• #1

Ausgabenaufteilung in einer Beziehung?

Angeregt durch MadMax Aufteilung von Ausgaben im Verhältnis er Einkommen, möchte ich gerne wissen, wie andere Paare das in früheren Beziehungen TATSÄCHLICH gehalten haben. In welchem Verhältnis habt Ihr Miete und Nebenkosten geteilt? In welchem Verältnis habt Ihr Lebenshaltung und Haushaltskosten geteilt? In welchem Verhältnis habt IhrUrlaub- oder Freizeitkosten geteilt? In welchem Verhältnis habt Ihr Ausgaben für Luxusgüter geteilt?
 
  • #2
Da dies ja keine Meinungsfrage, sondern eine Erfahrungsfrage ist, gebe ich gleich mal meine eigene Antwort dazu:

Ich habe bisher immer alles HÄLFTIG geteilt. Punkt. Das war einfach und konsequent.

Urlaub haben wir so geplant, dass es sich beide leisten konnten, Luxusgüter wurden jeweils von einer Person angeschafft, der sie dann auch bei der Trennung behalten hat; dabei wurde nur auf eine grobe Balance geachtet.

Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum man sich Wohnung oder Haushaltungskosten in irgendeinem anderen Verhältnis teilen sollte, solange beide Partner auch nur ganz grob auf gleicher (finanzieller) Augenhöhe agieren. Details spielen da doch gar keine Rolle. Selbstverständlich hat der Besserverdiener das Recht, mehr Geld sparen zu können, denn das würde er ja ohne Partner auch machen.
 
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  • #3
Zitat: Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum man sich Wohnung oder Haushaltungskosten in irgendeinem anderen Verhältnis teilen sollte, solange beide Partner auch nur ganz grob auf Augenhöhe agieren...........

Wenn du mit Augenhöhe die Finanzelle Ebene meinst, stimme ich dir zu...
Ansonsten, bei finanzellem Ungleichgewicht kann es sehr hinderlich werden, denn der besser Verdienende hat meist höhere Ansprüche an Wohnung, Ort, Urlaub etc. Der jenige, der weiniger verdient, hätte also bös zu kämpfen, um dem gerecht zu werden. WENN schon zB. Wohnung nach seinen Bedürfnissen, dann finde ich Einkommensabhängige Zahlungen gut und richtig, damit für Urlaub etc. auch noch genug Geld nachbleibt. Bei Haushalt, Luxus und Urlaub habe ich die gleiche Ansicht.
 
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  • #4
Unsere Sichtweise: solange wir gleichviel arbeiten, trägt jeder gleichviel zum Leben bei, deswegen gemeinsame Kasse, gemeinsame Ausgaben und keiner bedient sich ungefragt übermäßig.
 
  • #5
@#2: Ja, ich meinte finanzielle Augenhöhe und habe das jetzt in #1 ergänzt. Mich würde einfach interessieren, wie Ihr das WIRKLICH in FRÜHEREN Beziehungen gehandhabt habt.
 
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  • #6
MadMax

die großen ausgaben wie Wohnkosten-miete/eigentum - anschaffungen, urlaube etc werden im verhältnis zum einkommen geteilt.
haushaltskosten werden von dem übernommen, der gerade einkaufen geht, also ca 50/50.
eine verbissene haushaltskasse wäre mir zu umständlich, wurde auch nie praktiziert.
oder man macht das so, der eine zahlt das eine, der andere kümmert sich um die sparrücklage.
im endeffekt rechnet es sich eh wieder auf.

wichtig ist doch eines...das am ende jeder für seine persönlichen ausgaben in etwa die gleichen finanziellen möglichkeiten hat.

ich gehe von einem gehaltsspreat aus, bei dem einer in etwa das bis zum doppelten des anderen verdient.

ich kann mir gar nicht vorstellen, es anders zu machen.
wenn man in einer partnerschaft lebt, bringt jeder seinen teil ein. dann wird gemeinsam gehandelt.

letzten endes profitiert man ja auch von anderen impulsen, die der partner einbringt. emotionaler art, wissen, eigenschaften, die man selbst nicht hat und die sich mit den eigenen zu etwas rundem verbinden.
das finanzielle ist da doch lediglich ein mosaikstein des ganzen.
 
