• #31
Abhängigkeitstendenzen haben nichts mit einer besonders ausgeprägten Liebesfähigkeit zu tun - ganz im Gegenteil ...
Stimmt, aber so ging auch nicht meine Schlussfolgerung.
Sirikit liebt diesen Mann, würde ihn nie so behandeln wie sie ihn. Ihr ist bewusst, was er für sie tat, sie interpretiert diese seine früheren Zuwendungen in ihre Weiterentwicklung und in die ihrer Kinder als Liebe.
Das was du, Anna, fehlende Grenzziehung nennst, geschieht nun zu einem Gutteil aus ihrer Verantwortung den Kindern gegenüber, nicht aus Coabhängigkeit, jedenfalls meiner in ihre Situation ja nur beschränkten Einsicht gemäß.

Wenn es ihr gelänge, in diesem Mann nicht mehr "die große, eine Liebe" zu suchen, die er als Person gar nicht geben kann,
wenn sie die Verletzungen und Spielchen, die er mit ihr treibt, nicht mehr in den Kern ihres Selbstbewusstseins vorlassen könnte, sondern sich, wann immer nötig, vorsagen würde: er ist so, wie er ist, wenn er weniger narzisstisch wäre, hätte er das nicht nötig,
wenn sie ihn also so charakterlich mangelbehaftet lassen könnte, auch, weil sie ihn sowieso nicht ändern kann,
dann hätte sie eine Situation, in der sie möglichst objektiv austesten könnte, wie gut es ihren Kindern tatsächlich tut, diese Beziehung aufrecht zu erhalten.

Kinder spüren Herabwürdigungen, haben feine Antennen, verlieren ihrerseits den Respekt vor Personen, die alles mit sich machen lassen.
Insofern muss Sirikit schlicht ganz, ganz achtsam sein, wie sich das familiäre Klima gestaltet.

@luckbox Ja, es ist traurig. Aber wenn Kinder da sind, hat man nicht mehr das uneingeschränkte moralische Recht, ausschließlich für sich zu denken oder nach selbstbezogener Sicht zu lieben. Eine nicht-idealistische Nicht- Liebes- Beziehung aufrechtzuerhalten, um eigene Vorteile, eigenes Haben zu ermöglichen, ist etwas ganz anderes, als die Motivation, den Kindern nicht das Nest nehmen zu wollen. Mütter sind erpressbar, wenn sie ihre Kinder lieben.
 
  • #32
@Michaela71 Dann wäre es selbstlos und gut gemeint, aber wirklich zum Wohl der Kinder...? Auf Parship sind gut über 40% der dort angemeldeten geschieden, wenn ich mich an meine 6 monate da erinnere (konnte man durch Variation der Suchfilter rausfinden). Meine Eltern hatten eine recht lieblose Ehe, betrogen haben Sie sich nicht gegenseitig, nicht das ich wüsste zumindest. Wir alle sind durch die Beziehungen die uns vorgelebt werden gesellschaftlich aber noch mehr durch Freunde und Familie frühkindlich konditioniert als uns bewusst wird.

Ich glaube umso mehr an die Liebe und bin auch daher bereit längere Single-Phasen in Kauf zu nehmen, wenn ich dafür die 2-3 Beziehungen/mit Frauen meines Lebens gelebt habe. Mit der einen wird es schwer so alt wie wir heute werden. Aber der Mensch zehrt von seinen schönen Erinnerungen, über Jahre wenn nicht Jahrzehnte. Neben jemanden aufzuwachen den ich nicht liebe tagtäglich, der Kinder wegen, dem äußeren Schein wegen, dem inneren, wenn es finanziell nicht nötig ist, ist es gesund oder macht es krank von psychisch bis psychosomatisch. Ich fürchte eher letzteres. Ich konnte das Unglück meiner Eltern spüren als Kind und unsere Bande sind heute nicht groß, weil sie es schon sich gegenseitig so vorgelebt haben. Meine Mutter liebt mich über alles, aber meine Kinder hätte ich lieber mit ihr alleine verbracht (bei ihr was es finanziell aber nicht möglich), ich wäre vermutlich ein anderer Mensch geworden, nicht ein glücklicherer, aber schon viel eher in meinem Leben ein selbstbewusster.

Ich fände es besser sich zu trennen, wegen der Kinder, diese bekommen dann von den getrennten Eltern ihre verschiedenen Lebens- und Liebesmodelle vorgeführt beim Patchworking und können sich entscheiden statt in einem für alle imperfekten und aufgezwungenen Modell. Ich weiss nicht, ob ich der typische Fall bin der dann zum Gegenentwurf tendiert. Vermutlich werden die Kinder eher genauso lieblos wie die Eltern es ihnen zusammen vorgelebt haben und brauchen länger zu sich selbst zu finden und ihrem Ideal von Liebe und Glück, weil das der Eltern erst reflektiert und in Frage gestellt werden muss, und das kann Jahre bis ein Jahrzehnt dauern je nach Mensch. Ich würde diese Hypothek für die Kinder nicht tragen wollen, wenn finanziell nicht gezwungen dazu. Für mich wäre es aber auch der absolute Supergau meines Lebens mit der Frau die ich liebe Kinder in die Welt zu setzen und 5-10 Jahre später habe ich nur noch Besuchsrecht. Das Risiko dass es mir passiert muss ich auch tragen, aber daher bin auch sehr wählerisch, neben wem ich aufwache Tag für Tag...
 
  • #33
Wenn es ihr gelänge, in diesem Mann nicht mehr "die große, eine Liebe" zu suchen, die er als Person gar nicht geben kann,
wenn sie die Verletzungen und Spielchen, die er mit ihr treibt, nicht mehr in den Kern ihres Selbstbewusstseins vorlassen könnte, sondern sich, wann immer nötig, vorsagen würde: er ist so, wie er ist, wenn er weniger narzisstisch wäre, hätte er das nicht nötig,
wenn sie ihn also so charakterlich mangelbehaftet lassen könnte, auch, weil sie ihn sowieso nicht ändern kann,
dann hätte sie eine Situation, in der sie möglichst objektiv austesten könnte, wie gut es ihren Kindern tatsächlich tut, diese Beziehung aufrecht zu erhalten.

