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  • #1

Ausschließlich Akademiker?

Hallo zusammen,

ich lese nun schon seit einiger Zeit immer mal wieder diverse Beiträge auf diesem Forum.
Was mich ein bisschen erschreckt ist, wie hier Akademikerinnen oft ausschließlich nach Akademikern (und natürlich andersrum) "suchen".

Hochschulstudium bedeutet doch nicht "intelligenter als Nicht-Studierte". Teilweise finde ich einige Kommentare auch fast entwürdigend "Kann es klappen mit einem Handwerker?" "Sie ist nicht studiert, ich komme aus einer Ärztefamilie und studiere auch Medizin" etc.

Warum ist ein Hochschulstudium ein "Check-Punkt" auf der Liste und wer diesen nicht erfüllt, ist bei manchen (ich möchte es nicht verpauschalisieren und sagen ALLE) schon durchgefallen, egal was der Mensch sonst für tolle Charaktereigenschaften aufweist?

Ich selbst habe Abitur gemacht, eine Ausbildung und einen guten Job, mit dem ich mich selbstständig ernähren kann und mir auch das ein oder andere leisten kann. Leider hatte ich (familiär, gesundheitlich,...) nicht die besten Voraussetzungen für ein Studium, wobei ich dieses aber von der Intelligenz her sicherlich erfolgreich hätte durchziehen können.
Weiterhin setze ich für mich eben gewisse Prioritäten: Mir ist Sport sehr wichtig, den ich evtl. nicht in dem Maße ausüben könnte, hätte ich studiert und evtl eine 60(+) Std. Woche, oder so viel Stress auf Arbeit, dass mir abends die Ressourcen für Sport einfach fehlen. Außerdem liebe ich meinen (großen) Freundeskreis, der auch gepflegt werden möchte. Und dieser gibt mir auch wahnsinnig viel. Weiterhin brauche ich oft einfach mal Zeit für mich, Lesen, ein bisschen Wellness oder einfach nur im Internet surfen,...

Stehen mir meine Prioritäten dann bei der Partnersuche im Wege, weil ich nicht sagen kann, ich habe ein abgeschlossenes Hochschulstudium, bestenfalls eine leitende Position und bin "finanziell ähnlich situiert" wie der Mann? (--> daher kann man sich gleiche Urlaube leisten, keiner muss seinen Lebensstandard herunterschrauben, etc...) Traurig wäre das.

Freue mich auf ehrliche Antworten.

W (26)
 
  • #2
Liebe FS,

ein Studium oder vergleichbares ist halt ein Zeichen für einen gewissen IQ, selbständiges Arbeiten und aneignen von Wissen. Diese Menschen gehen im Normalfall auch anders an Problemlösungen heran. Es wird mehr "durchdacht" und weniger mit dem Bauch entschieden. Natürlich kann all dies auch ohne Studium gegeben sein. Es wird hinreichend Beispiele dafür geben. Ich habe auf meiner Partnersuche den Eindruck gewonnen, dass ein gewisser Abschluss für mich ein Kriterium ist. Auch in meinem Freundeskreis, insbesondere bei den Frauen höre ich immer wieder... "selbständiger Handwerker - ja, nett, erfolgreich aber der Handwerker kommt immer wieder durch". Damit wird gesagt, sie schwimmen nicht auf einer Linie.

Abseits des Themas "gleiche Wellenlänge" gibt es natürlich noch die Gruppe, die sich dadurch Wohlstand erhoffen. Beide Argumente haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber im Kern denke ich ist es schon die Basis weshalb viele nach Akademiker suchen.
 
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  • #3
Ich selbst habe Abitur gemacht, eine Ausbildung und einen guten Job, mit dem ich mich selbstständig ernähren kann und mir auch das ein oder andere leisten kann. ... W (26)
Der "Akademiker" ist nur für Frauen wichtig, umgekehrt gilt das nicht.

