• #1

Auszeit während Kennlernphase

Hallo zusammen,
muss jetzt mal meinen Kummer von der Seele schreiben, bevor ich verrückt werde.
Ich habe vor 6 Monaten einen Mann kennengelernt und mich verliebt. Wir lieben uns beide sehr, trotzdem gibt es seit Anfang an fast wöchentlich Streits und Diskussionen wegen unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen. Wir sind bisher wirklich nie in dieser "Alles ist gut und bleibt erstmal so"-Phase gewesen sondern ständig in Gesprächen miteinander, wie wir Dinge ändern können. Einerseits finde ich das positiv, weil wir so an uns arbeiten und versuchen,aufeinander zuzugehen. Andererseits wäre es natürlich schön, mal eine Weile einfach zufrieden zu sein.
Wie auch immer, wir haben vor 2 Tagen beschlossen eine Auszeit von 10 Tagen zu nehmen,damit sich jeder Gedanken machen kann, was er will. Nun ist es allerdings so, dass ich schon am 2. Tag am Stock gehe und fast verrückt werde, weil ich das Gefühl habe,dass wir uns so voneinander distanzieren. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich diese Zeit überstehen soll, klar stören mich die Dinge in der Beziehung aber ich vermisse ihn jetzt schon und merke einfach nur wie ich ihn liebe. Ich habe auch noch einen 4-Jährigen Sohn und merke, dass ich völlig neben der Spur bin und mich kaum.auf ihn konzentrieren kann,weil ich einfach nur gern weinen würde.
Habt ihr Erfahrungen mit Auszeiten? Haben sie in positiver Weise geholfen?
 
  • #2
Wir lieben uns beide sehr, trotzdem gibt es seit Anfang an fast wöchentlich Streits und Diskussionen wegen unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen.
Wir sind bisher wirklich nie in dieser "Alles ist gut und bleibt erstmal so"-Phase gewesen sondern ständig in Gesprächen miteinander, wie wir Dinge ändern können. Einerseits finde ich das positiv, weil wir so an uns arbeiten und versuchen,aufeinander zuzugehen. Andererseits wäre es natürlich schön, mal eine Weile einfach zufrieden zu sein.
Liebe Moskito,
so ganz spontan klingt dies für mich sehr verkopft und überanalytisch, wenn es so viel Diskussionen gibt. Ich war mal mit einem Psychologen befreundet, der nahezu alles zerlegte bis in´s Detail. Das war ganz interessant, aber auch anstrengend und als Partner wäre mir das Zuviel gewesen. Nichts gegen Diskussionen, doch dieses umeinander Ringen finde ich auf Dauer ermüdend.
Und oft sind unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen durch Diskussionen nicht angleichbar. Man kann sich mitteilen, seinen Standpunkt erläutern, doch muss es ja nicht dazu führen, dass einer Recht hat und der andere seine Vorstellung deshalb ändert. Kompromisse finden ist wohl der beste Weg.

Zum Thema Auszeit: Ich kenne keinen Fall, in dem das letztlich zu etwas Gutem geführt hätte. (Und mit Auszeit meine ich nicht getrennte Urlaube oder Unternehmungen, die sind sicher eher bereichernd)
 
T

Toi et moi

  • #3
Mein Cousin hat sich eine zwei wöchige Auszeit von seiner Frau genommen, sie waren verheiratet und hatten einen kleinen Sohn, er hat dann die Auszeit verlängert auf sechs Monate und danach die Scheidung eingereicht. Der Grund war natürlich eine andere Frau, das ist ja klar.
In der Kennenlernen Phase Auszeit nehmen, bedeutet für mich, dass es nicht passt. Es ist einfach nicht kompatibel genug. Man möchte in der Kennenlernphase und wenn man so sehr verliebt ist, wie du es so empfindest, jede Sekunde zusammen sein. Man möchte einander sehen, natürlich gibt es auch ab und zu Meinungsverschiedenheit, kleine Auseinandersetzungen und Diskussionen aber im Grunde genommen, wenn zu viel Streit da ist, trotz Verliebtheit, bedeutet für mich, dass der Sex gut ist und der Rest nicht. Ein Signifikanter Bestandteil des Glücks fehlt.
Lass dir diese Zeit, renne nicht hinterher, sammele dich, nimm dir auch Auszeit von Streit, Meinungsverschiedenheiten, Diskussionen, ziehe für dich Resümee. Was ist gut und was muss sich ändern, damit es klappt. 10 Tage gehen schneller vorbei als Du denkst, gib dir und ihm diese Zeit.
Alles Gute für dich
 