Kinder spüren Herabwürdigungen, haben feine Antennen, verlieren ihrerseits den Respekt vor Personen, die alles mit sich machen lassen.
Insofern muss Sirikit schlicht ganz, ganz achtsam sein, wie sich das familiäre Klima gestaltet.

@luckbox Ja, es ist traurig. Aber wenn Kinder da sind, hat man nicht mehr das uneingeschränkte moralische Recht, ausschließlich für sich zu denken oder nach selbstbezogener Sicht zu lieben. Eine nicht-idealistische Nicht- Liebes- Beziehung aufrechtzuerhalten, um eigene Vorteile, eigenes Haben zu ermöglichen, ist etwas ganz anderes, als die Motivation, den Kindern nicht das Nest nehmen zu wollen. Mütter sind erpressbar, wenn sie ihre Kinder lieben.[/QUOTE]

Und genau deswegen - weil sie Verantwortung ihren Kindern gegenüber hat - sollte sie sich gut überlegen, was sie diesen mit ihrem eigenen Verhalten vermittelt und vorlebt.

Kinder lernen am Beispiel ...

Und natürlich ist er narzisstisch und wer mit einem narzisstischen Partner zusammen ist, darf sich durchaus mal selbst fragen, was ihm/ihr das eigentlich gibt. Denn das tut es...

Natürlich beschwert sie sich auf bewusster Ebene darüber, dass er sie nicht respektiert und ihr nicht geben kann, was sie braucht. Unbewusst scheint er aber eben doch gewisse Bedürfnisse bei ihr zu befriedigen.

Das Ziehen von Grenzen, ist der erste Schritt, um ihr bereits angeknackstes Selbstwertgefühl zu schützen. Dazu muss sich niemand direkt trennen. Sondern ist vielmehr eine innere Haltung, die man sich selbst gegenüber entwickelt und die dazu führt, dass Menschen einen auf eine bestimmte Art und Weise behandeln.

Sie braucht ihn dazu nicht, um eine Veränderung herbeizuführen.

Im Moment ist er sich seiner Sache sehr sicher. Was er zu viel an Unabhängigkeit hat, hat sie definitiv zu wenig. Sie kann durchaus etwas von ihm lernen ....

Und sich selbst unglücklich zu machen und das mit dem Wohlergehen der Kinder zu begründen, setzt diesen eine ganz schöne Bürde auf. Dann ist die Mama unglücklich wegen Ihnen ... kein guter Start ins Leben.
 
  • #34
... wer mit einem narzisstischen Partner zusammen ist, darf sich durchaus mal selbst fragen, was ihm/ihr das eigentlich gibt. Denn das tut es....

Tiefste Gefühle. Dieses starken Auseinandersetzungen und Kämpfe bieten eine Art emotionalen Rausch. Eine respektvolle Beziehung auf Augenhöhe bietet anderes und gutes aber nicht solche Sucht erregenden Emotionen. Ihn zu verlassen würde dann erst einmal in eine gewisse emotionale Leere führen. Die Versuchung wäre groß sich zum Füllen dieser Leere den nächsten Gestörten zu suchen.

Achtsame Männer die nicht soviel Spannung bieten würden dagegen vielleicht als langweilig kategorisiert aussortiert. Das weiß die FS vielleicht und denkt sich, dann kann ich gleich bei ihm bleiben.

Hinzu kommt, dass die FS glaubt Regeln durchschaut zu haben wie er dauerhaft zu binden ist. Eine neue Beziehung würde neue Regeln bedeuten die sie nicht kennt. Das schafft Unsicherheit.

Dass sie meint die Regeln zu kennen und ihn bedingt kontrollieren zu können verschafft ihr dies ein unbewusstes Gefühl, dass sie in Wirklichkeit die Überlegene ist. Sie ist die Übermutter. Er eigentlich nur ein weiteres Kind. Das appelliert an ihre mütterlichen Instinkte.

Menschen denen diese tiefen Emotionen entzogen werden können zudem in eine psychische Krise fallen. Depressionen und Psychosen alles möglich.

Unbewusst scheint er aber eben doch gewisse Bedürfnisse bei ihr zu befriedigen.

Ja. Umgekehrt ist es aber auch so. Sie bieten ihm Sicherheit. Er weiß sie spielt die Egospielchen die er wie Wasser brauch mit und lässt ihn nicht allein. Er konstruiert seine Spielchen ja so, dass sie immer ein Angebot enthalten die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Z.B. dass dauerhaft formale Heiratsversprechen. Die Verlobung. Nicht wenigen Frauen schmeichelt es verlobt zu sein. Ganz besonders auch dann wenn es der Mann ist der dies will. Die Heirat, noch so ein Angelwurm, erscheint dann greifbarer als ohne Verlobung. Wenn er sie auch nach außen als seine Verlobte bezeichnet ist dies tatsächlich auch ein Bekenntnis zu ihr.
 
  • #35
Angestoßen durch den Thread hier habe ich die letzten Tage negativ herumgedacht und mich dann irgendwie auf den nächsten greifbaren Kritikpunkt gestürzt, dass nämlich der Sex immer noch meist von mir ausgeht, und ihm am Freitag gesagt ich warte jetzt mal dass er mit Sex anfängt. Das hat dazu geführt dass ich dann nach ca 24 h völlig entnerft einen Riesenstreit begonnen so wie wir ihnen monatelang nicht hatten, wir haben uns zwar nicht angeschrien aber alles an negativen Gedanken an den Kopf geworfen ohne Rücksicht, und dann waren wir beide völlig schockiert und fertig.

