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Gast

  • #1

Aus welchen Gründen trennen sich Alleinerziehende von ihrem Partner?

Mich würde interessieren aus welchen konkreten Gründen sich Alleinerziehende vor oder nach der Geburt des Kindes von ihrem Partner trennen. Wenn sich Menschen in einer Partnerschaft entschliessen ein Kind zu bekommen, plant man im Regelfall mit dem Partner. Was führt dann aber dennoch dazu, dass es zur Trennung kommt?
 
  • #2
Ja, da interessieren mich auch konkrete Fallbeispiele. Vorab ist doch aber klar, dass es mehrere grobe Grundmuster gbt:

a) Ein glückliches Paar entscheidet sich für ein Kind -- und dann scheitert die Beziehung an irgendwas. Kinder krempeln nun einmal die Verhältnisse einer Partnerschaft extrem stark um und belasten sie dadurch oft. Beispiel für konkrete Gründe und die damit verbundenen Empfindungen werden wir hoffentlich zu hören bekommen.

b) Ein stabiles Paar bekommt ungewollt ein Kind... ähnlich wie a), aber doch mit einem entscheidenden Unterschied, insbesondere im Vergleich zur einseitigen Fragestellung. Leider sind eben längst nicht alle Kinder Wunschkinder. Verhütung ist längst nicht so sicher wie man laienhaft annehmen könnte.

c) Eine Frau wird aufgrund eines ONS, einer Affäre oder sehr früh in der Kennenlernphase UNGEWOLLT schwanger und da die beiden gar nicht erst ein richtiges Paar waren, werden sie dann auch oft keines. Hier liegt also eigentlich keine Trennung vor, sondern ein reiner Unfall.

d) Eine Frau lässt sich absichtlich von einem Mann im Rahmen eines ONS oder einer Affäre schwängern und möchte das Kind alleine aufziehen, aber gut versorgt sein. Leider längst nicht so selten, wie man hoffen würde. Irgendwann bekommt sie dann doch das Gefühl, dass ein Partner schön wäre...

Gerade bezüglich a) sind die häufigsten Gründe wohl einfach die stark veränderten Lebensumstände mit Kind, verändertes Freizeitverhalten, Anspruchsdenken, Finanzen, Karriere vs. Familie, allgemeine Unzufriedenheit der beiden Partner. Gerade hier müsste aber eigentlich eben "wie in guten so in schlechten Zeiten" greifen und die beiden Partner mal die Zähne zusammenbeißen und da durch. Hier geben viele zu schnell auf und leider macht es unser Rechts- und Sozialsystem den Beteiligten auch extrem leicht, einfach aufzugeben.
 
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Gast

  • #3
Frederikes Punkt a) dürfte der Hauptgrund sein. Die Umstellung auf ein Leben mit Kind ist nicht einfach. Schon bei kleinen Problemen ist die Scheidung dann oft die naheliegende Option. Für Frauen (von denen die Scheidungen meistens ausgehen) ist klar, dass das Kind bei ihnen bleibt. Falls sie verheiratet waren, werden sie finanziell auch noch weich fallen. Auf den ersten Blick ist eine Scheidung da schon attraktiv.

Nachteil ist natürlich, dass die Umstellung auf ein Leben mit Kind auch nicht einfacher wird, wenn man alleine ist.

Als Mann habe ich den Eindruck, dass die Monate nach einer Geburt für viele Frauen auch mit einer wirklich heftigen psychischen Belastung verbunden sind. Da mag die Hormonumstellung eine Rolle spielen, oder auch die Änderung des Lebensstiels. Vorher wurde die Frau bewundert, wenn sie geschickt eine Konferenz geleitet hat. Danach wischt sie nur noch den Babypopo ab und erhält keine Anerkennung. Da mag es schon vorkommen, dass eine Frau aus Frust ihren Mann in die Wüste schickt (lange gehegter Kinderwunsch hin oder her).

Ich weiß auch von einem Fall, wo die Frau schwere postnatale Depressionen bekam und sich deswegen scheiden ließ. Das Familienrecht legt da niemandem Hürden in den Weg. Danach stand sie aber mit ihrer angegriffenen Gesundheit alleine da. Natürlich auch nicht schön.

m (45)
 
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Gast

  • #4
Alleinerziehende können sich nicht von einem Partner trenne, weil Alleinerziehende allein sind und keinen Mann an ihrer Seite haben und erst recht keinen PARTNER. Das dazu :).