Als sportliche junge kinderlose Frau, mit Abitur und einem guten Job, stehen dir bei der Partnersuche Tür und Tor offen. Du wist sehen, du wirst umschwärmt werden, und auf Händen getragen. Du wirst die Qual der Wahl haben, und möglicherweise wirst du sogar zeitweise mit dem Ansturm der vielen Männer jeden Alters auf dein Profil überfordert sein.

m
 
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  • #4
Sicher wird unter manchen Akademikern das Kriterium "Akademiker oder nicht" als Auswahl- bzw. Ausschlusskriterium in einem frühen Stadium bei der ONline-Suche zum Tragen kommen. Jemand, dem das wichtig ist, der sortiert eben früh aus. Möglicherweise geht er so an vielen wertvollen Menschen vorbei.

Mir ist ein gewisses Maß an Bildung schon wichtig. Ich möchte nicht lange überlegen müssen welche Themen ich anspreche und wie ich mich ausdrücke. Ob so eine ähnliche Wellenlänge nun durch Schulbildung, Studium, Herzensbildung oder einfach einen wachen Geist ermöglicht wird....wichtig ist doch, dass man eine Kommunikationsbasis hat, mit der beide sich wohlfühlen.

Also....lass Dich nicht abschrecken. W54
 
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  • #5
Liebe FS,
die Gesellschaft ist leider so oberflächlich (geworden? anerzogen?). Die Menschen hechten förmlich den Ansichten Anderer hinterher, anstatt sich mal wirkliche Gedanken zu machen was für einem selbst wichtig ist. Schlimm finde ich, da gerade heute in dieser ach so aufgeklärten Welt und in der man sämtliche Informationen erhalten kann, immer noch dieses Schubladendenken an der Tagesordnung ist. Schon früher war es undenkbar, wenn sich das Hausmädchen und der Sohn des Hausherren verliebten.
Ich bin der Meinung in Foren wie diese hier sollte der Beruf/Status gar nicht angegeben werden. Im RL steht einem ja auch nicht "Akademiker" oder "Handwerker" auf der Stirn, damit man sofort weiß ob ich ihn/sie ansprechen darf oder nicht.
Deine Prioritäten stehen Dir bei der Partnersuche nicht im Weg, Du musst nur bereit sein, wenn Du den richtigen Mann findest, deine Prioritäten auch zu verlagern. Wichtig ist das Du versuchst völlig frei von Werten zu sein und das Dein Gegenüber das genau so sieht.
 
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  • #6
Liebe FS, die Männer, die tatsächlich denken, Akademiker müssten partnerschaftlich unter sich bleiben, sind sicher nicht die Menschen, die du zum Partner willst.
Gnadenlose Vorurteile, wie auch unter #1 verbreitet, sind allerdings hartnäckig vorhanden.
Ich bin selber promovierter Naturwissenschaftler und ich denke keineswegs wie ein Geisteswissenschaftler, sondern eher wie ein Handwerker im technischen Beruf, der (nebenbei gesagt) komplizierte Sachverhalte sehr viel schneller erfasst als die Fraktion der BWL- oder Sprachwissenschaftler.
 
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  • #7
Zwei Dinge

- Frauen, die keinen akademischen Abschluß haben, aber mir passend erscheinen, gibt es durchaus ...aber sie sind sehr sehr sher selten!
Bei der Durchführung einer Firmenveranstaltung meiner Firma habe ich letztens eine Master-Supervisorin der Event-Agentur kennengelernt, die dieses Format hätte. Sie hat mittlere Reife, sowie eine Berufsausbildung als Konditorin und eine als Floristin. Sehr beeindruckend, wie viele Bereiche des Lebens sie spielend beherrschte ...aber leider verheiratet (was nicht anders zu erwarten war).

- Ich komme aus einem guten Elternhaus, dem es problemlos möglich gewesen wäre, mir ein Studium zu finanzieren. Leider verstand ich mich zu der Zeit nicht mit meinen Elter und hätte klagen müssen (BAFÖG streckt nur bis zur erfolgreichen Klage vor).
Aufgrund einer sehr guten Platzierung, in einem wissenschaftlichen Wettbewerb auf Bundeebene, bekam ich ein (Voll)Stipendium von einer großen Firma. "Familiäre Verhältnisse" sind eine Ausrede, denn dieser Weg steht ja auch offen, wenn der Grund nicht "Stress mit den Eltern", sondern die "finanzielle Situation der Eltern" gewesen wäre!