Dann haben wir den ganzen nächsten Tag geredet (10 km spaziergang ) bis es dann wieder ging, jetzt fühlt sich die Sache wieder besser an und ich denke auch dass ich hier seine negative Seite zu hart darstelle . Irgendwie ist es so als ob 2 Persönlichkeiten in ihm drinnen wären, die hier dargestelle Narzisstische die sich einbildet er kann keinen Sex mehr haben über 52 kg und dahinter auch jemand netterer der auch ab und zu erreichbar ist und schlechte verletzende Verhaltensweisen auch einsieht und abstellt. Zb manche Sachen wo ich mich hier im Thread aufgeregt habe (der Satz beim einziehen zb ) sind über 6 jahre her und macht er ja jetzt seit Jahren nicht mehr.

Aber trotzdem ist die Lösung wie hier besprochen dass ich stärker und unabhängiger werde und nicht so viel von ihm erwarte was jetzt ERSTMAL nicht da ist. Ich muss dabei nur den Mittelweg finden das nicht GEGEN die Beziehung zu machen ( wie ein innerer taktischer Plan gegenüber einem Feind) weil sonst staue ich wieder innerlich Groll gegen ihn auf . Also es muss trotzdem im Zuge einer liebevollen Haltung und Kooperation möglich sein mich einfach mehr um mich zu kümmern ..
 
  • #36
Ich finde, realwoman hat es gut auf den Punkt gebracht. Auch wenn der Partner einen mit "Festnagelbedürfnissen" einengt und ohnehin jedem klar sei sollte, dass es in der Liebe keine Garantie gibt. Was ist so schwer, dem Partner in schwachen Stunden ein bisschen Angst zu nehmen? Mit entgegenkommenden Worten, in den Arm nehmen oder anderen, achtsamen Aktionen. Zumal dieser Mann an der Verunsicherung der FS Verunsicherung nicht ganz unbeteiligt ist. Sowohl mit seinem Magerfetischismus als auch mit seinen Sprüchen:

" ... zusammenziehen und Kind zeugen und dann" wir müssen aufpassen dass es nicht verbindlich wird "?? Wie bescheuert ist das denn??

Das frage ich mich auch.
 
  • #37
( wie ein innerer taktischer Plan gegenüber einem Feind)
Sorry @Sirikit ,
du hast wirklich überhaupt gar nichts verstanden.
Ja, ein reinigendes Gewitter sorgt für gute und frische Luft.
Aber einen taktischen Plan gegen den Feind ? Und dieser Feind ist dein Freund ???
Frage dich doch mal selber - willst du deinen Feind heiraten ? Mit deinem Feind ins Bett ? Mit ihm Essen und Wohnung teilen ?

Willst du unabhängiger werden, dann mach das - für dich. Nicht gegen wen auch immer. Mach, was gut für dich ist - aber frage dich auch, ob es zielführend ist. Denke immer daran - du bist nicht im Krieg. Sondern hast einen Freund, den du dir ausgesucht hast. Der deine Kinder, die nicht seine sind, akzeptiert. Und mit dem du ein gemeinsames Kind hast.
 
  • #38
Dass sie meint die Regeln zu kennen und ihn bedingt kontrollieren zu können verschafft ihr dies ein unbewusstes Gefühl, dass sie in Wirklichkeit die Überlegene ist. Sie ist die Übermutter. Er eigentlich nur ein weiteres Kind. Das appelliert an ihre mütterlichen Instinkte.

Sie bieten ihm Sicherheit. Er weiß sie spielt die Egospielchen die er wie Wasser brauch mit und lässt ihn nicht allein. Er konstruiert seine Spielchen ja so, dass sie immer ein Angebot enthalten die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Z.B. dass dauerhaft formale Heiratsversprechen. Die Verlobung. Nicht wenigen Frauen schmeichelt es verlobt zu sein. Ganz besonders auch dann wenn es der Mann ist der dies will. Die Heirat, noch so ein Angelwurm, erscheint dann greifbarer als ohne Verlobung. Wenn er sie auch nach außen als seine Verlobte bezeichnet ist dies tatsächlich auch ein Bekenntnis zu ihr.

Na jo. Spielchen und Versprechungen schön und gut aber was mich noch bei ihm hält ist das wir gut zusammenpassen in Hobbies, der gesammten Lebensart, und Philosophie, er ehrlich verlässlich und immer pünktlich ist, absoluter Familienmensch und sich sexuell rein gar nichts mehr beweisen muss. Also wenn wir nicht diese diffusen Kämpfe hätten könnten wir rein vom praktischen her super zusammenleben bis dass der Tod uns scheidet.

weiters ist er ein super Partner um den mich jede Frau die ich kenne beneidet, das ist einfach das insgesammte Auftreten das setzt sich zusammen aus sowas wie das er gut aussieht, sehr intelligent ist, sehr viel weiß, ein toller Vater ist, sich toll um seine Stiefkinder kümmert- immer geduldig, aufmerksam und viel weicher und einfühlsamer als ich, hat ihre Probleme und Aufgaben im Blick. Er versorgt mich materiell, sichert mich auch ab, macht die Sachen mit mir die mir Spaß machen, auch wenn es ihm nicht gefällt, zb mit mir Schuhe und Makeup kaufen gehen und interessiert sich für ALLES. Das sagt jeder über ihn, das er weit überdurchschnittlich begeisterungsfähig und interessiert ist und das ist einfach eine super Eigenschaft. Er hat im Gegensatz zu mir ein sehr positives freundliches Gemüt, ein ehemaliger Lehrer von ihm sagte mir mal er wäre der positivste Mensch den er kennt. Da reicht es nicht unausgeschlafen sein und er ist gleich mal gut gelaunt . Er leistet im Vergleich zu anderen Leuten 300% mehr, ist immer voller Tatendrang und kann irgendwie alles, egal was er macht es klappt und funktioniert. Diese negativen Eigenschaften treten ja nur auf wo er verstrickt ist, wenn er nicht persönlich Verwickelt ist würde ich ihn sogar sofort als Therapeuten empfehlen . Er kann zb Leute so aufbauen mit einem kurzen Gespräch. Ist einfach wertvoll und ich bin neben ihm zb gesundheitlich aufgeblüht TROTZ dessen das wir 50% der Zeit in diesen Mist verwickelt sind immer wieder.

