• #1

Authentische Liebe = erfüllender Sex. Ist das wirklich so?

Hallo liebe Foris,
um fairerweise den Thread einer anderen Fragestellerin nicht weiter zu sprengen möchte ich dieses Thema "authentische Liebe= erfüllender Sex?" doch gerne einmal zur Diskussion stellen. Da scheint ja Diskussions- Bedarf vorhanden zu sein.

Für mich persönlich ist es eine verklärt romantische Vorstellung, dass man, wenn man einander liebt, auch dauerhaft erfüllenden Sex hat.
Ich hatte an anderer Stelle meine doch recht unkonventionelle Ehe erwähnt, was mir gleich die Wertung einbrachte einen faulen Kompromiss zu leben und dass unsere Liebe nicht authentisch sei.

Meinen Mann und mich trennen 20 Jahre. Ich bin Mitte 30, er Mitte 50. Seine Libido hat in den letzten zwei Jahren stark nachgelassen. Da er mir aber den sexuellen Akt als solches nicht verwehren möchte, hat er mir außerehelichen Sex zugestanden. Ich habe mich dann auch tatsächlich eine Zeit lang so ca. alle vier-fünf Wochen mit einem anderen Mann getroffen. Einmal lud er mich auch an einem WE zu sich eingeladen, offenbar auch mit dem Gedanken, dass ich bei ihm übernachte.
Lange Rede, kurzer Sinn. Neben diesem Mann konnte ich schlicht und ergreifend nicht einschlafen und habe auch nicht diese Erfüllung und Wärme verspürt, die empfinde, wenn ich neben meinem Mann liege. Guter Sex hin oder her. Er konnte mir nicht das geben wonach ich mich wirklich sehnte. Eben diese liebevolle Zuneigung, die Streicheleinheiten, diese Herzenswärme. Seitdem habe ich diesen Mann nur noch sporadisch getroffen und mittlerweile sehen wir uns gar nicht mehr.

Für mich ist diese Erfahrung ein Indiz dafür, dass es eben durchaus diese aufrichtige Liebe ohne erfüllenden Sex gibt. Es ist nicht so, dass mein Mann und ich nicht mehr intim werden würden, aber es ist eben eine andere, tiefere Intimität, als ich sie jemals beim Akt haben könnte. Für mich ist das eben nur ein körperliches Ding, das man vollkommen unabhängig von "wahrer Liebe" praktizieren kann. Deswegen komme ich zu dem Schluss, dass Sexualität eben das ist was es ist, ein bloßer Trieb, den man im Endeffekt überwinden kann.

So und jetzt ihr.
Was ist eure Meinung zu der Thematik?
Freue mich auf eine rege Diskussion.:)
 
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  • #2
Du wirst Prügel bekommen, unsägliche Aussagen mit Punkt am Ende (bekommt aber jeder ... ) und die romantische Fraktion wird dich gar nicht verstehen (wollen und/ oder können, oft auch beides).
Eine genaue Antwort scheitert schon an der Frage, was denn Liebe (oder gar "Wahre Liebe") sein soll. Auch "erfüllender Sex" wird derart unterschiedlich definiert ......
Ganz persönlich - Sex kann auch mittels ONS absolut super sein. Ich bin auch der Meinung, dass toller Sex zwar wichtig ist, aber bei dem Menschen, der fast täglich um mich ist, andere Dinge im Vordergrund stehen. Sex kann ich auslagern - Vertrauen nicht.
Ich habe mal wieder Glück gehabt .... aber (und V weiss das) - meine Freundin wäre sexuell eher zu ersetzen als von ihrer Wesensart. So scheint es bei dir und deinem Mann auch zu sein. Und ich würde V auch nicht verlassen, sollte ihre Lust auf Sex mal ganz wenig werden.
 
  • #3
Liebe @ChaosTheory ,
ich freue mich auf diese Diskussion.
Genau wie du glaube ich nicht an die These, wahre Liebe sorgt automatisch für erfüllten Sex. Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Ich hatte schlechten Sex mit Männern die ich sehr geliebt habe und den besten und erfüllendsten Sex mit einem Mann, für den ich keine tieferen Gefühle hatte.
Ähnlich wie der IM habe ich aber sehr lange über mich geglaubt, ich könnte das eine nicht vom anderen Trennen. Ich dachte lange über mich, dass ohne Liebe nicht die nötige Intimität entsteht. Das ist wohl auch so. Aber Intimität ist leider kein Garant für erfüllenden Sex. Ich habe da viel über mich gelernt und durfte mein Mindset ändern. Das empfinde ich als Bereicherung.
Ich glaube, dass man deine Frage nicht generell beantworten kann. Das liegt schon alleine an der Art, wie Liebe definiert und dementsprechend empfunden wird. Es gibt einen Riesen Unterschied zwischen romantischer Liebe und aufrichtiger bedingungsloser Liebe. Für jeden Menschen bedeutet Liebe etwas anderes. Abhängig von der Art, wie Liebe im Elternhaus gelebt wurde und welche Erfahrungen, der einzelne Mensch damit gemacht hat.
Ich habe so viele Facetten von Liebe erlebt und erfahren, dass ich mir heute nicht mehr anmaße, zu wissen was sie wirklich ist. Mit jeder neuen Facette, lernte ich, das meine Erfahrungen und mein vermeintliches Wissen darüber wandelbar ist.
Einer Sache bin ich mir aber Sicher: Bedingungslose, wahre Liebe ist nicht mehr an Besitzdenken gekoppelt. Sie entspringt der aufrichtigen Selbstliebe. Wer sich selber nicht vollumfänglich Liebt, muss mir nichts mehr von Liebe erzählen. Wer starre Bedingungen an die Liebe knüpft, hat sie wohl nicht vollständig erfahren.
 
  • #4
"authentische Liebe= erfüllender Sex?" ...Da scheint ja Diskussions- Bedarf vorhanden zu sein.
Für mich persönlich ist es eine verklärt romantische Vorstellung

Liebe und Sex können zusammenhängen, können aber auch getrennt sein.

