• #1

Beide verheiratet und starke sexuelle Anziehung - Affäre ja oder nein?

Ich bin 35 Jahre alt und seit 10 Jahren in einer wirklich schönen, liebevollen Beziehung, seit 7 Jahren verheiratet. ABER im Bett läuft kaum noch etwas. Ich habe lange Zeit die Pille genommen und hatte die letzten Jahre gar keine Lust mehr auf Sex, war nur noch müde, so dass ich beschloss, es ohne Hormone zu versuchen. Einige Zeit nach dem Absetzen hatte ich plötzlich wahnsinnige Lust, wie ich sie noch nie zuvor gehabt habe – aber leider nicht auf meinen Mann! Ich fühle mich sexuell nicht mehr zu ihm hingezogen, auch wenn ich ihn immer noch sehr liebe. Auf der Arbeit ist da ist dieser Mann Mitte 40, verheiratet und kinderlos, mit dem ich mich schon immer ziemlich gut verstanden habe und der meinem Typ auch ziemlich nahe kommt, der mich seit dem Sommer immer wieder massiv anflirtet, mir Komplimente macht, mich auch ab und zu anfasst (an Stellen, wo es noch nicht als Belästigung gelten kann). Ich muss zugeben dass ich von Anfang an teils darauf angesprungen bin, habe dann aber immer wieder einen Rückzug gemacht, weil ich eigentlich nichts provozieren wollte und auch ein schlechtes Gewissen hatte gegenüber meinem Mann. Ich habe aber nie gesagt, dass er das Angraben und Berühren bitte unterlassen soll, weil es mir gefallen hat. Und plötzlich haben seine Berührungen körperliche Reaktionen bei mir ausgelöst, ein elektrisierendes Gefühl ( ich kann es schlecht beschreiben), und ich habe mich plötzlich danach gesehnt dass er mich anfasst. Ich fühle ich mich seitdem sexuell sehr stark zu ihm hingezogen und habe wahnsinnige Lust mit ihm zu schlafen und durch mein Verhalten auch Interesse angedeutet. Kurz darauf führten wir ein sehr langes, privates, offenes Gespräch. Jetzt steht die Frage im Raum, ob wir eine Affäre beginnen sollen. Er ist seit über 20 Jahren verheiratet und sucht Abwechslung, etwas neues, ich gefalle ihm sowohl vom Charakter wie vom Aussehen sehr gut und wenn es “dazu” käme, dann wäre es das erste Mal dass er seine Frau betrügt, er habe sich bisher immer an die Konventionen gehalten und wie ich hat auch er Bedenken weil die meisten Affären irgendwann auffliegen. Gegen Ende unseres Gesprächs war die sexuelle Spannung zwischen uns unerträglich, so dass er beschloss es sei besser jetzt zu gehen. Ich weiss nicht ob mein Gewissen noch schlechter werden kann, und die Situation beginnt meine Ehe zu belasten, weil ich ständig in Gedanken woanders bin und darüber fantasiere, was ich mit dem anderen Mann alles machen könnte, ich spüre ein Kribbeln wie ich es noch nie hatte. Es frustriert mich ungemein dass ich diesen starken Drang nicht einfach ausleben kann, und ich habe das Gefühl etwas zu verpassen. Wie schätzt ihr das Ganze ein? Vielen Dank fürs Lesen!
 
  • #2
Ich hätte es nie so was gemacht, man kann Lust bewusst kontrollieren, Du solltest Dich nicht fallen lassen, wenn man verheiratet ist man muss schon wissen dass ab jetzt man ist verantwortlich auch für Partner/in. Warum endest Du nicht mit Deinem Mann eure Ehe und dann mit der anderen machen was Du willst, ist das fair? Wie kannst Du ihn im Augen schauen? Ich kann es nie nachvollziehen, auch wenn ich Single bin mit jemanden Affäre anzufangen werde ich davor mich sehr gut überlegen, eben es gibt die Menschen es kann und anderen die es nie machen kann...alles was ich hier im Form lese und auch im Realen Leben höre macht mich Angst und ich frag mich immer ob es Liebe gibt? Ob die Paare ich sehe sind glücklich oder ist das ne Theater. ...
 