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  • #7
Also WIR hatten immer getrennte Kasse (außer im Urlaub, da gab es 1 Pott). Er zahlte Miete und laufende Kosten, ich den kompletten Haushalt und kleinere Anschaffungen. Wir hatten nie Streit deshalb. Wer Zeitweise mehr hatte, zahlte mehr und der andere weniger und umgekehrt. Gehaltserhöhungen laufen ja nicht immer gleich...Alles gemeinsam haben wir erst zusammengeworfen, nachdem wir geheiratet haben.
 
  • #8
@#5: MadMax, danke, dass Du das hier nochmal erzählt hast. Ich verstehe zwar wirklich nicht, warum Du das so machst, aber originell finde ich es allemal.

Also man sucht sich eine gemeinsame Wohnung aus, die so gewählt wird, dass sie beiden passt. Warum sollte da nicht jeder die Hälfte zahlen? Man geht zusammen essen und zahlt hälftig oder abwechselnd. Warum sollte der Besserverdienende grundsätzlich mehr zahlen? Wir gehen zu zweit ein Eis essen für je 10 Euro und der Besserverdienende zahlt dann 12 und der andere 8 dafür? Wie absurd ist das...

Warum muss der Besserverdienende so hohe anteilige Kosten haben, dass er TROTZDEM er besser verdient, hinterher nur gleichviel sparen kann? Wo liegt der Sinn?

Bezüglich der inneren Werte: Wieso gehst Du davon aus, dass der schlechter verdienende mehr emotionale Werte einbringt? Mehr Wissen oder neue Eigenschaften? Ich würde vermuten, dass hält sich erst einmal die Waage und hat mit dem Geld rein gar nichts zu tun. Diesen Aspekt würde ich daher rein logisch und rational komplett außen vor lassen. Dass Partner voneinander im nichtfinanziellen Sinne profitieren, ist richtig, aber für die finanziellen Aspekte belanglos.
 
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  • #9
@ 7
Weil das für andere Leute vielleicht kleinkariert klingt? Muß man denn wirklich alles gegeneinander aufrechnen und sich deshalb in die Haare kriegen oder unnötig das Leben durch Kleinkrieg erschweren? Ich finde eindeutig, eine gewisse Form von Großzüzigkeit gehört zu jeder Beziehung. Mal zahlt einer mehr, mal der andere...Solange beide zufrieden sind, ist dem was Mad Max schreibt nichts hinzuzufügen. So halte ich es auch. Das Eis würde ich auch noch alleine bezahlen, wenn ich weniger, als er hätte :)
Gruß Erika
 
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  • #10
MadMax

was ist daran so unverständlich?
im grunde genommen ist es das modell "gemeinsame kasse".
die einkommen werden quasi zusammengeworfen, die laufenden kosten/rücklagen werden beglichen und jeder hat sein geld für persönliche ausgaben.

anderenfalls wäre es doch für den schlechter verdienenden ein blödes gefühl, wenn er immer rechnen muss und der andere schöpft aus dem vollen. oder noch besser, tritt vielleicht auch noch gönnerhaft auf, nach dem motto, hier hast du was, kauf es dir man...

gerade die, von die dargestellte situation, der eine zahlt 12€, der andere nur 10€ entsteht nicht!

wenn ich mit einer frau zusammen lebe, ist es für mich wie verheiratet sein. schliesslich teilt man in der ehe doch auch alles...oder?

wie kommst du darauf, ich sei der meinung, der schlechter verdienendere bringe die emotionalen werte ein???
das ist quatsch, habe ich so nicht geschrieben.
was ich meine ist, jeder bringt neben seinen schwächen auch seine stärken ein.
der eine hat mehr geld, dafür fehlt ihm vielleicht eine gewisse kontaktfreude. der andere ist z.b. sehr kontaktfreudig und forciert dadurch das entstehen eines gemeinsamen bekanntenkreises.
so in dieser art.
das nenne ich dann eine beziehung, die partnerschaftlich orientiert ist.
 
  • #11
@#9: Wieder schreibst Du "der eine hat mehr Geld, der andere mehr Kontaktfreude" -- wieder schreibst Du dem schlechter Verdienendem die besseren emotionalen Werte zu. Warum sollte das so sein? Gib doch nicht solche Beispiele, wenn Du es nicht meinst. Die inneren Werte haben mit dem Gehalt gar nichts zu tun.

