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Gast

  • #1

Auswandern in die USA ( San Diego)

Ein Freund von mir ist seit drei Jahren mit seiner Amerikanischen Freundin zusammen (Fernbeziehung, 4-mal im Jahr für 14 Tage). Nun wollen Sie heiraten und er hat mich gefragt ob er das richtige macht (Bekommt wohl kalte Füße). Er würde also seinen guten Job (Traumjob nach seinen Angaben), Familie, Freunde, deutsche Sicherheiten aufgeben und zudem hat seine Freundin hohe Schulden ohne zu wissen ob es wirklich klappt. Ich meine das weiß man nie ob sie die Richtige ist, aber könntet ihr so viel Aufgeben?
Was würdet ihr ihm raten?
Ich hab ein paar schlechte Erfahrungen gemacht und weiß nicht wie objektive ich bin.
 
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  • #2
Sie hat Schulden????
Das ist mir als Erstes ins Auge gefallen...und aus diesem Grund würde ich es nicht tun.
Wenn man Mitte 20 ist und auch im Ausland durchstarten kann, kann man evtl. auch die Schulden stemmen. Er würde hier alles aufgeben: Job, Freunde, Familie, finanzielle Unabhängigkeit ( in den Staaten ist er voraussichtlich erstmal von ihr abhängig und dann auch noch mit Schulden...).
Ich würde es ihm dringend abraten, aber letztendlich entscheiden muss er selbst.
Warum kommt sie nicht nach D?
 
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  • #3
Das sind natürlich viele Unwägbarkeiten, vor allem die finanzielle Situation seiner Freundin. Aber einen Punkt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was soll das heißen, er würde "seine Familie aufgeben"? Hat er denn hier schon eigene Kinder?

m/45
 
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  • #4
Bekanntermaßen wird sowas mit dem Herz entschieden und das kann nur er.

Raten würde ich ihm, erst mal ein paar Monate dort zu verbringen, bevor er komplett umzieht. Vermutlich ist der Job hier dann aber weg.
 
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  • #5
Er würde also seinen guten Job (Traumjob nach seinen Angaben), Familie, Freunde, deutsche Sicherheiten aufgeben und zudem hat seine Freundin hohe Schulden
Wenn einer von beiden in wirtschaftlich schwieriger Lage ist, wäre es verantwortungslos vom anderen, die sichere zweite Existenz einfach aufzugeben. Ganz klar also, daß sie zu ihm kommen muß und nicht umgekehrt. (m)
 
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  • #6
Ich würde ihm raten, es auszuprobieren, ohne gleich hier alle Brücken hinter sich zu verbrennen.
So dass er, für den Fall, dass es nicht klappen sollte - recht leicht wieder hier ins Leben einsteigen kann (könnte er in seinen Job zurück? Bzw. würde er schnell etwas anderes finden?)

Das mit dem Schulden muss man differenziert betrachten - gerade in den USA ist es sehr üblich, dass junge Leute hohe Kredite aufnehmen, um sich ihre Ausbildung finanzieren zu können (Studiengebühren) - das ist also nicht unbedingt ungewöhnlich.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass man so etwas ausprobieren muss, um es zu wissen. Klappt es nicht, hat er halt eine Lebenserfahrung mehr (Umwege im Leben erweitern die Ortskenntnis).

Allerdings wird es für die Beziehung sicher eine große Umstellung sein, und er sollte möglichst schnell sein "eigenes" Leben dort schaffen, also wenn möglich Job, eigener Freundeskreis etc.

Ich finde Kalifornien traumhaft und würde sofort einer Liebe dorthin folgen, auch wenn natürlich die sozialen Sicherheiten bei uns besser sind.

Wünsche ihm alles Gute
w(34)
 
  • #7
Schulden sind in den USA nichts Ungewöhnliches.
Ganz wichtige Frage: Wodurch sind ihre Schulden entstanden ? z.B. via Kreditkarte ?
Was hat die Frau erkannt und geändert, damit dies nicht mehr passiert ?

In den USA ist Leben und Beruf m.E. viel härter als in Dtl.
Nur wer dort überdurchschnittlich gut verdient, oder geschäftlich erfolgreich, kann dort m.E. passabel leben.

Zwei weitere, mögliche Gründe für diese amerikanische Frau
- Sie sucht einen starken Partner, für eine bessere Zukunft.
Und der ihr Kraft und Ausweg gibt, damit sie selber aus ihren Schulden heraus kommt.

- Sie sucht Einen, der für sie bürgt, seine Kreditkarte einsetzt, usw.
Das kann durchaus seriös gemeint sein. Denn wer selber keine Kreditkarte mehr hat, ist in den USA recht eingeschränkt.

