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Gast

  • #1

Bevor Kinder kommen sollen...

Hallo Zusammen,

ich hoffe ihr habt ein wenig Zeit für mich und könnt mir weiterhelfen.
Mein Mann und ich sind seit 4 Jahren verheiratet und denken auch an Nachwuchs.
Da mein Mann bereits vor Jahren während unserer Beziehung in meine Heimatstadt gezogen
ist, möchte er nun bevor der Nachwuchs kommt, wieder zurück in seine Stadt, weil seine Eltern noch da leben. Er möchte lieber, dass unsere Kinder in deren Nähe groß werden. Seine Begründung ist, er findet es für seine Eltern schade, nicht mit sehen zu können, wie die Enkelkinder aufwachsen.

Die Eltern wohnen ca. 1-1,5 Stunden von uns entfernt.

Er stellt mir mehr oder weniger ein Ultimatum. Immer schön während einem Streit.

Habt ihr Tipps für mich, denn ich möchte nicht aus der jetzigen Stadt raus. Meine Familie wohnt allerdings auch in meiner Nähe und das findet er auch natürlich unfair. Aber um ehrlich zu sein, nach der Schwangerschaft, wenn es mir nicht gut geht und ich mich nicht wohl fühle, würde ich eher wollen,
dass meine Mutter mich umsorgt. Nicht, weil ich mit meiner Schwiegermama ein Problem habe, sondern nur weil ich mich bei meiner Mutter natürlich wohler fühle. Ich könnte meiner Mutter eher mal sagen, dass ich genervt bin als seiner.

Aber diese Machtspiele um die Familien machen mich bei ihm echt fertig. Ich frage mich worum es ihm tatsächlich geht. Wenn ich in seiner Heimatstadt leben würde, würde ich auch da bleiben, aber Heute leben wir nun mal "hier". Ich kann doch nicht alles umkrempeln. Wichtig ist doch eher, dass der Vater und die Mutter des Kindes bei ihm sind. Aber ich kann ihm das nicht begreiflich machen. Helft mir bitte...

Ach übrigens er hat bereits auch eine neue Stelle dort und wird erstmal pendeln. Aber ich habe totale Panik, wenn ich schwanger bin, dass er dafür sorgen wird, dort direkt eine größere Wohnung zu suchen...
 
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Gast

  • #2
Bieten denn seine Eltern so einen wirklichen Vorteil gegenüber deinen Eltern?
z.B. gemeinsam im selben Haus wohnen, sodass ihr keinen Babysitter braucht, sind sie schon in Rente und haben viel Zeit und Lust die Enkel zu betreuen

Und wie sie die Städte im Vergleich: Wo gibt es bessere Arbeitsplätze, sind es unterschiedliche Bundesländer mit unterschiedlich guten Schulsystemen, wie viel kosten die Kindergartenplätze (vielleicht sogar kostenlos / nur schwer zu kriegen), wie seit ihr in Freundeskreis und Vereinen eingebunden, wird es euch leicht fallen einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen

wird dein Mann mehrer Monate Elternzeit nehmen und danach seine Arbeitszeit reduzieren, damit du nicht immer die relativ fremde Schwiegermutter um Hilfe bitten musst?

und ganz wichtig: was halten deine Schwiegereltern von dem Plan? freuen sie sich darauf oft die Enkel zu hüten oder sind sie zu faul für die lange Autofahrt?
 
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Gast

  • #3
Er will umziehen in die Nähe seiner Eltern . Wahrscheinlich auch aus dem Grund wie du in der nähe deiner Eltern wohnen willst. Er hat dort eine Arbeit. Und du ?
Ich kann euch beide verstehen aber du versuchst auch deinen Wunsch durch zu setzen und er seinen. Für ihn spricht es dafür das er dort einen job hat.
Wieso zieht ihr nicht einfach in die Mitte. Jeder den gleichen Weg zur Familie und für ihn ist der Arbeitsweg kürzer als jetzt. Ihr müsst einen Kompromiss setzen.
Bist du überhaupt schon schwanger? Wenn nicht, wieso streitet man sich jetzt schon darüber.
Ich kann euch nicht sagen was ihr tun müsst aber ehrlich gesagt finde ich das kindisch.
1, 5 Stunden ist nicht weit. Und wenn man sich liebt und verheiratet ist dann hat man eine eigene Familie und muss nicht in die Nähe der Eltern ziehen. Schließlich entscheidet ihr euch für die Verantwortung eines Kindes und nicht eure Eltern.
Wenn ihr keine Einigung findet dann zieht in die Mitte. Ansonsten musst du überlegen ob ihr nicht eure Ehe wegen eines Umzugs und eines Kindes das nicht mal da ist, riskiert.
Rede mit ihm nochmal in Ruhe, ohne streit und Vorwürfe. Erkläre ihm genau warum dir wichtig ist das ihr da wohnt. Und höre ihn an warum ihm wichtig ist das er dort wohnen will.
Wenn ihr zu keiner Einigung kommt wäre eventuell getrennt wohnen eine Option.
W34
 
