• #31
Etwas das wie eine Ente aussieht......

Da kann ich mich richtig glücklich schätzen, dass ich nach ein paar Augenblicken wusste, ob ich mich verlieben könnte. Besser war noch, dass das fast nie der Fall gewesen ist. Darum konnte bei mir aus den ONS auch nie eine Affäre werden, auch keine F+, eine Beziehung schon gar nicht. Aber das war ja auch nicht der Zweck.

Aber TE, darauf zu hoffen, dass er sich in Dich verliebt ist genau so schräg, wie in einer glücklichen Beziehung jeden Augenblick mit dem großen Knall zu rechnen. Verschwendete Zeit, die nie nie wiederkommt.
 
  • #32
Ich kann dir mal meinen Fall erzählen. Ich hatte eine F+. Damals wollte ich eine Beziehung und war in der Tat verliebt. Nach und nach ging es jedoch weg, vor allem die Verliebtheit. Doch der Mann meldet sich bei mir immer noch und will wenigstens die Freundschaft aufrechterhalten. Ich will aber nichts mehr von ihm. So kann es nämlich auch laufen.

Grüße.
Dann war es eben KEINE Freundschaft! Denn die ist nicht an Sex gebunden. Bei dir war das aber so. Es war eine Affäre.
 
  • #33
Ich behaupte, ein Mann, der heutzutage noch fähig für eine Beziehung ist, kennt den Begriff F+ gar nicht und er wird es auch nicht praktizieren.

Bei F+ ist das Fundament Sex und der Sex wird irgendwann nicht mehr relevant in einer Beziehung, dann geht es um andere Dinge. Da kommen Leute, die andere Qualitäten nicht haben, gar nicht in die nächste Runde. Bisschen sexy sein und sexy time haben, hat nichts mit Liebe oder Beziehung zu tun. Sorry, such dir bitte was anderes, wenn du in dieser misslichen Lage bist.
 
  • #34
Eine Freundschaft plus dient dazu ausschließlich "Quality-Time" zu verbringen. Man unternimmt was zusammen, hat tollen Sex, aber ohne den Anspruch dem anderen auch in nicht so sonnigen Zeiten zur Seite zu stehen, keine Verpflichtung. Ich hatte mal so eine Geschichte. Der Mann hatte schon Schiss wenn ich ihn eine Sekunde zu lang angesehen habe. Sein obligatorischer Spruch: "Ich will mich nicht in dich verlieben", obwohl seine Augen ihn schon längst verrieten, denn diese Blicke kann man nicht spielen. Dann kamen die Rechtfertigungen warum er keine Beziehung möchte. Warum spricht man(n) überhaupt darüber, wenn die Spielregeln feststehen?
Männer, die darauf beharren keine Beziehung zu wollen, aber sich im nächsten Moment in deinen Augen verlieren sind sehr ambivalent unterwegs und werden nie eine Beziehung mit dir eingehen. Sie sind dessen nicht fähig und würden selbst wenn sie verliebt sind es niemals zugeben. Mein Rat: Lass die Finger von so jemandem.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #35
Liebe @Lea25 ,

ich gehe davon aus, dass wenn ein Mann seine absolute Traumfrau gefunden hat (ich nenne es mal prosaisch so), dass er diese Frau unbedingt klar machen und haben will.

Das funktioniert gemeinhin nur über eine feste, monogame Beziehung, in die er die Frau bringt, und ihr somit quasi seinen Stempel ("ist meins") aufdrückt.

Eine F+ ist was Lockeres, in der man zwar auch Monogamie vereinbaren kann, aber dennoch hat ein Mann die Frau in solch einer Art von Beziehung nicht safe, denn die Frau kann ja jederzeit weg und sich einem anderen zuwenden, da sie eben nicht in fester Beziehung mit ihm ist. Also denke ich, dass da die Liebe eher nicht groß ist, falls überhaupt vorhanden.

Ich glaube, dass nur in sehr seltenen Fälle ("1000 Mal berührt...") aus der Frau, die man(n) mag, die okay ist für's Bett, die große Liebe wird, mit der der Mann dann später eine feste Beziehung möchte. Die F+ -Gespielin wird nur eine Übergangsfrau sein.

Außer vielleicht der Mann hat quasi keine Optionen, aber dann wird er sich wohl bemühen, die Frau gleich in eine feste Beziehung zu bekommen, nicht nur in eine F+...
 
  • #36
Männer, die darauf beharren keine Beziehung zu wollen, aber sich im nächsten Moment in deinen Augen verlieren sind sehr ambivalent unterwegs und werden nie eine Beziehung mit dir eingehen. Sie sind dessen nicht fähig und würden selbst wenn sie verliebt sind es niemals zugeben. Mein Rat: Lass die Finger von so jemandem.
Menschen, die so handeln, sind beziehungsunfähig. Oft sicher aufgrund schlechter Erfahrungen.
Wer eine F+ genießt, weil es für mehr nicht reicht, ok. Wer sich zwingen muss, nicht mehr zu erreichen, ist irgendwie kaputt.
 
