Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #1

Bei mir besteht der Verdacht auf eine Chlamydieninfektion!

Ich bin absolut treu! muss ich jetzt davon ausgehen, dass mein Partner fremdgegangen ist? Hatte eine von euch schon diese Krankheit? Agesehen davon, dass es absolut peinlich ist, weiss ich nicht wie ich damit umgehen soll. Muss ich mich jetzt trennen? Und, das Ergebnis bekomme ich erst nächste Woche....
 
  • #2
Liebe Fragestellerin! Ja, Du stellst leider die richtigen Fragen.

1. Chlamydien werden quasi nur sexuell übertragen. Wenn Du treu warst, wird wahrscheinlich Dein Freund untreu gewesen sein. 100%ig sicher ist das aber natürlich nicht.

2. Du musst ohnehin mit Deinem Freund darüber sprechen, da nur die gleichzeitige Behandlung beider Partner zu einem Therapieerfolg führt. Beide Partner müssen unbedingt gleichzeitig vollständig austherapiert werden. Ansonsten würden fortwährend eine gegenseitige Rückinfektion stattfinden. Du solltest keinen Geschlechtsverkehr, auch keinen manuellen oder oralen Sex, haben, bis ihr beide vollständig geheilt seid, um Rückübertragungen zu minimieren, selbst dann, wenn Ihr beide unter gleichzeitiger Antibiotikatherapie steht.

3. Sprich mit Deinem Freund über Deine mutmaßliche Chlamydieninfektion. Weise ihn daraufhin, dass er sich dringend ebenfalls untersuchen lassen muss. Frage ihn ganz platt und direkt, ob er fremdgegangen ist oder sich erklären kann, wie Ihr beide Euch infiziert habt. Sollte er fremdgegangen sein, rate ich Dir, Dich sofort und ohne weiteres Zögern zu trennen. Er hat Dich und Deine Gesundheit, möglicherweise sogar Deine daurhafte Fruchtbarkeit, aufs Spiel gesetzt und mit so etwas ist einfach nicht zu scherzen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern allerunterste Schublade in einer Beziehung.
 
G

Gast

  • #3
Das mit dem Trennen würde ich unabhängig von der Infektion sehen. Anders als Frederika gehe ich nicht davon aus, dass Dein Freund, sollte er tatsächlich fremdgegangen sein, was ja nicht erwiesen ist, Dich bewusst angesteckt hat.
(Ja, Frederika, so liest sich Punkt 3, Sätze 5+6)
Zum Fremdgehen gibt es hier eine lange Liste von Threads und Meinungen. Entscheiden kannst Du nur ganz alleine.
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS, das muss nicht so sein! Ist bei Dir eine "frische" Infektion festgestellt worden, oder ist über die Antikörper eine Nachschädigung da und daher der Befall festgestellt worden.
Ich war selber mal vor zig Jahren betroffen. Die reine Infektion habe ich ´nie bemerkt, mein Ex scheinbar auch nicht. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre zusammen. Grundsätzlich gehe ich auch heute davon aus, in dieser Zeit treu!!!

Also sollte es sich nicht um eine "frische" Infektion handeln, können die Symptome Jahre später erst auftreten, theoretisch kann der Infektzeitpunjkt also sogar vor eurer Beziehung erfolgt sein.

Ich habe mir damals natürlich auch die gleiche Frage gestellt und dabei viel rumgeforscht, mit dem Ergebnis, so ganz genau weiß auch der Mediziner nicht, ob es nicht noch andere Übertragungswege gibt - und ich habe mit so einigen gesprochen, auch im Freundeskreis!

Bei einer frischen Infektion würde ich das ein wenig anders sehen, obwohl ich auch nicht ausschließen würde, dass es nicht doch andere Wege geben könnte. Ich habe damals mein ganzes Umfeld verrückt gemacht und zum Arzt geschickt, nicht zuletzt, weil ich mir nicht sicher war, ob nur dieser Übertragungsweg möglich ist..

Schreib mal mehr, was du aktuell für Beschwerden hast.

w/46
 
  • #5
@#2: Es geht nicht um Vorsatz des Infizierens, sondern um Vorsatz des Vertrauensbruches und grob fahrlässige Gefährdung! Denn dass fremdgehen immer eine Infektionsgefahr birgt und auch Kondome nicht zuverlässig diese Gefahren ausschließen ist doch wohl jedem minimal-gebildeten Menschen klar!