Wie gesagt, ich habe mir alles hälftig geteilt und das war super praktisch und hat sämtliche Diskussionen komplett vermieden. Im Falle einer Haushaltskasse würden beide gleich viel einzahlen und davon wird alles bezahlt. Anders kann ich es mir wirklich nicht vorstellen.

@#8: Was bitte klingt kleinkariert? Einfach in Urlaub zu fahren, alles zusammen zu bezahlen und hinterher genau 50/50 zu teilen? Oder gleichviel in eine Haushaltskasse einzuzahlen? Wo ist das kleinkariert? Das ist super entspannt, absolut fair und völlig normal.
 
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  • #12
MadMax
@frederika, wie kommst du darauf?

"der eine hat mehr Geld, der andere mehr Kontaktfreude"

hier mein satz dazu:

"was ich meine ist, jeder bringt neben seinen schwächen auch seine stärken ein.
der eine hat mehr geld, dafür fehlt ihm vielleicht eine gewisse kontaktfreude. der andere ist z.b. sehr kontaktfreudig und forciert dadurch das entstehen eines gemeinsamen bekanntenkreises.
so in dieser art. "

was liest du aus diesem satz heraus??? ich schreibe extra für dich "vielleicht" und "z.B."
warum sollen innere werte etwas mit dem einkommen zu tun haben...? habe ich nie behauptet! ich sagte lediglich JEDER bringt seine stärken UND schwächen ein! ...nicht nur der, mit dem geringeren einkommen.

im übrigen finde ich dieses aufrechnen ziemlich abtörnend. wenn ich mir vorstelle, eine frau rechnet dauend alles rauf und runter ...das würde mich total nerven!
pfennigfuchserin...nee, furchtbar!

deine 50/50 regel finde ich nicht gerecht.
Beispiel:
einer verdient1000€
der andere 2000€

wenn jetzt alles zur hälfte geteilt wird, ist der eine schnell pleite...
 
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  • #13
Ich mach es auch immer halbe-halbe. Jeder bezahlt seinen eigenen Kram und Miete und so wird geteilt. Alles andere ist Blödsinn unter Erwachsenen. Das genaue Gehalt geht mich doch gar nichts an. Jeder muss sein Leben bezahlen. Also halbe-halbe. Alles andere wirkt wie Prahlen.
 
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  • #14
von 8 @ 10
weil es nach Pfennigfuchserei klingt..Dein Eisbeispiel spiegelt deine Einstellung wieder...Bevor ich überhaupt darüber nachdächte würde ich lieber BEIDE bezahlen. Für mich wäre das gar nicht erst Thema!
Es ist ein Glückfall, wenn beide genau gleich verdienen, passiert aber wohl seltener. Wie #9 anschnitt, es gibt Dinge, die man für Geld nicht kaufen kann und die trotzdem extrem wertvoll sind. Der eine partzipiert vielleicht am großen Freundeskreis und sonstigen charakterlichen Werten, der andere revanchiert sich eventuell auf geldlicher Basis. Hauptsache ist doch ,dass Geld nicht zum Streitfall wird. Jeder wird schon seinen Vorteil daraus ziehen und zusehen, dass man nicht unnötig zubuttert.
 
  • #15
@#13: Was in aller Welt klingt nach Pfennigfuchserei? Ihr habt mein Eisbeispiel einfach missverstanden, das sich auf MadMax bezog. Mein Lösung wäre: Einer bezahlt und das abwechselnd. Oder aus einer Urlaubskasse, die 50:50 gefüllt wurde. Aber auf keinen Fall aus einer Kasse, die 40:60 gefüllt wurde. Warum sollte der eine mehr für das gleiche Eis bezahlen als der andere? So war das Beispiel gemeint!

Ich finde an 50:50 kann man nun wirklich keine Pfennigfuchserei entdecken. Und es kann keinen Streit darüber geben, weil jeder gleiche Anteile bezahlt. Ich würde immer auf 50:50 bestehen.
 
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  • #16
MadMax
@#14, klar frederika, jeder zahlt das gleiche, aber nicht jeder hat das gleiche einkommen..darum geht es!!!!
die frage ist, wie wird dieser unterschied kompensiert?
 