  • #37
aber ohne den Anspruch dem anderen auch in nicht so sonnigen Zeiten zur Seite zu stehen, keine Verpflichtung
Meiner Meinung nach hat eine F+ genau aus diesem Grund auch nichts mit Freundschaft zu tun. Menschen die ich als Freunde bezeichne stehen sich auch in nicht so sonnigen Zeiten bei, man vertraut sich, kann sich aufeinander verlassen, hilft sich gegenseitig... Deshalb kann ich meine Freunde auch an einer Hand abzählen. Alle anderen bezeichne ich als Bekannte. Ich verbringe mit diesen Menschen auch gern Zeit, verstehe mich gut mit ihnen, lache und unterhalte mich mit ihnen, unternehme etwas mit ihnen (sind großteils eher Festival- und Konzertbekanntschaften) mehr aber auch nicht. Aber es scheint da wohl auch jeder irgendwie eine andere Definition für sich zu haben...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
Eine Freundschaft plus dient dazu ausschließlich "Quality-Time" zu verbringen. Man unternimmt was zusammen, hat tollen Sex, aber ohne den Anspruch dem anderen auch in nicht so sonnigen Zeiten zur Seite zu stehen, keine Verpflichtung.
Das verstehe ich nicht unter einer F+, sondern es ist eine Affäre mit etwas mehr gemeinsamer Freizeit statt nur Sex.

Unter einer F+ verstehe ich in erster Linie Freundschaft, gute Zeit zusammen und auch schlechte, sowie über die reine Freundschaft hinausgehend auch Sex (weil beide grad partnerlos sind) - wobei der Sex anders als bei einer Affäre nicht den Kern des sozialen Gebildes ausmacht, sondern der freundschaftliche Kontakt.
Ja, es gibt keine anderen als freundschaftliche Verpflichtungen und wie weit die jeweils gehen bestimmt eben Charakter und Werte der Akteure.
Hat einer einen Partner ist der Sex halt vorbei und die Freundschaft existiert weiterhin.

Die Unterschiede in der Diskussion ergeben sich doch nur, wenn man nicht weiß, was echte Freundschaft ist und es mangels eigenem internen Kompass mit flüchtigen Bekanntschaften verwechselt, d.h. den Begriff F+ falsch anwendet.

Ich selber kann mir sowas für mich zwar nicht vorstellen, weil ich kein interesse an Sex ohne Liebe habe. Von skandinavischen Freunden ist mir das soziale Gebilde durchaus bekannt und die gehen recht locker damit um - beide Geschlechter.
Mein Eindruck ist, dass dort Frauen mehr davon profitieren und sich nur wegen Sex nicht so sehr auf schlechte Beziehungen einlassen. Außerdem haben die begehrten Männer mehrere F+ parallel und die weniger begehrten Männer gehen leer aus.
 
  • #39
Die Unterschiede in der Diskussion ergeben sich doch nur, wenn man nicht weiß, was echte Freundschaft ist und es mangels eigenem internen Kompass mit flüchtigen Bekanntschaften verwechselt, d.h. den Begriff F+ falsch anwendet.
Der Begriff wird nicht falsch verwendet, sondern unterschiedlich und meist liegt dem Sex nicht eine langjährige Freundschaft zugrunde, wo man ganz hoppa feststellt, wir könnten auch mal in die Kiste steigen, was vorher lange bewährt platonisch lief, und vor allem wer hat denn soviele wirkliche Freunde, wo Sex in Frage käme(?); deshalb ist es meistens verwendet eben, man lernt sich erst frisch kennen und versucht sowas wie Freunde zu werden, oder verspricht sich auch mit dem und nach dem Sex neue Freunde bleiben zu wollen (siehe Parallelthread mit dem 1. Mal nach 5 Monaten).

Unicum schreibt dazu (13.11.2019)
Theoretisch sagt es der Name ja schon: Eine Freundschaft Plus ist eine bestehende Freundschaft, zu der ein Plus hinzukommt. Und zwar der einvernehmliche Geschlechtsverkehr."Friends with Benefits" eben, wobei der Benefit nicht nur aus dem Sex besteht, den man gemeinsam hat, sondern auch daraus, dass es keine Regeln oder Verpflichtungen gibt. Praktisch nutzen den Begriff aber auch Leute, die sich gerade erst kennengelernt haben, sich attraktiv finden, regelmäßig miteinander schlafen und sich parallel dazu anfreunden. Gerade hierbei ist die Grenze zur Affäre fließend. Denn wie hoch der Anteil der Freundschaft wirklich ist und ob und wie viel Zeit man dementsprechend auch unabhängig vom Sex noch miteinander verbringt, hängt natürlich immer individuell von den beteiligten Personen ab.
Das Worte einen Bedeutungswandel erleben, der vom Ursprung abweicht, ist nicht neu. F+ heißt Sex, nicht unbedingt Freundschaft, eher Bekanntschaft; deshalb ist es so populär und mainstream. Mir fällt noch ein F+ = Fu**+ als gängige Übersetzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #40
Wenn ich das schon höre, Freundschaft plus......Mädels, wenn ihr eine richtige Beziehung wollt, müsst ihr das kommunizieren, von Anfang an, wer aber mit Allem zufrieden ist, darf sich dann nicht wundern, dass er nicht geschätzt wird.
 
