• #31
Was soll's - Das Leben geht weiter, so oder so.
Das stimmt. Aber wie, das bestimmst auch zu einem großen Teil, Du.
Ich denke, man kann in unserer Gesellschaft sein ganzes Leben verbringen, ohne, dass einem wirklich jemand nahe kommt, wen man das nicht möchte.
Heute noch viel leichter.
Du kannst die Zugbrücke hoch ziehen, und es wird niemand klingeln...
Drinnen bleibt nur ihr beide, Du und Dein Schmerz.
 
  • #32
Ich würde sagen, die Vorstellung, die wir vom Leben haben, ist sehr oft gleich, sodass man den Eindruck bekommt, das Leben sei ein starres Gebilde.
Aber den Rest deiner Post stimme ich zu. Die Welt von jedem ist individuell und anders. Das ist auch das Schöne daran, denn man kann es solange ändern bis es passt. Sirella hat sehr lange aus Selbstschutz sich abgeschottet, jetzt hat sie sich kurz rausgewagt und sie konnte aber den Druck nicht ertragen. Ich denke, sie soll es erneut versuchen. Denn es ist sehr schön das Leben mit jemandem zu teilen. Das ist das wertvollste auf der Welt: Lieben und geliebt werden.
 
  • #33
Es ist wahrlich nicht so, das ich mich nicht mag. Es ist nur so das ich weiß, das andere das nicht tun
Vielleicht bist Du in der falschen Gruppe. Zu anders als die, mit denen Du Dich umgibst.

Ich versuche mal einen anderen Ansatz. Sich zurückziehen und in Ruhe gelassen werden zu wollen, ist das eine. Sich absichtlich unattraktiv machen und zu warten, dass man trotzdem entdeckt wird, was anderes. Du wirst ja sicher nicht auf andere zugegangen sein in diesen Jahren, also aktiv geworden sein, um Leute kennenzulernen, denen Du Dein schönes Innenleben gezeigt hast und die Dich nicht wollten. Denke ich mal. Ich sehe eher das Bild vor mir, dass Du gesessen hast und gewartet hast. Und dann ist klar, dass nichts passiert. Und wenn dann einer hartnäckig bleibt, obwohl er Dich gar nicht gut kennt, wirkt das verdächtig.

Was heißt eigentlich "mögen"? Das ist ja auch noch die Frage. Menschen, mit denen man sich gern umgibt, sind durchaus nicht immer gemocht, in manchen Fällen geht es nur ums Nutzen.

Ich hatte zwei Freundinnen, die sich dauernd verglichen haben und meinten, besser als ich dazustehen. Ich habe das erst mitgekriegt, als ich vorbeigezogen bin und sie auf einmal den Kontakt nicht mehr wollten, sich krampfig "hoch"zubewerben begannen oder mir Männererfolgsgeschichten erzählten, die ziemlich unglaubhaft waren. Ich würde sagen, die mochten mich nicht, aber sie brauchten mich ab und zu, um sich wertig zu fühlen. Würden sie mich gemocht haben, würde die Freundschaft ja noch bestanden haben, nachdem ich "vorbeizog" (nee, ich hab mich nicht deswegen gefeiert, die haben es einfach mitgekriegt, dass ich Dinge geschafft habe). Ich hab sie gemocht, die eine hatte eine superguten schwarzen Humor, so kann ich mit anderen Leuten gar nicht reden.

Ich glaube, es gibt allgemein Illusionen beim Thema "mögen". