G

Gast

  • #1

Bereue jede einzelne Beziehung vorher, habe keine Lust mehr auf was Neues. Was tun?

Hallo, ich habe 3 lange Beziehungen (zusmmen > 10 Jahre) hinter mir und komme bei jeder einzelnen in der Bilanz zum Ergebnis, dass die ganz schön unausgeglichen waren hinsichtlich reingesteckter Zeit/Arbeit/Gefühle/Nerven/Unterstützung. Am Ende wird man auch noch abgesägt. Bin sicher nicht wenig selbstkritisch, aber - Fakten sind Fakten und da kann man drehen und wenden wie man will - den anderen kann man in nicht übersehenen und deren Bockmist war (unverhältnismäßig) größer, der Einsatz eher gering. Mittlerweile habe ich nicht mal mehr Interesse an einer neuen Partnerschaft, weil ich langsam den Eindruck habe, dass es mir ohne Partner besser geht. Mir ist auch die Gefahr zu groß ist, dass ich wieder der Geber bin und hinterher ausgenutzt werde und mir selber dabei schade. 1. Wie könnte man aus so einerm "Loch" wieder rauskommen? (Eigentlich will ich auf dem Standpunkt nicht verharren) 2. Wie könnte man verhindern, dass sich sowas noch mal wiederholt? w/32
 
G

Gast

  • #2
1. Das "Loch" bewußt zulassen und wirklich einmal alleine bleiben. Die Zeit sinnvoll nutzen.

2. Stell dir folgende Fragen:
Was war an diesen Männern so toll, dass du diese Beziehungen so lange aufrecht gehalten hast?
Was fanden die Männer so toll, dass sie dich so lange "ausgenutzt" haben?
Was bist du dir selbst wert?
Was möchtest du in einer nächsten Beziehung wieder so und was nie wieder so machen?


Und dann sei realistisch: Ob es beim nächsten Mann anders wird, hängt auch ein wenig vom Glück ab. Eine Garantie gibt es nicht. Und wenn dir im Moment der Mut dazu fehlt, etwas Neues zu beginnen, dann bleib wie schon geschrieben, mal eine Zeit lang allein.
 
G

Gast

  • #3
Klingt für mich so, als hättest Du Dir auch immer so Typen geholt, die in die Kategorie Macho fallen. Vielleicht mal Dein Beuteschema überdenken?
 
G

Gast

  • #4
Wirklich verhindern kann man es sicher nicht, nur vorsichtiger sein und entspannter werden. Sei erst einmal eine Weile Single, lebe DEIN Leben und wenn es mal wieder jemanden gibt, kannst du aus der Erfahrung die du ja hast, kritischer und vorsichtiger sein. Aber komplett Abstand von einer Beziehung nehmen ist das falsche.
 
G

Gast

  • #5
Hallo Unbekannte

Es gibt eine grosse Weisheit im Leben und die heisst: Du kannst niemals einen anderen aendern, du kannst nur dich selber ändern. Wenn man deine Zeilen liest, so bekommt man den Eindruck, dass es immer an den anderen lag. Aber du warst immer dabei, hast es zugelassen, dass man dich anscheinend nicht gut behandelt hat. Wenn du nun den Schluss daraus ziehst, du bist die gute und die Männer sind die bösen, dann solltest du alleine bleiben.

Gibst du aber dem Leben eine Chance, stehst zu deinen Bedürfnissen und kommunzierst auch klar und deutlich und bist dann auch bereit die Konsequenzen zu ziehen, dann kannst du dich problemlos wieder auf das Abenteuer Liebe einlassen. Die Bedingung dafür ist einfach, dass du dich selber liebst und nicht einen Mann brauchst, damit er dir etwas gibt was du nicht selber in dir hast.

Alles Gute

M52
 
G

Gast

  • #6
Mir ging es wie Dir.

Ich hatte nach einer Reihe "Lebensabschnittspartner" auch den Eindruck, dass ich sehr viel in Beziehungen "reingesteckt" habe, aber im Rückblick eher wenig von meinen jeweiligen Partnern zurückbekommen. Vor allem in den letzten 10 Jahren hatte ich Partner, die viele Altlasten mit in Beziehungen brachten, was mir einiges abverlangte. Ich bin mir durchaus auch meiner eigenen Anteile bewusst, weswegen Beziehungen scheiterten.

Auch ich hatte zuletzt das Empfinden, dass es mir in der "Bilanz" während der Singlezeiten besser ging, ich weniger Probleme und ein deutlich ausgeglicheneres Leben mit mehr Glücksmomenten hatte, als jeweils in Beziehungen. Zumal ich gescheiterte Beziehungen auch nicht einfach so wegstecke, sondern jeweils längere Zeit brauchte, um mich wieder zu stabilisieren. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf dieses "Auf und Ab" und das Gefühl, einen relativ hohen Preis für "das bißchen Liebesglück" bezahlen zu müssen.

Nachdem ich meine letzte Beziehung beendet habe, habe ich keinen Partner mehr gesucht. Das war 2006. Was ich als grosse Erleichterung empfand war übrigens, dass ich aus dem Kinderwunsch-Alter heraus war und nicht mehr den Druck empfand, mir unbedingt wieder einen Partner suchen zu müssen, bevor die biologische Uhr abläuft (ich hatte keinen dringenden Kinderwunsch, aber im Hintergrund war immer dieses "naja, die Option wäre ja noch da, und wenn der Richtige kommt...").