Die FS meint, warum Mütter sich kurz vor oder nach der Geburt vom Kindesvater sich trennen und dann zu Alleinerziehenden werden?

Ich habe mich 1 1/2 Jahre nach der Geburt, innerhalb von 14 Tagen, meine Sachen gepackt, mein Kind genommen, war vorher bei den Behörden, die haben mir geholfen eine super Wohnung zu finden, weil der Kindesvater sich um uns nicht gekümmert hat. Ich hielt es emotional nicht mehr aus, dachte, lieber jetzt weg, eh mein Kind noch Schaden nimmt. Erst hinterher erfuhr ich, dass es viele Männer nach der Geburt nicht schaffen, die Rolle von Mann und Vater, die Belastungen, die Umstellung, nach der Geburt eines Kindes vernünftig mit der Frau zu besprechen und ihr Verhalten auch anzupassen bzw. gemeinsam mit der Frau, die Beziehung neu zu gestalten.

Erst hinterher, nach der Trennung, wurde mir durch eine Therapie klar, welche Auswirkungen die eigene Kindheit meines Kindesvater auf unsere Beziehung hatte, die so oder so zum scheitern verurteilt war. Leider. Er ist kein schlechter Mensch, er ist fleissig, zuverlässig etc., aber genau das Gegenteil von mir, hat heute eine Freundin, die über 20zig Jahre jünger als er ist und ein graues Mäusschen ist, aber super zu ihm passt.

Ich denke, dass ich ihn damals so attraktiv fand, lag an meinen Hormonen, die gute Gene für mein Kind suchten :). Gegensätze ziehn sich an ...., aber für die Dauer reicht es halt nicht.

Ich habe in den letzten 15 Jahren viele AE-Mütter kennengelernt und es waren oft die gleichen Gründen, warum diese Mütter sich getrennt habe. Alle waren übrigens sehr gut qualifiziert und haben relativ schnell den Einstieg ins Berufsleben wieder geschafft. Meistens war es mangelnde Unterstützung und Verständnis des Kindesvater in dem ersten Lebensjahr, denn die hormonelle und psychische Belastung der Mutter nach der Geburt ist schon enorm. Wenn Frau dann noch einen Mann an ihrer Seite hat, der sich zurück gesetzt fühlt, wie ein kleines Kind reagiert etc., dann fängt es sehr schnell an zu krieseln und dann kann es passieren, dass es der Frau zu viel wird und sie die Belastung "los werden" will. Wenn Frau es sich leisten kann, beruflich und finanziell, dann macht sie es auch schnell.

Ich habe keine einzige AE-Mama kennengelernt, die es später bereut hat. Auch ich habe es nie bereut, mich vom Kindesvater zu trennen, aber seid Jahren habe ich meinen Frieden mit ihm gemacht und danke ihm innerlich immer wieder für das beste Geschenk, mein Kind, was er mir gemacht hat.

[Mod.= unsachliche Bemerkung gelöscht.]
 
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  • #5
Ich vermute als Grund die prä- und postnatale Depression, weniger sachliche Gründe.
Nun kann jeder mal probieren, ob er so einfach mit einem Menschen zusammenleben kann, der unter dieser Krankheit leidet, oder sich die Leidensgeschichten von Angehörigen im Netz durchlesen.
Depression ist nicht nur passive Traurigkeit sondern auch viel Aggression.
 
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  • #6
@3
Und wie immer hat nur der Kindesvater den Anteil am Scheitern der Beziehung!
Klar, würde ich mir auch einreden, ist ja auch bequemer, als den eigenen Anteil sich eingestehen zu müssen....
 
  • #7
Fehlt noch Punkt e) zum 1. posting: Man stellt fest, dass die Beziehung doch nicht "das Gelbe vom Ei" war bzs.oftmals ändern sich auch Beziehungen nach der Geburt eines Kindes und man stellt fest, dass die ganze Sache nicht so funktioniert, wie es sein sollte...
 
