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  • #1

Bereute Mutterschaft?

Gibt es hier Frauen, die es jemals bereut haben eigene Kinder bekommen zu haben?
Sei es aus dem Grund, weil sie dann ihre Ziele nicht verwirklichen konnten, beruflich kürzer treten mussten, das Geld knapper war, nun alleinerziehend sind oder allgemein, weil sie nie Mutter werden wollten. Mich würde das sehr interessieren, da ich immer wieder das Gefühl habe, ich würde eine eventuelle Schwangerschaft bereuen. Ich hatte nie den größten Kinderwunsch, habe mich aber auch nicht bewusst gegen Kinder entschieden. Einerseits kann ich mir schon vorstellen Kinder zu haben. Meine größte Angst ist aber andererseits, dass ich dann so genervt bin (habe im Bezug auf Kinder/Lautstärke eine enorm niedrige Stresstoleranz, dass ich es bereue und das Kind am liebsten weg geben würde, nur damit ich meine Ruhe habe. Wenn ich dann noch von durch gebrüllten Nächsten höre wird mir ganz Angst und bang...Ich bin ein Mensch, der sehr viel Zeit für sich braucht und ich weiß einfach nicht, wie sich das mit Kindern vereinbaren lassen soll.
 
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  • #2
Hallo liebe Fragestellerin, Kinder sind definitiv laut, sehr laut vom Lautstärkepegel her, man braucht eine extrem hohe Reizschwelle und Stresstoleranz, und sind sie einmal da, ist es für "lebenslänglich" 24 Stunden auf 24, zumindest die ersten vielen vielen Jahre. Wenn man also ein sehr freiheitsbewußter Mensch ist, der sehr auf sich zentriert ist, wie viele moderne Menschen, denen das eigene ich sehr wichtig ist, muss man wissen, dass sich das meiste dann nicht mehr um einen selber dreht, sondern um das kleine Dritte, für das man ab dann voll verantwortlich ist für den ganzen Rest des Lebens. Man kann sie bei Nichtgefallen auch nicht zurückgeben :)! (w, 2fache Mutter und Akademikerin, 34)
 
  • #3
Ein paar Anmerkungen zu Deiner Frage, auch wenn ich ganz bestimmt nicht zu den Müttern gehöre, die eines ihrer Kinder bereuten:
.. haben viel von einem selbst. Meine sind mir in für mich fast schon überlebenswichtigen Fragen ähnlich, drei sind wie mein Ex und ich ebenfalls introvertiert, meine Große sehr rücksichtsvoll extrovertiert, alle erzeug(t)en nicht in meinem näheren Umkreis gedankenlos Geräusche -das kann ich nämlich auch nicht ab-, denken ausgiebig, bevor sie reden, fallen sich nicht oder selten gegenseitig ins Wort, teilen meine Lesegewohnheiten und die meisten meiner Interessen, berücksichtigen meine geistigen Rückzugswünschegenauso genauso wie ich sie nicht aus ihrer Spielwelt oder ihren Gedanken reiße etc.
Jedesmal, wenn andere Kinder zu Besuch da waren, bin ich dankbar, dass meine Kinder mir ähnlicher sind.
Wenn ich dann noch von durch gebrüllten Nächsten höre wird mir ganz Angst und bang.
Soche Nächte müssen auch nicht sein. Allerdings schlucken Babys unglaublich viel Zeit, mit meinem Ersten hätte ich im ersten Jahr absolut nichts anderes machen können, das Nicht-Weinen erkaufte ich mir mit ununterbrochener Aufmerksamkeit und auch ganz, ganz viel physischer Zuneigung, ständigem Tragen und täglich vielleicht zwei Stunden Singen. Meine früheren Gesangsstunden hatten weniger Effekt ;)
Wenn Dir dieser Einsatz für ein Kind wirklich zuviel ist, kann ich Dir auch nur von eigenen abraten. Diejenigen Mütter, die meinten, sich anfangs weniger einbringen zu müssen, hatten es danach meist schwerer.
 
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  • #4
Ich bin zweifache Mutter, meine Kinder sind jetzt erwachsen und - sie sind mein größtes Glück das mir das Leben bescherte. Trotz leidvoller Erfahrungen, nie habe ich bereut sie geboren zu haben. Kein Mann, kein Reichtum, keine berufliche Karriere vermögen dieses kostbare Geschenk aufzuwiegen.
Du liebe FSin solltest jedoch besser keine Kinder bekommen, weil dir ganz elementare Voraussetzungen fehlen, um eine gute, fürsorgliche und liebende Mutter sein zu können.
 