Ich gebe Dir insoweit recht, als guter libido-gesteuerter Sex ohne Weiteres ohne Liebe möglich ist. Oft ist es gerade die Abwesenheit von Liebe, die diesen erst ermöglicht. Ich schätze normalerweise das Unverbindliche sehr und das Gefühl, mit dem Sex keine Einschränkungen meiner Freiheit zu risikieren, macht das körperliche Erlebnisse unbeschwert und frei, dadurch auch intensiv. Ich hatte schon viele F+ und auf den Sex kann ich rückblickend nur mit Schwelgen blicken.

Ich habe nun vor Kurzem eine Frau gedatet. Unausgesprochenerweise hatten wir beide nur eine Affäre gesucht. Sie wollte mich auch standepede mit zu sich nach Hause nehmen. Dies ist allerdings daran gescheitert, dass der Grenzer mangels Coronatest mich nicht ins Land ließ. Sie wohnt im benachbarten Ausland 250 km von meinem Wohnort. So kam es zum ersten Sex erst zwei Tage später als sie mich besuchte. Wir sind von der Wohnungstür gar nicht mehr bis zum Bett gekommen. Das Wohnzimmersofa war näher. Ganz der Typ Frau, wie ich ihn mag.

Und was ist passiert? Wir haben uns verliebt und eine Beziehung begonnen. Sie hat ebenfalls viel Erfahrung mit F+ und 3ern (WWM und WMM), außerdem ist sie bisexuell. Nennen wir sie @Tom26 's Beispiel folgend L. Ich habe allerdings keine Erfahrung mit 3ern.

Wir hatten nun neulich auch schon ein Beziehungsgespräch. (Das hasse ich sonst wie die Pest.) Sie meinte, sie ist sofort dabei, wenn ich einen 3er mit einer anderen Frau will. Die müsse ich aber herbeischaffen und L. will auch nur den Sex, werde sich mit der anderen Frau nicht anfreunden. Dies obwohl sie zu bedenken gab, den geliebten Partner im orgiastischen Sex mit Dritten zu erleben, könne im Kopf viel kaputt machen. L. will aktuell keine anderen Partner. Ich habe trotzdem gesagt, Frauen könne sie jederzeit parallel haben, ich wolle nur ein Signal. Ich will derzeit auch nichts parallel, obwohl mir die Möglichkeit auf einen 3er schon im Kopf spukt.

Was ist nun der Unterschied zwischen unbefangenem Sex und Sex mit Liebe? Letzterer ist psychisch ansprechender. Es findet ein Vereinigung auf zwei Ebenen statt, nicht nur auf einer. Dass der körperliche Sex an sich dadurch aber besser ist, kann man nicht sagen. Das Plus beim Liebes-Sex liegt auf einer anderen, zusätzlichen Ebene.

Ich habe sogar schon einen Anfängerkurs in ihrer Sprache gebucht, so verliebt bin ich.

Ich war mit meiner Ex-Frau (22 Jahre Ehe, 2 Kinder) und einer zweijährigen Beziehung auch schon am ersten Tag im Bett. Ich verliebe mich in diese Sorte Frau oder gar nicht. L. nennt übrigens Menschen mit der Sichtweise, es beim Sex langsam angehen zu lassen, in Anlehung an den BDSM-Chargon "Vanillas".
 
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  • #5
Ich habe gestern schon aufgrund deines Beitrags geantwortet!
Wenn es beidseitige, echte, wahre Herz-und Seelen - Liebe ist, hat man dauerhaft erfüllenden Sex, Voraussetzung dafür ist, dass Kompatibilität besteht und dass die Gesundheit diesbezüglich vorhanden ist, wenn nicht, gibt es viele Möglichkeiten, auch und gerade was körperliche, erotische Nähe betrifft, in Erfüllung zu kommen, auch ohne die übliche Penetration!
Ich hatte an anderer Stelle meine doch recht unkonventionelle Ehe erwähnt, was mir gleich die Wertung einbrachte einen faulen Kompromiss zu leben
Ja, du lebst einen faulen Kompromiss, das habe ich dir geschrieben, du lebst gegen deine ehrliche Seele, gegen deine Herzwahrheit, gegen deine wahren Liebesgefühle und gaukelst allen Betreffenden eine Realität vor, die so gar nicht stimmt!
Meinen Mann und mich trennen 20 Jahre. Ich bin Mitte 30, er Mitte 50. Seine Libido hat in den letzten zwei Jahren stark nachgelassen.
Ohne das genau zu wissen, habe ich das genauso eingeschätzt!
Da er mir aber den sexuellen Akt als solches nicht verwehren möchte, hat er mir außerehelichen Sex zugestanden.
Nicht verwehren ist nicht dasselbe wie erlauben! Ich bin fest davon überzeugt, deine moralische Einstellung, dein Gewissen, deine Seele, dein Herz, dein Gefühl, arbeiten total gegen diese rein sexuelle, verkopfte Handlung!
Lange Rede, kurzer Sinn. Neben diesem Mann konnte ich schlicht und ergreifend nicht einschlafen und habe auch nicht diese Erfüllung und Wärme verspürt, die empfinde, Seitdem habe ich diesen Mann nur noch sporadisch getroffen und mittlerweile sehen wir uns gar nicht mehr.
Guter Sex, wie so 08/15 und allgemein verkopft definiert wird, ist noch lange kein emotional, erfüllender Sex, das macht den großen Unterschied! Das ist letzendlich die emotionale Konsequenz, diesen Mann nicht mehr zu treffen, was ich sehr positiv, reif und gut finde!
Für mich ist diese Erfahrung ein Indiz dafür, dass es eben durchaus diese aufrichtige Liebe ohne erfüllenden Sex gibt.
Diese Erfahrung habe ich schon lange hinter mir, dass ohne Aufrichtigkeit und ohne Authentizität, ohne die "S" und ohne beidseitige Gefühltiefe, ohne wahre Herzliebe, keinen erfüllenden, emotionalen Sex möglich ist! Für mich sind die Menschen sehr arm, emotional nicht Erwachsen, die sowas imstande sind zu tun!
Wer emotional erwachsen ist, überwindet diesen bloßen Trieb, gerne und leicht für sich! Meine Werte, meine Seele, mein Herz, meine echten Gefühle, würden es niemals zulassen, ohne echte wahre Liebe auf beiden Seiten, reine Sexualität als Maschine zu bedienen und zu befriedigen!
 