  • #4
Wenn das alles schon so pessimistische und negative Gefühle auslöst, denke ich das das im Grunde nur ein feiges Beenden auf Raten ist. Manch schaffen einfach den konsequenten Absprung nicht und meinen dann würde es einfacher. In Wahrheit nutzen sie die Zeit nur zum Abgewöhnen und denken es wär ja wohl klar, das es aus ist.
In allem was du so beschreibst klebst du schon recht "bedürftig" dran und hast massive Verlustangst. Aber ganz ehrlich: Bei allem was du beschreibst und wenn man in dem frühen Stadium wo andere das Bett kaum vor Begeisterung verlassen schon so Diskussionen und Probleme hat, dann ist es nichts. Ich hab noch nie eine Auszeit gesehen nach der irgendwas weitergegangen wäre oder wirklich grundsätzlich was gut geworden. Hör lieber auf dich zu quälen und suche im Kopf maximalen Abstand indem du wieder zu dir selber findest. Plane den in deinem Leben nicht mehr ein und erledige was dir gefällt, triff dich mit Freunden, organisier was schönes, etc. Klar, es ist schade. Man hat eben Hoffnung und will alles versuchen. Meine Erfahrung ist aber, dass es ganz einfach ist, wenn es wirklich passt. Dann braucht man keine Auszeit und sich nicht zurücknehmen und auch keine Diskussionen, was man ändern muss, direkt in der ersten Zeit. Wenn du dir den einen oder anderen Thread durchliest, kannst du mit der Zeit erkennen, dass es immer einen gibt der/die draufzahlt. Einer will diskutieren, ändern und meint "das schaffen wir", aber der andere lügt im Grunde aus Bequemlichkeit nur rum. Evtl. auch weil es nicht so einfach ist eine neue Wohnung zu suchen, man warm fallen will, etc. Dann kommt der große Knall: Der andere tritt sich frei. Angeblich ganz plötzlich. Übersehen oder nicht ernstgenommen wurden genau solche Zeichen wie deine mit "Auszeit, Diskussionen". Lass es nicht so weit kommen und mach dir Gedanken ob nicht doch was kompatibleres besser wäre. Denn eines Tages willst du ja vielleicht auch zusammenziehen, eine neue Zukunft, der Junge gewöhnt sich an ihn usw. w50
 
  • #5
Woran machst du das eigentlich fest, dass ihr euch so sehr liebt? Ich lese nichts was darauf hindeutet, außer dass du ihn vermisst.
trotzdem gibt es seit Anfang an fast wöchentlich Streits und Diskussionen wegen unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen. Wir sind bisher wirklich nie in dieser "Alles ist gut und bleibt erstmal so"-Phase gewesen sondern ständig in Gesprächen miteinander

Ihr habt euch vor 6 Monaten kennengelernt und bereits jetzt so große Probleme, dass ihr eine Auszeit benötigt. Jetzt mal ganz ernsthaft, wie soll es danach werden? Meinst du die paar Tage ändern euer Verhältnis zueinander? Diese "unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen" werden danach noch ganz genau so vorhanden sein und eure Diskussionen gehen von vorne los.
Immerhin könnt ihr miteinander kommunizieren, aber das nützt leider nichts, wenn ihr einfach keinen Kompromiss findet. Ihr müsst akzeptieren, dass ihr zu verschieden seid um eine Beziehung zu führen. Du tust dir selbst einen Gefallen wenn du aufhörst von Liebe zu reden und dich mal fragst, was das überhaupt ist.
 
