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  • #1

Belasten Kinder wirklich so die Beziehung?

Ich bin w 32, seit 5 Jahren mit meinem Partner zusammen und so langsam keimt in uns der Kinderwunsch auf. Wir reden oft darüber; über "Organisatorisches" (beide hätten die Möglichkeit, Elternzeit zu nehmen bzw. im Homeoffice zu arbeiten), aber auch über unsere Ängste und Sorgen. Unter anderem können wir in unserem Freundeskreis beobachten, dass Beziehungen durch ein Kind/mehrere Kinder sehr stark auf die Probe gestellt werden. Partnerschaften, die teilweise schon sehr lange bestehen und für die wir wirklich die Hand ins Feuer gelegt hätten, zerbrechen nach der Geburt. Bzw. man ist nur noch wegen der Kinder zusammen. Davor haben wir beide Angst, da wir uns nicht gegenseitig verlieren wollen. Traurigerweise ist das nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Nur die kinderlosen Partnerschaften scheinen noch beneidenswert glücklich zu sein. Nun muss man dazu sagen, dass man auch bei Freunden immer nur "Momentaufnahmen" ihrer Leben mitbekommt und der Schein oft trügen kann.

Allerdings kann ich solche Beobachtungen auch bei meiner Schwester und ihrer Familie machen, da diese direkt neben uns wohnen. Ich muss sagen, dass sie seit den Geburten ihrer Kinder immer nur genervt und ausgelaugt wirkt, trotz Hilfe einer Tagesmutter, von uns und unseren Eltern. Sie hat auch schon unter vier Augen zugegeben, dass ihre Ehe nur noch auf dem Papier und wegen der Kinder besteht - und dass sie wohl in einem zweiten Leben keine Kinder in die Welt setzen würde.

Deswegen bin ich gespannt auf eure Meinungen, da wir wirklich ins Grübeln geraten sind. Ich meine, wenn es einzelne Beziehungen wären...aber so wie es scheint, leiden wirklich alle unter der Familiensituation. :-( Liegt das an unserer Zeit? Wie erging es euch?
w32
 
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  • #2
Ich kann dir das sagen was ich täglich sehe. Einerseits sind viele glücklich, wenn sie mit ihren Kindern auf dem Spielplatz spielen und das Kind auch mitmacht. Alle Lachen, alles toll.

Leider sieht man aber wirklich, das viele nur genervt sind. Müde, ausgelaugt. Und dann auch noch einen Hund dazu. Das Kind "pariert" nicht, nörgelt nur usw. Damit muss man klarkommen können. Viele sehen die viele Arbeit nicht. Das ständige Bereitsein. Das muss man auch wollen.

Ich habe für mich entschieden, dass ich das mental nicht aushalten könnte und ich möchte daher keine Kinder. Das sage ich auch vor einem Date. Finde ich fair und ich will einer Frau auch nicht die wertvolle Zeit stehlen. Leider schränke ich mich dadurch auch ein.

Ich gönne jeden den Wunsch nach einem Kind, aber jeder sollte sich das gründlich überlegen. Es ändert alles. Ein Kind ist nicht wie ein Auto. Ob Audi oder BMW ist egal.

m33
 
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  • #3
Ich m,38 stimme deinen Zeilen voll zu, kann das auch in meinem Umfeld sehen und werde deshalb keine Kinder haben wollen, meine Partnerin ist derselben Meinung. Das liegt an der schnelllebigen Zeit, alles verändert sich sehr schnell und immer mehr Leistung und weniger Zeit für Wichtiges zu haben. Kinder sind in unserem Lande eh nicht willkommen und gefragt. Ich kenne viele Leute, die, wenn sie es noch einmal zu tun hätten, keine Kinder mehr haben möchten.
 
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  • #4
Nein, wenn man etwas Ahnung von richtiger Erziehung und Partnerschaftsführung hat, dann ergänzen Kinder eine Beziehung und man lebt gesunde Verhältnisse. Dazu gehört aber ein gesundes Verhältnis zu Kindern, Partnern, eigenen Eltern und zu sich selbst, und keine Umklammerung oder Überfürsorge! Der Partner sollte immer an Stelle Nummer eins stehen und das Kind bitte immer nur an Stelle Nummer zwei. Schwierig für Mütter, aber das kann man lernen! Eine Mutter darf sich niemals aufopfern (das fängt mit unbemerkten Kleinigkeiten an: dem Kind immer das beste Stück Essen geben und als Mutter immer nur die Reste essen - so etwas ist falsch! Damit gibt man sich selber auf und man verschiebt gesunde Beziehungsverhältnisse und vergisst sich und seinen Partner.)

