G

Gast

Gast
  • #1

Benutzt er (36) eine Ausrede, um Schluss zu machen? Wir sind 2 Jahre zusammen. W29

das letzte halbe Jahr war ich gesundheitlich angeschlagen (Zahnfleischentzündungen-ich hatte davor festsitzende Spange, Blasenentzündungen, jetzt wiederkehrender Scheidenpilz (ist angebl. stressbedingt, habe alle Behandlungen incl. Scheidenflora Aufbau gemacht. Er hat sich selbst behandelt, ist nicht zum Arzt, da ihm das peinlich ist). Ich habe nach dem Sex gemerkt, dass der Pilz noch da ist. Habe ihm dies heute gesagt, dann meinte er: „er tue mir nicht gut, und wenn einer der Partner dem anderen nicht mehr gut tut, sollte die Beziehung sofort beendet werden.“ Er ist momentan ebenso in einer Stresssituation, da seine Tochter (15) ihn sehr beansprucht. Ich denke, er ist einfach überfordert, mit einem Partner, der gesundheitlich belastet ist, und will es trotz Nachfrage nicht so direkt sagen (wir wohnen noch nicht zusammen) Wie ist Eure Meinung?
 
G

Gast

Gast
  • #2
ja, mein Mann hat mich auch sehr oft mit verschiedenen Dingen infiziert...Clamyden, Pilze (kann ich gar nicht von Toiletten bekommen haben, da ich mich dort nie setze).
ich behaupte sogar, dass ich meine Gebärmutterhalskrebserkranung ihm verdanke...die kriegt man immerhin durch Bakterien,,,und wie als durch ihn sollen die dahin gekommen sein....

Dann nach 15 Jahre Ehe schluss, weil er nicht genügend Frauen hatte.......

Heut bin fast dankbar, dass er Schluss gemacht hat...ich hätte das alles weiter blind nicht bemerkt.

Also: Er MUSS zum Arzt und das muss bis zur Ausheilung auf beiden Seiten Kondome benutzt werden.

Nach Ausheilung: kommt eine erneute Ansteckung: siehe oben, kann ja auch so ein Fall sein.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Liebe FS, ich denke, vor allem solltest du mal über DICH nachdenken. Deine vielen Krankheiten sind nicht zufällig. Mir selber ging es so, dass ich sehr viel krank war (Zähne, Magen, Schulter...), und immer habe ich das auf Stress im Job geschoben. Als sich mein Mann völlig überraschend von mir trennte, war ich auch fast auf einen Schlag all diese Beschwerden los. Ich war tieftraurig, verletzt, habe sehr um die Beziehung gekämpft, letztendlich ohne Erfolg. Aber ich war gesund, weil ich eben nicht mehr vieles unbewusst verdrängt habe. Bis zu dieser Erfahrung hätte ich niemals solchen Schilderungen geglaubt. Nur deshalb rate ich dir auch, wirklich mal in dich selber reinzuhören, was DU eigentlich willst. Und ob du dir etwas schönredest, was schon längst nicht mehr schön ist?!
Viel Glück.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Sorry aber wenn es um Deine Gesundheit geht und er sagt "ist mir egal" - was gibts dazu noch zu sagen ?
 
G

Gast

Gast
  • #5
Auch wenn er tatsächlich eine dumme Ausrede benutzt, um sich von einer unbequemen, gesundheitlich angeschlagenen Frau zu trennen, scheint er Dir tatsächlich nicht gut zu tun. Die Blasenentzündungen treten gewöhnlich am Anfang der Beziehung auf, da die Scheidenflora sich (vereinfacht ausgedrückt) noch auf den neuen Partner "einstellen" muss.

Ich will hier nichts überinterpretieren, aber vielleicht "wehren" sich Eure Körper gegen diese Beziehung. Eines spricht auf jeden Fall gegen Deinen Freund: Dass er den Pilz nicht hat ärztlich behandeln lassen, also keine Rücksicht auf Deine Gesundheit nimmt und sich jetzt mit dieser dusseligen Begründung zurückziehen will.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Die Aussage, er täte dir nicht gut, als Grund für eine Trennung zu nennen, ist einfach nur verlogen. Er trennt sich doch nicht aus reiner Rücksichtnahme, sondern weil er genug von dir hat.
Die Tatsache, dass er mit dem Pilzproblem nicht zum Arzt, ist unverantwortlich dir gegenüber. Die Ausrede, es sei ihm peinlich, ist zu dem höchst unreif.
Ich fasse mal zusammen. Dein Ex ist verlogen, unverantwortlich und unreif. Sei froh, wenn du ihn los bist.
 
