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  • #1

Beruf Wissenschaft und Liebesbeziehung - unvereinbar?

Ich, w30, habe zwei Uniabschlüsse und promoviere. Alle Männer, die ich bislang kennen gelernt habe, waren irgendwie in die Uni eingebunden; da ich mich immer schon zu älteren Männern hingezogen gefühlt habe, waren sie meist Assistenten, Vertretungsprofessoren etc. Das Problem: Diese Männer haben oftmals Partnerinnen aus dem Studium geheiratet, die keine eigenen beruflichen Ambitionen verfolgen und die vielen mit diesem Beruf verbundenen Umzüge, die Familienarbeit etc. auf sich nehmen. Oder aber sie sind noch frei, aber die Arbeit steht an erster Stelle, um wissenschaftlich voranzukommen. Stets muss die Partnerin praktisch sein, zurückstecken, darf keinen Stess machen mit Ansprüchen an gemeinsame Zeit etc. Nur habe ich mich noch nie in jemanden verliebt, der meinen akademischen Alltag nicht teilt, und möchte es eigentlich auch gar nicht... Hat jemand von euch es geschafft, mit einem solchen Mann glücklich zu werden? Und wie??
 
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  • #2
Beruf und Wissenschaft und Liebesbeziehung sind mit Sicherheit nicht unvereinbar.

Wenn ich deine Zeilen lesen, kommen mir ganz andere Bedenken.
Ich kann hier überhaupt keine Leidenschaft, kein Gefühl außer vielleicht für eine akademische Bildung, Uni, Uniabschlüsse usw. erkennen.
Bei einer Beziehung bzw. Partnerschaft geht es doch um Liebe und nicht irgendwelche Diplome und Zeugnisse.
Ich bin mir nicht sicher ob das nicht zuwenig für eine Partnerschaft ist.
 
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  • #3
Entschuldige, daß ich mal ganz ketzerisch frage: widersprichst Du Dir in Deinem letzten Absatz nicht selbst?

Du möchtest Dich gar nicht in einen Mann verlieben, der (D)einen akademischen Alltag nicht teilt und fragst, wie man doch mit so jemandem zusammenlebt?

Oder möchtest Du wissen, wie Du mit einem Mann zusammen leben kannst, DER "Teil der Uni" ist? Klare Aussage: ja, gehen tut das. Er bleibt Teil der Uni - Du eher nicht. Entspricht also 1:1 Deinem zweiten Absatz.

Abgesehen davon finde ich es bedauerlich, daß Du Deinen Partner innerhalb so scharf abgegrenzter Kriterien suchst. Ich habe Zweifel, daß das funktioniert - nicht zuletzt aus schon genannten Gründen.
 
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  • #4
Ich glaube das musst du leben, nicht analysieren. Die Frage ist nicht das glücklich werden, sondern das Finden des Mannes. Wenn du einen triffst bei dem es stimmt, arrangiert ihr das automatisch. Ich würde auch hier die Männer nicht in eine SChublade stecken. Die meisten mögen wohl die pflegeleichte Frau an ihrer Seite, aber nicht alle brauchen das.
 