Ich würde dir empfehlen, erstmal etliche Erziehungs- und Partnerschaftsratgeber zu lesen. Alles was du finden kannst. Die haben mir auch die Erleuchtung gebracht und die Fehler aufgezeigt, was andere Menschen zum Großteil falsch machen und warum es bei ihnen nicht klappt und warum sie unglücklich sind.

w
 
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  • #5
Es gibt Partnerschaften, da funktioniert das,
in den meisten funktioniert es wohl eher nicht so dolle wie immer getan wird.

Ich denke, man lügt sich da auch ein wenig (viel) selbst vor als Eltern - andererseits, was bleibt einem anderes übrig.
Würde man was anderes sagen oder sich Hilfe holen, dann würde man sich als schlechte Eltern oder "ungeeignet" outen.
Was macht man da? Man hebt hervor, wie putzig die sind (und lässt sich das von anderen bestätigen), wie viel Wert ein Lächeln ist, stiftet andere dazu an, auch so was zu machen (dann muss die Entscheidung ja gut gewesen sein wenn man das hinbekommt) und als Selbestbestätigung produziert man trotz des Stress noch ein zweites und beklagt sich über andere Dinge, die damit ungerechterweise verbunden sind.

Es bringt auf jeden Fall gravierende Veränderungen in die Partnerschaft und es macht auch Arbeit, Stress und Ärger.
Dafür habe ich - wenn sie ausgezogen sind - ein "lebenswichtiges Projekt" abgeschlossen.
Lebenserfahrung bringt es sicherlich.
Man muss sich aber wirklich überlegen, ob es das einem Wert ist und sollte sich da nicht Gefühlswallungen oder irgendwelchen romantischen Vorstellungen hingeben oder von anderen Erfolgsgeschichten über "essentielle lebenbereichernde Erfahrungen" einlullen lassen, die mit "unendlichem Glück" verbunden sind.
Letzten Endes waren die eigenen Kinder auch nicht viel besonderer als die anderer und wer mit solchen Erwartungen ein Kind in die Welt setzt, bürdet dem auch gleich eine mords Aufgabe auf.

Das "nur noch wegen der Kinder zusammen" kenne ich auch nur zu gut.
Wegen der Kinder und was man da vorher noch alles reingesteckt hat an finanziellen Mitteln und was man sonst noch aufegegeben hat und wegen der Verluste im Falle einer Scheidung und dem Geschwätz der Leute und aus organisatorischen Gründen.

Wirklich förderlich sind diese Dinge alle nicht für eine Beziehung.
Auch nicht fürs eigene Wohlbefinden.
Wie soll da die Wirklichkeit viel anders aussehen?
Gestellte Situationen bei Familienzusammenkünften und Feiern mal außen vor gelassen?
 
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  • #6
Eine Partnerschaft scheitert nicht an den Kindern sondern an den Partnern. Was ich beobachtet habe, dass viele 40+ Männer langjährige aus "beiderseitiger" Überzeugung kinderlose Beziehungen plötzlich aufgaben um mit Frauen deines Alters dann auf Familie zu machen und einseitig überzeugte 40+ Damen ......

M50
 
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  • #7
[
Ich würde dir empfehlen, erstmal etliche Erziehungs- und Partnerschaftsratgeber zu lesen. Alles was du finden kannst.
w

Genau DAS würde ich nicht machen. In solchen Büchern steht soviel unsinniges Zeug.
Ich habe drei erwachsene Kinder, die ebenfalls Kinder haben und erlebe live, wie unterschiedlich mit dem "Problem" Kind umgegangen wird.

Ich habe meine Kinder immer auch dem "Bauch heraus" erzogen. Schon deshalb, weil es damals fast keine Literatur darüber gab und meine Generation eine andere Einstellung zu Kinder, Ehe etc. hatte.
Mittlerweile bin ich 36 Jahre verheiratet. Wärend meiner Partnerschaft waren die Kinder NIE Mittelpunkt. Wir waren/sind auch immer ein Paar geblieben mit eigenen Bedürfnissen. Das heißt nicht, daß die Kinder abgeschoben wurden oder nicht beachtet. Sie waren in unserer Familie integriert, ihnen wurde Liebe, Aufmerksamkeit geggeben und sie wurden durch klare Pflichten auf das Leben vorbereitet.

Zwei meiner Töchter handhaben das genauso. Deren Ehe läuft. Die Kinder sind keine Belastung sondern eine Bereicherung der Partnerschaft.

