• #1

Beste Freundin nannte er mich, übertreibe ich, wenn ich mich betrogen fühle?

Ich war 8 Jahre lang mit einem Witwer (jetzt 64 J) in einer on-off-Beziehung.
Die Offs gingen immer von mir aus, weil er mir immer wieder Grund zum zweifeln an seiner Liebe zu mir gab.
Zuletzt hat er lieber Weihnachten mit der Familie seiner verheirateten Tochter und deren Familienfreunden feiern wollen und hat mich und meinen Sohn wg. Corona-Angst ausgeladen.
Zuerst waren wir mit geplant. Ich zeigte ihm auch, dass ich mich darauf freue.
Aber aus Rücksicht zu einem älteren Paar, die die Pateneltern der Tochter sind, und weil es damals noch keine Impfung gab, wurde ich zum Risikofaktor. Ich war verletzt. Und das war das letzte Mal, dass ich Schluss machte.
Danach haben wir beschlossen, Freunde zu sein.
10 Monate lang hat es auch geklappt. Er wusste, dass ich ihn noch platonisch liebe. Er zeigte mir gegenüber auch Respekt und Zuneigung.

Wir waren vor einem Monat am Strand picknicken. Die Frau im Nebenkorb und er haben geflirtet. Das hatte ich nicht bemerkt.
Nach dem Picknick setzte er mich zu hause ab. Danach fährt er, wie er mir nach ein Paar Tagen sagte "instinktiv" zu der Strandkorb-Schönheit und macht sie an.
Übernächsten Tag dateten sie nochmal...
Mich traf er auch jeden 2. Tag seit wir "beste Freunde" waren.
Er erzählt mir dann, dass er diese 18 Jahre jüngere Frau jetzt kennenlerne.
Er finde sie nett. Ich wusste von seinen Bemühungen, eine passende Partnerin zu finden. Sonst war ich nicht sauer, wenn er mir seine Damengeschichten erzählte. Weil er an jeder Frau was auszusetzen hatte.
Aber in diesem Fall war ich traurig und fühlte mich wie ausgetauscht gegen die Frau im Nebenkorb. Vielleicht, weil das in meiner Anwesenheit geschah oder weil das an unserem Piknicktag passierte.
Ich habe dann gesagt, dass ich auf seine Beste Freundschaft pfeiffe und wünschte ihn in die (Liebes-)Wüste. Über die Frau schimpfte ich auch heftig, weil ich sauer war. Es ist doch charakterschwach, einen Mann, der in Begleitung ist, anzuflirten oder?
Die Freundschaft ist kaputt, weil ich Vertrauensverlust habe.
Bin ich überempfindlich (wie er bei einem Streitgespräch behauptete).
Über eure Ansicht wäre ich dankbar.
 
  • #2
Du hast dir 10 Monate selbst was vorgemacht und dir eingeredet, ihn nur platonisch zu lieben. Dass das nicht stimmt, merkst du jetzt. Du willst doch mehr von ihm, bist eifersüchtig. Oder aber du willst, dass du mehr für ihn bist, aus Eitelkeit heraus. Dass er mit der anderen anbandelt, kränkt dich nun (entweder weil du noch mehr fühlst oder aber weil du dir aus Eitelkeit wünschst, dass er mehr für dich fühlt- was er nicht tut, wie er dir nun vor Augen führt).

Egal was der Grund ist: Hier, in deinen momentanen negativen Gefühlen hast du den Beweis, dass du mit ihm nicht befreundet sein kannst. Lass ihn los.

W37
 
  • #3
Ja. Du hast doch Schluss gemacht.

Danach haben wir beschlossen, Freunde zu sein.
Ich habe dann gesagt, dass ich auf seine Beste Freundschaft pfeiffe und wünschte ihn in die (Liebes-)Wüste. Über die Frau schimpfte ich auch heftig,
Freunde benehmen sich nicht so.

Ich wusste von seinen Bemühungen, eine passende Partnerin zu finden.
Na also. Oder hast du dir trotzdem Hoffnungen gemacht?

