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Gast

  • #4
Kann er, wird aber nix bringen.
Eh' das ABR einer Mutter entzogen wird, muss in D viel passieren....
Solange eine Mutter ihre psychischen Probleme nicht selbst erkennt und auch zugibt, hat de facto null Chance.
Behörden Werden erst aktiv, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das ist dann aber meistens zu spät. Genug negativ Beispiele gibt es ja...
 
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Gast

  • #5
Die 15 jährige Tochter bemerkt eine Wesensveränderung bei der kranken Mutter, die ihr Angst macht. Falls sich dort eine Psychose anbahnt, kann das ganz schön dramatisch werden.
Ich als Vater würde zuerst mit der Mutter reden, egal wie das Verhältnis war oder ist, also ggf. über meinen Schatten springen im Sinne der Tochter. Vielleicht bekommt man das doch einvernehmlich geregelt.
Sofern die Tochter nicht übertreibt und man das nicht einvernehmlich geregelt bekommt, würde ich den - sofern bekannt - behandelnden Arzt bzw. Psychiater anrufen, ihn informieren und schauen, wie er reagiert. Es besteht zwar ärztliche Schweigepflicht, aber zumindest weiß der Arzt Bescheid und kann versuchen, die Mutter zu einem Termin bei ihm zu bewegen.
Desweiteren kann der Vater trotz Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter selbstverständlich seine Tochter abholen und sie zu sich nehmen, wenn die Tochter das wünscht. Mit 15 ist sie alt genug, selbst ein Wörtchen mitzureden, bei wem sie sein möchte. Dann wäre die Situation für die Tochter erstmal beruhigt.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht muss nicht zuerst beantragt werden, bevor die Tochter zum Vater darf. Da meine ex-Frau selbst psychisch krank ist und das Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Kind für sich durchgesetzt hat, habe ich mich etwas darüber informiert: In einer schwierigen Situation ist es angebracht und legitim, zunächst Fakten zu schaffen, also das Kind zu sich zu nehmen und anschließend bzw. gleichzeitig die rechtliche Situation zu klären. Angenommen den Fall, die Tochter ginge zum Vater und die Mütter würde die Polizei losschicken, um das Kind holen zu lassen, würde die Polizei nichts machen können, wenn die Tochter bestätigt, dass sie beim Vater sein möchte.

Alles weitere würde ich dann mit dem Jugendamt und einem Anwalt klären und dabei aber auch die krankheitsbedingte Situation der Mutter versuchen zu klären. Sofern bspw. ein stationärer Klinikaufenthalt der Mutter erforderlich sein sollte, wirft dies ein anderes Licht auf die Lage.

Bei einer sich anbahnenden Psychose bspw. bemerken oft nur die engsten Angehörigen eine gewisse Veränderung und die Kranke selbst bemerkt dies nicht aufgrund mangelnder Psychoedukation oder mangelnder Krankheitseinsicht.
Kann der Vater evtl. Kontakt zu den Eltern oder anderen der Mutter nahestehenden Personen aufnehmen, damit diese nach der Mutter schauen? "Sachen wegwerfen" ist noch nicht so ein Problem, "Nachts herumgeistern" hört sich allerdings nicht so gut an. Ich hoffe, die Tochter scheut nicht davor zurück, im Zweifel auch den Notarzt zu rufen, wenn die Situation ihr Angst macht und sie die nicht einschätzen kann.

Ich würde sie wie gesagt einfach abholen. Der Vater wird ja wohl auch ein Umgangsrecht haben und Sorgerecht hat er ja sowieso zur Hälfte.

Viel Glück!
m
 
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Gast

  • #6
Liebe FS,
es gibt keine psychische Anstalt. Wenn Du und Dein Partner was bewirken wollt, dann braucht ihr etwas mehr, als solche Luftblasen.
 
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  • #7
Behörden Werden erst aktiv, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das ist dann aber meistens zu spät. Genug negativ Beispiele gibt es ja...
Stimmt. Behörden werden von sich aus erst aktiv, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Behörden werden aber auch nicht aktiv, wenn ein 15jähriges Kind sagt, es möchte beim Vater sein und sich dort aufhält und alles in bester Ordnung ist. Kein Richter in Deutschland erlässt einen Beschluss, das Kind mit Polizeigewalt aus einer Wohnung zu holen und zur Mutter mit einer akuten psychischen Problematik zu bringen. Eine Familienrichterin sagte mir: Wir holen kein Kind irgendwo heraus, wo es sich wohlfühlt und bleiben möchte. In den USA gibt es das, bei uns nicht.
 