  • #17
@#15: Gut, dann sind wir ja einen Schritt weiter. Nimmst Du Pfennigfuchserei auch noch zurück?

Es geht also um die Kompensierung unterschiedlicher Gehälter im moderaten Unterschiedlichkeitsbereich von vielleicht 20%, richtig?

Warum müssen die kompensiert werden? Wer sagt das? Sind wir im Sozialismus angekommen?

Wer mehr verdient, darf gerne mehr haben, oder? Was spricht dagegen?

Dein Beispiel aus #11 ist nicht gerade realistisch, oder? Wer verdient schon nur Euro 1.000,00? Realistisch hier wäre doch eher, einer verdient 4.000,00 und der andere 5.000,00 -- Warum soll der eine nicht 1000,00 mehr im Monat übrig haben? Hat er sich doch verdient? Beide werden sich so oder so lässig Wohnung und laufende Kosten leisten können.
 
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  • #18
#16
Sag mal weißt du eigentlich, wo heute das deutsche Durchschnittsgehalt angesiedelt ist??? 9000 Netto für 2! ja klar vollkommen realistisch :)))))
 
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  • #19
MadMax
wer 1000€ netto verdient?
handwerker, frisörin, arzthelferinnen, reno-gehilfinen, reinigungskräfte, erzieher, wenn sie beginnen, lehrerinnen wenn sie beginnen und noch nicht verbeamtet sind, bekommen ca 1300-1500netto, je nach beschäftigungsdauer...
wenn eine lehrerin 4000 netto haben soll, muss sie schon ein paar dienstjahre auf dem buckel haben...
oder redest du von brutto?

das normaleinkommen liegt übrigens in etwa bei 1500-2000€ netto für alleinstehende.
in großstädten eher etwas mehr, im ländlichen bereich eher um die 1500 netto.

und da macht es schon einen unterschied, ob jemand 1000€ mehr hat!

in einer länger dauernden beziehung, in der man zusammen wohnt, würde ich diese 50/50 nummer weiterhin für pfennigfuchserei halten!

es sagt keiner, dass es kompensiert werden MUSS, und wir sind auch nicht im sozialismus, ...es geht um eine partnerschaftliche beziehung.

warum soll EINER 1000€ mehr zur vefrügung haben..wofür? warum soll dem gemeinsamen einkommen dieses geld nicht zur verfügung stehen?
wie gesagt, ich rede von einer festen beziehung, nicht einer beginnenden.
aber so verstehe ich auch nicht das thema - dort redest du von einer beziehung. und in einer beziehung halte ich derartig überlegungen für unangebracht, für egoistisch.
 
  • #20
@#18: Wie dem auch sei mit Netto 1.000,00, davon wird ja hier im Forum wohl kaum die Rede sein. Also nimm halt 2.500,00 und 3.000,00 als Beispielwerte, wenn Dir das besser gefällt. Davon kann man ja auch schon gut leben.

OK, ich sehe jetzt einen Punkt, dem ich vielleicht zu wenig Beachtung geschenkt habe. Du redest inzwischen deutlicher von einer langen Beziehung. In einer Ehe mit Familienplanung würde ich auch sagen, man sollte weitestgehend gemeinsame Kasse machen und nicht mehr so auf seine Anteile achten. Bis dahin ist es aber ein langer Weg. So eine Beziehung habe ich noch nicht geführt -- meine letzte hat gute vier Jahre gehalten und da waren wir noch nicht bis zum "Geld spielt keine Rolle" vorgedrungen. Ich denke, vor Familiengründung wird das auch nichts.

Dennoch noch einmal mein Hauptargument: Wenn man überhaupt grob auf Augenhöhe agiert, wie z.B. mit den genannten Beispielwerten, dann spielt es gar keine Rolle, ob der eine mehr oder weniger sparen kann, sondern man teilt sich einfach alles halbe-halbe und fertig. Alles andere würde ich nämlich als Pfennigfuchserei ansehen -- so unterschiedlich können die Sichtweise sein!
 
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  • #21
danke das das jetzt endlich mal einer schreibt, dachte schon die ganze Zeit, ich habe einen Denkfehler.