Es ist doch charakterschwach, einen Mann, der in Begleitung ist, anzuflirten oder?
Wer hat denn angefangen? Vermute mal er. Wenn ein Mann in weiblicher Begleitung mich anflirtet, gehe ich davon aus, dass die Frau seine Schwester oder eben gute Freundin ist. Ausserdem geht dich ihr Charakter gar nichts an.
 
  • #4
1. Du bist nicht überempfindlich!
2. Du bist total inkonsequent und offenbar sehr bedürftig. Eieiei, was lässt du denn da mit dir anstellen?
3. Du lässt dich behandeln wie der letzte Dreck und klebst dem Mann immer noch am Hintern, sorry für diese vulgäre Ausdrucksweise.
4. Schick den in die Wüste, eine solche Behandlung seinerseits ist für mich der einzige Grund, zu jemandem den Kontakt abzubrechen.
5. Du belügst dich selbst. Auf diese sogenannte beste Freundschaft hast du dich doch nur eingelassen, weil du Angst hattest, ihn sonst komplett zu verlieren. Dass das aber gar kein Verlust ist, hast du offenbar noch gar nicht wahrgenommen.
6. Du hast überhaupt nicht gelernt, für dich selbst zu sorgen. Emotional gesehen, meine ich. Was ein Jammer.
 
  • #5
Ich war 8 Jahre lang mit einem Witwer (jetzt 64 J) in einer on-off-Beziehung.
Die Offs gingen immer von mir aus, …
Klare Sachlage…
Zuletzt hat er lieber Weihnachten mit der Familie seiner verheirateten Tochter und deren Familienfreunden feiern wollen und hat mich und meinen Sohn wg. Corona-Angst ausgeladen.
Wenig Verständnis für Ängste anderer Menschen. Die Coronapolitik hat leider viele Freundschaften und ganze Familien zerstört.
Und das war das letzte Mal, dass ich Schluss machte.
Dauertheater mit ständigem Beziehungsende kann kein erwachsener Mensch brauchen.
Danach haben wir beschlossen, Freunde zu sein.
10 Monate lang hat es auch geklappt. Er wusste, dass ich ihn noch platonisch liebe. Er zeigte mir gegenüber auch Respekt und Zuneigung.
Er hätte besser den Kontakt abgebrochen, statt einer Frau etwas gutes zu tun, die jemanden braucht, der ihr hinterherläuft.
Die Freundschaft ist kaputt, weil ich Vertrauensverlust habe.
Liest sich eher wie Macht- und Kontrollverlust.
Bin ich überempfindlich (wie er bei einem Streitgespräch behauptete).
Nein, Du bist einfach nicht in der Lage, eine „normale“ Beziehung mit ihm zu führen (egal, an wem das liegt), kannst Dich aber auch nicht lösen. Das einzig gesunde von seiner Seite wäre ein vollständiger Kontaktabbruch. Wer kann schon eine Dramaqueen brauchen, die eigentlich dem Glück nur im Weg steht.

Suche Dir einen passenden Partner und gönne ihm sein Glück.
 
  • #6
Kommunity-Mitglieder,

vielen Dank für eure klaren Worte...
 
  • #7
In dieser Sache auf alle Fälle, ansonsten kann ich es nicht beurteilen.
Ihr seid einfach kein Liebespaar mehr, es wurde von Deiner Seite aus beendet. Zu zeigst Dich jetzt aber hochgradig eifersüchtig, willst immer noch "haben". Hoffe, Du hast ihn jetzt endgültig freigegeben. Er schien bisher für einen kompletten Kontaktabbruch aber ja auch zu schwach zu sein.
ErwinM, 52
 
