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Gast

  • #1

Besuche im Bordell. Tolerieren oder nicht?

Ich habe im Internet einen Mann kennengelernt mit dem ich seit 6 Wochen täglich telefoniere.
Ein Treffen steht in Kürze an. Wir sind Beide Anfang 50.
Er ist seit einem Jahr Single, und heute am Telefon erzählte er mir, dass er ab und zu ins Bordell geht. Er findet das legitimer als Abends in der Kneipe irgendeine Frau abzuschleppen.
Ja, er findet in seiner momentanen Situation gar nichts dabei. Wäre er in einer Beziehung käme das für ihn nicht mehr in Frage.
Mich hat das irgendwie geschockt. Ich finde es auch nicht gut, sich einfach eine Frau zu kaufen.
Warum erzählt er mir das? Er meint, er wäre halt ehrlich.
Na klar gibt es viele Männer die ins Bordell gehen. Für mich stellt sich die Frage:
Komme ich damit klar? Oder hört er wirklich damit auf?

Wie empfindet ihr Frauen? Könntet ihr das tolerieren?
Wie denkt ein Mann darüber? Findet ihr das auch völlig legitim?
 
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Gast

  • #2
Nein, ich fände es für mich nicht akzeptabel, mit einem Mann zusammen zu sein, der regelmäßig käuflichen Sex konsumiert (hat). Allerdings war ich auch schon mit einem Mann kurz zusammen, von dem ich es erst später erfuhr, dass er wohl schon Sex mit Prostituierten hatte, vielleicht auch mehr als ein Mal. Ich kann im Grunde verstehen, wenn ein Mann das auch einmal in seinem Leben ausprobiert und finde es sogar interessant, wenn er mir von dieser Erfahrung berichtet.
Ich könnte auch nicht versichern, dass ich jede Beziehung abbrechen würde, wenn sich herausstellt, dass der Mann regelmäßig Bordelle besucht. Aber ich finde die Vorstellung trotzdem unangenehm. Es kommt wahrscheinlich sehr darauf an, wie ich den Mann sonst so finde usw.

Ich würde mir den Mann wahrscheinlich trotzdem mal bei einem Date "anschauen". Allerdings hätte ich bereits diesen "Minuspunkt" im Hinterkopf und er müsste mir wohl schon besonders gut gefallen, dass ich mich später trotzdem auf mehr einließe.
Im übrigen finde ich es wirklich ehrlich, dass er dir das erzählt hat! So wie es sich für mich anhört, steckt da auch nichts anderes dahinter, als dass er von Anfang an ehrlich zu dir sein wollte. Wahrscheinlich will er auch keine Frau, die damit ein totales Problem hätte. Das ist doch ok!

w47
 
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  • #3
Ob Du damit klar kommst kannst wohl nur Du entscheiden. Sei ehrlich zu Dir. Deine erste Reaktion "geschockt" erscheint mir richtungsweisend.

Ich (m, 40) kann und will Bordellbesuche nicht in mein Wertesystem integrieren.
 
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  • #4
Also, seinen genannter Grund rechtfertigt doch die Sache.
Ob mal nun 5 ONS hatte oder evtl 5x ins Bordell gegangen ist ... was ist denn dabei?
Solange er das nur macht, wenn er in keiner Beziehung ist, sollte das absolut in Ordnung gehen!
...außerdem finde ich es sehr ehrlich und als Plsupunkt zu werten, dass er dir das erzählt hat.

Ich würde es dazu aber auch davon abhängig machen, wie die Person ansonsten ist.
 
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  • #5
Ich könnte damit nicht klarkommen. Warum muss er denn unbedingt Sex haben, wenn er Single ist? Und ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob es ONS sind oder eine Prostituierte. Bei ONS hat die Frau wenigstens auch Spaß dabei. Aber bei Prostituierten weißt du nicht einmal, ob sie es überhaupt freiwillig gemacht haben oder ob dahinter ein Zuhälter oder eine Drogensucht steht. Außerdem ist auch das ganze Milieu schlimm und zeigt ein Frauenbild, das der eigene Partner nicht haben sollte. Es gibt auch genug Männer, die mit dem Sex warten können, bis sie wieder eine Frau gefunden haben.

w
 
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  • #6
Manche Männer sind einfach nur dumm und dreist, mehr ist dazu doch einfach nicht zu sagen. Soll er doch weiterhin ins Bordell gehen und die "Damen" beschlafen (Ansteckungsgefahr - sexuell übertragbare Krankheiten - ist enorm hoch!) - du musst ihn ja nicht nehmen, du suchst dir etwas Besseres als ihn, und das kann nicht so schwierig sein.
 