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Gast

  • #4
Ach übrigens er hat bereits auch eine neue Stelle dort und wird erstmal pendeln. Aber ich habe totale Panik, wenn ich schwanger bin, dass er dafür sorgen wird, dort direkt eine größere Wohnung zu suchen...

Liebe FS,
Du bist noch nicht schwanger und Du hast es in der Hand, es auch nicht zu werden.

Soll er sich doch eine große Wohnung suchen - muss er auch bezahlen können. Du hast Deinen Job vor Ort und ziehst nicht um. Zur Not musst Du Dir eine kleinere Wohnung nehmen und ihm klarmachen, dass ihr eben LAT lebt und das ist keine Vorraussetzung für Kinder.

Solche Entscheidungen - Job- und Ortswechsel trifft man gemeinsam oder aber es ändert alles. Er hat entschieden und kann nicht verlangen, dass Du ihm folgst, wenn das keine gemeinsame Entscheidung war. Lass ihn die Folgen seines Solos spüren.
 
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Gast

  • #5
Er erpresst dich und das ist überhaupt nicht in Ordnung.
Ausserdem bedeutet es doch, wenn ihr in die Nähe seiner Eltern zieht, dass ihr von deinen weg zieht und sie das Kind nicht aufwachsen sehen. Darauf würde ich mich nicht einlassen. Und du siehst das völlig richtig, dass v.a. du Unterstützung benötigen wirst, wenn das Kind da ist und nicht er. Natürlich möchte man diese lieber von den eigenen Eltern.
Die Beziehung zu meiner Schwiegermutter hat sich massiv verschlechtert, nachdem unsere Tochter geboren ist, plötzlich hat sie sich in alles eingemischt und hat kein gutes Haar an mir gelassen.Dies ist oft der Fall, du solltest also auch davon ausgehen, dass dein Verhältnis zu ihr nicht so bleiben wird, wie es jetzt ist.
 
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Gast

  • #6
Hi
ich finde ihm zuliebe kannst du doch in die andere Stadt ziehen .Du kannst doch nicht von ihm verlangen das er Tag ein und aus hin und her pendelt versetz dich doch mal in seine Lage .Das mit seinen Elter würde ich jedoch vorab mit ihm klären nicht das er sich dann im Nachhinein von ihnen alles mögliche reinreden lässt .
 
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Gast

  • #7
Dann zieht doch alle zusammen in ein Haus? Opfer muss man nun mal bringen im Leben. Du willst deine Familie und er will seine Familie um sich. Beides geht logischerweise nicht, wenn ihr nicht alle zusammenwohnt. Du willst genauso wenig umziehen, wie er.
Ich bin übrigens auch so aufgewachsen, also mit den Großelter-Paaren+ Eltern die teils mehr für mich da waren, als die Eltern; und die jetzt vor kurzem gestorben sind. Ich bin sehr traurig darüber, weil ich hatte immer ein näheres Verhältnis zu meinen Großeltern als zu den Eltern. Ich finde es daher schon gut und wichtig, wenn die Kinder irgendwelchen Bezug zu den Großeltern haben und auch täglich sehen können, vor allem deswegen, weil die Eltern ja den ganzen Tag in der Regel arbeiten und außer Haus sind..
 
  • #8
Wenn Nachwuchs kommt, hat für mich die werdende Mutter Vorrang.
Selbst wenn ich der werdende Vater wäre.

Den die Mutter hat (anfangs) die Hauptlast deswegen. Also bestimmt sie, u.a. welche Hilfe, welche Leute etc. sie dafür einsetzt.

Die Partnerin und (werdende) Mutter ist ein vollwertiges Mitglied des Teams "Familie" mit allem Respekt, und nicht eine "Gebärmaschine."