Bei meiner ältesten Tocher kann ich das Phänomen genau beobachten (halte mich aber raus). Die beiden Kinder sind der Nabel der Welt. Alles was sie sagen und tun ist heilig. Mein Schwiegersohn schläft im Kinderzimmer, weil die beiden Kinder mit Mama im Bett schlafen. Der ganze Tagesablauf wird auf die Kinder abgestimmt. Sie können machen was sie wollen. Erst spät abends ins Bettgehen. Essen wann sie wollen etc.
Wie lange diese Ehe noch hält, steht in den Sternen.

w/56
 
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  • #8
Ich kann deine Beobachtungen teilen, denke aber mittlerweile, dass das unter anderem ein typisch deutsches Phänomen ist. In Deutschland sind Kinder zu einem Projekt geworden. Sie leben nicht mehr mit ihren Eltern, sondern letztere leben FÜR sie. Es herrscht geradezu krampfhafter Perfektionswahn, Konkurrenzkampf und ein schlimmer Dogmatismus. Unter dem Pseudo-Deckmantel des Liberalen beherrscht immer noch das alte, verstaubte Rollenmodell die Köpfe der meisten. Politik und Wirtschaft fördern das noch durch beispielsweise die Herdprämie, starre Arbeitszeitmodelle etc.

Ich habe beruflich bedingt lange in Frankreich und den Niederlanden gelebt und konnte so erleben, dass der Umgang mit Kindern und die Einstellung zur Familie ganz anders ablaufen kann. Kinder sind überall willkommen und gehören ganz einfach dazu, Väter helfen ganz selbstverständlich und gerne! mit, Paare nehmen sich bewusst Zeit für sich...ermöglicht wird das alles durch gut ausgebaute Betreuungssysteme und gute Arbeitsmöglichkeiten, auch in Teilzeit. Infolgedessen sind Eltern fast immer glücklich und entspannt.
In Deutschland ist das hingegen eine Wunschvorstellung.
 
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  • #9
Ein Kind hat vor allem eine Auswirkung: es schmeißt die Eltern und deren Bedürfnisse von der Prioritätenliste.
Richtig Spass machen Kinder den Leuten, die sozial super eingebunden sind mit Großeltern ( netten), kinderfreundlichen Nachbarn, Freundeskreisen die auch Kinder haben...( und Platz zum toben und spielen haben)
Wer ein Stadtmensch ist und viele Hobbys hat, seinen Job liebt und gerne spontane Trips zum Skifahren und z. b zu Freunden in anderen Städten macht und sich seine Eltern vom Leib hält ...
Der kann nur verlieren!
Kinder sind keine Glücksbringer.
Keine Kinder zu haben ist auch keine Garantie eine schöne Partnerschaft zu haben.
Ich verstehe eure Gedanken.
Mir geht es ähnlich . Bin 34 und hab nicht mehr ewig Zeit zum überlegen.
 
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  • #10
Ich kann es nicht bestätigen: Ich habe mit meiner Frau zwei Kinder (2 Jahre und 5 Wochen) und wir sind glücklich. In meinem Freundeskreis funktioniert es auch.

Natürlich ist es anstrengend. Sehr oft sogar. Ich denke, eine gute Organisation ist notwendig, damit es funktioniert. Und: Der Mann MUSS im Haushalt mithelfen und die Frau entlasten. Ich denke, viele Beziehungen könnten sonst daran scheitern, dass die Frau einfach überlastet ist.

Zudem sollten es Wunschkinder sein, denn ich kann mir vorstellen, dass sich ansonsten viele Männer verweigern (beim Wickeln, beim Spazieren gehen, beim ins Bett bringen etc.).

Ich muss auch sagen: Zeugt kein Kind, wenn eure Beziehung nicht wind- und wasserfest ist! Denn Kinder stellen die Grundfesten der Beziehung ganz sicher auf die Probe.

Es ist sehr wichtig, hin- und wieder einen "Date-Abend" zu organisieren. Nehmt einen Babysitter und genießt Zeit zu zweit! Das baut Stress ab. Zudem geben wir die 2-Jährige in die Kita, da kann man mal durchatmen.

Ich kann nicht bestätigen, dass Kinder in Deutschland nicht erwünscht sind. Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen - damit hatte ich vorher nicht gerechnet.

Ich würde immer wieder Kinder zeugen. Sie bringen einem so viele wunderbare Momente. Ich mag auch die Verantwortung: Im Gegensatz zu offensichtlich vielen Männern finde ich, dass erst ein Kind einen Mann zum Mann macht. Wenn ich mir vorstellen müsste, ein Leben nun ohne meine Kinder verbringen zu müssen: Niemals! Meine Empfehlung an alle: Traut euch! Kinder sind es wert.

m, 33
 
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  • #11
Ich denke, deine Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Das hängt von soooo vielen Faktoren ab:

- War das Kind/waren die Kinder wirklich von BEIDEN gewollt?
- Wie sieht die finanzielle Situation aus?
- Hat das Elternpaar Unterstützung von Familie/Freunden/Nanny etc.?
- Unterstützt der Vater die Mutter in der Kindesversorgung und im Haushalt?
- Nehmen sich beide bewusst Zeit für sich und die Partnerschaft?
- Gibt es nach der Geburt Komplikationen bei Mutter und/oder Kind?
- Ist das Kind pflegeleicht...
- usw. usf. ...