Ich habe die partnerlosen Jahre wirklich genossen, mir hat absolut nichts gefehlt, ich hatte keinerlei inneren Drang, mir einen Partner zu suchen. Nur "von aussen" wurde etwas Druck gemacht, weil die Gesellschaft es eben befremdlich findet, wenn man länger partnerlos ist.

Letzten Sommer hatte ich dann langsam wieder Lust auf eine Beziehung, seitdem suche ich aktiv, allerdings noch eher zurückhaltend. Ich kann mir auch für den Rest meines Lebens vorstellen, keine feste Beziehung zu haben, dadurch habe ich wenig Druck.

Insofern würde ich Dir, liebe FS, empfehlen, Deine derzeitigen Gefühle einfach zu akzeptieren, ich halte sie für normal und nicht -wie Du es siehst- für ein krankhaftes "Loch". Lerne zu differenzieren, ob Du wirklich ein eigenes Bedürfnis nach Beziehung hast, oder ob es der gesellschaftliche Druck ist, der ja suggeriert, dass man ohne Beziehung gestört oder kein "ganzer Mensch" ist.

Ich denke nicht, dass Du aktiv Deinen Standpunkt verändern kannst. Richte Dir lieber erstmal ein zufriedenes Single-Leben ein. Deine Psyche wird Dir zeigen, ab wann Du wirklich wieder bereit bist, eine Beziehung anzusteuern.

, 49
 
G

Gast

  • #7
Hallo FS,

ich kann dich gut verstehen, möchte dir aber Mut machen. Du bist noch so jung, um die Flinte ins Korn zu werfen.

Ich habe mich durch Therapie gerade erst in deinem Alter noch mal sehr verändert, zum positiven, was sich sowohl im privaten wie auch beruflichen Bereich ausgewirkt hat.

[Mod: Wegen erheblicher Überlänge gekürzt.]
 
G

Gast

  • #8
Nun, die bist erst 32 Jahr alt. Mach einfach mal einige Jahre Pause und engagiere dich mal im sozialen Bereich. Vielleicht entdeckst du da etwas in dir, was dir den nötigen Sinn des Lebens vermittelt?

Frau muss nicht ständig jemanden im Schlepptau haben, das merkst du doch jetzt auch!
Wozu also der Stress in deinem jungen Alter...?!
Konzentriere dich auf dich selbst, auf deine Hobbies, auf deine Freundschaften. Bilde dich weiter, wenn du die Zeit dazu hast, freue dich an kleinen Dingen...

Dies sagt die eine Frau, die nach 20 Jahren Ehe sich seit mehr als fünf Jahren auf sich und ihre Kinder konzentriert hat und erst jetzt wieder langsam auf Partnersuche geht..

Du stirbst nicht ohne Partner! Lebe erstmal dein Leben und verkrampfe nicht, wozu auch!? Du hast alle Zeit der Welt...

w49
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS,

1.) Du schreibst von 3 langen Beziehungen, in denen sich Dein Verhaltensmuster
wiederholt hat.Das empfinde ich als völlig normal.
Den "Bockmist" Deiner jeweiligen Partner kann ich nicht bewerten.
Du hast investiert in diese Beziehungen, freiwillig und weil es Deinem Wesen entspricht.
Dein Einbringen wurde nicht genügend anerkannt / gewürdigt, das ist natürlich bitter.

Du hast Dich nicht verbogen und aus dem Gefühl heraus gehandelt, eben weil Du zu dieser
Zeit so gefühlt und danach gehandelt hat.
Darauf kannst Du stolz sein und deshalb versuche einen positiven Rückblick im Sinne von:
Ich habe viel gegeben...es war eine schöne Zeit, hat leider nicht funktioniert !!

Wenn es Dir z.Z. ohne Partner besser geht, ist das ein gutes Zeichen,zeugt von Stärke.
Du bist auf einem guten Weg.
Single sein ist keine Krankheit und irgendwann kommt wieder jemand, der Dein Herz erwärmt.

2.) Das ist schwierig zu beantworten.Der Mensch neigt dazu immer wieder nach seinem
persönlichen Muster zu handeln.Gerade wenn Liebe das Gefühl ist, ändert man daran
nicht`s...
Vielleicht hilft rechtzeitig Reden !!??

Viel Glück

(m)
 
G

Gast

  • #10
So eine "beziehungspause" machte ich, als ich 35 war. Ich hatte auch gerade drei lange beziehungen hinter mir, auch irgendwie die "nase voll".

Mit 35 war ich am anfang meiner selbständigkeit und hatte dann jahrelang enorm viel zu tun. Jahrelang keine zeit, ernsthaft an "liebe" zu denken. Das war auch prima, mir hat nichts gefehlt (außer freizeit vielleicht).

Als ich 38 wurde, dachte ich, ich versuche es wieder mit beziehung. Online. Man kennt das thema: ich gefälle ihm, er gefällt mir aber nicht und vice versa... lügen... affäre-suchende... aber auch sehr viele bekannte und neue leute kennen gelernt. Nur keinen partner.

Seit dem sind zehn jahren vergangen. Liebe FS, die zeit vergeht wie in einem rausch... Zehn jahren sind in nu vorbei. Erst jetzt habe ich einen festen freund gefunden. Zu spät für eine familie, schade, sehr schade...
 
  • #11
Na ja, liebe Fragestellerin, Du musst in Dich gehen, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Zu dem, was Du beschreibst, gehören immer zwei und "Geben" in einer Beziehung ist eigentlich kein Fehler -- solange einem genug im Tausch geboten wird. Du hast offensichtlich diese Lieblosigkeiten mit Dir geschehen lassen -- wielange, warum und ab wann jeweils?