  • #6
Du kannst diesen Mann abhaken! Versuche keine Lösung zu finden! Sei dir selber mehr wert und bleib deinen Vorstellungen treu. Ja, klar, distanziert ihr euch, der Mann weiß das auch! Der Mann ist ein unverbindlicher Spieler und versucht Luft zwischen euch zu bekommen.

So ein Verhalten gleich am Anfang des Kennenlernens ist Gift für eine Partnerschaft, weil es dem Partner Unsicherheiten vermittelt und damit eine eigentlich tolle Beziehung sofort und gnadenlos in Schutt und Asche legt und aus einer netten, interessierten Frau eine verrückte Durchdreherin macht. Außerdem hinterlässt so ein Verhalten einen negativen Schatten für den Rest der gesamten Beziehung. Du wirst immer misstrauisch sein, du wirst immer die Unterlegene in dieser Beziehung sein. Wie du ja selber sagt, du weißt nicht, wo dir der Kopf steht. Es fehlt jetzt nur noch der Umschaltknopf zum Aus bei dir. Dieses Verhalten ist verstörend. Orientier dich neu! Er wird das auch machen. Ich glaube, solche Männer hatten von Anfang an keine ernste Absichten. Ich kenne das Selbe. Solche Typen sind nicht selten. Pass auf dich auf!

Also zu deiner Frage: Nein, Pausen helfen nicht positiv. Im Gegenteil. Ein interessierter Mann lässt keine Pausen entstehen, weil das zu viel Zeit gibt, nüchtern im Kopf zu werden. Man verzeifelt. Die Leidenschaft und Liebe kühlt ab und dann ist es vorbei. Das Gefühl kommt nie wieder zurück! Partner, die absichtlich negative Gefühle beim Gegenüber entstehen lassen, ruinieren ihre Beziehung damit.
Männer, die Frauen in Warteschleifen hängen lassen, sind erfahrungsgemäß an nichts Verbindlichem interessiert, die hoffen, dass du naiv genug bist, das mitzumachen.
 
  • #7
Mein Mann und ich trennten uns, nach langjähriger Ehe. Wir entschieden uns für einen gemeinsamen Neustart, retrospektiv also eine Auszeit. Die mehrwöchige Trennung wirkte sich positiv auf die Beziehung aus. Mein Fazit: Eine Auszeit kann sich positiv auswirken wenn sie von beiden Partnern zur Reflexion genutzt wird.

Mit meinem derzeitigen Partner hatte ich monatelang einen Art Single-Affäre, incl. sexueller Exklusivität und beidseitiger emotionaler Bindung. Auch hier erfolgte eine Trennung. Nach 3 Wochen der Reflexion fanden wir wieder zusammen. Die positive Auswirkung der Auszeit ist, dass wir uns (ok, ich mir) bewusst wurden, was uns der Andere bedeutet und es wünschenswert ist sich zu einer festen Beziehung, die wir im Grunde 'inoffiziell' hatten, offiziell zu bekennen.
 
  • #8
Dann ist es einfach keine Verliebtheit seinerseits! Das liegt nicht an dir, es wird ihm mit jeder weiteren Frau genauso gehen. Der Mann hatte wahrscheinlich nie wirklich eine richtige Beziehung geführt und weiß nicht, dass tägliche Kommunikation einfach dazu gehört, genauso wie ein Mindestmaß an Nähe, das dem Partner Sicherheit gibt, damit er nicht verängstigt ist und sich abgestoßen fühlt. Denn du bist jetzt völlig aus dem Häuschen und fühlst dich hilflos und alleingelassen. Sowas geht einfach gar nicht. Überprüfe mal, was das für einer ist. Ist er gerne sarkastisch? Dann ist er auch gerne ein Sadist, der so einen Umstand mit seiner Partnerin braucht, um sich gut zu fühlen.
 
  • #9
Liebe FS,
Auszeit in der Kennenlernphase heißt: ihr wollt auf Krampf heraus etwas zusammenschmieden, was nicht zusammen passt. Es ist zwischen Euch von Anfang an nicht leicht gewesen, sondern war arbeiten an einer Dauerbaustelle, die Beziehung werden sollte. Leider ist Euch auf dem Weg dahin schon die Puste ausgegangen.
Du schreibst leider nicht, was denn konkret Eure Dauerprobleme sind.

