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  • #1

Beziehung zu jungem Witwer mit Kindern. Eigener Kinderwunsch. Was tun?

Bin seit beinahe 6 Monaten mit einem jungen Witwer zusammen, der zwei kleine Kinder hat. Selbst bin ich noch kinderlos, aber mit diesem Mann könnte ich es mir schon sehr gut vorstellen ein Kind zu haben. Er äußerte sich zu diesem Thema eher ablehnend. Wie gehe ich damit um? Wo ich doch letztlich einen Kinderwunsch habe, auch wenn das noch nicht sofort sein muss.
 
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  • #2
Ganz einfach: sprich mit ihm wie genau er das sieht. Wenn er nur momentan keine Kinder will und du noch jung genug bist ist das ja kein so großes Problem. Will er generell keine Kinder oder du kommst allmählich in ein kritisches Alter dann wirst du dich entscheiden müssen ob du deinen eigenen Kinderwunsch ignorierst oder ob du ihn einfach verlässt.
 
  • #3
Du wünschst Dir Kinder und solltest diesen Wunsch auch nicht ignorieren. Was nützen Dir fremde Kinder? Du solltest den Mann dringend auf Deinen ernstgemeinten Kinderwunsch ansprechen und klarstellen, dass es nicht sofort sein muss, aber mittelfristig zumindest geplant werden muss.

Wenn er kategorisch keine weiteren Kinder mehr will, solltest Du Dich trennen. Lasse Dich nicht als Stiefmutter missbrauchen, die ihm sein Leben vereinfacht, aber letztlich nur Hilfskraft bleiben soll.
 
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  • #4
Liebe Fragestellerin,
Dein Freund hat zwei kleine Kinder. Dieser Mann ist ohne seine Kinder nicht zu haben.
Die beiden haben ihre Mama verloren und das ist schwer für so kleine Kinder.
Sie brauchen es dringend, dass der Vater eine warmherzige und freundliche Frau findet, der sie ihr Herz schenken können, der sie vertrauen können und die sie nicht - auch wieder - verlässt.

Wenn Du die Kinder nicht in´s Herz schliessen kannst, dann beende die Beziehung so schnell wie möglich.

Frederikas Äußerung "was nützen Dir fremde Kinder?" finde ich sehr kaltherzig. Das ist eine merkwürdige Form von Kinderliebe.
 
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  • #5
Ich hatte damals, ganz am Anfang der Beziehung, meinen Ex auf meinen unbedingten/generellen Kinderwunsch angesprochen. Als Antwort hat er mir seine beiden Kinder "angeboten", so nach dem Motto: "Jetzt hast du erst mal diese zwei mit mir." Ich akzeptierte und "adoptierte" die beiden. Nun haben wir uns nach sehr langen Jahren getrennt, obwohl ich trotz seines Fremdgehens fast wegen der Kinder zurückgekommen wäre.

Nun tickt meine biologische Uhr und ich bin Single. Habe schon über Adoption nachgedacht, aber das geht ohne Partner oder Ehemann ja nun auch nicht. Einen Samenspender möchte ich nicht, sondern einen richtigen Vater für meine Kinder. Selbst wenn ich einen Partner hätte, würde mich das nicht richtig glücklich machen, wenn mein Kinderwunsch nicht auch in Erfüllung ginge.

Mein Tipp (wie Frederika immer wieder empfiehlt): Verlass ihn und such dir einen Mann ohne Anhang! Du wirst nur Ersatzfrau und Ersatzmutter sein, die für alles den Kopf hinhalten darf, wenn's nicht passt. Du wirst immer mit der "anderen" verglichen werden.
 
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  • #6
@4
Verstehe ich nicht. Du hattest die Kinder "adoptiert" und sie haben jahrelang zu Dir gehört.
Nun ist die Partnerschaft zerbrochen. Sowas kommt vor.
Warum hast Du jetzt keinen Kontakt mehr zu den Kindern ? Kommt mir merkwürdig vor.