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  • #5
Nein, ich habe es noch keine einzige Sekunde bereut, dass ich meine Tochter in die Welt gesetzt habe, obwohl ich deswegen meine Lebensentwürfe mehr als einmal völlig über den Haufen schmeissen musste...
Aber wenn man sich wirklich nicht zutraut mit dem eigenen Kind zurecht zu kommen, sollte man es sich vielleicht gut überlegen, ob man es versuchen möchte, zurückgeben kann man Kinder nicht...
 
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  • #6
Hallo,
also wenn man Kinder als zu laut und störend empfindet und eine niedrige Stresstoleranz besitzt, sollte man besser keine Kinder in die Welt setzen.
Kinder machen einem aber auch viel Freude und es ist schön miterleben zu können, wie sie größer werden und sich immer weiter entwickeln.
Ich habe es jedenfalls nie bereut, Mutter zu sein, obwohl ich allein Erziehend bin und schwanger sitzengelassen wurde (Tochter war aber von beiden geplant). Ich bin froh, dass meine Tochter da ist und kann mir mein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen.

Man muss zwar in vielen Bereichen zurückstecken, aber ich tue es gerne. Allerdings habe ich mit meiner Kleinen auch sehr viel Glück, sie war eigentlich immer sehr pflegeleicht bis heute.

Wenn man viel Zeit für sich selbst braucht, dann sollte man ebenfalls keine Kinder in die Welt setzen, da Kinder nun mal viel Zeit in Anspruch nehmen und man sich viel mit ihnen beschäftigen sollte, was ja heute leider viele Eltern gar nicht mehr machen.
 
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  • #7
So eine Frage zu stellen ist doch reichlich sinnlos...
Diejenigen, welche hier antworten sagen doch, nein, wir bereuen das nicht.
Könnten aber im gleichen Kontext gar nicht mitreden, wenn sich keine Kinder bekommen hätten.
Aus rein politisch-korrekten Gründen würde doch keine Mutter sagen - nee, ich hätte besser keine Kinder bekommen..
Jeder redet sich seine Situation schön, die Kinderlosen genau so, wie die Mütter bzw. Väter.
Und wenn jemand ein Forum befragen muss, ob Kinder oder nicht, ja, der sollte besser nochmal nachdenken....
 
  • #8
Kinder haben keinen "Abstell-Knopf" - Entweder voll und ganz - oder gar nicht.

Mit Kindergebrüll muß man immer rechnen. Und sei es mitten im Supermarkt, unter all den Leuten.
Trotzdem sich nicht aufregen - ist nicht peinlich - sich nicht vom Kind erpressen lassen.

Ich (m,52) habe gerne Kinder, und darin viele Erfahrungen.
Aber ich weiss auch um die möglichen Probleme, Nachteile, usw.
Man muß Kinder sehr lieben können, um all das mit ihnen zu erleben und mitmachen zu können.

Der Eine mag Kinder "unterm Strich" trotzdem als bereichernd, der Andere eher als Belastung empfinden ?
Aber bei Kindern gibts kein Umtauschrecht. Entweder voll und ganz - oder gar nicht,

Wenn man sich unsicher ist, ob eigene Kinder, dann könnte man sich mit Kindern von Leuten im Freundeskreis beschäftigen. Babysitter werden immer gesucht. (Eigene Haftpflichtversicherung ?)
Oder z.B. ein Mütter-/Familienzentrum aufsuchen. Viel Beschäftigung, Diskussionen, Vorträge, usw.

Unruhige Nächte mag es geben. Aber man muß sie nicht immer ertragen.
Kinder können da sehr unterschiedlich sein. Von "pflegeleicht" bis "Zappelphilipp"
Man kann mit der richtigen Erziehung viel erreichen, und muß nicht alles ertragen.
Mein Stiefsohn (jetzt 11) hat als Kind auch viel gebrüllt - aber ich habe es "überlebt" und liebe ihn immer.

Zu (eigenen) Kinder muß man sich aus vollem Herzen und Überzeugung entscheiden.
Denn die dann kommenden 20 Jahre hat man mit ihnen zu tun - jeden Tag.