Zudem sind es nicht die Kinder, die eine Beziehung belasten, sondern die neuen Umstände, mit denen die Eltern nicht klarkommen...
 
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  • #12
Kinder belasten nur eine Beziehung,
- in der es zwischen den Partnern ohnehin schon Probleme gibt
- in der das Kind ein einseitiger Frauenwunsch ist und der Mann unreflektiert mitgemacht hat, um seine Ruhe/vermeintliche Bequemlichkeit zu haben und sich keine andere Frau suchen zu müssen. Partnerschaft ansich und insbesondere mit Kindern ist wahnsinnig unbequem
- in der die Frau "unabsichtlich" schwanger geworden ist
- in der das Kind eine kriselnde Beziehung retten soll
- in der beiden Elternteilen die persönliche Reife fehlt, sich zurücknehmen zu können, aber auch Prioritäten setzen zu können
- wenn sie ein Projekt zur Selbstverwirklichung sind, das perfekt gelingen muss und keine Normalität
- wenn man sich vorher nicht klargemacht hat, was an Veränderungen auf einen zukommt
- wenn sich die Partner die Familienarbeit nicht ausgeglichen teilen
- in der die Eltern ihre Partnerschaft nicht bewusst pflegen
- wenn die Kinder überbehütet werden und keinerlei Frustrationstoleranz entwickeln lernen
- .....

Ich kenne mehr langfristige Beziehungen, die mit Kindern sehr gut funktionieren, weil die Paare es richtig angegangen sind, als gute Beziehungen kinderloser Paare.
Erstere lösen gemeinsam viele kleine Konflikte, weil sie richtig was zu verlieren haben (Familie, nicht Geld), wenn es zusammen nicht mehr funktioniert.
Letztere haben wenig Konflikte/Belastungen im Zusammenleben und wenn dann mal was kommt, zerlegt es die Beziehung, weil sie es im Kleinen nicht gelernt haben, gemeinsame Probleme zu lösen.

Die Familien, in denen es gut läuft weisen alle einige typische Merkmale auf:
- gleicher Ausbildungsstand der Partner
- beide sind erfolgreich und gern berufstätig, aber nicht vom Ehrgeiz zerfressen. Der Beruf dient dem Lebensunterhalt, ist nicht ausschließlicher Lebensinhalt
- beide kommen aus beständigen Familien, d.h. haben als Kinder keinen Scheidungskrieg erlebt, haben meistens Geschwister
- die Familie hat große Wichtigkeit, beide fühlen sich gleichermaßen verantwortlich
- die Partner sind sich tief verbunden
- Geld ist nicht alles, man verzichtet eher mal auf was und ist mit einem einfacheren Lebensstil zufrieden (Kia statt BMW, Fuerteventura statt Seychellen)

Die kinderlosen Paare weisen in diesen Punkten so ziemlich das Gegenteil auf - Egozentrik auf beiden Seiten. Es ist besser, dass sie kinderlos bleiben, weil ihnen die Softskills für Kinder fehlen.

Ich kenne kein anderes Land, in dem die Menschen so viel Angst vor Kindern haben, wie in Deutschland - "German Angst" eben, eine ganz spezifische Form von Lebensangst.
 
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  • #13
Ich bin auch ziemlich genervt von der ständigen Bereitschaft, in der man als Eltern nun mal ist und möchte auch am liebsten manchmal auf und davon...in ein "besseres" Leben, in dem ich Zeit für mich habe und endlich mal wieder machen kann was ich selbst will... Aber unterm Strich: es ist toll, einem Kind das Leben zu schenken und einem kleinen Menschen ins Leben zu helfen! So funktioniert nun mal die Welt, wenn unsere Eltern teilweise auch so egoistisch gedacht hätten, wie viele es heutzutage tun und sich bewusst gegen Kinder entscheiden, gäbe es uns doch auch nicht! Das kanns doch auch irgendwie nicht sein.
 