Die Beiträge lesen sich für mich so, als wenn es um Zweckgemeinschaften und nicht um Beziehungen geht.

Sind solche Gedanken, dass der Besserverdienende es sogar für selbstverständlich hält seinen Partner an seinem Mehr teilhaben zu lassen oder besser sich sogar darüber freut, dass es dadurch nicht nur ihm sondern auch dem Partner besser geht.

Ich verstehe manche Aussagen überhaupt nicht und halte sie für völlig verkopft und letztendlich nur darauf abzielend in einer Partnerschaft bloß nicht den Kürzeren zu ziehen oder womöglich mehr zu geben als der andere. Eine Beziehung ist doch kein Aufrechnen von materiellen Dingen.

Bei Frederika frage ich mich, was passieren würde, wenn ihr Partner plötzlich arbeitslos oder durch Krankheit kein Einkommen mehr hätte. <gekürzt>

Mich gruselt es bei dieser Vorstellung, sogar bei einem lächerlichen Eis darüber nachdenken zu müssen, ja darauf zu achten, das keiner von beiden den anderen womöglich um 1 Euro ins Hintertreffen bringt.
 
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  • #22
MadMax

4 jahre beziehung und immer noch keine gemeinsame kasse? wohntet ihr nicht zusammen?
was nennst du "weitestgehend gemeinsame kasse"?
mit einer frau, die derart am rechnen ist, würde ich nicht auf die idee kommen, eine familie zu gründen.

ich habe mich noch nie gefragt, ob jemand mit mir auf augenhöhe ist...merkwürdiger begriff. der kommt bei dir extrem oft!

bei deinen zahlenangabe, sind das nun netto oder bruttolöhne?
 
  • #23
@#21: Natürlich haben wir zusammen gewohnt und die Kosten geteilt. Gar kein Problem, macht eigentlich jeder so, den ich kenne. Du doch auch, nur dass ihr nicht 50-50 reinlegt sondern 46-54 oder so. Wo ist da der große Unterschied? Wie groß sind denn die Gehaltsunterschiede bei Euch? Wirklich so drastisch?

Du hast angefangen mit den Zahlenangaben und ich habe sie als netto gemeint. Brutto 2500 wäre ja wohl nun doch knapp...

@#20: Mach Dir mal keine Sorgen um mich. Auch Arbeitslose haben erstmal noch das Arbeitslosengeld und die meisten gut Ausgebildeten finden schnell wieder einen Job. Ganz im Gegenteil, Fachkräfte werden in vielen Branchen gesucht. Man kann sich Probleme auch herbeireden. Wir reden hier nicht von Notfallsituationen, sondern davon, wie die Ausgaben in normalen Beziehungen geteilt werden. Leider haben nur wenige darauf geantwortet und es wird sich wieder an Einzelheiten festgebissen, anstatt dass ganz viele kurz schreiben, wie sie es gemacht haben.
 
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  • #24
Tolle Idee! Ich habe immer alles bezahlt! Sofern sich in Zukunft die Gelegenheit ergibt, werde ich eine Kostenbeteiligung anregen.

m/48
 
  • #25
@#21: MadMax, ich kann deinen Standpunkt wie so oft nicht nachvollziehen. Du wirst Frederika unnötige Rechnerei vor. Aber welche Rechenaufgabe ist schwieriger zu bewältigen - die einfache Halbierung der Kosten einer gemeinsamen Anschaffung und die Aufteilung in 0,382 zu 1 - 0,382 = 0,618, weil dies nun mal gerade die unterschiedlichen Einkommensverhältnisse widerspiegelt?

Und zu deinem Beispiel in #11 unten (Aufteilung 50/50 bei 1000/2000 Einkommen der Partner): Klar, ist einer der beiden schnell "Pleite" bei einer Aufteilung von 50/50. Aber die Lösung dieses Problems ist nicht eine Aufteilung gemäß Einkommensrelation, also 1/3 zu 2/3, sondern das gemeinsame Herunterschrauben des Lebensstandards auf das Niveau des finanziell schwächeren Partners.

In der Praxis rechnet übrigens niemals jemand mit dem Taschenrechner nach. Der eine bezahlt den Fernseher, dafür der andere die Waschmaschine und den Trockner. Damit haben sich beide Pi mal Daumen zu 50% an den Gesamtkosten beteiligt.