Und da smit den intensiven Gefühlen stimmt so nicht. Ich kenne das was du beschreibst von einer anderen Beziehung, bei uns ist es eher gewachsen.
 
  • #39
Na jo. Spielchen und Versprechungen schön und gut aber was mich noch bei ihm hält ist das wir gut zusammenpassen in Hobbies, der gesammten Lebensart, und Philosophie, er ehrlich verlässlich und immer pünktlich ist, absoluter Familienmensch und sich sexuell rein gar nichts mehr beweisen muss. Also wenn wir nicht diese diffusen Kämpfe hätten könnten wir rein vom praktischen her super zusammenleben bis dass der Tod uns scheidet.

weiters ist er ein super Partner um den mich jede Frau die ich kenne beneidet, das ist einfach das insgesammte Auftreten das setzt sich zusammen aus sowas wie das er gut aussieht, sehr intelligent ist, sehr viel weiß, ein toller Vater ist, sich toll um seine Stiefkinder kümmert- immer geduldig, aufmerksam und viel weicher und einfühlsamer als ich, hat ihre Probleme und Aufgaben im Blick. Er versorgt mich materiell, sichert mich auch ab, macht die Sachen mit mir die mir Spaß machen, auch wenn es ihm nicht gefällt, zb mit mir Schuhe und Makeup kaufen gehen und interessiert sich für ALLES. Das sagt jeder über ihn, das er weit überdurchschnittlich begeisterungsfähig und interessiert ist und das ist einfach eine super Eigenschaft. Er hat im Gegensatz zu mir ein sehr positives freundliches Gemüt, ein ehemaliger Lehrer von ihm sagte mir mal er wäre der positivste Mensch den er kennt. Da reicht es nicht unausgeschlafen sein und er ist gleich mal gut gelaunt . Er leistet im Vergleich zu anderen Leuten 300% mehr, ist immer voller Tatendrang und kann irgendwie alles, egal was er macht es klappt und funktioniert. Diese negativen Eigenschaften treten ja nur auf wo er verstrickt ist, wenn er nicht persönlich Verwickelt ist würde ich ihn sogar sofort als Therapeuten empfehlen . Er kann zb Leute so aufbauen mit einem kurzen Gespräch. Ist einfach wertvoll und ich bin neben ihm zb gesundheitlich aufgeblüht TROTZ dessen das wir 50% der Zeit in diesen Mist verwickelt sind immer wieder.

Und da smit den intensiven Gefühlen stimmt so nicht. Ich kenne das was du beschreibst von einer anderen Beziehung, bei uns ist es eher gewachsen.

Tja wenn er so ist wie du ihn jetzt beschreibst gibt es ja keinen Grund ihn zu verlassen oder von ihm Änderungen zu verlangen.

Dann @Tom26 dich wohl falsch verstanden

Sorry @Sirikit ,
einen taktischen Plan gegen den Feind ? Und dieser Feind ist dein Freund ???
Frage dich doch mal selber - willst du deinen Feind heiraten ? Mit deinem Feind ins Bett ? Mit ihm Essen und Wohnung teilen ?

Dann liegen deine Probleme mit deinem Verlobten tatsächlich in deinem Wiederstand gegen seine Wünsche wieder deines besseren Wissens, denn beschreibst ja deinen Freund eindeutig so, dass er es besser als du weiß. Richte nicht nach ihm dann wird alles gut.
 
  • #40
Tiefste Gefühle. Dieses starken Auseinandersetzungen und Kämpfe bieten eine Art emotionalen Rausch. Eine respektvolle Beziehung auf Augenhöhe bietet anderes und gutes aber nicht solche Sucht erregenden Emotionen. Ihn zu verlassen würde dann erst einmal in eine gewisse emotionale Leere führen. Die Versuchung wäre groß sich zum Füllen dieser Leere den nächsten Gestörten zu suchen.

Achtsame Männer die nicht soviel Spannung bieten würden dagegen vielleicht als langweilig kategorisiert aussortiert. Das weiß die FS vielleicht und denkt sich, dann kann ich gleich bei ihm bleiben.

Hinzu kommt, dass die FS glaubt Regeln durchschaut zu haben wie er dauerhaft zu binden ist. Eine neue Beziehung würde neue Regeln bedeuten die sie nicht kennt. Das schafft Unsicherheit.

Dass sie meint die Regeln zu kennen und ihn bedingt kontrollieren zu können verschafft ihr dies ein unbewusstes Gefühl, dass sie in Wirklichkeit die Überlegene ist. Sie ist die Übermutter. Er eigentlich nur ein weiteres Kind. Das appelliert an ihre mütterlichen Instinkte.

Menschen denen diese tiefen Emotionen entzogen werden können zudem in eine psychische Krise fallen. Depressionen und Psychosen alles möglich.



Ja. Umgekehrt ist es aber auch so. Sie bieten ihm Sicherheit. Er weiß sie spielt die Egospielchen die er wie Wasser brauch mit und lässt ihn nicht allein. Er konstruiert seine Spielchen ja so, dass sie immer ein Angebot enthalten die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Z.B. dass dauerhaft formale Heiratsversprechen. Die Verlobung. Nicht wenigen Frauen schmeichelt es verlobt zu sein. Ganz besonders auch dann wenn es der Mann ist der dies will. Die Heirat, noch so ein Angelwurm, erscheint dann greifbarer als ohne Verlobung. Wenn er sie auch nach außen als seine Verlobte bezeichnet ist dies tatsächlich auch ein Bekenntnis zu ihr.


