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Gast

  • #1

Begleite meinen Ex-Partner bei seinen Papa-WE's, wird es ein Problem für die neue Partnerschaft?

Begleite meinen Ex-Partner bei seinen Papa-WE's, wird es ein Problem für die neue Partnerschaft?

Hallo, ich w/35 bin seit ca. 3 Jahren getrennt, da ich kleine Kinder habe (meine jüngste Tochter ist erst 3 J.) , begleite ich gerne meinen Ex-Partner bei seinen Kinderbesuchen oder bei dem Kinderurlaub . Wir machen zusammen tolle Programme, und die Kinder sind glücklich. Da wir uns gut verstehen, gibts keine Probleme, Spannungen oder Stress. Nun stellt sich die Frage, wenn irgendwann eine neue Beziehung in Sicht wäre. Wie soll ich mich dann verhalten? Wie würde mein neuer Partner mit der Situation umgehen? Soll ich dann auf gemeinsame WE's und Urlaub verzichten? Ich weiss ganz genau, mein Ex-Partner wäre dann ziemlich überfordert , und die Kinder-WE's hätten dann .. eine ganz andere "Qualität" gehabt. Hat jemand Erfahrungen mit solchen Situationen? Wäre sehr dankbar für gute Tipps!
 
  • #2
mit einem neuen Partner, egal ob bei dir oder ihm, sind diese Wochenenden und Urlaube automatisch vorbei. Keiner will das 5.Rad am Wagen sein. Und kein neuer Partner wird das mitmachen, zu recht. Wenn ihr damit klar kommt so freundschaftlich miteinander zu verkehren und keiner von euch Beiden vielleicht doch vom anderen wieder mehrwill, dann ist es für die Kinder gut, aber es verhindert auch,das ihr beide ein neues Leben anfangen könnt mit neuem Partner. Scheinbar hast du aber nicht das Bedürfnis eine neue Beziehung zu beginnen. Denn wenn du mit Familie unterwegs bist,wie willst du dann jemanden kennen lernen. Und was ich nicht ganz verstehe, wenn das Kind bei dir ist, dann alleine und wenn es bei deinem Ex ist, dann immer mit dir zusammen? Das finde ich echt etwas bedenklich von dir. Überlass das Kind dem Ex und kümmere dich um deinLeben, oder komm wieder mit ihm zusammen und dann seit ihr wieder eine Familie
 
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Gast

  • #3
Wenn Dein Ex-Partner mit der Situation überfordert ist, dann ist die Antwort ja schon klar.

Das klassische Problem an dieser dreier Konstellation ist ja folgendes:
Es seien A und B die Expartner, C sei der neue Partner von B. A und C kennen den jeweils anderen nicht und fühlen sich unsicher. Deshalb wollen beide mit B kommunizieren. Gleichzeitig ist sich B der Schwierigkeit der Situation bewusst und versucht entweder mit beiden zu kommunizieren, was nicht klappt, oder kommuniziert nur mit einem, was den anderen verletzt.

Diese dreier Konstellation und ihre Problematik trifft sich auch mit anderen Personen (Paar, ein Elternteil eines Partners, alleinerziehendes Elternteil mit einem Kind und neuem Partner).

Wenn es eine Chance gibt, dass sich A und C untereinander verstehen, ist die Lösung ganz einfach. B zieht sich zurück und A und C machen etwas gemeinsam (Spaziergang, auf die Kinder aufpassen etc).

Allerdings würde ich da schon eher mich vorsichtig rantasten (kleiner Aufenthalt beim Kinder abholen, gemeinsamer Nachmittag).
 
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Gast

  • #4
Nach wirklicher Ablösung klingt das wahrhaftig nicht!!
Für eure Kinder mag das sicher nett sein, doch ihr behindert euch gegenseitig, überhaupt eine neue Beziehung anzufangen. Warum sollte man denn auch nur einen Hauch Gefühl in jemanden investestieren, der seine Ferien und Wochenenden mit seiner angeblichen Ex verbringt?
Gerade wer selbst weiß, was eine Scheidung und endgültige Trennung bedeutet, wird sich auf sowas bestimmt nicht einlassen, denn ihr scheint absolut noch nicht durch miteinnander zu sein, geschweige denn, offen und frei für einen neuen Partner!
 