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  • #5
Zuerst einmal meine Hoch-Achtung für zwei Uni-Abschlüsse und die bevorstehende Promotion. Sie sind mit Leidenschaft in der Wissenschaft tätig, doch diese Hingabe ist auch mit Leiden verbunden. Entweder lösen Sie Ihre Liebesnöte mit verheirateten Gleichgesinnten oder Sie ordnen sich jenen unter, die ihre eigene Karriere im Kopf haben und eine Partnerin nur für gewisse Stunden brauchen - Sex, Small Talk, praktisches Leben. Doch diese Perspektive streben Sie ja nicht an. Eckhard von Hirschhausen brachte das Ganze mit seinen Pyramiden lustig auf einen Nenner: Für Akademikerinnen bleiben nur Hartz-IV-Empfänger. Ich weiß sehr gut, worüber ich hier schreibe. Über Jahrzehnte hatte ich auch nur meinen Beruf im Kopf. Zum Glück hatte ich 24 Jahre einen liebevollen Partner an meiner Seite, der jeden Tag sein Verständnis aufbrachte. Wir ließen uns die lange Leine. Er frönte seinem Sport, war mein Begleiter bei öffentlichen Veranstaltungen und in seinen Händen lag der wöchentliche Einkauf, das Kartoffelschälen und Geschirrspülen. Er wusste, unter welchem zeitlichen Stress ich täglich stehe. Schließlich habe ich ihm versprochen, beruflich kürzer zu treten - ich hatte noch nicht gekündigt, da ist er plötzlich gestorben. Durch den Beruf ist vieles in meinem Leben zu kurz gekommen - es blieb einfach das Private auf der Strecke. Und um einen solchen "Prinzen der Harmonie" wieder zu finden, muss Frau viele Frösche küssen. Für jeden Mann gilt das Gleiche, seine Wege werden auch von zahlreichen Fröschinnen gesäumt. 7E1FB12A
 
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  • #6
Liebe FS-in,
Ich kenne das selbst von mir, ich liebe meinen Beruf und würde mir wünschen, dass mein Partner diese Leidenschaft teilt oder zumindest versteht.
Es ist eine schöne Vorstellung deinerseits: eventuell an gemeinsamen Projekten arbeiten, sich ergänzen und zu unterstützen.
Mach dich frei von der Vorstellung, was (d)ein Mann alles machen, verstehen, können und tun sollte. Liebe weiter deinen job, gehe auch mal "raus", halte dich nicht nur auf der Uni auf, bleib offen. Denn der "Richtige" versteht dich so oder so.
Und das Phänomen, dass erfolgreiche Männer eine Frau haben die weniger Ansprüche stellt, habe ich oft genug beobachtet. Das wären aber auch keine Männer, die zu mir passen, so ehrlich muss man schon zu sich selbst sein.
Entspanne dich ein wenig, sei nicht so verkrampft.
Zu #1: Ja natürlich es geht um Leidenschaft, und Gefühl, ABER auch um Verständnis. Seinen Job zu lieben ist doch toll, wie viele gehen denn täglich zur Arbeit und hassen den Tag? Ich finde es serwohl nachvollziehbar, sich einen Partner zu wünschen, der einem gleich gesinnt ist. Da geht es nicht um Diplome, aber wenn ich denke, ich erzähle meinem Freund von meinem Beruf und er findet das lächerlich oder nicht nachvollziehbar, dann entsteht da auf Dauer Frust.
Also: Nicht krampfhaft suchen, sonder gefunden werden. Frisur und make-up dem Typ entsprechend anpassen, dann fühlst du dich gleich schöner, strahlst was anderes aus, so ziehst du schon den "Richtigen" an.
Alles Liebe, w.29
 
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  • #7
Wissenschaft, Wissenschaft.......welche Art von Wissenschaft denn ?
Naturwissenschaftler, Geisteswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler ?
Jede Gruppe für sich ist schon putzig.
Ich als sog. Wirtschaftwissenschaftler haben fast ausschließlich mit Natruwissenschaftlern zu tun.
Interessanter Weise ist es bei den meisten Naturwissenschaftlern so, dass sie auch Naturwissenschaftler als Partner haben.
Ich will hier ja wirklich keinem Naturiwssenschaftler auf dem Schlips treten, aber gerade diese sind doch schon ein kleines Völkchen für sich ;-)
 
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  • #8
Ich verstehe überhaupt nicht, um was es Dir geht. Fragst Du Dich, ob Du die Frau sein kannst, die es aushalten kann, mit einem Mann zusammenzusein, dessen Beruf komplett das Privatleben bestimmt? Oder fragst Du Dich, wie es mit einem Mann wäre, der ganz anders ist wie Deine seitherigen Begegnungen - der dann aber vielleicht mit Dir ein Problem hat, weil Du eben akademisch voll unterwegs bist?
w/45
 