Eine Freundin von mir hatte auch einen Partner mit zwei Töchtern.
Auch diese Partnerschaft ist zerbrochen. Aber der Kontakt zu seinen Töchtern besteht nach wie vor. Eine der beiden jungen Frauen ist sogar ganz in die Nähe der ehemaligen "Stiefmutter" gezogen.

Mich befremdet es immer sehr, wenn eine Frau offensichtlich (fremde) Kinder nicht mag oder sogar als Plage betrachtet, aber unbedingt eigene Kinder haben will.
Eigene Kinder machen auch Krach, werfen ihre Becher um, kloppen sich und sagen Schimpfworte.
 
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  • #7
Wenn du dir von Herzen Kinder wünschst ist die Stiefmutter-Rolle nicht die einfachste.

Das Problem ist, dass man jeden Tag vor Augen hat, was man sich selber so sehnlichst wünscht. Allerdings kann ich es auch verstehen, wenn dein Partner als Witwer mit zwei kleinen Kindern nicht noch an weitere Kinder denkt. Wenn er es aber grundsätzlich ausschließt noch ein gemeinsames Kind mit dir zu bekommen, musst du dich entscheiden. Das ist hart, aber ich denke wenn du ihm zuliebe auf etwas verzichtest was dein Herzenswunsch ist, wird es dir vielleicht in späteren Jahren leid tun.

Auch wenn es jetzt hart klingt, aber die Tatsache dass dein Partner Witwer ist, macht es dir leichter bei den Kindern eine Mutterrolle einnehmen zu können. Allerdings wäre es auch für die Kinder schwer, sich an dich zu gewöhnen und plötzlich bist du wieder weg. Ich denke in so einer Konstellation solltet ihr sehr sensibel sein auch gegenüber den Kindern, die ja schon den Verlust der Mutter verkraften mussten.



w (45)
 
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  • #8
#4 @5

Ich habe deshalb keinen Kontakt mehr zu den Kindern, weil ihr kranker Vater es uns verboten hat. Weil sie mich mehr achten und lieben als ihn und er es nicht erträgt, dass sie von ihm und seinen Verhaltensweisen (v. a. seine Vielweiberei) nichts halten, weil er uns kontrolliert und mich schon zur Sau gemacht hat, weil sie meine Nähe/Beistand gesucht hatten oder mit mir telefonierten und er Ihnen im Hintergrund heimlich Anweisungen gab, wie und was sie mit mir reden sollten (Manipulation).
Die Kinder sind für ihr Leben geschädigt (Scheidungskinder und was für welche!), aus ihnen ist nichts geworden und alle Mühe und Kraft meinerseits war wohl umsonst, wenn auch (auf)richtig... Sie werden ganz nach ihrem Vater kommen. Im Grunde hatte ich drei Kinder versorgt. Und alle drei haben bewiesen, wie BÖSARTIG (das ist ein milder Ausdruck!) sie mir gegenüber sein konnten.
Im übrigen bin ich bei diesem Mann nicht schwanger geworden, weil ich erst mit ihm die großen Probleme mit seinen Kindern bewältigen wollte. Ich hätte das alles mit Leichtigkeit hingekriegt, hätten sich nur die Eltern ihren Kindern zuliebe mal zusammenraufen können. Aber ihr Herz war zu klein und eng.

Andererseits kenne ich Frauen, die sich einfach gegen den Willen des Mannes schwängern lassen und den Mann vor vollendete Tatsachen stellen: "Hoppla, ich bin schwanger."

Gestern habe ich einem EP-Kandidaten abgesagt und ihm als Grund (den er wissen wollte) genannt, dass er einen "Anhang" hat. Er hat sich für die Ehrlichkeit bedankt und gemeint, dass ihm das öfters passiert.