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Gast

  • #8
Hallo,

ich schließe mich Poster #4 an.

Ich hoffe, daß die psychisch kranke Mutter ein Einsehen hat zum Wohle ihrer Kinder.

Man sollte ihr nicht entgegenschmettern, daß sie psychisch krank ist, sondern ihr sagen, daß sie eine überlastete Frau ist, der man jetzt gern helfen möchte, mit den Kindern. Man will sie entlasten.
Dann wird es nicht so hart für sie, sie kann ja nichts dafür. Doch ihre Krankheit ist höchst belastend für ihre Angehörigen, ihre Kinder. Das sollte man aber nicht so sagen, sondern von Entlastung sprechen.

Fakten schaffen ist schon einmal gut. Selbst aufgewachsen in einer Familie mit psychisch kranken Menschen kann ich nur raten, die 15-jährige Tochter da herauszuholen. Und mit der Mutter sanft und taktvoll umzugehen.

Alles erdenklich Gute für Euch,

W.
 
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Gast

  • #9
Kann er, wird aber nix bringen.
Eh' das ABR einer Mutter entzogen wird, muss in D viel passieren....
Solange eine Mutter ihre psychischen Probleme nicht selbst erkennt und auch zugibt, hat de facto null Chance.
Behörden Werden erst aktiv, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das ist dann aber meistens zu spät. Genug negativ Beispiele gibt es ja...
Falsch, ich habe so einen Fall im eigenen Haus. Mutter wurde psychisch krank, sofort wurde das Jugendamt eingeschaltet und der Psychatrische Dienst. Kind kam vorübergehend zum Vater, Mutter in ein Krankenhaus. Inzwischen geht es ihr besser, aber Kind lebt immer noch beim Vater.

Liebe FS, also sofort handeln, die große Tochter kann auch alleine zum Jugendamt gehen und sich Hilfe holen. Aber der Vater muss handeln, heute, ist doch Behördentag bis 18.00 Uhr.

Nicht von solche Horror-Einzelfällen sofort verallgemeinern und die Leute damit verrückt machen. Das sind unsinnige Beiträge, die der FS nicht helfen.

w
 
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Gast

  • #10
Das Ganze hört sich nach einem psychotischen Schub mit Wahnvorstellungen (die nicht ausgesprochen werden) an. Die Mutter kann hochgefährlich werden, wenn sie sich bedroht fühlt. Schlimmstenfalls kann es zu einem Angriff auf die Töchter oder einen Suizid mit Mitnahme der Kinder kommen!!!

Die größere Tochter muß sofort da raus, bis geklärt ist, ob Gefahr besteht. Ich sehe hier erstmal den Vater in der Pflicht, etwas AKUT zu unternehmen und das bedeutet nicht, Aufenthaltsbestimmungsrecht, sondern er soll SOFORT entweder

-das zuständige Jugendamt
-den sozialpsychiatrischen Dienst (über das Wohnorts-Gesundheitsamt der Mutter)
-die örtliche Polizei
oder
- den Hausarzt der Mutter (schlechteste Möglichkeit, die kennen sich meist mit "Zwangseinweisung nicht aus)
-im Notfall auch den Rettungsdienst

anrufen und die Symptomatik schildern. Die o.g. Personen machen normalerweise noch heute einen Hausbesuch bei der Mutter und ziehen im Zweifel (zur psychatrischen Gefahreneinschätzung bei der Mutter) den sozialpsychiatrischen Dienst dazu.

Darüber kann eine "Zwangseinweisung", d.h. eine sofortige Unterbringung der Mutter nach PsychKG veranlasst werden. Sie wird dazu vor Ort oder auf der Polizeiwache durch den Haus- oder Amtsarzt und zusätzlich durch einen dafür ausgebildeten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes begutachtet.

Besteht hier nur der geringste Verdacht auf eine von der Mutter ausgehende Eigen- oder Fremdgefährung, wird die Mutter auch gegen ihren Willen in ein psychiatrisches Landeskrankenhaus gebracht. Dort wird sie erneut von ausgebildeten Psychiatern begutachtet und festgestellt, ob Erkrankung mit Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, die eine längere Unterbringung nach PsychKG nötig macht. Besteht keine Gefahr, muss sie spätestens nach 24 h entlassen werden, dann könnt ihr aber auch einigermaßen beruhigt sein!