  • #7
Schwieriger Fall, vorallem die Formulierung Deiner Frage...

Erstens ist es tatsächlich so, dass gesundheitliche Angeschlagenheit gerade in jungen Beziehungen eine erhebliche Belastung darstellen kann. Ethisch mag es fragwürdig erscheinen, aber praktisch ist es eben so, dass man instinktiv einen gesunden, aktiven, auch sexuell aktiven Partner sucht. Krankheitsszenarien wie Deine sind eine Belastung für das Sexual- und Paarleben und führen daher oft zu ganz erheblichen Spannungen bis hin zu Trennungen. Man muss sich schon sehr lieben und eine lange gemeinsame Vergangenheit haben, um solche Situationen zu meistern.

Du fragst nun, ob es eine Ausrede sei. Was genau soll die Ausrede sein? Es passt nicht mehr mit Euch beiden. Er ist im Stress, Du bist gesundheitlich angeschlagen, das Sexualleben stark belastet. Er hat eine Plattitüde als Trennungsgrund genannt, ja. Aber Du weißt doch genau, was er meint? Wie brutal soll er es noch sagen? Er hat auf monatelangen Sexentzug und wiederkehrende belastende Krankheiten keine Lust. Offensichtlich ist die Liebe zwischen Euch auch nicht beliebig tief. Es scheint so, als ob die Trennung nicht das verkehrteste ist.

Ich finde es mit Verlaub etwas albern von Dir, aus ihm nun unbedingt den Trennungsgrund "Krankheit" herauskitzeln zu wollen. Jeder Mensch, auch Dein Partner, hat das Recht, sich zu trennen. Mich persönlich kotzt es an, sich dann auch noch rechtfertigen zu müssen oder angebliche "Wahrheiten" sagen zu müssen. Ihr seid erwachsen. Er hat seine Entscheidung kundgetan. Akzeptiere sie und verhalte Dich reif und erwachsen. -- Ja, ich formulier das hier drastisch, denn ich denke, Trennungen sind Trennungen und ohnehin schmerzhaft und schwierig, ewiges Diskutieren und Nachfragen macht es nicht besser. Seinem Partner zu sagen, dass man sich trennt, ist hart und schwierig. Er hat sich überlegt, wie er es Dir sagt und er hat sich dazu überwunden. Trennungen sind für keinen leicht. Die Situation ist glasklar, die Gründe sind offensichtlich (Stress, Sexentzug, wiederkehrende Krankheiten, kein besonderes Wohlfühlen zusammen, wahrscheinlich abgeflaute Liebe).

Mein Rat:
+ Akzeptiere die Trennung und erwarte keine weiteren Erklärungen.
+ Vollzieht die Trennung sofort und vollständig; klärt alles organisatorisch und finanzielle endgültig.
+ Danach dann vollständiger Kontaktabbruch ohne Ausnahme, egal welches Medium.
+ Erinnerungsstücke entfernen.
+ Viele ablenken und alles aufarbeiten.
+ Nach vorne schauen.
+ Parallel dazu: Deine Krankheit ohne Gefahr der Re-Infektion in den Griff kriegen.
+ Erst dann: Neuen Partner suchen.
 
  • #8
Damit hier die Tiraden auf den Mann nicht ausufern: Scheidenpilzbehandlungen umfassen normalerweise NICHT den Mann. Die Pilzinfektion betrifft den Mann im Regelfall nicht und ausreichende Intimhygiene seitens des Mannes vermeidet erneute Infektionen durch ihn im allgemeinen ausreichend. Abstinenz während der Krankheits- und Ausheilphase ist ohnehin selbstverständlich. Kaum ein Mann muss ärztlich vorstellig werden, wenn er selbst keine Symptome hat.

Scheidenpilz ist überwiegend auf ein gestörtes Vaginalmileu zurückzuführen. Tritt der Pilz erneut auf, dann ist das Milieu wieder oder immer noch gestört. Die Behandlung umfasst im allgemeinen einerseits pilzabtötende Mittel und andererseits die Wiederherstellung des Vaginalmileus durch entsprechenden Aufbau der Vaginalflora.

