• #1

Begehrenswert durch viele "Gefällt mir" und Freunde bei Facebook?

Soziale Netzwerke üben eine unglaubliche Faszination auf Ihre Benutzer aus. Allen voran Facebook. Ein Grund dafür ist der Like-Button. Mit dem „Gefällt mir“-Knopf macht sich das soziale Netzwerk laut Werner Degenhardt, Sozialpsychologe an der LMU München, ein menschliches Grundverlangen zu Nutze. Der Button befriedigt als soziales Feedback-Instrument das Grund-Bedürfnis nach Zuneigung. Die Nutzer bekommen Rückmeldung, ob sie noch einen sozialen Gruppe angehören und wie sie von dieser wahrgenommen werden.

Wirken Menschen, die sie neu kennenlernen und die viele "Gefällt mir"- Einträge auf Ihrer Pinnwand oder über 100 Facebook-Freunde haben attraktiver als solche ohne Präsenz oder mit wenig Freunden - hauptsächlich wenig aktiv? Welchen Grund gibt es für Ihre Einschätzung?
 
  • #2
Facebook verzerrt die Wahrnehmung der Realität bei vielen Menschen.
Eine Party mit Freunden, ein schöner Ausflug - alles wird dokumentiert und mit Fotos eingestellt. Schaut man sich dann solche Profile an so sieht man nur das positive im Leben des anderen. Unterbewusst oder teils auch bewusst stellt man fest das dieses Leben viel schöner und spannender sein muss als das eigene.
Alle "normalen" oder "schlechten" Dinge werden bei Facebook i.d.R. nie dargestellt.

So entsteht eine einseitige Wahrnehmung und viele Menschen die bei Facebook sind haben das Gefühl das ihr eigenes Leben minderwertig ist gegenüber dem von Leuten mit vielen "Freunden". Gerade junge Menschen, die phsychisch noch nicht so gefestigt sind laufen Gefahr ein Opfer dieser falschen Darstellung zu werden.

Ich denke Facebook ist als Medium für soziale Kontakte daher nur bedingt zu gebrauchen und birgt einige Gefahren in sich.
 
G

Gast

  • #3
ich habe zwar mehr als 500 Freunde bei FB, poste allerdings selten etwas und wenn bekomme ich max 5 Likes :) die Frage ist immer was man postet. Je einfacher und peinlicher desto mehr Likes.
und ein sehr großer Unterschied macht das Geschlecht aus. Eine Frau braucht nur Gute N8 zu posten und es hagelt Likes und Kommentare wie: gute Nacht Süße. Da lösen in mir der Post und die Reaktionen eher Fremdschämen aus, statt Neid .
 
G

Gast

  • #4
für mich sind Menschen, die ich neu kennenlerne und die ganz ganz viele "gefällt mir" " ilike" und etliche andere "Freunde" haben leider schon mal uninteressant.
Gut, das liegt vielleicht an meinem Alter (w/Mitte 40).
Aber einmal hab ich das einfach ignoriert und diesen Mann näher kennengelernt. Sogar mit ihm eine Beziehung eingegangen. Er war da die treibende Kraft. Ergebnis: Nach viel Bemühung meinerseits, seine ständigen Freundesanfragen, die er mir immer erzählt hat, zu ignorieren, hab ich es aufgegeben.
Für ihn war und ist es wichtig, als begehrter Mann im Netz zu "existieren", als eine echte Partnerschaft zu führen. Ich ziehe das wirkliche Leben vor.
Aber mal sehen, vielleicht lasse ich mich nochmals des Gegenteils überzeugen
 
G

Gast

  • #5
Mich interessiert die Präsenz auf Facebook von Menschen die mir wichtig sind nicht die Bohne!
"500 Freunde.." ist ja schon ein Witz. Man kann nicht 500 FREUNDE haben. Das sind bestenfalls Kontakte.

Hier wird leider schon der Begriff "Freund" von Facebook inflationiert und m.E. mißbraucht.