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  • #7
Ob einer ins Bordell geht oder beim Escortservice anruft, ist doch im Grunde dasselbe. Und gerade Letzteres ist ja sehr beliebt bei gehobenen, beruflich erfolgreichen Männern. Wenn man Single ist, finde ich dies in Ordnung, da ist man niemandem Rechenschaft schuldig.
Viel schlimmer finde ich die nach außen treusorgenden Familienväter, die auf heile Welt machen, in Wirklichkeit aber Stammkunden bei Escortdamen sind und sich regelmäßig auf ihren Geschäftsreisen mit einer dieser Damen vergnügen - während zu Hause die Frau mit den Kindern wartet.
 
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  • #8
ich bin eine langjährige Hure...
und kann Dir sagen, dass diese Frage nur Du selbst für Dich beantworten kannst.

möglich wäre, daher wäre wichtiger zu erfahren ob er nur als Single ins Bordell gegangen ist oder auch während einer Beziehung.

Wie empfindet ihr Frauen? Könntet ihr das tolerieren?
Ja, käuflicher Sex ist nichts weiter als käuflicher Sex, reine triebgesteuerte Sache ohne diesen ganzen Hickhack danach, davor und so weiter, was meistens bei Affären passiert.
Fremdsex kann unter anderem die eigene Partnerschaft beleben, wenn beide damit umgehen können und das Vertrauen und Liebe einfach nur auf einen gemeinsamen Nenner sind.
 
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  • #9
Wie denkt ein Mann darüber? Findet ihr das auch völlig legitim?
Natürlich finde ich es als Mann völlig legitim -- daß Du Dir solche Fragen stellst. Und ich fände es auch völlig legitim, wenn Du einen solchen Mann ablehnst. Wie willst Du denn jemals Sex mit ihm haben, wenn Du dabei die Stelle der Prostituierten einnimmst, nur ohne Geld. Ohne Geld? Und was ist mit dem schönen Abendessen, das er an diesem Abend bezahlt hat? Solche Gedanken würden sich Dir aufdrängen, und Du würdest Dich vor Dir selbst ekeln.

Laß es besser beim Telefonieren. Oder, noch besser, telefoniere mit einem Anständigen. Mit ihm war es und ist es reine Zeitverschwendung, weil keine Beziehung daraus werden kann.
 
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  • #10
Mit diesem Frauenbild, dieser Einstellung, würde ich (w) nicht klarkommen wollen!
Das wär mir nicht mal einen einzigen Gedanken wert.

Lass mal etwas in der Beziehung nicht klappen, Du nicht so beim Sex mitmachen, wie er will - was macht er dann? Er geht ins Bordell, da bekommt er ja ohne sich irgendwie anzustrengen, was er will. Welche Frau braucht so einen Mann?? So lange könnte ich nicht allein sein, um mich darauf einzulassen.

Da würden sich alle übrigen Fragen ganz einfach erledigt haben. Ich würde ihm weiter viel Spaß dort wünschen und mich verabschieden.
 
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  • #11
...nein - absolutes NoGo!!! Lieber alleine als mit so einem! Er konsumiert Sex/Frauen, ganz richtig... du bist womöglich dann nur eine, bei der es umsonst bekommt... Und die Tatsache, dass er es erzählt, heisst nur, dass er Akzeptanz dafür sucht und vermutlich auch in Zukunft nicht 100%ig darauf verzichten will (falls du mal länger nicht verfügbar sein solltest oder auch einfach zustäzlich zu dir, wer weiss).
w,41
 