Ich glaube nicht, dass Euch die 10-taegige Trennungszeit wieder zueinander bringt - warum auch, ihr habt doch bisher kein unbeschwertes Miteinander kennengelernt. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass er die Ruhephase so erfreulich findet, dass er in die Stresshoelle wieder zurückkommen will.
Mir ist aus Deinem Post auch nicht klar, warum Du ihn vermisst, ich wäre froh, mal meine Ruhr vor Auseinandersetzungen zu haben. Bist Du eine von den Frauen, die ohne Mann nicht kann und sich an einer wandelnden Katastrophe festklammert?

Konzentrier' Dich aufmDein Kind und vergiss den Beziehungskrampf mit diesem Mann. Vermutlich nutzt er ohnehin die Auszeit, um seine Chancen bei einer anderen Frau zunevaluieren und kommt nur zurück, wenn es nichts wird.

Bei einem Mann, der in der Kennenlernphase eine Auszeit braucht, sitzt Du auf dem Schleuderstuhl. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Idee der Auszeit von Dir gekommen ist, wenn Du nach 2 Tagen schon so am Rad drehst. Das weiß man vorher, wenn es so intensiv ist, dass die Auszeit nichts ist.
 
  • #10
Liebe FS,
eine Auszeit kann natürlich etwas Gutes bewirken. Man kann in Ruhe und mit etwas Abstand nachdenken, Dinge sacken lassen. Auch ist sie dafür gut zu eruieren, ob man den Partner vermisst, oder ob man über die Trennung auf Zeit eher erleichtert ist.

10 Tage halte ich für's Reflektieren zu kurz.
In der Regel sind die Emotionen in dieser Zeitspanne noch so hochgepusht, dass sachliches Nachdenken noch nicht möglich ist. Man findet in dieser Zeit nicht den nötigen Abstand.

Die Auszeit kann nur gelingen, wenn beide Partner diese als Chance ernst nehmen und tatsächlich in sich gehen und daran arbeiten, Kompromisse zu finden. Tut einer der Partner dies nicht, wird der Versuch scheitern.

Ich habe eine Auszeit in meiner Partnerschaft hinter mir, und sie hat uns gut getan. Vieles wurde danach einfacher und leichter.

Wenn sich allerdings schon in der Kennenlernphase solche Probleme auftürmen, wäre man gut beraten, auch über eine mögliche Trennung nachzudenken. Meist empfindet einer der Partner eine Beziehung, in der von Anfang an so viel Arbeit nötig ist, eher als Belastung denn als Bereicherung.
 
  • #11
Ihr nehmt die Auszeit ja anscheinend, weil es miteinander so anstrengend ist, und nicht, weil eine langjährige Basis besteht und man über weitere Ziele im Leben nachdenkt.
Ich fänd interessant, welche Probleme ihr habt. Die üblichen sind ja Freiraum vs. Paarzeit, Flexibilität vs. Verpflichtungen, Interessenkonflikte wegen Arbeit und Vorrangigkeiten.

Du hast ein kleines Kind. Das sollte erste Priorität haben, also wenn der Mann Probleme damit hat, dass Du nicht so flexibel bist oder eben nicht wie eine Singlefrau Dich ganz auf ihn konzentrieren kannst, passt es nicht oder Dein Sohn wird leiden.