Ich sehe Facebook bestenfalls als Plattform um mich mit meheren Freunden (im eigentlichen Sinn) gleichzeitig autauschen zu können.

Die echten Freundschaften finden eh nur im "Real Life" statt und müssen da auch gepflegt werden.

Insofern sehe ich den Nutzwert von Facebook für mich nur sehr eingeschränkt.
 
G

Gast

  • #6
Ach ja, die schöne rosarote Facebook Welt.Es ist doch schön gebauchpinselt zu werden, egal welcher Unsinn gepostet wird.

Ich möchte gerne auch mal was "liken" - den Dislike Button. Ich möchte gerne auch die Möglichkeit haben wollen GEGEN etwas sein.
 
G

Gast

  • #7
Ich (w) nutze Facebook als Chatplattform für private Kontakte und jene Männer, die ich auf der Singleplattform kennengelernt habe. Meine Freunde zeige ich absichtlich nicht her, schon allein um keine Eifersüchteleien zwischen Männern aufkommen zu lassen. Die Kommentare meiner Postings lassen meinen Freundeskreis erahnen.

Für mich ist es aber immer sehr erhellend die FreundInnen meiner neuen Facebook-Kontakte zu betrachten:
ein Mann der 500 Bikinischönheiten (z.T. Fakes) und nur 3 Männer in seiner Freundesliste, mehrere Sexseiten geliked und die Neuigkeiten von 20 weiteren Blond-Girls abonniert hat, ist schlagartig kein geeigneter Beziehungskanditat mehr und definitiv nicht mehr begehrenswert - egal wie stimmig vorher seine Worte waren.
Hingegen kann man einen wortkarg-schüchternerer Mann durch einen netten kleinen Freundeskreis, interessante Postings und sinnvolle Interessen besser einschätzen. Ich wurde da schon sehr positiv überrascht.

So gesehen ist FB durchaus nützlich. Es kommt immer darauf an, wie man es sehen und anwenden will. Plakativ und gierig und um sich einen Schein zu geben oder eher als privates/geschäftlichesm Portal und als Mittel zum Zweck.
 
G

Gast

  • #8
Ich bin froh, dass ich der Versuchung, mich bei FB anzumelden, widerstand. Anfangs hörte sich die Plattform richtig gut an und eröffnete den Menschen die eine unbegrenzte Möglichkeit, Gleichgesinnten in welchem Bereich auch immer zu kontaktieren. Leider offenbarte FB unsere große Schwäche, das Streben nach Anerkennung.

Das Schlüsselwort heißt nicht fehlende Zuneigung, fehlende Freundschaften oder Ähnliches, sondern Anerkennung.

Jeder Mensch braucht Anerkennung, um daraus die Kraft schöpfen zu können, weiter zu agieren (zu handeln). Auf einer Arbeitsstelle erhalten wir die Anerkennung fast nie. In einer Beziehung wird immer schwieriger, eine Anerkennung gegenüber unserem Partner auszusprechen. Aber in FB, durch einen einfachen Klick, ist es möglich, ohne uns dafür besonders angestrengt zu haben.
Warum wir so nach Anerkennung lechzen? Es geht in erster Linie um Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl kompensieren das unangenehme „Gefühl“ mit dem berühmten und berüchtigten Klick von „Freunden“. Es geht so weit, dass es gewisse Abhängigkeit von ihnen entwickelt wird. Bei „negativen“ Klicks (ich kenne mich da nicht so gut aus) kann das gar zu Depressionen führen. Die Medien sind voll solcher Berichte. Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl lassen sich vom Stimmungsbarometer des FB nicht beeinflussen.
w/45
 
G

Gast

  • #9
Wirken Menschen, die sie neu kennenlernen und die viele "Gefällt mir"- Einträge auf Ihrer Pinnwand oder über 100 Facebook-Freunde haben attraktiver als solche ohne Präsenz oder mit wenig Freunden - hauptsächlich wenig aktiv? Welchen Grund gibt es für Ihre Einschätzung?
Nein, keinesfalls attraktiver - eher umgekehrt.
Hunderte von Facebook-Freunden und "Gefällt mir"-Einträge heißt für mich:
Der oder diejenige trifft keine Auswahl und hängt zu viel bei Facebook (im Internet) rum und beschäftigt sich dort aktiv mit überwiegend völlig belanglosem Mist.
Hätte schon fast was Nerdiges oder Realitätsvergessenes.
Fände ich nur minimal besser, als wenn jemand seine Freizeit dauernd vorm Fernseher verbringt.
 