  • #41
Unter einer F+ verstehe ich in erster Linie Freundschaft, gute Zeit zusammen und auch schlechte, sowie über die reine Freundschaft hinausgehend auch Sex (weil beide grad partnerlos sind) - wobei der Sex anders als bei einer Affäre nicht den Kern des sozialen Gebildes ausmacht, sondern der freundschaftliche Kontakt.
Ja, es gibt keine anderen als freundschaftliche Verpflichtungen und wie weit die jeweils gehen bestimmt eben Charakter und Werte der Akteure.
Hat einer einen Partner ist der Sex halt vorbei und die Freundschaft existiert weiterhin.

Es geht ja nicht darum was du darunter verstehst, sondern darum wie der Begriff F+ heute im Allgemeinen angewendet wird. Und ja, im Grunde ist es im Endeffekt der moderne Begriff für eine Affäre und eben nicht für eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen.
 
  • #42
Unter einer F+ verstehe ich in erster Linie Freundschaft, gute Zeit zusammen und auch schlechte, sowie über die reine Freundschaft hinausgehend auch Sex (weil beide grad partnerlos sind) - wobei der Sex anders als bei einer Affäre nicht den Kern des sozialen Gebildes ausmacht, sondern der freundschaftliche Kontakt.
Und genau das ist doch der Punkt, der in den meisten Fällen überhaupt nicht gegeben ist, wenn sich zwei Menschen frisch kennenlernen, miteinander ins Bett gehen, ein bisschen Schönzeit zusammen haben und das dann F+ nennen.

Ich war nach meiner langen Beziehung z.B. anfangs etwas irritiert als ich Männer kennenlernte, die mir was erzählten von wegen sie möchten momentan keine Beziehung, wären nicht der Beziehungstyp bla bla, aber wären schon für eine Freundschaft Plus gern zu haben, obwohl wir überhaupt nicht befreundet waren. Das fand ich schon sehr befremdlich und hab mich von solchen Kontakten, die irgendwie nur eine "Freundschaft" konstruieren wollen um mir an die Wäsche zu gehen direkt verabschiedet.
Und ich denke so wie es @Andere Frau beschreibt wird der Begriff F+ überwiegend verwendet.
Einfach um dem ja eher negativen Begriff Affäre eine hübschere Verpackung anzudichten, obwohl es die selbe Bedeutung hat.
 
  • #43
Das fand ich schon sehr befremdlich und hab mich von solchen Kontakten, die irgendwie nur eine "Freundschaft" konstruieren wollen um mir an die Wäsche zu gehen direkt verabschiedet.
Und ich denke so wie es @Andere Frau beschreibt wird der Begriff F+ überwiegend verwendet.
Einfach um dem ja eher negativen Begriff Affäre eine hübschere Verpackung anzudichten, obwohl es die selbe Bedeutung hat.

Genauso ist es. Die Vorzüge möchte dieser Typ Mann haben, aber ja keine Beziehung. Bei mir verhielt es sich etwas anders. Wir sind seit 10 Jahren bekannt gewesen, haben auch öfter die Köpfe zusammen gesteckt und irgendwann hatten wir Lust aufeinander, haben uns auch vorher schon irgendwie ständig gegenseitig angebaggert. Freundschaft nenne ich dieses Konstrukt jedoch nicht.
 
  • #44
Wenn ich das schon höre, Freundschaft plus......Mädels, wenn ihr eine richtige Beziehung wollt, müsst ihr das kommunizieren, von Anfang an, wer aber mit Allem zufrieden ist, darf sich dann nicht wundern, dass er nicht geschätzt wird.
Mir geht das explizit genauso, F+ ist lediglich ein Ersatzbegriff für eine Affäre, viele finden sich nicht gut, wenn sie von einer Affäre sprechen, jedoch bei F+ ist plötzlich alles gut. Es sind Menschen die große Defizite in ihren "S" Werten haben, schlecht mit ihren eigenen Gefühlen umgehen, sie haben mangelnde Selbstliebe, mangelnden Selbstwert, mangelndes Selbstbewusstsein, mangelndes Selbstvertrauen etc.pp. und sind nicht aufrichtig und nicht authentisch sich selbst und den eigenen Gefühlen gegenüber! Punkt!
Emotional nicht erwachsen!
 
  • #45
Und ja, im Grunde ist es im Endeffekt der moderne Begriff für eine Affäre und eben nicht für eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen.
Letztlich ist es ja auch egal, wie es offiziell definiert ist, es muss für die Betroffenen passen, wie es gelebt wird. Und wenn einer eigentlich mehr will, passt es eben nicht.