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Gast

  • #8
wie oft geht die trennung in solchen situationen von der frau aus?

wenn ein mann ein kind will, hat er sich das überlegt, und steht auch dazu.

schade, dass viele leute erst eine therapie brauchen, um mit dem offensichtlichen klarzukommen.

viele frauen suchen sich den falschen raus, oder sind nachher überfordert. blöderweise zerstört dies die familie, und auch die situation, in die das kind hineinwächst. kinder haben ein recht, und brauchen auch mutter und vater.kinder von alleinerziehenden haben mehr probleme im leben als normale kinder.
 
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Gast

  • #9
In der Schwangerschaft und den Monaten danach ist die Frau sehr mit sich und dem Kind beschäftigt. Das Kind nimmt seinen Platz ein , die Frau ist nicht mehr immer verfügbar und auch nicht bereit für ihren Mann. Wenn ein Mann diese Zeit mit ihr geniessen kann festigt es die Beziehung, wenn nicht strandet sie.
 
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Gast

  • #10
@ Nr. 3, hier die Nr. 2

Ohne polemisch sein zu wollen, lese ich aus Deinem Posting schon ein ordentliches Maß an Egoismus heraus.

Du hast Deinem Kind den Vater weggenommen. Der arme Mann konnte sein eigenes Kind nicht aufwachsen sehen. Sicherlich hast Du aber den ganzen Unterhalt kassiert, der Dir von Rechts wegen zusteht. Und das hältst Du offenbar alles für einen klugen Schachzug.

Wie kommt es nur, dass sich die jungen Frauen mit Kinderwunsch so schwer tun, einen Mann zu finden, der Vater werden möchte?

m (45)
 
  • #11
#2
ich muß dir ein paar Illusionen nehmen - unabhängig ob verheiratet oder ledig!, der Kindsvater trägt lebenslang für das Kind (finanzielle) Verantwortung und ist der Mutter gegenüber drei Jahre unterhaltsverpflichtet.

#9
So gesehen "muß" heute keine Frau mehr heiraten um ein Kind zu bekommen.

Ich selbst denke, daß eine Frau mit Kind eher die Notbremse = Trennung zieht weil sie ja nicht nur für sich selbst, sondern auch für ein Kind verantwortlich ist.
 
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Gast

  • #12
Wer sich direkt vor oder nach der Geburt trennt, den kann auch ich nicht verstehen. Denn dass es eine Umstellung ist, wenn ein Kind das Paarleben bereichert, dürfte jedem klar sein. Für mich ein Indiz, dass das Kind Mittel zum Zweck (Mann an sich binden oder Krise bewältigen oder Uhr tickt, egal wie der Kerl tickt, noch nicht lange zusammen) ist oder die Frauen auch die Schwierigkeiten der Männer unterschätzen, dass auch für sie sich vieles ändert. Vielleicht nicht gerade im täglichen Zeitablauf, aber nun plötzlich für 3 Menschen die (finanzielle) Verantwortung tragen und auch nächtl. Aufstehen, der geänderte Tagesablauf grundsätzlich sind schon Veränderungen, die Mann erstmal lernen muss. Zudem kann er sich nur bedingt auf das Kind einstellen, da er es nicht austrägt. Die meisten Trennungen dürften hier von den Frauen ausgehen, weil sie ja leider noch immer finanziell weich fallen. Den Männer die Kinder dann so vorzuenthalten ist sträflich und sollte mit Abzug beim Kindsunterhalt bestraft werden.
 
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Gast

  • #13
Ich habe mich innerlich verabschiedet, als mein zweites Kind ein halbes Jahr alt war.

Mein Ex war massiv überfordert mit der Situation, dass er vorläufig der Versorger war, obwohl wir finanziell blendend zu Recht gekommen sind. Er war der Meinung, dass ich mit einem astmakranken zweijährigen Kind+ Baby gefälligst arbeiten solle, eine faule Socke sei und zudem völlig verblödet. Zwei Tage später schlug er mir dann eine Führungsposition vor, auf die ich mich dann bewerben solle. An allen, absolut allen Problemen war ich schuld, er konnte einen halbstündigen Heimweg am Abend nicht bewältigen und suchte sich in der Nähe seines Büros ein Zimmer- zu dem Zeitpunkt dann schon zu meiner Erleichterung. Es war keine andere Frau, das kam erst später, es waren massive psychische Probleme, vor denen er in Arbeit und gleichzeitig exponierte politische Karriere flüchtete.