  • #8
Ich war 8 Jahre lang mit einem Witwer (jetzt 64 J) in einer on-off-Beziehung.
Die Offs gingen immer von mir aus, weil er mir immer wieder Grund zum zweifeln an seiner Liebe zu mir gab.
Du hast immer an seiner Liebe & Gefühlen zu dir gezweifelt, und dir durch die Trennungen, Dir regelmäßig die Sicherheit wiedergeholt, dass er sich um Dich wieder bemüht und Dich zurück will; auch war die Spannung wieder da, ob es nach der wiederholten Off-Geschichte, wieder ein On gibt; aber auch, du machst nicht ehrlich Schluss, sondern immer nur soweit, dass er durch die Trennung etwas begreifen soll, eben Dich anders zu behandeln, nennt man Erziehungsmassnahme, à la als Appell an ihn, verhalte Dich wieder nett und aufmerksam und du wirst bei ihm bleiben. Und auch auch in der Vergangenheit gab es für ihn schon andere Frauen, nur er hat darüber, Dir den Appell gegeben, dass du aufpassen sollst, er hat kein Problem andere Frauen kennenzulernen und im damaligen Moment, wollte er es nicht richtig, nur Dich auf die Schnelle Eifersüchtig machen, vielleicht war auch wirklich nie die richtige darunter, so dass er wiederholt zusammen gefunden habt. Aber dieses Verhalten und Verbindung ist sehr brüchig, jedes Mal mit der ausgesprochenen Trennung und Rückzug mehr; irgendwann will jemand auch nicht mehr weitere 8 Jahre warten, damit es langfristig passt und er endlich zur Ruhe findet und wohl auch nicht mittendrin immer monatelang ein Single sein, wo er sich wieder die platonische Freundin bemüht, sie wieder zur Freundin zu gewinnen. Und irgendwann hast Du selbst dieses Spiel satt, wie du gerade merkst. Du liebst ihn, ihr fechtet gerade einen Machtkampf aus, Du zeigst Bereitschaft, er soll dich erobern, macht er nicht, er findet jetzt eine 46 Jährige scharf... und diesmal ist er aufrichtig an ihr interessiert, Du merkst jetzt, er wird diesmal nicht um dich kämpfen und zu dir nicht mehr zurück finden, Du hast echte Konkurrenz oder halt, er will euer Spiel nicht mehr und es zieht bei ihm nicht mehr, sich jetzt wieder darum zu bemühen, dass ihr wieder ein Paar werdet. Entweder du redest jetzt ehrlich und offen mit ihm, über deine und seine Gefühle, ob da noch Basis zwischen Euch wäre als Paar, obschon ihr nicht zueinander passt. Aber du warst dann ehrlich, für einen ehrlichen Abschluss und lass die Freundschaft beendet, du bist noch verliebt, verarbeitete deine Liebe und die Trennung vor 10 Monaten. Freundin spielen nur damit man in der Nähe der Person bleibt, die man liebt, kann nach hinten losgehen, wenn sich die Person ganz sichtbar jemanden anderen zuwendet, und Dir alle Felle & Hoffnungen davonschwimmen.
 
  • #9
Danke, Anderefrau,
du hast den echten Punkt getroffen.
Echt gut. Profimässig.
Ich habe es verstanden.
Mein Herz ist dabei, loszulassen. Wer liebt, lässt auch den geliebten Menschen gehen, wenn er gehen will. Das deshalb, weil ich selbst ihm nicht gut getan habe, nicht genug Geborgenheit geben konnte. Manchmal lernt man erst spät. Jetzt kümmere ich mich um mein eigenes Leben und versuche es nicht, ihn zurückzuerobern.
Ich mache viel Sport und lenke mich konstruktiv ab. :)
 
  • #10
Man will das haben, was man nicht haben kann.
Bist Du sicher, dass Du ihn willst? Oder ist es nur Eifersucht, dass es mit euch nicht geklappt hatte.

Ohne Grund gäbe es die on-offs nicht.
 
  • #11
Dieser Typ hat keinen Respekt vor dir und behandelt dich so wie du es zugelassen hast - du hast jetzt daraus gelernt und deine eigene Entscheidung getroffen, das ist sehr gut - bleibe dabei!

Man muss als Frau immer eine gewisse Stärke gegenüber Männern haben, auch im Dating - habe ich selbst schon erlebt.

Ich habe vor einigen Jahren mal einen jungen Mann gedatet, der auch bei einem unserer romantischen Dates auf einmal begann mit jemandem am Nebentisch zu flirten und mir sogar noch zu sagen, wie hübsch doch diese Person wäre.

Ich ging darauf nicht ein und wusste zu diesem Zeitpunkt, dass ich in diesen jungen Herrn nichts mehr investieren würde und so habe ich es dann auch durchgezogen.