  • #6
Für mich persönlich ist es eine verklärt romantische Vorstellung, dass man, wenn man einander liebt, auch dauerhaft erfüllenden Sex hat.
Das ist stark ideologisch, ja....das Problem mit Ideologien ist, dass sie mit einer stark vereinfachten, theoretischen Realität arbeiten.

Das Leben ist aber überaus komplex. Wir können jemanden lieben, aber keine Beziehung mit ihm führen können, weil Vorstellungen/Bedürfnisse z.B. zu weit auseinanderliegen.

Sexualität ist z.B. so ein Bedürfnis. Wenn sich zwei Menschen begegnen, die sagen können, dass sie den anderen lieben für das, was er ist. Dann steht das in keinem Widerspruch dazu, wenn man gleichauf feststellen muss, dass man auf gewissen Ebenen doch recht unterschiedlich zu sein scheint.

Wenn ich Kompatibilität mit Liebe gleichsetze, dann bekommt die Vorstellung von Liebe für mich einen stark funktionellen Charakter.

Also ich kann dann ja nur jemanden lieben, der all meine Bedürfnisse und Vorstellungen erfüllt. Das hätte mit der Liebe, wie wir sie im westlichen Raum definieren, nichts zu tun.

Definition: „Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht.“

Ich denke viele Menschen tun sich schwer damit, weil sie aufgrund ihrer eigenen Erziehung schon früh lernen mussten, dass Liebe immer nur in Verbindung mit der Erfüllung der Erwartungen anderer zu existieren scheint. Sie also selbst keine bedingungslose Liebe in ihrem Elternhaus erfahren haben und dieses Konzept dann später unreflektiert in ihre Beziehungen tragen.
 
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  • #7
Für dich ist reiner Sex ohne Liebe nicht erfüllend, weil dir eben als Angenommensein auf seelischer Ebene fehlt.
Für dich ist die Liebe zu deinem Mann erfüllender als " kalter Sex" .
 
  • #8
Ich sehe einen möglichen, aber durchaus keinen zwingenden Zusammenhang. Du beschreibst selbst ein Beispiel. Wenn jemand körperlich gehindert ist, muss man damit umgehen. Natürlich ist es legitim, Sex in einer Beziehung als so zentralen Bestandteil zu betrachten, dass man sie dann beendet. Aber man muss dies nicht tun und kann aus meiner Sicht trotzdem eine authentische und liebevolle Beziehung führen.
 
  • #9
Dieses Thema war in unserem Freundeskreis schön desöfteren Thema. Für mich gehört beides dazu und ich sehe es auch als Voraussetzung. Eine Ehe oder Partnerschaft ohne stetigen, leidensachaftlichen und liebevollen Sex, kann ich mir nicht vorstellen.

Mit meiner Frau hatte ich 24 Jahre die Erfahrung gemacht. Genau wie mit meiner jetzigen Partnerin.

Noch ein Tipp für alle Suchenden, die beim Daten wegen dem Sex zweifeln:

Der Sex wird nie besser als am Anfang. Das ist der Gradmesser! :)
 
  • #10
Liebe CT,
Da traust Du Dich jetzt was. Du weißt, was kommt - leider.

Ich persönlich finde, dass es nicht zwangsläufig zusammenhängt.
Man kann durchaus erfüllenden Sex haben, - für mich fehlt dann allerdings eine Komponente, so wie es Dir auch ging, - ohne den Anderen zu lieben.
Das ist für mich dann der Unterschied zwischen Sex und sexueller Intimität.
Und man kann lieben ohne dass Sex stattfindet.

Über "wahre Liebe" lasse ich hier jemand anderen den vorhersehbaren Text abspulen.

Ich weiß für mich, dass solange meine Libido so ist, wie sie ist, für mich zu einer stimmigen Partnerschaft zur psychischen und körperlichen Intimität auch die sexuelle zählt - ich habe aber keine Glaskugel.

Und was ich glaube, ist dass es jeder Mensch für sich fühlt und entscheidet, dass es kein Richtig /Falsch gibt, und es vor allem viele Arten von Liebe, und viele Arten mit Sexualität /Intimität umzugehen.
Es muss jede *r für sich entscheiden, womit sie /er sich wohl fühlt.

W, 51
 
  • #11
Deswegen komme ich zu dem Schluss, dass Sexualität eben das ist was es ist, ein bloßer Trieb, den man im Endeffekt überwinden kann.
Oder nicht stark ausgeprägt ist oder nachlässt.
Bin ansonsten ganz Deiner Meinung. Ich bezeichne den Akt selber als Vereinigung in Liebe. Und wenn es diesen nicht gibt, ist es auch gut. Wichtiger sind all die anderen von Dir genannten Dinge. Aber am allerwichtigsten ist, dass die beiden Liebenden übereinstimmen in ihrem Empfinden.
Ihr beide habt eine hervorragende Ehe, Du hast es probiert und "nur Sex" als schal empfunden.
ErwinM, 51
 
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  • #12
Für mich persönlich ist es eine verklärt romantische Vorstellung, dass man, wenn man einander liebt, auch dauerhaft erfüllenden Sex hat.
Ich denke, dass Liebe und Sex an sich nichts miteinander zu tun haben müssen.

Aber ich denke auch, dass ein Sexleben bei Liebenden, das anfangs erfüllend ist, auch dauerhaft sein wird, es sei denn es kommen persönliche Gründe des Individuums dazwischen (Depressionen, altersbedingter Libidoverlust usw.).
Soll heißen, ich glaube nicht, dass das Sexleben anfangs gut gepasst hat, wenn es nach einer gewissen Zeit ohne weitere Gründe abstirbt. Sollte sowas passieren, passt es sexuell nicht wirklich und man hat sich nur was vorgemacht. Das hat aber mit Liebe nichts zu tun. Die kann weiter existieren und die Frage ist, was man dann macht. Beziehung öffnen, Abstriche hinnehmen, sich einreden, dass das normal sei, ...