Noch eines: Ein Freund brachte vor einiger Zeit eine Verwaltungsbeamtin zu einer Grillfete mit. Es wimmelte dort vor Ingenieuren, Architekten, Rechtsanwälten, Ärzten, etc. (fast alle Paare beide Akademiker) Das Mädel fühlte sich total unwohl, obwohl die Berufe gar nicht zu Sprache kamen und auch ich erst viel später erfuhr, was sie macht.

m43
 
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  • #8
Liebe FS,

ob "Frau" einen Hochschulabschluß hat oder nicht, ist für die meisten Männer nur gering von Bedeutung, für mich wäre es sogar überhaupt kein Kriterium. Letztendlich sollte der Mensch an sich entscheidend sein und eine gute Allgemeinbildung ist so selten auch nicht.

Ich bin sicher, Du wirst bei Deiner Partnersuche feststellen:
Es gibt jede Menge studierte Trottel und akademische "Blindgänger", die einigen der "Nicht-Studierten" das Wasser nicht reichen können.


(M)
 
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  • #9
"ein Studium oder Vergleichbares ist halt ein Zeichen für einen gewissen IQ, selbständiges Arbeiten und Aneignen von Wissen"

Leider kann ich das nicht bestätigen. Mein letzter Partner war promovierter Arzt und benötigte im privaten Bereich immer Personen, die ihm halfen, sein Leben zu organisieren. Er war nicht einmal in der Lage, nach einem Einkaufsbummel im Parkhaus sein Auto wiederzufinden. Auch habe ich nie gesehen, dass er ein Buch oder eine Tageszeitung liest. Besuche von kulturellen Veranstaltungen lehnte er kategorisch ab. Auch in vielen anderen Bereichen war er ziemlich ungebildet, konnte kaum mit allgemein gebräuchlichen Fremdwörtern etwas anfangen. Briefe und Mails an Behörden usw. musste ich ihm schreiben ("Du kannst das besser"). Ich gewann wirklich im Laufe der Zeit den Eindruck, dass er sich sein zweifellos vorhandenes medizinisches Fachwissen mit viel Fleiss und Disziplin angeeignet hatte, währenddessen seine Allgemeinbildung "auf der Strecke" blieb.

Ob mein Beispiel ein Einzelfall ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Gleichwohl bin ich der Meinung, dass akademische Weihen nicht gleichbedeutend sind mit IQ und Bildung.

W, (ohne Studium)
 
  • #10
Leben und leben lassen. Was ich tue, ist nicht maßgeblich für andere, finde ich.
Ich habe mein ganzes Erwachsenen-Leben unter Akademikern und solchen, die es werden wollen, verbracht und mich für Männer, die nicht studiert haben, nicht interessiert (Ausnahme: richtig fitte Macher, die nicht zum Studieren gekommen sind). Dazu stehe ich, auch wenn es nicht gerade politisch korrekt ist, das zu sagen.
Der Grund: Es hat sich nicht von allein ergeben und die Probleme mit Nichtakademikern, die ich bei Freundinnen gesehen, haben mich dazu auch nicht animiert.
Nichtakademische Männer fühlen sich akademischen Frauen sehr schnell unterlegen, werden übermäßig dominant, um das zu kompensieren und bekommen oft Aggressionen deshalb. Nette Schluffies, die eigentlich nichts vom Leben wollen und im unteren Mittelmaß dahingleiten, haben mich auch nicht interessiert. Eine größere Lebensanstrengung sollte jeder vollbracht haben (und wenn es das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg ist).

Für Frauen sieht das anders aus. Eine Frau, die beruflich weniger hoch steht als ein Mann wirkt sehr anziehend, weil sie für ihn keine Konkurrenz ist. Und wenn sie dann noch gut verdient, ist das doch perfekt.
 
