• #61
Vielleicht hilft Kind zur Oma und wandern
Kein Laptop, keine pornos, nicht mal über Sex reden.
Einfach Blume und Biene
Für die FS wird das wahrscheinlich ertsmal ziemlich unbefriedigend.
(Ich vestehen immer noch nicht restlos, ob sie nun tatsächlich SB macht oder nicht)

Erst ist ja hier so , wie in vergleibaren Fällen, wo die Frau nicht gerne Sex wollen, auch. Es dauert unter Umständen schon 2 oder 3 solcher Urlaube, bis der gewüschte Effekt (Partner will Sex) dann auch eintritt
.
Erstmal wird der Partenr die "Verschnaufpause" wohltuend annehmen und auskosten. Also erstmal für Länger kein Sex. Damit muss die FS schon rechnen.
 
  • #62
Liebe Blume,

Jetzt kam das Puzzleteil, das fehlte - in einem ganz anderen Thread.

Denn auch wenn Du es wohl nicht wahrhaben magst, oder Dir nicht bewusst bist - es ist durchaus schwierig, wie Du Dich verhältst.
Auf der Arbeit kannst Du keine Grenzen setzen, Zuhause bist Du launisch, zickig, anstrengend, das Thema Sex - und Selbstwert über Sex, Körperlichkeit hat bei Dir eine Dimension, die nicht mehr üblich ist.
Du hast Dir sehr früh einen Partner ausgesucht - einen Mann, älter, Papafigur, der ruhig, zurückhaltend ist, eher ausgleichend, stabil.
Diese Sehnsüchte des nicht geliebten Kindes hast Du erfüllt bekommen, aber es ist nachvollziehbar, dass das nicht reicht. Du bist eine junge Frau, die sich - denke ich - erst noch finden muss, bei sich selbst ankommen. Dich als liebenswert entdecken - nicht die sexy Fassade.

Schau es Dir an -
Deine Eltern haben sich getrennt, das hat Dich schwer getroffen. Wo war Dein Vater dann?
Deine Mutter - sehr aktiv mit Männern, divers, wechselnd. Auch hier Sex das Thema.
Eine Mutter, die nicht zu Dir stand, für sie warst Du eine Last - ich schreibe das g. aus - Deine Mutter war gewalttätig übergriffig.
Dafür muss SIE sich schämen, nicht Du.
Sie war nicht nur in dieser Form übergriffig, sie hat Dich auch psychisch misshandelt, das ist, eigene Erfahrung, noch schlimmer. Denn man begreift es nicht.
Deine Mutter hatte einen Partner, der war sexuell übergriffig - und Deine Mutter stand nicht zu Dir. Widerlich, unverzeihlich - beide. Das ist für beide eine Straftat. Missbrauch.
Und Wieder das Thema Sex.

Liebe Blume, Du bist nicht schuld, Du kannst nichts dafür.
Geh den Schritt, stelle Dich dem Ganzen.
Suche Dir einen guten Therapeuten, spezialisiert auf Traumata. Es wird nicht einfach.
Ich habe einen Mann als ersten Therapeut bevorzugt, und danach einen echten Muttertyp gefunden...

Und bis dahin, lese Dich ein - Du bist leider kein Einzelfall, und es sind immer die Kinder, die Opfer, die sich schuldig fühlen, nicht die Täter*Innen.

Und es gibt viele Tipps in Netz und in Buchform, wie man sich erden kann, ein gesundes Körpergefühl entwickeln, wie man mit überbordenden Gefühlen klar kommt.

Ich brauche Natur, Bewegung, Sport, Berge...

Liebe Blume, ganz ehrlich, Deine Threads haben mich genervt, die anderen Posts im Gegensatz klangen viel vernünftiger, von einem anderen Menschen.
Und Dein Mann tut mir nach wie vor leid, weil er sich wohl bei Dir nicht positionieren kann.
Er ist neben Dir ein weiteres Opfer Deiner Mutter und ihres Ex.

Aber vielleicht findest Du gerade den ersten Schritt mit diesem Post, gehe weiter, schau die Vergangenheit an - immer mit dem Bewusstsein, es ist vorbei - arbeite es auf und schließe ab.
Ich denke, Du wirst eine tolle Blume finden. Der Versuch ist es wert. Auch für Dein Kind.

Viel Kraft.

W,50
 
  • #63
Er ist neben Dir ein weiteres Opfer Deiner Mutter und ihres Ex.
Ich stimme Dir bei allem zu bis auf beim Zitierten. Blume hatte in ihrem anderen Thread schon dargestellt, dass auch er aus schwierigen Verhältnissen kommt. Überhaupt hätte er sie ja nie als Partnerin gewählt, wenn er nicht sein eigenes Problemding mit der Beziehung leben könnte.

Also sie haben beide ein Paket, das sie, denke ich, zusammengeführt hat - ein bisschen Geborgenheit, Sicherheit und Zuverlässigkeit im Leben und in dieser Welt finden.

Also ich denke nicht, dass er sich immer so positiv verhält - anschreien, alles als SEINS betrachten und sie als Kind, das man nicht enttäuschen darf, das passt alles NOCH nicht als Erwachsenenbeziehung meiner Ansicht nach.

Das Problem sehe ich darin, dass sie sich weiter als Kindchen und Sexyhexy definieren will und nach Widerspiegelung durch andere sucht in Sachen "begehrenswert als Frau", obwohl sie sich MANCHMAL wie eine echte Partnerin verhält mit dem Essenbringen und fragen, was sie machen soll. Er dagegen traut ihr nichts zu. Er behandelt sie auch als das "Weibchen mit Gelnägeln" (die sind überhaupt nicht nötig, wenn man weiß, wie man sich ein wenig nahrungsergänzen und wellnessmäßig behandeln muss), wie alle, die vor ihrem Aussehen und vor allem ihrer Attitüde "bin ich nicht eine Wahnsinnsfrau" stocken und ihr Bestätigung geben, weil sie sie wirklich attraktiv finden oder, um sie glücklich zu machen.

Ansonsten ja, genau das meinte ich allgemein mit "alles fallenlassen, was Eitelkeit, Machtgedöns usw." zu tun hat in dem anderen Thread. Im Speziellen wird es so sein, wie Du schreibst, sie kommt nicht los von ihrem Bestätigungsprogramm, wenn sie sich nicht drum kümmert, z.B. durch Therapie oder einfach dadurch, sich mal nicht über "ich bin besser als andere Frauen" zu definieren, sondern sich mit "was macht mich als FRAU wirklich aus" (nicht als Sexobjekt) befasst und entsprechende Bücher liest.

Ich denke, es hängt alles davon ab, ob diese Beziehung wirklich so viel wert ist für sie, dass sie auch ihre eigenen Schattenseiten bekämpfen will. Wer Bestätigung für sein Aussehen will, diese Bestätigung bekommt und sie in allem, selbst wenn es nur eine Sympathiegabe sein könnte, sieht, muss ja eine wirkliche Hürde überwinden, das nicht mehr zu tun.
Es ist eine Dynamik zwischen ZWEI Menschen, also A kann nicht von B verlangen, in A's Sinne zu funktionieren, wenn A selbst sich nicht ändert. Und wenn A sich ändert und B aber nicht drauf reagiert (also der Mann sie immer noch als Kindchen und süße Püppi mit Gelnägeln sieht, die aber nichts Brauchbares leisten kann), ist die Beziehung auch nicht lebbar.
 