  • #3
Ich bin 35 Jahre alt und seit 10 Jahren in einer wirklich schönen, liebevollen Beziehung, seit 7 Jahren verheiratet.
Immer wieder wenn ich solche Sätze lese, frage ich mich, wie schön und liebevoll eine Beziehung sein kann wenn man gleichzeitig darüber nachdenkt den Partner zu betrügen? Du lügst dir doch selbst in die Tasche. Ich finde es auch erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit 2 verheiratete Menschen miteinander intim werden wollen, ohne zu bedenken, was man damit dem Ehemann/der Ehefrau antut. Würdest du das für dich selbst auch so beanspruchen wollen, würde dein Mann genauso vorgehen wie du hier schilderst?

Mit der "Affäre" führst du ein sehr langes, privates, offenes Gepräch aber mit deinem Mann nicht? Spätestens bei solchen Fragestellungen bin ich heilfroh keinen Partner zu haben, das ist so ekelhaft, dass mir nichts mehr einfällt. "ich, ich, ich", auf nichts verzichten wollen, das ist alles was zählt.... aber Hauptsache heiraten.
 
  • #4
Ich überlasse es Dir was Du machst.

Ich schreibe nur, weil ich gerade lauthals lachen musste, als ich las, daß der Mann Dir sagte, er hätte noch nie so was gemacht, sprich Anflirten mit dem Ziel Affäre.

BITTE. Als Nächstes erzählt er Dir, daß die Erde eine Scheibe ist!
 
  • #6
Was auch immer du tust, bitte glaube nicht, dass er zum ersten Mal mit den "Konventionen" bricht. Fällt dir auf, wie gut das Timing für seinen Abgang gewählt war, bevor die sexuelle Spannung "unerträglich" wurde? Ein bisschen Hollywood-Drehbuch ....und die Erotik knistert.

Ich kann dir guten Gewissens nichts raten. Ich weiß für mich nur, dass eine liebevolle und schöne Beziehung viel mehr Wert als gigantischer Sex ist. Aber das mag für dich anders sein. Vielleicht solltest du noch schnell etwas von David Schnarch (Sexual- und Paartherapeut) lesen und die Lust auf deinen Mann wiederentdecken, bevor du alles riskierst?
 
  • #7
Denke auch das du es selbst wissen solltest.

Ich steckte auch in der Situation. Verheiratet und Kinder etc. Wurde betrogen nachdem Hausumbau .. dann Trennung, dann wieder Annäherung mit reeller Chance und wieder betrogen ... für einmal Sex, einmal "frei sein" und das zu suchen, was nicht in der Beziehung gegeben wurde, aus dem Punkt heraus, sich selbst versperrt zu haben, die Familie zerstört .... das war das Ergebnis - bei mir.

Es ist aber auch so, dass ich sehr große Uneinigkeit in dir sehe und du dir selbst die Frage stellen solltest was das bringen soll! Wurde schon wirklich alles unternommen um mit deinem Partner wieder auszukommen? Anstatt die "Flucht" hierher zu suchen ... . Nur du selbst kannst für dich allein entscheiden. Deine Entscheidung wird auch andere treffen; mehr oder weniger hart. Ab einem gewissen Zeitpunkt, denke ich, dass man einfach vernünftig bleiben sollte.
Wichtig ist, das alles bedacht und unternommen wurde!

Viel Erfolg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
Setz Dich jetzt mal Deinem Mann gegenüber, stell Dir vor, Du hättest ihn schon hintergangen. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn es schon passiert wäre? Hättest Du kein Problem damit, es ihm zu erzählen, hättest Du kein Problem damit, es ihm nicht zu erzählen?