Ich fänd es sehr schwer, wenn man einen Partner hat, auf den man sexuell Lust hat, und er kann/will aber nicht mehr. Öffnen der Beziehung - ok, aber da ist der Sex ja anders als mit einem geliebten Menschen, dem man sich auch seelisch dabei öffnet.

Deswegen komme ich zu dem Schluss, dass Sexualität eben das ist was es ist, ein bloßer Trieb, den man im Endeffekt überwinden kann.
Sicher. Wenn man es bewusst tut und nicht aggressiv wird deswegen, wird das gehen. Möglicherweise auch nur eine Zeitlang.
 
  • #13
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  • #14
Ja für guten Sex brauche ich auch Liebe und Zuneigung zu der Frau. Das geht Hand in Hand mit Vertrauen und der Kennnis, was der andere OK und gut findet. Das hat man am Anfang einfach nicht.

und den besten und erfüllendsten Sex mit einem Mann, für den ich keine tieferen Gefühle hatte.
Sex kann auch mittels ONS absolut super sein.

Ich verstehe Leute nicht, die ihren "besten Sex" mit kaum bekannten Personen haben (das hat @Dingens allerdings so nicht ausgesagt) :

Es gibt so viele Praktiken, die kann man doch gar nicht beim ONS machen (selbst wenn sich im Laufe der Zeit herausstellen würde, dass derjenige auch darauf steht).

Aber ganz klar:
Die sexuelle Kompatibilität ist in der Partnerschaft auf lange Sicht sehr entscheident und man sollte beim Kennenlernen frühzeitig sehr viel Wert darauf legen, dies genau festzustellen, aämlich bevor man nicht mehr zurückkann (anders als bei @realwomen immer beschrieben).

Nun sagen alle immer:
Eine Frau kann sich beim ersten Sex nicht gut fallenlassen, weil sie noch nicht genug Liebe/Verliebtheit spürt und deswegen könne ja der Sex nicht gut sein. Ja, aber das meine ich im Grunde nicht und darauf kommt es bei meiner Intention hier auch eher weniger an.

Ich meine damit, dass man beim ersten Sex feststellt (und feststellen sollte) , ob die-, oder derjenige :
- mit seinem Körper weitgehend im Reinen ist,
- seinen Körper zeigen mag,
- einen angenehmen Intimgeruch hat
- sich pflegt bzw. so rasiert, wie man selbst es voraussetzt
- ggf. auch von sich aus Lust hat
(ja gut hier braucht es Erfahrung um Potentiale zu erkennen...),
- sich beim Sex so anhört, dass man nicht selbst abgetörnt wird
(ja, hatte ich auch schon mal)
- eine Grundharmonie sich sofort einstellt

Das sind ALLES keine Selbverständlichkeiten in in allen diesen Punkten hat es bei meinen Beziehungen , ONS und sonstwas schonmal gehakt !

Und ich meine, dass beide (also auch eine Frau) sowas frühzeitig festellen können. Und erzählt mir nicht, später würde das alles viel besser....

Wenn der IM oder @realwomen sich nun hinstellen und glaubten diese Dinge hätten keine große Bewandnis und man müsse sich nur tief und innig genug lieben, dann passe das schon, dann irren sie und sie haben auch ganz offensichtlich keine ausreichende Erfahrung damit.

Die intensivste sexuelle Erfahrung hatte ich mich meiner Partnerin und zwar als wir uns schon einige Zeit kannten (ca. 2 Jahre ) und auf Kinder zusteuerten.
Und ja, es war nur deshalb so intensiv, weil wir uns liebten, aber auch vertrauten und schon wussten, was der andere antörnend findet und vor allem: Was gerade nicht!.

Wie so guter Sex bei ONS zustande kommen soll, wird mir immer rätselhaft bleiben.
 
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  • #15
Da fallen mir mehrere Punkte zu ein :)
- guter Sex ist ja eh für jeden was anderes; manche müssen den anderen auch lieben, um guten Sex zu haben, andere nicht. Daher denke ich, dass es bei dieser Frage (wie bei vielen anderen) eh keine allgemeingültige Antwort gibt, sondern jeder das anders bewertet.
- Ich hatte auch guten Sex ohne Liebe; denke also, dass es einfach rein körperlich mit Menschen passen kann oder nicht. Das heißt im Umkehrschluss kann es natürlich auch vorkommen, dass man sich sehr liebt, aber der Sex nicht passt. Manche lagern ihn dann aus, manche haben dann eben keinen, manche sind damit zufrieden, manche nicht. Ich find es schon wichtig, dass es grundsätzlich passt, mir würde sonst auf Dauer etwas fehlen. Ich denke aber, wenn ich mit meinem Partner schon lange zusammen wäre und z.B. aus Krankheitsgründen der Sex nicht mehr geht, dann könnte ich damit leben, wenn ich den anderen sehr liebe. Es ist eher so, dass ich mich beim Kennenlernen sonst nicht auf eine Beziehung einlasse, wenn der Sex nicht passt. Das ist alles aber nur hypothetisch, denn ich hatte die Situation, z.B. nach 20 Jahren Beziehung, ja noch nicht.
- Wirklich erfüllenden Sex hatte ich schon eher, wenn beides zusammenkommt, also Liebe und gute körperliche Passung. Das wäre mir immer lieber als nur der gute Sex, das ist einfach nochmal was ganz anderes. Bisher war der dann auch dauerhaft erfüllend, soweit man das bei fünf Jahren eben sagen kann; bei zwei Beziehungen jeweils.
w, 37
 
  • #16
Nuja ich lese das auch und kann nur sagen:

Wer sich und seine Meinung als das einzigste Wahre ansieht, nicht mehr in der Lage ist andere Lebensweisen zuzulassen in der irrigen Meinung man selbst sei das Ultima Ratio, der ist eigentlich ein zutiefst "armer" Mensch.

Gilt bei Religionen, Ernährungsweisen, was auch immer!

Die Welt ist bunt, was ich für mich bevorzuge mag für andere nicht das richtige sein- richtig ist immer mit sich selbst im Reinen zu sein!