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  • #12
Nein, könnte ich nicht tolerieren, ich würde mich noch nicht mal mit ihm treffen, wäre für mich absolut inakzeptabel. Nichts gegen Männer, die es mal ausprobiert haben, aber als festen Bestandteil des Lebens regelmäßig ins Bordell? Nein, auch nicht als Single. Du kannst ihm ja spaßeshalber mal erzählen, du hättest alle zwei Wochen unterschiedliche ONS gehabt, Kneipenbekanntschaften, auf Gegenseitigkeit berugend selbstverständlich. Könnte wetten, dass dann sein Wertesystem in Punkte liberaler Sexualität sich dann ein wenig zu deinen Ungunsten verschiebt. Eine Schlampe will sicherlich kein Mann.
Und zum Thema "Ehrlichkeit" - für mich steht Ehrlichkeit als Wert nicht über sexueller Integrität. Sprich: All die Ehrlichen, die offen zugeben, sich wild durch die Welt zu v...ln oder ihre Ehefrauen zu betrügen, sind für mich trotzdem unterste Schublade. Was nutzt mir die Ehrlichkeit über Promiskuität? Der Gang ins Bordell oder der Betrug wird dadurch nicht moralisch wertvoller.
Mir hat mal ein Mann ganz ehrlich erzählt, wie er und eine Fremde innerhalb von 5 Minuten aufeinander hergefallen sind. Damit war die Sache für mich beendet, ist nicht meine Welt.
w, 42
 
  • #13
@10
Du kannst ihm ja spaßeshalber mal erzählen, du hättest alle zwei Wochen unterschiedliche ONS gehabt, Kneipenbekanntschaften, auf Gegenseitigkeit berugend selbstverständlich.w, 42
Was willst Du denn damit erreichen? Das nützt der FS nur etwas, wenn sie damit leben könnte, um seine toleranzgrenzen ihr gegenüber zu testen.
Und zum Thema "Ehrlichkeit" - für mich steht Ehrlichkeit als Wert nicht über sexueller Integrität. w, 42
Das sehe ich auch so ... egal, ob Escort oder Prostituierte, dass lässt sich mit meinen Wertevorstellungen nicht vereinbaren und wer so tickt, ist charakterlich nicht das, was ich mir als Partner an meiner Seite vorstellen kann.
@FS Es ist letztendlich so, dass Du wissen musst, ob Du damit leben kannst. Frage dich: würde es mich stören, was er wohl so "getrieben" hat oder kann ich das ausblenden, ohne darüber nachzudenken? Ob er damit aufhört, steht auf einem ganz anderen Blatt.
M42
 
  • #14
Viele Männer müssen ab einem Alter und Aussehen für Sex bezahlen - um überhaupt noch welchen zu bekommen ?

Wenn der Mann das Bordell als vorübergehenden Ausweg betrachtet, weil er Single ist.
Aber in einer festen Beziehung darauf verzichten würde.
Wäre das m.E. eine Lösung, mit der die FS leben + akzeptieren kann ?
 
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  • #15
Ich m/55 war noch nie in einem Bordell und kann und will mir das nicht vorstellen, bei mir würde das nicht gehen! Ich lehne dies ab! Wäre ich Frau, so käme für mich ein solcher Mann niemals in Frage, denn er könnte dies zu jeder Zeit und immer wieder tun, wenn ich keine Lust auf Sex habe, allein dieser Gedanke würde mich zerfressen!
 
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  • #16
Ich (w40) finde, der Mann hat irgendwie recht. Es ist völlig egal, ob er einen ONS mit einer wildfremden Frau hat oder in ein Bordell geht. Ich fände es weit verwerflicher eine Frau verlogen anzubraten und auf Liebe und Hingerissenheit zu tun, am besten bei mehreren Frauen gleichzeitig und völlig ungeniert, wenn man im Grunde nur Sex will.
Er ist allerdings taktlos, weil er es so deutlich erzählt. Das hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun, denn Erzählungen über Sexabenteuer sind einfach nur geschmacklos. Auch hier gibt es Schlimmeres, z. B. Männer die sich über Erzählungen ihrer Sexabenteuer bei einer Frau interessant machen wollen.
Beides so gesehen bzw. selbst erlebt.

Ich glaube ihm sogar, dass er damit aufhört - jedenfalls vorrübergehend. Meist ist dies nur eine zeitlang interessant und wird erst dann wieder "drohend", wenn die Beziehung eingefahren ist.
Allerdings glaube ich, diese Unsicherheit hat jeder in einer Beziehung.
 
  • #17
@Bernd50
Wäre das m.E. eine Lösung, mit der die FS leben + akzeptieren kann ?
Dann müsste die FS um damit klar zu kommen genauso ticken, wie der Mann.
Und FS wenn Du das ganze mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtest ... Was ist das für ein Mensch? Mal abgesehen davon, dass er Dir das erzählt hat ...
Er bezahlt eine Frau dafür, dass sie für ihn die Beine breitmacht (Krankheiten und ob die Prostituierte das gern macht, oder nicht mal außen vor).
Da bleibt für mich nur, dass es sich um einen exzentrischen Menschen handelt, dem Triebsucht, Egoismus mehr Wert sind, als andere Menschen.
 