Falls Du kein Problem mit dem Lügen hättest, ist Deine liebevolle Beziehung nicht so wie ich mir liebevolle Beziehungen vorstelle. Das ist keine Verurteilung, ich persönlich empfinde es nur nicht als zusammenpassend.
Was ich am besten fände, wäre die Beziehung zu öffnen, denn ich könnte mir vorstellen, dass Du richtig guten Sex mit dem anderen Mann haben könntest, und Dein Mann euer Sexleben genauso lahm findet wie Du. Aber dazu müsstest Du wohl auch ein unbequemes Gespräch führen und Dir überlegen, wie Du weitermachen willst, wenn Dein Mann "nein" dazu sagt.
Vielleicht stimmt das mit der liebevollen Beziehung auch nicht wirklich, sondern Du redest es Dir schön, weil ihr euch finanziell verbunden habt und eigentlich keine Veränderung wollt. Aber es ist besser, sich das ganze mal nüchtern anzusehen. Eine Bruder-Schwester-Beziehung bietet zwar die Sicherheiten von WG und "jemand hilft, wenn ich Hilfe brauche", aber man setzt sich auf ewig k.o., was das Sexleben angeht, wenn einen der Partner nicht (mehr) anmacht. Meinen Bruder würde ich übrigens auch in keiner Sache hintergehen, einen Freund auch nicht, und Du denkst darüber nach, es mit der Person zu machen, die Dir gefühlsmäßig angeblich besonders nah steht und eigentlich am nahesten stehen sollte.
Ein weiterer Punkt ist, dass der bewusste Mann ein Kollege ist. Du hast Dich ja nicht verliebt und er würde sich auch nicht trennen und will das ganze geheimhalten. Aber trotzdem könnte vielleicht Probleme geben, weil hier Affäre und Arbeit verknüpft sind. Man sagt auch, dass Frauen sich über Sex verlieben, keine Ahnung, ob Dir das dann auch passiert und Deine eigentliche liebevolle Beziehung Dir noch öder und wie eine Falle erscheint.
Nichts ist moralisch gemeint. Es ist Deine Entscheidung, aber ich finde, wenn man sowas tut, sollte man sich nicht vormachen, man sei ein liebevoller Partner. Wer betrügt, ist ein Betrüger, wer lügt, ist ein Lügner, egal wie sehr Du Dich berechtigterweise (!) nach der Erfahrung sehnst, tollen Sex zu haben.
Nachtrag: Als ich mal ne Pillenpause machte (als Single), fand ich auch einen Mann dermaßen scharf, wirklich heftig. Der Mann hatte eine Riesenmacke, v*gelte vermutlich alle möglichen Frauen, log und spielte komische Spielchen. Es kam zum Glück so, dass ich, bevor es zu Sex-Gelegenheiten kam, sah, wie er war und diese Spielchen mir zu blöde waren. Ich würde das heute bereuen, wenn ich mit diesem Vogel geschlafen hätte. Das Bedürfnis nach Sex darf nicht den guten Geschmack überlagern.
Ich glaube auch nicht, dass es das erste Mal ist, dass der Kollege seine Frau betrügt. Kann sein, kann nicht sein, aber die Berührungen vorher und seine Anbaggerei wirken ja nun nicht wirklich schüchtern.
 
  • #9
Rede mit deinem Mann. Du hast ihm Treue versprochen und er sollte wissen, was in deinem Kopf vorgeht. Vielleicht geht es ihm sogar ähnlich. Dann könnt ihr besprechen, wie ihr weiter vorgehen wollt. Entweder er erwartet Treue, dann könnt ihr versuchen, euch sexuell wieder anzunähern oder ihr trennt euch. Oder ihr öffnet die Beziehung, dann weiß er zumindest Bescheid und hat die selben Rechte wie du.
 
  • #10
Stell Dir einfach die verschiedensten Konsequenzen vor.

1) Der Mann, den Du begehrst, macht dies nicht das 1.Mal, für ihn eine lockere Affäre, für Dich - Du verliebst Dich?
2) Die Affäre wird am Arbeitsplatz bekannt? Oder erst mal nicht, aber es geht schief zwischen Euch?
3) Deine Ehe?
Thema Vertrauen, Ehrlichkeit? Dein Mann bekommt es mit?
4) Was machst Du mit Deinen eigenen Gefühlen? Kannst Du mit Unehrlichkeit, Lügen, Theater leben? Kannst Du suchst sein, dass Du Affäre kannst, d.h. keine tieferen Gefühle für den Affärenmann?

Les dazu die diversen Threads, so wie gerade aktuell von @Holiday Girl.

Wenn Du Dich entscheidest für eine Affäre, dann sei Dir zumindest der möglichen Konsequenzen bewusst.
Locker, entspannt beides geht in den meisten Fällen gründlich schief. Bei Frauen zumindest, Männer können dies eher. Und dazu noch Affäre am Arbeitsplatz. Ganz tödliche Kombi.

Klare die Angelegenheit mit Deinem Mann, das wäre fair, wie auch immer dies dann aussieht.
 
