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Gast

  • #1

Aus welchen medizinischen Gründen wird der Mann beschnitten?

V.a. interessiert mich, ob es zwangsläufig bei Hodenkrebs der Fall ist? Oder nur von Fall zu Fall? Oder ist bei dieser Krankheit eine Beschneidung irrelevant (kann es mir selbst nicht erklären für diesen Fall, da Hoden betroffen sind, habe es aber gehört)?
 
  • #2
<MOD: Wir weisen darauf hin, dass alle Beiträge Laienmeinungen darstellen. Wenden Sie sich bitte für verlässliche Auskünfte an einen Arzt.>

1. Hodenkrebs erfordert keine Beschneidung. Bei Hodenkrebs wird auch niemals eine Beschneidung durchgeführt. Es besteht kein Zusammenhang zwischen Hodenkrebs und Beschneidung.

2. Die wesentlich Indikation für eine Beschneidung ist die Phimose, also die krankhafte Verengung der Vorhaut, so dass sie nicht zurückgezogen werden kann oder dabei Schmerzen verursacht. In vielen Fällen, in denen man früher routinemäßig bei Phimose beschnitten hat, kann man heute aber sowohl Dehnung als auch Teilbeschneidung oder spezielle Schnittführungen probieren, die den größten Teil der Vorhaut und somit Empfindsamkeit erhalten. Dies kann auch der Patient selbst entscheiden. Phimosen im Kleinkindalter klären sich in der Wachstumsphase sehr oft von alleine; eine Beschneidung im Kindesalter ist nur selten notwendig, wurde früher jedoch fälschlicherweise oft vorgenommen.

3. Entgegen vorallem amerikanischer Medienbeeinflussung gibt es keinerlei hygienische Gründe für eine Beschneidung. Reinigen muss der Mann den Penis so oder so jeden Tag und ein unbeschnittener Penis ist nur dann unhygienischer, wenn er eben nicht regelmäßig und korrekt gewaschen wird. Dies dürfte in Deutschland jedoch immer der Fall sein. Ohne tägliche Reinigung ist auch ein beschnittener Penis unappetitlich und unhygienisch.
 
  • #3
Was Hodenkrebs damit zu tun hat - keine Ahnung.

Mein Sohn wurde mit einem Jahr beschnitten, weil er eine verklebte Vorhaut hatte. Das heißt, die Vorhaut war vorne geschlossen und ließ sich nicht über den Penis zurückschieben. Meines Wissens ist das bei gar nicht so wenigen Babys der Fall, dass sich die Vorhaut wegen Verengung oder Verklebung nicht zurückschieben lässt.

Man wartet normalerweise bis Ende des 2. Lebensjahres ab, ob sich das von alleine öffnet oder verwächst. Nur bei Entzündungen oder Schmerzen wird schon früher operiert. Das war bei meinem Sohn der Fall.
 
  • #4
@fredrika

über hygiene und beschnitten/unbeschnitten, äußerst du dich, dass in deutschland es der fall sein dürfte, dass sich männer jeden tag den penis waschen...

das wage ich ernsthaft zu bezweifeln!
wenn ich mir einige stinker beim sport anschaue, bei denen frage ich mich, wann die sich wohl das letzte mal gewaschen haben...warum sollen die gerade den penis jeden tag waschen?

wenn ich umfragen höre, dass es deutsche gibt, die sich nicht einmal jeden tag die zähne putzen...und sei es einmal...die sollen sich jeden tag den penis waschen?

wenn ich hier im forum lese, ob man sich die unterwäsche täglich wechseln soll, oder ob das nicht nötig wäre...dann muss man sich doch auch den schniedel nicht spülen...gelle;-)

abgesehen davon, finde ich beschnitten schon hygienischer. wenn ich mir vorstelle, ich wasche mich da unten z.b. jeden abend, laufe den ganzen tag rum und muss oft zum pullern...da glaube ich, als beschnittener ist der penis den tag über einiges sauberer, als beim unbeschnittenen.
 
  • #5
@ Madmax

stimme dir bezüglich der besseren Hygiene bei beschnittenem Penis vollkommen zu. Ich hab's gar nicht erst geschrieben, der empörte Aufschrei wird wieder durch die Forumshallen tönen.
 
  • #6
@#3: Natürlich gibt es Hygiene-Schweine -- auch in Deutschland. Allerdings habe ich in meiner Zielgruppe noch keines getroffen und ich kann es mir auch nicht vorstellen, auf eines zu treffen. Zähneputzen und Duschen war nun noch bei jedem selbstverständlich. Ich glaube, auf solche Drecksäue treffe ich gar nicht.

Außerdem beachte bitte die Argumentation: Wenn sich jemand nicht täglich wäscht, wäre mir auch ein beschnittener Penis unappetitlich und weder für Oral- noch Vaginalverkehr sauber genug. Umgekehrt wenn ein Penis täglich gewaschen wird, ist es egal ob beschnitten oder nicht. OK?
 
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Gast

  • #7
Leute, Leute, ihr habt Probleme, und noch ausgerechnet mit Hygiene!