Er lief mir dann Monate hinterher, wollte mich treffen, daten und schlug dann sogar eine reine Freundschaft vor - ich lehnte ab und habe seitdem meine Ruhe von ihm. Eine richtige Beziehung hat er in den ganzen Jahren bis heute nicht geführt.

Wichtig ist, dass man Männer 'aussortiert', bei denen ein toxisches Muster zu erkennen ist - lieber früher als zu spät... ich habe das gleich in der Anfangsphase des Datings gemacht und mir damit sehr viel Theater und Drama erspart.

Frauen, achtet auf die Zeichen der Männer, sie sprechen eine deutliche Sprache!
 
  • #12
Dieser Typ hat keinen Respekt vor dir und behandelt dich so wie du es zugelassen hast -
Sie hat keinen Respekt vor ihm. Sie hat die Offs in der Beziehung gemacht. Sie macht wie Du, die andere Frau schlecht. Eifersüchtig, besitzergreifend.
Klar, Dass Du es anders siehst, Du hast eine ähnliche Frage eingestellt.
Ihr solltet beide lernen, was platonische Freundschaft bedeutet und Eure Freunde respektieren.
Das sind nicht Eure Marionetten.
 
  • #13
Man will das haben, was man nicht haben kann.
Bist Du sicher, dass Du ihn willst? Oder ist es nur Eifersucht, dass es mit euch nicht geklappt hatte.

Ohne Grund gäbe es die on-offs nicht.

ja, ohne Grund gäbe es diese Trennungen nicht.
Ich habe mir immerwieder was vorgemacht.
Und er nannte mich, obwohl wir getrennt waren, immernoch "Schatzi", "...Mein Schatz" und machte mit mir Urlaubspläne.
Unsere eingerahmten Fotos hängten immer noch bei ihm...
Er wollte mich einfach nur warm halten als eine Frau für alle Fälle.

Ich habe Fotos von seiner Frau gesehen zu ihren Lebzeiten.
Sie sieht sehr traurig aus. Auf fast allen Bildern.
Nur auf den gestellten Studiobildern lächelt sie.

Er sagte, dass auch sie immer an seiner Liebe zweifelte.

Es war alles in allem ziemlich komplizierte Zeit.
Letztendlich muss ich der Frau im Nebenkorb dankbar sein, dass sie den selbstverliebten Opa abgelenkt hat.

;-)
 
  • #14
Der große Fehler, den wir Frauen oft machen, ist, daß wir uns, wenn wir "abgelegt" werden, auf eine sog. Freundschaft einlassen. Die wird von Männern vorgeschlagen, die eine Beziehung für die Frau schmerzfrei beenden wollen. In Wirklichkeit wollen sie Abbruch, weil sie schon eine andere haben, aber wir Frauen klammern uns an seine erhoffte Restliebe, weil wir selbst noch emotional tief drin stecken. Eine solche "Freundschaft" bringt der Frau nur neuen Schmerz, weil sie so nicht abschließen kann. Selbst so erlebt. Allerdings spielte ich die Heldin und wies den Freundschaftsantrag gekränkt von mir. Das Ergebnis war das gleiche. Ich verfolgte seinen "Liebeswerdegang" und litt immer ein bißchen, wenn er Mal wieder heiratete (Frauen verstorben). Wir hatten gemeinsame Bekannte. Von seiner Seite aus geschah das Gleiche. Es gelang mir aber, mich abzunabeln, weil ich in einer guten neuen Beziehung war.
 
  • #16
Warum? Die Beziehung hat sie mehrfach beendet, zuletzt wegen Kinderkram, wo sollte da noch Respekt sein?
Ich habe vor einigen Jahren mal einen jungen Mann gedatet, der auch bei einem unserer romantischen Dates auf einmal begann mit jemandem am Nebentisch zu flirten und mir sogar noch zu sagen, wie hübsch doch diese Person wäre.
Hier geht es nicht um ein romantisches Dinner, auch nicht um offenes Geflirte in Anwesenheit der FS, denn die FS hat es ja nicht mal bemerkt. Die FS möchte hier Macht über das Beziehungsverhalten des FS haben. Als platonische Freundin ist das unangemessen und eine Beziehung will sie ja nicht.
Frauen, achtet auf die Zeichen der Männer, sie sprechen eine deutliche Sprache!
Frauen auch. Menschen, die Beziehungen dauernd wegen relativ nichtigen Anlässen beenden, sind nicht beziehungsfähig. Informationen zum Mann fehlen hier.
 