Ich finde es gut, wenn die FS dazu kritisch ist. Sowohl wg. Kinder, als auch sich selbst gegenüber.
Um dann die für sie richtige Entscheidung zu treffen, und sie dann tragen zu können. Sei es für oder gegen Kinder.
 
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  • #9
Ich bereue es zutiefst, keine Kinder zu haben. Ich hatte einen wenig unterstützenden Ehemann, der keine Kinder wollte, weil er eine unglückliche Kindheit hatte. Dem habe ich mich gefügt und war die verlässliche beruflich engagierete Ehefrau, auf dass er nie Verantwortung tragen musste. Igrendwann wollte ich aber so einen ewigen Peter Pan nicht mehr und habe mich getrennt - zu alt, als das etwas anderes möglich gewesen wäre. Ich hatte immer Hunde, die für meinen emotionalen Haushalt so eine Art Kinderersatz waren.
Jetzt führe ich ein komfortables Singleleben bie hohem Einkommen, viel Konsum und Kommerz, aber ich vermisse einen Lebensinhalt, dass ich für jemanden wirklich von Bedeutung bin. Da ist schon viel innere Leere, die sich nicht füllen lässt und ich rutsche auch etwas in Depressionen ab. Und dann ist es egal, ob man wegen Depressionen oder schrfeienden Kindern nicht schlafen kann - die Kinder schlafen irgendwann mal druch. Depressionen sind hartnäckiger.
Ich sehe in meinem Umfeld viele junge Familien, die ganz toll mit ihren Kindern umgehen und wo die Kinder die Zuwenung und Innigkeit, die sie bekommen, genauso intensiv erwidern. Das ist schon schön anzusehen.

Ich mag meine Nichten und Neffen gern, hatte sie als Kinder oft bei mir und auch heute kommen sie immer wieder mal mit ihren Partnern über das Wochenende, wenn sie mal Weltstadtluft schnuppern wollen. Dann lebe ich richtig auf, bin einfach gern mit ihnen zusammen, unterstütze und berate sie in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase. Sie holen sich auch gern den Rat der erfahrfenen Tante. Aber das ist eben nicht die Nähe, wie bei einem eigenen Kind, mit der option, auch noch Enkelkinder haben zu können.

Obwohl ich selber sehr lärmenempflindlich bin (Mittelohrschaden) und Streit hasse, mochte ich meinen ADHS-Neffen gern. Ich konnte gut mit ihm umgehen, obwohl er oft laut und aggressiv war. Das legte sich, wenn die anderen nicht darauf eingingen. Er war als Kind schon ein ganz besonderer Mensch, was immer spürbar war. Ich denke, das ist die Magie, wenn man eigene Kinder hat, zu sehen, dass sie die Gemeinsamkeit beider Eltern sind.

Allerdings: wer Kinder nicht will, sollte sie nicht bekommen, denn frau hat ken Rückgaberecht, wie es schon oben gesagt wurde. Ich war ein von der Mutter unerwünschtes Kind und eas war schrecklich, so abgewiesen zu werden. Das hat die lebenslange Folge, sich selber für nicht liebenswert zu halten und daher auch nicht zu erwarten, von einem Partner wirklich geliebt werde, jenseits des nützlich seins. Das prägt alle Beziehungen und sowas sollte man einem Kind nicht antun. Beide müssen es wollen, um selbst im Trennungsfall in der Lage zu sein, mit den Kind einen guten Umgang zu pflegen und nicht nur wegen Unterhaltszahlungen rumzujaulen.
 
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  • #10
Ja, ich bereue es, Mutter geworden zu sein. Aber es war so vorgegeben und erwartet. Ich habe alle Erwartungen erfüllt, bin dann aber doch irgendwann ausgebrochen. Leider können Ehen geschieden, Reihenhäuser verkauft und Jobs gewechselt werden - doch Mutter bleibt man und die Verantwortung kann man nicht abgeben. Die Nachteile bleiben auch - und werden nicht, so politisch korrekt so gerne angeführt - von den Vorteilen überwogen. Doch es gibt keine Rückgabeoption. Daher stelle ich mir der Verantwortung, aber nicht weil ich will, sondern mal wieder, weil es von mir erwartet wird. w/43
 