Wie gesagt, meine biologische Uhr tickt und habe keine Zeit, Kraft und Muse mehr, irgendwelche Kinder "auszuprobieren" und ihnen eine liebevolle Ersatzmutter zu sein. Ich denke jetzt an mich und meine zukünftigen eigenen Kinder. Diese Art von Liebe ist einmalig und besonders und ich möchte sie unbedingt kennenlernen. Ist das zuviel verlangt?
 
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  • #9
Wie stellst sich der Mann bzw. Du denn überhaupt eure Beziehung für die Zukunft vor? Wird er weiterhin seine Kinder selbst versorgen (wie macht er das finanziell?) oder sieht er Dich für die Mutter- und Hausfrauenrolle vor? Wer finanziert das und würdest Du das wollen, also Job aufgeben für seine Kinder? Bist du beruflich und finanziell autark?

Wäre ganz gut, wenn Du mal etwa Euer Alter und das der Kinder angibst.

@#5: eine Stiefmutter wird selten und wenn dann nach Jahren die gleichen Gefühle für fremde Kinder aufbringen, wie für eigene. Das kann Dir jede Frau, die eigene UND Stiefkinder hat, bestätigen. Also verurteile hier nicht, ohne selbst die Situation zu kennen!
 
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  • #10
bin selber Witwer (45) mit 2 halbwüchsigen Kids und kann gut verstehen, dass er keine Kinder mehr möchte. Wenn du einmal sowas durchgemacht hast, willst du das nie mehr wieder und auch deinem Nachwuchs unter allen Umständen ersparen.
Ich hätte da keine ruhige Minute mehr weil ich ständig Angst hätte, meiner Frau könnte was passieren und ich stünde wieder alleine da.
 
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  • #11
Naja, Du kannst entweder Kinder haben oder keine Kinder haben. Ich hatte mal ein Date bei dem jeder dem andern ins Gesicht gesagt hat:

"Schade daß wir uns nicht früher getroffen haben - mit Dir wäre es gegangen, Heiraten und Kinder kriegen"

Ich hatte Kinderwunsch, sie hatte eine Tochter die fast erwachsen war, mit der sie nach schwerer Geburt lange allein war - sie sagte "nicht nochmal".

Und das war dann das Problem wegen dem wir uns nicht wieder gesehen haben, weil sie sagte "Es ist besser so weil ich will den Druck nicht von Dir überzeugt zu werden doch nochmal schwanger zu werden."

Ich denke, das Problem liegt darin, daß er seine Frau verloren hat. Die, denen es passiert ist, finden häufig einen neuen Partner, wichtig ist aber, daß der mit dem Erlebten und dem was die Ex für ihn bedeutet, umgehen kann. Er hat den ersten Schritt gemacht, sich auf Dich einzulassen, weil Du ihm im Leben hilft und ihn glücklich machst. Aber er hat die Mutter seiner Kinder einmal verloren und will das nicht nochmal tun und so ist die Scheu vor tiefen Beziehungen bei Verwittweten einfach da.

Gib ihm einfach Zeit, der Rest ergibt sich. Todesfälle des Partners sind so selten daß es höchst unwahrscheinlich ist, daß das mehrmals der gleichen Person passiert.
 
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  • #12
@8
Tja, am Ende stimmt jedes Klischee - offensichtlich auch das von der "bösen" Stiefmutter, die das "fremde" Kind nicht lieben kann.

Keine Frau würde den Mann, den sie liebt, als "fremden" Mann bezeichnen. Aber liebevolle und liebebedürftige Kinder bleiben eben für kaltherzige Frauen ein Leben lang "fremde" Kinder, für die sie nichts empfinden können.

Auch eigene Kinder können sich biestig verhalten.
Was will eine Frau, die keine Kinder mag, mit einem eigenen Kind ? Verstehe ich nicht .
 