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Gast

  • #5
Wie schön versteht Ihr Euch als Eltern gut und könnt auch die Papa- Wochenenden für Eure noch kleinen Kinder gemeinsam schön gestalten. Du erkennst, dass Dein Expartner allein überfordert wäre.
Als erstes habe ich mich gefragt, ob Du Dir diese Frage (wie Du in den Moment, wo Du einen neuen Partner kennenlernst Eure Lebenssituation gestalten würdest) wirklich schon jetzt, also im luftleeren Raum (noch ohne einen neuen Partner in Sichtweite ?) stellen musst. Magst Du nicht einfach zuwarten? Vielleicht werden sich in den nächsten Jahren nur kurzfristige Bekanntschaften ergeben, oder vielleicht hat der betreffende Partner ebenfalls Elternpflichten, oder arbeitet an Wochenenden, oder hat weniger Ferien als Du... - ist nicht alles noch sehr ungewiss?
So würde ich die jetzige Situation vorderhand beibehalten - Eure Kinder werden älter und werden mit der Zeit auch die Papi-WE's und Ferien selbst mehr mitgestalten können - sie werden zunehmend selbständiger werden. Und Deine jüngste Tochter ist mit 3 Jahren wirklich noch sehr jung und ich kann gut verstehen, dass es Dir sehr wichtig ist, dass sie auch im Kontakt zu ihrem Papa gut aufgehoben ist und Du mitgehst um dies zu gewährleisten.
Wie geht es Dir mit den Gedanken an einen neuen Partner - beschäftigt Dich die Frage, wie weit Du Deinen Bedürfnissen nach einem neuen Lebenspartner nachgeben darfst - oder ob Du sie zurückstellen musst, zugunsten Deiner Kinder? Wie sich beide vereinbaren lassen? Ist es diese Frage, die Dich plagt?
Ich würde die jetzige Situation vorderhand beibehalten... und, wenn Du einen neuen Partner kennenlernen wirst, genau darauf achten, wie er mit dieser Situation umgehen wird. Kann er sich auf Deine Bedürfnisse und Deine Lebenssituation einstellen? Ist er bereit sich zugunsten der Kinder zurückzunehmen? Sicher braucht eine solche Situation viele Gespräche miteinander... vielleicht ist es auch nützlich miteinander Bücher über die spezielle Situation von Patchworkfamilien zu lesen. Und das Thema Eifersucht (auf die Kinder) zu thematisieren.
Auch habe ich noch folgende Frage: Hast Du auch etwas Freiraum für Dich? Entlastung durch Deine Eltern? Durch die Paten/PatInnen der Kinder, durch Freundinnen oder zuverlässige Babsitterinnen? Einmal einen Abend ins Kino, oder ungestört Zeitunglesen in einem Café? Oder einen Malabend, oder was sind Deine Bedürfnisse?
Ich wünsche Dir alles Gute!
 
  • #6
Einen Tipp habe ich nicht, aber ich wüsste gern, warum du mit dem Expartner nicht wieder ganz zusammen bist. Ihr versteht euch doch super und für die Kinder wäre das auch toll.
Was kann so schlimm sein, dass eine Beziehung mit ihm nicht (mehr) geht?
 
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Gast

  • #7
Ich habe es erlebt, dass mein Ex Freund mit der Mutter seines Kindes zusammen im Urlaub war, bei ihr zu Abend gegessen hat, sich überhaupt in der Wohnung aufgehalten hat , weil die Mutter im Sport etc. war und habe gelitten wie ein Schwein. Ich würde es heute nicht mehr tolerieren!!!
 
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Gast

  • #8
Wäre ich die neue Liebe deines Ex, dann hätte ich kein Verständnis dass ich allein bin, während ihr Happy Family spielt.
 
