• #1

Bei welcher Gelegenheit sprecht Ihr sexuelle Wünsche an?

Ich würde ganz gerne die Frage in die Runde stellen, bei welcher Gelegenheit Ihr und Eure Partner Euch sexuelle Wünsche mitteilt. Klar, am Anfang einer Beziehung, in Affairen oder F+ relativ fällt es relativ fällt, möglicherweise macht es sogar einen gewissen Reiz aus. Aber zumindest mir geht es so, dass mir das nun mit den Jahren immer schwerer fällt - und ich finde oft nicht die richtige Gelegenheit. Wie oder wann macht ihr das: vor dem Sex oder nachher? Auf der Couch? Bei einem Spaziergang? Habt Ihr dafür vielleicht sogar eine Routine etabliert?
 
  • #2
Habt Ihr dafür vielleicht sogar eine Routine etabliert?
Ich denke wenn es Routine wird brauchst du nicht mehr über Wünsche sprechen 😂

In jungen Jahren bis etwa dreißig habe ich mich damit schwer getan.
Ich hab mir damit mal die Finger verbrannt als ich mit Mitte zwanzig den Wunsch äußerte mit ihr gemeinsam einen Sexfilm zu gucken.
Nach der Antwort ob ich ihr nicht genug wäre, habe ich nie wieder gefragt.
Mit der letzten festen Beziehung bin ich sexuell Erwachsen geworden und habe es anders erfahren, man konnte darüber wunderbar locker sprechen.
So nun bin ich auch kein extremer, von daher, wenn das Gespräch knisternd wird, dann sag ich der Angebeteten was mir so im Kleinhirn umherschwirrt.
Der Gesprächsfluss muss es ergeben, also mit etwas vorwärmen ist so ein Gespräch ungezwungen.
Aber ein Kaltstart finde ich auch wenig knisternd.
So was plane ich nicht, dass kommt aus der Stimmung.
Verbalerotik mit der Partnerin ist besser wie jeder Film.
Hab ich gelernt 🤗
M50
 
  • #3
Wir machen das einfach, ohne groß darüber zu reden, es ist herrlich und passt seit Jahren echt wunderbar, hatte ich zuvor so nie erlebt, das Bedürfnis in unserer Liebesbeziehung ist einfach da, ein starkes körperliches Begehren, Seele, Geist und Körper sind im Einklang in Übereinstimmung, da brauchen wir nicht erst noch reden!
 
  • #4
Da les ich gern mal mit.
Ich hab mir das auch schon öfters gedacht, so ein Thema mal anzusprechen. Nehmen wir zu Beispiel den Wunsch öfters massiert zu werden. Sag ich das meiner Partnerin, denk ich mal, sie wird das machen. Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen.
 
  • #5
Eine interessante Frage. Ich denke auch, dass das darüber Sprechen vielen schwer fällt (wobei viele, so wie ich, wohl einfach keine sehr speziellen Wünsche haben… mir gefallen einfach alle gängigen Praktiken und Stellungen ziemlich gleichermaßen.)
Wenn die Partnerin zB nicht viel über Sex spricht - sollte man gezielt nachfragen? Oder turnt das ab?
 
  • #6
Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen.

Das tut mir echt weh, das zu lesen.
Hast du nicht genügend Vertrauen zu deiner Frau, dass sie in der Lage ist "nein" zu sagen, wenn sie etwas wirklich nicht möchte?

Und was genau ist schlimm daran, etwas dem anderen zuliebe zu tun, solange man sich nicht dazu überwinden muss, sondern es selbst vielleicht nur nicht übermäßig toll findet?

Wie oder wann macht ihr das: vor dem Sex oder nachher? Auf der Couch? Bei einem Spaziergang? Habt Ihr dafür vielleicht sogar eine Routine etabliert?

Routine nicht direkt. Aber oft reden wir nach dem Sex oder einfach beim Kuscheln auf dem Sofa darüber, was wir schön fanden und dann kommen Ideen auf, was wir mal ausprobieren könnten oder was sich einer wünschen würde. Einfach so vor sich hinphantasieren. Nicht alles wird auch tatsächlich umgesetzt, weil entweder er oder ich doch nicht so ganz überzeugt sind.
 
  • #7
Wie oder wann macht ihr das: vor dem Sex oder nachher?
Währenddessen geht ganz gut. Dafür dann selbst erstmal was anders machen, nachfragen "gefällt dir das?", dann ergibt sich ganz leicht auch ein "mir würde gefallen wenn wir mal.." oder "gibt es etwas, von dem du träumst, das wir mal ausprobieren könnten...". Und weil wir ja eh gerade schon dabei sind, kann man es gleich in die Tat umsetzen. Außer die Worte sind so erregend, dass wir gar nicht mehr so weit kommen.
Aber zugegeben, häufig traue ich mich das nicht. Oft heißt es dann "oh ja, das klingt gut", wird aber leider dann doch nie umgesetzt.