1) Wart Ihr denn immer wirklich ineinander verliebt? Der Mann in Dich und Du in ihn? Oder hast Du Männer geht, in die Du verliebt warst, die Dich aber eher "mitgenommen" haben a la "bbeser als nichts"? Vielen Männern fällt es schwer, ein Angebot auszuschlagen.

2) War es anfangs auch schon so oder haben sich die Beziehungen jeweils so entwickelt? Fals es schon anfangs so war, musst Du eben viel früher reagieren, einfordern, notfalls die Konsequenzen ziehen.

3) Höchstwahrscheinlich wählst Du Deine Partner falsch aus. Versuche zukünftig sowohl Dein Herz als auch Deinen Kopf mitreden zu lassen. Wellenlänge, Chemie, Herzklopfen müssen passen, aber eben auch Kompatibilität in vielerlei Facetten. Hast Du darauf immer geachtet? Was hat bisher gepasst, was hat eher nicht gepasst? Gehe die Kompatibilität durch in bezug auf Lebensstil, Ansichten und Wertvorstellungen, Interessen und Freizeitverhalten, Gewohnheiten und Vorlieben, Intelligenz, Bildung und Qualifikation, Sexualität, Charakter und Persönlichkeit, Freundeskreis und Familie sowie Lebenszielen wie Kinderwunsch oder Hausbau. Wichtige Facetten der Persönlichkeit sind dabei zum Beispiel die Einstellung zu Distanz vs. Nähe und zu Dominanz vs. Unterordnung.
 
G

Gast

  • #12
Liebe Fragestellerin!

Ich selbst bin auch 32. Am liebsten denke ich nicht an meine letzten Beziehungen, da geht es mir ebenso wie dir.
Dennoch:
Ich sage mir: O.K. Erst jetzt, weiß ich was mir bei der Partnerwahl wichtig ist. Das "Beuteschema" habe ich von Grund auf geändert.
Falls du einen Kinderwunsch hast, solltest du bedenken, dass du jetzt noch gut die Möglichkeit hast, relativ ohne Druck einen Partner zu finden.Mit 38 und aufwärts wird das schon schwieriger.

Eine Beziehung zu einem geliebten Menschen zu führen ist einfach wunderschön. Zusammen lachen, zusammen traurig sein, vieles zusammen unternehmen, den anderen ganz nah spüren, Liebe empfangen, Liebe geben, das Leben gemeinsam bestreiten, füreinander da sein, sich beratschlagen....Das wirst du finden, wenn du beginnst wieder positiv zu denken. Glaube weiter an die große Liebe!

Dir alles Gute und viel Glück! :)
 
G

Gast

  • #13
Ich würde auch sagen: Wenn du keine Lust auf eine neue Beziehung hast, dann bleibst du halt Single - Es gibt Schlimmeres (z.B. eine miese Beziehung)
Du bist auch allein wertvoll - brauchst keinen Partner zu haben, damit du als Mensch zählst.
 
G

Gast

  • #14
Ich frage mich, warum Du "jede einzelne Beziehung vorher bereust".
Sicherlich kannst Du sagen, was Dir daran gefallen oder nicht gefallen hat, aber jede einzelne oder die Beziehungen in ihrer Gesamtheit SIND Deine Vergangenheit. Du kannst Vergangenheit ignorieren, besser ist es doch aber, diese Zeit im Rückblick zu nutzen, um Dich selbst besser kennenzulernen.
Damit meine ich nicht, in Grübeleien zu versinken, sondern zu erkennen, was Du möchtest, was nicht, wo Deine Stärken liegen, wo nicht und schließlich auch gewisse Ziele für Dein Leben klar zu formulieren.
Und wenn Du Deine Ziele klar formulieren kannst, kannst Du darüber auch mit einem Partner verhandeln.

So kann es Dir auch gelingen, eine neue Partnerschaft auf einem für Dich günstigeren Energielevel einzugehen, denn mit Blick auf Mitte bis Ende 30 ist Deine Energie nicht mehr mit der von 25 zu vergleichen.
Wenn Du eine neue Beziehung mit DEUTLICH weniger Energie an- und eingehst, dann hast Du auch später noch Reserven, um nachzulegen.
Heißt also: erstmal inneres Energiegleichgewicht für Dich selbst finden und dann wird sich auch einer finden, der sich von Dir "gefordert" fühlt...
m
 
G

Gast

  • #15
Hallo, hier FS.

Ich freue mich, dass ich bisher so viele Anregungen bekommen habe.
Offensichtlich spielt da doch eine ganze Menge mehr mit rein, als ich bisher gedacht habe.
Es tut auch gut zu wissen, dass es anderen ähnlich geht oder ging und das möglicherweise auch wieder vorbei geht. Momentan bin ich mir nämlich selber nicht sicher wie gesund oder ungesund so was ist unter den Umständen.

Was ich mir zugute halten kann: Ich habe mir nie offensichtlichen Problempartner gesucht (Alkoholabhängige, Junkies), die waren alle faszinierend und bemüht am Anfang und haben normal gewirkt. Leider haben die sich im Nachhinein trotzdem immer mehr oder weniger als Problemfälle herausgestellt, aber da war dann auch schon immer mindestens das erste Jahr rum bis man sich relativ sicher sein konnte. Andererseits -- wer ist schon normal oder gar ideal und was sollte man ertragen und akzeptieren können und wo liegen die Grenzen. Möglicherweise bin ich da zu viele Kompromisse eingegangen und das hat sich dann in alle möglichen weiteren Bereiche übertragen. In Selbstmotivation scheine ich jedenfalls recht gut zu sein.