Ich konnte mich wegen seiner Aggressionen räumlich länger nicht eindeutig trennen, aber der innerliche Abschied war unendlich wichtig- ab diesem Zeitpunkt fragte ich ihn NIE mehr um Unterstützung mit den Kindern.

Ich habe jahrelang versucht, wenigstens den Kindern den Vater zu retten, wenn ich schon den Mann verloren hatte- habe ihm die Kinder hinterhergefahren- leider vergeblich.
 
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  • #14
Mein Freund ist kurz vor der Geburt fremdgegangen, was mich so verletzt hat, dass ich kein Vertrauen mehr zu ihm haben konnte (obwohl es ich versucht habe). Jetzt bin ich alleinerziehend.
 
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  • #15
Ich habe mich noch während der Schwangerschaft vom Vater meiner Tochter getrennt (nach 14 Jahren Zusammenleben). Die Schwangerschaft kam trotz Verhütung zu Stande, er wollte keine Kinder und ich wollte nicht abtreiben, also waren unsere Lebensziele nicht mehr kompatibel. Ich habe nie von ihm Unterhalt gefordert und immer gearbeitet.

Zu meinem Erstaunen, wollte er das Baby nach der Geburt dann trotzdem sehen... und anscheinend war es Liebe auf den ersten Blick, denn nun ist er ein wundervoller und zuverlässiger Vater, der seinen Teil an Betreuung/Erziehung wahrnimmt und wir haben eine freundschaftliche, entspannte Beziehung. Er sowie ich haben neue Partner und die Tochter kommt in den Genuss der "besten Schwiegermutter und des besten Schwiegervaters der Welt" (ihre eigene Aussage).

Meiner Meinung nach sind die Gründe, die zur Trennung führen, oft gleich wie bei Paaren ohne Kinder, sie werden aber durch Kinder akzentuiert und die Trennung wird beschleunigt.
 
  • #16
@#12
warum betonst du so, dass das kind asthma hatte und 2.5 jahre alt war?
sind das gründe. nicht zu arbeiten?
ich kann den zusammenhang nicht sehen.
 
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  • #17
zu #11

Recht gebe ich dir, dass es nicht gut ist, dass Frau sich vor der Geburt oder nach der Geburt von dem Kindesvater trennt. Aber keine Frau macht das aus Spass und mit Lust und Laune.

Recht gebe ich dir, dass Frauen bei Männer geduldig sein müssen, und er für einige Zeit die finanzielle Last tragen muss. Aber die meisten Männer wollen das doch auch, ansonsten hätten sie sich für ein Kind und Vater zu werden nicht entschieden.

Fakt ist aber, dass Frau durch die Geburt einiges leisten musste, unter Hormonumstellungen leiden muss und dann muss der Mann/Vater seine Frau unterstützen und sie auffangen und nicht umgekehrt. Dann muss Mann nicht fremdgehen oder ins Bordell gehen, weil Frau ihm halt erstmal nicht den tollen Sex mit tollem schlanken Körper bieten kann, sondern einfach nur froh ist, wenn sie erstmal den Tagesablauf halbwegs hinbekommt.

Der Mann hat doch im Gegensatz zur Frau den Kopf frei für das Dazulernen. Jetzt von der Frau zu erwarten, dass sie doch gefälligst im Zeit zum lernen geben soll, klingt für mich doch etwas pupertär. Was soll den Frau noch alles können/sollen?

Es gibt viele Frauen, die sich trennen, und danach finanziell nicht weich fallen, sondern auf H4-Nivau leben. Aber lieber H4-Nivau, als einen Mann an der Seite, der nur an sich denkt und meint, das es aussreicht, das er das Geld nach Hause bringt.

Recht gebe ich dir, dass es nicht in Ordnung ist, nach einer Trennung, dem Vater das Kind vorzuenthalten. Aber hast du selber nicht gechrieben, dass es für Männer nicht einfach ist, sich auf das Kind einzustellen und das sie das nur bedingt können? Kannst du jetzt verstehen, dass manche Frauen da ihre Zweifel haben, dem Vater das gemeinsame Kind anzuvertrauen, wenn der Vater sich während der Schwangerschaft und nach der Geburt sich nicht viel um Mutter und Kind gekümmert hat?

Überzeugt bin ich, dass es auch viele Männer gibt, denen es sehr gut gelingt, die Umstellung nach der Geburt des Kindes zu schaffen.
 