W36
 
  • #8
finde oft nicht die richtige Gelegenheit. Wie oder wann macht ihr das: vor dem Sex oder nachher? Auf der Couch? Bei einem Spaziergang? Habt Ihr dafür vielleicht sogar eine Routine etabliert?
Ich würde sagen es kommt auf den Wunsch an, manches kann man vielleicht direkt beim Sex ansprechen (so Kleinigkeiten wie andere Stellung oder irgendwelche bestimmten Berührungen) sonst finde ich es ziemlich entspannt wenn man über seine Wünsche spricht während man zb. zusammen kuschelt, eine ruhige Minute zusammen hat, ich bin da ehrlicherweise schmerzbefreit, wenn er was nicht möchte akzeptiere ich das :)
„wie findest du X“
„was hältst du davon wenn wir XYZ
ausprobieren würden“
„könntest du mal X für mich anziehen/machen“
„ich würde gerne X mit dir machen“

… was auch immer.

Wenn ich was besonders gut fand sag ich ihm das damit er nicht aufhört oder beim nächsten mal wieder macht und er sagt mir das auch genauso nach dem Sex wenn er was besonders gut/Intensiv fand, wir reden ab und zu darüber, nicht so super oft.
Da les ich gern mal mit.
Ich hab mir das auch schon öfters gedacht, so ein Thema mal anzusprechen. Nehmen wir zu Beispiel den Wunsch öfters massiert zu werden. Sag ich das meiner Partnerin, denk ich mal, sie wird das machen. Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen.
Frag deine Partnerln doch einfach mal was sie sich wünscht oder du ihr Gutes tun kannst und dann erwähnst du auch deinen Massagewunsch.

W 27
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Besser nicht vor oder nach dem Sex:). Einfach wenn es sich ergibt. Bei einem Spaziergang, oder wenn es allgemein eine entspannte Stimmung ist.
Ich versuche, von mir auszugehen, also zu erzählen was sich in meinem Kopf so abspielt. Im Allgemeinen fällt es mir eher leicht, über Erotik oder Sexualität zu sprechen.
Die Fantasien von meinem Partner interessieren mich.
Wenn es jedoch so ist, dass der Partner Wünsche oder Interessen hat, die nicht mit meinen korrespondieren und er öfters darüber spricht, könnte die Stimmung kippen. So in Richtung bedrängt fühlen.
Ist das bei Dir so? Dass Du weisst, dass Du andere Vorlieben als deine Partnerin hast?
Du kannst es als Anlass nehmen, Dir zu überlegen, was Du schön, speziell, aufregend, sexy mit ihr findest und ihr bei passender Gelegenheit zu sagen.
Ein anderer Vorschlag ist, das jeder von Euch einen Abend Königin und König sein darf. Der darf dann jeweils wünschen, wie der Abend verläuft und sich verwöhnen lassen. (innerhalb der Grenzen, die man aushandelt).
 
  • #10
Während des intimen Moments im Bett nach dem Sex, beim Schmusen und Reden, so nach dem Motto: "Wollen wir beim nächsten Mal auch mal .... magst du vielleicht mal probieren ... Ich würde gerne auch mal probieren ...."
Der Gesprächsfluss muss es ergeben, also mit etwas vorwärmen ist so ein Gespräch ungezwungen.
Ja, ein Gesprächsaufhänger ist gut, kann banal sein, z.B. sehe ich eine Badewanne und erinnere daran, dass wir ja unbedingt noch Sex in der Badewanne haben sollten. Oder ich strecke meinen verkrampften Nacken und in dem Zusammenhang fällt mir die Flasche Massageöl ein, die noch voll ist, und dass wir mal wieder einen richtig kitschig-romantischen Abend haben sollten. Oder ich räume die Speisekammer auf und stoße auf die Schokoladentafeln, die sich da stapeln, erinnere mich, wie lecker unser Schokofondue war ... Oder ich rede von meiner Lieblingsoper und dass ich ihn gerne mal mitnehmen würde zur Oper, dann komme ich darauf, dass ich dann das enge schwarze Kleid tragen kann, das so figurbetont ist, dass ich nichts drunter trage, weil es sich abzeichnen würde, dann reden wir darüber ... Also ja, entweder im Bett nach dem Sex oder dann, wenn es sich thematisch ergibt.