Eine Partnerschaft setzt Treue und Exklusivität voraus, und zwar nicht nur aus emotionaler Notwendigkeit, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen.

@#3: Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Infektion mit akuten und typischen Beschwerden handelt, somit um eine Neuinfektion. Alles andere wäre angesichts der Fragestellung doch sehr verwunderlich -- aber kann natürlich sein. Diesbezüglich wird der behandelnde Arzt sie Fragestellerin bestimmt bei Diagnosestellung aufklären und beraten.

Nichtsdestotrotz sollte die Fragestellerin schon jetzt ihren Freund anweisen, sich selbst testen zu lassen und auch zur Rede stellen bezüglich eventuellen Fremdgehens. Die mit Abstand wahrscheinlichste Ursache ist es nämlich.
 
G

Gast

  • #6
@4 Jeder sexuelle Kontakt birgt eine Infektionsgefahr, also auch der sexuelle Kontakt mit einem potentiellen Partner! Dieses Risiko geht jede und jeder ein, der sich auf Partnersuche begibt und ist nicht auf Fremdgänger beschränkt!
 
G

Gast

  • #7
@5: wenn zwei Personen eine Beziehung führen und zuvor völlig gesund waren dann beschränkt sich das Risiko einer Infektion bei einem sexuellen Kontakt mit einem dritten eben nicht nur auf denjenigen der Fremd geht sondern eben auch auf dessen Partner und genau darum geht es.
Deine Aussage hat also in dieser Hinsicht also absolut fehl am Platz.
 
  • #8
@#5: Jeder Kontakt birgt theoretisch eine Infektionsgefahr, aber zwischen treuen, exklusiven Sexualpartnern können die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten in der Praxis ausgeschlossen werden. Hier geht es um Vertrauen und Treue!
 
  • #9
Liebe Fragestellerin,
zum medizinischen kann ich nichts sagen. Ich werde auch vorab Deinem Partner kein Fremdgehen unterstellen. Das müsst Ihr klären, erst einmal vor allem auf gesundheitliche Aspekte konzentriert. Die moralischen sind erst einmal nachrangig, so sehe ich das.

Es besteht (NUR) Verdacht auf eine Chlamydieninfektion, also mache Dich erst einmal nicht verrückt, doch besprich mit Deinem Partner diesen Verdacht. Vergiss es, das peinlich zu finden, das hilft Dir gar nicht, sondern lähmt nur das konstruktive Denken und Handeln (Ein hinkender Vergleich, Läuse sind auch immer peinlich, jedoch auch meine Kinder brachten welche aus der Schule mit nach Hause). Vor wem ist es peinlich? Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht und sonst geht es nur Euch beide etwas an.
Also erst einmal den Befund abwarten, Behandlung/Heilung mit Antibiotika ist möglich, ohne bleibende "Schäden". Und dann entscheide nach gründlicher Prüfung über Deine Partnerschaft.
Alles Gute
 
G

Gast

  • #10
Soviel ich weiß, ist es eine Tröpfcheninfektion- und das bedeutet, auch eine Infektion über z.B. öffentliche Toiletten ist möglich.
Auch, wenn natürlich bei Verkehr eher die Möglichkeit der Übertragung gegeben ist.
Vorsicht vor zu schnellen Vermutungen, die hier so aufgezählt werden.
Warte ab, informiere Dich noch genauer und sprich mit Deinem Arzt, dann erst mit Deinem Partner!
 
G

Gast

  • #11
Liebe Fragestellerin, bevor du deinen Mann der Untreue bezichtigst, sprich bitte erst mal mit deinem Frauenarzt über die Überragungswege und überlege dann, wo du dir die Inefektion außer bei deinem Partner noch geholt haben könntest.

Sowohl eine Freundin von mir als auch ich hatten Chlamydien OHNE PARTNER und demzufolge auch ohne Verkehr. Also bitte mehr Besonnenheit und weniger Panik.
 
G

Gast

  • #12
Ich (w) schließe mich #10 an - auch ich hatte Chlamydien - in einer Zeit, in der ich jahreslang keinerlei sexuelle Kontakte hatte.