Meine F+ /Affären waren immer sehr freundschaftlich und man half sich auch gegenseitig, also keineswegs nur oberflächliche Bekannte.
Nur Treffen zum Sex wäre mir zu wenig gewesen.

Es war eher so, dass sich aus dem Kennenlernen mit Sex eine Freundschaft entwickelte, aber meistens eben keine beidseitige Liebe, somit keine Beziehung.

Das sollte man dann aber auch der Fairness halber kommunizieren.
 
  • #46
ich gehe davon aus, dass wenn ein Mann seine absolute Traumfrau gefunden hat (ich nenne es mal prosaisch so), dass er diese Frau unbedingt klar machen und haben will.
Hier möchte ich mal mit einem Mythos aufräumen.
Es gibt für mich keine absolute Traumfrau, genauso wenig wie es die 'EINE' gibt für die ein Mann sich zum Affen macht.
Die 'EINE' ist die, die gerade neben mir im Bett liegt. Da kann morgen schon eine andere Frau liegen.
Meine Traumfrau ist Linda Evangelista - das ist wirklich nur ein Traum. Sie soll ja eine unglaubliche Zicke sein aber sie sieht einfach toll aus.
Ich unterscheide auch zwischen Affaire und Freunschaft plus. Und kann so gar nicht erkennen was am Begriff 'Affaire' so negativ ist. Affairen hatte ich meist mit verheirateten Frauen.
Smokey Robinson : silent partner three-way love affair
 
  • #47
Falls du mal einen Beitrag von mir gelesen hast, kannst du dir meine Meinung dazu schon fast denken ;)
Wenn etwas als F+ / Affäre beginnt, stimmt einfach die Basis nicht.
Wenn jemand mit dir eine F+ anfängt, hat er dich doch schon als "gut für's Bett und ein paar nette Stunden" abgestempelt, geht wohl auch davon aus, dass du dies öfters und mit vielen so handhabst.
Da fehlt dann einfach die Exklusivität und das gewisse Etwas, was es für eine Beziehung braucht.
Etwas völlig anderes kann es sein, wenn man mit jemandem beginnt Zeit zu verbringen und sich näher kommt, ohne dem Kind gleich einen Namen zu geben, das wäre dann eine Anbahnungsphase, aus der sich etwas entwickeln kann - aber eben ohne das Label F+.
 
  • #48
Braucht es für Beziehungen denn immer "Exklusivität" oder ist das nicht nur der gängige monogame Anspruch? Warum sind sich überlagernde "Beziehungen" oft so negativ besetzt? Ist es nicht eher normal, z. B. während einer Krisenzeit andere Personen kennen (und vielleicht auch lieben) zu lernen? Oder während innigen Freundschaften vielleicht auch mal an Sex zu denken? Oder in einer schönen Partnerschaft eine andere Person zu treffen, wodurch man irgendwie durcheinander gerät? Es ist doch nicht alles klar und seriell und abgegrenzt und ich denke, der Anspruch, dass es so wäre, setzt so viele unter Stress.

Ich denke, bei einer Freundschaft mit Sex kommt es auch darauf an, wie diese z. B. im Bezug zu anderen gelebt wird. Ist es im Freundeskreis bekannt, dass man etwas hat (egal, was es genau ist?)? Ist es bei Familie bekannt? Ist es ein Geheimnis?

Frangwürdig finde ich bei einigen Kommentaren aber hier, dass Beziehungen (wahrscheinlich gemeint sind romantische) so straff von Freundschaften abgegrenzt werden – das erscheint mir sehr konservativ. Das empfinde ich gar nicht so und ich bemesse da auch keinen höheren Wert für eine romantische monogame Partnerschaft ggü. Freundschaften. Ehrlich gesagt finde ich den Freundschaftsaspekt bei Personen, mit denen ich Sex habe, ziemlich wichtig und so ist er auch in Beziehungen für mich immer präsent gewesen, auch wenn ich einige meiner Beziehungen eher nicht nur als "Freunde" kennengelernt habe, aber er wird auch immer präsenter irgendwie.
 