Angesichts der heutigen Scheidungsquote von fast 50% und der wahrscheinlich noch höheren Beziehungsabbruchquote ist es einfach sinnvoll, sich über eine vernünftige Ausgabenaufteilung Gedanken zu machen. Und genauso wie der Wunsch nach einem Ehevertrag nicht ein Ausdruck von Misstrauen ist, ist auch die Aufgabenaufteilung kein Ausdruck emotionaler Kälte gegenüber dem Partner. Beherzigt man in diesem Punkt keinen fairen Umgang miteinander, kommt es bei einem tatsächlichen Beziehungsabbruch zu viel mehr Schmerzen bei einer Partei. Die folgen sind eine viel längere Trennungsverarbeitung.
 
B

birgitta

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  • #26
Da mein Freund fast den ganzen Haushalt alleine macht, mich dauernd zum Essen einlädt und auch beim Wegfahren nicht kleinlich ist, würde ich es schäbig finden, ihm auch noch von dem was wegzunehmen, was er mehr bekommt als ich.
 
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  • #27
MadMax

@thomashh: dein satz...

"Aber die Lösung dieses Problems ist nicht eine Aufteilung gemäß Einkommensrelation, also 1/3 zu 2/3, sondern das gemeinsame Herunterschrauben des Lebensstandards auf das Niveau des finanziell schwächeren Partners".

gerade diese variante finde ich nicht gut!
1. warum soll der lebensstandart heruntergeschraubt werden?
2. derjenige der mehr verdient hat dann deutlich mehr, als der andere...wo hat er denn dann seinen standart heruntergeschraubt? er schöpft aus dem vollen, der andere kommt gerade so hin.

bei meiner variante würde sich der standart des geringer verdienenden drastisch erhöhen, der des besser verdienenden leicht.

Beispiel:
man mietet sich eine wohnung. die kategorie wird nach dem einkommen des schlechterverdienenden ausgesucht: 60m² , 500€ warm, jeder beiteiligt sich mit 250€.
meine variante: man mietet sich 90m² für 900€, der geringer verdienende beteiligt sich mit 300€, der andere mit 600€.
jeder ist, entsprechend seines einkommens belastet.
allein hätte sich der besser verdienende nur eine wohnung für 700€ leisten können...comprende???

man könnte auch sagen, mit der einen variante mietet man, mit der anderen variante kauf man.

eigentlich ist es das modell, das doch in jeder ehe praktiziert wird, man nennt das gemeinsame kasse.
oder in der politik- jeder zahlt steuern entsprechend seines gehaltes.
ich kann nicht verstehen, was daran so schwer nachzuvollziehen ist...gübel...

aber jeder muss selbst wissen, auf welcher basis er mit einem menschen zusammenleben möchte.
 
  • #28
@#26:

"1. warum soll der lebensstandart heruntergeschraubt werden?" - es geht ja nicht darum, auf Teufel komm raus den Lebensstandard herunterzuschrauben. Es ist vielmehr eine Konsequenz aus meiner 50/50-Einteilung, wie dein Beispiel ja auch demonstriert.

"2. derjenige der mehr verdient hat dann deutlich mehr, als der andere...wo hat er denn dann seinen standart heruntergeschraubt? er schöpft aus dem vollen, der andere kommt gerade so hin." - nein, da hast du was falsch verstanden. Der Gedanke ist, dass sich beide Parteien auf einen Lebensstandard einigen, mit dem der Schwächere noch einigermaßen gut hinkommt. Der Stärkere soll keinen BESSEREN Lebensstandard führen, sondern hat am Monatsende einfach höhere Sparrücklagen. Verstehst du?

Zu deinem Beispiel: Klar, man kann sich mit einer Kostenteilung gemäß Einkommensrelation insgesamt eine bessere Wohnung leisten. Und ich akzeptiere das auch als einen Vorteil, den deine Aufteilung mit sich bringt.

Tatsächlich findet aber pärchenintern eine Quersubventionierung statt: Der finanziell stärkere Partner subventioniert den finanziell Schwächeren. Anders formuliert: Der Stärkere bringt sich gewissermaßen mehr in die Beziehung ein als der Schwächere. Und jetzt stell dir mal vor, die Beziehung geht irgendwann zu Ende. Wir wissen beide, dass fast immer beide Partner "Schuld" am Beziehungsende sind, so dass die Vorwürfe auf emotionaler Ebene gleichverteilt sein dürften. Aber was glaubst du, wie wird sich der finanziell Stärkere jetzt fühlen?