  • #17
@Toscamore: ich fühlte mich nicht abgelegt, weil ich die Schlußmachende war und er derjenige, der Freundschaft bewahren wollte, weil wir angeblich GEWINN füreinander waren und uns 100% vertrauten. Komischerweise hätte es mir nichts ausgemacht, wenn er mir die Story vom Strandkorb-Flirt nicht brühwarm erzählt hätte.
Ich hatte mich mit der trockenen platonischen Freundschaft abgefunden.
Betrogen fühlte ich mich deshalb, weil das in meiner Anwesenheit passierte.
Vielleicht habe ich tatsächlich den Kontrollverlust als Vertrauensverlust, als Betrug empfunden. Ich fühlte mich entwertet. Ich habe wohl kein gutes Selbstbewusstsein. Ich arbeite dran.
 
  • #18
@Waldfee51, du machst dir etwas vor. Du hast ja deswegen öfter mit ihm Schluß gemacht, weil er nicht genug zu dir stand. Er hat dich nicht geliebt, aber du hast nach jeder "Schlußmachung" gehofft, daß er sich besinnt und ihr doch noch eine schöne harmonische Beziehung haben könntet. Er wollte dich nicht wirklich und ist auf eine Freundschaftsgeschichte eingegangen. Du hattest (hast) aber doch noch mehr als platonische Gefühle für ihn, sonst würde dich die Angelegenheit nicht so treffen. Ich habe drei echte gute platonische Freunde und freue mich mit ihnen über ihre glücklichen Frauengeschichten.
 
  • #19
Ich glaube, dass du dich enttäuscht, weil zweierlei passiert ist, du hast dich getrennt, es war viel vorgefallen und die für dich missverständliche Weihnachtsfeier, welche für Dich wegen Corona ins Wasser gefallen ist, brachte nur das Fass zum Überlaufen. Davor hast du aber schon vieles was er sagte und tat auf dich persönlich bezogen, also deinen Wert, von seiner Meinung abhängig gemacht und vor allem sein Verhalten nach den 8 J am Ende persönlich von ihm auf Dich bezogen. Dann bist du auf die Freundschaft eingegangen, wo er dir sagte, wie wertvoll ihm eure Freundschaft ist und du seine Beste Freundin. Ich meine, du macht dich und deinen Wert von seiner Meinung abhängig und nun wo er jemanden, neues in sein Leben zieht, fühlst Du Dich erst von der Partnerin zur Freundin degradiert und nun da er Zeit mit ihr verbringt, als Freundin aufs Abstellgleis geschoben. Kann es sein, dass er seit 8 J mehr dein Lebensinhalt war und ist, seine Meinung über dich und was gemacht wird, über deinen Wünschen stand? Hast Du deine Kontakte, bis auf deinen Sohn, wegen ihm vernachlässigt? Hast du bei ihm, um ihm zu gefallen viel zurückgesteckt und Rücksicht auf seine Belange genommen? Sonst kommt man sich nicht ausrangiert und „weggeworfen“ vor, sondern nur wenn der Lebensinhalt wegfällt, weil dieser plötzlich nicht mehr da ist. Dazu ist dein Stolz angekratzt, 8 J Beziehung und nun endgültig vorbei. Er kann wählen, Zeit mit Dir zu verbringen oder lieber mit der Neuen, sofern diese sich darauf einlässt. Da fühlen sich die Treffen jetzt mit ihm wie 2. Wahl an.
Das alles ist aber nicht so, wie du jetzt fühlst. Du musst dir selbst als „beste Freundin“ nicht seine Baggerversuche und Frauengeschichten/-kontakte anhören, lass dies auch erstmal. Ziehe dich zurück und lecke deine Wunden. Baue Dir ein eigenes stabiles Umfeld und Netzwerk guter Freunde auf und wenn Dich alles emotional nicht mehr so tief aufwühlt, weil es dich verletzt, dann gliedere ich als guten Ex-Freund in deine Riege von guten Bekannten ein. Eifersucht gibt es auch unter Freunden, wenn einer einem als Lebensinhalt sieht und sich übergeordnet an erster Stelle & Ansprechpartner, und nun diese Stelle „bedroht“ wird, durch eine neue potentielle Partnerin, und man fühlt man muss den 1. Platz endgültig räumen, der Ersatz ist schon da. Klar tut das erstmal weh und macht wütend, weil es einen verletzt, aber du weißt selbst; dass du den Platz irgendwann für eine neue Partnerin in seinem Leben frei räumen musst, und kannst dennoch eine gute und langjährige Freundin für ihn werden. Aber auch nur, wenn Du Dir ein eigenes Leben aufbaust, mit anderen Menschen und deinen Wert aus dir selbst heraus wiederfindest und nicht der Wert, den du dir gibst, weil er Dir dazu das Gefühl gibt; sondern schaue darauf was sind deine Stärken und was halten andere Menschen, Freunde, dein Sohn von Dir persönlich.
 