@Fragestellerin: Probier mal "Gynofit Milchsäure Vaginalgel" aus, in Apotheken erhältlich. Es wirkt bei sehr vielen Frauen sehr effizient und nachhaltig und ist ungefährlich und kann wiederholt angewendet werden. -- Außerdem unbedingt nur äußerlich und nur mit geeigneten Intimwaschgels waschen, niemals innerlich reinigen. -- Wurde der Erreger kulturell nachgewiesen? Candida oder bakteriell? -- Wird das Zahnfleisch professionell behandelt?
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich frage mich ja auch, was Dein Unterbewusstsein durch die ständigen Krankheiten signalisiert. Manchmal ist klar, was hinter Erkrankungsserien steckt (bei mir z.Zt. Dauerschlaflosigkeit wg Kleinkindern damals)- manchmal weiss man erst Jahre später, was krankheitsanfällig gemacht hat.

Denk gründlich nach!

Und ansonsten gegen Deine Pilze Naturjoghurt in eine kleine Spritze ohne Nadel innerlich applizieren, unübertroffen billig und wirksam, zwei Mal täglich (am Morgen und vorm Bett), dann müßte das doch klappen.

Wenn es aber tiefsitzende Gründe für Deine Serie geben sollte, kommt bald der nächste Schwachpunkt dran. Spätestens dann solltest Du alarmiert sein und wirklich etwas ändern in Deinem Leben.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Deine Krankheiten sind bedingt durch die Beziehung. Der Körper "sagt" es Dir sowieso.
Da brauchr es keine ellenlangen Erklärungen.Mach Schluss-dann gehts mit der Gesundheit aufwärts.GLAUBE mir-ich habe ähnliches hinter mir.
Alles Gute
 
G

Gast

Gast
  • #11
Ich hatte auch mal so nen Kerl der mich mehrmals mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt hat, die man sehr unwarhscheinliich auf der Toillette kriegen kann.
Meine Frauenärztin meinte sehr taktvoll zu mir, dass mein Partner eher einfach nicht treu ist.
Nach einer Widerinefktion meinte er dann noch frech zu mir, er wisse nicht, woher ich diese Krankheiten hätte - warscheinlich wäre ICH nicht treu. Da habe ich mich getrennt.
Hinterher war ich froh.
Mit meinen zwei darauf folgenden Partnern hatte ich keinerlei Probleme mit Krankheiten - daher denke ich, er war das Problem.
Kopf hoch. Du bist noch jung und kannst einen Partner finden der besser für Dich ist.
 
G

Gast

Gast
  • #12
ich hatte auch mal ein freund, der immer fremd gegangen ist und ich hatte immer eine pilzinfektion. ganz gleich was die medizin dazu sagt, ich bin sicher, daß kommt vom ständigen partnerwechsel...und ich kann #2 nur beipflichten!
Der Mann ist nicht kocher und wie #1 sagt, hart, sehr hart, aber wahr...reisende soll man nciht aufhalten...es tut weh, ich weiß...alles gute
 
G

Gast

Gast
  • #13
Zu #2: Scheidenpilze kommen übrigens auch, wenn frau eine längere Antibiotika-Kur machen musste (z. B. Nierenbeckenentzündung, Blasenentzündung etc.) Die Vaginalflora ist nach einer Antibiose einfach geschwächt und anfälliger.

Wenn frau während dieser "Kur" nicht selbst fremdgegangen ist: Auf öffentlichen Toiletten kann man sich jedenfalls keinen Scheidenpilz holen - weder mit hinsetzen noch ohne. Das hat mir meine FÄ erklärt. Das ist immer nur gern genommene Schutzbehauptung von Frauen, die es selbst mit der Treue nicht so genau nehmen (dir, FS, unterstelle ich damit ausdrücklich NICHTS!)

Der Mann kann die Pilzerreger mit sich herumtragen, OHNE selber Symptome zu haben.

Jetzt passiert Folgendes:

Frau: NICHT fremdgegangen, aber Antibiose.
Mann: Träger von Pilzerregern ohne Symptome.
GV bei geschwächter Vaginalflora durch Antibiose mit Pilzerreger-Träger ohne Symptome = Scheidenpilz ohne Fremdgehen seitens der Frau.

Bleibt die Frage offen, woher der Mann die Erreger hat.

Wenn frau einen Scheidenpilz bemerkt, MUSS IMMER der Mann mitbehandelt werden.

Jetzt noch der Kommentar zur Frage:
FS, dein Freund ist ein Egoist. Mehr muß dazu nicht gesagt werden.
 
Top