Im Übrigen sind wir hier bei EP - hier gibt es sicherlich nicht viele Leute, die schon bei der Wohnungsmiete groß Zahlenakrobatik betreiben müssen. Hier wird fast jeder mindestens 800 EUR zur gemeinsamen Miete beitragen können, womit man sich selbst zentral in HH schon eine sehr hübsche Wohnung leisten kann. Das Absenken auf einen gemeinsamen Lebensstandard dürfte sich eher auf Luxusartikel beschränken. Und wenn der eine unbedingt einen Ferrari fahren muss, während sich der andere gerade mal einen Opel Corsa leisten kann, dann werden die beiden noch ganz andere Probleme in ihrer Beziehung bekommen als nur ein profanes Kostenaufteilungsproblem.
 
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  • #29
MadMax
@thomashh

ich habe die zahlen extra tief angesetzt, um die sache zu verdeutlichen.

gegen eine quersubventionierung habe ich nichts einzwenden. schliesslich lebe ich in einer beziehung und möchte, dass es meinem partner so gut geht wie mir.

wenn eine beziehung endet, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich danach dem "vergeudeten" geld hinterherweinen würde.
die trennung der angeschaften utensilien kann man ohne weiteres organisieren. zumindest hatte ich damit noch nie probleme.

aber selbst dein angeführtes beispiel, dass beide sich einen mietbetrag von 800€ leisten können...bei den luxusartikeln muss sich einer dann aber einschränken.
gut, anschaffungen können dann von dem besser verdienendem getätigt werden, das erleichtert ein eventuelles auseinanderkommen.
aber urlaube und ähnlich "unmateriellen" dinge, könnte man wieder "subventionieren".

irgendwie würde ich mich unwohl fühlen, wenn ich finanziell immer besser gestellt wäre, als meine partnerin. ich kann mir gar nicht vorstellen, das jemand in einer beziehung immer ganz genau aufrechnet, so dass jeder auch ja die hälfte von allem trägt.

wenn ich mir die situation umgekehrt vorstelle, die frau verdient deutlich mehr als ich, und sie würde sich die schönsten urlaube leisten und ich bleibe zu hause...ich würde mich fragen, ob das die beziehung wäre, die ich mir wünsche.

aber es gibt ja nichts individuelleres, als paarbeziehungen. das muss jedes paar für sich entscheiden.
selbst die motivation, warum paare zusammen sind, haben oft unterschiedlichste ursachen.
 
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  • #30
@ 27 Thomas
Zu Punkt 2. Angenommen, du wärst dieser Besser verdienende. Sicher kannst du dich dann über deine Sparrücklagen freuen..Aber glaubst du dass funtioniert auf DAUER in einer Partnerschaft?

Irgenwann muß dir doch zwangläufig der Gedanke kommen: "Mein Gott, was könnte ich alles machen...aber geht ja nicht, weil meine Partnerin es nicht mitmachen/bezahlen kann.. weil sie gerade mal so klarkommt.
Angenommen du hast während dieser Beziehung genug Geld gespart und kaufst irgendwann eine Eigentumswohnung, die du ALLEINE schon Cash bezahlen KÖNNTEST. Sagen wir 200.000,-

Angenommen, du ziehst mit deiner Freundin zusammen. (bei immer noch gleichem Gehalt)
Bei deiner 50/50 Regelung müsste sie für ihren Anteil entweder einen Kredit aufnehmen (und Abzahlen), während du noch 100.000,- über hättest..oder sie müsste anteilig Miete bezahlen.

Dein Vermögen steigt von Jahr zu Jahr, du kannst schön weiter sparen, sie nicht! Dir geht es also immer besser, ihr nicht!!!
Sicher werden deine Ansprüche durch Wachstum deiner Sparrücklagen steigen...Willst du dann aber dauerhaft auf einem für dich zu "niedrigen Level" leben??
Die finanzielle Spanne zwischen beiden wird irgendwann einfach zu groß...und dann???
 
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