  • #20
Eifersucht gibt es auch unter Freunden, wenn einer einem als Lebensinhalt sieht und sich übergeordnet an erster Stelle & Ansprechpartner, und nun diese Stelle „bedroht“ wird, durch eine neue potentielle Partnerin, und man fühlt man muss den 1. Platz endgültig räumen, der Ersatz ist schon da.
Die FS hat den Platz ja mehrfach selbst geräumt. Jedes Mal auch verbunden mit Ablehnung und Verletzung bei ihm. Dazu war das Flirten am Strand ja offenbar nicht mal offensichtlich.

Letztlich ein Beleg für meine These, dass "beste Freunde", gerade direkt nach einer Beziehung, nicht funktioniert. Man lügt sich da etwas vor, damit das Ende nicht ganz so abrupt kommt.
 
  • #21
@Lebenslust: ja, ich habe nichts bemerkt...
Das war ja das, dass ich mir nichts daraus gemacht hätte, hätte er es nicht nötig gehabt, mir von seinem ERFOLG zu erzählen.
Er erzählte es mir sobald er dachte, dass er bei ihr gut ankommt.

Armer Mann, konnte er sein Glück nicht im Stillen geniessen?

Ja, BESTE Freunde. Das werden wir nicht mehr.
Ich habe ihn zu viel verletzt und er mich.
 
  • #22
@Andere Frau:
ich habe ein loyales, liebevolles Umfeld.
Zum Glück finde ich bei denen Geborgenheit.
Ich kann meinen Wert nicht aus mir selbst gewinnen.
Ich weiss zwar, dass ich ein wertvoller Mensch bin, der auch für andere das Gute will. Ich brauche immer eine Resonanz, ein Gegenüber, der mich auch mag. Daraus gewinne ich Selbstwert.
Ich bin nicht harmoniesüchtig, sondern ich mag es einfach und fühle mich wohl, wenn ich gemocht oder geliebt werde.
Wie alle Lebewesen wahrscheinlich.
 
  • #23
Das war ja das, dass ich mir nichts daraus gemacht hätte, hätte er es nicht nötig gehabt, mir von seinem ERFOLG zu erzählen.
Du schreibst von guter platonischer Freundschaft, in der man sich auch zu persönlichen Themen austauscht. Letztlich nicht mehr als das, weil Du die Beziehung immer wieder beendet hast. Misserfolge waren Dir recht. Mit Erfolgen hast Du ein Problem. Was ist das für eine Freundschaft? Warum dann
Armer Mann, konnte er sein Glück nicht im Stillen geniessen?
Sein Unglück ist in Ordnung, mit seinem Erfolg hast Du ein Problem .
Ja, BESTE Freunde. Das werden wir nicht mehr.
Ich habe ihn zu viel verletzt und er mich.
Im Kern: nach einer längeren Beziehung funktioniert eine echte Freundschaft nur, wenn sich beide lösen können. Sonst fährt man den Kontakt besser runter oder bricht ihn ab.

Sorry, ich kann mit Deiner Denkweise nichts anfangen. Für mich sind das übergriffige Machtspielchen. Sowohl in einer „Beziehung“, die man dauernd beendet und wieder aufnimmt als auch in einer Freundschaft, in der man nur zufrieden ist, wenn’s beim anderen schief läuft. Ganz ehrlich: solche „Freunde“ braucht niemand.