"tiefste Gefühle" stellen kein Bedürfnis dar, sondern sind das Resultat erfüllter/unerfüllter Bedürfnisse.

Ein und dieselben Bedürfnisse lassen sich mit völlig unterschiedlichen Strategien befriedigen.

Ungesunde Strategien lassen sich durch gesündere ersetzen und wenn man verstanden hat, welche Bedürfnisse hinter dem eigenen Handeln stehen, dann lässt sich von dem Punkt aus auch vieles neu für sich gestalten.
 
  • #42
so wenig passt dein neuestes Beziehungsstatement (#38) zu deiner hier eingestellten Anfangsfrage. Denn zuletzt scheint doch alles supergut zu laufen, du vermittelst den Eindruck von einem fast perfekten Partner.
Genau so sehe ich das auch. Das ist der berühmte "Zurückruderthread". Ich hatte heute früh auch nur ganz kurz daraus zitiert, was denn nun eigentlich ihr Problem ist, es wurde natürlich nicht veröffentlicht.
Dann würde ich sagen,liebe FS, gehe nochmal in Dich. Es gibt Arbeit. Ist es das alles wert, hier so ein Faß aufzumachen?
Wach bitte auf. Er ist das nur in deinen Träumen. Also der tollste Mann ever, der ausgerechnet bei dir bleibt, obwohl alle Frauen im Umkreis nach ihm schmachten.

Ich sehe einen manipulativen, unverbindlichen Schönwettermann, eine abhängige Frau, die auf ungesunde Weise Bestätigung bei genau diesem sucht und eine Beziehung, in der nicht mal die Basics stimmen. Ich kann nur hoffen, dass die Kinder nicht aus diesem Grund so fügsam sind. Sorry für die deutlichen Worte, ich bin raus.
Kann ich verstehen. Ein Mann, der an einem Körpergewicht von 52 Kg herummäkelt, ist krank. Tschüss.
 
  • #43
Sirikit, es ist dein wievielter Threat? Du scheinst gern in deiner Scheinwelt zu leben, um deinem Leben Würze zu geben oder Drama, Aufmerksamkeit, was auch immer..

Das nennst du

??

Wach bitte auf. Er ist das nur in deinen Träumen. Also der tollste Mann ever, der ausgerechnet bei dir bleibt, obwohl alle Frauen im Umkreis nach ihm schmachten.

Ich sehe einen manipulativen, unverbindlichen Schönwettermann, eine abhängige Frau, die auf ungesunde Weise Bestätigung bei genau diesem sucht und eine Beziehung, in der nicht mal die Basics stimmen. Ich kann nur hoffen, dass die Kinder nicht aus diesem Grund so fügsam sind. Sorry für die deutlichen Worte, ich bin raus.

Mit dem zusammenwohnen ist es so, dass wir vor ca 7 Jahren schon zusammengezogen sind. Allerdings hatte er berufsbedingt vorletztes und letztes Jahr geschäftlich die halbe Woche außerhalb zu tun das ist aber schon eine zeitlang vorbei. Also da ist einiges durcheinenadergeraten, und so wichtig ist das nicht.

Das meine Freundinne mich beneiden oder teilweise sich für mich freuen ist Fakt, weil es mir die ehrlicheren direkt sagen, bzw mir sagen wie die anderen hinter meinem Rücken reden. Sie haben leider nichts sonderlich hilfreiches zu meine Problemen zu sagen. Man weiß im Vorhinein, die eine sagt habt euch lieb, die andere beginnt herumzureden dass wir zu viel aufeinanderpicken und Freiraum brauchen usw Männer in unserem Kreis sind durch die Bank der Meinung ich spinne komplett kommt mir vor.

Ich will jetzt nochmal eines klarstellen. ich schreibe nicht so wiedersprüchliche Posts um euch zu ärgern und zu verwirren sondern weil ich selbst innerlich zwischen so wiedersprüchlichen Sichtweisen hin und hergerissen bin.

Ich habe wohl eine instabile Persönlichkeit und schwanke in meiner Sichtweise, habe Schwierigkeiten mit einer konstanten Realitätswahrnehmung. Daher hab ich immer das Bedürfnis nach in Foren schreiben, Therapeuten (5 Jahre Therapie) und ähnlichem, weil ich versuche herauszufinden was real ist.

Ohne Zweifel "habe" ich objektiv betrachtet eine tollen Mann der mir eher gut tut, einfach das bestätigen wird jeder der mich ein paar Jahre vorher kannte da ging es mir nämlich nicht besonders . Ohne Zweifel hat er ein paar sehr merkwürdige anmutende Charakterzüge die für mich belastend sind mit denen ich nicht zurechtkomme. Auch unsere Paartherapeutin hat damals zu mir abschließend gesagt ich solle : "Trotz seiner Ambivalenz darauf schauen was da ist..."
 
  • #44
Dass man in seiner Beziehung hin und her gerissen ist, wenn es Probleme gibt, finde ich normal. Man muss entscheiden, ob man weiter da bleibt oder nicht, und diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen, und sie ist auch für den einzelnen vermutlich nicht mal als klar richtig oder falsch erkennbar. Ich denke, es hängt alles von der Leidensfähigkeit ab und ob man die Chancen im Leben, wenn man was verändern könnte, nutzt, oder noch eine Runde im "alten Elend" dreht, das ja nicht immer als Elend empfunden wird, da es auch gute Seiten gibt.