Ob nun "offene" Beziehung, 'monogame'Beziehung, kein Sex, viel Sex...das soll jeder Mensch für sich mit seinem Partner ausmachen, da spielen meine Vorlieben überhaupt keine Rolle!

Nur weil jemand einen anderen Lebensweg beschreitet ist es nicht meine Aufgabe mich über denjenigen zu erheben und diesen Lebensweg abzuwerten- es versteht sich von selbst das Lug und Betrug oder gar strafrechtliche Dinge davon ausgenommen sind!
 
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  • #17
Ich muss einfach eine gewisse Verbundenheit zu dem gegenüber empfinden mit dem ich Sex habe um den Sex als erfüllend zu empfinden, ob du die Person dafür innig lieben musst glaube ich nicht.
Ich glaube auch Liebe ist etwas ganz besonderes, das kann man nicht einfach „herbeiführen“ das passiert einfach 🧚‍♀️ wobei eine tiefere Bindung zu der Person vermutlich dabei hilft sich zu verlieben. Vielleicht müssen da einfach viele Dinge aufeinandertreffen damit man sich verliebt und wenn man jemanden liebt möchte man natürlich den Sex, die Nähe, Intimität mit dem Menschen, den man liebt und deshalb fehlt dir beim Sex diese bestimmte Verbundenheit, die du nur zu deinem Mann hast den du liebst, der wichtig in deinem Leben ist und eine besondere Rolle für dich spielt.
Hättest du deinen Mann nicht und würdest mit dem anderen Mann schlafen, fändest du den Sex mit Sicherheit besser (dein Kopf wäre freier) als jetzt wo noch ein anderer Mann existiert, an den du auch denkst weil du dir eben Sex mit ihm wünschst und nicht mit anderen Männern, er dir diesen Sex aber nicht geben kann. Du möchtest ihn nicht nur wegen dem Sex verlassen, er ist dir wichtig.

Ich glaube, es gibt da kein richtig und falsch (für manche schon 🤷‍♀️)
Menschen sind ganz unterschiedlich gestrickt, der eine hat kein Problem mit einem ONS oder ständig wechselnden Sexualpartnern (wie der Andreas hier im Forum) ich glaube ich könnte das nicht.. ich brauche eine gute Bindung zu der Person, möchte auf ihn eingehen können. Wenn mir die Person zu fremd wäre, könnte ich nicht so weit gehen, dass es zum Sex kommt. Für mich ist Sex nicht eine Aufgabe die es zur erledigen gilt um meine Bedürfnisse zu befriedigen und zum Höhepunkt zu kommen (kann ich mich auch alleine bringen).. ich bin da zu „emotional“ gestickt, vllt hat der Typ den ich vor meinem Mann hatte auch einfach einen „Schaden“ bei mir angerichtet, durch seine Lügen um ans Ziel zu gelangen und mich dann einfach fallen lassen wie eine heisse Kartoffel..
Ich bin da einfach nicht so triebgesteuert.. Sex ja gerne, aber der Partner zum Sexeln muss einfach zu mir passen, ich muss bisschen „verknallt“ in ihn in sein, mich bei ihm wohl fühlen.

W 26
 
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  • #18
Hm, ich weiß jetzt nicht, wie ich darüber denke. Ich würde sagen, dass Begriffe wie Liebe, Sexualität, wahre Liebe etc. für mich keine fertige Bilder sind...Diese sind wandelbar, wie ein Film in Bewegung, manchmal ineinander verschmelzend, manchmal trennen sich und finden sich wieder, manchmal verlieren sich, manchmal gewinnen sie sich wieder. Mein Eindruck über deine Ehe ist, dass Ihr sexuell dabei seid euch auseinander zu leben. Ein erster Versuch hast Du unternommen aber bist wieder zu deinem Mann zurückgefunden, weil der andere bis auf Sex dir nichts an Geborgenheit und Wärme geben konnte.. Sicher, du schätzt ihn, du würdest vielleicht ihm eine Niere schenken, er ist vielleicht (noch) dein bester Freund aber lasse es noch 5 Jahre ans Land gehen. Wenn der Alterungsprozess weiter fortschreitet. Irgendwann kommt ein Punkt, wo dein Leben dann wichtiger ist als sein Leben und dann wird sich zeigen, ob es die Authentizität der Liebe vorhanden ist oder nicht. Ich würde sagen du liebst ihn nicht sonst würdest Du ihn es nicht antun können. Das, was du für ihn empfindest, ist im besten Fall eine Freundschaft.
 
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  • #19
Ich finde prinzipiell ist eine tiefe Verbundenheit und Liebe auch ohne Sex möglich.
Und es ist umgekehrt sicherlich möglich tollen Sex zu haben, wenn zu der Person keine emotionale Bindung besteht. Das sehe ich dann aber als reine Triebbefriedigung an.

Ich persönlich kann beides nicht voneinander trennen. Ich kann mit niemanden, für den ich keine Gefühle habe und dem ich wenigstens ansatzweise vertraue tollen Sex haben. Das hat bei mir aber vermutlich einfach andere Gründe, als bei den meisten.
Wenn ich jemanden liebe, dann ist die Person auch die einzige mit der ich Sex haben möchte und ich begehre niemand anderen bzw. gruselt mich dann allein der Gedanke daran, dass mich jemand anderes außer dem Menschen, den ich liebe berühren könnte etc.

Wenn aber der Mann, den ich liebe nicht mehr in der Lage wäre meine sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen oder das nicht mehr möchte, dann stelle ich die Beziehung generell in Frage. Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass keine Liebe mehr vorhanden ist. Aber oftmals ist es eben so, dass die Ursachen dafür doch irgendwo liegen, dass sich die Partner auch emotional voneinander distanziert haben.
Sollte die Beziehung und die Gefühle füreinander noch intakt und das Problem rein körperlicher Natur sein, dann müsste man schauen ob das sexuelle Bedürfnis mit dem Partner zusammen auch auf andere Wege befriedigt werden kann.
Ich würde dafür aber keine dritte Person involvieren wollen.