  • #64
Hallo Blume94, zunächst zu deinen Vermutungen. Männer, die fremdgehen, haben keine Erektionsprobleme, weil sie damit für regelmäßig Sex sorgen. Fremdgänger können jahrelang ihre Frauen betrügen - die Erketionsfähigkeit ist da, die (betrogene) Frau fühlt sich geliebt.
Es ist umgekehrt: Treu sein ist (in sexueller Hinsicht) schlecht, weil es für den Mann bedeutet keinen Sex zu haben. Keinen Sex haben bedeutet irgendwann sexuelle Störung beim Mann. Der Mann wird verlassen.
Warum hat der treue Mann keinen Sex? Es gibt viele Gründe, z.B. Streit mit der Frau, die Frau nörgelt, schickaniert, lässt warten, hat Kopfschmerzen, ihre Tage usw. Musst Du wissen...
Da es bei deinem Mann mit der Hand klappt, denke ich, es würde ausreichen, wenn er damit aufhört und keine Pornos konsumiert.
Bezüglich Impotenz wäre ich an deiner Stelle vorsichtig. Du stellst ihn unter Druck. Du fühlst dich in der Position, von ihm die Erektrionsfähigkeit zu verlangen. Ohne es böse zu meinen: Wie ist es eigentlich bei Dir? Kann man nach deinem Menstruationszyklus die Uhr stellen? Eine völlig adequate und faire Gegenfrage. Fair, weil Du erwartest vom Mann, dass er funktioniert, beweise bitte schön, dass dein Körper funktioniert. Übrigens, alles, was bei einer Frau Menstruationsstörungen verursacht, verursacht beim Mann Erektionsstörung. Stress, Erschöpfung, Rauchen, Alkohol, schlechter Schlaf, Bluthochdruck usw.
Du fragst dich, wie es ist, alleinerziehend zu sein. Was meinst Du, wie es ist, verlassen zu werden? Oder es interessiert dich nicht? Da Ja-Wort, das du gegeben hast, zählt nicht mehr?
Wenn du dich trennst, läuft es mit den Männern besser? Sicherlich finden sich Männer, ich sage mal so, die sich auf Alleinerziehende spezialisiert haben. Ich sage es Dir mal direkt, ohne es böse zu meinen, für mich kommst Du nicht in Frage. Du hast ein Kind, das Kind hat einen Vater. Fertig. Egal, ob Du mit dem Vater schläfst oder nicht. Selbst wenn Du mir den Sex kostenlos anbieten würdest, ich sage nein, da gehe ich lieber zu einer Prostituierten...
 
  • #65
Ich stimme Dir bei allem zu bis auf beim Zitierten. Blume hatte in ihrem anderen Thread schon dargestellt, dass auch er aus schwierigen Verhältnissen kommt. Überhaupt hätte er sie ja nie als Partnerin gewählt, wenn er nicht sein eigenes Problemding mit der Beziehung leben könnte.
Liebe Void,
Natürlich hat auch Wert sein Paket - nicht ohne Grund wählt man diese*n Partner*in.

Ändert es geht um Blume, nicht um ihn, um ihm nur am Rand.
Vielleicht könnte er mit unterstützen, dass Blume ihren Weg findet.

Aber ohne Verarbeitung des ganzen Übergriffthemas/Missbrauch wird das nicht gelingen.

Und DAS ist ihr Thema - dabei wünsche ich ihr viel Mut, den man braucht, um sich zu stellen und die Kraft.

Es klang hier Borderline an - ein Eindruck aus den Beiträgen zu den beiden Threads - Borderline hat als Ursache solche Erfahrungen. Solche Erfahrungen.gehen bis ins Innere, und dann kommt es darauf an, was die Psyche daraus macht.

Nur wenn man die Opferrolle verlassen möchte, muss man Stock dem Ursachen stellen. Es wiederholt sich sonst immer wieder.

Warum hatte ich 2 Ehen - 2mal eine Partnerwahl.getroffen, die einem Muster entsprachen, aber einfach nicht passten.
Und dann folgten erstmsl ein paar Jahre Therapie - und sehr viel Zeit lassen beim Finden.

W,50
 
  • #66
Liebe Lionne,
hier würde ich sagen:
Ändert es geht um Blume, nicht um ihn, um ihm nur am Rand.
Vielleicht könnte er mit unterstützen, dass Blume ihren Weg findet.
Nee, nicht schon wieder.
Er hat das die ganze Zeit gemacht und kann es offensichtlich nicht so, dass er sich selbst dabei "heilt" oder sie nicht als zu rettendes Püppchen sieht.

Er ist kein Opfer ihrer Vergangenheit, er ist eins seiner. Zusammen bauen sie diese Beziehung, in der keiner so agieren kann, als sei er nicht Opfer seiner Vergangenheit.

Wenn einer allein sich ändert bei so einer Paardynamik, kann das nie funktionieren. Sie muss sich um "ihre" Täter und deren Taten kümmern, er um seine. Und, was aus ihnen dadurch geworden ist und was sie daher mitschleppen in die Beziehung, die deswegen nicht mehr funktioniert.
Aber ohne Verarbeitung des ganzen Übergriffthemas/Missbrauch wird das nicht gelingen.
Ja, da stimme ich Dir auch zu.
Allerdings denke ich, der Mann hat auch ein Missbrauchsthema aus seiner Vergangenheit zu bearbeiten, allerdings kein körperliches. Er ackert aufgrund seiner Prägung aus der Vergangenheit für seine Partnerin, die sich selbst als Püppchen definiert und er tut das ebenso. Er wollte meiner Ansicht nach Verbindlichkeit schaffen durch Gebrauchtwerden.
Aber: Der Beschützer sieht nicht, dass das zu beschützende Wesen ihn längst total bestimmt und die Macht über ihn hat. Er denkt immer noch, die Frau ist klein, zerbrechlich, kann nichts Gescheites beitragen zum Hausbau und sollte ihre Haare und das Kind pflegen und süß aussehen (leider definiert sie sich total darüber). Er baut SEIN Haus, damit er sie in ihr rosa Zimmer setzen kann.

Zum Selbstbefriedigungsthema habe ich schon geschrieben. Ich denke auch, das ist das einzige, wo sie nichts zu sagen hat, sondern ALLEIN er, und das geschieht daher alles ohne emotionalen Druck. Er macht diesen Internetfrauen Ansagen und sie tun, was er will, ohne dass er springen muss für sie.
Um es mal simpel zu sagen: Ich glaube, dass ein Mann das Gefühl haben muss, nicht unterm Pantoffel der Frau zu stehen, wenn er einen hochkriegen will. Wenigstens in seinem Kopf muss er sich mächtig genug fühlen, nicht nur deswegen sexuell zu funktionieren, damit sie hier auch noch befriedigt wird.
 
  • #67
Hallo Blume,
ich versetzt mich jetzt noch mal in Deine Lage, vielleicht komm ich ja nah dran. Ihr seid ganz schön festgefahren. Was ich gut finde, Du hast auch für Dich nachteilig auszulegende Sachen geschrieben. Das rechne ich Dir sehr zu, Du möchtest also wirklich ergründen, was los ist und nicht nur schimpfen und dir Luft machen. Und Du hast erkannt, dass Du Dich auch zurücknehmen musst. Ihr suchen müsst, was Euch verbindet, was ihr aneinander habt.
Ich stelle es mir demütigend vor, wenn der eigene Mann sich "mit sich selber verabredet"....und Du das immer mitbekommst. Eine eigentlich unmögliche Situation. Das trifft Dich.
Und Du sagst Du hast viele Forderungen und er versucht es Dir zu ermöglichen, am Haus.
Ihr solltet wirklich miteinander reden. Nimm, obwohl Dir soviel fehlt jetzt mal etwas Druck raus, vielleicht auch für Dich??? Könnt ihr nicht miteinander sein, ohne irgendwelche Erwartungen. Ich würde eine "Anspruchs-Pause" machen.
Sag ihm, dass er Dir fehlt, aber verknüpfe es nicht mit dem Haus und dem Anspruch, dass Euer gemeinsames Leben sonst endet.
Und sag ihm, wie es sich für Dich anfühlt, wenn er da im Zimmer liegt und Du genau weißt, was er tut.....
Macht eine Pause von Euren Forderungen aneinander. Wenn es da nicht schon vorher wirklich Probleme gab, die nicht angesprochen wurden, habt ihr möglicherweise noch eine Chance, wenn ihr zur Ruhe gekommen seid. Ich wünsche es Euch, wenn ihr es dann noch wollt.
Danke für deinen Rat. Genau das habe ich getan, ihm gesagt, wie sich das anfühlt, was er da alleine tut und ich es nicht verstehen kann, dass er mir das mal erklären soll. Er hat die ganze Zeit noch nachgedacht und überlegt wie er sein Verhalten rechtfertigen kann. Wir haben ruhig miteinander gesprochen und im Moment läuft es trotz Stress auf der Baustelle, wieder ganz gut. Er nimmt sich abends mehr Zeit für unser Baby. Wir frühstücken morgens gemeinsam, bevor er zur Arbeit fährt. Ich bin ganz froh, dass sich die Stimmung zwischen meinem Mann und mir in so kurzer Zeit komplett gewandelt hat und das nur weil wir uns beide etwas zurück nehmen und auf die Bedürfnisse des anderen eingehen, uns besser zuhören. Kommunikation ist alles.
 