Falls die Mutter in der Psychiatrie untergebracht werden muss, kümmert sich das Jugendamt darum, wo die Kinder bleiben können. Wenn es bei Euch zu beengt ist, kommen sie zu anderen Verwandten oder vorübergehend und möglichst ortsnah in ein Kinderheim oder eine Pflegefamilie. Also bitte nicht eure kleine Wohnung als Grund betrachten, jetzt nichts zu tun!!!

w 53 (Ärztin)
 
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Gast

  • #11
Solange eine Mutter ihre psychischen Probleme nicht selbst erkennt und auch zugibt, hat de facto null Chance.
Schreib doch lieber nichts, als wenig hilfreiche Vorurteile und Unwahrheiten!

Jemand mit einer Manie oder Psychose KANN im Rahmen der Erkrankung nicht erkennen, dass er psychiatrisch krank ist! Der Psychotiker im Schub ist überzeugt, dass die Stimme, die er hört und die ihm Anweisungen gibt echt ist, dass seine Wohnung verwanzt ist, er über sein Handy überwacht wird, dass Polizei und Rettungsdienst und sogar seine Ehefrau oder seine Kinder mit der Stasi zusammenarbeiten und ihn umbringen wollen. Und dass ihn alle anlügen, wenn sie sagen, da sei keine Gefahr, weil sie ihn in Sicherheit wiegen und hinterrücks umbringen wollen, die gehören alle zu einer großen Verschwörung. Und deshalb wird er sich, sobald er einen Angriff mutmaßt, mit Händen, Füßen, Zähnen und Messern gegen seine vermeintlichen Mörder wehren. Das macht ihn ja so tierisch gefährlich!

Eine (zwangsweise) Unterbringung nach PschKG bei Eigen- oder Fremdgefährdung geht deshalb ratzfatz! Man muss entweder die Umgebung des Kranken schützen, oder den Kranken vor sich selbst. 90% aller ernstmeinenden Selbstmörder sind im Nachhinein glücklich, dass sie überlebt haben, deshalb darf man primär einen Selbstmordkandidaten auch gegen seinen erklärten Willen davon abhalten.

Ich kenne das als Ärztin (Rettungsdienst) zu Genüge. Es genügt eine unklare Äußerung im Bekanntenkreis, nicht mehr leben zu wollen oder eine Rund-Mail an die lieben Freunde, man wolle sich verabschieden, es habe doch alles keinen Sinn...

Wenn der Adressat einer solchen Botschaft die Polizei oder den Rettungsdienst anruft, dann stehen die spätestens nach 15 min beim (vermeintlichen) Selbstmörder im Wohnzimmer! Wenn es sich nicht ganz offensichtlich um eine Verleumdung handelt, wird der Kandidat -wenn unverletzt- erstmal auf die Polizeiwache verbracht und dort begutachtet. Beim kleinsten Zweifel einer Eigengefährdung geht es zur Sicherheit in die Psychiatrie.

Wer "nur mal so" und meist zu manipulativen Zwecken eine Selbstmorddrohung loslässt, sollte sich im Klaren sein, was er damit im schlimmsten Falle lostritt! Das wollte ich mal loswerden, weil wir im Rettungsdienst ständig zu solchen Pseudosuizidalen geschickt werden, die dann in aggressivster Weise abstreiten, jemals so etwas geplant zu haben, selbst wenn man ihnen ihre schriftliche Selbstmorddrohung unter die Nase hält. Das war dann ja alles "nicht so gemeint...".

In dem Moment, in dem eine Fremdgefährdung durch eine psychische Erkrankung nicht auszuschliessen ist (im Gegensatz zu chronischer Vernachlässigung oder Misshandlung von Kindern durch nicht psychiatrisch kranke Sorgeberechtigte), hat man ebenfalls sehr schnelle und wirkungsvolle Handhabe, ein Unglück zu verhindern.

w 53
 
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  • #12
Naja, ich finde, da kann man nicht viel machen. Die 15 jährige will viel und ist in der Pubertät, da entwickelt man massive Abneigungen gegen die eigene Mutter, wenn sie sich zu viel einmischt und beobachtet. Viele Mütter sind psychisch krank. Das ist lange kein Grund, jeden wegzuschließen.
 
  • #13
Nehmt bitte beide Kinder sofort bei Euch auf, fangt auch schon an, eine größere Wohnung zu suchen (da bekommt ihr gegebenenfalls ja auch staatliche Zuschüsse) und richtet Euch ansonsten an die Anweisungen der 53 jährigen Ärztin hier.