Oder sie sucht einen Dummen, der mit seinem Namen und Geld "den Kopf hin hält".
Bis der auch verschuldet ist, und dann sucht sie sich ihr nächstes Opfer ?
Kann sein - muß nicht sein - nur eine allg. Warnung.
Ein Freund von mir ist seit drei Jahren mit seiner Amerikanischen Freundin zusammen (Fernbeziehung, 4-mal im Jahr für 14 Tage). Nun wollen Sie heiraten und er hat mich gefragt ob er das richtige macht
Erst mal zwei Jahre lang im Land leben, bevor man heiratet, etc.

Ein deutsches Paar machte mehrmals Urlaub in Perth (Australien) bevor sie dorthin auswanderten.
Aber der harte Alltag wurde ganz anders als gedacht. Trotz mehrerer Kontakte und Vorbereitungen.
Es wurde schwierig, überhaupt Jobs und eine gescheite Unterkunft zu finden.

San Diego ist schon eine schöne Stadt, und geprägt u.a. vom stationierten Militär.
Aber tief im Süden der USA, heiße Sommer und Nähe Mexiko. Wie gefährlich ? Kriminalität ?

In den USA leben, mag gerade für junge Menschen reizvoll sein.
Aber es ist auch eine fremde Mentalität, Kultur, Landschaft und fast alles in englisch.
Und ein TV-Programm, an daß ich mich nur schwer gewöhnen könnte ?

Mir kommt es so vor, wie eine schnelllebige Wegwerfgesellschaft. Nicht viel Altes und Besonderes.
Sondern es wirkt meistens billig, und nur für den Augenblick. Aber viele Amis leben nur für den Moment. Hauptsache, die Sonne scheint. Was nächsten Monat oder nächstes Jahr, interessiert Diese kaum.
Das ergibt ein oberflächliches denken und leben, aber das genügt solchen Leuten.
Ich wäre mir nicht sicher, ob ich auf Dauer in den USA leben wolle ?

Ja, es ist nicht überall gefährlich dort. Und es gibt auch kulturell und intellektuell anspruchsvolle Amis.
Es gibt auch deutsche Auswanderer, die nach 20 Jahren immer noch dort leben wollen.
Aber es ist schon recht unterschiedlich zu Deutschland.
 
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  • #8
ich würd auch die Frau eher nach Deutschland holen. Dann kann man nach einigen Jahren Berufs- und Lebenserfahrung immer noch überlegen überzusiedeln.

Die wirtschaftliche Situation ist momentan sowohl in Europa als auch USA nicht gerade rosig und könnte sich wieder verschlechtern. Nicht das man dort nachher schnell seinen Job verliert.

ihre Schulden sind bestimmt Schulden aus dem Hochschulstudium. Da wäre natürlich das Pech, dass sie in DE eine vernünftig bezahlte Stelle finden müsste. Je nach dem, was sie gelernt hat, könnte das aber funktionieren.
 
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  • #9
Ich würde dies anstelle Deines Freundes nur wagen, wenn ich dort ein adäquates, gleichwertiges (zum jetzigen Job) Jobangebot hätte.

Ich habe lange in einem grossen amerikanischen Konzern gearbeitet und war auch einige Zeit mit einem Amerikaner zusammen. Daher weiss ich, dass es dort durch sehr attraktive Angebote gibt, in verschiedenen Bereichen. In meinem Berufszweig als auch in dem meines Ex-Freundes würde es mind. gleich oder besser bezahlte Jobs dort geben.

Das kann ja auch durchaus eine Chance sein, und wenn es mit der Beziehung nicht funktioniert, hat Dein Freund aber eine wertvolle Auslandserfahrung gesammelt und wird auch später wieder mit Kusshand in einem amerikanischen Unternehmen in Deutschland einen guten Job finden.

Also der 1. Schritt sollte sein, nach einem guten Job dort zu suchen. Nicht einfach rübergehen, ohne eine Perspektive zu haben. Das finde ich etwas naiv.

W43
 
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  • #10
Ich würde jemanden den ich 4x im Jahr für 14 Tage sehe, niemals heiraten, geschweige denn in sein/ihr Land ziehen und zuhause alles aufgeben.
Dein Freund weiß ja nicht mal, ob er das tägliche Zusammenleben mit dieser Frau nach mehreren Monaten überhaupt noch aushalten wird. Mit Schulden und ohne Job dazustehen rede ich da noch gar nicht.
 