  • #68
Ich hab Bilder im Kopf, Männer mit String, Frauen mit Zigaretten zwischen tiefliegenden Lippen und Dambruch ohne Hochwasser....

Aber was eindeutig wird....Kommunikation ist alles.
Denn wenn es schon stresst hier zu lesen, wer was warum, Missverständnisse, Erklärungen....
Der erkennt einen Kreislauf der auch oft in Beziehungen entsteht, egal bei welchen Themen.

Und manchmal ist es ein Punkt und ein Knopf.

Ein Beispiel, die ersten Male mit meinem ex liefen nicht perfekt.
Sb bei ihm kam auf und das er nunmal in Ermangelung weiblicher Körper diese 4 Jahre ausschließen praktizierte und es jetzt ungewohnt anders ist.
Ich habe einfach gefragt und was ist daran anders? Erklär mal, mir fehlt das Körperteil, kann es also nicht wissen.
Ich hab nicht erzählt, dass ich Kaiserschnitt hatte oder Übungen, ich hab auch nicht gefragt, was ich tun soll oder ob er mich sexy findet...
Erklärung kam
Aha ok...anders als bei mir aber, ich hab auch meine Methoden.
Bei Phantasien haben die Männer netterweise nie ein gesicht.

Und es gab ein Gespräch über Sexualität etc und nicht über unseren Sex.

Deine Situation ist anders, das weiss ich
Aber manchmal ist es gut einen Schritt aus der Situation zu gehen oder einen Schritt zurück.

Ihr macht euch gegenseitig Druck ob verständlich oder nicht

Vielleicht hilft Kind zur Oma und wandern
Kein Laptop, keine pornos, nicht mal über Sex reden.
Einfach Blume und Biene
Mein Mann und ich sind mit unserem Baby und Hund in Ruhe spazieren gegangen und haben locker miteinander gesprochen, was wir übereinander denken. Mein Mann macht alles immer mit sich selber aus, keine Ahnung warum dies so ist. Er wollte genau wissen, wo ich wann, was gesehen habe. Ich hab ihm auch meine Meinung gesagt. Das war schon eine Erleichterung für beide endlich mal offen, ohne Eskalation, miteinander reden zu können und dem anderen besser verstehen zu können.

Am nächsten Morgen war er wie ein anderer Mann, er möchte nicht, dass ich weiß wann er was macht und er sich dabei komisch vorkommt.
Wir sind uns schon wieder näher gekommen, nehmen und Zeit füreinander und haben seit einer Woche keine Diskussionen oder Streit miteinander. Wir hätten beide nicht gedacht, dass das mit uns so schnell wieder richtig gut laufen kann, trotz Stress auf der Baustelle, trotz eines zahnenden Schubbaby.
Er sagte mir letztens, dass er sich so sicher ist, dass mein Verhalten an meinem gestörten Hormonsystem liegt und er mich so nicht kennt.
Stand heute ist nur noch ein Wert leicht erhöht, alles andere wieder in der Norm. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir besser geht und hätte niemals gedacht, dass ein paar Hormone zu viel den Körper so aus der Bahn werfen können. (Nachwirkungen der Schwangerschaft)
 
  • #69
Danke für deinen Rat. Genau das habe ich getan, ihm gesagt, wie sich das anfühlt, was er da alleine tut und ich es nicht verstehen kann, dass er mir das mal erklären soll. Er hat die ganze Zeit noch nachgedacht und überlegt wie er sein Verhalten rechtfertigen kann.
Was bleibt: Er muss sich vor dir rechtfertigen. Du hast Recht, er Unrecht.
Ich wünsche euch viel Glück, sehe aber dennoch mehr als schwarz für eine gemeinsame Zukunft.
Schreib doch mal in ein paar Monaten wieder.

53, w
 
  • #70
Was bleibt: Er muss sich vor dir rechtfertigen. Du hast Recht, er Unrecht.
Genau das habe ich auch gedacht, als ich diese letzten Kommentare der FS las.
Sie schiebt ihm die Schuld in die Schuhe; sie selbst gibt sich keinen Anteil.
Sie selbst sieht sich als ganz normale Frau, die sich einfach ganz normal verhält und an sich nichts verbessern muss.

Natürlich eribt sich nun die Konstellation, dass sie nun schon hübsch darauf wartet, dass er sexuell aktiv wird.

Zusammengefasst:
Sie macht Druck. Mal sehen, ob das klappt.
 
  • #71
Genau das habe ich auch gedacht, als ich diese letzten Kommentare der FS las.
Sie schiebt ihm die Schuld in die Schuhe; sie selbst gibt sich keinen Anteil.

Zusammengefasst:
Sie macht Druck. Mal sehen, ob das klappt.
Ich schiebe ihm nicht alleine die Schuld zu und hab bereits geschrieben, dass ich mich auch ändern werde. Ich hab ihm das auch nicht vorgeworfen, ich denke es ist ihm unangenehm und er möchte nicht, dass ich ein falsches Bild von ihm habe. Ich hab ihm sehr deutlich gesagt, dass es sein Körper ist und er damit machen kann was er möchte, ich das ganze nicht verstehe und er es mir, aus der Sicht eines Mannes, erklären soll, damit ich ihn besser verstehen kann. Da hat er mir gesagt, dass es die einfachste Art für ihn ist Druck abzubauen und dass das alle Männer machen die er kennt. Er wünscht sich auch mehr zwischen uns aber er hat zu viel um die Ohren im Moment, nichts was man mal eben schnell machen kann. Verstehe ich auch. Er geht davon aus, dass es nur eine Phase ist, das war jetzt überhaupt das 2. Gespräch in unserer Beziehung darüber. Im Moment nehmen wir uns mehr Zeit füreinander und als Familie und es läuft richtig gut. Druck mache ich ihm nicht, ich hab ihm klar gesagt, dass ich ihn verstehe, es sich aber etwas ändern muss, wenn Ruhe einkehrt und das sieht er genauso.
Ich bin auch kein Engel, versuche mich oft durchzusetzen und bin im Streit stets locker, ironisch, weil es ihn aufreibt. Ich krame jetzt wo so viel los ist, Beziehungsprobleme aus. Auslöser war meine Entdeckung und das Unverständnis dafür. Ich hab ihm 1-2 mal schon mehr Arbeit im Haus bereitet, wollte plötzlich andere Fliesen als ausgesucht. War oft mies gelaunt, weil ich mit den abendlichen Schreistunden des Babys überfordert war und mein Mann zu der Zeit oft sein Feierabendbier mit unserem Nachbarn, der zeitgleich baut, getrunken hat. Ich hab mich allein gelassen gefühlt.
Wir haben mit der Zeit kein Wort miteinander gewechselt, sind dem anderen nicht entgegen gekommen und jeder hat sein eigenes Ding gemacht, auf seinen eigenen Standpunkt beharrt.
 