Ich kannte mal einen Mann, dessen Exfrau ihn mit Hilfe des Hausarztes zwangsweise in die Psychiatrie einweisen hatte lassen, nachdem er ihr gegenüber "erweiterten Selbstmord" definiert hatte (sie hatten ein gemeinsames Kind). Angeblich auch nur zum Spaß, seine Ex hätte das einfach nicht gut verstanden, wäre völlig humorlos... aber auch dieser Mann erstarrte, wenn jemand von der Straße aus zufällig in die Wohnung schaute, explodierte bei den kleinsten vermeintlichen Bevormundungen von fremden Leuten, die nur ihren alltäglichen Job machten, beschäftigte sich täglich stundenlang mit Gustl Mollaths Geschichte, war größter Fan seines Verteidigers Strate... war ruhelos, misstrauisch (alles würde abgehört, er hatte deshalb kein Handy, kein Internet... seine Ex ließe ihn überwachen...) und war sehr schreckhaft.
Nein, solche Menschen sind für Kinder unzumutbar. Natürlich sieht das auch dieser Mann nicht ein, ist dank seiner hohen Intelligenz in der Lage, sich aus entsprechenden psychologischen Tests herauszulavieren, kennt jede Prüffrage, fällt aber jedem normalen Menschen in seiner Umgebung nach kurzer Zeit trotzdem als bedrohlich und tief gestört auf.

Da bei Euch auch die 15jährige Tochter ihr eigenes Bild vom Verhalten der Mutter gewinnen konnte, solltet Ihr reelle Chancen in einer gerichtlichen Auseinandersetzung um beide Kinder haben, die Große darf ohnehin schon bestimmen, bei wem sie leben möchte, und Geschwister werden nicht getrennt. Bis dahin können die Kinder aber dort untergebracht werden, wo sie sich sicher fühlen. Selbst wenn sie physisch (noch) nicht zu Schaden gekommen sein sollten, ist die psychische Belastung für solche Kinder/ Jugendliche IMMENS!

Was für eine Herausforderung für Euch, gerade auch für Dich, liebe FS! Aber was für ein Glück für die Kinder, dass sie Euch haben! Alles Gute.
 
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Gast

  • #14
Das ist ein äußerst heikles Thema - hierbei hängt (leider) Vieles vom richtigen Taktieren ab.

Zunächst muss aber klar sein, dass nur ein(e) Amtsarzt/Amtsärztin die Möglichkeit einer Zwangsmaßnahme direkt durchführen könnte. Die Anregungen mit Hausarzt führen zu nichts. Der möchte sich da keinesfalls die Finger verbrennen und wäre auch kaum in der Lage, eine korrekte Diagnose zu erstellen.
Generell gilt für eine Zwangsmaßahme, dass das Leben der Kinder oder das anderer Personen in Gefahr ist. Ansonsten ist es auch hierin leider so, dass man bei einer volljährigen Person auf direktem Wege kaum etwas machen kann. Aber auch über diesen Weg müssten klare Verhaltensmuster darauf hindeuten.
Liegt das aber nicht vor, kann es schlimmstenfalls zur Folge haben, dass im konkreten Fall die Kindsmutter "überzieht", da sie den Eindruck gewinnt, der Kindsvater wolle ihr über eine Zwangseinweisung die Kinder wegnehmen. Dann wird es hart - besonders für die Kinder, die dann schnell zum Spielball werden.

Der Weg über das Jugendamt funktioniert in der Praxis überhaupt nur dann, wenn man dort auf ein persönliches Engagement trifft - die Chemie muss stimmen und die Person muss den geschilderten Eindruck auch so vorfinden. Sonst flacht das Interesse sehr schnell ab und aufgrund der Überlastung wird das Ganze nur zu einem "weiteren Standardfall".

Der Klageweg kann angstrebt werden, dafür müssen einerseits trifftige Gründe erkennbar sein, sonst wird ein Verfahren nicht gestartet - andererseits sorgt dieser Weg kaum für eine sachliche Betrachtung auf Seiten der Kindsmutter und es muss davon ausgegangen werden, dass es schlechter wird als zuvor.

Leider ist es im Allgemeinen so, dass Männer in solchen Rechtsangelegenheiten geringe Chancen auf Erfolg haben.

Erfolgreich ist eben die richtige Einschätzung der Lage und die Anwendung der richtigen Taktik. Diese könnte auch sein, dass man bei einem weitestgehend guten Kontakt in einer solchen Situation eher einen Lösungsansatz im direkten Dialog sucht. Dieser könnte beispielsweise sein, dass man der Kindsmutter entlastend unter die Arme greifen möchte.
Es wird vor Gericht und auch sonst der Begriff "das Wohl des/der Kindes/Kinder" sehr strapaziert, in der Realität sieht es jedoch meist anders aus.

Viel Erfolg!