MadMax, bist du eine Frau? Oder wieso hast du keine Ahnung was beim Pullern so abgeht?

Also, lieber MadMax, meine Damen: beim Pullern wird der Penis nicht schmutzig! Beim Pullern kann man auch den letzten Tropfen noch herausdrücken oder schütteln - da tropt nichts nach! Es gibt keinen Grund, ausser Dummheit, warum in der Hose etwas landen sollte. Die Eichel wird beim Pullern auch nicht mit Urin verschmutzt. Da müsste man schon ein Idiot sein und sich auf die Finger pinkeln um sich einzusauen. Erzähl mal MadMax, wast stellst du beim Pullern so alles an, dass du dich danach waschen müsstest?

Der Penis ist eigentlich auch immer sauber, gut verpackt, und gut geschützt gegen Schmutz von aussen. Schmutzig wird ein Penis nur wenn man ihn mit dreckigen Fingern anfasst. Deshalb meine Herren: Hände vor dem Pullern waschen! Nachher auch, ja klar - obwohl es eigentlich keinen Grund gibt warum die Finger dreckig sein sollten. Der Pullermann ist ja immer sauber!

Jeden Tag waschen, da bin ich sehr einverstanden. Der einzige Grund dafür ist aber, dass es einfach appetitlicher ist. Am Morgen nach dem Sex duschen ist auch klar.
 
  • #8
@#7
nö, eine frau bin ich nicht, aber ich habe dieses zipfelchen über der eichel nicht mehr.
zum thema "letzter tropfen":
da heisst es doch, es hilft kein schütteln und kein tropfen, in die hose geht eh der letzte tropfen...
 
  • #9
#7 Geeenauuu der Meinung war ein Exfreund von mir. Thema Oralverkehr war ganz schnell erledigt. Nach mehrmaligem Bitten um mehr Sauberkeit im Intimbereich die Beziehung auch.

Sorry, aber Frau merkt sehr deutlich, wie es um die Hygiene bestellt ist. Der Ausgang der Harnstoffröhre ist nun mal nach dem Pullern naß, und das zieht richtig schön in die Haut rein, wenn nicht gewaschen oder zumindest abgetupft wird. Und wenn dann abends die Unterhose ausgezogen wird, kommt das Düfterl schon entgegen...
 
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Gast

  • #10
Ich habe noch nie mit einer Frau geschlafen, ohne vorher meinen Schwanz zu waschen, ausgiebig Wasser, am besten warm, reicht, wenn man eh täglich duscht und Seife kennt. Habe noch nie Be-
schwerden gehört. Eine Partnerin weiß dann, dass sie ohne Bedenken spontan saugen und lecken kann. Gilt übrigens auch umgekehrt. Ausnahme: ausgedehnter Waldspaziergang und spontaner Sex, dann ist es schön, sich spontan zu versammeln.
Die Beschneidung ist, ausser bei wenigen medizinischen Indikationen, eine Modeerscheinung oder eine kulturelle Tradition, vor allem aber heute eine "Errungenschaft" der Pornoindustrie.
 
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Gast

  • #11
Mal zurück zum Thema^^
Phimose Phimose Phimose, andere Dinge fallen mir nicht ein und aus persönlichen Erfahrungen rate ich frühzeitig einen Arzt auszusuchen und nicht der Hoffnung erliegen, dass sich das Problem von alleine löst.

Eine Diskussion über den letzten Tropfen zu führen, hat mir der Frage wohl weniger zu tun.

LG
Pitter
 
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Gast

  • #12
Hallo Fragesteller,

Beschneidung und Hodenkrebs haben nichts miteinander zu tun, aber zwischen Beschneidung des Mannes und Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) seiner Partnerin gibt es einen Zusammenhang, vielleicht hast du da etwas falsch verstanden.

Wenn ein Mann beschnitten ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er mit HPV-Viren (human papilloma virus) infiziert ist geringer als bei einem unbeschnittenen Mann. Und da HPV-Viren unter anderem Auslöser des Gebärmutterhalskrebses der Frau sind, haben Partnerinnen von beschnittenen Männern seltener diese Erkarndung als Partnerinnen von unbeschnittenen Männern.

w53
 
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Gast

  • #13
Hallo zusammen, es gibt noch einen Grund...
Wenn der Harnweg erneuert werden muß, gibt es zwei Möglichkeiten.

1): Die Vorhaut als Harnwegrekonstruktion.
2): Heute wird die Mundschleimhaut zur rekonstruktion benutzt.

lg
 
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Gast

  • #14
googelt man nach diesem Begriff:
Balanitis
Die Balanitis ist eine rötliche Veränderung der Haut an der Eichel, der Vorhaut oder dem Penisschaft
Die Balanitis ist fast immer heilbar. Je nach Ursache und Intensität der Behandlung kann die Heilung längere Zeit in Anspruch nehmen. In seltenen Fällen muß eine Beschneidung (Entfernung der Vorhaut) vorgenommen werden, um eine Abheilung zu erreichen. Oft werden vor der Behandlung Pilzuntersuchungen, Allergietests und andere Untersuchungen notwendig sein, um die Ursache zu klären.
 
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