Jetzt probierst Du wieder das alte off-Muster. Beleidigt sein und warten, dass er wieder angekrochen kommt. Ihm ist nur zu wünschen, dass er sich jetzt von einer „besten Freundin“ lösen kann, die sicher nicht sein Bestes will.
Ich kann meinen Wert nicht aus mir selbst gewinnen.
Ich weiss zwar, dass ich ein wertvoller Mensch bin, der auch für andere das Gute will. Ich brauche immer eine Resonanz, ein Gegenüber, der mich auch mag. Daraus gewinne ich Selbstwert.
Da liegt wohl Dein grundlegendes Problem.
 
  • #24
ch habe vor einigen Jahren mal einen jungen Mann gedatet, der auch bei einem unserer romantischen Dates auf einmal begann mit jemandem am Nebentisch zu flirten und mir sogar noch zu sagen, wie hübsch doch diese Person wäre.
Das ist natürlich total daneben und ein Grund, einfach aufzustehen und zu gehen. Aber die FS hatte ja kein Date mit ihrem Ex. Sie waren als Freunde unterwegs.
 
  • #26
Moonlotus, Waldfee, ihr seid doch identisch.. Große Story, viel heiße Luft.
Im Kern ein Selbstwertproblem,

Deswegen erwartest, dass sich alles um Dich dreht, jede "Konkurrenz" weggebissen wird.
Wer solche Freundinnen hat, braucht keine Feinde.
Ich weiß nicht, woher diese wirren Gedanken bei dir kommen, aber ich kenne Waldfee nicht und habe auch kein Selbstwertproblem? Warum auch, ich kenne meinen Wert als Mensch und bin damit sehr glücklich und erfolgreich.
 
  • #27
Wer solche Freundinnen hat, braucht keine Feinde.
ich finde das jetzt etwas hart, weil das Gefühl, irgendwie, -wo und -wann durch irgendwen mich benachteiligt zu fühlen, kenne ich auch und es ist menschlich. Klar hat das Gefühl, benachteiligt oder auch mal übern Tisch gezogen zu werden, mit einem selbst zu tun, und klar ist man anfangs wütend und enttäuscht. Aus diesem Anfangsimpuls schreibt man schnell unüberlegt eine Frage und durch die Antworten und damit einsetzendem Nachdenken, relativiert es sich schnell. Die FSin fühlt sich als Verlierer auf dem Platz und ist traurig, verletzt, enttäuscht. Für mich verständlich. Er hat jetzt eine jüngere angehende Partnerin, von der er begeistert ist, so wie er es zuletzt von der FSin nicht mehr war (klar, auch er hatte dazu seine Gründe), doch auch zuletzt Paten zu bevorzugen, als die langjährige Partnerin, hätte man auch anders lösen können (Weihnachten+Heiligabend geht 3tägig), auch wenn zuvor nicht so viel anderes schon vorgefallen wäre, hätte man sicherlich miteinander eine einvernehmliche Lösung gefunden. Doch dies ist beidseitig begründet (er konnte ihr nicht Sicherheit, Verstehen & Zuverlässigkeit in der Beziehung geben, sie fühlte sich verletzt und stellte die Beziehung und seine Gefühle in Frage) und am Ende sah ihr Ex-Partner sie dann auch nicht mehr als Teil seiner Familie, zugehörig zu seinem innersten Familienkreis. Und nun hat er bald eine angehende neue Freundin und ist nach 10 Monaten längst über die FSin hinweg, wo sie im Vergleich, bisher noch niemanden als Partner auch keine glückliche Beziehung vorweisen kann; er ist jetzt glücklich verliebt und sie traurig, er behält Spaß, Unterhaltung und Freizeitaktivitäten und sie ist nun dafür allein.
...
 