  • #72
Was bleibt: Er muss sich vor dir rechtfertigen. Du hast Recht, er Unrecht.
Ich wünsche euch viel Glück, sehe aber dennoch mehr als schwarz für eine gemeinsame Zukunft.
Schreib doch mal in ein paar Monaten wieder.

53, w
Nein, bei uns gibt es keinen der recht hat oder unrecht. Wir haben uns komplett ausgesprochen über alles vergangene und keinen Sündenbock ausgemacht. Wir sehen beide, dass wir Fehler gemacht haben und sich Dinge/ Wir uns ändern müssen, um wieder eine schöne, intakte Beziehung führen zu können. Wir sind noch jung, haben noch alles vor uns. Vor allem die ganzen tollen Momente mit unserem Baby. Ich denke in keiner Beziehung/ Ehe gibt es nur sonnige Tage und man kann diese grauen, regnerischen Tage nur gemeinsam bewältigen, niemals im Alleingang.
Ich weiß auch noch ganz genau, als ich meinen Mann kennen gelernt habe, wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Auf Grund des Altersunterschiedes von fast 9 Jahren, was jetzt aber nicht mehr so dramatisch klingen mag, sind wir uns nicht näher gekommen, er hat mir als ich 15 war (wir sind ein Jahr später zusammen gekommen) gesagt, dass er sich total sicher ist und mich irgendwann heiraten wird, natürlich war das nicht im Ernst gemeint. Wir hatten beide andere Partner, allerdings auch nur Romanzen, mit denen es nicht geklappt hat und wir waren beide eifersüchtig, wenn der andere jemanden hatte. Nach unserem ersten Date haben wir um Missverständnisse vorzubeugen direkt vereinbart es miteinander zu probieren. Mein Mann war total vorsichtig, als erstes hat er mir einen Kuss auf die Schulter gegeben, bevor wir uns richtig geküsst haben. Weil wir so vertraut miteinander waren, sind wir uns auch schnell näher gekommen. Es hat alles gepasst, bis wir zusammen gezogen sind, da ist irgendwas aus den Fugen geraten.
Wir bekommen das aber wieder gerade gerückt.
In der letzten Woche sind wir uns sogar schon zwei mal näher gekommen, ohne Potenzproblemen.
Irgendwer hatte hier geschrieben, dass es sich um andere Beziehungsprobleme handelt und sich das auch auf sexueller Ebene widerspiegelt, das stimmt zu 100%.
 
  • #73
Bezüglich Impotenz wäre ich an deiner Stelle vorsichtig. Ohne es böse zu meinen: Wie ist es eigentlich bei Dir? Kann man nach deinem Menstruationszyklus die Uhr stellen? Eine völlig adequate und faire Gegenfrage. Fair, weil Du erwartest vom Mann, dass er funktioniert, beweise bitte schön, dass dein Körper funktioniert. Übrigens, alles, was bei einer Frau Menstruationsstörungen verursacht, verursacht beim Mann Erektionsstörung
Ich würde meinem Mann niemals fremd gehen und du hast natürlich auch recht, man sollte seinen Mann nicht einfach im Stich lassen, nur weil es im Bett nicht mehr gut läuft.

Ich hatte ein klärendes Gespräch mit ihm, er würde mich niemals verlassen und findet es feige wenn ich das tun würde, weil ich dem Problem so aus dem Weg gehen würde.
Ihr habt recht! Viel zu viele Beziehungen scheitern, weil man nicht in der Lage ist sich mit dem eigentlichen Problem/en auseinanderzusetzen und sich zu ändern. Dazu ist man nur in der Lage, wenn einem der Mensch wichtig ist und man ihn wirklich liebt.
Es spiegelt 1:1 die Wegwerfgesellschaft wieder.

Wir haben uns alles von der Seele geredet, um all das was uns bedrückt los zu werden und den anderen besser zu verstehen. Klartext reden.

Wir hätten nie gedacht, dass das so schnell Wirkung zeigt und wir uns viel besser verstehen, liebevoll miteinander umgehen, Rücksicht aufeinander nehmen, keine Machtkämpfe mehr führen, den anderen wieder akzeptieren.

Ich habe ihn schon sehr verletzt, er konnte sich nicht konzentrieren und nicht normal arbeiten gehen, hat sogar geweint.
Impotenz hab ich nur beiläufig erwähnt, es ihn nicht vorgeworfen. Ich konnte es nicht verstehen wie er es selber auch möchte aber dann einfach abbricht. Vielleicht hatte er wirklich Angst zu versagen und keine Lust auf seine Frau, die ihn nicht versteht, mit der es so viel Streit gibt.
Für eine Frau ist es andersrum auch nicht schön zufällig zu entdecken, dass der eigene Mann morgens lieber selbst mit sich beschäftigt ist.
Nur deshalb habe ich das Thema angesprochen. Man fragt sich, was haben diese Frauen was du nicht hast und warum traut er sich nicht an seine eigene Frau, die er laut eigener Aussage attraktiv findet? Warum möchte er nicht, obwohl man ihn selbst beim einfachen kuscheln deutlich spürt?

Sb ist für mich kein großes Thema, ich brauche zu lange und habe keine Zeit dafür im Alltag mit Baby.
Ehrlicherweise, täusche ich teilweise vor, damit mein Mann nicht so lange warten muss. Grundsätzlich kennt er sich aber am besten mit mir aus.
Dabei hat es noch nie geklappt, viel zu schnell vorbei. Nach der Geburt merke ich interessanterweise mehr, hätte ich nicht gedacht.
Nach unserer Aussprache klappt es gut und ist auch regelmäßig, alle 2-3 Tage. Er ist auch sehr zufrieden, sagt er.
 
  • #74
Was bleibt: Er muss sich vor dir rechtfertigen. Du hast Recht, er Unrecht.
Ich wünsche euch viel Glück, sehe aber dennoch mehr als schwarz für eine gemeinsame Zukunft.
Schreib doch mal in ein paar Monaten wieder.

53, w
Wir hatten heute unseren ersten Streit nach der Aussprache, ich weiß nicht mehr genau was er gesagt hat aber es war, wie so häufig ein Vorwurf wie schlecht ich doch bin, da bin ich laut geworden, ich möchte mir nichts mehr gefallen lassen. Er hat sich wirklich bemüht aber seit einer Woche ist er wieder so wie vorher.. ständig am Handy, beachtet mich kaum, er hat mich die letzten Tage 2-3 mal gefragt es ich habe, aber ich wollte nicht mit ihm reden... heute hab ich es dann aus Wut. Er hat auch nicht mit mir gesprochen, er findet ja ich gehe nicht auf ihn ein, komme ihm nur abends näher.. er möchte keine Beziehung mit sich alleine führen oder ein Arrangement... warum sollte ich auf ihn zu gehen, wenn er doch jede freie Minute mit seinem Handy verbringt? Ich kann einfach nicht mehr, bin total unzufrieden und genau das habe ich ihm gesagt, er hat natürlich an mir rungemeckert und meinte: entweder du reißt dich zusammen oder beendest es. Ich habe ihm gesagt, dass ich das Gefühl habe er möchte das ich es beende und dann meinte er nur: komisch genau das gleiche habe ich andersrum auch gedacht... Er redet nicht mit mir wenn ihn was stört und ich nicht mit ihm, es funktioniert einfach nicht...