Meine Mutter würde sich sehr groß über Enkelkinder freuen. Aber ihr würde es genügen, sie einmal pro Woche, oder alle 14 Tage zu sehen. Es muß nicht täglich sein.
 
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Gast

  • #9
MIr wird mulmig bei der Vorstellung, dass Ihr Kinder habt, wo jeder noch so sehr an seinen Eltern hängt. Noch mulmiger wird mir wenn er verrechnet, dass es unfair ist, wenn seine Eltern die Enkel nicht so bequem sehen können, wie Deine Eltern, die ja jetzt vor Ort sind.

Falls Ihr Kinder habt: könnt Ihr die als Wesen gelten lassen, die für sich selbst auf der Welt sind, um zu gedeihen und sich gut zu entwickeln und ihren eigenen Weg zu finden? Oder seht Ihr die Kinder als Sinnerfüllung für Euch selbst oder für die Großeltern?

Mit einem Mann, der so an seinen Eltern klammert und es ihnen so sehr recht machen möchte, würde ich mich ungern auf Kinder einlassen. Falls es Auseinandersetzung in Erziehungsfragen gibt, steht er eventuell zwischen Dir und seinen Eltern und findet vor lauter Eltern-gefallen-wollen keine eigene Position.
 
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Gast

  • #10
Er ist doch damals auch in Deine Stadt gezogen. Er macht wohl Nägel mit Köpfen und hat jetzt einen Job in seiner Stadt. Wobei die Pendelei auf Dauer unzumutbar ist, finde ich.
Ich vermute Dich in den 20igern und getrennt von Deiner Familie warst Du vielleicht noch nie?
Wenn Du von Deiner Mutter wegziehst, ergibt sich für Dich die Chance, als Frau und dann selbst
Mutter reifer zu werden.
Vielleicht schmerzt Dich auch der Abschied vom Tochtersein, ich vermute mal, ihr habt tgl. Kontakt.
In 1. Linie bist Du Ehefrau und Mutter mit eigener Familie. Ich will Dir das alles nicht schönreden,
Die eigene Mutter ist eine Vertraute, Schwiegermütter sind angeheiratet und leider haben sie als Jungsmütter oft das Pech, bei dessen Familie erst an 2. Stelle zu kommen. So wie jetzt bei Dir.
Ich selbst habe nach meiner Hochzeit noch 3 Monate bei meinen Eltern geschlafen mit der Ausrede, mein Mann solle erst die neue Wohnung in der anderen Stadt herrichten. Ich war sehr jung und noch von den Ratschlägen meiner Mutter abhängig. Mein Mann hat damals auf den Tisch gehauen, das war richtig so um selbstständig zu werden. Schau Dir die Allegra Curtis mit Mutter und Sohn an - da
dominiert immer noch die Mutter - finde ich nicht erstrebenswert. Viel Glück.
 
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Gast

  • #11
Warum kannst Du nicht alles umkrempeln? Du hast kein Problem daß Dein Mann jeden Tag pendelt und er Dich zumindest in der ersten Zeit mit dem Kind finanziell versorgt, willst ihm aber nicht entgegenkommen. Ein Kleinkind ist für einen mann auch eine sehr hohe Belastung, nicht nur für Dich. Versuch doch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Partnerschaft ist die Fähigkeit einen guten Kompromiss zu finden. Er hat die letzten Jahre für Dich in "Deiner Stadt" gewohnt. Zur Not zieht in die geographische Mitte - 40 Minuten Fahrt für alle Großeltern. Oder falls Du meinst - frag Deine Eltern ob Sie mit umziehen (nicht weil man seine nicht auch genauso fragen könnte, aber er hat die Stelle ja schon gewechselt und kann jetzt nicht einfach retour).

m
 
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Gast

  • #12
Guten Morgen,

danke Euch, für die Antworten.

Wir Beide sind nicht in den Zwanzigern, sondern in den Dreißigern! Oh je!
Dass, er damals in meine Stadt gezogen ist, war damit wir uns öfter sehen.
Während der Ehe sind wir auch hier geblieben, weil ich ein Festgehalt hatte und
er nicht! Ich liebe meine Familie, keine Frage. Aber ich bin nicht abhängig von meinen
Eltern und habe auch keinen täglichen Kontakt. Ich rufe allerdings fast jeden Tag
bei ihnen an, aber auch bei meinen Schwiegereltern, weil sie älter sind und ich finde
als deren "Kinder" ist es wohl das mindeste, mal zu hören wie es denen geht.