  • #11
Ich bin in der glücklichen Lage Liebe und Sex trennen zu können. Glücklich deshalb, weil es mir die Möglichkeiten gibt, eine wirklich fast perfekte Langzeitbeziehung zu führen und aufregenden Sex zu haben.
Wenn Du Liebe und Sex auch trennen kannst, dann hab' Spaß mit diesem Mann, genieße die sexuelle Spannung, lebe Dich aus! Es wird Deine Beziehung zu Deinem Mann stärken, Dich glücklicher und zufriedener machen, weil Du Dein Defizit anderweitig ausgleichen kannst und damit Deine - wie Du sagst - glückliche Beziehung nicht in Frage stellen musst.
Für mich persönlich käme kein intimer Kontakt mit einem Mann aus meinem beruflichen Umfeld in Frage, aber das muss Du selbst wissen.
Ob Du es Deinem Mann sagst oder lieber nicht, wird sich daraus ableiten lassen, wie viel Offenheit Eure Beziehung grundsätzlich so verträgt.
Ich plädiere für Offenheit, kann aber auch nachvollziehen, wenn manche Menschen solche Lebensmodelle lieber ohne das Wissen ihres Partners leben wollen.

Wenn Du jedoch zu den Menschen gehörst, die Liebe und Sex nicht gut trennen können, bringt eine Affäre eigentlich nur Probleme. Damit bist Du dann in den üblichen Szenarien, die hier geschildert werden. Aber Erfahrungen muss man selbst machen.
Und selbst in einem solchen Fall gilt: lieber was bereuen, was man getan hat, als zu bereuen, was man nicht getan hat.
 
  • #12
Ich finde es auch erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit 2 verheiratete Menschen miteinander intim werden wollen, ohne zu bedenken, was man damit dem Ehemann/der Ehefrau antut.

Ich gehe da noch viel weiter. Für mich beginnt eine Affäre bereits vor dem Sex - nämlich im Kopf. Und da bist du schon ziemlich weit gegangen. Allerdings lässt es sich vor dem ersten Sex noch etwas besser steuern und evtl. zurück rudern.

Kurz was aus meinem Leben dazu. Ich bin getrennt (noch immer verheiratet). Meine Frau und ich verstehen uns wieder sehr gut. Nach der Trennung hatte ich eine kurze Beziehung zu einer ebenfalls verheirateten, aber getrennt lebenden Frau. Wir waren beiden frei. Hier braucht es also noch nicht mal einen moralischen Aspekt. Der Sex war besser als je zuvor. Es gibt jedoch Gründe, warum ich diese Beziehung nicht fortsetzen kann und will:
1. habe ich auch dank dieses Forums viel über mich gelernt, was ich wirklich will
2. Meine Frau ist der mit Abstand intelligenteste Mensch, den ich kenne (das wirkt auf mich sehr anziehend)
3. Sex ist nicht alles im Leben
4. Der fehlende Sex oder die fehlende Anziehung würde mich aktuell nicht zu meiner Frau zurückbringen.
5. Wenn ich sie noch hätte, würde ich am Problem Nr. 4 versuchen intensiv zu arbeiten

Zusammenfassung:
Mir hat es in Summe nicht genügend gebracht. Wenn ich mich in Deine Lage versetze und meine Erfahrung mit in den Topf werfe: Kurzes obergeiles Abenteuer. Was bleibt am Ende übrig: ein Strohfeuer. Ich gebe zu, dass ich das nicht bereue und auch nicht missen möchte. Aber ich war raus aus der Beziehung und glaube es ist es nicht wert, wenn die Beziehung intakt ist.

Sollte sie nicht intakt sein, trenne Dich vorher (ohne den Blick auf den Kollegen)

M 46
 
  • #13
Die ehrliche Vorgehensweise in "liebevollen" Beziehungen ist, treu zu sein oder diese zu beenden, ggf. zu öffnen und dann jemand anders zu suchen.

Dem kann ich nur absolut zustimmen. Ich glaube, dass das, was dir passiert ist, jedem passieren kann. Du steckst erstmal in einem Dilemma. Anstatt etwas für die Ehe und deinen Mann zu tun, bist du mit deinen Gefühlen und Gedanken bei dem anderen. Sie zu unterdrücken bringt nichts.

Mein Rat: Auf keinen Fall eine heimliche Affaire beginnen. Der Kollege reagiert ziemlich erfahren und pragmatisch, will sich aber nicht von seiner Frau trennen, die wohl nichts von seinen Umtrieben wissen soll. Allein das solltest du erstmal bewusst machen, sonst idealisierst du diesen Typen noch. Vielleicht gelingt es dir, ihn zu entzaubern und so, deine (sexuelle) Sehnsucht unter Kontrolle zu bringen.