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  • #11
Hallo zusammen,
wie hier Akademikerinnen oft ausschließlich nach Akademikern (und natürlich andersrum) "suchen".
FS, ich denke ganz so, wie Du die Lage siehst, ist es nicht. Es sind nicht ausschließlich Akademikerinnen, die einen ebenso studierten Mann suchen. Das wäre ja noch verständlich. Ich denke, fast alle Frauen suchen seit Urzeiten den Mann mit Einfluß, Status und auch Geld.Sie suchen instinktiv! nach dem besten pot Vater für ihre Kinder, mit dem sie die besten Voraussetzuneg für ihre Kinder haben. Ein Akademiker hat solche Eigenschaften öfter. Hier in der Börse sind mit Sicherheit nicht wenige Frauen, die selber nicht studiert haben, aber Ausschau nach einem Akademiker halten. Leider wird dabei häufig vergessen, daß die Partnerwahl ein Tauschgeschäft ist. Für diese Leistung (Status usw.) will der Mann einen "Gegenwert" sehen und das ist nicht Status usw. der Frau, sondern Jugend und Schönheit, weil auch das die beste Voraussetzung für das pot. Kind darstellt. Es wird ein Matching angestrebt. So finden sich dann Paare mit ähnlichem Marktwert.

Stehen mir meine Prioritäten dann bei der Partnersuche im Wege, weil ich nicht sagen kann, ich habe ein abgeschlossenes Hochschulstudium, bestenfalls eine leitende Position und bin "finanziell ähnlich situiert" wie der Mann? [...]
W (26)
Für Frauen ist der Status, das Einkommen mit der wichtigste Punkt bei der Partnerwahl. Männern ist in erster Linie das Alter und die Schönheit der Frau wichtig. Ein Mann hat wenig Probleme damit, eine Frau zu wählen, die ihm status- und bildungsmäßig unterlegen ist, wenn sie denn hübsch und auch jung ist. Nicht umsonst gibt es statushohe Männer (Popstars, Politiker), die eine erheblich jüngere Frau haben. Sie haben ihren Status getauscht gegen die Jugend der Frau.

Du hast also mit Deinem jungen Alter - und je nach Deinem Aussehen . die besten Chancen als Frau auf dem Partnermarkt. Dein nicht vorhandenes Studium interessiert eigentlich kaum einen Mann. Im Gegenteil bekommen viele Männer ein psych. Problem, wenn die Frau ranghöher ist oder aber mehr verdient.

m, 41
 
  • #12
PS.
Weiterhin setze ich für mich eben gewisse Prioritäten: Mir ist Sport sehr wichtig, den ich evtl. nicht in dem Maße ausüben könnte, (...) Außerdem liebe ich meinen (großen) Freundeskreis, der auch gepflegt werden möchte. Und dieser gibt mir auch wahnsinnig viel. Weiterhin brauche ich oft einfach mal Zeit für mich, Lesen, ein bisschen Wellness oder einfach nur im Internet surfen,...
Das halte ich für ds größere Problem. Das hat nichts mit Studium oder nicht zu tun. Für eine Bezihung muß man Zeit haben oder sie sich nehmen wollen. Das sehe ich bei dir nciht.
Dazu: Von einer Frau in einer klassische Statuskonstellation (also sie beruflich weniger ehrgeizig als er) wird in der Regel erwartet, daß sie sich ihrem Partner widmet.
 
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  • #13
Ich denke mal bei ElitePartner kommt es einem Mann mehr darauf an, dass die Frau Niveau besitzt als dass sie Akademikerin ist.
 
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  • #15
Liebe FS,
Es gibt jede Menge studierte Trottel und akademische "Blindgänger", die einigen der "Nicht-Studierten" das Wasser nicht reichen können.
(M)
Dem stimme ich zu, aber habe leider auch die Erfahrung machen müssen, dass Nichtstudierte, oft nicht differenziert denken können, was man hier z.b. im Forum leider oft lesen muss und auch nicht in der Lage sind, Probleme/Sachverhalte von verschiedenen Seiten betrachten zu können, ohne das man sich in die Wolle bekommt.