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  • #14
Hallo FS,

ich glaube das kann Dir keiner sagen denn
jeder Mensch tickt anders in Bereich
Erziehung :) ich bin Pädagogin und wir
haben 5 Kinder im direktem Alter von
10 Monaten - 10 Jahre ! Unsere
Beziehung wurde nie auf die Probe gestellt
wir sind 16 Jahre zusammen auch
Im Freundeskreis gibt es pro & Kontra :)
Kinder sind was wertvolles und kann man
mit nichts vergleichen und ich geniesse
Jeden Moment ;) Alles gute w33
 
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  • #15
@#12:
Ich finde es eher egoistisch, wenn man meint, einem Kind das Leben zu "schenken". Du entscheidest, ein Leben zu stiften! Eine Entscheidung, ob pro oder contra Kind fällt man aus egoistischen Gründen.

W35 kinderfrei und glücklich.
 
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  • #16
Ich muss sagen für uns war es eine grosse Umstellung als wir vor einem Jahr ein Baby bekommen haben. Seither gab es viel Streit und Reibereien. Zugeben muss ich, dass ich als Frau neidisch auf meinen Mann war, dass er arbeiten gehen darf und ich zuhause sitzen muss. Mein Mann hingegen dachte ich habs zuhause gut. Meinem mann seine letzte Beziehung (auch mit Kind) ist gescheitert. Es gab nie Streit, sie hat alles runter geschluckt. Dann kam der grosse Knall. Ich muss sagen mittlerweile haben mein Man n und ich es sehr gut im Griff. Als Mutter ist es auch einfacher wenn das Kind etwas älter wird und mit sich selbst auch mal spielen kann. Wir wollen gerne noch ein paar Kinder, ich sehe es als absolute Bereicherung!!Mein Ex wollte nie Kinder, hätte aber mir zuliebe eventuell eingestimmt. Bin froh, dass ich das nicht gemacht habe. Mein Mann will Kinder, liebt Kinder und dementsprechend verhält er sich auch.
 
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  • #17
man muss sich vor der Erfüllung eines Kinderwunsches klar werden, ob man in jeder Hinsicht stark genug ist dafür. Meiner Meinung nach ist es eine enorme Leistung und ich wusste immer, dass ich (aufgrund meiner eigenen Vita u. Persönlichkeit) dem ganzen keinesfalls gewachsen gewesen wäre. Man sieht es mir nicht an, aber ich wäre einfach nervlich, seelisch und körperlich zu schwach dafür gewesen.
Ich denke, dass ich somit auch nicht egoistisch gehandelt habe, wie ja gerne unterstellt wird. Man tut doch immer das, von dem man denkt, dass es für einen selbst und für den Partner sowie auch für das Kind am Besten ist.
Mein Mann und ich sind uns schon sehr nah und auch einerseits glücklich, aber wir haben auch ohne Kinder teils massive Probleme.
Es ist nicht so dass man automatisch eine langfristig einfache u. überglückliche, ewig leidenschaftliche Beziehung hat ohne Kinder.
Ich denke, wenn wirklich alle inneren und äußeren Voraussetzungen stimmen und somit sowohl dem Kind(ern) als auch dem Elternpaar alles bieten was sie brauchen, dann machen Kinder eine Beziehung glücklicher.
Für mich selbst bin ich bis heute froh darüber, nie eine Kinderwunsch verspürt zu haben, da ich überhaupt keine guten Voraussetzungen dafür gehabt hätte.
W44
 
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  • #18
Du solltest auch daran denken, dass ein Kind auch mal nicht so ganz gesund sein könnte. Das muss
keine Schwerbehinderung sein. Ein Paar hat eine Tochter, die nach Studium sich in einen anderen Kontinent verliebt hat, und dort leben möchte. Sie war lange Jahre magersüchtig. Bei einer anderen Familie ist die eine Tochter nur zu Hause( mit mindestens 30 Jahren). sie arbeitet nicht und ist depressiv. Bei einer anderen Familie ist der 33-jährige Sohn zuhause, nachdem er ein volles Studium
absolviert hat, aber versagt hat: er hat Persönlichkeitsstörungen und ist leicht autistisch.
Eine Vollakademikerin in unserem Ort hat ein Kind mit einem offenen Rücken zur Welt gebracht.
Mit Kind ist nicht nur alles schön!
Diese Krankheiten belasten auch die Partnerschaft mit Streit und auch einem geringeren Maß an gegenseitiger Zuwendung der Partner untereinander.
 