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Gast

  • #18
zu #15

Lies bitte richtig!

Die Frau hatte zu dem Zeitpunkt 2 Kinder, das 1. Kind war 2 Jahre alt und das 2. Kind war ein halbes Jahr alt, also noch ein Baby. Damit war die Mutter voll noch im Erziehungsurlaub bzw. in der Erziehungszeit. Asthma ist für ein Kleinkind eine nicht zu unterschätzende Krankheit. Ich finde auch, das eine Frau mit 2 Kleinkindern unter 3 Jahren nicht unbedingt arbeiten gehen sollte, erst recht nicht, wenn ein Kind Astma hat. Dazu hatte der Kindesvater noch starke psychische Probleme ... ich kann die Frau voll verstehen.

Ist dir jetzt alles klar?

Würdest du deine Frau arbeiten gehen "schicken", wenn ihr zwei solch kleine Kinder hättet und auch voll berufstätig wärst und dazu psychische Probleme hättest?

w 47
 
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Gast

  • #19
@16: Danke für das viele Recht, das du mir gibst. Ich denke jeder Vater hat die Chance verdient, mit seinem Kind klarkommen zu wollen und zu dürfen. Daher mein Statement pro Vater. Auch, weil Kinder ihren Vater brauchen!

Ich selbst habe mich vom Kindsvater getrennt, da war mein Kind 6 Jahre alt - weil der Kindsvater und ich unterschiedliche Lebenszielpläne hatte. Das war vorher nicht so - gemeinsames Haus, gemeinsames Kind - und ich wollte dann weiter und er war mit dem Erreichten glücklich und blieb stehen. Das funktioniert auf Dauer auch nicht, selbst wenn der Vater sich ums Kind kümmert. Heute habe ich einen Partner, der ebenso neugierig auf die Welt und aufs Leben ist und mein Exmann hat eine Partnerin, die sich im hier und jetzt und ohne Zukunftspläne wohl fühlt - wie er auch - nur ruhestandsfixiert und standortfixiert. Unser Kind pendelt zwischen diesen beiden Lebensentwürfen und Zielsetzungen hin und her und hat Mama und Papa nebst neuen Partnern zur Verfügung. Nur weil ich als Frau mit dem Mann nicht mehr klar komme, habe ich nicht das Recht das Kind dem Vater vorzuenthalten. Selbst dann nicht, wenn er ggf. das Kind anders (deswegen nicht unbedingt schlechter) versorgt, anders kocht oder andere Aktivitäten mit ihm unternimmt als ich. Dazu ist ER eine eigene Persönlichkeit mit eigenem Willen. Und das soll das Kind kennenlernen und davon lernen. Immerhin ist ER der Vater.
 
  • #20
#15 MadMax

der Kommenar kam nicht von mir, aber ein 2 1/2-jähriges Kind das Asthma hat schränkt die Arbeitsmöglichkeit der Mutter (oder des Vaters) sehr ein (eigene Erfahrung).

Oft ist Asthma mit Neurodermitis gekoppelt und Kinder die darunter leiden schlafen nahezu keine Nacht durch. Ich weiß nicht, ob du von einer Ärztin poeriert werden möchtest, die seit 2 1/2 Jahren unter einem großen Schlafdefizit leidet....

Überhaupt empfinde ich es als lächerlich, Berufstätigkeit von Müttern mit Kleinkind(ern) einzufordern. Wenn´s geht ist es nicht zuletzt für die Mütter wunderbar (jeder Job ist erholsamer als 24 stunden täglich Kinderbetreuung), wenn´s zusätzlichen Streß bedeutet ist es besser, es zu lassen.
Bei uns auf dem Land z.B. versteht man unter erweiterten Öffnungszeiten des Kindergartens (ab 3 Jahren!!!) 8 bis 14 Uhr. mehr als ein Halbtags-Vormittagsjob ist da nicht drin. Dazu kommt, daß Kleinkinder wenn sie in den Kiga kommen innerhalb des ersten jahres so ziemlich alle Kinderkrankheiten bekommen, die es auf dieser Welt gibt - vielleicht bist/wärest du ja die wunderbare Ausnahme, aber im Allgemeinen stößt es auf minimale begeisterung beim Arbeitgeber wenn man alle 4 Wochen für 1 Woche ausfällt.
Übrigens ein Problem das Müttern von asthmakranken Kindern dauernd haben. Kein kiga oder sonstige Betreuungsperson kann und wird die Verantwortung für ein kind das einen akuten Asthmaanfall hat, tragen wollen und können. Und für mich hätte es keinen Job der Welt gegeben, der mir so wichtig gewesen wäre, daß ich mein Kind, das unter Todesängsten leidet, alleine oder bei jemand anderem gelassen hätte.
 