Letztes Wochenende sagte mir eine Nicht-Studierte, dass es ihr zu kompliziert ist, wie ich denke und welche Ansprüche ich an eine Kommunikation habe. Ich bat sie nur, dass zu sagen, was sie auch meint. Sie kann nicht nachvollzieen das WIE man WAS sagt ganz wichtig in einer guten Kommunikation ist.

Ich habe z.B. während meines Studiums auch gelernt, kontrovers Diskutieren zu zu können, auch etwas hitzig, ohne das es persönlich genommen wurde. Das vermisse ich oft, bei nicht Studierten.

Bei vielen, nicht allen, nicht Studierten vermisse ich eine tiefsinne Art zu Denken und auch zu kommunizieren.

Was ich bei Nicht-Studierten dagegen positv oft erlebe, dass sie oft unkomplizierter und netter sind. Sie sind nicht so distanziert, wie in meinem Umfeld jedenfalls, Studierte.

eine Studierte
 
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  • #16
Die FS

#10: Gut, verstehe ich. Jugend, Gesundheit, attraktives Äußeres kann ich auch bieten. Aber das ist vergänglich. Und im Alter? Wenn das nicht mehr vorhanden ist, funktioniert das (Mann: Status - Frau: Jugendlichkeit/Schönheit) nicht mehr und die Frau wird ausgetauscht?
 
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  • #17
Wow FS, du wärst eine für mich ;-) ich sehe das genau so, Studium hat mich nie interessiert, ich wollte früh auf eigenen Füßen stehen und Sport, der Freundeskreis, die Familie und die Zeit für mich selbst waren mir immer wichtiger, außerdem verliert man durch ein Studium viel Flexibilität was mögliche Arbeitsplätze betrifft, da fühle ich mich als Büroallrounder wohler :)
Es kann viele Gründe haben Akademiker zu werden und es gibt unter ihnen die verschiedensten Charaktere, aber eines ist Fakt, nämlich dass Akademikern der Beruf meist um LÄNGEN wichtiger ist als uns "normalsterblichen". Für "uns" ist der Job ein Mittel um unser Leben so schön wie möglich zu gestallten, bei den meisten Akademikern ist er mehr (Leidenschaft, Kompensation, Flucht, Hobby, Lebensziel)
Deshalb finde ich es verständlich und persönlich auch gut dass die Leute "unter ihres gleichen" suchen und hoffentlich auch fündig werden.
Für mich wäre eine Karrierefrau die der Arbeit einen sehr hohen Stellenwert einräumt nicht passend, und ich wäre auch ganz sicher nichts für sie.
Und ich glaube auch dass Intelligenz für ein Studium eher hinderlich ist und welcher Mensch lag je im Sterbebett und sagte letzte Worte wie "hätte ich bloß ein Studium absolviert" , "hätte ich bloß mehr karriere gemacht" oder "wäre ich bloß länger im büro gesessen"
M28
 
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  • #18
"Was ich bei Nicht-Studierten dagegen positv oft erlebe, dass sie oft unkomplizierter (...) sind."

Sehe ich ähnlich. Oft finde ich entstehen doch Probleme erst dadurch, da (einer oder beide) Partner zu verkopft sind.
Bin ich leider auch. Und manchmal finde ich eine nüchterne, losgelöste, lockere Denkweise über gewisse Sachen richtig erfrischend und sympathisch!

Ich traf mich mal mit einem (studierten) Mann zum Abendessen. Ich kam mir vor wie bei einem Vorstellungsgespräch inklusive politischer Debatte. Ich konnte definitiv mitziehen, habe ihn wohl auch beeindruckt bei dem Date. Doch für mich blieb die Lockerheit, die Herzlichkeit, die Freude und die Leichtigkeit am Leben total auf der Strecke! Ich finde, das ist oft so leider bei Studierten!

Die FS
 
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  • #19
"(...) welcher Mensch lag je im Sterbebett und sagte letzte Worte wie "hätte ich bloß ein Studium absolviert" , "hätte ich bloß mehr karriere gemacht" oder "wäre ich bloß länger im büro gesessen"
M28"

Das gefällt mir. Sehe ich auch so!