Die Ehe zu deinem Mann basiert auf Treue. Du hast mit ihm sicher soviel erlebt, dass er dir auf menschlicher, freundschaftlicher Ebene wenigstens Ehrlichkeit wert sein sollte. Erzähle ihm von deinen Empfindungen. Gib ihm die Chance, um dich zu kämpfen oder sich erstmal enttäuscht zurückzuziehen, sich aus Trotz oder weil auch ihm eure Beziehung langweilig geworden ist, selbst sexuell anderweitig zu orientieren. Ob ihr euch dann für immer trennt, die Beziehung nur "öffnet" oder eure sexuelle Leidenschaft wiederbelebt und neu zusammenfindet wird sich zeigen. Bitte fange keine kleine, miese, heimliche Affaire mit einem ziemlich abgezockten Mann an. Das wäre nicht nur sehr egoistisch deinem Mann gegenüber, sondern obendrein dumm und unfair, egal mit welchen Ausreden du das begründest.
 
  • #14
Glücklich deshalb, weil es mir die Möglichkeiten gibt, eine wirklich fast perfekte Langzeitbeziehung zu führen und aufregenden Sex zu haben.

Es reicht nicht, wenn die FS das trennen kann. Sie ist verheiratet und das bedeutet zunächst mal, dass beide einverstanden sein sollten und beide das trennen können. Der Mann wird das gleiche Problem haben wie sie. Wenn beide irgendwann fremdgehen und trotzdem eine glückliche Beziehung haben, passt das. Wenn einer ausbricht nicht.
 
  • #15
ch bin in der glücklichen Lage Liebe und Sex trennen zu können.
Ich glaube noch nicht einmal die Wissenschaftler sind sich darüber einig, ob ein solches Gen wirklich Glück bedeutet oder nicht. Jeder Mensch, der das von sich behauptet macht sich meiner Meinung nach selbst etwas vor. Kompensiert damit die Mankos im Charakter.

Als astreinen und und glücklichen Menschen bezeichne ich den, der grundsätzlich integer handelt. Immer korrekt anderen Menschen gegenüber, nicht lügend, nicht betrügend, nicht emotional verletzend. Eine offene Ehe ist nicht mein Ding. Warum heirate ich, warum tue ich mich überhaupt mit einem Menschen eng zusammen, nehme es später aber mit der Liebe nicht mehr so genau? Ich persönlich habe für mich den Anspruch: Lebe ich in einer Beziehung, ist fremd gehen tabu. Bricht ein Mann dieses Tabu ohne meine Einwilligung muss er zwangsläufig gehen. Da gibt es kein Zurück.

Somit: Ist die Lust auf fremde Haut da, stimmt irgendetwas nicht (mehr) in der Beziehung. Bedeutet mir mein Partner so viel, dass ich mit ihm zusammenbleiben möchte, bespreche ich es mit ihm. Und zwar bevor es überhaupt zum Fremdgehen kommt. Unter’m Strich kann ich heute sagen, dass jeder Mensch, den ich unabhängig vom Geschlecht kennengelernt habe und von dem ich weiß, dass er hin und wieder was nebenbei laufen hat/hatte trotz bestehender fester Partnerschaft, eine Selbstwertstörung im Kopf hat. Der Eine mehr, der Andere weniger. Guckt man hinter die Fassade, sieht man oftmals nur ein menschliches Häufchen Elend.

Deshalb ist mein ausschließlicher Rat an die FS: Schalter im Kopf umlegen, alle Gedanken rund um die Affäre einstellen. Reflektiere deine Ehe, kümmere dich darum. Wenn diese vorbei, gibt es nur die Trennung. Und halte dich grundsätzlich von verheirateten Männern fern, suche dir einen der dann ebenso frei ist wie du. Mit dem gibt es auch keinen Stress, weder emotionalen bei dir weil du dich verliebst, noch überhaupt mir seiner Frau.
 
  • #16
Udo Jürgens sagte, Treue sei keine Sache des Charakters, sondern der Gelegenheiten. Und ich sage: er hätte viele Gelegenheiten gehabt, Charakter zu zeigen.

Es gibt hier einige Threads, die sind schon ein paar Schritte weiter und noch verworrener. Les die mal durch.

Du hast einen guten Mann und kennst nichts als ein gutes Eheleben. Überlege Dir sehr gut, ob Du das wegwerfen willst für ein bißchen Sex. Vielleicht aber brauchst Du auch mal wieder ein paar Erfahrungen, die Dich ihn wieder schätzen lassen, sofern er dann überhaupt noch von Dir geschätzt werden will.

So reagieren üblicherweise gerne mal Leute, denen es einfach zu lange zu gut gegangen ist. Aber entscheiden musst Du.
 