Ich glaube, intime, gewissermaßen "ernste" Details (irgendwas mit Technikänderungen, längerer/langsamerer/anderer Sex etc.) spreche ich kuschelnd im Bett an, kreative, abenteuerliche Ideen eher spontan im Alltag, siehe oben. Ich würde etwas unterscheiden zwischen Kritik/Änderungswünschen/wichtigen Wünschen/echten Bedürfnissen (sensibel) und einfach verspielten Ideen und sexy Fantasien (unterhaltsam).
Da les ich gern mal mit.
Ich hab mir das auch schon öfters gedacht, so ein Thema mal anzusprechen. Nehmen wir zu Beispiel den Wunsch öfters massiert zu werden. Sag ich das meiner Partnerin, denk ich mal, sie wird das machen. Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen.
Das "Problem" kenne ich tatsächlich auch und habe noch keine Lösung gefunden. Ich mag es nicht, wenn etwas gekünstelt und gestellt wirkt. Wenn ich irgendwas sage und der Partner es dann beim nächsten Mal genau so macht, dann kommt es für mich irgendwie nicht richtig, also eigentlich müsste ich sagen: "Ich hätte gerne das und das, aber es soll wie zufällig von dir kommen und eigentlich deine eigene Idee sein, also mach es jetzt nicht direkt nächstes Mal oder nächste Woche, sondern irgendwann in ein paar Wochen, wenn ich nicht mehr daran denke und nicht damit rechne." Ist auch irgendwie blöd ... Am besten wäre es tatsächlich, wenn der Partner von selbst auf die Idee käme, das wäre wohl das Ideal, aber das kann man natürlich verständlicherweise nicht immer erwarten, also ist es ein gewisses Dilemma. Sobald man etwas sagt, kann es nur noch gestellt sein, aber Schweigen ist auch doof, tja. 🤷‍♀️
w26
 
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  • #11
Währenddessen geht ganz gut. Dafür dann selbst erstmal was anders machen, nachfragen "gefällt dir das?", dann ergibt sich ganz leicht auch ein "mir würde gefallen wenn wir mal.." oder "gibt es etwas, von dem du träumst, das wir mal ausprobieren könnten...".

Routine nicht direkt. Aber oft reden wir nach dem Sex oder einfach beim Kuscheln auf dem Sofa darüber, was wir schön fanden und dann kommen Ideen auf, was wir mal ausprobieren könnten oder was sich einer wünschen würde. Einfach so vor sich hinphantasieren. Nicht alles wird auch tatsächlich umgesetzt, weil entweder er oder ich doch nicht so ganz überzeugt sind.
Währenddessen geht ganz gut. Dafür dann selbst erstmal was anders machen, nachfragen "gefällt dir das?", dann ergibt sich ganz leicht auch ein "mir würde gefallen wenn wir mal.." oder "gibt es etwas, von dem du träumst, das wir mal ausprobieren könnten...". Und weil wir ja eh gerade schon dabei sind, kann man es gleich in die Tat umsetzen.
Kleinere Variationen oder neue Stellungen sind bei uns nicht das Problem, wir haben beide keine Schwierigkeiten, solche Wünsche direkt auszusprechen oder sanft einzufordern. Wenn es im Bett "etwas härter" zugeht, wird zb gar nicht groß gefackelt, dann nehme ich mir, auf was ich gerade Lust habe, ohne groß nachzufragen. Ob ihr das dann gefällt, sehe ich dann schon. Das ist beidseitig so gewollt und wird auch so umgesetzt.
... kreative, abenteuerliche Ideen eher spontan im Alltag, siehe oben. Ich würde etwas unterscheiden zwischen Kritik/Änderungswünschen/wichtigen Wünschen/echten Bedürfnissen (sensibel) und einfach verspielten Ideen und sexy Fantasien (unterhaltsam).

Ich habe Probleme, genau diese kreativen, abenteuerlichen Ideen anzusprechen. Am Anfang der Beziehung nicht: Da habe (vor allem) ich direkt alles ohne groß nachzudenken angesprochen und vieles haben wir auch gemacht - die beidseitige Abenteuerlust war nachgerade brandbeschleunigend. Das ist ein bisschen verloren gegangen und mittlerweile ertappe ich mich immer öfter bei dem Gedanken "hmmm, darauf hätte ich mal Lust - wie soll ich das am Besten ansprechen"...und mache es schließlich gar nicht.

Ein Beispiel: vor einigen Jahren waren wir mit dem Auto unterwegs, mir schießt aus dem nichts der Gedanke "Sex im Auto" durch den Kopf und spreche ihn ungefiltert und unmittelbar aus - an der nächsten roten Ampel beugt sich meine Frau rüber und wird oral aktiv - am helllichten Tag mitten in der Stadt. Heute, also 3-4 Jahre nach diesem Ereignis, habe ich Hemmungen, das so wie damals einfach "rauszuhauen" - obwohl die kreativen, abenteuerlichen Ideen aus meinem Hirn geradezu raussprudeln.
 
  • #12
Ich/wir reden da gar nicht drüber. Haben wir in 14 Jahren noch nie gemacht. Bis auf einmal als meine Frau, aufgrund einer Erkrankung, mich gefragt hat ob ich ein Problem mit dem wenigen Sex habe, zumal es auch ziemlich früh in der Beziehung war. Das wär aber auch das einzige Mal das Sex ein Gesprächsthema war.