  • #49
Braucht es für Beziehungen denn immer "Exklusivität" oder ist das nicht nur der gängige monogame Anspruch?
Eben, der gängige Anspruch. Und damit braucht es Exklusivität in der Regel für eine Beziehung. Aber natürlich wird niemand gehindert, das anders abzusprechen.
Ist es nicht eher normal, z. B. während einer Krisenzeit andere Personen kennen (und vielleicht auch lieben) zu lernen?
Ich denke, man wird empfänglicher. Wer (bei den alltäglichen kleinen Diskussionen) dauernd weitersucht und dann immer eine "Reserve" in der Hinterhand hat, wird da vermutlich auf wenig Begeisterung stoßen. Bei halbwegs mitdenkenden Menschen übrigens auch bei den "anderen Personen".
Es ist doch nicht alles klar und seriell und abgegrenzt und ich denke, der Anspruch, dass es so wäre, setzt so viele unter Stress.
Für mich ist eine Beziehung klar abgegrenzt und seriell und das macht mir auch keinen Stress. Ich würde Stress empfinden, wenn ich dauernd befürchten müsste, dass meine Frau auf dem Absprung ist.
Ich denke, bei einer Freundschaft mit Sex kommt es auch darauf an, wie diese z. B. im Bezug zu anderen gelebt wird. Ist es im Freundeskreis bekannt, dass man etwas hat (egal, was es genau ist?)? Ist es bei Familie bekannt? Ist es ein Geheimnis?
Warum kommt es darauf an? Für mich ist das völlig egal und es geht meine Freunde und Familie nichts an, wenn ich wirklich nur eine Freundschaft mit Sex habe.
Frangwürdig finde ich bei einigen Kommentaren aber hier, dass Beziehungen (wahrscheinlich gemeint sind romantische) so straff von Freundschaften abgegrenzt werden – das erscheint mir sehr konservativ.
Fragwürdig ist es. Die meisten hier werden Dir aber eine klare Antwort geben. Ich finde auch nicht, dass es "modern" ist, Beziehungen und Freundschaften nicht zu unterscheiden. Es ist eine andere Denkweise. Das mit der fehlenden Abgrenzung finde ich "so Sechziger" und damit völlig aus der Zeit gefallen.
Das empfinde ich gar nicht so und ich bemesse da auch keinen höheren Wert für eine romantische monogame Partnerschaft ggü. Freundschaften.
Das ist eine völlig andere Fragestellung.
Ehrlich gesagt finde ich den Freundschaftsaspekt bei Personen, mit denen ich Sex habe, ziemlich wichtig und so ist er auch in Beziehungen für mich immer präsent gewesen,...
Eine gute Freundschaft als Basis für eine Beziehung schließt doch keine Monogamie aus!?
 
  • #50
Eben, der gängige Anspruch. Und damit braucht es Exklusivität in der Regel für eine Beziehung. Aber natürlich wird niemand gehindert, das anders abzusprechen.
Verstehe – in der Tat, das Gängige hinterfrage ich.
Ich denke, man wird empfänglicher. Wer (bei den alltäglichen kleinen Diskussionen) dauernd weitersucht und dann immer eine "Reserve" in der Hinterhand hat, wird da vermutlich auf wenig Begeisterung stoßen. Bei halbwegs mitdenkenden Menschen übrigens auch bei den "anderen Personen".
Für mich scheint das nicht immer so konkret abzugrenzen, aber mit dem empfänglicher werden beschreibt es ganz gut, denke ich. Aber dieses Reserve in der Hinterhand, das klingt für mich so aktiv und bewusst und berechnend. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, das Menschen so an Beziehungen herangehen oder Beziehung so leben, aber einige berechnende gibt es vermutlich schon.
Für mich ist eine Beziehung klar abgegrenzt und seriell und das macht mir auch keinen Stress. Ich würde Stress empfinden, wenn ich dauernd befürchten müsste, dass meine Frau auf dem Absprung ist.
Ich denke, dass das Serielle und Abgegrenzte ein Ideal ist und Ideale können stressig sein. Es steckt ja auch ungemein viel moralische Bewertung in Beziehungsformen, gerade, wenn sie im Kontext von weiteren Personen betrachtet werden (z. B. "nur-Sex-Begegenungen).
Die Furcht vor dem Absprung der Partnerin/des Partners kommt ja aus einem monogamen Verständnis, denke ich. Vielleicht sieht das bei offenen, polyamorösen oder sonst wie anders verhandelten Beziehungen ja anders aus?
 
  • #51
Warum kommt es darauf an? Für mich ist das völlig egal und es geht meine Freunde und Familie nichts an, wenn ich wirklich nur eine Freundschaft mit Sex habe.
Ich denke schon, dass eine Freundschaft mit Sex anders (mehr? leichter?) kommuniziert wird in einem Umfeld als z. B. eine "Affäre". Natürlich geht es zwangsläufig niemanden etwas an, aber ich denke schon, dass auf Grund der moralischen Besetzheit des einen oder anderen affärenhafte Bezeihungen anders kommuniziert werden (oder ggf. gar nicht) als "Freundschaft +".
Fragwürdig ist es. Die meisten hier werden Dir aber eine klare Antwort geben. Ich finde auch nicht, dass es "modern" ist, Beziehungen und Freundschaften nicht zu unterscheiden. Es ist eine andere Denkweise. Das mit der fehlenden Abgrenzung finde ich "so Sechziger" und damit völlig aus der Zeit gefallen.
Ich denke nicht, dass es 60er ist, aber ich verstehe, wenn das damit in Zusammenhang gebracht wird. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn jemand z. B. ebenso viel Zeit mit Freunden verbringt wie mit romantischen Partnern. Das muss aber passen und wird natürlich dann zum Problem, wenn das Ggü. es vielleicht anders sieht und eben doch in der "Hierarchie" höher sein möchte als "bloße Freunde". Ich erlebe aber selbst, wie einsam manche sein können, wenn sie jahrelang quasi nur in der Beziehung gelebt haben, zwar mit Hobbies und hier mal ein paar Freunde treffen, aber mit starkem Fokus auf der Partnerschaft; das mag für einige/viele funktionieren, aber ich sehe nicht, warum das ein Ideal sein soll, an dem sich alles misst, also alles läuft auf die eine Partnerschaft hinaus? Bzw. seriell immer wieder die eine Partnerschaft?
Ist es, gehört für mich bei der Frage nach Freundschaft+ aber dazu, zu fragen, was für Beziehungsformen es denn noch gibt und wie diese gesellschaftlich wirken und was für "Druck" oder Ängste daraus auch entstehen können.
Viele der Fragen auch hier im Forum (auch meine eigene) beschäftigen sich immer sehr damit, was andere vielleicht von einem denken würden, wenn man das und das macht. Aber wahrscheinlich denken sich viele gar nicht so viel bei mir, wie ich mir denke, dass sie es tun würden. So entstehen halt auch Hemmnisse.
Eine gute Freundschaft als Basis für eine Beziehung schließt doch keine Monogamie aus!?
Nein, und schließt auch nicht aus, dass aus einer Freundschaft mit Sex eine monogame Beziehung wird oder dass eine Freundschaft mit Sex vielleicht vollkommen okay ist.
 