Der Sex wird nie besser als am Anfang. Das ist der Gradmesser! :)
Das kommt ganz darauf an, was man darunter versteht. Was genau verstehst du als Anfang?
Merkt man direkt während der ersten Wochen, dass man partout nicht auf einer Wellenlänge ist und sich ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben abzeichnen, dann stimme ich dir zu. Besser wird es dann wohl nicht.
Aber wenn man schon anfangs merkt, dass es toll ist und gut passt, dann ist das durchaus ausbaufähig und kann sich mit der Zeit, in dem man den Menschen noch viel besser kennt und vertraut noch sehr weit steigern und intensivieren.
 
  • #20
Wenn der IM oder @realwomen sich nun hinstellen und glaubten diese Dinge hätten keine große Bewandnis und man müsse sich nur tief und innig genug lieben, dann passe das schon, dann irren sie und sie haben auch ganz offensichtlich keine ausreichende Erfahrung damit.
Falsch. Um eine solche Aussage zu machen, benötigt man umfangreiche erlebte Erfahrungen mit selbst ausgewerteten Erkenntnissen und tiefen Lernprozessen!
Wer sich und seine Meinung als das einzigste Wahre ansieht, nicht mehr in der Lage ist andere Lebensweisen zuzulassen in der irrigen Meinung man selbst sei das Ultima Ratio, der ist eigentlich ein zutiefst "armer" Mensch.
Nein, stimme dem nicht zu! Ein armer Mensch ist für mich, der ständig und beständig seine zwischenmenschliche Probleme in der Beziehung mit Außenstehenden besprechen muss, weil er selbst nicht in der Lage ist, diese selbst für die Beziehung zu lösen!
Die Welt ist bunt, was ich für mich bevorzuge mag für andere nicht das richtige sein- richtig ist immer mit sich selbst im Reinen zu sein!
Und wer ist das schon? Guter Tipp. lese vier Wochen lang jeden Beitrag hier, dann erfährst du die wahre Realität!
Ob nun "offene" Beziehung, 'monogame'Beziehung, kein Sex, viel Sex...das soll jeder Mensch für sich mit seinem Partner ausmachen, da spielen meine Vorlieben überhaupt keine Rolle!
Dem stimme ich zu!
Nur weil jemand einen anderen Lebensweg beschreitet ist es nicht meine Aufgabe mich über denjenigen zu erheben und diesen Lebensweg abzuwerten-
Anscheinend verstehst du hier die Philosophie dieses Forums nicht so richtig, hier geht es um einen regen Meinungsaustausch und nicht, um sich zu erheben oder einen anderen mit seinem Lebensweg abzuwerten, du solltest deine Einstellung dazu überdenken!
 
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  • #21
Ich bin generell nicht so der sexuelle Typ.
Ich mach lieber andere Dinge. Schöne Gespräche, Rumalbern, Kuscheln sind für mich wichtiger als Sex. ONS mag ich überhaupt nicht. Mit meinem Freund hab ich ca. 1x pro Woche Sex. Mehr möchte ich gar nicht. Es interessiert mich nicht so. Wenn ich mal Lust drauf habe, mach ich es, ehrlich gesagt, lieber allein. Das geht schnell und ist unkompliziert. Mit meinem Ex war ich mal im Urlaub, dort gab es nie Sex. Im Nachhinein hat er es mir vorgeworfen, dass ich im Urlaub nie wollte. Er fand es bezeichnend dafür, dass in unserer Beziehung was grundlegend nicht stimmt. Dabei fand ich den Sex mit ihm total schön und liebte ihn auch sehr. Ich dachte mir aber so oft "ach nee, es ist grad so schön mit dir zu reden und zusammen zu sein, ich will jetzt nicht den schönen Abend mit Sex vergeuden".
 
  • #22
Wow, da sind ja schon reichlich Beiträge eingegangen.
Finde ich gut.
Ich versuche mal auf ein paar Antworten einzugehen.

Einer Sache bin ich mir aber Sicher: Bedingungslose, wahre Liebe ist nicht mehr an Besitzdenken gekoppelt. Sie entspringt der aufrichtigen Selbstliebe. Wer sich selber nicht vollumfänglich Liebt, muss mir nichts mehr von Liebe erzählen. Wer starre Bedingungen an die Liebe knüpft, hat sie wohl nicht vollständig erfahren.

Sehe ich genauso und auch, dass es zahlreiche Facetten der Liebe gibt, kann ich so unterstreichen. Jetzt nicht unbedingt aus ausschließlich eigener Erfahrung, sondern auch aus dem heraus, was man im Bekanntenkreis so mitbekommt. Ich finde es einfach so schade, wenn jemand diese starren Konstrukte im Kopf hat.
Ich hatte in meiner Jugend dieses romantische Bild im Kopf, dass es DEN Mann, DEN Prinzen in goldener Rüstung gibt. Der, mit dem es auf allen Ebenen "perfekt" sein wird. Als ich dann erste Erfahrungen mit Sexualität und schließlich mit dem ersten Freund machte, war ich davon "geheilt".
Ich finde einfach man sollte jedem zugestehen etwas so zu leben, wie er das möchte, anstatt zu sagen: "Kenne ich nicht, gibt es nicht."

Tatsache ist, dass Sexualität innerhalb einer langjährigen Partnerschaft Veränderungen unterliegt. Dass es auch mal Durststrecken gibt, dass man mal nicht bei der Sache ist oder schlicht keinen bock aufeinander hat und trotzdem eine schöne Beziehung führen kann.

Was ist nun der Unterschied zwischen unbefangenem Sex und Sex mit Liebe? Letzterer ist psychisch ansprechender. Es findet ein Vereinigung auf zwei Ebenen statt, nicht nur auf einer. Dass der körperliche Sex an sich dadurch aber besser ist, kann man nicht sagen. Das Plus beim Liebes-Sex liegt auf einer anderen, zusätzlichen Ebene.

Habe ich nie so empfunden. Für mich war Sex, Sex. Irgendwie lästig. Manchmal brauch ich es zur Trieb- Befriedigung und dann gibt es Phasen, in denen ich monatelang gar keine Lust habe. Aber, dass ich mehr bei tieferen Gefühlen empfunden oder irgendeine zusätzliche Ebene wahrgenommen hätte, kann ich nicht gerade behaupten.
 