Doch habe ich das Gefühl, dass man eben dafür verurteilt wird, wenn man nicht so denkt. Liegt das an der heutigen Leistungsgesellschaft, die einfach nur auf "besser, höher, schneller" aus ist?

Die FS
 
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  • #20
...aber eines ist Fakt, nämlich dass Akademikern der Beruf meist um LÄNGEN wichtiger ist als uns "normalsterblichen". Für "uns" ist der Job ein Mittel um unser Leben so schön wie möglich zu gestallten, bei den meisten Akademikern ist er mehr (Leidenschaft, Kompensation, Flucht, Hobby, Lebensziel)
Nach der Nachtruhe ist die Zeit, die wir mit Arbeit (im Sinne des ausgeübten Berufs) verbringen, der größte einzelne Lebenszeitposten in unserer gesamten Existenz!

Viel Zeit aufwänden zu müssen, um sich wenig(er) zeit angenehm zu gestalten, ist ein schlechtes Preis Leistungs Verhältnis.

Ich ziehe es vor, mich in eine Position zu bringen, auch den zweitgrößten Einzelposten meiner Lebenszeit mit dem Maximum an Spaß zu verbringen und das erwarte ich auch von einer Partnerin!

m43
 
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  • #21
Ich denke mal bei ElitePartner kommt es einem Mann mehr darauf an, dass die Frau Niveau besitzt als dass sie Akademikerin ist.
Das ist richtig!

Bei EP ist der Akademikeranteil bei über 60% ...aber da es bei den männlichen Akademikern nahezu 100% sind und die Geschlechter weitestgehend paritätisch repräsentiert sind, sind es bei den Damen nur knapp 40% Akademikerinnen. Die anderen Damen haben "Niveau" (die Akademikerinnen haben das natürlich auch, aber ich wollte nicht "nur" schreiben ;) ).

Für einen Mann, der eine Akademikerin such (ich z.B:) folgt daraus:

- mehr Konkurrenzkampf mit anderen akademischen Männern, als bei Plattformen ohne diesen Schwerpunkt

- aber nur wenig mehr Akademikerinnen als im Microzensus der Bevölkerung

Beachtet man die genannten Mengenverhältnisse, dann sieht es für die FS sehr gut aus, denn EP ist primär eine Plattform der Formel "männlicher Akademiker sucht weiblich mit Niveau"

m43
 
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  • #22
ein Studium oder vergleichbares ist halt ein Zeichen für einen gewissen IQ, selbständiges Arbeiten und aneignen von Wissen. Diese Menschen gehen im Normalfall auch anders an Problemlösungen heran.
Das kann ich in dieser Pauschalität nicht bestätigen. Erst einmal gibt es enorme Unterschiede zwischen den Studienrichtungen selbst. Z.B. die MINT-Studiengänge zeichnen sich nicht durch Leichtigkeit aus. Auch glaube ich, dass jemand, der Mathematik studiert hat anders an Probleme heran geht als jemand, der Kunstgeschichte studiert hat.

Dann hatten wir einen, der in seinem Studium herausragend war. Mathematik war sein Hobby. Schon vorher in der Schule führte er in seiner Freizeit als Hobby mathematische Beweise. Aber der Mann kam leider im Leben nicht zurecht. Er konnte nicht einmal links und rechts unterscheiden. Er meinte zu mir, seine Mutter habe ihm das zwar mal erklärt, aber er bringe das immer durcheinander. Ich dachte, das sei ein Scherz, bis ich ihn mal nach Hause fuhr.
 
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  • #23
Ich war mal heimlich in einen Akademiker verliebt. Ich bin Angestellte und habe einige Jahre für ihn gearbeitet. Ich hatte damals oft Minderwertigkeitskomplexe, weil ich mir immer einredete, dass ich für ihn ohnehin nie in Frage kommen kann, weil ich ihm wohl "zu wenig" bin.