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  • #18
Ja, ehrlich ist er. Das ist auch das einzig Positive, was man dazu sagen kann.
Was für ein Idiot muss ein Mann sein, der sich Frauen kauft. Das geht schließlich nicht ohne die Einstellung, dass Sex nur EINEM Spaß machen muss und zwar ihm. Absolutes No-Go!
 
  • #19
Alle grundsätzlichen Zweifel unterstütze ich und will ich daher nicht mehr ausführen.

Einen anderen Aspekt noch: Es gibt sexuell übertragbare Krankheiten, vor denen kein Kondom schützt. Man kann davon ausgehen, dass Freier wie er, wahrscheinlich mit so ziemlich allen HPV-Arten, die die Virenküche so hergibt, durchseucht sind. Willst Du wirklich Feigwarzen, Veränderungen an der Zervix und andere unschöne Dinge, die damit einhergehen, riskieren??

Im Übrigen ist safer sex heutzutage nicht mehr so selbstverständlich, wie es mal war. Die Frauen sind häufig gezwungen sog. GFS (= girlfriendsex, d. h. mit Küssen etc... Sie geben dem Freier das Gefühl eine "Freundin" zu sein ) anzubieten und häufig gibts für geringe Aufpreise sog. AO (alles ohne- ja tatsächlich ALLES ohne Kondom!!).
Glaub mir, ich hab in meiner Arbeit einige solcher Prostituierten kennengelernt und brauche wahrlich keine Belehrungen darüber, wie "selbstbestimmt" dieser "Job" doch ist. Das sind Lügen von Menschen, die andere Menschen zu ihrer Triebabfuhr verdinglichen und das Leid nicht sehen wollen. Liebe FS, mich schüttelt es beim Gedanken mich mit so einem Mann zu treffen!

Ich hatte mal eine Beziehung mit einem "Ökosozialisten", der vegan lebte und alles an ihm war "PC" (= politisch korrekt). Bis er mir offenbarte einige Male im Puff gewesen zu sein, pfui, da war der Ofen ganz schnell aus!!!
 
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  • #20
Auch mir ist selbst als Mann die Vorstellung, ein Bordell zu besuchen um eine Frau (in der Regel so jung, daß ich ihr Vater sein könnte) zur Triebabfuhr zu "benutzen" absolut fremd, selbst wenn ich Single bin.

Sex mit jemandem zu haben der nichts dabei empfindet, der seinen Wiederwillen auf Grund des Altersunterschied überwinden muß und hofft daß es schnellstmöglich vorbei ist - da würde mir jegliche Lust ganz schnell vergehen.

Würde ich im umgekehrten Fall eine Frau kennenlernen, die mit von Besuchen bei Callboys erzählt, würde ich ganz schnell reissaus nehmen - unsere Wertschätzung von Intimität wäre nicht kompatibel und ich würde charakterliche Defizite in einer potentiellen Beziehung vermuten.

Jeder soll seine Sexualität leben wie er mag, doch diese Art der Lustbefriedigung ist nicht "Meine". Aber vielleicht bin ich auch nur altmodisch (m, 55).
 
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  • #21
Also toll fände ich das nicht, aber wenn der Mann wirklich sonst passabel ist, dann könnte ich damit leben.
Hähäm. Im "normalen" Leben gehen die Männer in Kneipen und labern unter anderem Vorwand Frauen an, um mit denen dasselbe zu machen. Klingt zwar weniger nach Bordell und mehr nach Beziehungsanbahnung, ist aber im Prinzip schlimmer und gleichzeitig bezahlen die noch nicht mal dafür als Entschädigung.
Und im Prinzip ist mir auch fast noch kein Mann untergekommen, der die Schiene nicht mal gefahren wäre (sofern er es hinbekommt - auch wenn er hinterher entschuldigend einbringt, er wäre "betrunken" gewesen) oder so ein Etablissement nicht zumindest in seiner "Jugend" mal ausprobiert hat.