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  • #9
Häufig lernen sich spätere Lebenspartner am Arbeitsplatz kennen. Ich habe das über viele Jahre beobachten können. Alle haben sich wieder getrennt /scheiden lassen. Diese Firma ist allerdings so gross das in fast jedem Kaff irgendwo eine Kollegin / Kollege sich über dem Weg laufen können.
Deshalb habe ich den Grundsatz: Keine "Kollegin", keine Dienstbesprechung aus dem gleichen "Laden" nach Feierabend. Ich möchte was anderes hören. M
 
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  • #10
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass der Uniberuf unbedingt zu vielen Umzügen führen muss. Aber prinzipiell gibt es Berufe, die so fordernd sind, dass eine Partnerschaft nur mit einem "Heimchen" (ob nun männlich oder weiblich sei dahingestellt) funktioniert.
Wenn du das Gefühl hast, dass das an der Uni so ist, hast du dir deine Frage schon selbst beantwortet.
Was ich aber noch nicht verstehe ist, warum es unbedingt einer von dort sein muss...
 
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  • #11
Du gehst die Partnersuche NUR mit dem Kopf an - das ist so mein Eindruck. Dadurch stehst Du Dir selber im Weg. Vielleicht solltest Du auch ab und zu mal auf Dein Bauchgefühl hören und Dein Herz aktivieren. Für eine Partnerschaft sollten Bauch und Kopf im Einklang sein.

Und vielleicht muss es ja auch kein Akademiker aus dem Uni-Alltag sein? Oder gar von der "selben Uni"?
Es gibt doch auch promovierte Akademiker, die wieder zurück in die Wirtschaft gegangen ist?
Seinen Partner nur in der "eigenen Universität" zu finden ist doch arg eingeschränkt?

Es ist ermüdend, wenn man hier liest, dass Akademikerinnen entweder einen mega-high-Potential ODER aber gleich einen Hartz-4 Empfänger nehmen sollen, wie es Nr. 4 vorschlägt.
Ich sehe in meinem Umfeld auch beruflich erfolgreiche Akademikerinnen mit Partnern auf Augenhöhe - ABER die vielleicht nicht beide genau das selbe machen.
Wenn man zusammen sein will und zusammen gehört, gibt es doch immer einen Weg.

w/32
 
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  • #12
Also ein Beispiel für die Konstellation Akademikerin, die auch nach der Promotion noch an der Uni ist, plus Mann aus anderer Fachrichtung oder anderem Beruf, kenne ich aus meinem Bekanntenkreis nur eines (Geisteswissenschaftlerin und Naturwissenschaftler in der Industire). Beispiele für das Modell Akademikerin, die später aber unifern arbeitet, plus Mann (gleiches Fach oder anderer Fachbereich oder sogar Nichtakademiker), kenne ich etliche. Manche von diesen Beziehungen/Ehen halten, manche sind zerbrochen.

Ich bin mir bei Deiner Frage nicht so sicher, inwieweit Du für Dich da Klarheit hast. Wo möchtest Du nach der Promotion beruflich hin, weiter an der Uni bleiben oder nicht? Welche Rolle möchtest Du in einer Partnerschaft haben? Wie ist Deine Gewichtung wissenschaftliche Karriere zu Partnerschaft/Familie? Warum möchtest Du einen Mann, der den Unialltag mit Dir teilt, was versprichst Du Dir davon?
 