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Gast

  • #9
Deine Beschreibung klingt wie bei mir. Auch ich bin einigermaßen ratlos. Allerdings ist kein neuer Mann in Aussicht und die Aussicht, mein (glückliches) Kind zu enttäuschen, läßt mich davon Abstand nehmen, eine Partnerschaft überhaupt anzustreben.
 
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Gast

  • #10
Das würde ich als neue Partnerin Deines Ex auf keinen Fall mitmachen. Was bringt es, den Kindern weiterhin Happy Family vorzuspielen - sollen sie sich Hoffnungen machen, dass Papa und Mama wieder zusammenkommen? Habt Ihr selbst die Hoffnung? Dann macht endlich Nägel mit Köpfen.

Eine Bekannte hat das mit Tochter und Ex auch eine Weile praktiziert, sogar zu viert, als seine Neue dazukam. Ging eine Weile gut, dann kamen die alten Emotionen hoch. Ich habe das damals bewundert. Heute kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln.
 
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Gast

  • #11
Weißt du, dass dein Ex überfordert wäre, oder glaubst du das nur? Wie steht er zu dieser Annahme? Nicht, dass es sich am Ende einfach nur um Gluckenverhalten handelt (was ich dir natürlich nicht vorschnell unterstellen will). Ich finde es wichtig, dass die Kinder verinnerlichen können, dass ihr euch zwar noch gut versteht, das gemeinsame Familienleben aber vorbei ist. Deswegen ist es zwar schön, wenn ihr viel Zeit gemeinsam verbringt, ich würde das aber nicht übertreiben, um dem Papa auch Zeit alleine mit seinen Kindern zu geben, und so zu einem normalen Vater-Kind-Verhältnis ohne dich zu kommen. Das alles natürlich völlig losgelöst von der Frage, ob da jetzt eine Neue da ist oder nicht. Wenn ja, dann solltest du dich selbverständlich noch etwas mehr zurückhalten.
 
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Gast

  • #12
Liebe FS, dein Kind ist wirklich noch sehr klein und da kann ich dich mit deinen Ängsten gut verstehen. Ich hätte mich damals nicht trennen können, gerade aus diesem Grund nicht. Doch du bist getrennt. Stell dir vor, er hat eine neue Partnerin, die keine Lust darauf hat, dass du als Mutter der Kinder dabei bist. Was machst du dann. Was machst du, wenn diese Partnerin noch nicht einmal ansatzweise einer weiblichen Vorbildfigur für dein Kind entspricht. Nichts liebe Fs kannst du machen, du musst es ihm geben.
Anderer Ansatz: Ihr bleibt gebunden und werdet nicht frei für etwas Neues. Für Eure Kinder ist die Situation ganz schön, aber verwirrend. Und das Schlimme dabei ist aber, so geht es mir, ein neuer Partner ist ein absoluter Störenfried und kann von den Kindern nicht angenommen werden. Diese Disharmonie ist gewaltsam, trennend und viel schlimmer. Ich glaube, ihr solltet die Trennung beide leben oder wieder zusammenfinden. Ich meine dazwischen gibt es nicht viel.

Die Kinder meines Partners sind fast erwachsen und weil er mit seiner Ex so sehr befreundet ist, werde ich nirgendwo in seiner Familie oder Freunden eine akzeptable Partnerin sein, ich lebe wie eine Affäre. Das ist mir gegenüber total unfair, denn ich habe keine Schuld am Scheiteren deren Beziehung. Alles Gute
 
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Gast

  • #13
als "Neuer" in so eine Konstellation hineinzukommen ist nicht einfach. Das "5. Rad am Wagen" wurde schon erwähnt.
Mein Beispiel dazu, wenngleich an Lebensjahren alles deutlich gereifter: nette AE (12 jahre jünger als ich) kennengelernt mit zauberhafter Tochter. Sie lebt mit der Kleinen (10J.) seit 7 Jahren allein. Der leibliche Vater nimmt seine Tochter aljedes 2. WE und einmal in der Woche besucht er sie, und kümmert sich gut um sie. Mutter und Vater kommen einigermaßen klar. Ich mag die Kleine sehr (halbe selbst einen Sohn, wollte immer eine Tochter dazu), sie mich auch.
Aber: bei Geburtstagen sind Mutter und Vater zusammen. Sie gehen zusammen feiern, z.B. Dombesuch, ich bin außen vor. bei schulischen Probleme: ich bin außen vor. So ist es häufiger. Auch normal, ich bin ja nicht der richtige Vater. Aber dass zeitweise "heile" Familie stattfindet, und eben ohne mich, stört schon. Ein bisschen Eifersucht ist natürlich dabei.
Aber so ist das eben bei Patchwork-Beziehungen.
 