Mal eine Frage. Dass Dein Umfeld so auf den Mann reagiert, beeinflusst Dich das? Deine Freundinnen sind neidisch oder freuen sich für Dich - macht das mit Dir, dass Du Dich für bekloppt hältst, weil Du Probleme mit der Beziehung hast? Denkst Du, der Mann ist superwertvoll, weil die anderen ihn so toll finden?

Ich denke zwar auch, dass Du es falsch siehst mit der Augenhöhe und der eingeforderten Verbindlichkeit. Anscheinend gibt er die ja, er will Dich bloß nicht heiraten. Und das will er, könnte ich mir vorstellen, nicht, weil Du so drauf dringst, weil es so eine innerer Zwangssache von Dir ist, es daran beweisen zu wollen.
Aber ich glaube keineswegs, dass nur Dein Verhalten und Deine Person das Problem sind.
 
  • #45
Ich kann hier nur lesen, dass Du mal den Gott der Männer an Deiner Seite hast mit ganz tollen Eigenschaften und er aber dann wieder Eigenschaften zeigt, bei denen ich denke "renne so schnell du kannst". Also die Zerrissenheit bei Dir kann ich sehen.
Aber ich kann nichts dazu sagen, ob Du nicht der Täuschung erliegst, einen wundervollen Mann zu haben, weil Du den Neid und die Begeisterung Deines Umfeldes über ihn siehst und daher am Ende eines Konfliktes immer nur denkst, Du seiest das Problem, Du müsstest Dich ändern. In Bezug aufs Körpergewicht sehe ich z.B. die Macke bei ihm. Zumal es gar nicht um die Zahl gehen kann, sondern um die Schlankheit, denn Muskeln wiegen mehr.

Immerhin redet ihr nach den Streits noch miteinander und es sieht so aus, als begäbe sich die Beziehung auf ein anderes Level. Trotzdem wäre mir das Sexleben und das Sich-unbegehrt-Fühlen ein Grauen. Ich bin nun noch viel toleranter als dieser Mann, was Figuren angeht, und vielleicht hat er einen zwanghaften Fetisch mit dieser Gewichtszahl. Aber sich daran anpassen zu wollen, finde ich fatal. Die komische Ansicht, die von der Norm abweicht, hat ER, nicht Du. Du bist nur diejenige, die der Co-Zwangsfetischist wird.
Am Ende liegt es gar nicht an der Zahl und Du mühst Dich ab, um festzustellen, dass auch nach Deiner Gewichtsreduktion kein Sex wie gewünscht stattfinden wird.

Es gibt auch Beziehungen, da wird immer wieder über dasselbe Problem geredet. Es SCHEINT nur so, als würde sich was bessern, denn man hat ja nun geredet, denkt, der andere weiß jetzt, was los ist und dass man dran arbeiten muss und dass auch ER sich ändern sollte und wird. Und beim nächsten Mal passiert genau dasselbe wieder oder dasselbe in Grün.
Das läuft sich auch tot bzw. hat sich schon nach dem dritten Mal totgelaufen, man will es nur nicht loslassen.

In meiner Exbeziehung gab es ganz am Anfang zwei Problemfelder. Als nach Jahren Schluss war, war es genau aus diesen Gründen. Mit "hättest du mal gleich Schluss gemacht" kann man nun nicht mehr rangehen, weil ich ja auch während der Jahre viel gelernt habe und das nicht missen will und gar nicht weiß, wie mein Leben DAHINGEHEND verlaufen wäre (in wenigstens einer anderen Hinsicht wäre es auf jeden Fall besser gewesen, gleich zu beenden), aber die Probleme, die das Aus bedeuteten, lagen klar auf dem Tisch, von Anfang an, und nur die Hoffnung, dass sich beim anderen was ändert oder man schafft, eine andere Einstellung zu seinen eigenen Bedürfnissen zu bekommen, erhielt die Beziehung. Nur kann man zu seinen Bedürfnissen keine andere Einstellung bekommen, wenn sie a) individuell für einen eben wichtig sind, b) allgemein wichtig sind, wenn zwei ein Paar bilden, einfach vom Umgang mit anderen Menschen her, also z.B. Achtung voreinander haben.
 
  • #46
Und das will er, könnte ich mir vorstellen, nicht, weil Du so drauf dringst, weil es so eine innerer Zwangssache von Dir ist, es daran beweisen zu wollen.
Nach dem letzten Post der TE hört es sich für mich so an, er heiratet sie nicht weil sie krank ist. Und das nichtvorhande Sexleben ist, weil er kein weiteres Kind mehr riskieren will.

TE,
das ist eine Spirale, die Dich abwärts führt. Ohne professionelle Hilfe sehe ich da schwärzer als schwarz.
 
  • #47
Das meine Freundinne mich beneiden oder teilweise sich für mich freuen ist Fakt, weil es mir die ehrlicheren direkt sagen, bzw mir sagen wie die anderen hinter meinem Rücken reden.
Wissen denn die Freundinnen, die dich mutmaßlich beneiden, Einzelheiten aus deiner Beziehung? Kennen sie sein Verhalten dir gegenüber? Oder sind es eher seine optischen Vorzüge, die ihn für andere zum "Traummann" machen? Dass die Frauen nur die Hülle sehen, aber den Mensch darunter gar nicht kennen?
 