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  • #21
An alle Frauen, die sich schwer tun, einen Partner zu finden, der mit ihnen ein Kind zeugen will:

Lest #3 aufmerksam durch und lernt daraus,...

a. ...wie man es nicht macht
b. ...warum viele Männer bei diesem Thema sehr vorsichtig sind

unfassbar...

m38
 
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  • #22
@7 <MOD> Ich arbeite in einer Beratungsstelle und mußte gerade jüngst (wieder mal) erfahren, dass ein Mann eine Frau bekniet hatte, um ein Kind zu bekommen - das Kind war da und der Mann weg. Seine eigene Aussage: 'Ich hätte mir nicht vorgestellt, dass sich durch ein Kind soviel ändert.'

Diese (Ver)Änderung einer Beziehung durch ein Kind, die für beide Beteiligte eine Belastung darstellt, bringt Dinge zum Vorschein, die so vorher nicht sichtbar waren. Davor sind auch Paare, die sich vorher lange kannten nicht unbedingt sicher.
 
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Gast

  • #23
Ich kenne in meinem Bekanntenkreis zwei Frauen, die jeweils ein Kind von ihren Männer bekommen hatten, weil die Männer so gern ein Kind haben wollten und wirklich Druck gemacht haben. Als es dann in der Beziehung später als das Kind da war Schwierigkeiten gab trennte sich die Paare. Die Männer haben dann keine Alimente mehr gezahlt und die beiden Frauen hatten jahreslang Dauerärger mit dem Einklagen des Kindesunterhalts.
 
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Gast

  • #24
Bei uns: Kinderwunsch wurde nach langen 5 Jahren unter ärztl. Behandlung endlich erfüllt. Das Kind war 9 Monate alt und der Mann ging das erste Mal fremd, ich konnte davon nichts mitbekommen. Gleichzeitig sprachen wir über ein zweites Kind und wollten schnell mit der Planung anfangen, da es ja wieder länger dauern kann. Kurz nachdem unser erstes Kind 1 Jahr alt wurde, wurde ich wieder schwanger. Es war eine Riesenfreude bis zur 17. SSW. Da eröffnete er mir, dass er sich scheiden lassen wird. Eine andere Frau war im Spiel.

Seine Aussage dazu: Durch die Kinder wurde ihm bewußt, dass diese Beziehung endgültig ist. Es war ihm wichtiger, noch mal zu jagen und bewundert zu werden.

Ich glaube nicht, dass vorwiegend Frauen sich trennen. Ich kenne viele AE Mütter, da haben sich immer die Väter getrennt, meist bevor die Kinder 1 Jahr wurden.

Meine Meinung: *Einige* Männer wollen unbedingt Kinder, sind aber nicht darauf vorbereitet und wollen die Änderungen in der Lebensweise nicht annehmen. Das führt dann natürlich früher oder später zum Bruch.

Ich hab mir mein Leben auch anders vorgestellt, musste es aber so hinnehmen. Mich hat lange die Frage beschäftigt, ob ich das zweite Kind noch bekommen hätte, wenn er mich vor der 12. SSW informiert hätte. Darauf gibt es keine Antwort, heute gebe ich mein Kind für kein Geld der Welt mehr her. Die Frage aber bleibt, mit einem Kind wäre es ungleich einfacher geworden.

Ich bewundere jedes Paar mit Baby, das durchhält und gemeinschaftlich daran wächst.

w,35
 
  • #25
Ich gehöre zugegebenermaßen zu denjenigen, auf die Punkt c) aus Frederikas Auflistung zutrifft: Schwangerschaft in der Kennlernphase.