Er hat sich einen Monat angestrengt, sich häufig entschuldigt wenn er mal wieder wie früher war, er hat selber gesagt: oh, Entschuldigung alte Muster..
Sonst hat er alle Diskussionen/Streitigkeiten immer so gedreht, dass ich mich IMMER entschuldigen musste, weil plötzlich ich die war, die es verbockt hat...

Ich glaube ich habe Angst alleine zu sein, Angst auf das was alles kommt, Angst es vielleicht doch zu bereuen.. aber ich kann einfach nicht mehr, es fällt mir so schwer ihn gehen zu lassen. Ich kann es nicht einsehen, dass all das Schöne von früher weg ist und vermutlich nicht mehr wieder kommen wird.

Mein Verstand sagt: trenn dich, kein Ärger mehr, keinen Kummer, unser Baby hat klare Verhältnisse verdient.
Doch mein Herz hängt noch an ihm..

Ich weiß nicht was ich tun soll.
 
  • #75
Er hat sich einen Monat angestrengt, sich häufig entschuldigt wenn er mal wieder wie früher war, er hat selber gesagt: oh, Entschuldigung alte Muster..
Immerhin. Vielleicht ist der Rückfall jetzt gar nicht so schwer zu bewerten, sondern wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, gibt es den nächsten guten Zeitabschnitt?

Die Frage ist jetzt, ob Du zu ungeduldig bist, weil jemand, der sich ändern will, das ja selten so schnell schafft, und wenn der Stress und der Druck zu groß wird, Rückfälle hat.

ständig am Handy, beachtet mich kaum, er hat mich die letzten Tage 2-3 mal gefragt es ich habe, aber ich wollte nicht mit ihm reden.
?
Fänd ich jetzt wichtig, was er Dich gefragt hat und warum Du nicht mit ihm reden wolltest. Ich meine, wenn es heißt, dass Du Dich zurückgezogen hattest, weil er wie früher ist, und er wissen wollte, was ist, hast Du es tatsächlich verbockt, in ruhigem Ton zu sagen, was mit Dir los ist. Stattdessen:

Komplett falsch gemacht. So lange nichts zu sagen, bis man schäumt vor Wut, ist doch keine Diskussionskultur, mit der man den anderen dazu bringen kann, sich zu verändern.

Du musst auch Deinen Teil dazu beitragen. Du bist nun noch sehr jung, aber vielleicht kannst Du trotzdem schon sehen, dass auch Du Dein Verhalten überdenken musst und vor allem, dass man sich nicht so schnell ändert, obwohl man es zum Besseren hin sollte.

Vielleicht gibt es noch Beziehungspotenzial bei euch, wenn ihr es hinkriegt, eure Belange nicht wie Kinder zu äußern, sondern die Emotionen mal versucht zu kontrollieren und aufeinanderzuzugehen, statt zu fordern. Verhaltensänderungen dauern manchmal SO lange. Es ist ja das eingeschliffene und bequeme Muster, Du hast auch welche davon, die Du ändern solltest, um in einer Beziehung besser zu sein.

Noch was anderes, nicht auf den vorigen Abschnitt bezogen, sondern darauf, wie man mit Krisen umgeht: Vielleicht hast Du auch ein dramatisches Muster in Dir: Du musst erstmal innerlich alles auf den Prüfstand stellen, also auch beenden wollen, bevor Du wieder "ja" sagen kannst zur Beziehung. Das ist nichts Schlechtes, man darf die Gedanken in dem Moment nur nicht zu ernst nehmen und muss von vorangegangenen Krisen erkennen, dass man immer erstmal so radikal reagiert, bevor man wieder Licht sehen kann.
 
  • #76
Ich finde ihr habt keine gute Streitkultur....
Denn dadurch kommt gar nicht "raus" wie gross eure Probleme wirklich sind.

Ich möchte Dich jetzt nicht als Schuldige darstellen aber von Dir habe ich klarere Aussagen über Dein Verhalten.

Lass mich einfach in Ruhe...
Wenn man Zeit für sich braucht
Du brauchst Zeit für Dich und das ist völlig legitim
Nur kann er das wissen? Hatte er diese Information vorher?
Oder nähert er sich wie sonst auch, was allgemein ok ist, nur in dem Moment nicht?
Dann wurde er schuldlos abgewatscht
Ein...Du ich brauch gerade etwas Zeit für mich...ändert an Deinem Bedürfnis nichts aber ist eine reine Information für ihn, ohne das "angegangen" wird.

Für mich ist zb ignorieren durch Schweigen eine Bestrafung.
Tut mir fast körperlich weh und ganz schlimm, wenn ich noch nicht mal weiss warum.
Es gibt Menschen die kommen damit gut klar, ich überhaupt nicht.

Manchmal eskalieren Probleme , die nicht an den Problemen selbst liegen, sondern am Umgang

Da würde ich zb eine Mediation empfehlen
Ist nicht so langwierig und psychologisch wie zb Paarthrrapie
Oder Konfliktberatung...
 
  • #77
Er redet nicht mit mir wenn ihn was stört und ich nicht mit ihm, es funktioniert einfach nicht...
Das ist das Kernproblem, an dem ihr beide euren Anteil habt und woran ihr arbeiten müsst, idealerweise mit einem neutralen Vermittler in Form eines Therapeuten oder ähnlichem. Anders scheint ihr zu sehr in euren jeweiligen Schleifen gefangen zu sein und triggert euch immer wieder gegenseitig.

Aber: So, wie du es darstellst, scheint er es immerhin mehr versucht zu haben als du. Denn, wenn ich den Satz richtig lese (ich glaube, da ist ein Tippfehler drin), hat er dich ja zwei-, dreimal gefragt, was los ist. Das war eine Einladung zum Gespräch bzw. ein Entgegenkommen seinerseits, das du jedes Mal abgelehnt hast. Diesbezüglich hat er also nicht Unrecht, wenn er sagst, du würdest nicht auf ihn eingehen. Da hätte von dir etwas kommen müssen, und sei es nur die Erklärung, dass du gerade nicht in Stimmung bist und noch etwas Zeit für dich brauchst, dann aber gerne mit ihm reden möchtest.

Aber ihn dreimal mit seinen Annäherungsversuchen einfach auflaufen zu lassen... das ist Gift für jede Beziehung. Da kann ich dann schon verstehen, wenn er irgendwann aufgibt und sich von dir ab- und dem Handy zuwendet. Was dich wiederum noch wütender macht, bis du plötzlich doch explodierst und er dann auch. Ein Teufelskreis...

W, 27
 
  • #78
Wenn mein Partner und ich einen Streit haben, ist er in der Regel derjenige, der schneller wieder einlenkt und die Harmonie durch Kuscheln und Liebesgeständnisse wieder herstellen will. Wohingegen ich - auch, wenn die Sache an sich schon wieder geklärt ist und sich beide entschuldigt haben - das Gefühl der Wut oder Verletzung nicht sofort wieder abschütteln kann und noch mehr Zeit zur emotionalen Verarbeitung brauche.

In dem Moment hab ich dann eigentlich auch überhaupt keinen Bock auf seine Annäherungsversuche. Trotzdem weise ich ihn nicht einfach so ab, sondern umarme kurz zurück und sage, dass ich ihn auch lieb habe und alles wieder in Ordnung kommt, aber dass ich gerade noch wütend/traurig bin und er mich bitte so lange in Ruhe lassen soll. Dann wissen wir beide: Die Basis unserer Beziehung ist durch diesen Streit nicht gefährdet (meiner Meinung nach Grundvoraussetzung für eine gute Streitkultur!), nur die individuellen Befindlichkeiten stehen gerade noch im Vordergrund und müssen sich erst wieder legen. Danach gehe ich auch wieder aktiv auf ihn zu und wir reflektieren gegebenenfalls nochmal gemeinsam, was da eigentlich los war.