Beide Elternpaare sind Rentner, sodass wir die Hilfe von beiden Seiten bekommen würden.

Zwischen den Antworten schrieb eine; dass ich ihm zu Liebe dahin ziehe. Letztendlich wäre das
natürlich logisch, denn bevor er hin und her pendelt und die Zeit auf der Autobahn verbringt, soll er die Zeit mit seinem Kind verbringen dürfen/können.

Nur werde ich den Gedanken nicht los, dass es nur um seine Familie geht. Auch wenn ich in meiner Heimatstadt geblieben bin, hat es nichts bei mir mit der Abhängigkeit zu tun. Das hat sich damals so ergeben. Er aber richtet sich bei der Familiengründung mit "mir", auch wenn es im Moment nur im Gedanken so ist, nach seiner Familie und damit komme ich nicht ganz so klar.

FS
 
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Gast

  • #13
Du, ich glaube, das ist nur vorgeschoben und dient ihm als Ausrede, warum er jetzt noch keines oder vielleicht auch überhaupt kein Kind mit dir will. Ansonsten wäre das alles Quatsch, denn die Gedanken würden ja erst spruchreif, wenn du schwanger wärst und genau das verhindert er ja mit dem Aufmachen dieses Nebenschauplatzes. Das passiert ganz oft bei Paaren, wenn einer sich aus dem Thema Kinderwunsch raushalten will und es sich nicht traut, ehrlich zu sagen, dass er kein Kind möchte. Da es ein wichtiges Thema ist, wäre es gut, ihn danach zu fragen, aber nicht im Streit, sondern ganz in Ruhe.
 
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Gast

  • #14
Hallo FS
ich sehe das ganze ziemlich pragmatisch.
Vorab eine Frage. Arbeitest Du jetzt? Hast Du einen unbefristeten Vertrag?
Solltest Du umziehen, musstest Du sicherlich deine Stelle kündigen, oder?

Ich persönlich fände es sehr riskant zu versuchen Schwanger zu werden, wo man selbst absolut keinerlei Strukturen hat - und dabei meine ich nicht nur persönliche Strukturen, wie Familie, sondern auch berufliche Strukturen oder Kontakte. Eine Arbeit, wo man sich schon etabliert hat ist Gold wert. Diese Strukturen bieten Dir eine Sicherheit, Unabhängigkeit und auch ein Leben außerhalb des Mutterdaseins, was unglaublich wichtig für die Seele und das Selbstwertgefühl ist.

Natürlich ist es nachvollziehbar wenn Du als (evtl. zukünftige Mutter) deine eigene Familie um Dich herum haben willst um Dich zu unterstützen. Allerdings sind 1,5 Fahrstunden wirklich nicht die Welt.
Also meiner Meinung nach hast Du zwei Möglichkeiten:
1) Wenn die Schwangerschaftsplanung ein wenig warten kann, dann wäre es möglich umzuziehen. Suche Dir eine neue Stelle in der neuen Stadt, baue Dir ein paar Strukturen und Freundschaften auf und etabliere Dich, VOR Du ein Kind bekommst.
2) Wenn Du in nächster Zeit Schwanger werden möchtest, würde ich auf keinen Fall umziehen, da Du absolut keinen Support Netz hast.

Dir alles gute bei der Entscheidungsfindung..
W 40
 
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Gast

  • #15
Liebe FS, beabsichtigt Ihr Lebensgefährte nach der Geburt des Kindes wenigstens zwölf Monate Erziehungsurlaub zu nehmen und nach Schwangerschaft und Geburt die Hauptlaust der Kinder- und Familienarbeit zu tragen?

Falls ja, ist sein Wunsch, NACH Schwangerschaft und Geburt zu seinen Eltern zu ziehen, verständlich. Sofern ihm aber ein eher klassisches Rollenmodell oder lediglich eine 50/50- Lösung vorschwebt, ist sein Wunsch schlicht unverschämt!

Es wird auch höchste Zeit, sich nicht mehr alles gefallen zulassen. Wenn er Sie das nächste Mal mit einem Ultimatum konfrontiert, tuen Sie bitte das gleiche!