  • #17
Och bitte! Jetzt fliegen hier wieder die Moralkeulen, weil die FS nach 10 Jahren Ehe sich in Gedanken ÜBERLEGT, Sex mit einem anderen Mann zu haben. Ihre Ehe wird in den Dreck gezogen und sie wird nieder geknüppelt.

Es ist vollkommen normal, dass Du nach 10 Jahren Ehe einen anderen Mann sexuell attraktiv findest. Du hast auch jedes Recht, dir Sex mit anderen Männern vorzustellen. Die Gedanken sind frei.

Moralisch ist es jetzt der richtige Weg, Deinen Mann einzuweihen. Ihr habt euch sexuelle Treue geschworen. Wenn Du das ändern willst, musst Du das in der Ehe mit Deinem Ehemann absprechen.

Viele - gerade (Ehe-)Männer gehen gegenüber ihren Ehefrauen keinen so ordentlich moralischen Weg, das beweisen die hohen Umsatzzahlen in Bordellen.

Praktisch würde ich niemals mit einem Arbeitskollegen eine Affäre beginnen und mich überhaupt an der Arbeitsstelle zurückhalten. Du kennst doch den Spruch: Never fcuk the company. Früher oder später ist das Dinge mit Deinem Liebhaber durch, die Kollegen tuscheln und Du musst ihm und den Kollegen weiter jeden Tag über den Weg laufen.
 
  • #18
weil die FS nach 10 Jahren Ehe sich in Gedanken ÜBERLEGT, Sex mit einem anderen Mann zu haben.
Das ist nichts Verwerfliches. Denke auch hin und wieder bei einem Mann: Hm, der sieht richtig gut aus und hat einen regelrechten Knackhintern. Aber das bedeutet nicht gleichzeitig, dass ich mich direkt auf ihn stürzen würde. Die FS aber hat dieses Stadium längst überschritten, steigert sich richtig hinein weil da zwei Menschen sind die sich durch ihr Geplänkel sexuell regelrecht hochschaukeln. Genau das ist ja der Grund, warum eine Affäre überhaupt beginnt. Plump beim ersten Kennenlernen mit der Frage: "Gehst du mit mir ins Bett?" soll zwar vorkommen, ist aber nicht die Regel.

Das Objekt der Begierde beherrscht ihre Gedanken. Alles Andere um sie herum wird unwichtig, einschließlich ihre Ehe und der ganze Rattenschwanz. Spätestens hier aber sollte jetzt wieder der Verstand einsetzen. Sie soll sich Gedanken machen über sich, ihre Ehe und dann das retten was noch zu retten ist oder konsequent die Trennung einleiten wenn die Liebe gestorben ist. Würde die Menschheit grundsätzlich so, also konsequenter, agieren hätte sie viel weniger emotionalen Ballast am Bein.
 
  • #19
FS, Du lässt Dich bei der Arbeit von nem Arbeitskollegen begrabbeln und sagst, es war doch nur an Stellen, die noch keine sex. Belästigung darstellen?

Dann gehst Du im Anschluss nach Hause zu Deinem Mann?

Du fragst in einem Forum, was Du tun sollst? Wie wäre es, den Kopf vorher mal einzuschalten?

Wenn Du mit Deiner Ehe unzufrieden bist, dann beende sie. Aber von liebevoller und vertrauensseliger Beziehung sehe ich hier gar nichts und sich was drauf einbilden, dass ein Arbeitskollege an einem rumtatscht und Sex nicht abgeneigt wäre....welchen Stellenwert Du hast, sollte Dir eigentlich klar sein und bei Deinem Verhalten, verdienst Du auch keinen anderen.

Dein Mann tut mir leid - je eher Du gehst, umso besser!
 
  • #20
Liebe FS,

meines Erachtens gehört zu einer glücklichen Partnerschaft auch eine erfüllte Sexualität.

Hast du dich mit deinem Mann schon einmal darüber ausgetauscht, dass dir der Sex fehlt?
Ich verstehe ja, dass die Begierde zu einem anderen Mann dasein kann...

Ich jedoch wäre für klare Verhältnisse. Würde zunächst mit meinem Mann über meine Wünsche sprechen und dass ich mich, mangels fehlendem Sex, zu einem anderen Mann arg hingezogen fühle.

Es ist immer so einfach im Außen nach der Lösung zu suchen, die dann nur Probleme bringt und deine glückliche Ehe gefährdet.
 
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