Warum ich die Geschichten nicht selber früher beendet habe (noch bevor man da selber am Stock geht):
Die haben alle drei alles dran gesetzt, dass ich bleibe, oder zumindest haben sie so getan. Passt super gut damit zusammen, dass sie dann hinterher selber den Schlussstrich gezogen haben. Bei allen dreien war das mehr oder weniger eine spontane Kurzschlussreaktion, also lange drüber nachgedacht haben die nie und hinterher gabs auch bei jedem den Überredungsversuch, dass "man es noch mal probiert". Zum Glück hab ich mich da nie drauf eingelassen.
Aber bis dahin:
* Versprechungen ohne Ende bezüglich Besserung ihrerseits (teilweise sogar schriftlich) und Zukunftsplanungen von denen, die wenigsten wurden aber eingehalten bzw. sehr interpretationsfähig ausgeführt oder durch wechselhafte Ansichten wieder verworfen wurden.
* Der ein oder andere Ausraster, falls auch nur eine Andeutung in die Richtung geht, dass ich die Fliege machen könnte (oder dass sich ein anderer vermeintlich zu sehr für mich interessiert). Einer davon bis hin zur körperlichen Bedrohung meinerseits, ein andere bis hin zum Selbstmord, allerdings schienen die in dem Moment auch nicht mehr 100% zurechnungsfähig gewesen zu sein bzw. die haben sich da selber in was reingesteigert und zum Glück war das nicht die Tagesordnung. Solange es keinen "offensichtlichen Grund" zum Ausrasten gab war auch alles in Ordnung. Die Gründe dafür wurden unter anderem dadurch reduziert, dass ich kompromissweise auch die ein oder andere Auflage ihrerseits erfüllt habe, was mir auch nicht schwer fiel. Die meisten hätte ich ohnehin gemacht, aber wenn die das abgesichert haben wollten … bitte
* Natürlich wurde auch geredet oder zumindest der Versuch unternommen, aber schon alleine das kam mir recht einseitig vor. Ein bisschen was kam immer dabei raus, aber irgendwo fehlte mir da zu viel an Kooperation. Das musste zum Teils schon fast erzwungen werden und einer von denen hatte sogar besondere Probleme damit wenn ein Gespräch ansteht, in dem er Hauptthema ist. Allerdings sollen andere Frauen wohl mit ähnlichen Problemen rumkämpfen, wenn auch nicht alle.

Was andere Fragen anbelangt, in welchen Bereichen es sonst noch nicht gepasst haben könnte, dazu muss ich gestehen, bin ich bisher noch gar nicht gekommen. Ich hänge da immer noch an deren Charaktereigenschaften fest.

Die Geschichten hören sich etwas krass an und ich frage mich selber, ob ich da irgendein Schild auf dem Rücken kleben habe, das Bekloppte anzieht. Vielleicht bin es aber auch ich, die andere erst so richtig bekloppt werden lässt.
Jedenfalls hätte ich meine Zeit und Nerven genauso mehr in meine berufliche Entwicklung stecken können. Hätte wohl mehr Spaß gemacht und hätte ich wohl auch mehr davon gehabt als mir mit Bekloppten die Zeit um die Ohren zu schlagen.

Was ich aus der Sache für die Zukunft gelernt habe, ist mir aber auch noch ein wenig schleierhaft, außer vielleicht so früh wie möglich auszusteigen und darauf zu beharren (auch schon beim undefinierten Bauchgefühl) und mich nicht zurückhalten zu lassen, egal mit welchem Mittel. Oder wenn ich den Eindruck habe, dass da bei mir irgendwas auf der Strecke bleibt bzw. zu viele Kompromisse eingegangen werden.
Ich glaube mir fällt es noch immer unheimlich schwer, da die angemessenen Grenzen zu finden und einzuhalten.

Sicher gibts auch noch mehr Ansatzpunkte. Suche noch danach.
 
G

Gast

  • #16
wie wärs mit ein paar Affären - ein bißchen was über Männer und Dich selbst dazulernen ?
Distanz und Abwarten - sehen ob und was sich entwickelt - anstatt zu"investieren" :
genieß Dein Leben bevor es an Dir vorüberläuft - und Du letztlich nur Andren was gegeben hast !
Wenn dann mal der "Richtige" dabei ist - und der das auch so sieht! - DANN investiere!
Wer zu schnell zu viel (preis)gibt - wirkt und wird : nur uninteressant !
Ich weiß : es entspricht wohl nicht Deiner Art so vorzugehen , aber Du wirst erkennen , daß Du
so letztlich Deinem Ziel näher kommst ... die Welt tickt einfach so
 
G

Gast

  • #17
Mit jeder Beziehung lernt man dazu - was man künftig nicht mehr haben will.

Auch eine Frau sollte eigene Wünsche und Ziele in einer Beziehung vorbringen,
und keine Scheu davor haben - und nicht "dem Partner zuliebe" darauf verzichten.
Das Leben ist zu kurz, um darauf zu verzichten.
Wenn daß der Partner nicht versteht + ggf. unterstützt - ist er eh der Falsche ?

Gilt ebenso umgekehrt auch für Männer in Beziehungen.

(m,50, Single)
 
G

Gast

  • #18
Hallo, hier noch mal FS

ich habe zwischenzeitlich noch mal nachgedacht, was andere Bereiche anbelangt, wo es vielleicht nicht gepasst haben könnte. Sicher gab es den ein oder anderen Bereich, wo es sonst noch nicht gepasst hat, aber ideal dürfte wohl bei den wenigsten vorkommen. Bin da eher so jemand, der sich auch mit 70-80% zufrieden gibt. Dachte immer, dass mir das entgegen käme, weil irgendwo will man ja auch selber noch Individuum bleiben (hat leider unter den Bedingungen nicht so richtig geklappt) und den ein oder anderen Bereich für sich alleine behalten und bei Unverträglichkeiten kann man gegebenenfalls Kompromisse eingehen (hat offenbar gut geklappt).