Mit Behauptungen bezüglich Fremdgehen wäre ich an Deiner Stelle, Deinem Partner gegenüber vorsichtig. Testen lassen sollte sich natürlich auch er und auch die Behandlung dagegen (so er auch betroffen ist), müßt Ihr Beide machen.
Die Formulierung, Du solltest Deinen Partner 'anweisen' den Test machen zu lassen, finde ich reichlich daneben. Dein Partner ist schließlich nicht Dein Befehlsempfänger - Befehlston in Partnerschaft halte ich für sehr bedenklich.
Über diese Problematik kann man normal reden, da Dein Partner sicher auch nicht will, dass Ihr die Infektion hin und herschiebt, wenn er sich nicht behandeln läßt, dürften hier gar keine Probleme entstehen.

Liebe Fragestellerin, eine Chlamydieninfektion läßt sich mit Behandlung ausheilen und muß Dir nicht peinlich sein.
 
G

Gast

  • #13
Hallo FS,

Also nun erstmal keine voreiligen falschen Schlüsse ziehen. Zumal das definitive Resultat noch ausstehend ist.
Zur Vorsicht rate ich trotzdem. Aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie Ihren Partner jedoch darüber informieren, dass bei Ihnen der Verdacht auf eine Chlamydieninfektion besteht.
Sie könnten Ihren Partner gegebenenfalls auch fragen, ob er sich das erklären kann.

Ihm jedoch schon jetzt Fremdgegen zu unterstellen, davon rate ich Ihnen ab, denn stellen Sie sich vor, das definitive Resultat fällt negativ aus, dann haben Sie ein Problem.

Sollte das Resultat dann leider doch positiv sein, dann haben Sie Fakten, auf Grund deren Sie Argumentieren können.

Ich drück Ihnen die Daumen.
 
G

Gast

  • #14
Ich bin Ärztin und möchte dich beruhigen.

Ein SEHR großer Teil der Chlamydien-Infektionen bleibt jahrelang (!) unbemerkt und wird nur zufällig diagnostiziert. Sowohl du als auch dein Partner können also schon lange infiziert sein und es muss keineswegs heißen, dass er fremdgegangen ist.

Auch wenn man sich testen lässt, ist manchmal das Ergebnis falsch negativ. Wenn die Probengewinnung nicht sorgfältig genug durchgeführt wird (beim Mann sorgfältiges Ausstreichen des Prostatasekrets, bei der Frau sehr tief in den Muttermund abstreichen) kann der Test negativ ausfallen obwohl man infiziert ist. Sollte dein Freund also während euerer Beziehung schon einmal negativ getestet worden sein, muss auch das nicht heißen, dass er fremdgegnagen ist.

w53
______________________________________________________________________________

<MOD: Wir weisen darauf hin, dass alle Beiträge Laienmeinungen darstellen. Wenden Sie sich bitte für verlässliche Auskünfte an einen Arzt -- unabhängig davon, was einzelne Teilnehmer hier über ihre angeblichen Qualifikationen behaupten.>
 
  • #15
@#13: Es ist zwar richtig, dass viele Chlamydieninfektionen jahrelang unbemerkt verbleiben, aber bei akuten Beschwerden liegt meistens auch ein akuter Anlass vor. Gerade wenn es sich um eine Neuinfektion handelt, dann ist ein Verdacht auf Fremdgehen naheliegend. Nicht-sexuelle Übertragung von Chlamydien ist eher selten.
 
G

Gast

  • #16
@14 ein akuter Anlass kann auch eine allgemeine, z. B. psychisch bedingte reduzierte Immunabwehr als auch eine Antibiotika-Behandlung sein. Vieles kann dazu führen, dass jahrelan Unsymptomatisches unvermittelt zu Symptomen führt. Ein schlechter Vergleich, aber Lippen-Herpes-Viren sind IMMER vorhanden - nur wird er aus verschiedenen anlässen Symptomatisch - bei dem einen reicht der Gedanke an ein schmutziges Glas, bei dem Anderen kräftige Sonneneinstrahlung oder eisige Kälte.
In den seltensten Fällen jedoch liegt ein "Kuss" mit einem anderen Menschen als Ursache vor.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top