Ich habe auch keine Wünsche oder Phantasien, also auch nichts mitzuteilen. Ich habe keine Ansprüche was Sex angeht und bin daher mit allem was meine Partnerin aus Antrieb, eigener Lust/Neugier/Freude macht zufrieden. Und wenn das nur ein Minimum des möglichen sexuellen Spektrums ist, ist das auch ok. Aber ich weiß das es aus ihr heraus kommt und nicht auf meinen Wunsch hin.
Ich hab mir das auch schon öfters gedacht, so ein Thema mal anzusprechen. Nehmen wir zu Beispiel den Wunsch öfters massiert zu werden. Sag ich das meiner Partnerin, denk ich mal, sie wird das machen. Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen
Insofern kann ich diese Denke schon gut nachvollziehen.
Vielleicht nicht bei etwas So unverfänglichem wie einer Massage. Aber im sexuellen Kontext durchaus.

Warum meine Frau noch nie was angesprochen hat, kann ich nur vermuten.
Ich denke sie ist, wie ich mit einfachstem Sex zufrieden. Man muss sich keine Gedanken machen. Was könnte man noch machen, wie kann man es besser machen, was tun damit es nicht langweilig wird etc.
Es ist einfach immer das Gleiche Programm, verlässlich, ohne überlegen zu müssen und gut. Denke das es, für uns, einfach die enspannteste Art ist und wir da zum Glück scheinbar gleich Ticken.

Das wir extrem wenig Sex haben macht es dann auch wesentlich leichter. Wenn man jeden Woche den gleichen Sex hat, kann es für sein dass es irgendwann genug ist und nervt.
Wir haben in guten Jahren aber nur 3-4 mal Sex. Und auch Pausen von einem bis zu fast zwei Jahren kamen schon vor. Da kommen keine Abnutzungserscheinungen auf. Da wird auch der rudimentärste Standardsex nicht langweilig.

Aber ich bin auch froh das es ist wie es ist. Auch wenn es albern, unnötig und unreif ist, ich glaube ich hätte auch echt schwierigkeiten mich ernsthaft über Sex mit meinem Partner zu reden. Ich würde leicht in albernheiten und Späße abdriften wie ein peinlich berührter Pubertätskasper. Sex ist für mich irgendwie kein ernsthaftes Thema. Jedenfalls bei mir und meinem eigenen Sexualität. Bei meinem Partner würde, bzw. nehme ich die Sexualität komischer Weise ernst und empfinde es nicht albern und vielleicht auch etwas platt.
Daher bin ich ganz froh noch nie ernsthaft über Sex reden gemusst zu haben.
 
  • #13
Ich rede einfach mit meinem Schatz darüber und gut ist. Das muss eine Beziehung ertragen können, sonst ist es das falsche. In meiner 19jährigen Ehe gab es nie ein Gespräch über dieses Thema mit meinem Ex, weil es ihm immer unangenehm war. Und ich habe es irgendwann frustriert aufgegeben.
 
  • #14
Das tut mir echt weh, das zu lesen.
Hast du nicht genügend Vertrauen zu deiner Frau, dass sie in der Lage ist "nein" zu sagen, wenn sie etwas wirklich nicht möchte?

Und was genau ist schlimm daran, etwas dem anderen zuliebe zu tun, solange man sich nicht dazu überwinden muss, sondern es selbst vielleicht nur nicht übermäßig toll findet?
Ich kann mich täuschen, aber ich habe es nicht so verstanden, dass @Ehrenrunde Angst hat, sie könnte etwas tun, was sie total schlimm findet und wozu sie sich überwinden muss, sondern dass es eher mit der dann gestellten Situation zusammenhängt, siehe mein Post dazu.

Ich bringe mal zwei andere, plakative Beispiele, um das zu veranschaulichen:

1. Eine Frau ist in einer allgemein glücklichen Beziehung und wünscht sich insgeheim, vom Mann einen Heiratsantrag zu bekommen, aber es kommt keiner. Dann sagt sie: "Ich würde mich so freuen, wenn du mir einen Heiratsantrag machst." Dann macht er ihr am nächsten Tag einen Antrag. Er fand die Idee auch gut, hat gar nichts dagegen oder so, sondern hatte einfach nicht dran gedacht, hatte es nicht so auf dem Schirm. Dann macht er es gerne, sie hat, was sie wollte -- und trotzdem hat es einen faden Beigeschmack.

2. Genau so, wenn die Frau sagt, sie würde gerne mal spontan Blumen mitgebracht bekommen von ihrem Partner, und er ihr dann direkt am nächsten Tag "spontan" Blumen mitbringt. Nein, er muss sich gar nicht überwinden, er tut es gerne, jetzt, wo er es weiß, er hatte nur nicht selbst dran gedacht, die Blumen sind auch schön und sie freut sich -- trotzdem hat es einen faden Beigeschmack, weil es jetzt so gestellt und vorhersehbar ist.

Verstehst du, was gemeint ist? Vielleicht ist das auch Typsache und eine Thematik, die nur verkopfte Menschen betrifft, aber ich finde die Vorstellung nicht unbedingt schön, dass ich meinem Partner eine Reihe von "Anweisungen" gebe und er sie dann genau beim nächsten Mal genau in der Reihenfolge ausführt und mich womöglich zwischendurch noch erwartungsvoll anguckt, ob alles richtig ist, das erinnert mich fast an eine Prüfungssituation, ich will nicht merken, wie der Partner im Kopf eine mentale Liste durchgeht, die ich ebenfalls kenne und abhaken kann, weil ich sie ihm gegeben habe.