Ich würde mir an deiner Stelle mal ein genaueres Bild machen wollen und dabei würde mich folgendes interessieren:
1. Wie lange er das schon tut und ob das in früheren Trennungsphasen schon genauso war (und was seine Frauen danach dazu gesagt haben).
2. Wie oft er das im Schnitt macht.
3. Was er da bestellt :) (rein der Neugierde wegen)
4. Ob da auch regelmäßig verhütet wird (und im selben Atemzug würde ich zur Sicherheit wohl auch gleich noch einen frischen AIDS-Test verlangen)
5. Weil ich so neugierig wäre - würde ich den wohl auch ausquetschen, wie es da so zugeht und was die da so alles anbieten und wo er da immer hingeht.

Wenn alles soweit noch für mich im Rahmen des "pasablen" ist, dann könnte ichs mit Humor direkt ertragen.

w/33
 
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  • #22
Nein, käme absolut nicht in Frage. Dem Bordellbesuch haftet ein gewisses Frauenbild an (käuflich, verfügbar, "Ware", bekommt keine andere etc.) und außerdem unterstützt jeder Mann, der ein Bordell besucht, den Frauenhandel und die Demütigung von Frauen. Denn nur die allerwenigsten Frauen werden diesen Job aus freien Stücken machen, manche einfach mangels Alternative, andere werden gezwungen.
Ich würde mich ekeln vor einem Bordellbesucher. Wie tief muss jemand sinken, dass er diesen Schritt geht?
w
 
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  • #23
Für mich ist ein gelegentlicher Bordellbesuch eines Single-Mannes in Ordnung, sofern er in sauber geführte Etablissements geht, wo gesundheitliche Kontrollen, Kondompflicht und absolute Freiwilligkeit bei der Berufsausübung gewährleistet sind. Wenn es so etwas für Frauen gäbe, wäre ich dort in meinen Singlephasen sicher auch ab und zu Gast - eine rein körperliche Entspannung ohne schlechte Gefühle oder schlechtes Gewissen!

In einer funktionierenden Beziehung darf ein solcher Besuch nicht nötig werden, dann stimmt offensichtlich etwas nicht. Falls es aber doch dazu kommen sollte, wäre dies für mich das kleinere Übel. In einem Bordell werden vermutlich weniger Krankheiten übertragen als beim ONS in meist betrunkenem Zustand, schlimmstenfalls ohne Kondom und mit ungewollter Schwangerschaft.

Provokant gefragt: was macht man mit Sehnsüchten/Wünschen, die ein Partner in einer ansonsten guten Beziehung nicht machen bzw. wenn man ihm diesen Wunsch aus Angst vor Ablehnung oder aus anderen Gründen nicht zumuten will, aber sich diesen irgendwann erfüllen möchte? Immer aus Liebe darauf verzichten?

w(35)
 
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  • #24
Für mich ist ein gelegentlicher Bordellbesuch eines Single-Mannes in Ordnung, sofern er in sauber geführte Etablissements geht, wo gesundheitliche Kontrollen, Kondompflicht und absolute Freiwilligkeit bei der Berufsausübung gewährleistet sind. In einem Bordell werden vermutlich weniger Krankheiten übertragen als beim ONS in meist betrunkenem Zustand, schlimmstenfalls ohne Kondom und mit ungewollter Schwangerschaft.
Genauso sehe ich es auch. Solange es sich nicht um Zwangsprostituierte handelt, sondern um Frauen, wie z.B. Escorts, die diese Tätigkeit absolut freiwillig ausüben, ist nichts dabei - bei einem Single-Mann, versteht sich.
 
  • #25
Dem Bordellbesuch haftet ein gewisses Frauenbild an (... verfügbar, Ware...)
Naja... und welches Frauenbild haben solche Männer, die alles Mögliche vorlügen, Zweitfrau oder -freundin anpeilen, sich im "besten" Fall zumindest nicht selbst hinterfragen, um ihrer generellen Bindungsunfähigkeit auf die Schlichte zu kommen, Therapien ablehnen, und von der Eigenverantwortlichkeit der Frauen reden, die sich -uninformiert- mit ihnen einlassen?