Sind meine Ansprüche zu nieder?
Ich empfand das bisher immer eher als "realistisch" im Gegensatz zu Leuten, die nach 110% suchen.


Äh - "Beuteschema" scheint doch auch ein guter Begriff zu sein, auch wenn ich bisher der Meinung gewesen bin, dass es daran unmöglich gelegen haben könnte (ich suche mir doch nicht absichtlich den offensichtlich nächsten Irren, wenn der letzte schon der totale Reinfall war.)
Ich glaube eine der Hauptprobleme waren auf jeden Fall immer DEREN Eifersucht.
Nun muss ich leider zugeben, dass ich es gar nicht so schlecht finde, wenn jemand an einem hängt- zumindest könnte man meinen, dass der sich dann mehr Mühe gibt und dass man auf den weniger aufpassen muss (offensichtlich nicht der Fall).
(Bei zweien gabs keine Vorgeschichte, einer hatte zuvor schon leichte Tendenzen, aber die hatte der bei mir offensichtlich erst so richtig ausgebaut. OK, eine Vorgängerin hatte ihn angeblich betrogen, der dafür aber wohl alle danach inkusive mich, wie ich im Nachhinein erfahren habe )
Im Prinzip habe ich auch nach wie vor kein Problem mit Eifersucht, aber doch bitte nicht so krankhaft. Hat jemand eine Ahnung, wie man sowas frühzeitiger und deutlicher erkennt oder abhält oder ausbremst?
Oder auf was genau die "anspringen"? Immerhin haben die ja mich angesprochen, also muss ich doch auch was an mir haben was da "reizvoll" sein könnte.


@ 15, den Tipp mit den Affären hat mir im Alltag auch schon jemand gegeben. Scheint mir schon fast üblich zu sein bei sowas und wenn mans mal genau betrachtet würde es sogar vielleicht seinen Zweck erfüllen.
Noch sage ich mir aber lieber "warten wir mal". Der Affären-Fan bin ich leider wirklich nicht und ehrlich gesagt wollte ich auch keinen haben, der das ähnlich mehrfach praktiziert hat.
Aber wer weiß, wie es bei mir in ein paar Jahren aussieht.
 
  • #19
Scheinbar begibst du dich nicht in eine Partnerschaft sonder eine Abhängigkeit und wenn ein Mensch das Mittel der Erpressung anwendet, wie Selbstmord oder Gewalt, dann zeigt sich diese Art von Charaktereigenschaft nicht erst im Streit. Diese Menschen sind schon vorher egoistisch und rücksichtslos. Vielleicht nicht dir gegenüber aber zu anderen. Und mir scheint es fast so, als würden die Männer ein gewisses Helfersyndrom bei dir auslösen. Du, die Frau die sie errettet. Wie du ja die Erfahrung gemacht hast klappt das nie.
Ich habe natürlich auch schon Beziehungen hinter mir, aber bereut habe ich keine, denn ich war immner verliebt in tolle Männer und wir haben in der gemeinsamen Zeit viel erlebt u8nd gelernt von einander. Auch wenn wir irgendwann festgestellt haben, dass ein gemeinsames Leben nicht möglich ist, war es keine Zeit die ich bereue. Und vielleicht ist das dein generelles Problem, ich tue nichts was ich bereue.
 
G

Gast

  • #20
liebe fs,
wenn es anfängt mit ... ich werde mich bessern, ich werde mich ändern usw... dann läufts schon entlang der falschen schiene. was soll im grunde das versprechen: ich verpreche mich zu ändern und werde ein anderer sein, als ich bin. wäre doch naheliegender, sich gleich einen zu suchen, den man/frau so mag, wie er/sie ist.

und ändern tut sich bezüglich grundlegender charakter eigenschaften niemand. ich kann pünktlicher werden, wenn ich unpünktlich bin, ich kann es mir abgewöhnen zu rülpsen usw, aber mich ändern....?

unser aller "problem" ist unser eigenes verhalten nach gelernten und erlebten verhaltensmustern. das kennen wir und bietet vertrauen, auch wenn s absurd ist. du bist mit dem typ mann, auf den du immer wieder reinfällst, vertraut. unter vielen unbekannten männern zieht es dich zu diesem typ mann, kleine zeichen und verhaltensweisen von ihm lassen in dir sofort vertrautes erwecken, du kennst das und fühlst dich wohl. und schon schnappt die falle zu.

wenn du veränderung willst, dann solltest du riskieren, dich auch auf unvertrautes und unbekanntes einzulassen (z.B.anderes mileau, komplett andere typen von männern). das birgt zwar das risiko des unbekannten und unvertrauten, aber besser mit unsicherheit etwas besseres als mit sicherheit wieder das gleich schlechte.
Viel Glück
m/45
 
G

Gast

  • #21
Meine Empfehlung: Ein Moratorium einlegen und längere Zeit mal Single bleiben. - Die Muße, die sich dabei einstellt könntest Du z.B. zur philosophischer Lektüre nutzen. In Deinem Fall empfehle ich Schopenhauer oder Nietzsche.
 