Wenn ich heute unsere Akademiker an meiner Arbeitsstelle (da gibt es sehr viele) so zusammen stehen sehe, denke ich oft, dass ich mich dazwischen wohl auch nicht wirklich wohlfühlen würde. Sie wirken oft so, als müssten sie genau aufpassen, was sie sagen, meist eher steif, allerdings auch oft sehr laut lachend. In der Regel lachen sie über Dinge, die ich selber gar nicht so komisch finde.

Minderwertigkeitsgefühle gegenüber Akademikern habe ich glücklicherweise nicht mehr, und Unterhaltungen mit "normal Gebildeten", also Nicht-Akademikern, sind wirklich ungezwungener und deshalb auch angenehmer für mich.
 
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  • #24
Was mich ein bisschen erschreckt ist, wie hier Akademikerinnen oft ausschließlich nach Akademikern (und natürlich andersrum) "suchen".

Hochschulstudium bedeutet doch nicht "intelligenter als Nicht-Studierte". Teilweise finde ich einige Kommentare auch fast entwürdigend "Kann es klappen mit einem Handwerker?" "Sie ist nicht studiert, ich komme aus einer Ärztefamilie und studiere auch Medizin" etc.
W (26)
also ich finde, es gibt keinen Grund "sich zu erschrecken". Es geht bei der Suche Akademiker - Akademiker ja nicht um Intelligenz, sondern um ähnliche Bildungswege und vielleicht auch um einen gleichen Gesprächslevel. Ich weiß nicht, warum man sich in einem Forum, das sich speziell an Akademiker wendet, darüber beschweren sollte.
Es ist zumindest bemerkenswert, dass sich jemand ohne Studium darüber beschwert, dass Akademiker ebensolche suchen. Sollte man daraus folgern können, dass die Nichtstudierten Akademiker als Partner bevorzugen.
Ich war eine relativ Spätstudierende und habe deshalb auch Nichtstudierte in meinem Freundeskreis. Es gibt eine unterschiedliche Herangehensweise bei bestimmten Themen. Einigen Studierten ist das nicht so wichtig, anderen aber schon. Ich bevorzuge auch studierte, nur aus meiner Erfahrung: deren Toleranzschwelle im Allgemeinen ist höher, deshalb kann man mit denen auch einfacher Probleme lösen.

w
 
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  • #25
Für mich bitte nur Akademiker. Gleich und gleich gesellt sich gern. Je ähnlicher man sich ist (auch im Bereich der Bildung), je mehr Erfahrungen man teilt, desto besser für eine langfristige Bindung. Ich finde Nicht-Akademiker häufig einfach nicht gebildet genug. Sie sind nicht so vielseitig interessiert und nicht so belesen, kennen sich im Bereich der Allgemeinbildung, der Kulturen, der Reisen, Politik, Musik, Sprachen etc. häufig nicht so gut aus. Das würde mich sehr stören. Bildungslücken finde ich persönlich schlimmer als andere Dinge, über die ich eher hinwegsehen könnte. Ohne Uniabschluss und gute berufliche Position kein Date!

w
 
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  • #26
(...) Liegt das an der heutigen Leistungsgesellschaft, die einfach nur auf "besser, höher, schneller" aus ist?

Die FS

Hier nochmal #16
Ja das liegt an der heutigen Gesellschaft und deren Werten, dass diese aber eine Leistungsgesellschaft ist wage ich zu bezweifeln denn nie zuvor war es so möglich mit Worten/Versprechen/Lügen so viel, so schnell Geld zu verdienen, nie zuvor wurden mehr ressourcen verschwendet und nie zuvor waren dermaßen viele "Arbeiter" mit bürokratischem kontrollieren, überwachen, aufzeichnen usw. beschäftigt. Ich glaube nach 50+ Jahren angenehmen, friedlichen und sorgenfreinen Konsumierens ist der Blick für die wirklich wichtigen Dinge im Leben einfach bei vielen verloren gegangen, es ist nicht mehr sehr populär selbst nachzudenken und sein Leben selbst und individuell zu gestalten und dafür auch alleine die Verantwortung zu übernehmen. Man macht was lt. Medien korrekt ist, und lt. den Medien ist ein Studium immer gut weil suggeriert wird man wäre dann zB ein intelligenter, zielstrebiger Mensch mit Status und hohem Einkommen. Es ist kompliziert. :)
M28
 