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Gast

  • #14
Liebe FS,
Du kannst gar keine wirklich neue Beziehung haben! Denn du hast die alte noch nicht hinter Dir gelassen.
Natürlich kann dein Exmann auch ohne Dich mit deiner Kleinen klarkommen!
Ich habe auch 2 kleine Kinder, bin seit 1,5 Jahren getrennt und mein Mann hat jedes WE unsere Kinder (2+6J. inzwischen). Er stellt sich grundsätzlich mit den Kindern nicht sonderlich geschickt an, aber du musst lernen, auch mal loszulassen.
Ihr verbringt die Wochenenden zusammen??? HALLO? Du bist gar nicht wirklich getrennt. Ihr führt eine sexlose Wochenend-Beziehung.
Hör auf, Dir vorzumachen, dass dein Mann ein Kleinkind nicht ein paar Tage handeln kann!
Ich fahre auch mit meinem Exmann und den Kindern in den SOmmerurlaub, weil die Kinder noch zu klein sind und es weder für mich noch für ihn entspannend ist, wenn wir jeweils mit beiden Kindern getrennt Urlaub machen.
Aber wir haben auch beide keinen Partner.
Wenn ich einen hätte, würde ich meinen neuen Partner gar nicht in die Situation bringen, dass er zugucken kann, wie ich mit meinem Exmann in den Urlaub fahre. Das geht gar nicht. Gemeinsame WE will man dann übrigens mit seinem Lover ungestört verbringen - da ist man froh, wenn die Kids beim Vater sind!
ich weiß selber, dass es schwer ist loszulassen! Aber dein Exmann kann nur ein guter alleinversorgender Vater werden, wenn du ihn alleine machen lässt!
Mein Exmann ist komplett ungeschickt mit den Kindern und trotzdem haben sie es bis jetzt überlebt! ich musste loslassen, da war mein der Kleine erst 14 Monate und er ist mit den Kindern 2 Wochen verreist. Alleine und ohne mich.
Fang mal an, ohne ihn zu leben! Er kann das durchaus ohne Dich. Und auch Deine Tochter wirds überleben. das, was ihr da macht, geht echt gar nicht!
Nichts gegen gelegentliche Ausflüge als Elternpaar. Aber das geht eindeutig zu weit. Wo ist denn da eine Trennung?
Trenn Dich doch erst einmal von Deinem Mann, bevor du an was Neues denkst!?

w, 39
 
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Gast

  • #15
Die Kinder gehen erst einmal vor, finde ich. Und es muss auch nicht Lebenszweck sein, sofort wieder krampfhaft nach einem Partner zu suchen, wozu auch?
Ich finde es gut, wie Ihr es handhabt. Wenn sich etwas ergibt, dann warte einfach ab, was wird. Vielleicht hat der neue Partner - wenn es denn mal einen gibt - ja auch Familie, und kann das ein bisschen nachvollziehen?
Was ich nicht verstehen kann, ist diese Eifersüchtelei von Erwachsenen, die eigentlich wissen sollten, wo sie im Leben stehen - im Gegensatz zu Kindern, die nun einmal beide Eltern brauchen.
Mir geht dieses "Revier-Markieren" - Denken der meisten Menschen so auf den Geist.
Die Kinder sind da und haben das Recht auf eine intakte Familie, und die bietet Ihr Euren Kindern, wenngleich auch Ihr getrennt seid. Da ist nun mal nicht viel mit "eigenem Leben" im Moment, und schon gar nicht mit diesem Konkurrenz-Verhalten, wie es es viele Menschen praktizieren. Schlimm sowas!