G

Gast

  • #10
Also ich wollte keinen weltfremden Menschen daten, der nicht mal auf Facebook ist. Nicht, dass es eine wahnsinnig wichtige ernstzunehmende Plattform ist, aber irgendwie hätte ich das Gefühl, dass dieser Mensch eben den Anschluss nicht bekommen hat. Ausnahmen bestätigen die Regel...
Leute mit wenigen Freunden auf Facebook sind meist wirklich sozial recht arm, aber Leute mit 500 oder gar 1000 "Freunden" finde ich auch etwas suspekt. Habe die Erfahrung gemacht, dass diese Leute sich nichts entgehen lassen wollen und immer das Gefühl haben, etwas verpassen zu können.
Ich bin 40 - also ein Mann in diesem Alter, der jeden Tag etwas postet und "liked"...naja - muss nicht sein.
Begehrenswert finde ich Männer schon, wenn sie interessante Freunde haben, das muss ich zugeben. Ich weiß, dass es eigentlich wirklich oberflächlich ist, aber ich habe selber an mir festgestellt, dass ich Männer, die nur 40 Freunde auf Facebook haben, selber gleich unattraktiver finde.
Und ich muss selbstkritisch sagen, dass ich das selber blöd von mir finde, aber ich habe es an mir beobachtet... überraschenderweise!

w,40
 
  • #11
Ich bin der Meinung, dass das Innehaben eines Profils auf Facebook oder das Haben von "Freunden" oder "Gefällt mir" Einträge haben gar nichts mit begehrenswert oder nicht zu tun haben.
Mir wäre jemand mit vielen "Freunden" auf Facebook auch suspekt. Ich bin auch auf Facebook, aber nicht weil ich es so toll finde, sondern weil heutzutage so viel Firmen, Radio- und Fernsehsender und sonstige teilweise interessante Institutionen sich auf Facebook eingeschossen haben und man interessante Informationen nur dort sehen kann und das eben nur, wenn man selbst ein Profil auf Facebook hat. Ohne kann man ja da keine Seiten ansehen.

Ich habe kaum Freunde da und nicht, weil ich eine unsoziale Person wäre, sondern, weil ich nicht irgendwelche Leute, die ich nicht weiter kenne, als Freund akzeptieren würde. Ich habe da nur Leute als Freunde, die ich entweder persönlich aus dem echten Leben kenne oder Leute aus dem Internet, die ich recht gut kenne durch gemeinsame Teilnahme an Foren und/oder Mailinglisten. Ich empfinde das als ziemlich oberflächlich Hinz und Kunz als Freund zu akzeptieren und bei denjenigen, die so unrealistisch viele Freunde haben, gehe ich eher davon aus, dass das Angeber sind, die ein geringes Selbstwertgefühl haben und meinen dadurch dieses aufwerten zu können.

Also nein, ich finde jemanden nicht begehrenswert, weil er viele "Freunde" auf Facebook hat, eher im Gegenteil.
 
G

Gast

  • #12
Ich denke, Leute die auf Fcebook viel agieren, haben selbst kein reales Leben mehr. Ich selbst bin auch bei Facebook, aber mir würde im Traum nicht einfallen, wildfremde Menschen zuadden, nur damit die Liste gut gefüllt ist.Meiner Meinung nach sind das Angeber.
Und viele Likes, das kann auch zur Sucht werden.Manch einer ist schon in Depressionen verfallen, weil es auf einmal aufhörte oder weniger geworden ist.
 