Du wirst ihn nicht zu einem Zweitvater mit Verpflichtungsgefühlen machen können, falls das das Problem ist. Denn er weiß einfach nicht, wie das aussehen sollte, denn er hat ja kein Kind als AE und will vielleicht Spaß und irgendwann mal mehr mit ner Frau, aber nicht gleich das volle Programm? Manche Frauen mit Kind wollen den Mann gleich schön integrieren, so dass er hauptsächlich auf Familie macht, statt die Frau als Teil seiner Freizeitaktivitäten anzusehen. Und letzteres machen manche Männer, die nicht so felsenfest auf Beziehung machen wollen. Die Frau ist ja oft beschäftigt mit ihrem Kind, und das geht ihn nichts an. Er kann sich dann freier fühlen als in einer Beziehung mit Singlefrau, die sich komplett auf den Mann konzentriert und ihn irgendwann nervt mit "wir müssen alles gemeinsam machen, du bringst dich gar nicht ein in die Beziehung" usw. Ich glaube, gerade das wirkliche Einbringen in eine Beziehung und das sich ganz drauf einlassen fällt Partnern von AE manchmal schwer, denn es ist immer ein dritter Mensch da, der Vorrang haben sollte und der mit dem eigenen Leben nichts zu tun hat außer, dass er viel Aufmerksamkeit des AE-Partners braucht und Zeitvorgaben "macht".

Denke bitte auch dran, dass Dein Freund das mit der Liebe nicht so sehen muss wie Du. Wenn er nur rumsucht nach einer Partnerin und noch gar nicht weiß, wie Verantwortungübernehmen für eine Beziehung ist, dann bist Du in einer ganz anderen Lebenslage als er. Denn Du bist verantwortlich für eine Beziehung, die zu Deinem Kind. Für Dich bedeutet das möglicherweise was ganz anderes als für ihn, in einer Beziehung zu sein.
 
  • #12
Hallo Moskito123,
das hört sich ja sehr kompliziert an. Bist Du Dir sicher, dass es der Richtige ist?
Ich habe so etwas in ähnlicher Form gerade erst hinter mir. Es war von Anfang an kompliziert und wurde nicht besser. Ich habe diesen Mann unendlich geliebt, liebe ihn immer noch. Auch wir hatten eine Auszeit von 2 Monaten, weil er es angeblich brauchte. Ich habe auch gedacht, ich überlebe es nicht. Natürlich hab ich es überlebt. Aber nach der Auszeit kam das Ende. Ich halte nichts davon. Es ändert sich doch nichts in dieser Zeit. Stell Dir wirklich die Frage, ob er der Richtige ist und höre auf Dein Herz...
 
  • #13
Ich kann das ganz kurz beantworten :
Ja, so eine Anfangsphase hatte ich auch mal. Nein, wird nicht besser. Nein, würde es in dem anfänglichen Beziehungsstatus nicht empfehlen.

Stress und Streit in einer so frühen Beziehung, während die Hormone noch schwirren, deuten darauf hin, dass ihr nicht zusammen passt.
Schau dir an warum ihr streitet. Früher dachte ich, dass sich ein Paar immer zusammen raufen und Kompromisse finden kann. Heute glaube ich das nicht mehr. Menschen haben ganz unterschiedliche Werte- und Lebensvorstellungen. Die Vorstellungen können so unterschiedlich sein, dass ein gut lebbarer Kompromiss nicht möglich ist.
Nimm das Bedürfnis nach Nähe oder nach Treue oder Prioritätensetzung. Wenn dir Familie wichtig ist und du den Mann immer bei dir im Haus auf dem Land haben willst, wirst du nie glücklich mit einem Mann mit einer kleinen Stadtwohnung, der ständig für Beruf und mit Kumpels unterwegs ist und nur alle paar Monate für dich Zeit hat. Das wird sich auch nicht ändern und es gibt keinen Kompromiss, mit dem beide zufrieden sind.
 
  • #14
Liebe Moskito,
auweia, das hört sich für mich nicht so gut an.

Wenn ihr seit 6 Monaten immer wieder Streits und lange Diskussionen habt wegen unterschiedlicher Vorstellungen - um was geht es denn dabei überhaupt genau -? , dann passt irgendwas nicht in der Beziehung.

Es wäre natürlich möglich, dass ihr beide euch nach den 10 Tagen Auszeit so sehr vermisst habt und endlich einseht, dass man bestimmte Dinge an seinem Partner auch akzeptieren kann.
Nur, glaubst du noch an den Weihnachtsmann.
Ich habe das Gefühl, dass das alles von ihm ausgeht, sonst würdest du hier nicht deine Traurigkeit preisgeben.