  • #52
Verstehe – in der Tat, das Gängige hinterfrage ich.
Wenn Du Spaß dran hast...
Ich denke, dass das Serielle und Abgegrenzte ein Ideal ist und Ideale können stressig sein.
Warum? Ich finde überhaupt nicht stressig, nach diesem Ideal zu leben. Was soll da stressiger sein als bei wechselnden Beziehungen?
Es steckt ja auch ungemein viel moralische Bewertung in Beziehungsformen,...
Die Frage ist doch, nimmt man das an oder nicht. Wer sollte eine Moral, gerade in Beziehungsdingen, heute noch durchsetzen können außer den Beteiligten? Wir hatten da doch noch nie so viel Freiheit.
Ich denke schon, dass eine Freundschaft mit Sex anders (mehr? leichter?) kommuniziert wird in einem Umfeld als z. B. eine "Affäre".
Ich hatte nie das dringende Bedürfnis, mitzuteilen, mit wem ich gerade ins Bett gehe.
Ich erlebe aber selbst, wie einsam manche sein können, wenn sie jahrelang quasi nur in der Beziehung gelebt haben, zwar mit Hobbies und hier mal ein paar Freunde treffen, aber mit starkem Fokus auf der Partnerschaft;
Über Einsamkeit klagen insgesamt nach meinem Gefühl eher Singles...
Bzw. seriell immer wieder die eine Partnerschaft?
Das ist doch völlig egal. Wenn es eine Partnerschaft wird, ist es eine Partnerschaft, sonst eben ein ONS nach dem anderen oder eine F+. Aber selbstverständlich unterliegt eine Beziehung grundsätzlich anderen Regeln als eine Freundschaft, wenn nicht beide es öffnen wollen.
Ist es, gehört für mich bei der Frage nach Freundschaft+ aber dazu, zu fragen, was für Beziehungsformen es denn noch gibt und wie diese gesellschaftlich wirken und was für "Druck" oder Ängste daraus auch entstehen können.
Sorry, wir haben gerade heute an jeder Ecke ein Outing von irgendwelchen irgendwie Orientierten. Es wird ja niemand gezwungen, sich mit seiner sexuellen Betätigung auf einer Plakatwand zu verewigen. Woher soll der Druck kommen? Daher, dass Du drei Affären hast, deren Nachbarn und Freunde sich dann aufregen?
Viele der Fragen auch hier im Forum (auch meine eigene) beschäftigen sich immer sehr damit, was andere vielleicht von einem denken würden, wenn man das und das macht.
Mir ist letztlich völlig egal, was andere denken, weil ich mein Privatleben nicht öffentlich diskutiere. Eigentlich weiß man doch vorher, dass der Shitstorm kommt, wenn man neben 2 Affären auch noch regelmäßig in eine Stripbar und das Bordell nebenan geht.
 
  • #53
Ist es, gehört für mich bei der Frage nach Freundschaft+ aber dazu, zu fragen, was für Beziehungsformen es denn noch gibt und wie diese gesellschaftlich wirken und was für "Druck" oder Ängste daraus auch entstehen können.
Wenn du das Bedürfnis danach hast - hatte ich nie. Ich mag monogame Beziehungen. Ich lasse anderen auch ihre. Für mich käme halt nur ein sozusagen seriell monogamer Partner in Frage. Nicht, weil ich Angst hab was andere denken, sondern weil ich das so mag. Biologisch hat Eifersucht auch wichtige Gründe. Daher halte ich es für naja, seltsam, alles auf die gesellschaftlichen Normen zu schieben. Andersrum wird ein Schuh draus: die kommen irgendwoher, weil da was dahintersteht vom Genpool weitergeben. Man kann vieles überdenken, aber instinktiv werden wohl viele bei Monogamie bleiben. Oder höchstens selbst fremdgehen, aber das nicht dem Partner zugestehen.
 