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  • #19
Meine Tochter ist jetzt 16 Monate. Und in unserem Fall belastet das Kind die Beziehung schon etwas. Nicht in erster Linie wegen der Arbeit, die anfällt, eher wegen unterschiedlicher Ansichten zum Umgang mit dem Kind. Mein Mann kümmert sich kaum, will aber das selbe Mitspracherecht bei allem was unsere Tochter betrifft, das sehe ich nicht ein. Beispielsweise sind, als ich schwer krank war und mich nicht um unser Kind kümmern konnte, abwechselnd meine Mutter, mein Vater und mein Bruder gekommen, um mich zu unterstützen. Mein Mann war stocksauer, dass ich nicht auch seine Mutter gebeten habe. Sie arbeitet nicht und meine Familie musste sich extra frei nehmen. Aber ich hatte keine Lust, während es mir so schlecht ging, auch noch meine Schwiegermutter zu ertragen.
Solche Situationen führen zu heftigen Konflikten und wir sprechen dann manchmal tagelang nicht miteinander.
Ich würde trotzdem jederzeit wieder ein KInd bekommen, weil es auch zusammenschweißt. Ich fühle mich meinem Mann auch wahnsinnig nah, wenn wir die Kleine beobachten und uns gemeinsam freuen, was sie gelernt hat. Auch, wenn, ich mein Leben betrachte bereue ich nichts, weil sie eine große Bereicherung ist und es nichts schöneres gibt, als wenn sie mich umarmt. Auch wenn es zugegebenermaßen manchmal stressig ist, keine Minute mehr für mich zu haben.
Letztendlich kann man nicht sagen, was besser ist, jeder muss für sich entscheiden, was das geeignete Lebensmodell ist und ein Kind stellt mit Sicherheit eine geringere Belastung dar, als Drei.
 
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  • #20
Ich glaube, wenn ihr schon vor der Familienplanung so skeptisch seid und euch so viele Sorgen macht, ob Kinder eure Beziehung belasten, ist das kein gutes Zeichen. Ein Paar, das sich das erste gemeinsame Kind wünscht, ist doch eher in freudiger Spannung und hofft drauf, dass das "Üben" bald zum schwanger werden führt. Wenn ihr so viele Bedenken habt, dann lasst es, denn das sind Einstellungen, die sich nicht ändern, das sind grundsätzliche Bedenken gegen eigene Kinder. Oder ihr seid euch jetzt schon nicht einig, d.h. einer hat einen größeren Kinderwunsch als der andere, dann geht das auch schief. Wenn eine Partnerschaft ok. ist, ist das Kind eine Bereicherung, andernfalls nicht, ich glaube, so einfach würde ich das sagen. (w, zwei Kinder unter 12 Jahre)
 
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  • #21
Ich glaube, wenn ihr schon vor der Familienplanung so skeptisch seid und euch so viele Sorgen macht, ob Kinder eure Beziehung belasten, ist das kein gutes Zeichen. Ein Paar, das sich das erste gemeinsame Kind wünscht, ist doch eher in freudiger Spannung und hofft drauf, dass das "Üben" bald zum schwanger werden führt. Wenn ihr so viele Bedenken habt, dann lasst es, denn das sind Einstellungen, die sich nicht ändern, das sind grundsätzliche Bedenken gegen eigene Kinder. Oder ihr seid euch jetzt schon nicht einig, d.h. einer hat einen größeren Kinderwunsch als der andere, dann geht das auch schief. Wenn eine Partnerschaft ok. ist, ist das Kind eine Bereicherung, andernfalls nicht, ich glaube, so einfach würde ich das sagen. (w, zwei Kinder unter 12 Jahre)

...klar freut man sich, aber ich finde es lobenswert, wenn man etwas kritischer an die "Kinderfrage" herangeht. Denn genau an dieser "Rosa Brille-Mentalität" scheitern viele Partnerschaften, weil die Eltern nach der Geburt aus allen Wolken fallen.
Liebe FS, Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr:

- in den ersten Wochen/Monaten chronischer Schlafmangel
- kaum noch Freizeit
- weniger Flexibilität
- Auswirkungen aufs Sexualleben
- neue Reibungspunkte mit dem Partner entstehen (Streitereien bezüglich Umgang mit dem Kind und Erziehung)
- bei den meisten leidet das Berufliche
- mehr Sorgen, mehr Organisation, mehr Stress

...das sind so die wesentlichen Belastungen, mit denen alle Eltern in mehr oder minder ausgeprägter Form kämpfen müssen. Ob ihr es allerdings als Belastung empfindet, oder ob die vielen schönen Erlebnisse mit Nachwuchs überwiegen, müsst ihr wissen.
 