G

Gast

  • #13
Hä? Was? Nein. Sehe da wenig, bis garkeinen Zusammenhang.

Ab einem gewissen Alter kann man auch mit social Media halbwegs mündig umgehen.

Es gibt nur wenige Freunde und die sind in meinem Fall sämtlich Briten. Bin auch nur wegen denen dort angemeldet. Der Kontakt hat sich aus einem anderen Zusammenhang ergeben. Inzwischen kam es auch mal zu einem persönlichen Treffen. Wir kennen uns also auch aus dem realen Leben. Sie sind alle in meinem Alter (um die 40).

Einen sexuellen Vorteil konnte ich da noch nicht erkennen. Wer dort eine Frau kennenlernen will, muss sich eine mitbringen-wie überall auf diesen Portalen.

Es ist eine reine Werbeplattform. Mal ganz abgesehen davon, dass man unverschämt ausspioniert wird. Ohne Werbeblocker und Antitracking ist FB sowieso unerträglich.
 
G

Gast

  • #14
Auf mich wirken wenn dann eher die weniger aktiven attraktiver. Die haben offenbar besseres zu tun als Fotos und Einzeiler im Internet zu posten und "Freunde" anzuhäufen um ihre narzisstischen Bedürfnisse zu befriedigen.
 
G

Gast

  • #15
Soziale Netzwerke sind etwas für Dummköpfe,
Ich bin in keinem angemeldet. Wenn ich meinen Namen google, taucht aber ein Facebook Eintrag auf. Ich habe einen Namensfetter und es ärgert mich. Facebook ist der größte Mist. Schadem dass so viele mitten drin stecken.
M44
 
G

Gast

  • #16
Facebook ist Facebook, nicht mehr und nicht weniger. Es sollte nicht überbewertet werden und klar hat eine große Freundesliste dort keine große Bedeutung, wenn überhaupt sagt das aus, das der Nutzer kommunikativ, sprich smaltalk-fähig ist (sofern es sich um reale Kontakte handelt).

Natürlich ist ein wahrer Freund im RL mehr wert als 500 in FB und manch einer, der eben soviele in FB hat, ist im wirklichen Leben ganz schön einsam. Ich kenne das von hübschen Mädels, welche, um ihr schwaches Selbstbewusstsein zu pushen, viele schöne Fotos von sich hochladen und die entsprechenden Kommentare dazu genießen. Letztendlich hilft das aber auch nur bedingt.

Es spricht nichts dagegen, sich in einem Sozialnetzwerk anzumelden. Dort jeden Tag Stunden zu verbringen, ist aber reine Zeitverschwendung.
 
G

Gast

  • #17
Ich kenne auch welche bei Facebook die 1000 und mehr Fotos hochladen. Für was soll das gut sein? Facebook ist dafür da, um mit Freunden die weiter weg wohnen in Kontakt zubleiben.
 
G

Gast

  • #18
500 oder mehr "Freunde" auf Facebook?

Ich selbst habe nichts mit Facebook zu tun. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die wirklich Hunderte von Facebook-"Freunden" haben, noch nie auch nur einen davon im RL getroffen haben.

Das Wort "Freundschaft" hat leider heutzutage nicht mehr die Bedeutung wie in meiner Jugendzeit; wahre Freunde hat man - wenn überhaupt - nur wenige.
 
  • #19
@Gast 17: Ich hoffe sie haben zumindest einige davon getroffen.

Ich bin selbst auf FB und hatte mal folgende Situation.

Ich bin einer Gruppe beigetreten, welche zur Rezeptsammlung diente, bzw. als Idee was man mal kochen könnte. Ich fand das recht interessant, da ich selbst oft nicht weiß, was ich kochen könnte. Nun ja, eine dieser Gruppennutzerin hat sich ausgelinkt und vorher noch geschrieben, dass sie es doof finde, dass in dieser Gruppe Fotos von Enkelkindern usw gepostet werden. Darauf hin kamen dann Antworten à la "wenn ich meinen Freunden Fotos von meinen Enkeln zeigen möchte, dann soll das doch kein Problem sein". Ich finde eine solche Aussage ehrlichgesagt total bescheuert, wenn man bedenkt, dass diese Gruppe über 10.000 Mitglieder hatte. Also das kann mir keiner erzählen, dass man über 10.000 Freunde hätte.