  • #54
Oder in einer schönen Partnerschaft eine andere Person zu treffen, wodurch man irgendwie durcheinander gerät?
Hi, schön, dass du deinen Weg zu uns ins Forum gefunden hast und mitdiskutierst! Verschiedene Ansichten bereichern uns hier immer und es ist spannend, wenn kontrovers diskutiert werden kann. Man merkt deutlich, dass dich dieses Thema wegen deiner eigenen aktuellen Situation gerade sehr beschäftigt.
Es ist doch nicht alles klar und seriell und abgegrenzt und ich denke, der Anspruch, dass es so wäre, setzt so viele unter Stress.
Ich muss sagen, ich habe nichts dagegen, wenn andere ihr Privatleben so gestalten, wie sie wollen, aber ich selbst habe eher das Gefühl, komplizierte, unklare Konstrukte verursachen Stress und Leid. Ich war bisher nur in festen "monogamen" (nicht wirklich verheiratet, nur fest zusammen) Beziehungen und habe das persönlich niemals als Stress empfunden, im Gegenteil. Mir reicht ein möglichst vieles abdeckender Partner und ich verbringe dann sehr gerne nahezu meine gesamte Freizeit mit ihm, ohne das Bedürfnis nach anderen zu haben, finde ich bequem und schön. Ich bin einfach auch zu faul, ständig herumzuziehen und mir neue Partner/Freunde/whatever zu suchen, Termine zu koordinieren, allen Bedürfnissen gerecht zu werden und mich mit Eifersüchteleien, Stress, Streit, Zickereien, Zank, Vorwürfen und Tränen zu beschäftigen, wie das oft der Fall ist, je komplexer Konstrukte werden, weil meist doch irgendwer unzufrieden ist und was anderes will, liest man hier auch oft. Ich empfinde eine einzige gute Beziehung, wo mein Partner mir zugleich bester Freund und Liebhaber ist, als ausreichend und sehr entspannt.
w26
 
  • #55
Ich war bisher nur in festen "monogamen" (nicht wirklich verheiratet, nur fest zusammen) Beziehungen und habe das persönlich niemals als Stress empfunden, im Gegenteil.
Meine Gedanken gingen dahin, dass es Menschen, die gerade nicht in einer "idealen" (im Sinne von gesellschaftlich irgendwie gemeinhin gelebt und auch nachgefragt) monogamen ggf. auch langjährigen Beziehung sind, von diesem Ideal gestresst sind; ich verstehe auch, dass es nicht selbstverständlich ist, sich das vorzustellen, wenn man eben das gesellschaftlich akzeptierte Ideal lebt – ein Stück weit ist dieses Ideal ja auch priveligiert, manche würden sagen sogar zu viel priveligiert.

Doch ich würde schon sagen, es kann da ein sozialer Druck sein, manchmal vor allem von der eigenen Familie vielleicht, oder vom Umfeld, das eben in monogamen Beziehungen ist, manchmal macht man sich den auch selbst, klar.

Monogame romantische Beziehungen waren/sind omnipräsent, sie bilden auch oft moralisch den Maßstab, gar nicht mal nur, was andere Beziehungsmodelle angeht, aber auch was Langzeisingles angeht. Überhaupt diese Kategorisierung nach der Partnerschaftlichkeit, als wären "Singles" irgendwie sozialbeziehungslos, nun ja. So kommt es mir jedenfalls vor, auch hier im Forum, vielleicht ist das einfach die Mischung der Leute hier, aber ich finde es schon bemerkenswert, wie sehr und oft hier in Richtung einer oder aus einer "monogamen" Bindung argumentiert wird und es steckt auch viel Wertung drin (verständlich, wenn man z. B. bestimmte Konstellationen wie eine Affäre o. Ä. nicht selbst erleben möchte, klar).

Mir geht es da einfach irgendwie anders mit den Beziehungsentwürfen ;-)
 
  • #56
Doch ich würde schon sagen, es kann da ein sozialer Druck sein, manchmal vor allem von der eigenen Familie vielleicht, oder vom Umfeld, das eben in monogamen Beziehungen ist, manchmal macht man sich den auch selbst, klar.
Dann mach dich mal frei von diesen Erwartungshaltungen, denen du dich nicht unterordnen willst, und leb einfach so, wie du willst.

Wo ist das Problem? Du bist erwachsen und keine Rechenschaft schuldig über dein Leben, solange du niemandem schadest.
 
  • #57
Du bist erwachsen und keine Rechenschaft schuldig über dein Leben, solange du niemandem schadest.
Das ist der Punkt.
Warum sind sich überlagernde "Beziehungen" oft so negativ besetzt? Ist es nicht eher normal, z. B. während einer Krisenzeit andere Personen kennen (und vielleicht auch lieben) zu lernen?
Das kann passieren und ist eventuell auch normal, aber Derjenige, der zwischen 2 Frauen steht, beide haben will, sich nicht entscheiden möchte und darüber nachdenkt, ob nicht auch eine Dreiecksbeziehung funktionieren könnte, hat ja auch leicht reden.