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  • #11
Du kannst Dich entweder mit allen Vor- und Nachteilen dafür entscheiden und die Mutterschaft als Herausforderung und Bereicherung annehmen - oder Du lässt es bleiben, ebenfalls mit allen Konsequenzen.
Ein Kind bedeutet viel Stress, viel Arbeit und wenig Selbstverwirklichung - je nachdem, wie viel Unterstützung Du organisieren kannst ist es ein bisschen schwerer oder leichter.
Es bedeutet aber auch viel Glück zu sehen, wie das, was Du sähst, gedeiht.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du Dich der Aufgabe "Elternschaft" wirklich stellen willst, dann male Dir doch aus, wie Du als weise alte Dame auf Dein Leben zurückblickst - mal als Mutter, mal kinderlos. Was fühlt sich für Dich richtiger an?
Vielleicht ist es aber auch noch zu früh, um eine endgültige Entscheidung für oder gegen ein Kind zu fällen.
Ein paar Jahre später und reifer oder mit einem anderen Mann entwickelt sich manchmal eine ganz neue Sichtweise.

Alles Liebe Dir!
 
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  • #12
Vielen dank für Eure ehrlichen Antworten!

Nein, es ist nicht so, dass ich Kinder nicht mag! Ich passe regelmäßig auf die Kids einer Freundin auf und mag es auch mich mit Ihnen zu beschäftigen. Andererseits freut es mich auch, wenn ich sie wieder abgeben kann. Und das lässt mich natürlich zweifeln, weil ein eigenes Kind eben für immer dazu gehört. Sicherlich wächst man auch mit seinen Aufgaben. Bei den meisten ist es wahrscheinlich auch irgendwann so gewesen, dass sie (unbeabsichtigt) schwanger wurden und sich nach und nach mit der Mutterschaft anfreundeten. Ich habe halt Angst, dass die Mutter-Kind-Bindung bei mir versagt und ich dem kleinen Wesen einfach nicht gerecht werden kann. Außerdem erlebe ich im Freundeskreis, dass sich Väter kurz nach der Geburt auf nimmer wiedersehen verabschieden...Und alleinerziehend zu sein, dass wäre etwas, was ich nicht möchte, eben weil ich auch Zeit für mich selbst brauche, um Kraft zu tanken.
Natürlich habe ich auch Angst, dass ich es später bereuen würde, keine Kinder zu haben.
Wie bekommt man nur raus, was der richtige Weg ist für einen? Ich bin da ziemlich ratlos, weil es eben keine klare Stimme in mir gibt...

FS
 
  • #13
Liebe Fs,

ich stecke im selben Dilemma. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen schwanger zu sein und 25 Jahre dem Zwang zu unterliegen mich um ein Kind zu kümmern. Ich kann dem nichts Schönes abgewinnen, obwohl ich wie fast alle Menschen Kinder süß und putzig finde und echt nichts gegen die kleinen Rabauken habe. Muss ich deswegen selbst welche haben?

Andererseits geht es mir wie Dir: ich habe Angst mir irgendwann Vorwürfe zu machen, dass ich keine Kinder habe. Zumal die äußeren Faktoren alle wunderbar sind: liebevollen Mann mit Kinderwunsch (der aber bereit ist wegen mir zu verzichten), ausreichend Geld, schönes Haus mit großem Garten und genug Zeit.

Da ich Anfang 30 bin könnte man annehmen, dass ich mit meiner Entscheidung noch Zeit habe. Allerdings habe ich eine an sich harmlose Hormonstörung, die die Fertilität gewissemaßen limitiert/ limitieren könnte.
Also was tun? Ich habe mir vorgenommen, so lange ich keinen spürbar deutlichen und lauten Kinderwunsch entwickle, lass ich es bleiben. Ich lasse mir keine Vorschriften machen... weder durch meine Erkrankung, meine Schwiegereltern, meinen Mann noch durch den Gedanken ich könnte es "irgendwann" bereuen. Wir bereuen doch alle am Ende des Lebens Dinge...

Respekt übrigens an #9, die sich traut es auszusprechen, dass es manche Mütter bereuen.
 