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  • #27
Hier muss ich an den Thread mit dem Fremdschämen als Akademiker denken.
Sind die vielen Akademiker hier (vermutlich meist nur Kultur und Geisteswissenschaften) denn tatsächlich der Meinung, dass 5 Jahre Uni es ihnen ermöglicht, an Probleme anders heranzugehen?
Was lernen sie im restlichen Leben?
Was lernt ein Lehrer, der mit dem Studium fertig ist, noch dazu?
Welchen neuen Herausforderungen sieht er sich gegenüber?
Jeder Techniker in der Industrie muss da flexibler sein und neue Gebiete kennenlernen.
 
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  • #28
Du kannst in Deinem Alter den fehlenden Hochschulabschluß noch durch Jugend und Schönheit wettmachen. Ich würde Dir trotzdem empfehlen zu versuchen, vielleicht wenn einmal ein Kind da ist, nebenher zu studieren (Fernstudium?). Ein Bachelor reicht schon, damit bist Du "Akademikerin" und es werden sich Dir gesellschaftlich, sozial und beruflich mehr Türen öffnen. Du entgehst damit auch der subtilen und der offensichtlichen Abwertung, der Nicht-Akademiker ausgesetzt sind.

w/51
 
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  • #29
Ich ziehe eine Akademikerin für eine Bindung (sowieso), aber auch für Gespräche vor. Die Gespräche sind fast immer schöner, interessanter und nicht so bemüht. Beziehungen zwischen Menschen mit gleichem Bildungsstandard halten länger und sind glücklicher. Vielleicht haben die jungen Männer das erkannt, weil sie, sofern sie selbst Akademiker sind, immer seltener Nichtakademikerinnen heiraten - abgesehen von den weiteren Vorteilen, die damit für einen Mann verbunden sind - keine Alleinverantwortung und mehr Lebensqualität. Außerdem hat es meistens nicht gesundheitliche Gründe, sondern andere, wenn eine Frau sich mit einer Lehre begnügt hat - fehlender Fleiß oder fehlende Intelligenz - deren Fehlen sich dann in den anderen Lebensbereichen meistens auch bemerkbar macht - oder die Idee, dass es genügt, sich "gut zu verheiraten". Ich habe jedenfalls unter Nichtakademikerinnen viele Goldgräberinnen getroffen.
 
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  • #30
Vielleicht muss man das gar nicht so gehässig gegeneinander ausspielen.
Ich persönlich würde jemanden suchen der ungefähr den gleichen, um es mal soziologisch auszudrücken, Habitus hat. Ähnliche Werte und Haltungen, ähnlichen Lebensstil, ähnliche Ansichten und Interessen, ähnliche Vorstellungen davon was eine interessante kulturelle oder Freizeit-Unternehmung oder eine akzeptable Art, Urlaub zu verbringen, sein könnte. Und da gehe ich nun mal davon aus, dass jemand mit vergleichbarem Bildungsstand und vergleichbarem Berufsfeld (Akademikerin, Sozialpädagogik) einfach schon mal einiges mitbringt was zusammenpasst - was überhaupt nicht heissen muss dass er dann menschlich der richtige Partner für mich ist. Aber man fühlt sich sozusagen nicht auf fremdem Terrain. Das heisst doch nicht dass ich auf Nicht-Akademiker herunterschaue - ich kenne genug Akademiker mit denen ich nichts anfangen kann - oder mich irgendwie hochschlafen will. Ich suche einfach jemanden mit ähnlicher Wellenlänge und vergleichbare Berufslaufbahn bietet mehr Chancen, dass zumindest ein erster Schritt in der Richtung schon getan ist - weitere müssen eh noch folgen.

Dir, liebe FS, würde ich eher vorschlagen mal zu überdenken ob du nicht recht einseitige Prioritäten setzt im Leben - geht dir der Sport über alles? ev. sogar über die Beziehung? Oder wie offen bist du?
w40