Aber ok, ich will das jetzt nicht zu einem großen Problem hochstilisieren, ich rede trotzdem gerne über Sex, ich kann nur nachvollziehen, was @Ehrenrunde meint und was das Problem beim Ansprechen von Sachen sein kann. Es ist dann eben nicht mehr spontan und authentisch, sondern gestellt, selbst wenn es beiden gefällt. w26
 
  • #15
Heute, also 3-4 Jahre nach diesem Ereignis, habe ich Hemmungen, das so wie damals einfach "rauszuhauen" - obwohl die kreativen, abenteuerlichen Ideen aus meinem Hirn geradezu raussprudeln.
Was ist da zwischen euch passiert? Gab es da eine schlagartige Änderung, oder hat das langsam aufgehört? Hat Deine Frau Dich diesbezüglich mal "zusammengestaucht"? Ist Deine Frau auch kreativ oder kommt alles von Dir?
ErwinM, 52
 
  • #16
Das ist ein bisschen verloren gegangen und mittlerweile ertappe ich mich immer öfter bei dem Gedanken "hmmm, darauf hätte ich mal Lust - wie soll ich das am Besten ansprechen"...und mache es schließlich gar nicht.
Denkst du sie möchte das nicht was du dir sexuelle vorstellst oder hast Angst das sie deine Ideen ablehnt oder deinen Vorschlag als „komisch“ einstufen würde?
Einfach weil ihr sexuell nun routiniert seid und längere Zeit nichts außergewöhnlich neues passiert ist hast du nun Hemmungen?

Aber wenn sie zu Beginn auch für viele deiner Wünsche zu haben war, wird sie das mit Sicherheit jetzt auch noch. Im laufe der Zeit baut man mehr Vertrauen zueinander auf und wird ungehemmter.
Wenn man nicht miteinander spricht dann ändert sich auch nichts. Ich finde du solltest den Mut fassen und mal mit ihr sprechen :)
 
  • #17
Mittlerweile glaube ich, dass es einfach passen sollte!
Im Bett und vor allem in der Kommunikation. Wenn ich mit meinem Partner nicht über meine Bedürfnisse reden kann, passt es nicht! Damit meine ich nicht, dass er mir alle meine Wünsche und Bedürfnisse erfüllen muss.....auch das gehört dazu, zu akzeptieren das es niemals 100% gibt!
Wie @Blume94 schreibt, glaube ich auch, dass Vertrauen wächst und die Hemmungen damit fallen sollten.
Ich würde es bedenklich finden, wenn mein Mann mir nicht sagen würde, was er gerne hat, nur weil ich vielleicht eine Sache nicht machen möchte.
 
  • #18
Meine Erfahrung ist, dass sich einige Frauen schon trauen, sexuelle Wünsche anzusprechen und sich dann „trotzdem“ über die direkte Umsetzung freuen („hier fester…“). Das scheint auch auf nicht ganz so spontane Blumengeschenke zuzutreffen…
Aber das trifft nicht für alle zu, bei denen müsste man eventuell entschiedener nachfragen.

Das andere sind natürlich weitergehende Fantasien wie Dreier, Swingerclub etc., bei manchen wären das sicher sogar schon Analsex, gemeinsam Pornos gucken, Reizwäsche etc. Da kommt das Problem hinzu, dass ein Partner so etwas komplett ablehnen kann und sich dann eventuell fragt, ob das dem Anderen so wichtig ist, dass er den „normalen“ Sex nicht mehr gut findet.
 
  • #19
Vielleicht ist es auch manchmal einfach ein unterbewusster Hemmschuh.

Ich hab durch familiäre Erlebnisse, männliche Sexualität indirekt als egoistisch, triebgesteuert, unempathisch, mit Druck erpresst erfahren.
Die Medien haben gern mal diese Stereotype unterstützt.Jedenfalls in meiner, wahrscheinlich sehr selektive, Wahrnehmung.
(Soll kein jammern sein. Oftmals ist diese Darstellung ja auch, zumindest in Teilsaspekten, nicht gänzlich falsch).

Und ich denke ich bin da kein Einzelfall der es, vor allem in der präpubertären Phase und in der prägenden Pubertät, zumindest an Rande, so mitbekommen hat.

Das kann schon dazu führen das man nicht ganz frei ist und nicht zu einem Klischeemann werden will, dem Sex das wichtigste auf der Welt ist und die eigenen Wünsche nur knapp dahinter. Und man will auf keinen Fall irgendwelchen Druck aufbauen oder nur in die Nähe des Verdachts kommen.