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  • #13
@11: Die Bindung zu einem eigenen Kind ist eine völlig andere als zu einem fremden Kind und die Bindung zwischen einem Paar ist eine völlig andere als die von einem Elternteil zu einem Kind. Insbesondere entstehen beide Bindungen auf völlig unterschiedliche Art und Weise, gerade bei Frauen hat die Schwangerschaft schon eine enorme Bedeutung für die Bindung zwischen Mutter und Kind.
Wenn eine Frau also ein eigenes Kind will, v.a. wenn sie es von Anfang an miterleben will wie das Kind aufwächst, dann helfen ihr fremde Kinder nichts, genauso wie Frederika es gesagt hat.
Die FS hat aber eben genau so einen Kinderwunsch, sonst hätte sie diesen Thread ja nicht eröffnet also ist es reichlich sinnfrei ihr zu sagen das sie ja die beiden Kinder von dem Mann schon hat.
 
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  • #14
@12
Mein Mitgefühl gilt den Kindern, die ihre leibliche Mutter verloren haben, und die jetzt ihr Leben lang spüren, dass sie zweite Wahl sind. Nicht geliebt, bestenfalls von Vaters neuer Frau geduldet. Hat Papas neue Frau endlich ein eigenes Kind, sind sie endgültig zu Aschenputteln geworden.

Eine Frau, die Liebe und Herzenswärme besitzt, kann auch Kinder lieben, die sie nicht selber auf die Welt gebracht hat. Sie sieht die Kinder aufwachsen und sie wachsen ihr von alleine an´s Herz.
Auch Adoptiv-Eltern lieben ihre Kinder.

Ein Witwer mit kleinen Kindern wird genau spüren, wie seine Freundin zu seinen Kindern steht. Mit einer Frau, die seine Kinder nicht liebt, wird er kein weiteres Kend haben wollen.
Damit bindet er sich an eine Frau, für die seine geliebten Kinder zweite Wahl sind.
 
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  • #15
@13: jetzt kommt wieder die "böse-Stiefmutter-Schallplatte", gespickt mit Schwarz-Weiss-Malerei und Schuldzuweisungen... Niemand behauptet -insbesondere nicht die FS- sie würde die nicht leiblichen Kinder des Partners nicht lieben. Wenn Du Dich aber mal auch nur ein bisschen mit der Stieffamilien- insbesondere der Stiefmütter-Problematik beschäftigst, merkst Du schnell selbst, dass Deine Pauschalverurteilungen völlig weltfremd und falsch sind!

Stiefväter haben es deutlich einfacher, denn eine leibliche Mutter wird immer ihre Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen und nicht grösstenteils auf einen neuen Partner abwälzen mit dem Argument "wenn er mich liebt, dann muss er auch meine Kinder genauso lieben und für sie sorgen, wie ein leiblicher Vater".

Interessanterweise wird aber genau diese Forderung fast vom gesamten Umfeld und sehr häufig auch vom Partner an die StiefMUTTER gestellt. Der arme Mann, geschieden oder verwitwet, muss ganz alleine für seine armen Kinder sorgen (komisch, bei den weiblichen AE macht sich da kein Mensch einen Kopf drum!!!). Da MUSS seine neue Partnerin den armen Kindern doch die Mutter ersetzen, sie genauso lieben, wie eigene Kinder ect.... und wenn sie das nicht tut, dann liebt sie den Mann nicht und ist dazu noch eine böse Stiefmutter!
Wagt sie dann noch, den Wunsch nach Kindern gemeinsam mit ihrem Partner zu entwickeln, spricht man ihr dieses Recht ab, weil sie ja im Leben keine gute Mutter sein könnte, wenn sie die Stiefkinder nicht liebt oder nicht mit ihnen klarkommt!!! Wie dreist ist das denn!!!

Ich bin von Null auf hundert nach einem Jahr Beziehung mit einem Wochenend-Papa Stiefmutter eines knapp 6-jährigen, deutlich verhaltensgestörten (Borderline-Mutter) und hyperaktiven Jungen geworden. Habe dazu noch intensiv meinem Partner bei all den nervenzehrnden Gerichtsverfahren wegen Unterhalt und Aufenthaltsbestimmungsrecht geholfen, Familientherapie, Erziehungsberatung, Kinderpsychologin und sonstwas angeschoben und durchgezogen -das ganze bei getrennter Kasse übrigens!