Ich glaube, das ist es, was ihr auch hinkriegen müsstet in diesen emotional aufgeladenen Momenten: einen stabilen Rahmen schaffen (du schreibst ja auch, dass du klare Verhältnisse vermisst, obwohl ihr ein gemeinsames Kind und Haus habt) und auch im Streit keine Tür zuschlagen - vor allem nicht, wenn einer noch die Hand ausgestreckt hatte. Das war jetzt sehr metaphorisch gesprochen; ich hoffe, man versteht, was ich meine.

W, 27
 
  • #79
Fänd ich jetzt wichtig, was er Dich gefragt hat und warum Du nicht mit ihm reden wolltest.
Er hat die Tage gefragt: ob mich was bedrückt und da habe ich ihm gesagt es sei alles in Ordnung.
Ich möchte nicht mehr mit ihm über alles reden, bin manchmal unzufrieden und kann selber nicht so recht definierten was mein genaues Problem ist, da sind so viele Gedanken über alles. Sonst hab ich immer total viel um die Ohren, aber jetzt war es ruhiger und ich frage mich ob mich meine Vergangenheit einholen wird. Ich war immer sehr gut darin, keine Zeit für solche Gedanken zu haben und sie nicht zuzulassen. Er kann mir nicht helfen.


Er hat vorgestern während einer Autofahrt in einem sehr bestimmenden Ton gesagt: dann muss man das auch tun (es ging ums Windeln wechseln) da hab ich mich angegriffen gefühlt, weil es für mich selbstverständlich war dem Baby am Zielort die Windel zu wechseln und das hab ich ihm gesagt. Es hat sich hochgeschaukelt, er hat mir Vorwürfe gemacht was ich zu tun/zu lassen habe und ich hab ihm dann auch gesagt, dass er in letzter Zeit für meinen Geschmack zu viel am Handy ist und ich manchmal allgemein unglücklich bin und selber nicht genau weiß was los ist, dass er mich verletzt hat und ich mich frage ob nicht zu viel vorgefallen ist. Er meinte dann nur: er hat mich weder betrogen, geschlagen oder sonst was und ich soll doch froh sein ihn zu haben und so ein Leben zu führen, andere würden dafür töten, ich soll mich zusammenreißen oder es beenden.

Ich hab ihm gesagt, ich reiße mich zusammen und habe mich entschuldigt, er sich dann auch für seinen Ton und hat mich in den Arm genommen und gesagt, ich soll nicht mehr weinen..
Heute früh gab es wieder Ärger. Er hat auf den kleinen aufgepasst und plötzlich hat sich der kleine verletzt, mein Mann saß mit ihm im Laufstall. Da bin ich hin und habe ihn gefragt was passiert ist und wie und auch ob er am Handy war als das passiert ist. Da gabs natürlich wieder Streit (er war am Handy)
Er ist dann später aus dem Haus ohne sich zu verabschieden, hat mir geschrieben was ich noch zutun hab und hinterher gefragt ob ich es erledigt habe, als ich ihm geschrieben habe, dass ich alles erledigt und gefunden habe, schrieb er: oh schön 😘
Vorhin haben wir uns kurz gesehen, da hat er sich ganz normal verhalten, als wär nichts gewesen, mir einen Kuss zur Begrüßung gegeben und war super freundlich.
Er nimmt sein Handy überall mit hin, morgens beim Frühstück guckt er sich Videos am Handy an... da hab ich keine Lust eine Konversation zu starten. Abends im Bett ist er ewig am Handy bis in die Nacht und beschwert sich müde zu sein.

aufeinanderzuzugehen, statt zu fordern. Verhaltensänderungen dauern manchmal SO lange.. auch welche davon, die Du ändern solltest,
Das stimmt. Man muss sich bewusst machen wie man reagiert und ist und rücksichtsvoll, vorsichtig sein, nicht direkt handeln, erst überdenken.
 
  • #80
Ich glaube, das ist es, was ihr auch hinkriegen müsstet in diesen emotional aufgeladenen Momenten: einen stabilen Rahmen schaffen (du schreibst ja auch, dass du klare Verhältnisse vermisst,
Das hat bis vor 1-2 Wochen eine Zeit lang funktioniert, wir waren sehr rücksichtsvoll, keine Streitigkeiten, nur seltene, minimale Diskussionen. Ich denke @void hat recht, wir sind zu sehr durch unsere Gewohnheiten beeinflusst , wir reagieren automatisch so wie wir reagieren, ohne Rücksicht/ Gedanken. Behaupten beide im Recht zu sein und verstehen einander nicht.

Wir müssen uns beiden genau vor Augen führen wie wir uns verhalten und wie das für den anderen ist, was man voneinander erwartet/ sich wünscht, über den eigenen Schatten springen und auf dem Teppich bleiben, egal wie „geladen“ man gerade ist.

Er kam gestern Abend auf mich zu und sagte, dass er traurig ist, sich fragt warum wir so zueinander sind, er möchte nicht so sein. Ich habe ihm dann auch gesagt, ich möchte auch nicht so zu ihm sein.
 
  • #81
Ich möchte nicht mehr mit ihm über alles reden, bin manchmal unzufrieden und kann selber nicht so recht definierten was mein genaues Problem ist, da sind so viele Gedanken über alles. Sonst hab ich immer total viel um die Ohren, aber jetzt war es ruhiger und ich frage mich ob mich meine Vergangenheit einholen wird. Ich war immer sehr gut darin, keine Zeit für solche Gedanken zu haben und sie nicht zuzulassen. Er kann mir nicht helfen.
Icb habe Deine Posts gelesen. Deine Geschichte. Die ist erschreckend, erschütternd. Das bleibt nie spurlos.
Deine Vergangenheit holt Dich ein. Du kannst die Fassade nicht dauerhaft halten.

Suche Dir einen spezialisierten Therapeuten. Stelle Dich der Vergangenheit. Betäubung, Verdrängung hilft temporär. Irgendwann nicht mehr.

Ich habe etliche Klientinnen, die sind erst aufgewacht, als ihr Leben in Trümmern lag.

Willst Du es soweit kommen lassen?
So bleibst Du Opfer. Bis heute. Schau das Verhältnis zu Deiner Mutter an.
Nimm Dein Leben in die Hand. Du bist erwachsen, es ist Deines.

M, 55
 
  • #82
Vielleicht gibt es noch Beziehungspotenzial bei euch, wenn ihr es hinkriegt, eure Belange nicht wie Kinder zu äußern, sondern die Emotionen mal versucht zu kontrollieren und aufeinanderzuzugehen, statt zu fordern. Verhaltensänderungen dauern manchmal SO lange.
Ich glaube es ist vorbei. Gab wieder Ärger.. mein Mann kam von der Arbeit (die Arbeiten, die er am Haus machen wollte nach der Arbeit, hatte ich ihn schon abgenommen, habe gedacht, dann könnten wir uns noch einen schönen Abend zusammen machen) er hat gegessen, ich geduscht (da war er am Handy) ich kam aus der Dusche und dachte ja er packt gleich das Handy schon weg... er hat es nicht, also habe ich ihm gesagt, dass er schon wieder nur am Handy sitzt und ich dachte wir könnten Zeit miteinander verbringen, da meinte er: er war noch gar nicht am Handy und das wäre seine Zeit, darf er denn nicht kurz am Handy sein (er war schon 20 Minuten am Handy - den ganzen Tag über bereits insgesamt 2h lang) und wie lange ich am Handy war... ich hätte ja mehr Zeit am Handy zu sein als er. Da habe ich ihm gesagt, habe nichts dagegen aber wir sehen uns nur abends und ich hätte gerne einen Ehemann der Zeit mit mir verbringt, wo man sich den ganzen Tag nicht sieht, ich sowieso gleich schlafe und er schon am Handy war.. es wäre seine Zeit zum entspannen, er hat sonst gar nichts (nichts zum zocken, kein Fitnessstudio) ohne Handy hat er nur Haus, Arbeit, Baby, Frau - das hat mich schon getroffen, habe ihm auch gesagt, weil das auch so etwas schlechtes ist - hatte ihm vorgeschlagen unsere Handys 2 Wochen lang komplett wegzuschließen, da kam der Spruch: er hat sonst nichts..
Er meinte noch jeder zweite Tag ist sch... mit mir. Da habe ich es beendet, ihm gesagt, dass ich möchte das wir alles mit einem Anwalt klären und es vorbei ist. Er ist nun gegangen..