Und egal wie aufgeklärt wir sind, wie sehr wir uns im klaren sind dass das pauschal Blödsinn ist. Frauen zum Glück heute so eine starke Position haben (sollten), zu allem wo sie keine Lust haben ganz einfach nein sagen zu können. Und auch das Frauen genau so eine starke Sexualität haben, nicht nur Licht aus und in Duldungsstarre die eheliche Pflicht erfüllen. Und Mann wie Frau offen über Wünsche sprechen können sollten und sicher auch oft vom Partner darauf gewartet wird oder zumindest offene Türen eingerannt werden würden.
Trotz alledem, dass wir das theoretisch alles wissen, kann es bei manchen doch der unterbewusst dann doch noch existierende Hemmschuh sein der einen wider besseren Wissens davon abhält doch mal die Schnute aufzumachen und mit seinem Partner zu reden.

Ist viel Westentaschenpsychologie, zugegeben. Aber halte das so oder zumindest in Anklängen durchaus für einen von vielen Gründen die einen hemmen können.
 
  • #20
Ich glaube, ich hab einfach keine extrem ausgefallenen Wünsche, daher muss ich selten was ansprechen. Mit dem Partner jetzt passt es einfach. Wir fragen uns regelmäßig, ob der andere was vermisst und dann könnte man das eben auch wirklich sagen, aber das kam bisher kaum vor.
Schwierig ist es eher, wenn was grundsätzliches nicht passt. Das habe ich dann zwar auch in Ruhe angesprochen, nicht zwischen Tür und Angel (letzter Freund mit Porno-Rammelsex, bei dem er mich quasi komplett ausgeblendet hat), aber geholfen hat es nichts, weil wir da einfach zu unterschiedlich waren bei den Bedürfnissen.
w, 37
 
  • #21
Wenn ich irgendwas sage und der Partner es dann beim nächsten Mal genau so macht, dann kommt es für mich irgendwie nicht richtig
Mit Zeitabstand funktioniert das wiederum sehr gut, dann ist es wieder authentisch und nicht wie auf Kommando. Kleines unverfängliches Beispiel: Mein Partner sagte mal, er fände es heiß, käme ich aus der Dusche nur mit Bademantel bekleidet und würde ihn spontan überfallen. Ich sagte, das mache ich mal wenn du nicht daran denkst. Wochen vergingen. Dann habe ich ihn überfallen als er wirklich nicht daran gedacht hat (er war gedankenversunken am Rumräumen). Und es war authentisch, weil mir die Verführung richtig Lust bereitet hat. Also Anweisungen gehen - aber mit etwas Abstand für den Überraschungseffekt.
 
  • #22
Ein Beispiel: vor einigen Jahren waren wir mit dem Auto unterwegs, mir schießt aus dem nichts der Gedanke "Sex im Auto" durch den Kopf und spreche ihn ungefiltert und unmittelbar aus - an der nächsten roten Ampel beugt sich meine Frau rüber und wird oral aktiv - am helllichten Tag mitten in der Stadt. Heute, also 3-4 Jahre nach diesem Ereignis, habe ich Hemmungen, das so wie damals einfach "rauszuhauen" - obwohl die kreativen, abenteuerlichen Ideen aus meinem Hirn geradezu raussprudeln.
Ich erwarte keine Antwort hier, aber überlege mal wie das ablief. Weil Sex im Auto ja nicht heißt, blas mir mal eben einen. Wie waren Eure anderen Abenteuer? Hat sie Deine Wünsche wie im Auto da auch vielleicht nur abgearbeitet?

Was Du als abenteuerlich und knisternd toll empfunden hast, kann für Deine Frau anders gewesen sein und sie ist jetzt glücklich und zufrieden wie es ist.

Oder hast Du das Gefühl Deine Frau ist genauso sprachlos wie Du? Dann würde ich versuchen diesen Umstand zu beheben um Euch aus dieser Falle zu befreien.
 
  • #23
Ich bin mehr fürs probieren, beim Sex einfach vorsichtig anfangen, die Reaktion beobachten, als fürs große Reden schwingen.

Das hat natürlich Grenzen, bestimmte Wünsche müssen verbalisiert und auch abgesprochen werden.

Ich finde es teils auch schwierig diese zu äußern bzw geäußert zu bekommen, da es auch leicht Druck aufbaut, der Widerstand weckt.

Einen guten Weg finde ich mit: ich habe geträumt.... xy... und dann die Reaktion zu beobachten. Daran kann man gut sehen, ob das Gegenüber für den Wunsch offen ist oder nicht, es übt auch weniger Druck aus.
 