Ich nutze FB als Netzwerk um mit auch weit entfernt wohnenden Freunden leicht in Kontakt zu bleiben. Seit ich mit denen nicht mehr nur über E-Mails in Kontakt bin, ist unser Kontakt auch viel lebendiger und regelmäßiger.
 
G

Gast

  • #20
Ich nehme an dieser Plattform nicht teil, daher ist mir das vollkommen gleichgültig, solange die betroffene Person sich kein fantasievolles virtuelles Zweitleben aufbaut, und das dürfte wohl eher die Ausnahme sein. Würde jemand in der Anzahl seiner Facebook-Kontakte ein besonderes Qualitätsmerkmal sehen, wäre ich offen gestanden ziemlich befremdet.

26, w
 
G

Gast

  • #21
Jaja, die weit entfernt wohnenden Freunde aus Fort Meade.
Ablehnenswert durch Facebook & Co, das trifft es für mich schon eher.
 
G

Gast

  • #22
Weniger ist einfach mehr.
Viele Männer wie auch Frauen, die real nichts auf die Reihe bekommen, pushen bei Facebook ihr Selbstwertgefühl auf.
 
  • #23
Ich, m 36, lege keinen Wert auf FB und wie viele fiktive Freunde jemand hat.
Wenn ein Kind einen fiktiven Freund hat ist das unbedenklich.

Wenn ein Erwachsener ganz viele "Freunde" hat, die er in der Realität nicht kennt finde ich das suspekt...
 
G

Gast

  • #24
Soziale Medien sind das Eldorado für jeden Selbstdarsteller: Mit stilisierten Fotos und sinnentleert aneinander gereihten Worten halten wir uns hier für unwiderstehlich. Fest davon überzeugt, dass den Rest der Welt unsere mickrige Existenz interessiert. Mit ein paar philosophischen Zitaten, von deren Schöpfer man den Namen nicht buchstabieren kann, ist das Profil perfekt.
Online sind wir plötzlich so viel klüger, schöner und aufregender. Wer sich aber nicht gerade selbst feiert, stalkt neidisch ein paar Hundert Facebook-Freunde und fühlt sich dann so richtig scheiße. Dagegen hilft nur mehr Selbstzelebrierung.
 
G

Gast

  • #25
In meinem Alter (20 - Anfang 30) nutzen viele Facebook als Feelgood-Plattform, und die Pinnwand nicht mehr, nicht weniger, als um ab und an nette Belanglosigkeiten zu posten, die keinem weh tun. Begehrenswert ist das schon, wenn es nicht gerade die eigene Einfältigkeit offenbart, sondern einfach Unbeschwertheit und Gude Laune signalisiert und ebenso beim Betrachter hervorruft. Das ist ein Mechanismus, der immer wieder funktioniert.

Mein letzter Beziehungsversuch ging allerdings einen Schritt weiter und hat mich von Anfang an, obwohl als Kontakt im realen Leben begonnen, nach Facebook "verlagert":
- er gab mir nicht seine Nummer sondern addete mich, die nachfolgende Kontaktvertiefung und das sich Verabreden, fanden ausschließlich über Facebook statt
- er chattete in meinem Beisein mit seiner Freundin (er war wie sich rausstellte vergeben) nicht auf Facebook, sondern über eine andere Plattform, über die wir nicht vernetzt waren
- nachdem ich ihn bei Facebook löschte, war somit unser realer Kontakt komplett beendet
- er lernte seine neue Freundin über Facebook kennen

Die "Facebook-Verlagerungstaktik" ist mir von anderen, teils über den halben Globus verstreuten Männern, bekannt. Wem du wichtig bist, der vernetzt sich zusätzlich außerhalb mit dir. Aber speziell Facebook ist wunderbar als Warmhalteplatte geeignet, um mal eben ein paar Zeilen loszuschicken à la: Ich bin dann und dann eventuell wieder in der Stadt X/in Deutschland/in Europa/gehe auf Reisen, wollen wir uns treffen? Natürlich finden diese Treffen dann nie statt oder werden kurz vorher abgesagt.

