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  • #1

Betrug/Ehebruch. Würdet Ihr als Betroffene/Betroffener darüber informiert werden wollen? (w/48)

Angeregt durch einen anderen Thread (Betrug/Ehebruch, den Betroffenen/die Betroffene informieren?), eine Frage an Euch: Wenn in Eurem Umfeld jemand weiß, dass Ihr betrogen werdet/Ehebruch begangen wird, würdet Ihr dann informiert werden wollen? Ich behaupte für mich selbst, ja, unter allen Umständen und egal von wem; ich kann dann ja immer noch entscheiden, ob ich gehe oder bleibe. Seit es Aids gibt finde ich es sogar unabdingbar, dass mir etwas so Lebenswichtiges gesagt wird. Was meint Ihr? (Wenn Ihr möchtet, bitte Angabe mit Geschlecht und Alter.)
 
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  • #2
Mein Ex hat mich lange Jahre betrogen, bevor ich dahinter gekommen bin. Ich gebe zu, die Anzeichen waren da, ich wollte sie auch nicht sehen.
Im Nachhinein wäre ich froh gewesen, mir hätte jemand mal auf die Sprünge geholfen. Mit 40 findet sich leichter eine neue Partnerschaft als mit 50.
Aber das Leben kann nur vorwärts gelebt werden und es gibt nicht Schlechtes, das nicht doch für irgendetwas gut ist.

w, 50
 
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  • #3
Ich würde es mir wünschen von meinem Partner zu hören. Sollte jedoch eine mir fremde Person so etwas sagen, würde ich sofort abwimmeln und sagen: "Sie sprechen über meinen Partner, wenn wir etwas zu klären haben, werden wir das tun, belästigen Sie mich nicht." Es gibt genügend bösartige Menschen, denen es Freude bereitet, schmutzige Wäsche zu waschen.
Sollten es meine engsten Freunde mitbekommen, wäre ich froh, wenn ich das wüsste.
Grundsätzlich kläre ich solche Sachen immer direkt mit meinem Partner, wo kämen wir denn sonst hin? Außerdem muss man ja dann schauen, warum es passiert ist etc und ob ich dann bleibe oder gehe, hängt von 1000 anderen Faktoren ab.
w.29
 
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  • #4
Ja, ich möchte in so einem Fall auch informiert werden. Denn wenn ich es selbst herausfinde und dann feststelle, dass meine Freunde und/oder meine Familie schon Bescheid wussten, wäre ich echt sauer. Dann wäre nicht nur meine Partnerschaft im "Eimer", sondern auch noch der Freundes-und Familienkreis (sofern es sich um enge Freunde und enge Familienangehörige handelt). Natürlich erwarte ich keine diesbezüglichen Informationen von einem Vetter dritten Grades, den ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. Aber von meinen Geschwistern würde ich eine solche Info auf jeden Fall erwarten.
In unserer weitläufigen Verwandtschaft gab es mal so einen Fall. Der Mann hatte eine Geliebte und ein uneheliches Kind. Bis auf seine Ehefrau und seine beiden ehelichen Söhne wussten alle davon.
 
  • #5
Ja, ich würde unbedingt informiert werden wollen und zwar so früh wie irgend möglich. Schon aus gesundheitlichen Überlegungen ggf. lebensnotwendig, aber auch aus moralischen Gründen unabdingbar.

Ein ganz klares JA.
 
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  • #6
...mir ist es so ergangen: Ich krieg einen Anruf eines ehemaligen Kollegen, ob ich denn noch mit meiner Frau zusammen sei!? Entsprechend sensibilisiert fällt dann plötzlich auch auf, dass niemals mehr ein Handy rumliegt - sonst immer! Klärende Gespräche waren danach nur noch Versuche Zeit zu gewinnen. Das war 1/2 Jahr vor dem endgülten Bruch. So klar und deutlich, wie man sich es vielleicht nicht wünscht. Dass etwas nicht mehr so ist wie immer merkt man mit einigermaßen Feingefühl aber schon viel früher - egal ob Mann oder Frau. Auch andere Personen im Bekanntenkreis haben es gewusst - viel eher als ich selbst, nur gesagt hat es keiner. Sicher ist es auch nicht einfach eine solche Botschaft zu überbringen. Ich würde deshalb auch niemanden vorschnell verurteilen, stell mir einfach vor ich komme selbst in die Situation eine solche Botschaft überbringen zu müssen - sauschwer. Ein großer Teil des ehemaligen gemeinsamen Freundeskreises bricht danach sowieso einfach mal weg...
 
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  • #7
m/40 würde es gern wissen wollen denn ich vertraue und der der es nicht sagt hilft beim Vertrauensbruch
 
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  • #8
JA! Ich hätte es wissen wollen!!!.... aber die Freunde, die davon wußten, hielten dicht. Keiner wollte sich die Finger verbrennen und hielt sich geflissentlich raus. Nach der Trennung ging die Plauderei los, wo man meinen Mann schon überall mit der neuen gesehen hatte (immer außerhalb unseres Wohnortes!). Es war unendlich peinlich!
Noch schöner war, dass ich und unsere Kinder als wirklich allerletzte erfuhren, dass er die Neue 1 Jahr nach unserer Scheidung heiratete, sie nun ebenfalls unseren Namen trug und mit ihren Kindern in unser Haus einzog.
Nicht mal da, hat einer der über 20 Jahre langen "Freunde", zu der auch meine damalige "beste Freundin" gehörte, die Courage besessen, uns vorzuwarnen. Ich glaube, im stillen Kämmerlein waren sie immer schon neidisch und freuten sich sogar, dass unsere, bis dato, "Bilderbuchfamilie" so unschön in die Brüche ging.

Es ist ein Spiel mit dem Feuer jemanden auf einen fremdgehenden Partner hinzuweisen, da man dumm dasteht, wenn die beiden sich wieder vertragen würden. Ich würde als Freundin, jedoch nie tatenlos zusehen, wenn eine Familie daran zu zerbrechen drohte!
 
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  • #9
zu #7

Tut mir leid, dass du das so erleben musstest. Ja, die besten Freundinnen, angeblich...., da zeigt sich oft der wahre Kern eines Menschen, wenn es darum geht, ehrlich zu sein.

Ich würde mich freuen, wenn jemand den Mut und den Respekt hätte, mir zu sagen, wenn mein Partner mich betrügen würde.

Ich würde auch im Gegenzug es jeden Menschen, wie auch immer wissen lassen und wenn es ein anonymer Brief wäre, dass es aussieht, dass ihr Mann/seine Frau ne Affäre oder wer weiß, was immer noch hat.
 
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