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  • #14
Meine größte Angst ist aber andererseits, dass ich dann so genervt bin (habe im Bezug auf Kinder/Lautstärke eine enorm niedrige Stresstoleranz, dass ich es bereue und das Kind am liebsten weg geben würde, nur damit ich meine Ruhe habe. Wenn ich dann noch von durch gebrüllten Nächten höre, wird mir ganz Angst und bang...Ich bin ein Mensch, der sehr viel Zeit für sich braucht und ich weiß einfach nicht, wie sich das mit Kindern vereinbaren lassen soll.
Also erstens mal: Es zwingt Dich doch keiner, Kinder in die Welt zu setzen.
Zweitens: hast du denn den geeigneten Partner dafür? Das ist schließlich eine wichtige Voraussetzung, dass man einen liebevollen Partner hat, der mit anpackt und einen unterstützt. Mit jedem kann man sich schließlich keine Kinder vorstellen.
Dann: Ja, es gibt Momente, da würde man die Kinder gerne wieder zurückstecken in die Babyklappe, im schalldichten Raum isoliert lassen oder sofort zur Adoption freigeben.
Das sind aber nur Minuten - und die sind menschlich! Schließlich kann man seinen eigenen Partner zeitweise auch gedanklich an die Wand klatschen oder ihm den Hals rumdrehen.
Wirklich ernst gemeint ist das natürlich nicht, aber keine Mutter kennt diese Minuten nicht, in denen alles zu viel, zu laut und zu kräftezehrend wird.
Aber du veränderst Dich, wenn Du Kinder hast. Da wird eine Liebe frei, die man vorher nicht kannte. Mutterliebe ist stärker als alles andere.
Mich nerven fremde Kinder auch, ich kann Wutgeplärr eines 3jährigen nicht ertragen. Aber man gewöhnt sich daran und bei seinen eigenen Kindern weiß man ja auch, wieso sie gerade so schlecht gelaunt sind. Und im Gegensatz zu nervigen fremden Kindern hat man bei seinen eigenen ja auch unendlich viele liebevolle Momente, schmusig-kuschelige Momente, süße, bezaubernde und lustige Momente.Kinder stecken einen schon morgens um 7 mit ihrer Fröhlichkeit so an, dass du ihnen nicht böse sein kannst, obwohl es Sonntagmorgen ist und du ausschlafen wolltest.
Ich habe Momente, in denen ich gerne freier wäre. Aber der Gedanke, keine Kinder zu haben wäre für mich schrecklich. Ich bin getrennt von meinem Mann und froh, dass ich mit 40 jetzt nicht noch schnell einen Befruchter finden muss, weil ich doch noch ein Kind will.
Meine 2 würde ich für kein Geld der Welt hergeben.
Abgesehen davon werden Kinder ja auch fremdbetreut in der krippe, im Kindergarten, in der Schule, Hort, Papa und Omas tun auch ihre Dienste, es gibt Babysitter. Also es ist nun nicht so, dass man kein eigenes Leben mehr hat.
Aber es kommt wie gesagt auch ganz stark auf den jeweiligen Partner an.

Ich denke, Du bist noch nicht so weit. Setz Dich nicht so unter Druck. Aber Kinder haben ist toll - und man kann durchaus auch noch Frau sein.

w,40
 
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  • #15
Ja, ich bereue es, Mutter geworden zu sein. Doch es gibt keine Rückgabeoption. Daher stelle ich mir der Verantwortung, aber nicht weil ich will, sondern mal wieder, weil es von mir erwartet wird. w/43
Würdest Du wirklich lieber kein Kind haben? Würdest Du wirklich lieber keine Mutter sein? Dein Kind weggeben?
Ich meine, wenn du überfordert bist, hast du dir dann schon mal überlegt, das Kind dem Vater zu geben?
Ich verstehe ja, dass man alleinerziehend irgendwann das Gefühl hat: Jetzt bin ICH mal wieder dran!
Aber deswegen würde ich niemals sagen, dass ich es bereut habe, Kinder zu bekommen.
Sie lieben mich bedingungslos und sind ein großes Glück.
Ohne sie wäre ich totunglücklich, auch wenn ich es durchaus einige Tage ohne sie aushalte ;-)
 