Erklären Sie ihm klipp und klar, dass er entweder 12 Monate Erziehungsuralub nimmt und danach nur mehr halbtags arbeitet oder andernfalls an Familienplanung gar nicht zu denken ist. Damit ist das Thema dann erst einmal vom Tisch. Und wenn er tatsächlich Kinder mit Ihnen will, wird er alsbald klein beigeben.

Wenn er ohnehin nicht wirklich an einem Kinde interessiert ist, sondern Sie nur dominieren und maßregeln möchte, beenden Sie die Ehe besser alsbald.
 
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Gast

  • #16
ca. 1-1,5 Stunden von uns entfernt.
......
er hat bereits auch eine neue Stelle dort und wird erstmal pendeln.

Er arbeitet also 1-1,5 Stunden entfernt und möchte erst mit der Familiengründung anfangen, wenn ihr in der Nähe seines Jobs wohnt?
Das kann ich absolut nachvollziehen. Zumindest, wenn du diejenige bist, welche nach der Geburt das Kind versorgen wird und er weiter arbeitet.

Geht es wirklich darum, wessen Eltern in der Nähe wohnen, oder geht es deinem Mann in erster Linie vielleicht um die bessere Vereinbarung von Familie und Beruf für ihn?

Du schreibst darüber, dass die Großeltern doch ihren Enkel aufwachsen sehen wollen - was aber ist mit dem Vater? Ist es nicht viel wichtiger, dass auch ER etwas mitbekommt von seinem Kind, wie es aufwächst?

Täglich 2-3 Stunden Arbeitsweg (Hin- und Rückfahrt) rauben ihm dann TÄGLICH einen Großteil seiner Freizeit, die er verständlicherweise lieber mit seiner Famile verbringen möchte als wie im Auto. Und vielleicht möchte er sich nach Feierabend gerne um dich und das Kind kümmern anstatt es seiner Schwiegermutter zu überlassen, während er sich täglich stundenlang um den Strassenverkehr kümmert?

Vermute ich richtig, dass er damals nur deshalb zu dir gezogen ist, weil du dort eine Arbeit hast die du nicht aufgeben wolltest bzw. du keine Chancen hattest in seiner Gegend eine gleichwertige Arbeit zu finden? Da hat er damals doch schon Flexibilität bewiesen dir zuliebe. Du hättest ja auch pendeln können...
Hat er seinen Job gegen einen aus seiner Sicht "schlechteren" getauscht, um mit dir leben zu können? Waren seine Chancen auf einen besseren Job in seiner alten Heimat größer?

Nun willst du sicher nach dem Geburt zuhause bleiben, fällt für dich die Ortsgebundenheit wegen dem Job also weg. Warum kannst du nun nicht auch mal flexibel sein, so wie er es damals war?

Dass ihr an eurem jetzigen Wohnort bleibt wenn die Kinder kommen würde nur dann Sinn machen, wenn DU dort deinen Job (der ja vor Ort ist) weiter machst, während er seinen Job aufgibt und zuhause die Familienarbeit übernimmt. Wärst du mit diesem Modell denn einverstanden?

Sobald man eine Familie gründet, wo geplant ist, dass einer weiter das Geld verdient, der Andere zuhause bleibt, dann ist es nur logisch und sinnvoll,wenn die Familie in der Nähe der Arbeitsstelle des Verdieners lebt.
Dass du das nicht willst, nur weil du nach der Geburt in der Nähe deiner Mutter sein willst, und meinst dafür kann er dann doch 2-3 Stunden am Tag zur Arbeit pendeln finde ich ehrlich gesagt sehr egoistisch und überhaupt nicht parnerschaftlich.

Wenn dir die Nähe der Mutter in den ersten Wochen nach der Geburt als Unterstützung so wichtig ist, wieso kann deine Mutter dann nicht einfach euch besuchen für ein paar Tage, bzw. im Wechsel auch du sie mit dem Kind?

Rein rational betrachtet macht sein Wunsch selbstverständlich Sinn, dass die Familie in Zukunft in der Nähe SEINER Arbeitsstelle lebt.

w, 45
 
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Gast

  • #17
Nur werde ich den Gedanken nicht los, dass es nur um seine Familie geht. Auch wenn ich in meiner Heimatstadt geblieben bin, hat es nichts bei mir mit der Abhängigkeit zu tun. Das hat sich damals so ergeben. Er aber richtet sich bei der Familiengründung mit "mir", auch wenn es im Moment nur im Gedanken so ist, nach seiner Familie und damit komme ich nicht ganz so klar.