Es ist ein erleichterndes Gefühl, aber irgendwo auch traurig und ich muss wirklich heulen aber ich glaube es ist das beste für uns und unseren Sohn, ich kann einfach nicht mehr. Es tut weh und ist schlimm, es hätte nie soweit kommen sollen (Haus, Kind) mein Baby tut mir so leid, dass er keine „richtige“ Familie hat, ich fühle mich so schlecht deshalb.

Er hat es ganz sachlich aufgefasst, gestern meinte er noch verliebt zu mir: er möchte sein ganzes Leben mit mir verbringen.

Ich muss jetzt einfach stark sein! Es durchziehen! Es ist einfach nicht mehr so wie es mal war! Es tut weh, auch zu sehen wie gelassen er noch bleibt. Ich frage mich ob ich irgendwas falsch gemacht habe... bin ich so ein schlechter Mensch, habe ich etwas unmögliches verlangt? Soll ich mich entschuldigen, wie jedes Mal und einfach weitermachen?
Ich kann irgendwie nicht einsehen, dass es vorbei ist, es fällt mir sehr schwer und tut verdammt weh.
 
  • #83
Blume, es kam am Anfang Deiner Posts mal der Verdacht, dass Du zumindest Richtung Borderline tendierst.
Auf jeden Fall hast Du an Deiner Vergangenheit gewaltig zu tragen - und das hier wären typische Folgen. Einmal ist alles wahnsinnig super und dann wieder alles sch*** Stimmung hoch und unten.

Welcher Partner kann das auf Dauer tragen?
Welcher Partner kann es Dir auf Dauer recht machen?
Das wird alles nicht besser.

Aber Therapie lehnst Du ab.

Ich kann Dir nur dringend sagen, Verdrängung hilft nicht, es verschlimmert.

W, 50
 
  • #84
Liebe Blume,
es tut mir leid. Du musst dich jetzt furchtbar fühlen.

Aber ich habe beim Lesen deines gestrigen Beitrags gedacht: Wenn er sagt: Ich habe sonst ja nichts - damit hat er nicht sagen wollen, dass du und euer Kind "nichts" seid. Ich vermute, er hat den ganzen Tag gearbeitet. Hart, schwer. Seit Monaten. Wenn man dann endlich Feierabend hat, möchte man einfach nur noch sitzen, erholen, sich einem Hobby widmen (sein Hobby ist Smartphone gucken?)

Ich schreibe das nur zum besseren Verständnis, was er mit den Worten "Ich habe ja sonst nichts" gemeint hat.

Ich habe diese Worte vor einigen Jahren auch mehrmals gesagt - meinen Eltern gegenüber, wenn die mein kostspieliges Hobby (Fotos, Autogramme sammeln) kritisierten. Meine Arbeitstage sind seit einigen Jahren härter und härter geworden, hinzu kamen seelische Probleme, ausgelöst durch das gemeine Verhalten eines Mannes, die mich in eine schwere Krise gestürzt haben. Da sagt man so was schon mal. Meine Eltern haben verstanden, dass das keinesfalls gegen sie ging, denn ich bin sehr glücklich, meine Eltern zu haben.
 
  • #85
zumindest Richtung Borderline tendierst.
Auf jeden Fall hast Du an Deiner Vergangenheit gewaltig zu tragen - und das hier wären typische Folgen. Einmal ist alles wahnsinnig super und dann wieder alles sch*** Stimmung hoch und unten.

Welcher Partner kann das auf Dauer tragen?
Welcher Partner kann es Dir auf Dauer recht machen?
Das wird alles nicht besser.

Aber Therapie lehnst Du ab.
W, 50
Ich habe gestern tatsächlich einen Therapeuten kontaktiert, ich hoffe ich bekomme zeitnah einen Termin.

Ich habe mir schon einige Gedanken gemacht. Das Haus soll er ruhig bekommen, wenn mein Sohn mal bei ihm ist, soll er ein schönes Zuhause haben. Er soll mich auszahlen und ich überlasse ihn dann meinen Teil des Hauses (Austragung aus dem Grundbuch) ich werde mir eine eigene Wohnung suchen. Seinen Sohn darf er besuchen wann er möchte, ihn möchte ich allerdings nicht mehr sehen!

Ich kann es einfach nicht verstehen wie man so sein kann... letzte Woche habe ich nach meiner OP auf den kleinen aufgepasst (mehrere Stunden), hätte ihn laut Ärzte noch nicht heben dürfen - habe es gemacht, damit sich mein Mann ausruhen kann, er hat mithilfe seiner Schwiegereltern, während den 2 Tagen, die ich im Krankenhaus war, auf das Baby aufgepasst und war erschöpft.. Am Abend war er mal wieder die ganze Zeit am Handy, bis spät in die Nacht - am Morgen beschwert er sich so müde zu sein...
So ein Verhalten kann ich nicht verstehen und macht mich wütend. Er hatte sich sogar noch beschwert, dass ich nur 3h auf ihn aufgepasst habe.

Ein paar Wochen hat er abends das Handy bei Seite gelegt wenn ich ins Zimmer kam und wir haben Zeit miteinander verbracht, es war schön und er hat sich auch entschuldigt wenn er so war wie früher. Eine Woche vor meiner OP war er wieder ganz anders, nicht mehr rücksichtsvoll...

Ich denke er muss sich zu sehr umstellen und ist nicht die Person, die er war, als wir ein paar schöne Wochen hatten. Ich möchte nicht mit jemanden zusammen leben der nicht so sein kann, wie er wirklich ist, der sich verstellen muss, wo eine Beziehung nicht leicht und ohne ständigen Kampf und Mühen abläuft.
Ich kann ihn auch nicht verstehen, sich irgendwelche blöden Videos auf TikTok und co. anschauen (stundenlang wohlgemerkt) ist für mich Zeitverschwendung.. für ihn nicht, viel besser als sich mit seiner Frau zu unterhalten.. reicht wenn sie daneben schläft.

Habe mich gestern für meine Wortwahl entschuldigt.. wie immer, ich hasse mich dafür. Ich hab mir wie immer die Schuld dafür gegeben. Habe noch gesagt, „ich hätte dich auch freundlich beten können, das Handy zur Seite zu legen, das tut mir leid.“
Er hat sich nicht entschuldigt, er ignoriert mich, wie immer..

Egal bei welchen Streitigkeiten, ich habe immer den Schritt gemacht und mich entschuldigt, selbst wenn ich nichtmal schuld hatte.. er ist eine starke Persönlichkeit und gesteht sich nie Fehler ein (außer in den paar Wochen wo es gut lief)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #86
Klingt für mich nach zwei Charakteren, die nicht einfach sind. Ich kann dann nur hoffen, dass ihr euch so auseinandersetzen könnt, dass das Kind keinen Schaden nimmt...
 
  • #87
Blume

Ich würde Euch trotzdem gerne empfehlen, durchzuatmen.
Ihr seid sicher beide nicht einfach - und wie gesagt, es ist schwierig, wenn ein Partner heute euphorisch ist, von allem begeistert - und am nächsten Tag ist alles Sch...
Ihr habt eine ungute Dynamik.