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  • #16
ich habe mehrere Freundinnen, die es zwar nicht direkt bereut haben ein Kind zu haben, aber es sicher nicht getan hätten, wenn sie gewusst hätten wie schwierig es später wird. Zum Problemfall werden meistens die Mädchen, sobald sie in die Pubertät eintreten. "Lärm", oder nicht schlafen oder die ersten Jahre die hier immer wiedergekäut werden sind überhaupt nicht der Grund keine Kinde mehr zu wollen oder zu bereuen. Weder machen Kinder besonderen Lärm, noch rechnet jemand damit das sie nachts in der ersten Zeit nicht aufwachen. Bereut wird das schlechte Gewissen als Alleinerziehende, sich die Schuld an den Problemen zu geben. Sicher, es kann auch klappen. Aber selbst meine verheirateten Nachbarn quälen sich jetzt schon seit 3 Jahren mit ihrer Tochter rum. Das liegt nicht unbedingt nur an den Eltern. Die Medien und die Gesellschaft und immer stärkerer Konsumdruck und Schlankheitswahn, Karierredruck von klein an um mitzuhalten, Erziehen zur Unselbstständigkeit in jede rHinsicht, machen es einfach schwer.
 
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  • #17
Diese Frage ist sehr interessant, jedoch sind die Menschen bei bestimmten Fragen einfach nicht ehrlich! Ich würde keine Kinder mehr haben wollen und Punkt. Dieser unnötiger Stress und dieser Verzicht wiegt es nicht auf! w/30 2 Kinder.
 
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  • #20
Liebe FS
Ich kann Deine Gedanken sehr gut nach voll ziehen. Ich habe mich vor einigen Jahren in der gleichen Situation befunden...Um mich herum wurde geheiratet, Kinder wurden geboren, die Freude war riesig und ich hatte das Gefühl, das wäre jetzt auch für mich der nächste Schritt. Interessanterweise habe ich mich schon als Kind in der Zukunft nie als Mama gesehen, Babys entlocken mir keine glucksenden Freudentöne, und mit Kindern kann ich erst etwas anfangen, wenn sie mit mir einigermassen vernünftig reden können. Heute bin ich einfach nur froh, dass ich keine eigenen Kinder habe, weil ich schlichtweg die Nerven dazu nicht hätte. Oder anders gesagt: Es gibt genügend Mütter, die ihre Kinder aus lauter Überforderung nur noch anschreien oder sie, kaum sind sie auf der Welt, zum Babyschwimmen schleppen, ein Astrogramm erstellen lassen und vorsichtshalber die ersten Bachblütenmischungen kaufen (was ich übrigens nicht schlecht finde :), aber man darf in der heutigen Zeit ja nichts falsch machen oder sogar vergessen!
Lass Dir bloss nicht einreden, dass nur Mütter richtige Frauen seien, denn das ist, mit Verlaub, der allergrösste Schwachsinn!
 
  • #21
Was bei uns im Laufe dieser Jahre alles passiert ist, könnte Bücher füllen - ohne jede Übertreibung. Ich bin wirklich eine starke Frau, aber ich war schon so am Ende, dass ich kaum glauben kann, wie ich wieder herausgefunden habe.

Aber sie sind großartig, wirklich schwierig, aber jetzt schon richtige Persönlichkeiten - ein Freund: "Kaum zu glauben, wie sich der kleine Kerl entwickelt hat" - und es ist Liebe zwischen uns, mit Krawall und Blitz und Donner und mit Liebes-Post-its und vom selbstverdienten Geld gekauften Pralinen, ohne jeden Anlass.

Hätte ich mit das so vorgestellt? Nein, keineswegs, wenn ich es geahnt hätte, was auf mich zukommt, hätte ich möglicherweise gekniffen. Aber jetzt? Ich bin so stolz auf sie, dass es mit Worten nicht zu sagen ist und wenn ich daran denke, dass mein Sohn schon hätte dabei bleiben können oder daran, was einem seiner besten Freunde passiert ist, überfällt mich die nackte Panik.

Kinder sind elementar. Ich brauche meine.
 