G

Gast

  • #22
Hallo FS,
ich habe wie SusanneHH den Eindruck, dass Du bei der Wahl Deiner Partner vielleicht ein ungutes Schema drauf hast? Du hast starke Eifersucht bei allen 3 Männern erwähnt. Meiner Erfahrung nach sind es zwei Charaktertypen, die sehr eifersüchtig sind:

1. Selbstunsichere Menschen. Die haben riesige Angst, den Partner zu verlieren und versuchen im Rahmen der Eifersucht das Risiko möglichst zu minimieren, indem sie die Kontakte und Bewegungsfreiheit des Anderen einschränken. Also z.B. kein Treffen mit gegengeschlechtlichen Freunden, keine Unternehmungen alleine, alle neuen und alten Bekannten des Partners sind verdächtig darauf, dass sie was von ihm wollen ect. Meist in Verbindung Spionage und Kontrolle von Computer, Post und Handy sowie Verdächtigungen "ins Blaue hinein". Gerne wenden sie auch diese emotionale Erpressung über Selbstmordandrohung bzw. "Du liebst mich nicht, wenn Du...dies oder das tust" an.

2. Herrschsüchtige, dominante Manipulierer. Die betrachten ihren Partner als Eigentum, über das sie nach Belieben verfügen, dem sie verbieten oder erlauben können, was er tut. Auch Narzissten und Psychopathen gehören dazu. Markant: sie nehmen sich selbst alle Rechte und tun oft das, was sie dem Partner verbieten (z.B. der Eifersüchtige, der andere aber betrügt).

Überlege mal, ob bei "Deinen" Männern da so ein Muster drin ist. Für erneute Fehlgriffe hilft wirklich nur, sich der eigenen, unguten Wahlkriterien bewusst zu werden. Und für sich selbst, unabhängig von einer Beziehung, klare Grenzen festzustecken, was bzw. wieviel man von Mitmenschen hinnimmt, wieweit man Kompromisse eingeht. Und diese Grenzen dann auch klar benennen und verteidigen. Du bist es Dir wert!

w, 49 (auch die #5)
 
G

Gast

  • #23
Liebe Fragestellerin,
3 Beziehungen mit gesamt ca. 10 Jahren sind doch keine langen Beziehungen, für mich wäre eine Beziehung lang, wenn sie wenigsten 6 Jahre gehalten hätte. Ich meine es nicht böse, nur mir scheint, Du bist relativ wahllos von einer in die andere gestürzt.
Eine längere Pause kann ich Dir daher auch nur empfehlen, besinne Dich auf Dich, Deine Vorstellungen und Wünsche bzgl. einer Partnerschaft. Vielleicht suchst Du Dir eine Freizeitbeschäftigungen, nimm Dich und Deine(männliche) Umwelt stärker war, stärke Deine Beobchtungsgabe, um Menschen besser einzuschätzen.
 
G

Gast

  • #24
@ 21 und natürlich auch 18

Ich habe in der Zwischenzeit ein bisschen gegoogelt zum Thema "Helfersyndrom" und "Co-Abhängigkeit". Es scheint tatsächlich was dran zu sein.
Wenn ich es recht bedenke, waren diese ganzen Eifersuchtsszenarien erst später wirklich akut bzw. so störend, dass die in den Vordergrund kamen.
Davor war noch was anderes bei den einzelnen jeweils - die ihne Vorgeschichte waren tatsächlich mehr dem Typ 1 zuzuordnen (wenn man das aus Posting 21 als Klassifikation nehmen kann),
und der Fremdgänger im Nachhinein Typ 2 ABER davor war noch was anderes, die hatten nämlich alle eine mehr oder weniger andere bedeutsame "Verhaltens-Schramme" oder Defizite, wo es sich gelohnt hat einzugreifen bzw. die auszugleichen. Jeder allerdings eine andere und das hat auch relativ gut funktioniert.
Es kann insofern weiterhin gut sein, dass da was dran ist, denn immerhin entspringe ich einem der Berufsbilder, die bei Wikipedia gleich an erster Stelle unter "Helfersyndrom" erwähnt ist.
Den Beruf als solchen habe ich übrigens an den Nagel gehängt (mache jetzt was anderes), weil einfach zu frustrierend und energieraubend, wenngleich mich die Thematik nach wie vor interessiert, aber eben aus anderem Blickwinkel.

Hab mir dann auch vorhin gleich mal eine Liste zusammengestellt, was es wohl zukünftig zu vermeiden und besonders zu beachten gäbe.

Mein jetziges Problem: Gibt es überhaupt (gerade in meinem Alter aufwärts) noch Leute ohne Schremmen und Defizite? Wohl kaum. Da würde wohl jeder durchs Raster fallen. Und falls nicht - ich bin mir noch recht unsicher, was ich mit einem "perfekten Typen" überhaupt machen sollte *g. (OK, eigentlich ist das nicht zum grinsen). Will mal hoffen, dass man da dennoch was halbwegs normales findet - irgendwann.
Zum Glück habe ich jetzt erst mal eine Weile Auszeit (und es gar nicht nötig mir was zu suchen), dass man sich da überlegen kann was bessere Handlungsstrategien wären oder wie weit man da gehen sollte.