  • #24
Mit Zeitabstand funktioniert das wiederum sehr gut, dann ist es wieder authentisch und nicht wie auf Kommando. Kleines unverfängliches Beispiel: Mein Partner sagte mal, er fände es heiß, käme ich aus der Dusche nur mit Bademantel bekleidet und würde ihn spontan überfallen. Ich sagte, das mache ich mal wenn du nicht daran denkst. Wochen vergingen. Dann habe ich ihn überfallen als er wirklich nicht daran gedacht hat (er war gedankenversunken am Rumräumen). Und es war authentisch, weil mir die Verführung richtig Lust bereitet hat. Also Anweisungen gehen - aber mit etwas Abstand für den Überraschungseffekt.
Ja, genau das meine ich, genau so würde ich das auch machen bzw. handhabe ich es: aufmerksam sein, sich Hinweise merken und dann überraschend umsetzen. Bei Geburtstagsgeschenken ist das auch eine bewährte Methode: Ich beobachte das ganze Jahr davor, was ihn interessiert und zu ihm passt, dann muss ich nicht eine Woche vorher fragen und genau das Genannte schenken, denn das wäre ja dann wieder langweilig-arrangiert-vorhersehbar.
Meine Erfahrung ist, dass sich einige Frauen schon trauen, sexuelle Wünsche anzusprechen und sich dann „trotzdem“ über die direkte Umsetzung freuen („hier fester…“). Das scheint auch auf nicht ganz so spontane Blumengeschenke zuzutreffen…
Aber das trifft nicht für alle zu, bei denen müsste man eventuell entschiedener nachfragen.
Ich unterscheide ja zwischen verschiedenen Arten von sexuellen Wünschen, so was wie "fester!" oder "schneller!" oder "und jetzt Stellungswechsel?" auf den aktuellen Akt bezogen würde ich persönlich gar nicht großspurig als sexuellen "Wunsch" bezeichnen, das ist eher so ein normaler Kommentar zwischendurch, unter "Wunsch" stelle ich mir irgendwie größere oder besonderere oder grundlegendere Sachen vor, also ich würde unterscheiden zwischen spontanen Dirty-Talk-Kommentaren wie "Los, nimm mich fest!"/"Etwas langsamer!" und dem "Wunsch", 1) allgemein viel härteren oder softeren Sex zu haben oder 2) mal bewusst eine richtige Hardcore- oder Slowsex-Session auszuprobieren. Ich finde, das sind irgendwie verschiedene Kategorien von Wünschen mit unterschiedlicher Bedeutung, das eine ist nur so ein kleiner, alltäglicher Kommentar, das andere eine grundsätzliche Kritik am aktuellen (unbefriedigenden?) Sex, das dritte ein fantasievolles "Spaß-Event", das ein bisschen Abwechslung und Action reinbringt und einfach dazukommt zum sowieso guten Standard-Sex .... Wie auch immer, mir wäre halt wichtig, dass der Sex nicht krampfhaft-bemüht-gestellt-künstlich wirkt, sondern locker-natürlich rüberkommt.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #26
Eine gewisse Sensibilität sollte man/frau schon aufbringen wenn über sexuelle Wünsche gesprochen wird.
Meine Ex, stark ökoorientiert (sie hat sich nie geschminkt), hätte ich nie gefragt ob sie mal mit Nylonstrümpfen zu mir ins Bett kommt. Sie hat wunderschöne Beine und einen tollen Apfelpo. Sie hätte im Minirock mit schwarzen Strümpfen wahrscheinlich toll ausgesehen. Ich habe mich dann immer auf dem Sommer gefreut wenn sie im Mini ohne Strümpfe rumgelaufen ist.
Eine andere Frau teilte mir in der Kennenlernphase mit, "nur Männer mit einem kleinen Penis wollen Analsex.* Natürlich habe ich sie dann später nie danach gefragt.
Eine andere Frau wollte nie fest angefasst werden. Mit der Hand sollte ich ihren Hals nicht berühren. Also da macht es überhaupt keinen Sinn Bondage als Sexwunsch anzusprechen.
 
  • #27
Nehmen wir zu Beispiel den Wunsch öfters massiert zu werden. Sag ich das meiner Partnerin, denk ich mal, sie wird das machen. Allerdings hätte ich dann jedes mal, wenn sie das macht, das Gefühl, sie macht es nur mir zu Liebe, und in diesem Fall würde ich es nicht mehr wollen.
Ich glaube, Du hast dann nicht das Gefühl sie macht es nicht gern, sie macht es einfach nicht gern. Würde sie es gern machen, würde sie Dich fragen ob sie Dich massieren darf. Und dann dreht sich der Spieß. Würdest Du das nur mitmachen ihr zu Liebe, dann wüßte sie dass Du das eigentlich nur über Dich ergehen läßt und eigentlich nicht willst. Wenn Du das wollen würdest, hättest Du sie ja längt gefragt.

Ich bin ja kein Fan vom Sex zerreden, aber so kleine Dinge kann man ganz schnell aus der Welt schaffen. Und sagt sie Dir tatsächlich, sie mag Dich einfach nicht massieren, dann gehst Du einmal die Woche zur Thai-Massage und läßt Dich durchkneten.
 