1 1/2 Jahre haben wir alle Pläne für ein gemeinsames Kind aufgeschoben, um zunächst die finanzielle und rechtliche Situation wegen seines Sohnes zu klären. Dann hat der Junge, der mich heiss und innig liebte und wollte "dass ich seine Mamma bin" in der entscheidenden Gerichtsverhandlung dem Richter erklärt, er wolle lieber bei Mamma leben (die ihn aber gar nicht wollte, sondern per Jugendamt zum Papa abgeschoben hatte!). Weil er dort mit dem Familiendackel spielen könne und nicht beim Essen wrten müsse, bis alle fertig sind. Der Junge kann nichts daffür, aber ich war -mitgenommen auch durch eine akute Erkrankung- mit meinen Nerven am Ende und bat den Vater, sich 2 oder 3 Tage alleine um sein Kind zu kümmern, da ich in dieser Stimmung dem Jungen alles andere als guttun würde.
Die Antwort war "wie stelltst Du Dir das mit einem gemeinsamen Baby, wenn Du mit meinem Sohn schon nicht klarkommst?". Das war das Ende dieser Beziehung, ich habe sie beendet.

Meine liebe @12, es hat absolut NICHTS mit Herzenswärme und Liebe zu tun, ob man Stiefkinder lieben kann oder nicht. Es hat aber sehr viel mit dem Verhalten des leiblichen Elternteils, des Umfeldes, insbesondere auch dem Kind selbst zu tun (es gibt genug ältere Kinder, die dem Stiefelternteil das Leben zur Hölle machen können!). Und es ist eine Frage von sehr viel Zeit, bis man als Familie zusammenwächs, gegenseitiges Vertrauen muss wachsen, das lässt sich auch mit viel Liebe nicht übers Knie brechen.

Man kann einem Kind auch als nichtleiblicher Elternteil eine sehr gute Mutter/Vater/ Freun/ Freundin sein, ohne es so abgöttisch zu lieben, wie das nur leibliche Eltern aus ihrer Urrliebe heraus können!

Daher kann ich die Bedenken der FS wirklich sehr gut nachvollziehen! Es wäre schön, wenn sie sich nochmal äussert und die Fragen beantwortet, die ich in #8 gestellt habe.
 
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  • #16
Nur zu gerne hätte ich in jüngeren Jahren einen Witwer mit kleinen Kindern kennen gelernt.
Niemals hätte ich sie als "fremde Kinder" betrachtet und bezeichnet, das finde ich erschreckend kaltherzig und -schnäuzig.

Der Vergleich mit Adoptivkindern gefällt mir gut. Ich kenne mehrere Familien, in denen es Stiefkinder gibt (meine eigene Herkunftsfamilie eingeschlossen) und Familien, in denen es Adoptivkinder gibt. Wenn man über Herzenswärme verfügt, gelingt es leicht, diese Kinder zu lieben wie eigene, dafür kenne ich zahlreiche Beispiele. Ich denke da gerade an eine Familie, in der oft von "unserer Tochter" erzählt wird, obwohl sie allein die leibliche Tochter des Mannes ist. Die Ehefrau, die Stiefmutter also, betrachtet sie längst als ihr Kind.

FS, wenn du unbedingt ein "eigenes", ein leibliches Kind möchtest und dein Partner aus nachvollziehbaren Gründen keine weiteren Kinder mehr will und du seine tatsächlich als "fremd" empfindest, dann musst du dich tatsächlich von ihm trennen und dir einen Mann zur Familiengründung suchen. Hoffentlich findest du einen, denn so einfach ist das oft nicht.

Ich persönlich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, aber für dich ist das wohl der einzige richtige Rat.
 