@ 21,
was habe ich mich nicht gerade über die treffende Klassifikation amüsiert.
Ja, der Typ 2 kann schon merkwürdige Regeln aufstellen. Zum Beispiel den Kleiderschrank kategorisieren nach Kleidungsstücke, die man ohne zu fragen immer draußen anziehen darf oder nur auf Anfrage oder nur in Begleitung seinerseits oder nur in der Wohnung (weil selbst für draußen zu auffällig). Hat mich damals schwer genervt, hab da selber regelmäßig versehentlich Grenzüberschreitungen begangen und im Nachhinein hats mich wenigstens rückblickend noch amüsiert.
Oder: Arztbesuche nur in Begleitung und Schminke nur in der Wohnung
Zum Glück war das die kürzeste Beziehung von den dreien.
Da waren die Nachrichtenüberwacher und Verschwörungstheoretiker noch verhältnismäßig entspannt solange man nicht den Eindruck erweckt hat, dass man was an ihnen auszusetzen hätte. Leider wars dann umso schwerer wenn man doch mal was zu sagen hatte was in die Richtung geht.


Was bin ich froh, dass ich da raus bin (auch ohne dass sich einer umgebracht hätte, "ich es noch bereuen würde" oder irgendwelche anderen Konsequenzen im Nachhinein folgten.) Aber dafür mußten die einem wohl erst mal selber vor die Tür setzen.
Bitte nie mehr!

Es gibt schon merkwürdige Vögel (und bei der Tatsache könnte einem schon wieder Angst werden, dass es evtl auch noch andere Typen mit ganz anderen Schäden gibt)
 
G

Gast

  • #25
@ 22, da war sogar eine mit 8 Jahren dabei (die letzte) und ich habe mit 16 angefangen (und ich habe lediglich geschrieben >10 Jahre) . So wahllos waren die eigentlich nicht, aber vielleicht doch falsch motiviert am Anfang.

Pause kommt jetzt auf jeden Fall bzw. die dauert noch sicher noch eine Weile an. Ich habe eh keine Zeit für sowas und momentan muss es nicht sein und will ich eigentlich auch gar nicht. Bin auch froh, wenn ich in der Zwischenzeit was anderes sehe.
Ich hoffe aber auch selber, dass sich meine Auswahlkriterien mittlerweile hoffentlich auch geändert haben und nicht mehr so nahe an denen liegen wie mit 16-23.
Ein Beuteschema bewußt zu verändern scheint nicht so einfach zu sein, wie ich mittlerweile im Forum gelesen habe, aber Interessen und Schwerpunkte ändern sich zum Glück trotzdem ein bisschen. Haben sie bei mir zumindest getan.
Ich hoffe, ich kann das alles jetzt so langsam mal unter "Altlasten" abhaken.
 
G

Gast

  • #26
Doch, liebe FS, Dein Beuteschema kannst Du ändern, sicher nicht von heute auf morgen, aber es geht. Es wäre besser für Dich, wenn Du erstmal eine Beziehungspause einlegst und an Dir arbeitest, mit 32 Jahren ist noch nichts zu spät. In dieser "Pause" solltest Du lernen Dich und Deine Bedürfnisse besser kennenzulernen und nur noch das zulassen, was Dir guttun und menschlich weiterbringt.

Auch schreibst Du, dass Deine Beziehungen umsonst waren, ich sehe das anders. Dadurch bist Du jetzt die Person, die Du bist. Aus jeder Beziehung können wir was lernen und wissen zukünftig, was wir wollen und was nicht.

Ich würde Dir mal das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" empfehlen.

w/39
 
G

Gast

  • #27
Hallo FS,

ich habe jetzt alle deine Postings gelesen.
Am Anfang dachte ich: es gehören immer zwei dazu - also denke darüber nach, was dein Anteil ist, dass sich Dinge so entwickeln.

Mit jedem deiner Postings bin ich nachdenklicher geworden: am Anfang wirktest du auf mich schwach, dann immer stärker, schießlich überheblich und deine Ex-Partner abwertend. Ich bin erschrocken darüber, wie du über sie schreibst. Das ist für mich so lieblos und ohne jegliche Empathie. Du schreibst immer nur DIE - und das ist alles andere als wertschätzend dem anderen gegenüber.
Und nun frage ich mich, ob sie sich so entwickelt haben, weil du so bist, wie du mir inzwischen erscheinst...
Auch wie du die Sache mit dem Selbstmord im Zusammenhang mal eben erwähnst, zeigt, dass dir das offensichtlich am A.... vorbei geht.
Sorry, aber nach dem, was ich gelesen habe, tust du mir nicht mehr leid.
Bleibe lieber alleine und lerne erstmal, Menschen wertzuschätzen, bevor du einen anderen Mann wieder in so ein Unglück reinreisst.
 
G

Gast

  • #28
@ 26,

ich geb dir recht, dass ich da selber (noch) schwanke. Ist jetzt auch nicht gerade so, dass das schon Ewigkeiten zurück liegt.
Aber was muss ich für die auch noch konstant Empathie empfinden und kommunizieren. Schlimm genug, dass ich sie oft genuge (auch hier übrigens) und vor anderen verteidige.

In meiner nächsten Verwandtschaft war jeder froh, als ich da ausgezogen bin. So deutlich haben die mir das aber auch nicht gesagt als ich noch dort gewohnt habe. Und von außen betrachtet sieht man auch besser warum.
Hab die da anfangs immer noch verteidigt, man hat ja auch Verständnis dafür, immerhin sind die krank und können nichts dafür. Der letzte hats sogar selber erkannt oder zumindest hat er das behauptet - aber bringe mal einen Mann zum Psychiater oder auch nur zu einer Beratungsstelle, der tatsächlich einen guten Grund hat da hinzugehen. Versprechungen ohne Ende, ..., ich hoffe der macht es jetzt wenn ich weg bin, dann kann sich ein Fachmann damit auseinandersetzen.