Zur Prostitution:
Es gibt Frauen, die sich freiwillig prostituieren, weil es viel Geld bringt.
Es gibt -andere- Männer, die sonst nie, schlicht nie, zu Sex oder körperlicher Zärtlichkeit kämen.
Mir sind diejenigen Männer, die Prostituierten-Dienste in Anspruch nehmen von Frauen, die zumindest soweit erkennbar nicht dazu gezwungen werden, ganz bestimmt nicht unsympathischer als solche, die mit Frauen nur spielen, aus reinem Zeitvertreib, eigener Lustoptimierung und weil´s das Ego so schön pusht, ohne es ansatzweise ehrlich zu meinen. Die oben für Freier genannten charakterlichen Defizite
Das sind Lügen von Menschen, die andere Menschen zu ihrer Triebabfuhr verdinglichen und das Leid nicht sehen wollen
sehe ich dort noch stärker.
Ganz klar: Ich bin gegen Prostituion. Aber mit einer staatlichen "Förderung" im Sinne von Kontrolle der Freiwilligkeit, Gesundheitskontrollen, attraktiveren Aussteigeprogrammen, Versuch eines wirksamen Schutzes vor Zuhälterei und nicht zuletzt gesellschaftlicher Akzeptanz der Frauen, die den Ausstieg schafften, würde ich mich wohler fühlen als mit purer Ablehnung einer so aussichtslos vorhandenen Institution.

Zur Frage, ob so jemand als Partner infrage käme: Im besten Fall erzeugte so ein Geständnis bei mir Mitleid, wenn es nämlich jemand aus der Gruppe wäre, der sonst gar nicht zum Zuge käme.
In den anderen Fällen würde ich mich nur noch schütteln.
 
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  • #26
Zur Frage, ob so jemand als Partner infrage käme: Im besten Fall erzeugte so ein Geständnis bei mir Mitleid, wenn es nämlich jemand aus der Gruppe wäre, der sonst gar nicht zum Zuge käme.
Frauen hätten es gerne, dass alle Männer, die zu Prostituierten gehen, Loser sind, die sonst keine abkriegen und beruflich keinen Erfolg haben. Dem ist nicht so, gerade beim Klientel von Edelcallgirls handelt es sich zu 99% um CEOs, Abteilungsleiter, Projektmanager usw.. Eben Männer, die viel unterwegs sind und sich abends im Hotel langweilen, ganz egal, ob zu Hause eine Frau wartet oder nicht.
Somit sind keineswegs alle Freier zu bemitleiden, im Gegenteil, aber dahinter steckt eben die Angst vieler Frauen, ihr eigener Mann könnte auch einmal zu solch einer Frau gehen.
 
  • #27
Was würden die männlichen Bordellbesucher denken, wenn ihre Partnerin analog das Gleiche täte ?
z.B. zu einem bezahlten Callboy ?
 
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  • #28
Frauen hätten es gerne, dass alle Männer, die zu Prostituierten gehen, Loser sind, die sonst keine abkriegen und beruflich keinen Erfolg haben. Dem ist nicht so, gerade beim Klientel von Edelcallgirls handelt es sich zu 99% um CEOs, Abteilungsleiter, Projektmanager usw.. Eben Männer, die viel unterwegs sind und sich abends im Hotel langweilen, ganz egal, ob zu Hause eine Frau wartet oder nicht.
Somit sind keineswegs alle Freier zu bemitleiden, im Gegenteil, aber dahinter steckt eben die Angst vieler Frauen, ihr eigener Mann könnte auch einmal zu solch einer Frau gehen.
Richtig, bloss gibt es zum Glück die geizigen CEOs etc. die von Ihren Frauen zu Hause kontrolliert werden anhand von Kontoauszügen. Sonst gäbe es noch mehr Kandidaten
 
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  • #30
Was würden die männlichen Bordellbesucher denken, wenn ihre Partnerin analog das Gleiche täte ?
z.B. zu einem bezahlten Callboy ?
Ja und? Was geht mich ihr Sexleben während ihrer Singlezeiten an? Wenn ich Angst vor Krankheiten habe, kann sie mir ein Dutzend ärztliche Atteste vorlegen, ansonsten lebe ich im jetzt!

Manchmal glaube ich, Beziehung bedeutet für einige vor allem Kontrolle über das Leben des jeweiligen Partners auszuüben, bis hinein in seine/ihre Vergangenheit. Nach dem Motto mein(e) Partner(in), habe ich irgendwie "gekauft" und gehört mir jetzt.

Den einzigen Vorwurf den man dem Bekannten der Fragestellerin machen kann, ist seine Blödheit, es ihr zu sagen. Vorher war er der nette Typ, mit dem es hätte etwas werden können, jetzt ist er psychisch fragwürdig.

m 45