KEINE Frau trennt sich grundlos kurz vor oder nach der Geburt vom Vater des Kindes. Dies ist die Zeit, wo eine Frau am dünnhäutigsten ist, wo alles anders wird, viele Umbrüche bevorstehen, es Arbeit ohne Ende gibt. Man wäre doch wahnsinnig, wenn man dies nicht lieber auf zwei Schultern verteilen würde. Nicht umsonst sind ist der Status Alleinerziehend der größte Armutsfaktor in Deutschland.

Wenn allerdings eine Frau zunehmend das Gefühl bekommt, daß sie nicht nur ein Kind, sondern zwei hat (nämlich ein männliches großes noch dazu), das versorgt, betüdelt und bei dem an alles gedacht werden muß, dann kann es für eine Frau schnell zu viel werden. Es soll Männer geben, die lassen es in dieser Lebensphase doch sehr an geistiger Reife und Standfestigkeit fehlen. Wenn diese Frau dann trotz Baby allein die finanzielle Verantwortung trägt und sich nach Wochen bereits stundenweise wieder auf Arbeit schleppt um nicht ihre Firma zusammenbrechen zu sehen und sich selbst auf H4 landen zu sehen... tja, dann wird sie halt alleinerziehend.

Ich habe ein gutes freundschaftliches Verhältnis zum Vater meines Kindes. Er hat die ersten zweieinhalb Jahre keinen Pfennig gezahlt.
 
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  • #26
zu #20

Lies bitte die Berichte aller Frauen hier durch, die verlassen worden sind, lies bitte den Bericht von #21, #22 und #23 durch und lerne daraus, bzw. gib es an andere Männer weiter, wie MANN es nicht machen sollte.

Es gibt mehr Frauen, die verlassen worden sind, als Frauen, die aus "Lust und Laune" und ohne Grund den armen Mann verlassen hat, um ihn weh zu tun und ihm sein Kind vorzuenthalten.
 
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  • #27
zu #23

Männer reagieren dann so unreif auf das nun tatsächlich vorhandene Kind, weil ein Teil ihrer Persönlichkeit selber noch auf kindlichem Niveau geblieben ist. So sind m.E. 80% aller Männer.

Logisch, Männer wollen einen "Ferrari", sie arbeiten dafür, sie sparen dafür, es ist ihr größter Traum, sie definieren sich darüber, so potent zu sein, aber...... wenn sie dann den "Ferrari" haben wachen sie auf und merken wieviel Arbeit, Geld, Zeit und Nerven es kostet, dauerhaft so ein "Auto" zu unterhaltenm zu pflegen und damit zu leben. Da das anstrengend ist, stossen sie den "Ferrari" dann lieber ab.
 
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Gast

  • #28
zu #27

als Ergänzung...

... wenn die Männer den "Ferrari" dann "abgestossen" haben, stellen sie sich als Opfer hin und erzählen Gott und der Welt, dass Frau IHN ja verlassen hat und ihm das Kind auch noch vorenthält, dabei wäre er ein doch so guter Vater ...... und ER es jetzt nicht einsieht, auch noch Unterhalt zahlen zu müssen und schwupp die wupp ist er, wenn er clevr ist, aus der Geschichte raus.

Man kann auch in Deutschland einfach so "verschwinden" und trotzdem seine Krankenversicherung etc. haben und nicht auf der Strasse leben.
 
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Gast

  • #29
@27: bitte mal nähere Details, wie das geht! Es schreiben immer so viele Frauen, die Männer stehlen sich aus der Verantwortung und dem Zahlen müssen heraus - ich sehe da keinerlei Möglichkeiten - auch nicht als Selbständiger!
 
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  • #30
Ich finde auch, dass keine Frau sich ohne Grund vom Kindsvater trennt. Es gibt immer Probleme. Bei meinem Ex-Mann war es Überforderung ein Kind zu haben, später zwei - arbeiten zu gehen und danach noch mit den Kindern etwas zu machen. Also ging er an den Computer, flüchtete sich in seine Welt und hat eine andere Frau kennen gelernt, seine spätere Affäre. Und ja, auch hier stimmt, ich als Frau habe mich von ihm getrennt, aber soll Frau sich ein Fremdgehen gefallen lassen? Ich glaube, dass genau aus diesem Grunde die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden, weil der Mann fremd ging. Ich kann dieses... oh, die bösen Frauen, schließlich gehen von denen die meisten Scheidungen aus... nicht mehr hören.
 
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