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  • #17
Das mit der "Urliebe" leiblicher Eltern halte ich für ein Gerücht.
Es gibt Frauen, die mit Kindern nicht besonders gut umgehen können.
Daran wird sich auch bei den leiblichen Kindern nicht viel ändern.
Oder woher kommen all die schreienden, genervten, überforderten Mütter ?

Ich habe den Verdacht, dass es manchen Frauen weniger darum geht, das Kind zu lieben, sondern mehr darum, endlich einen Menschen zu haben, von dem sie selber bedingungslos geliebt werden.
Wenn die Beziehung zwischen einer erwachsenen Frau und einem sechsjährigen Knirps scheitert, trägt niemals (!) das Kind für dieses Scheitern die Verantwortung.
Der Kommentar des Kleinen, er wolle lieber zu der Mama mit dem Dackel ist übrigens für ein Kind in dem Alter völlig normal. 6-jährige ticken so.
 
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  • #18
Ich finde eher den Witwer egoistisch. Wenn er dich richtig liebt und du gerne ein Kind mit ihm möchtest, sollte er so flexibel sein, sich das auch vorstellen zu können! Er scheint nicht so sehr glücklich darüber zu sein, dass er nochmal eine Frau gefunden hat, die ihn liebt, ihn mit den 2 Kindern nimmt und sich ein gemeinsames Leben mit ihm vorstellen kann.
Ihm muss doch von Anfang eurer Beziehung an klar gewesen sein, dass eine Frau, die noch keine Kinder hat, verständlicherweise noch Mutter werden möchte. Sonst hätte er sich gleich nur einer Frau nähern sollen, die keinen Kinderwunsch mehr hat.
Vielleicht ist der Tod seiner Frau auch noch nicht lange her, so dass er überhaupt noch nicht richtig frei ist für eine neue Liebe und einen Neuanfang.
Ob geschieden, getrennt oder verwitwet, ich finde es unerträglich, wie gerade alleinerziehende Väter oft so tun, als täten sie einer ledigen kinderlosen Frau einen riesigen Gefallen damit, dass sie (schon) Kinder mit in die Beziehung bringen!

w42
 
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  • #19
Das Gerede hier um Stiefmütter und Kinderliebe, bzw. nicht-Liebe finde ich total krank!
Natürlich sind die bereits existierenden Kinder eines neuen Partners fremde Kinder, schließlich haben sie bereits eine Mutter.

Dass man sich in einen Mann verliebt, bedeutet doch noch lange nicht, dass man sämtliche seiner Familienmitglieder einschließlich der Ex-Frau ebenso liebt! Zwischen ihm und der Ex wird es ja wohl auch Differenzen gegeben haben, sonst hätten sie sich ja nicht getrennt und die Kinder werden auch was von ihrer Mutter mitbekommen haben...

Kinder sind allesamt Individuen mit unterschiedlichen Charakteren! Das sind doch keine Hühnerküken, die einfach alle gleich niedlich sind. Zu fremden Kindern fühlt man eine allgemeine Liebe, zu eigenen eine spezielle.
Jedes Kind hat seine eigene Art und manche passen eben zu einem selber und manche nicht. Ein eigenes Kind trägt auch ein Stück von einem selber in sich. Als Beispiel: nur weil man heterosexuell ist und Männer mag, heißt das doch auch nicht, dass man einfach jeden Mann liebt und mit jedem eine Beziehung eingehen kann. Das ist genau dasselbe.
 