  • #23
Dann würde ich mir an Deiner Stelle noch fünf Jahre Zeit geben, um zu einer Entscheidung zu kommen.
Ein Kind zu haben prägt zwar das ganze Leben, allerdings ist die Zeitspanne, in der man wirklich viel Kraft und Sorge investiert, doch überschaubar, die Kinder werden schnell groß, brauchen die Eltern immer weniger.
Reize doch jetzt aus, was Dir an Selbstverwirklichung vorschwebt. Vermutlich spürst Du in fünf Jahren von selbst, wie Du Dich privat weiterentwickeln möchtest, ob Du es als größeren Verlust empfinden würdest, niemals ein Kind zu haben, oder Dich für die nächsten fünf Jahre intensiv und dann stark abflachend auf ein Kind mit all seinen Bedürfnissen einlassen zu "müssen"/ zu dürfen.
Positiv formuliert: Was wäre für Dich das größere Abenteuer, die intensivere Bereicherung?
Für mich waren und sind meine Kinder das größte Geschenk meines Lebens, obwohl sie mich zwischendurch, v.a. der Erste, an meine Grenzen und darüber hinaus brachten, denn Kinder können, wenn sie wollen, den Finger schon intuitiv genau dorthin legen, wo man seine Schwachpunkte hat. Vermutlich ist das Teil der nötigen menschlichen Entwicklung- für die Eltern!!
Allerdings können sie Dich auch unglaublich lieben, obwohl sie Dich durch und durch kennen. Was wiegt schwerer für Dich?
Was möchte denn Dein Partner?
 
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  • #24
Erziehe deine Kinder einfach schon früh selbstständig. Lass sie Verantwortung übernehmen (selbstständig kochen, Zimmer aufaufräumen, putzen, jeder muss anpassen), lass sie Gefahren selbstständig einschätzen, fördere Mut, Vertrauen, lass sie Herausforderungen nachgehen, eigene Wege gehen, so dass du sie bald in ein eigenständiges Leben entlassen kannst, spätestens mit 18 sollten die Kinder weg von Mama und Papa, nicht erst mit 30 oder 40, wie das heute oft so üblich ist in den überfürsorglichen Familien, die meinen, es ist gut, ihre Kinder zu überhüteteten Sonderlingen zu erziehen.

Viele Kinder wollen meisten schon mit 12 weg von der nervigen Mama und in der Regel beginnt das schon mit 3-4 Jahren, in denen die Kinder fernab der Mutter selbstständig in entgegengesetzte Richtung laufen wollen. Lasse deinen Kindern die Möglichkeit, dann hast du später auch viel mehr Zeit für dich.

Als Mutter soll und darf man sich niemals komplett aufopfern. Du bist doch keine Glucke.
 
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  • #25
Kinder zu haben ist sehr anstrengend aber schön. Man wächst und reift mit den Anforderungen.
Heute war ein beruflich sehr anstrengender Tag. Doch als ich nach Hause kam hatte mein Jüngster( er ist mal gerade 12 Jahre) seinen ersten Liebesbrief bekommen. Wir haben den Brief betrachtet, Rechtschreibfehler festgestellt und uns darüber gefreut.
 
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  • #26
Zwei meiner Freundinnen, Mütter von schon grossen Kindern, betonen immer wieder, dass ich froh sein kann, keine Kinder zu haben. Als Kind habe ich auch immer wieder von Tanten und der eigenen Mutter gehört, dass Kinder nervig und völlig überflüssig sind, dass sie einer Frau Jugend, Freiheit und Körper ruinieren.
W49
 
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  • #27
... Aber es war so vorgegeben und erwartet. Ich habe alle Erwartungen erfüllt... Leider können Ehen geschieden, Reihenhäuser verkauft und Jobs gewechselt werden ...Daher stelle ich mir der Verantwortung, aber nicht weil ich will, sondern mal wieder, weil es von mir erwartet wird.
So wie dir geht es wohl vielen! Eigentlich bereuen die Mütter nicht, dass sie Kinder bekommen haben, sondern das verachtende Verhalten der Gesellschaft. Deshalb muss würde ich mit einem Jain antworten:

Ja, wegen der häufigen Diskriminierungen und Demütigungen denen Mütter in Deutschland ausgesetzt sind. Es wird immer wieder gefordert doch bitte mehr Kinder zu zeugen, damit dem demographischen Wandel einhalt geboten wird. Wenn die Kleinen dann da sind, werden Mütter alleingelassen (Kita, Schule, Job, Karriere, Partner, Familie, Freunde, ...).

Nein, weil ich meine Kinder nicht missen möchte und mich persönlich durch sie weiterentwickelt habe.
 
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  • #28
Also vorab ganz wichtig, weil es natürlich meine Mentalität geprägt hat: Ich bin eine "Ausländerin" und 2 fache akademische Mama(31) verheiratet mit einem deutschen Mann.