  • #28
...
Das das Gönnen da gleich schwer fällt, verstehe ich vollkommen; weil auch ich habe schon öfters mit dem Schicksal und Fortuna gehadert und war betrübt; und konnte im ersten Moment für das Glück meiner Freunde auch nicht immer sofort ehrliche Freude aufbringen. Ich musste dann auch erstmal einige Schritte zurück gehen und mir sagen, dass Leben ist nicht gerecht bzw. meine Erwartung auf mein persönliches Glück in die Zukunft schieben. Ich mag @Waldfee51, sehe sie nicht wie @Moonlotus, weil @Waldfee51 bei sich und ihren Gefühlen bleibt, sie ihre persönliche Enttäuschung in Worte fasst und wie sein Verhalten auf sie wirkt. Sie hat auch nicht wie @Moonlotus eine angeblich glücklichmachende Beziehung, sondern plötzlich ist für sie ein Freund, Freizeitfreund und kleines stückweit Lebensinhalt weggebrochen. Diese kleine Lücke, die er hinterlassen hat, wird jetzt durch ihr eigenes liebevolles Umfeld aufgefangen und gestopft und dann wird @Waldfee51 auch wieder zufriedener, weil sie hat mit Abstand betrachtet, ihn nicht eben erst verloren, sondern schon viel länger davor und es war nur die Verlängerung dessen, um einen gemäßigten Abschluss „in Watte“ finden zu wollen.
 
  • #29
@Andere Frau: das stimmt. ich hatte nie wirklich Zugang in die innere Familie des Witwers. Von Anfang an kam es mir wie ein Betteln um Liebe vor.
Er hat noch nicht mal seinen Ehering abgelegt (aus Rücksicht um seine erwachsenen Kinder, damit sie nicht traurig werden)
Er gab mir seinen Haustürschlüssel erst nach 1,5 Jahren Beziehung, nachdem ich zum erstem Mal (deswegen) Schluss machte, weil er meinen Schlüssel bereits nach 3 Monaten bekam. Dazu muss ich sagen, dass ich ihn als Geschäftspartner vorher 5 Jahre lang als Menschen kannte..
Ich war "ausgeschlossen" im wahrsten Sinn des Wortes.
Seine bereits verheiratete Tochter (33J) ist seine "Chefin, Göttin, Königin". Alles, was sie sagt, wird erledigt. Seine größte Angst überhaupt ist, die Liebe seiner Tochter zu verlieren.
Er putzt sogar bei ihr das Haus ab und zu. Er hat auch Mitgefühl für seinen armen Schwiegersohn, den er auch sehr mag.
Ich war sowas wie sein Pflaster kurz nach dem Tod seiner Frau.
Das akzeptierte seine Tochter nie. Eine andere Frau an der Seite ihres Vaters.
In den ersten Monaten unseres Kennenlernens konnte ich sie so beruhigen und freundlich stimmen, indem ich ihr sagte, dass ihr Vater und ich nie wirklich zusammenziehen geschweige denn heiraten würden.
So glätteten sich die Wogen.
Der Witwer benahm sich pädantisch und von oben herab, sodass ich das Gefühl hatte, mit dem Mann kann man nicht glücklich sein. Immer, wenn wir getrennt waren, passierte etwas in seiner Familie (irgendwer von seinen Lieben wurde immer krank) und er kontaktierte unter Tränen mich.
Ich fühlte mich dann ihm sehr nahe, hatte Mitgefühl und Liebe für ihn und seine Familie.
Die Frau am Strandkorb soll behauptet haben, dass wir nicht zusammengepasst hätten.
Das tat mir erst sehr weh.
Aber genauer betrachtet hat sie ja recht.
Er ist sowohl im Wesen stur und körperlich mit 64 schon ächzend und stöhnend ungelenkig. Hat auch einen Hüftschaden. Das hatte mir auch nichts ausgemacht. Ich hatte ihn aus ganzem Herzen geliebt.
Jetzt gönne ich diesen sturen alten Mann dieser Strandschönheit.
Ich glaube es nicht, dass sie ihn wirklich behält. Weil da müsste sie erst an seiner Tochter vorbei...
Und an seinen anderen Zwängen.

Ich werde meinen Weg schon machen. Muss halt meine Wunden erst mal heilen lassen.
Dabei hilft mir Joggen und Sport (im Youtube gibt es viele Angebote). Nebenbei trinke ich viel ekligen Kamillentee und denke dabei an IHN.
Das hilft wirklich. Diese Assoziation. Wer Liebeskummer hat, kann das mal ausprobieren.
:cool:
 
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