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  • #23
Ich habe gestern schon aufgrund deines Beitrags geantwortet!
Wenn es beidseitige, echte, wahre Herz-und Seelen - Liebe ist, hat man dauerhaft erfüllenden Sex, Voraussetzung dafür ist, dass Kompatibilität besteht und dass die Gesundheit diesbezüglich vorhanden ist, wenn nicht, gibt es viele Möglichkeiten, auch und gerade was körperliche, erotische Nähe betrifft, in Erfüllung zu kommen, auch ohne die übliche Penetration!

Und das ist eben der Punkt, den ich schlicht so nicht nachvollziehen kann. Wie weiter oben geschrieben, die Sexualität verläuft in einer langjährigen Partnerschaft bestimmte Phasen. Hinzu kommt, dass Frau durchaus in der Lage ist, dem Partner tiefste Verzückung und Erfüllung vorzuspielen. Das passiert meist aus dem Gedanken heraus, den Liebsten nicht verletzen zu wollen.
Ich persönlich stellte es mir auch sehr anstrengend mit einem Partner vor, der die Ansicht vertritt, wer sich aufrichtig liebt, müsse immer erfüllenden Sex haben. Und wenn es dann mal nicht so klappt, wird dann gleich die Aufrichtigkeit der Liebe angezweifelt. Nee, das wäre nichts für mich.
 
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  • #24
Diese Erfahrung habe ich schon lange hinter mir, dass ohne Aufrichtigkeit und ohne Authentizität, ohne die "S" und ohne beidseitige Gefühltiefe, ohne wahre Herzliebe, keinen erfüllenden, emotionalen Sex möglich ist! Für mich sind die Menschen sehr arm, emotional nicht Erwachsen, die sowas imstande sind zu tun!
Wer emotional erwachsen ist, überwindet diesen bloßen Trieb, gerne und leicht für sich! Meine Werte, meine Seele, mein Herz, meine echten Gefühle, würden es niemals zulassen, ohne echte wahre Liebe auf beiden Seiten, reine Sexualität als Maschine zu bedienen und zu befriedigen!

Herzliebe, Gefühltiefe, emotional erwachsen... klingt für mich alles sehr kryptisch. "Emotional erwachsen"? Was soll das sein? Schaut man die Begrifflichkeit nach wird folgendes Ergebnis angezeigt:
Ein erwachsener Mensch wird als emotional unreif bezeichnet, wenn er sich kindisch verhält und keine Verantwortung für seine Taten übernimmt.

Ich kann jetzt nicht ausmachen, wo beispielsweise bei mir die emotionale Unreife vorhanden sein sollte. 🤷‍♀️

Ich denke viele Menschen tun sich schwer damit, weil sie aufgrund ihrer eigenen Erziehung schon früh lernen mussten, dass Liebe immer nur in Verbindung mit der Erfüllung der Erwartungen anderer zu existieren scheint. Sie also selbst keine bedingungslose Liebe in ihrem Elternhaus erfahren haben und dieses Konzept dann später unreflektiert in ihre Beziehungen tragen.

Nun ja, ich habe selbst auch keine bedingungslose Liebe im Elternhaus erfahren, aber dennoch knüpfe ich meine Liebe nicht an irgendwelche Erwartungen. Ich glaube man kann das nicht pauschalisieren. Für mich hat authentische Liebe bedingungslos zu sein. Deswegen gäbe es für mich keine "Passung" mit jemandem der sagt:
"Nur wenn wir erfüllenden Sex haben, lieben wir einander."
 
  • #25
benötigt man umfangreiche erlebte Erfahrungen mit selbst ausgewerteten Erkenntnissen und tiefen Lernprozessen!
Ja dann setzte Dich doch bitte mal richtig mit den Details hier auseinander, wenn Du damit doch schon achsoviel Erfahrung hast .

Bei meinem (zeitweisen) "Problem" des manchmal "nicht-kommen-- könnens" kam auch nun unproduktives Zeug, von wegen ich würde sie nur nicht richtig lieben . Und wenn ich sie noch heiß und innig lieben würde, gäbe es das nicht . (Hä ?)

Immer die gleiche Leier, aber im Detail leider null Ahnung. Das hat man gerne.

Was ist denn , wenn sich einer von beiden nicht gut pflegt oder sonstwie abtörnt (wasweisich.... z.B. gerne mal zu lange Fußnägel hat, Mundgeruch, oder total seltsam stöhnt, am liebsten Analsex mag...
etc. oder irgend sowas)

Was ist denn dann ?
Hauptsache man liebt sich heiß und innig und schon ist das alles kein Problem ? IM, Der Teufel liegt im Detail !
Jetzt mal Butter bei den Fischen, anstatt immer die gleiche allgemeine Theorie-Leier abzuspulen ! Praxis ist gefragt !
 
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  • #26
Ich fänd es sehr schwer, wenn man einen Partner hat, auf den man sexuell Lust hat, und er kann/will aber nicht mehr. Öffnen der Beziehung - ok, aber da ist der Sex ja anders als mit einem geliebten Menschen, dem man sich auch seelisch dabei öffnet.

Sex ist meiner Meinung nach nur eine körperliche Angelegenheit. Inwiefern man sich dabei seelisch öffnen könnte, ist für mich ein nicht zu lösendes Rätsel. Meine Seele öffne ich, wenn ich mich mit dem Partner über die Dinge spreche, die mich innerlich bewegen, aber doch nicht, wenn er mit seinem Geschlechtsteil in mich eindringt? 🤷‍♀️

Die sexuelle Kompatibilität ist in der Partnerschaft auf lange Sicht sehr entscheident und man sollte beim Kennenlernen frühzeitig sehr viel Wert darauf legen, dies genau festzustellen,
naämlich bevor man nicht mehr zurückkann

Aber Sexualität ist ja Veränderungen unterworfen. Oft bleibt der Sex nicht so dolle wie zu Beginn einer Partnerschaft.
Also selbst wenn zu Beginn sexuell alles prima läuft, ist das kein Garant dafür, dass es dauerhaft so läuft.
 