Was ist mit den 2 Frauen und ihren Gefühlen? Kein Schmerz, keine Eifersucht, keine Verlustangst? Möchten die sich denn einen Mann teilen? Klar stellt er sich alles easy vor, wie leicht und locker es doch für ihn wäre, einfach Beide haben zu können. Und der Gedanke, sich monogam entscheiden zu sollen, stresst ihn.

Die Erwartung, sich besser auf einen Partner festzulegen, hat aber in erster Linie etwas damit zu tun, die anderen nicht zu verletzen. Mit Rücksicht und Empathie. Nicht (nur) weil es der Norm entspricht.

So easy scheinen polyamoröse und offene Beziehungen letztlich doch nicht zu laufen, wie sich das die Beteiligten anfangs vorgestellt haben. Irgendeiner ist am Ende doch der/die Dumme, das 5. Rad am Wagen und wird verletzt. Eifersucht ist sehr menschlich und lässt sich nicht wegwünschen. Wie die männliche (Ur?-) Angst vor dem Kuckuckskind.

In Südafrika ist aktuell eine spannende Debatte über Gleichberechtigung entbrannt: Mehrere Ehefrauen für Männer waren bisher die Norm. Wieso nicht mehrere Ehemänner für eine Frau? Ein Sturm der Entrüstung unter Männern 😂 Jaja, die zweierlei Maß...

W36
 
  • #58
Hi, schön, dass du deinen Weg zu uns ins Forum gefunden hast und mitdiskutierst! Verschiedene Ansichten bereichern uns hier immer und es ist spannend, wenn kontrovers diskutiert werden kann. Man merkt deutlich, dass dich dieses Thema wegen deiner eigenen aktuellen Situation gerade sehr beschäftigt.
Ich habe hier vor Jahren auch immer mal wieder gegen die Anhängerinnen der totale bzw. seriellen Monogamie argumentiert.
Ich habe es mittlerweile aufgegeben. Ab und zu kommt noch ein kleiner Hinweis und das war es. Ich bin halt kein Don Quichotte und mehrmals gegen die gleiche Wand zu laufen ist auch nicht besonders schlau. Bei den Alt-Foristen hier habe ich schon den Ruf eines ständigen Fremdgängers.
Auf Grund dieser Erfahrungen weiss ich nun, im Gegensatz zu @Inanna dass andere Meinungen zum Thema Monogamie hier in diesem Forum gerne runtergemacht werden.
Daher halte ich es für naja, seltsam, alles auf die gesellschaftlichen Normen zu schieben. Andersrum wird ein Schuh draus: die kommen irgendwoher, weil da was dahintersteht vom Genpool weitergeben.
Also Monogamie ist mit Sicherheit nicht genetisch festgelegt!
Auch wenn etwas eine feste gesellschaftliche Norm ist, sich die Menschen zu 99,999% einig sind, so wir dies nie in den Genpool gelangen. Du sollst nicht töten wäre so eine Norm.
Ein Großteil unseres gesellschaftlichen baut nun mal auf monogame Paarbeziehungen auf.
Nicht in einer monogamen Paarbeziehung zu leben macht einen immer noch in großen Teilen der Gesellschaft zum Außenseiter.
Man kann anders leben, muss dann aber auch akzeptieren das man von vielen Menschen abgelehnt wird
 
  • #59
Ich habe hier vor Jahren auch immer mal wieder gegen die Anhängerinnen der totale bzw. seriellen Monogamie argumentiert.
Ich habe es mittlerweile aufgegeben.
Wenn Du nicht mit zweierlei Maß misst, sondern kein Problem damit hättest, wenn deine Partnerin andere Männer neben dir hat, dann ist das für mich kein Problem.

Was mich bei dem Thema stört, sind Eifersucht und besitzergreifendes Verhalten von Männern, die absolute Treue von ihrer Freundin einfordern, das für sich selbst aber nicht so ernst sehen. Das stört mich (persönliche Erfahrung). Also entweder oder, siehe Südafrika.

W36
 
  • #60
Also Monogamie ist mit Sicherheit nicht genetisch festgelegt
Doch. Mit Fremdgehen. Aber keine offene Beziehung, sobald Männer die Kinder mit aufziehen in Paarkonstellationen. In kleinen überschaubaren Gruppen, wo alle eng miteinander sind, nochmal anders, obwohl da oft nur das dominante Männchen sich fortpflanzt. Biologisch begründbar. Es würde sich nicht lohnen, so viel Arbeit reinzustecken, wenn es nicht die eigenen Gene sind. Und Weibchen wollen nicht, dass der Mann eben dann nicht hilft. Ist wie bei Kohlmeisen. Gruß vom einer Biologin. Das heißt nicht, dass das die ideale Lebensweise ist, denn das ist natürlich emotional verletzend, aber es ist der Grund, warum die meisten Menschen eifersüchtig sind. Das ist instinktiv. Daher wird offene Beziehung nicht die Rettung für alle sein, was du immer predigst.
 
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