  • #28
Super @Duckula, dass Du Dich gerade etwas öffnest und vielleicht auch etwas verständlicher wirst. Deine Rücksichtnahme kommt ja wohl nicht von ungefähr, hat einen Hintergrund. Schau da nochmal hin, ich habe den Eindruck, dass Du vieles negativ besetzt hast ...
Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass ich alles „Freiwillige“ sehr genießen kann, einfordern möchte ich nicht und dazu zählt für mich wirklich schon das darauf hinweisen ... Ich bekomme dann exakt das Gefühl, das @Ehrenrunde beschrieb ...
Ich bleibe ja immer gerne bei dem Beispiel des Oralverkehrs, ich mache das ab und zu super gerne, aber nicht „erzwungen“, weil jemand meint, das gehöre dazu ... ebenso kann ich sehr gut darauf verzichten, dass ich oral befriedigt werde, wenn ich merke, da spult jemand seine Nummer ab ... Das ist einfach nicht authentisch und bringt mir persönlich gar nischts😉
Ganz ehrlich, ne, ich möchte nicht darüber reden, ich möchte es einfach tun und dann spüre ich schon, ob es passt ...
 
  • #29
Super @Duckula, dass Du Dich gerade etwas öffnest und vielleicht auch etwas verständlicher wirst. Deine Rücksichtnahme kommt ja wohl nicht von ungefähr, hat einen Hintergrund. Schau da nochmal hin, ich habe den Eindruck, dass Du vieles negativ besetzt hast
Das weiß ich. Das meine Sexualität früh negativ beeinflusst würde und ich trotz der Klarheit dass das völlig idiotisch ist, die Einflüsse von früher nichts, aber auch gar nichts mit mir zu tun haben, dieses Verhalten nicht abschütteln kann.
Aber ich habe auch keinen Leidensdruck dieses anzustreben. Ich habe keine heimlichen Leidenschaften oder unterdrückten Wünsche. Bzw. wenn sind sie so früh und sonstigem tief unterdrückt worden, dass ich nicht von ihrer Existenz merke.
Und mir ist absolut klar dass ich mich im reichlich sexuelle Erfahrungen gebracht habe und ich wahrscheinlich, theoretisch viel, viel besseren Sex gehabt hab könnte oder noch haben könnte. Aber das juckt mich Null.
Das ist in etwa so als würde man mir sagen mein Auto könnte 50 PS mehr haben. Ja, könnte es, brauch ich aber nicht.
Ich bin mit mir, mit dem sexuellen Status Quo und vor allem mit meiner Ehe genau so wie sie ist absolut zufrieden. Ich muss nichts reparieren was für mich nicht kaputt ist.
 
  • #30
@ErwinM Zwischen uns ist nichts besonderes passiert, ich wurde nicht zurechtgewiesen.
Was ist da zwischen euch passiert? Gab es da eine schlagartige Änderung, oder hat das langsam aufgehört? Hat Deine Frau Dich diesbezüglich mal "zusammengestaucht"? Ist Deine Frau auch kreativ oder kommt alles von Dir?
Es ist gar nichts passiert, keine schlagartige Änderung, kein Eklat - ich glaube, es hat sich im Laufe der letzten Jahre einfach "ausgeschlichen".
Denkst du sie möchte das nicht was du dir sexuelle vorstellst oder hast Angst das sie deine Ideen ablehnt oder deinen Vorschlag als „komisch“ einstufen würde?
Einfach weil ihr sexuell nun routiniert seid und längere Zeit nichts außergewöhnlich neues passiert ist hast du nun Hemmungen?

Aber wenn sie zu Beginn auch für viele deiner Wünsche zu haben war, wird sie das mit Sicherheit jetzt auch noch. Im laufe der Zeit baut man mehr Vertrauen zueinander auf und wird ungehemmter.
Wenn man nicht miteinander spricht dann ändert sich auch nichts. Ich finde du solltest den Mut fassen und mal mit ihr sprechen :)
Über deinen Post musste ich lange nachdenken - und bin zu einem seltsamen Ergebnis gekommen: Ich habe keine Angst, dass sie einen meiner Wünsche ablehnt oder mich als abnorm einstuft - es hängt ja auch nicht der Fortbestand unserer Ehe an der Umsetzung. Bei einigen Wünschen wüßte ich heute, dass ihr das -anders als vor 3-4 Jahren - einfach zu spontan wäre und würde diese aus dem Grund auch nicht äußern. Dass Vertrauen und Hemmungslosigkeit normalerweise gemeinsam zunehmen müssten, sehe ich auch so. Bei mir ist das aber paradoxerweise nicht so - ich kann "große" Wünsche nicht mehr frei aussprechen. Ich warte auf irgendeinen passenden Moment, der aber nie kommt. Diese Hemmung würde ich gerne abbauen - weiß aber nicht wie.
Ich erwarte keine Antwort hier, aber überlege mal wie das ablief.

Was Du als abenteuerlich und knisternd toll empfunden hast, kann für Deine Frau anders gewesen sein und sie ist jetzt glücklich und zufrieden wie es ist.
Vor dem Lichte des oben geschriebenen muss ich das heute so bewerten: Ich habe eine Idee abstrakt und unspezifisch geäussert - sie hat sie interpretiert, konkretisiert und direkt umgesetzt. Interessante neue Sicht auf das Ganze!
 
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