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  • #22
Hier wird jeder etwas anderes erzählen...mal lief es glücklich und rundete das Erwachsenendasein ab, mal war es der Auftakt zu Schwierigkeiten.
Liebe FS, Du wirst es nicht schaffen, immer und zu jeder Zeit alles immer nur richtig zu machen. Das Leben ist nun mal lebensgefährlich. Je mehr Du Dich umhörst, um so verwirrender wird es. Du selbst hast doch Erfahrungen in Dir und Du selbst hast auch einen Instinkt. Dem solltest Du mehr Beachtung schenken. Denn gerade in der Phase von kleinen Kindern kriegt man die meiste "Reinrednerei", alle wollen es immer besser wissen als Du selbst.
Bücher gelesen habe ich auch - mit dem Ergebnis, dass ich sie bald alle wieder verschenkt habe, weil ich irgendwann besser wusste, was ICH will und wie es in unserer Partnerschaft aussah.

Heute ist meine Tochter 12 - und sie aufzuziehen hat mich zu einem reifen, gütigen und liebesbereiten Menschen gemacht. Sie ist ein ganz großes Glück.
Und doch - ihr Vater und ich haben das Elternwerden als Paar nicht überlebt.
Das ist kein "Preis", sondern etwas, dass niemand von uns voraussehen konnte. Wir lernen alle damit leben. Das kann man.

Frauen kriegen seit Beginn der Menschheitsgeschichte Kinder. Nie hat sich eine Generation vor uns so sehr den Kopf zerbrochen, wie man es anstellt, jedes Risiko zu vermeiden.

Leb einfach.
 
M

Mooseba

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  • #23
Eltern sind oft nicht fähig, die Beziehung vollkommen nach hinten zu verlegen, wenn kleine Kinder da sind. Die Menschen können nicht mehr auf Genuss und Freizeit inkl. Sex für lange Zeit verzichten und halten sich dennoch für erwachsen. Das kann nicht funktionieren. Die Beziehung wird belastet, wenn sie zuviel Raum einnimmt.
 
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  • #24
Im ersten Step würde ich mir die Frage stellen warum man ein Kind will? Sobald man damit etwas kompensieren möchte sollte man das wirklich sein lassen. Wenn man ehrliche Antworten bekommt, ich habe die Frage auch mal bei verschiedenen Frauen mit Nachwuchs gestellt, dann sind Kinder gerade in den ersten Jahren eine extreme Belastung. Manch Paar zerbricht daran.
Man sieht gerade im Singlebereich Frauen und Männer mit Kindern die noch nicht mal das 6 Lebensjahr erreicht haben.
Für mich ist dies eindeutig purer Egoismus und ich frage mich oft warum es sich gerade diese Leute so leicht machen und noch nicht mal die Verantwortung für das Objekt der Begierde übernehmen. M.E. nach ist man in der Pflicht bei dem Kind zu bleiben und nicht bei dem kleinsten Problem auseinander zu flüchten.
Wie stabil ist die Beziehung? Ist man gewillt in den ersten Jahren auf Hobbies aber auch Sex (garnicht selten gibt es gerade nach der Geburt gar keinen mehr) etc. zu verzichten weil ein Kind da ist?

Dennoch ist ein Kind ja quasi Pflicht.
"Es ist leichter ein Kind zu bekommen als keins zu bekommen!"

In diesem Sinne viel Spaß bei der Entscheidungsfindung.

W/40
 
G

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  • #25
Um deine Eingangsfrage zu beantworten - Ja, Kinder belasten die Beziehung extrem, vor allem wenn sie die Nacht zum Tag machen. Ohne Oma oder sontigen vertrauenswürdigen Personen würde ich w, 43 keine Kinder mehr in diese Welt setzen. ABER heute (mein Sohn ist fast 16) bin ich sehr froh dass es ihn gibt. Habe mich noch nie so geliebt und geschätzt gefühlt wie von diesem jungen Herrn.
 
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  • #26
Ich finde es richtig und wichtig, wenn man das Kinderthema nicht auf die leichte Schulter nimmt.
Ich (w, 34) habe einen Sohn (1,5 Jahre) und wir haben uns auch im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Das Gute daran war, dass uns es nicht ganz so "kalt erwischt" hat wie diverse befreundete Paare, die uns Pessimismus hoch 10 vorwarfen und selbst dann aus allen Wolken fielen.

Zu deiner Frage: ja, die lieben Kleinen heben die bisherige Welt aus den Angeln und nichts ist wie bisher. Ja, sie belasten auch die Beziehung. Ggf. komplett neue Rollenverteilung, Schlafmangel, weniger Paarzeit, von Sex mal ganz zu schweigen. Wichtig ist, dass man in solchen Situationen nicht seinen Ärger in sich reinfrisst, sondern redet, redet, redet. Und Verständnis für den Partner aufbringt. Und ganz wichtig: Nehmt euch Zeit zu zweit! Selbst wenn es nur einmal im Monat für 2 Stündchen zum Italiener ist - das macht so viel aus!
 