Da hier nicht bekannt ist, worüber ihr euch immer streitet und alles verändern wollt, wäre es jetzt in dieser Beziehungspause Zeit, mal darüber nachzudenken, ob er überhaupt der richtige Mann für die Zukunft ist.
Ich zweifele daran, dass du mit ihm glücklich wirst.
Ein Mann der dich liebt, würde sich anders verhalten und verstehen, dass du "auch mal Zufriedenheit brauchst" und würde dir solche destruktiven und ermüdenden Gespräche ersparen.
Wahrscheinlich hat der Probleme mit sich selber und redet dir noch Schuldgefühle ein.
Pass gut auf dich auf und lass dich nicht in so ein negatives Konstrukt einbinden.

Wie kommt es denn, dass du am 2. Tag der Auszeit schon am Stock gehst und ihm so nachtrauerst. Woran merkst du genau, dass du ihn so liebst, wenn er dir nicht gut tut.
Du hast Angst, dass ihr euch jetzt verliert, aber stell dir mal dieses ständige Diskutieren, über wahrscheinlich völlig unwichtige Dinge, über Jahre vor.
Und dann überlege, ob du mit so einem Mann dein Leben verbringen möchtest.

Ich wünsche dir viel Glück für die Zukunft und einen Mann, mit dem du jeden Tag deines Lebens genießen kannst.

LG
Santosha
 
  • #15
Liebe FS,

ich liebe seit 2 Jahren nicht, aber Streit und elementare Diskussionen kennen wir nicht.
Wir sind gerade von einer Urlaubsreise aus dem Ausland zurück gekehrt, welches nur mit schwarzen Humor zu ertragen war und sicher jedes Paar auf eine harte und bittere Probe gestellt hätte, aber auch dort kenne ich nicht das von Dir Beschriebene.
Ihr habt ein sehr seltsames Verständnis von Liebe, auch Du. Das Ganze klingt eher nach "Sich-schön-reden".
 
  • #16
Darf ich nachfragen, worum es sich bei diesen unterschiedlichen, streitauslösenden Erwartungen und Vorstellungen handelt?
Woran macht ihr eure Liebe fest?

An und für sich hat eine Beziehung wenig Sinn, wenn man den Partner/die Partnerin nicht akzeptiert, wie er/sie ist. Wenn man dazu noch in der ersten Zeit der Verliebtheit eine Auszeit braucht, halte ich das für sehr bedenklich und nicht zukunftsträchtig.
 
  • #17
...seit Anfang an fast wöchentlich Streits und Diskussionen wegen unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen. Wir sind bisher wirklich nie in dieser "Alles ist gut und bleibt erstmal so"-Phase gewesen sondern ständig in Gesprächen miteinander, wie wir Dinge ändern können.

Aus meiner Perspektive ist das aussichtslos. Wenn man keine Gemeinsamkeiten hat, ist eine Beziehung früher oder später zum Scheitern verurteilt. Mir ist völlig schleierhaft, wieso Menschen die Kennenlernphase überhaupt nicht als solche nutzen und sich ständige Streitereien schönreden. Da kann auch eine Auszeit nicht helfen. Das einzige Argument für eine solche "Beziehung" ist, dass sich niemand anders findet.
 
  • #18
Liebe Moskito123,

ich kann mich den vielen Vorpostern nur anschließen.

So viele unterschiedliche Wertvorstellungen und das schon am Anfang. Da wird die Auszeit auch nicht helfen. Nach einer Weile ist alles beim Alten.

Nein, nutze DU diese Zeit, um dir klar zu machen, was für dich in einer Partnerschaft wichtig ist und erfüllt dies der Mann nicht (nach 6 Monaten kann man schon ein Fazit ziehen), dann geh mit aller Konsequenz. Das hat für mich auch was mit Verantwortung für sich selbst zu tun. Ich möchte nicht immer leiden und Diskussionen führen. Widme dich deinem Kind! Das Leben ist einfach zu kurz, um in solchen Gassen stecken zu bleiben.

Viel Kraft!
 
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