  • #27
Ich habe andere Antworten nicht gelesen, ich sage, wie ich es sehe. Ich finde, dass die Menschen oft Kompromisse eingehen und auch oft aus Mangelgefühl Handeln. Ich will hier niemanden angreifen, ich merke nur oft, dass aufgrund von Familienprägung und schlechten Erfahrungen Menschen irgendwie, ich weiss nicht, müder und bescheidener werden und einfach das beste aus allen möglichen Varianten machen. Wenn sie den aktuellen Partner mit allen davor vergleichen, dann ja, das war die beste Entscheidung. Wenn man aber den Partner unabhängig davon vergleichen würde damit, ob man alles erfüllt bekommt, dann nein, es ist nicht der "perfekte" Partner.
Ich glaube auch nicht, dass jeder solche Begriffe wie wahre Liebe anders definiert - jeder tief im Inneren weiss, ob es DER Mensch ist, den man lange gesucht hat. Da braucht es keine Überlegungen und keine Vergleiche. Dieser Mensch ist nicht perfekt, aber er ist perfekt für den einzelnen. Perfekt in dem Sinne "da haben sich zwei gesucht und zwei gefunden".
Ja, ich persönlich glaube an die echte wahre Liebe, mehr noch, ich "weiss", dass es diesen Menschen gibt und dass es sowohl körperlich als auch auf Seelenebene absolut harmonisch sein wird. Viele denken, es müssen die Charaktere passen und nie Streits geben. Nein - Liebe ist nicht "weil", Liebe ist "trotzdem ".
 
  • #28
Wie so guter Sex bei ONS zustande kommen soll, wird mir immer rätselhaft bleiben.
Dir ja - aber anderen Menschen eben nicht.

Stell dir mal vor, alle Menschen würden einem ONS nichts abgewinnen können. Was würde daraus folgen ? Richtig - es gäbe quasi keinen Sex.
Auch wer 50 Jahre bei ein der Selben bleibt, hat mit dem ersten Mal angefangen. Und damit mit dem Risiko, dass danach nichts mehr gewünscht wird.
Und Menschen, die öfters ONS haben, sind erfahren darin, das Feuerwerk gleich beim ersten Mal zu zünden. Ich verrate dir mal was - ONS macht eben dann Spass, wenn 2 Menschen aufeinander treffen, die eine gewisse sexuelle Übung haben. Mit einer Frau, die keinen ONS aus sich selber will, macht das Ganze null Spass.
Und - um auf dein Argument einzugehen - manche Praktiken gehen eben mit dem festen Partner nicht. Siehe hier - Analthread.
Es ist wie im gesamten Leben - manche überlegen ewig und 3 Tage - andere legen einfach los. Beides hat seine Vorteile - und seine Nachteile.
Das Schönste am ONS ist - du musst nicht und ich darf.
 
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  • #29
Aber Sexualität ist ja Veränderungen unterworfen. Oft bleibt der Sex nicht so dolle wie zu Beginn einer Partnerschaft.
Jawohl, da hast Du recht.
Wenn das tatsächlich irgendwann auseinanderläuft, ist die Beziehung natürlich hinfällig.

Aber Du wirst mir zustimmen, dass dieser Fall am besten ausgeschlossen werden kann, wenn man früh in diesem Bereich auf möglischt gute Passung geachtet hat und der umgekehrte Fall
(man schaut einfach, wie es so wird, nach dem Motto "Die Geschlechtsteile werden schon irgendwie zusammenpassen") fast immer zu mehr Leid und mehr Problemen, als im anderen Fall, führen wird.

Sind wir doch mal ehrlich:

Die meisten Beziehungen gehen auseinander, weil es sexuell nicht mehr passt. Klar wird es immer auch ander Gründe geben ("Man hat sich auseinander gelebt" , "zuwenig Nähe" " ist zu eifersüchtig", "man Hat schlecht kommuniziert", Gewalt ... blabla) aber entweder als Sympton, als Folge, oder als tatsächlicher direkter Grund ist Sexualität an fast jeder Trennung direkt oder indirekt beteiligt, Und wenn in diesem Bereich es mal nichtz die Männer sind, denen das gebotene zuwenig ist, dann sind es gerne und immer zunehmend auch Frauen.
Siehe hier:
Wenn aber der Mann, den ich liebe nicht mehr in der Lage wäre meine sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen oder das nicht mehr möchte, dann stelle ich die Beziehung generell in Frage. Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass keine Liebe mehr vorhanden ist.

Warum gehen Männer denn mit jüngeren Frauen fremd ?
Weil da eine größere Seelenverwandschaft ist? Na klar.
 
  • #30
Nur weil jemand einen anderen Lebensweg beschreitet ist es nicht meine Aufgabe mich über denjenigen zu erheben und diesen Lebensweg abzuwerten- es versteht sich von selbst das Lug und Betrug oder gar strafrechtliche Dinge davon ausgenommen sind!

Dem kann ich nur zustimmen.
Ich mag halt diese Unterstellungen nicht a la "Du liebst deinen Mann /dein Mann liebt dich doch gar nicht", wenn ihre keinen erfüllenden Sex habt.

Hättest du deinen Mann nicht und würdest mit dem anderen Mann schlafen, fändest du den Sex mit Sicherheit besser (dein Kopf wäre freier) als jetzt wo noch ein anderer Mann existiert, an den du auch denkst weil du dir eben Sex mit ihm wünschst und nicht mit anderen Männern, er dir diesen Sex aber nicht geben kann. Du möchtest ihn nicht nur wegen dem Sex verlassen, er ist dir wichtig.

Ich denke nicht, der Sex mit dem anderen Mann langweilt mich mittlerweile irgendwie. Das war grundsätzlich immer der Fall. Egal wie emotional ich darin war. Nach einer gewissen Zeit hat mir Sex nichts mehr gegeben.

Ich würde sagen du liebst ihn nicht sonst würdest Du ihn es nicht antun können. Das, was du für ihn empfindest, ist im besten Fall eine Freundschaft.

Meine Geschichte sollte im Prinzip nur als Beispiel dienen. Ich liebe diesen Mann. Das steht auch nicht zur Diskussion, ob ich ihn nun liebe oder nicht. Für eine Freundschaft stehen wir zu sehr aufeinander. 😁
 
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