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  • #27
Eine Partnerschaft scheitert nicht an den Kindern sondern an den Partnern.

Das ist genau der Satz, der es trifft.
Natürlich verändert ein Kind die Beziehung. Das Kind kommt und ist dann da, es stellt ganz normal Forderungen an die Eltern und denkt sich nichts dabei. Das Kind kann aber auch nicht anders.

Die Eltern können aber, sie können denken und ihr Leben umgestalten. Es sind also die Eltern/das Paar, an denen das Gelingen oder das Scheitern der Beziehung hängt.
Ich habe es selbst erlebt. Das Kind verlangt viel, meistens von der Mutter. Nun fällt sie in die absolute Mutterrolle und der Mann sondert sich immer mehr ab. Der Mann leidet, weil er eifersüchtig ist und zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, die Frau leidet, weil sich der Mann zurückzieht und sich zu wenig in die Erziehung einbindet. Schon ist das Theater da.
Ein Ausweg: Miteinander reden, das Eheleben nicht vergessen und die Arbeit des Partners wertschätzen.
Wir waren fast am Ende, bevor wir das begriffen haben und uns einen Freiraum als Paar geschaffen haben. Und dann war es prima, kein Problem mehr und wir lieben unsere Kinder.
 
  • #28
JA es ist schwer besonders das erste Jahr
JA es lohnt sich auch
Ich denke da Ihr beide offen dem Positiven und Negativem seid wird es einfacher sein sich zu entscheiden.

Wir sind Eltern von zwei Kindern.
In Ruhe Baden, allein im Wc sein, Schlafen, ein ordentliches Heim haben?!
das gibt es nicht mehr. Das muss euch beiden bewusst sein.

Ganz wichtig bei uns war, ich wollte zu Hause bleiben.
D.h er geht arbeiten kommt nach Hauss und muss Vater sein! Das faellt vielen schwer.
Da du zu Hause beim Kind sein wirst muss ihm klar sein, dass er dir am besten
hilft, wenn er dir zuhoert und dir das Baby abnimmt.

Ihr muesst nach dem Baby daran denken ihr seid immer noch ein Paar micht nur Eltern.
Ihr schafft das! Solange ihr allem offen seid und etwas Hilfe von Freunden und Familie bekommt!

Fuer dich! Nicht dein eigenes Leben vergessen
Fuer Ihn! Das ist kein einfacher 8-15uhr Job sondern ein 24Std am Tag Job! Bitte Mutter und Frau unterstuetzen!


Macht Babys! Das ist das schoenste Gefuehl auf Erden!
 
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  • #29
Ich finde, dass in erster Linie faule und untätige Männer die Beziehung belasten, die mit allem gleich überfordert sind, nicht anpacken, meinen, es würde reichen, dass sie weiter Geld verdienen und sonst nichts tun!
Solche Männer belasten die Beziehung mit Kind weit mehr als die Kinder!
Leider gibts davon sehr viele!
Die stehen nachts nicht auf, die kaufen nicht ein, die können nicht kochen, wickeln wollen sie auch nicht, sie können den Kinderwagen nicht zusammenklappen und den Maxi Cosi nicht anschnallen, können nicht füttern und müssen am WE mal raus - ohne Kind und Mutter versteht sich!
DAS belastet - nicht das Kind!

w,40
 
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  • #30
Gast #28 trifft es (leider) recht gut!

Viele Männer wollen sich einbringen - und tun das dann hauptsächlich mit den Lippen.
Ein bisschen duziduzi, aber die wahre Verantwortung ist doch meist Fehlanzeige.

Wieviele Väter
- kennen den nächsten Arzttermin (oder gehen gar selber mit dem Kind hin?)
- kaufen Kleidung fürs Kind?
- kennen die Freunde des Kindes und organisieren gegenseitige Besuche?
- kümmern sich um Geburtstagsgeschenke?
- können ein Kind wirklich 24h betreuen und die komplette Familie/Haushalt für sagen wir mal 1 Woche managen?
- gehen auf Elternabende? Kennen die KindergärtnerInnen/Lehrer? Nehmen solche Gespräche auch alleine wahr?

Liste beliebig fortsetzbar.

Mein Mann beteiligt sich durchaus und gerne aber wie gesagt - er könnte weder die richtige Kindernahrung, noch Windeln besorgen, Maxi Cosi anschnallen kann er nicht usw.
Wir sind aber beide gerade Vollzeit zuhause. Und nein, es liegt nicht daran, dass ich ihn nicht lasse...

Irgendwie herrscht wohl immer noch die Einstellung - ist in erster Linie Frauensache. Aber ich helf doch...

w, 40 (1 Kind)
 
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