Ich habe beschlossen, nach der Devise zu gehen: ein Mal ist Zufall, zwei Mal ist Vorsatz, und solche Nachrichten nicht mehr zu beantworten sowie auf Facebook-Nachrichten dieser besagten Freunde generell nicht mehr einzugehen.

Eben eine wunderbar praktische Plattform für Trittbrettfahrer, eine tolle Ablage für "Ehemalige" und ein Barometer an dem sich die Oberflächlichkeit der Freundschaft messen läßt.
 
G

Gast

  • #26
Ich habe auch jemanden bei Facebook kennen gelernt. Da stellte sich im Nachhinein auch heraus das er vergeben ist. Als er mich endlich in seiner Liste hatte, brach der Kontakt ab. Im Prinzip kam ich mir vor wie ein "Listenfüller". Ich habe ihn auch wieder gelöscht, und habe nie wieder etwas von ihm gehört. Keine Nachfrage warum oder weshalb.
 
  • #27
Ich bin nur deshalb bei Facebook, weil ich ein neugieriger Mensch bin. Sogar mein Name ist nicht korrekt, weil ich dieses Selbstdarstellen nicht mag.
Einmal lernte ich im realen Leben einen Mann kennen, der mich über Facebook weiter kontaktieren wollte. Als er sah, dass ich nur neun Freunde hatte, meinte er, dass wäre ja total peinlich: "Hast du keine Freunde?" Doch, aber mit denen telefoniere ich oder ich treffe sie.
Seit dem sieht keiner mehr, wie viele ich habe. Vorsichtshalber. :)
Für ihn selbst fand sogar die Kommunikation mit der Nachbarin über Facebook statt. Schräg.
 
  • #28
Ich habe ein Fb Profil, schaue da ca. 4x im Monat rein und lege keinerlei Wert auf irgendwelche likes oder Freunde, die ich nie zu sehen kriege und ein Foto gibt es nicht für Leute, die ich nicht kenne. Was soll das oberflächliche Freunde sammeln? Wer dafür seine Zeit vernichtet, hat im wirklichen Leben lange Weile. Die rauben mir die Zeit, wenn es mir mal schlecht geht ist keiner von denen da und Frauen, mit 400 Fb Freunden fielen bei mir sofort durchs Raster, als ich noch suchte.
 
G

Gast

  • #29
Ich bin auch bei Facebook und ich bin eigentlich nicht sehr aktiv. Mehr der stille Mitleser.Ich habe 217 Freunde da.Einige kenne ich sehr gut, einige kenne ich garnicht.Wobei ich dann immer mal wieder aussortiere und lösche.Die Leute die ich dann gelöscht habe, von denen hab ich auch nie wieder etwas gehört.Das ist eben dann dieses Oberflächliche.
 
G

Gast

  • #30
Facebook ist nichts anderes als eine grandiose Möglichkeit, sich durch Einstellen besonders geistreicher oder ausgefallener Beiträge (oder was dafür gehalten wird), eine öffentliche Bühne zu schaffen.
Da gibt es die ewigen Zyniker, die alles "liken", was sich der Normalität entzieht, wenn auch auf humorvolle Weis. Reine Selbstdarstellung.
Es werden provozierende Namen gewählt, die schon zeigen: Schau an, ich bin anders.
Mit am schlimmsten sind jene Zeitgeister, die alles, was auf Kultur und Bildung hindeutet, einstellen.
"Ich schaue nur Arte und kenne mich in der Kunstzene aus".
Facebook ist eine Möglichkeit, sich eine virtuelle Persönlichkeit zu erstellen, die sich von der Masse abhebt, einfach Eigenreklame.