  • #48
@void
Zu diesem ersten Punkt mit der Täuschung : ein paar sehen es auch realistischer (zb haben wir freunde mit denen wir schon einige Urlaubsreisen und gemeinsame Selbstfindungsseminare gemacht haben). Aber die sehen halt bei uns beiden die Defizite (was offenbar aufwiegend wirkt) und im real life ist es komischerweise immer andersrum als im Netz, alle Raten immer zum nicht trennen . Andere Freunde sehen es unrealistisch aber haben sowieso gar keine oder schlechte Beziehungen sodass was ich habe auf jeden Fall wünschenswert erscheint.Was stimmt, dass die Macke mit dem Gewicht bei ihm ist, und dass die Ablehnung und sich unbegehrt fühlen ein Greuel ist . Es hat sich da etwas geändert, seltsam, seit ich damals beschlossen hatte er hat Angst vor Nähe und das mit dem Körper ist eine Ausrede hatten wir plötzlich wieder mehr (von ihm aus schlechten) Sex, ich weiß auch nicht warum. Aber leider -wir reden jetzt in letzter Zeit offener darüber - kommt jetzt doch bei Gesprächen wieder raus dass er sich bei dem Sex nicht ganz wohl fühlt weil - "jeder der ihn kennt würde wissen dass er sich beim Sex nur wohl fühlt wenn die Frau schlank ist, andere Attribute wie Alter sind dafür nicht so wichtig ..." .... Er scheint Verbundenheit und Zuneigung und auch Stolz als Gefühle schon zu haben (will auch immer kuscheln ) aber im Punkto aktives sexuelles Begehren dann den Körper über die geistige Verbindung zu stellen, also Sex geht nur mit Objektifizierung -was ich unreif finde - und wo ich als Partnerin gefühlt rausfliege, austauschbar werde . Ich kann ja nicht den schönsten Körper der Welt haben.
Weiters hast du recht dass sich die Beziehung auf ein anderes Level gehoben hat, was positiv ist. Wir konnten jahrelang nicht streiten und haben alle Beziehungsratgebertaktiken durchprobiert, es gab immer nur das eine Resultat : der andere spinnt, ist unfassbar manipulativ.. Wut über die Gesprächsführung und permanentes "reframing". Ich habe damals oft nachgedacht wer von uns verrückt ist. Tatsächlich haben beide Probleme die ineinandergreifen . Das ist seit einer Weile anders. Ich weiß nicht, vl hat es sich auch langsam gewandelt aber irgendwann sind Gespräche immer besser und besser geworden, mit mehr Inhalt und auch weniger Abwehr von meiner Seite.
Was du am Schluss beschreibst, man redet, macht sich irgendwann weil der Streit zu ermüdend ist einen Plan und ist dann wieder motivierter, das kenne ich auch gut.
Ich sehe das aber so dass man Probleme aufschiebt weil man der Wahrheit noch nicht ins Gesicht blicken will, nicht umgekehrt . Also nicht dass man sich früher hätte trenne können wenn man die Wahrheit besser gefunden hätte sondern dass man sich früher nicht trennen wollte und deswegen mit den von dir beschriebenen Pseudolösungen durch eh drüber reden und Pläne machen das Ansehen der Wahrheit vor sich herschiebt damit man sich nicht vielleicht trennen muss. Mal sehen ob wir uns trennen, manchmal ist die Angst auch unbegründet und man findet eine Lösung.
 
  • #49
Das finde ich problematisch, weil natürlich eigene Ängste und Interessen beim Rat mit durchscheinen. Kann man gar nicht verhindern. Und ich finde es auch schlecht, wenn solche "Räte" gegeben werden, weil man sowas gar nicht raten kann. Klar, man kann sagen "ich würde es nicht tun, weil". Aber real gesehen steckt niemand drin und niemand ist Du oder Dein Partner.
kommt jetzt doch bei Gesprächen wieder raus dass er sich bei dem Sex nicht ganz wohl fühlt weil - "jeder der ihn kennt würde wissen dass er sich beim Sex nur wohl fühlt wenn die Frau schlank ist, andere Attribute wie Alter sind dafür nicht so wichtig ..."
Das ist eine total dämliche Sichtweise, tut mir leid, das so zu schreiben. "Jeder, der ihn kennt" - was hat der denn in Deinem Bett zu suchen. Wem will er denn die Show vormachen, dass er nur auserlesene Figuren im Bett hat, weil er sich sonst abwerten würde und sein Sex schlecht sei? Denn sein Instrument zum Sex macht ja wohl doch mit, das scheint ihn wohl nicht so gut zu kennen, wie "jeder".
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass 5 Kilo aus Dir als superschlank eine Frau machen, die man nicht mehr als schlank bezeichnen könnte.
Sex geht nur mit Objektifizierung -was ich unreif finde
Isses auch in meinen Augen. Es ist ein Fetisch, würde ich sagen. Ich finde es besser, so zu nennen, das nimmt die "Normalität" raus. Fetische muss man akzeptieren, dafür kann keiner was. Blöd ist, dass man seinen Fetisch nicht einfach anziehen kann.
der andere spinnt, ist unfassbar manipulativ..
Wenn ich Deinen Beitrag #24 lese mit "sagt ich solle mich zeitnah ändern, das wird er schon spüren dann wird alles anders.", dann ist das ja durchaus manipulativ. ALLES liegt an Dir und Deinen zwei Kilos. Das kann es aber nicht sein, denke ich. Du willst ja mehr Verbindlichkeit und je mehr Du sie brauchst, umso weniger bekommst Du sie. Ich denke, die paar Kilos sind da keine Eintrittskarte ins Paradies, sondern dass Du Deinen Wunsch nach mehr Verbindlichkeit loslässt. Das klingt nämlich für mich eher nach Nähe-Distanz-Anbindung-Freiheit-Problem, als nach "zu fett".
 