  • #11
San Diego ist zwar für amerikanische Verhältnisse eine schöne Stadt, aber auch mir stellt sich hier die Frage wieso er in die USA zieht und sie nicht nach Deutschland. Insbesondere da er hier seinen Traumjob hat. Deutschland bietet in fast jeder Hinsicht bessere Möglichkeiten als die USA, der einzige Vorteil den die USA hier bieten liegt vermutlich darin das sie größere Schwierigkeiten mit Deutsch hat als er mit Englisch.
Wenn also nicht noch weitere gravierende Gründe für die USA sprechen sollte er ganz dringend mit seiner Freundin darüber reden ob sie nicht in Deutschland leben sollten.

Sollte er trotzdem in die USA ziehen dann sollte er das auf keinen Fall bevor nicht ein neuer Job in Aussicht ist, sonst endet er noch wie viele andere auch mit mehreren Minijobs um sich über Wasser zu halten.
Auch darüber hinaus muss er sich sicher sein das er dort im Alltag leben kann, das ist einfach etwas vollkommen anderes als irgendwelche Kurzaufenthalte oder gar Urlaub. Auch wenn die USA und Deutschland beides westliche Länder sind gibt es so viele Unterschiede in Details die man erst feststellt wenn man wirklich dort lebt. Und dann stellt man auch oft fest das man sich mit diesen manchmal so gar nicht anfreunden kann.
Die Sache mit den Schulden muss auch vorher genauer geklärt werden, solche Schulden sind zwar in den USA nicht ungewöhnlich können aber sehr viel weitreichendere Konsequenzen haben als man denkt. In den USA sind sog. Creditscores die quasi die Kreditwürdigkeit darstellen von enormer Bedeutung und können sogar verhindern das man einen Job bekommt. Wenn er in die USA zieht hat er erst mal einen ziemlich miesen Score weil er nie Kredite aufgenommen und abgezahlt hat (ja komplett schuldenfrei leben ist dort ein Manko). Wenn seine Freundin aber Probleme mit Schulden hat dann wird sie einen noch schlechteren Score haben und wenn sie dann heiraten wird sein ohnehin schon mieser Wert noch schlechter. Das wären denkbar schlechte Startbedingungen.

Ich habe schon in den USA gelebt und für mich ist klar das ich Deutschland für die USA nie ohne weiteres aufgeben würde. Wenn ich eine Freundin in den USA hätte müsste es schon sehr gravierende Gründe geben damit ich in die USA ziehe anstatt das sie nach Deutschland kommt.
 
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  • #12
Ich würde sagen, da macht eine Nägel mit Köpfen. Nicht unüblich für eine bestimmte Art von Frauen dort. Wenn sie statt nach Deutschland zu müssen, in Amerika versorgt wird - um so besser ... Man müsste schon genauer wissen was das überhaupt für eine Frau ist. Sie kennen sich doch kaum. Ohne einen neuen guten Job würde ich an einer Stelle auch nicht hin. Klar, es kann auch klappen, man muss das nicht so schwarz sehen. Wenn er sich richtig reinhängt und den passenden Job findet. Heiraten würde ich erst mal nicht.
w46
 
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  • #13
Ich würde versuchen ein Jahr unbezahlten Urlaub zu bekommen.
Bloß nicht gleich alles aufgeben.
Vielleicht kann man für den jetzigen deutschen Arbeitgeber in Amerika Kontakte knüpfen, Infos einholen....... irgendetwas finden, damit der Arbeitgeber mitspielt.
Dann evtl. ausprobieren - ein paar Monate.
 
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  • #14
M 48, kein Akademiker und niemals in den USA gewesen, totzdem hier meine Meinung.
Was ich gelesen habe, gerät die USA in den nächsten Jahren immer mehr in die Krise, dem Dollar droht der Zerfall, die Arbeirtslosikgeit auch unter Akademiker steigt rasant, diese haben dann oft grosse Schulden aus der Schulzeit und finden keine passende Jobs, weil in Amerika alle Industriejobs ausgewandert, verlagert wurden.Als das kommunistische Sowjet-regime zusammenbrach, hat das ein Umdenken in China , Indien veranlasst und das riesige Herr an billigen Arbeitskräften wurde für die grossen Internationalen Unternehmen verfügbar. Ich habe gelesen, dass die einzigen Jobs, die in den letzten 10 Jahren in Amerka neu entstanden, nur im Niedrigllohnsektor bei Dienstleistrungen wie Kellner oder Pflegedienst entstanden sind, in Europa gibt es Parellelen, aber in Amerika wurde offenbar rigoros alles ins Ausland verlagert Wenn es wie prognostiziert zu einer Hyper-inflation bei gewaltiger Arbeitslosigkeit kommen wird, dann kann das die Gesellschaft sprengen, man denke nur an die ganzen Waffen und Drogen dort. Ich würde deshalb niemals in die Staaten auswandern, auf youtube gibt es von Dr.Paul Creig Roberts ganz tolle Erläuterungen dazu, die ich jedem Interessenten dazu empfehle.
 