FS

Wenn auf beiden Seiten es das erste Enkelkind wird, dann wollen beide Seiten es fast immer mehr in ihrer Nähe haben (Vor allem die Omas).

Wo arbeitet Dein Mann! Arbeitet er immer noch da, wo seine Eltern wohnen?

Wenn ihr schon vier Jahre verheiratet seit und er damals keine Festeinstellung hatte, warum hat er sich nichts in eurer Nähe gesucht! Warum gondelt er weiter rum.

Ich verstehe die Logik nicht so ganz! Wenn der Druck, wegen Umzug, wirklich von seinen Eltern ausgeht. Wenn es ihnen darum geht, dass sie ihr Enkelkind in ihrer Nähe haben, dann würde ich aufpassen, dann werden sie es auch in der Erziehung des Kindes besser wissen und das ist fatal.
 
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Gast

  • #18
Liebe FS,
wenn ich es richtig verstehe: er ist damals zu Dir gezogen, weil Du einen festen Job hattest und er nicht. Ich würde mich sehr intensiv mit dem Geschehen auseinander setzen und erst mal jeden Gedanken an Kinder zurückstellen, bis ihr den gemeinsamen Wohnort geklärt habt. Mir scheint das ein Stellvertreterkrieg für ein anderes Problem zu sein. Für welches?

Hatte er in der Zwischenzeit an Eurem jetzigen Wohnort einen zufriedenstellenden Job, den er aufgegeben hat oder ist der neu angetretene Job in seiner alten Heimat die erste und einzige Jobchance, die er hatte?
Wie gut ist sein neuer Job bezahlt und wie sicher ist er? Wie sieht es im Vergleich dazu mit Deinem Arbeitsplatz aus? Wie sind Deine Arbeitschancen in seiner Heimatstadt - kannst Du beruflich da anknüpfen, wo Du heute bist?
Wenn er gerade gewechselt hat, ist er noch in der Probezeit. Solange würde ich einen Umzug, wohin auch immer nicht ins Auge fassen, erst Recht nicht, wenn Du dort keine Arbeit hast. Einem Mann, der sich unabgestimmt so verhält, würde ich als Partner nicht mehr sehr vertrauen und dafür sorgen, dass ich durch eigene Berufstätigkeit immer von ihm unabhängig bleibe.
 
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Gast

  • #19
Ganz gefährlich finde ich es für die Partnerschaft und einen selbst, den zweiten Schritt vor dem ersten zu gehen. Du schreibst, ihr seid in den 30ern. Anfang 30? Ende 30? Das ist ein Unterschied. Nur weil ein Kind in Planung ist, heißt es nicht, dass es auch (sofort / überhaupt) klappen muss!! Was dann? Dann sitzt Du in einer fremden Stadt ohne Kontakte, hast Deinen Beruf aufgegeben zwecks Umzugs und kein Kind ist in Sicht. Das kann für eine Partnerschaft ganz schön belastend sein... Und was ist, wenn es klappt? Du weißt doch gar nicht, ob das Kind gesund ist, ob es DIR gut geht. Dann ist es mit Sicherheit emotional besser, Deine Mutter in der Nähe zu wissen als die Schwiegermutter. Umziehen kann man doch immer noch, das muss doch nicht in so einer ungeplanten Grauzone passieren. (w)
 
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Gast

  • #20
Ich würde an deiner Stelle auch erst einmal das Thema "Wohnort" klären:

1) Findest du einen vergleichbaren Job überhaupt dort?
2) War es mit dir abgesprochen, dass er in der anderen Stadt arbeitet?

Ferner;

1) Welches Familien-Modell schwebt ihm vor?
--> Wenn ich jetzt auf mich das einmal beziehen würde: Ich habe einen sehr guten Job hier. Würden meine Eltern noch ganz in der Nähe leben, würde ich definitiv nicht wegziehen. Wie schon jemand anders geschrieben hat: Da ich das erste Jahr die Aufzucht übernehme, möchte ich dies in einem Umfeld tun, in dem ich mich am wohlsten fühle. Würde hingegen mein Partner mir vorschlagen, er würde mehrere Monate Elternzeit übernehmen, ja, dann wäre ich kompromissbereiter.
 
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