  • #50
Ich sehe das aber so dass man Probleme aufschiebt weil man der Wahrheit noch nicht ins Gesicht blicken will
[...]
das Ansehen der Wahrheit vor sich herschiebt damit man sich nicht vielleicht trennen muss
Genau. Wenn die Zeit reif für irgendwas ist, fühlt es sich auch richtig an, zumindest für den einen. Jetzt kommt aber ein Aber mit spekulativem "hätte, wenn und wäre":
Ich hätte mich vermutlich nie getrennt aus meiner Exbeziehung. Vielleicht, wenn ich mich heftig fremdverliebt hätte, aber da ich meinen Ex nie betrogen hätte, wäre ich keine Affäre eingegangen und hätte daher nie so viel "Beziehungsmasse" außerhalb meiner Beziehung gehabt, dass ich diese in Frage gestellt hätte. Ich vermute, mein Ex hat sich fremdverliebt, als er die Beziehung mit mir beendete. Als er Schluss gemacht hatte, habe ich mich erleichtert gefühlt und sehr traurig, aber als wäre eine Last von mir genommen. Die Diskussionen hatten ein Ende, die Schuldgefühle auch. Und ich musste mich fragen, warum ich selbst nicht Schluss gemacht hatte vorher irgendwann. Ich hab noch an die Beziehung geglaubt, obwohl sie mich beschwerte. Es war so viel Gutes und Schönes in der Beziehung, das meinem Ex dann aber nicht mehr reichte, weil ich dadurch, dass ich mich nun endlich mal auf mein berufliches Fortkommen konzentrierte (das ich vor unserer Beziehung angegangen war) natürlich weniger Zeit für die Beziehung hatte. Und er war - kann man nicht anders sagen - dahingehend ein Macho.

Ich will damit sagen - allgemein, nicht auf Dich bezogen: Man kann Handeln auch unendlich aufschieben und sich damit krank machen, ein falsches Leben führen, seine Muster nicht erkennen (z.B. kann ich aus einer Situation, die mir nicht guttut, rausgehen, oder hat mich meine Verlustangst und der Drang nach Schein-Sicherheit so im Griff, dass ich an allem festhalten, bloß um nicht allein zu sein. Oder: Bin ich gewohnt, dass ich um Liebe kämpfen muss, und habe noch nicht erkannt, dass es falsch ist? Dh. ich brauche die Ablehnung, um mich daran abzuarbeiten. Oder: Habe ich Schuldgefühle, wenn ich einem anderen wehtun muss mit "ich will dich nicht mehr".)

Es gibt nicht nur den Drang, eine Wahrheit aufzuschieben, dass man sich nicht trennen muss. Es gibt auch den Fall, dass man die Wahrheit kennt und sich verbiegt, weil man andere unerkannte Muster in sich hat, die bewirken, dass man sich lieber selbst zerstört, als die Beziehung zu beenden.
Es ist nicht garantiert, dass man mit Kenntnis der Wahrheit gesund rausgehen wird, falls es anderweitig zum Ende kommt, z.B. der andere sich fremdverliebt.
Manchmal hat man auch durch das Verharren Weichen in seinem eigenen Leben so blöd gestellt, dass das, was man sich sonst noch wünschte, nun gar nicht mehr geht, weil der Zug abgefahren ist. Ganz abgesehen von verpassten Chancen.
 
  • #51
@Sirikit
Ich denke, das Frauenbild deines Freundes wirst du nicht ändern können. Friss oder stirb. Möglich, dass er dich mit 40, 45 oder in einem Jahr auswechseln gegen eine Jüngere. Vielleicht bleibt er aber auch. Momentan bleibt er bei dir. Aber wissend um seine Vorliebe zu 50kg Kindfrauen, kannst du dir ausrechnen wie lange das gut geht. Ist er denn treu? Es bleibt dir nichts anderes als dich frühzeitig finanziell für das Alter und die Rente abzusichern. Am besten lässt du dich beraten. Zahlst du ein in eine Rentenversicherung? Lohnt es sich eine berufliche Zusatzqualifikation zu machen? Oder eine Immobilie? Erbst du mal?! Investiert du in Aktien oder Fonds? Hast du eine BU? Hast du eine Berufsausbildung oder ein Studium? Stelle dir vor wie es ist wieder mit 3 Kindern in deinen Beruf einzusteigen. In Teilzeit. Auf diesen Mann kannst du nicht bauen und Ihr seid nicht verheiratet. Er kann jederzeit eine neue Freundin haben und dich verlassen. Du bekommst nicht einmal Unterhalt im Trennungsjahr! Geschweige denn nachehelichen Unterhalt. Da du ihn ja liebst, willst du natürlich bei ihm bleiben. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht! Es ist gesund im Hier und Jetzt zu leben. Aber absichern würde ich mich immer.
 
  • #52
... im real life ist es komischerweise immer andersrum als im Netz, alle Raten immer zum nicht trennen .

Dabei spielen sicher zwei Aspekte eine Rolle, die nur Du beurteilen und abwägen kannst:

- hier im anaonymen Forum tummeln sich größtenteils Menschen, die beendete Beziehungen hinter sich haben mit teilweise ziemlich negativen Beziehungserfahrungen oder gar Beziehungsproblemen persönlicher Art. Da wird sicher eher auch mal zu einer Trennung geraten.

- In Deiner direkten Umgebung sind Freunde und Bekannte in der Regel nicht daran interessiert, dass sich Paare trennen, weil das auch für die Umgebung immer unangenehm ist. Diese Hemmschwelle haben Fremde wiederum nicht. Ob Du in Deiner direkten Umgebung Deine Probleme und Deine Sicht so offen und direkt kommunizierst wie in einem anonymen Forum, kannst auch nur Du beurteilen...
 
  • #53
Ich habe wohl eine instabile Persönlichkeit und schwanke in meiner Sichtweise, habe Schwierigkeiten mit einer konstanten Realitätswahrnehmung.

Das ist offensichtlich und an dieser instabilen Persönlichkeit solltest du intensiv arbeiten. Wenn du durch deine bisherige Therapeutin keine Hilfe erfahren konntest, schau dich nach einer anderen um.

So wie du deinen Partner #50 beschreibst, hast du anscheinend einen Sechser im Lotto …?!

Demnach kann alles, was im Argen liegt nur mit dir und deiner Persönlichkeit, respektive deiner Wahrnehmung zu tun haben.
Erst wenn sich da etwas verbessert, kann sich eure Beziehung erst verbessern.
 
Top