Ich würde Euch beiden raten, zu prüfen ob ihr nicht auch da mit professioneller Unterstützung einen Weg findet.

Getrennt ist schnell...

W, 50
 
  • #88
Es ist ja immer sehr schade, wenn eine Beziehung zerbricht, zumal ein Kind da ist. Aber wenn was zu anstrengend wird, geht es eben nicht mehr.

Ich denke, die Beschäftigung mit dem Handy ist was, das er nur für sich macht. Ansonsten stellen alle Anforderungen an ihn, die Arbeit, das Haus, Du, das Kind. Allerdings hat er ja wohl Frauenkontakte/Pornokontakte am Handy.

Wie Du mit der Trennung umgehen willst, klingt für mich vernünftig, ihr müsst ja auch drauf achten, wie es eurem Kind damit geht, auch wenn es noch sehr klein ist. Diese ewige angespannte, nervenaufreibende Stimmung zwischen euch würde sich auch negativ auf es auswirken. Also eine Beziehungstherapie würde ich auch gut finden, FALLS ihr euch doch noch mal annähert.
 
  • #89
Blume

Ich würde Euch trotzdem gerne empfehlen, durchzuatmen.
Ihr habt eine ungute Dynamik.

Ich würde Euch beiden raten, zu prüfen ob ihr nicht auch da mit professioneller Unterstützung einen Weg findet.

Getrennt ist schnell...

W, 50
Am Anfang haben wir uns nie gestritten, jahrelang nicht, wir kamen immer richtig gut miteinander aus, kleine Diskussionen aber nichts weltbewegendes. Ich habe bis vor ein paar Monaten nie in Frage gestellt ob ich nicht besser alles beenden sollte.
Ich habe mich mit einer Freundin aus dem Geburtsvorbereitungskurs unterhalten, sie ist 37 Jahre alt und sie hatte auch viel Ärger (die gleichen Probleme, die beiden haben ein Haus gekauft und saniert) mit ihrem Freund - sie war schlau, hat ihren Freund gesagt: „jetzt wo ich schwanger bin brauchst du mir keinen Antrag mehr zu machen.“
Genau das hätte ich meinen Mann auch sagen sollen... ich wollte im Leben nie heiraten, für mich hat er sowieso viel zu spät gefragt. Ich habe es nur gemacht damit wir einen einheitlichen Familiennamen haben und irgendwie war es selbstverständlich, dass wir irgendwann heiraten.. doch für mich kam das viel zu spät. Ich wurde jahrelang schon darauf angesprochen, warum wir nicht heiraten, was soll man dazu bitte sagen? Ich habe freundlich an ihn verwiesen und gesagt, dass liegt nicht in meiner Hand.
Jedenfalls hat diese Freundin viel erlebt, bevor sie mit 32 ihren Freund kennen gelernt hat. Sie hat in verschiedenen großen Städten gewohnt, hatte die ein oder andere Beziehung und viel erlebt. Ich bin mit meinem Mann mit 16 zusammen gekommen, vielleicht fehlt mir jetzt einfach etwas. Sie kann mich verstehen, als sie 22 war, wollte ihre Jugendliebe ihr einen Antrag machen, Kinder kriegen (er fest im Leben, älter, eigene Firma) doch sie hat nein gesagt und ist weitergezogen und sie ist glücklich darüber, wenn sie dem Kerl dann nach Jahren noch angerufen hat, weil sie ihn nicht aus dem Kopf bekommen hat. Nun ist sie ganz zufrieden, auch wenn ihr Freund viel am Handy ist, nicht im Haushalt hilft, nicht auf das Baby aufpassen möchte, viel Zeit für sich alleine braucht (kein Familienleben).
Sie meint ich soll es mir ganz genau überlegen, ich habe ein Leben was sich andere wünschen würden, Familie, das Auto was ich fahre und das luxuriöse Haus. Ich soll mit 60 nicht auf mein Leben zurück blicken und traurig sein, alles bereuen.. da hat sie schon recht.
Vielleicht bin ich wirklich unentspannt, sollte erstmal abwarten bis sich alles beruhigt hat, wir im Haus wohnen - in zwei Wochen- dank Corona lassen einige Möbel noch auf sich warten. Mein Mann hat bald einen weiteren Monat Elternzeit, vielleicht beruhigt sich alles und wir verstehen uns wieder besser.
Zumindest ist es nicht schlecht zu wissen, dass andere Männer genauso sind 🙆‍♀️

Wir versuchen wieder normal miteinander umzugehen.
 
  • #90
Es ist ja immer sehr schade, wenn eine Beziehung zerbricht, zumal ein Kind da ist. Aber wenn was zu anstrengend wird, geht es eben nicht mehr.

Ich denke, die Beschäftigung mit dem Handy ist was, das er nur für sich macht. Ansonsten stellen alle Anforderungen an ihn, die Arbeit, das Haus, Du, das Kind. Allerdings hat er ja wohl Frauenkontakte/Pornokontakte am Handy.

Beziehungstherapie würde ich auch gut finden, FALLS ihr euch doch noch mal annähert.
Ich denke auch immer an unseren Sohn:(

Ich lasse ihn jetzt mit seinem Handy in Ruhe und ja er hat 2 Nummern (er meint damit er zwei Netzanbieter hat - hier auf dem Dorf hat man nur mit einem Anbieter Empfang).
Keine Ahnung ob er mit anderen Frauen schreibt, er meint er sei treu.

Ich bin immer so, dass ich versuche allen männlichen Wesen aus dem Weg zu gehen (im Freundeskreis), werde ich jetzt einfach nicht mehr.
Pornokonsum habe ich nichts dagegen, wenn die gemeinsame Sexualität nicht darunter leidet, was sie allerdings tut. Er meinte sich noch beschweren zu müssen, das ich das angesprochen habe.
Er schaut sie jetzt mit einem geheimen Browser an, damit ich nicht zufällig was sehen kann (dumm bin ich nicht, getätigte Käufe kann man sehen)
Der Sex gefällt mir nicht, kann mich auch nicht wirklich konzentrieren.. abends geht nicht so gut (da hat er es sich vermutlich morgens schon selber gemacht und wenn muss ich mir Sorgen machen, dass er nicht direkt wieder einen kleinen bekommt und er dann ganz verzweifelt da steht und nicht weiß was los ist (ich bin ja nicht schuld, wie er sagt). Morgens klappt, ist für mich aber nicht wirklich erfüllend.. allein zu wissen, dass er jahrelang lieber Pornos geguckt hat, blockiert mich, neee da hätte ich lieber einen ambitionierteren Mann. Mein Mann ist super unromantisch, Hose runter und los werde ihn demnächst abweisen, bin nicht dazu da ihm zu dienen wenn er gerade Bock hat und wenn ich mal Lust habe zurückgewiesen werden. Früher war es wirklich schön mit ihm, jetzt ist es immer das gleiche (er lässt mich auch nicht, ja ist zwar schön aber ne und wenn ich einen Wunsch äußere ist ihm das ja dann zu anstrengend (zb. von hinten) er immer Missionar, eben schnell, morgens)
Vielleicht sollte ich genauso sein wie er, werde mir meine Befriedigung anderweitig holen, so ist nicht ansatzweise befriedigend und für mich eher ein Zwang, weil 1. nur wenn er möchte und 2. nur wie er möchte... letztens hatte er mich enttarnt, dass ich nur vorgespielt habe.. aber soll ich in 85% der Fälle dann sagen: ich bin nicht gekommen? Die Wahrheit wäre es.
Eine gemeinsame Therapie lehnt er ab.
Ich werde eine machen und vielleicht denke ich dann anders, bin befreiter, im reinen mit mir.