Was soll ich hier zum Thema Selbstmord großartig ausführen? Es ist mein Privatleben gewesen, das hier ist ein offizielles Forum und es waren nur Drohungen. Er hat es nicht gemacht, hinterher tats ihm selber leid, angewandt hat er es 5 Mal, die über 5 Jahre verteilt. Nach dem 3. mal regt man sich da selber nicht mehr so sehr auf, schließlich fängt der sich auch wieder wenn "alles in Ordnung" bleibt, man weiß nur nicht was er macht wenn plötzlich nicht mehr alles in Ordnung ist.
Aber klar - im Prinzip könnte man einen Roman drüber schreiben und der hätte noch weitaus mehr Details.

Ich frage mich mittlerweile ob die bessere Strategie nicht gewesen wäre, einen früheren Rausschmiss zu provozieren. Das hätte mir zumindest einen Haufen Zeit und Nerven gespart.

Im Übrigen habe ich die Frage nicht gepostet, um hier bei irgendjemandem Mitleid zu erregen. Ich tue mir selber nicht leid, wieso sollte ich das von anderen bestätigenderweise abgrasen wollen?
Man möge es mir auch verzeihen, wenn ich manches doch noch mit einem etwas schrägen Humor sehen kann oder nicht überall die Wertschätzung unterbringe, die man vielleicht von jemandem an einen Ex-Partner erwartet.

FS
 
G

Gast

  • #29
Hallo, hier nochmals die FS mit einem Feedback

Bevor hier noch weitere Missverständnisse auftauchen:
- hier fehlt eine ganze Menge an Infos, die ich unternommen habe oder nicht unternehmen konnte (aus welchen Gründen auch immer – Hauptgrund: Man wurde verhindert -> Ausweichen auf Alternativen nötig)
- es fehlt eine ganze Menge an Infos was andere und in welcher Art an „Bockmist“ gebaut haben. Auf unterschiedlichen Gebieten.
Dass es sich hierbei um eine ganze Menge handelt mit vielen Details wird man sich denken können, auch dass da ganz viele Probleme und Facetten mit hineinspielen.
Bevor da jetzt ein Durcheinander passiert, wo längst keiner mehr durchblickt, müsste ich die Reihenfolge erst selber wieder auf die Reihe bekommen. Das wäre wohl der Umfang eines Romans und damit nicht forentauglich.

Im Zusammenhang zur Ausgangsfrage, die mittlerweile vielleicht nicht mehr ganz zum Thema passt:
Das gemeine aus meiner Sicht ist/war, dass man mir immer wieder mit Versprechungen bezüglich Besserungen aller Art gemacht hat, die nur teilweise oder schlecht oder kurzzeitig umgesetzt wurden. Die haben aber dazu beigetragen, dass man sich immer wieder selbst motiviert hat und noch Energien für Dinge aufzubringen, die es wert zu sein schienen.
Wenn man es als Gradmesser nimmt, mit wie viel Energie und mit welchen Mitteln so mancher Herr (besonders der Letzte) verhindert hat, dass ich gehe, dann hätte man auch davon ausgehen können, dass die genug Energie aufbringen die Störungen zu beseitigen. So schwer wären die in meinen Augen nicht gewesen - für einen halbwegs normalen Menschen.
Also bleibt man noch lange selber am Ball und versucht und macht und tut und bringt wieder unheimlich viel Energie auf - immerhin glaubt man lange Zeit selber, dass es sich lohnt und sicher wünscht man sich das auch und man bekommt es vom Partner immer wieder bestätigt.
Da findet man dann auch selber genug Entschuldigungen und Rechtfertigungen wenn es nicht klappt und da nimmt man dann auch manchmal recht seltsame Verhältnisse "streckenweise" in Kauf und bekommt offensichtlich auch recht weite Toleranzgrenzen. Umso erschreckender dann (wohl nur auf den ersten Blick), wenn der Partner dann irgendwann plötzlich selber im Affekt aussteigt, obwohl der das immer verhindern wollte und man genau aus dem Grund noch geblieben ist. Nicht weniger schrecklich, wenn der hinterher wieder zurückkommt und das ganze fortsetzen will, wo man endlich raus ist.

Mal sehen, wie und in welcher Weise mich das jetzt in Zukunft noch verärgert, wo man das ganze schriftlich vor sich liegen hat.

Fazit bei dem Ganzen aber trotzdem: Auf das Spiel habe ich in Zukunft definitiv keinen Bock mehr.
Lieber nix als noch mal so was, dabei geht man drauf.
 
G

Gast

  • #30
Was meinen eigenen Anteil an der Geschichte anbelangt, und dass sowas nicht noch mal passiert, den wird man wohl auch nicht binnen 24 Stunden mit ein paar Postings und Googel-Recherchen aufklären können. Ich denke, dass ich mit dem Stichworten Helfersyndrom und Co-Abhängigkeit ganz gute Ansätze gefunden habe, wenngleich ich da bei dem Zusammenrecherchierten bisher auch nicht unbedingt der Musterfall bin. Immerhin liegen hier keine stofflichen Süchte vor, sondern ein ganzer Haufen Verhaltensfirlefanz, mit dem es ab und zu besser und öfter auch schlecht bis grottenschlecht war.

Werde mich trotzdem näher mit dem Thema befassen, auch wenn ich mir mittlerweile sicher bin, dass ich da auch nicht so gut weg käme oder wenn man sich mal vor Augen führt, was man da selber alles falsch gemacht haben könnte. Die Selbsteinsicht wäre es mir schon wert.
Man wird wohl einiges für sich dabei rausziehen können.

@ 25, danke für den Buchtipp. Werde ich mir auf jeden Fall besorgen.

FS