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  • #13
ich habe auch 2 uniabschlüsse und meine promotion fertig, ich mach da einfach keinen wind drumrum. mein freund hat gar keinen uniabschluss, ist aber geistig mehr als ebenbürtig und vor allem versteht er meinen wissensdurst, da einer seiner söhne ähnlich gestrickt ist und er sehr stolz darauf ist.

wenn du natürlich dauernd betonst, wie ach so wissenschaftlich, geistig anspruchvoll dein leben ist, sehe ich schwarz.

davon abgesehen fand ich nie etwas langweiliger als forschung an einer deutschen uni.

so what?

w44
 
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  • #14
Ich (m,29) promoviere auch momentan, unter meinen Kollegen haben die meisten ebenfalls eine Partnerin die sie von der Uni kennen allerdings habe ich nicht beobachten können das die Frau dabei immer beruflich zurückstecken müsste. Ich persönlich würde auch keine Frau wollen die immer zurücksteckt und nur möglichst praktisch ist sondern eine in jeder Hinsicht gleichberechtigte Partnerin. Mit diesem Schema das Frau sich immer einfach nur nach dem Mann richtet kann ich nicht viel anfangen.
Insofern würde ich sagen: ja es gibt mit Sicherheit auch passende Partner im akademischen Umfeld mit denen du glücklich werden kannst. Vll. solltest du es einfach mal mit gleichaltrigen Versuchen anstatt dich a älteren Männern zu orientieren, denn diese sind nun mal in ihrer Karriere schon wesentlich festgelegter als du und dementsprechend wäre es in einer Beziehung für dich einfacher beruflich zurück zustecken als für ihn und das in diesen Konstellationen dann eben meistens dann genau das passiert ist dann doch wirklich nicht weiter verwunderlich.
 
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  • #15
Du versuchst dein Privatleben wie du das mit deinem Berufsleben machst mit "dem Kopf" zu leben
...das geht aber niemals gut...und vor allem wirst du niemals glücklich werden, lerne deine emotionale Signale zu erkennen!!! Und mache doch da einmal deine Doktorarbeit: Thema: "emotionale Intelligenz" ! Mit dem "reinen Intellekt" kann man keine Partnerschaft führen!
 
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  • #16
Was meinst Du mit "ein solcher Mann" ? Das klingt ziemlich arrogant.
Als würdest Du jemanden, der nicht an der Uni arbeitet, für etwas minderwertig und minderbemittelt halten.
Dann würde ich es an Deiner Stelle auch lassen, mich zu so einem Normalo, der jeden Tag seinen Mann im richtigen Leben stehen muss, herabzulassen.
Viel Glück !
 
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  • #17
Liebe Unbekannte,

zunächst denke ich, dass Du eine sehr ungewöhnliche Person und ein sehr besonderer Mensch bist.

Leider hat nicht jeder Wissenschaftler (ob Mann oder Frau) das Glück eine Beziehung wie das Paar Curie zu führen.

Partnerschaft ist meiner Meinung nach in erster Linie eine Sache des Herzens.

Ein Partner für Dich sollte sicherlich einen Unialltag kennen, damit er nachvollziehen kann, wenn Du ihm etwas von Deinem Tag erzählst. Darüber hinaus sollte er auch über einen Intellekt verfügen, der ihm gestattet wenigstens in den Ansätzen zu verstehen, womit Du Dich augenblicklich akademisch rumschlägst. Aber er muss nicht ein Fachmann in Deinem akademischen Bereich sein, um ein liebevoller Partner für Dich sein zu können. Je weiter Du in Deinem Forschungszweig vorstößt, desto schwieriger wird das sowieso einen Gesprächspartner zu finden, an dem Du Dich fachlich messen kannst. Das muss der Liebespartner nicht unbedingt leisten. Es muss auch kein Hausmann sein. Wenn ihr beide anspruchsvolle Berufe habt, läßt sich ja eine gute Fee für die häuslichen Dinge einstellen.

Gut wäre ein Partner, der einerseits mit Dir auf Augenhöhe aber dennoch ganz anders ist als Du, denn das Leben bietet sooo viele Facetten.

Ich wünsche Dir von Herzen Glück
(alles andere machst Du eh' selbst ;-) )

(m / 46 / 7E29E8D1)
 
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