Ob ich es bereue Kinder zu haben:

sie sind noch sehr klein und anstrengend und manchmal ja, sehr sogar aber nur was den Zeitpunkt betrifft, nicht das Kinderkriegen an sich aber gleichzeitig weiss ich, dass ich immer Mutter sein wollte. Es gehört für mich zum Leben dazu und zu meiner Weiblichkeit. Klar würde ich gerne noch reisen und unabhängig sein oder mehr Paarzeit haben...aber mit etwas mehr Geld, könnten wir uns alles auch mit Kindern leisten :)

Ich habe aufgrund meiner Ursprungskultur das große Glück, dass Familie bei uns einen sehr hohen Stellenwert hat, wir Großeltern in der Nähe haben, viel Familie und einen sehr engagierten Ehemann, der trotz gutem Verdienst 100% für uns da ist.

Aber gleichzeitig finde ich die deutsche Gesellschaft sehr kalt. Die Spielplätze sind einsam, man sieht mehr Hunde als Kinder, Kinder stören immer und sind, wenn sie lauter sind gleich ADHS gestört. Beziehungen scheitern hier schneller, Frauen und Männer sind viel egoistischer geworden UND Frauen haben den Zugang zu ihrer weiblichen Intuition verloren.

Der Staat sorgt nicht für ausgiebige Möglichkeiten und Unterstützung der Frauen: Kitas, Chancengleichheit im Job, mehr Gehalt.

Da kann ich die Bedenken der akademischen deutschen Frau sehr gut nachvollziehen und die Ängste, dass Kinder evtl. eine Last sein könnten. Nichts ist mehr stabil und Kinder brauchen nunmal viel Raum, Zeit, Geld, Geduld, Liebe und eine konstante Familie- das kann ich meinen Kindern Gott sei Dank noch geben und wenn ich mal erschöpft bin, sind die Großeltern im Hintergrund. Ich bin sehr dankbar für meine Lebensumstände und hoffe es bleibt so.

Ach und NEIN meine Figur ist nicht ruiniert. Klar habe ich ein paar Schwangerschaftsstreifen hier und da aber die Figur an sich ist noch top! Da kenne ich 20 Jährige nicht Mütter mit mehr Cellulite und Fettpolster- alles eine Frage der Disziplin und nicht eine Schwangerschaft an sich. Frau muss halt sehr auf sich achten.

Dir liebe FS rate ich: lass es erstmal. Lebe dein Leben und vielleicht wird der Wunsch unter anderen Umständen stärker aber noch bist du emotional nicht so weit und Kinder brauchen einen anderen emotionale und geistige Haltung!
 
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  • #29
Zwei meiner Freundinnen, Mütter von schon grossen Kindern, betonen immer wieder, dass ich froh sein kann, keine Kinder zu haben.
Höre ich auch öfter und ich bin auch froh, keine zu haben.
Warum Frauen sich so etwas antun, ist mir ein Rätsel. Wenn die Kinder klein sind, nerven sie (und mir soll keiner was erzählen von wegen dass ein Babylächeln das aufwiegt), wenn sie groß sind, gehen sie ihre eigenen Wege und stecken die Eltern ins Altersheim. Dann soll mir keiner erzählen, dass er froh ist, viel Zeit und Kraft für seine Kinder geopfert zu haben.
Dass sie einem ähnlich sehen, na schön. So narzisstisch bin ich nicht, um unbedingt ein Ebenbild in Windelhosen zu brauchen.
 
  • #30
Kinder sind anstrengend...und wie! Jeder, der das auch noch schön redet, kann seinen Namen wohl im Kreis tanzen!
Als Mutter in Deutschland, dem Land der selbstgerechten besserwisserischen und neidischen Umwelt, wo man das Leben nicht lebt, sondern erträgt, damit die lieben Mitmenschen sich nicht das Maul zerreißen, hat frau die Höchststrafe!
Aber das auf die Waagschale geworfen mit all den großen und kleinen Sachen, die einem Freude bringen als Eltern, wiegen mein Glücksgefühl, meine beiden zu haben nicht im geringsten auf!.
Es war wohl die Biologie, die mich zum Kinderkriegen bewogen hat, nicht nachgedacht habe ich, und das war gut so!
Wer darüber anfängt nachzudenken, sollte es lieber gleich lassen! Jede Mutter liebt ihr Kind, ob es nun im Weg ist oder nicht! Und man tut vor allem sich selbst nichts gutes, wenn einem der Nachwuchs auf den geist geht! Und das hat wiederum kein Kind verdient!
 
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