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  • #1

Beziehungsangst als Synonym für Warteschleife ?

Angeregt durch einen anderen Beitrag hier möchte ich diese Frage stellen.
Ich bin ein gebranntes Kind,wurde lange in der Wartschleife gehalten,bis ich ausgestiegen bin .

Etwas schlimmeres gibt es kaum .
Es hat sich gezeigt,dass die wenigsten menschen Beziehungsangst haben.meistens ist es nur eine dumme Ausrede .Oder Distanzgehabe .

Wie sind Ihre Erfahrungen ?
 
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  • #2
Gerade was du sagtst, macht die Beziehungs-"Angst" aus. Du bleibst distanziert, weil du nicht nochmal in eine Beziehung investieren willst, die vielleicht vorzeitig wieder endet. Oder du erfindest dumme Ausreden, um dich nicht 'geben' zu müssen. Menschen die einmal enttäuscht wurden, haben zwar keine Angst, aber sind sehr, sehr vorsichtig! Bleib ruhig bei deiner gewissen inneren oder auch äußeren Distanz, du musst ja nicht weitergehen, aber bleib offen für eine vorerst lockere Verbindung. Mit ein bisschen Sicherheitsgefühl kannst du wieder einen kleinen Schritt vorangehen, und vorab klären inwieweit der andere eine ernsthafte Partnerschaft anstrebt.
 
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  • #3
Ja, und wie ist das, wenn der locker vorangehende Part ganz gediegen anfängt herumzuknutschen und herumzumachen? Das wäre dann doch nach mehreren Dates ein klares Signal für eine Partnerschaft. Was ist aber, wenn er bei Aussprache dann erwähnt, dass er sich Zeit lassen will (zB noch nicht verknallt, Vergangenheit, Ängste..wer weiß das schon)? Es ist doch immer so, dass man sich danach wieder näherkommt, sobald man sich mehrere Stunden sieht...
 
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  • #4
Die Warteschleife: auf was hast du denn gewartet, bzw. auf was oder wen wartete dein Partner?
Klar, wenn man wieder anfängt, weiß man nicht ob der Partner es 'ernst' meint - oder nur eine Affäre anstrebt.
Manche heiraten (wenn es darum geht) erst, wenn sich ein Baby anmeldet - andere wollen erst ein Kind, wenn sie verheiratet sind ... da können beide lange warten.
 
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  • #5
Es sind alle Ausgänge möglich:

a) Ernstgemeinte Warteschleife und Beziehung geht danach weiter
Es gibt Menschen, die tatsächlich - nicht nur im Kitschfilm - aufeinander warten. Weil sie sich sicher sind, einen ganz besonderen Partner gefunden zu haben.

b) Reflexive Warteschleife, um zu schauen, ob eine Beziehung überhaupt möglich ist
Rahmenbedingungen müssen z.B. abgeklärt werden.
Wenn einer Ängste oder eine unaufgearbeitete Vergangenheit hat, können offene Gespräche und die Bereitschaft zu vertrauen die Zweifel ausräumen.

c) Pro forma- Warteschleife = verpacktes "nein"
Die unschönste, weil liebloseste und schmerzhafteste Art, eine Beziehung zu beenden. Weil einer die Vorstellung aufgebaut hatte, es würde weitergehen und dann sehr unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt wird.

Vielleicht wird beim nächsten Mann alles anders? ;)
 
  • #6
Ich kenne noch eine weitere "Warteschleife". Sie funktioniert nach dem Motto "sichern und weitersuchen" und ist etwa mit Variante c von @4 vergleichbar.
Fazit: sich aus einer Warteschleife zu entfernen, ist in aller Regel genau die richtige Entscheidung!
 
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  • #7
Grausam ,einen Menschen hinzuhalten und mit seinen Gefühlen zu spielen .
Erlebt hab ich es auch. Und ich bin mittlerweile das,was man beziehungsunfähig nennt .

Nicht mehr ganz jung,52 Jahre ,aber geschädigt fürs Leben .Das bezieht sich nicht nur auf
die Liebe .
 
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  • #8
Keiner will in einer c)-Warteschleife sein, klar!
Doch sich immer als Opfer der ach so schlechten Männer hinzustellen, ist doch wenig weiterführend. Du könntest Dich auch dafür entscheiden, daraus zu lernen und in Zukunft besser zu wählen. Aber Du bist frei.....
 
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  • #9
Doch, es gibt garantiert sehr viele Menschen mit Beziehungsangst. Aber - wie Du schon richtig ahnst - wird dieses Phänomen auch gern als Ausrede benutzt, um jemandem, der sich in einen verliebt hat, einen Korb zu geben, der einem die üblichen Diskussionen erspart: "Du, ich bin im Moment nicht beziehungsfähig." Was will man als Betroffene(r) dagegen sagen? Genau!
 
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