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  • #15
Eben weil sie Schulden hat, sollte sie die USA nicht verlassen! Wie sieht das denn aus: Jemand hat, warum auch immer, Schulden und macht sich aus dem Staub...? Nein.

Ich finde es richtig, dass er rüber geht. Wenn er hier in der Lage ist, einen guten Job zu finden und zu machen, dann schafft er es auch in den USA. Meine Meinung.

Es gibt nichts Schlimmeres, aus Angst, es könnte schief gehen, es nicht probiert zu haben. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Beide Partner kommen dann nämlich doch nicht voneinander los. Mein amerikanischer Ex und ich haben uns 2008 getrennt, als ich nach einem halben Jahr in NYC wieder zurück nach Deutschland musste (Studium beenden etc.). Es waren reine Vernunftgründe.
Beide hatten wir seitdem wieder feste Beziehungen, Affären etc. Aber jetzt haben wir wieder regelmäßig Kontakt und wir vermissen uns, kommen nicht voneinander los. Er will mich dieses Jahr besuchen kommen. Dann werden wir sehen, ob und wie es weiter geht.

Wenn ich wüsste, dass er inzwischen verheiratet wäre und Kinder hätte (oder ich), dann wüsste ich, es gäbe keine Zukunft für uns. Aber so denke ich ständig an ihn und was aus uns nur werden soll...

Von daher finde ich die Entscheidung deines Freundes richtig und unterstütze ihn in seiner Entscheidung.

w, 29
 
  • #16
Ich habe einige Zeit in den USA gelebt und bin immer noch regelmässig dort. Daher einige Dinge:

- hat er bereits eine Arbeitsstelle dort?
- welche Qualifikation hat Er?
- Hat Sie eine Arbeit und in welcher Branche?

Wenn Sie eine gut Bezahlte Arbeit hat, Er auch und dazu noch eine Quali die in den USA gefragt ist sollte Er es versuchen. Natürlich, ganz wichtig, ein Ehevertrag! Damit Er weder für Ihre Schulden haftet noch beim Scheitern fett bezahlen muss. Amerikanisches Recht ist anders als das Deutsche, aber akzeptiert auch Eheverträge sehr viel weitgreifender.

Dann hat er im schlechtesten Fall einige Jahre Auslandserfahrung was Ihm bei seiner persölichen als auch seiner Beruflichen Entwicklung nicht schadet. Spätestens wenn Er dann auch noch erzählt wievile der Deutsche Staat gerade für Familien tut (Krankenversicherung etc.) dürfte es auch gar nicht so unattraktiv für Sie sein auch mal wieder in D zu leben.

Heiraten kann erforderlich sein um eine Green Card zu bekommen.

M 48, kein Akademiker und niemals in den USA gewesen, totzdem hier meine Meinung.
Was ich gelesen habe, gerät die USA in den nächsten Jahren immer mehr in die Krise, dem Dollar droht der Zerfall, die Arbeirtslosikgeit auch unter Akademiker steigt rasant
durch solche Posts nicht verwirren lassen! Natürlich hat man im Moment Probleme wenn man im Finanzsektor arbeitet oder keine Akademische oder Handwerkliche Ausbildung hat. Was in den USA weitestgehend weg ist sind unqualifizierte Industriejobs- aber von denen gibts bei uns auch nicht mehr viele. Dazu berappeln sich die USA gerade wieder und wenn man eine technische Ausbildung hat (auch als Handwerksmeister) ist man eh der König weils dort weder Facharbeiterausbildungen noch gute Unis für Kinder die sich keine hohen Studiengebühren leisten können gibt.

Die kriminalitätsraten sind auch nicht höher als bei uns in den entsprechenden Gegenden, reine Panikmache.

Im Endeffekt gehts drum, sind die Chancen höher als die Risiken und wie bewertet er die? Siehe die Ausgangsfragen.
 
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Gast

  • #17
Hier nochmal #8:

Guter Beitrag von Kalle. Von meinem Ex weiss ich auch, dass er in seinem handwerklichen Beruf dort das doppelte verdienen würde (und auch verdient hat) + einige Annehmlichkeiten mehr hatte. Vor wenige Jahren kam er von dort zurück nach D und hat nun finanziell hier nichts mehr zu lachen.

Daher kommts schon ganz darauf an, welche Berufserfahrung Dein Freund hat und welche Kontakte.

W43