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  • #20
Als Mann mit Kindern sollte einem immer klar sein, dass er einer Frau ohne Kinder nicht den Wunsch und die Erfahrung verwehren kann, selbst ein Kind zu bekommen.
Das kann dir dein neuer Freund nicht abschlagen.
Vielleicht solltet ihr einfach noch eine Weile warten, bis sich Eure Beziehung gefestigt hat. Würde ihm aber ganz klar sagen, dass du ein Kind willst und dass das sonst für dich nicht in Frage kommt.
Ich finde es sogar wichtig, dass du auch selber Mutter wirst, denn nur so öffnet sich die Elternwelt mit all ihren Gefühlen wirklich für Dich und du kannst auch seinen Kindern eine Art Freundin und Mutter sein.
Im Moment wird der Mann einfach noch überfordert sein. Er bekommt gerade erst mal sein Leben einigermaßen in der Griff und schon soll noch ein neues Baby hinzukommen?
Lasst Euch Zeit. Aber in 1-2 Jahren sollte er dafür bereit sein!
 
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  • #21
Jedes Kind hat seine eigene Art und manche passen eben zu einem selber und manche nicht. Ein eigenes Kind trägt auch ein Stück von einem selber in sich. Als Beispiel: nur weil man heterosexuell ist und Männer mag, heißt das doch auch nicht, dass man einfach jeden Mann liebt und mit jedem eine Beziehung eingehen kann. Das ist genau dasselbe.

Aber es sind die Kinder von einem Mann, den man liebt. Es sind die Kinder, mit denen man viel zeit verbringt und bei denen man bereit ist, sein Herz auch ein Stück zu öffnen.
Es ist auch nicht gesagt, dass die Kinder die neue Frau lieben.
Am Anfang reicht es völlig, wenn die Kinder und die neue Frau Freunde werden.
Aber man kann sich doch wenigstens eine Chance geben!?
Ein Bekannter auf einer Grillparty ist auch mit einer Frau zusammen, die 2 Kinder hat. Er stellte mir die Kinder als "seine Beutekinder " vor . . . voller Liebe und Stolz!
 
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  • #22
Kinder sind nicht alle gleich und man liebt nicht automatisch alle Kinder, nur weil man generell Kinder gerne hat und gut mit ihnen auskommt. Selbst bei Babies gibt es da schon gravierende Unterschiede. Manche findet man so süß, dass man sie am liebsten sofort auf den Arm nehmen und knuddeln würde, andere lassen einen fast völlig kalt.
So gerne ich Kinder habe, NIE könnte ich ansatzweise dasselbe für ein fremdes Kind empfinden wie für das eigene. Und aus genau diesem Grund hätte ich NIE auf ein eigenes Kind verzichtet. Ein Mann, der das von einer Frau erwartet, nur weil er selbst schon zwei Kinder hat, ist völlig empathiebefreit und somit ein totales NoGo.
 
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  • #23
Darum möchte ich als Mann auch niemals eine AE Frau als Partnerin, da es für mich immer ein fremdes Kind bleiben würde.

Kinder und Familiengründung könnte ich mir stets nur mit einer Frau ohne Kind vorstellen.

Leider werden dabei an Männer und Frauen unterschiedliche Ansprüche angelegt. In diesem Thread bekommt die FS viel Verständnis. Männer die keine AE Frauen als Partnerin möchten, bekommen leider bei EP wenig Verständnis.

Ich kann die FS gut verstehen und würde mich wohl auch trennen.
 
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  • #24
Ich kann dich total verstehen.
Bin ebenfalls seit 3 Jahren mit einem Witwer (er hat 2 Kinder 11,13) zusammen. Habe selber einen 11 jährigen Sohn. Denn "fremde" Kinder ist was anderes als eigene. Ich kann das jetzt beurteilen. Auch wenn ich ein sehr gutes und inniges Verhältnis zu den Kinder meines Partners habe, ist alleine die Zeit der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre sehr bedeutend für die Mutter-Kind Bindung. Ich liebe meine "Stiefkinder" und versuche sogut wie möglich für sie der Mutterrolle nahezukommen, aber es ist nie so wie mit eigenen Kindern.
Wenn eigene Kinder für dich so wichtig sind würde ich das mit deinem Partner klären, denn wenn du seitewegen auf deinen Herzenswunsch verzichtest wird das immer zwischen euch, aber auch zwischen seinen Kindern und dir stehen.
 
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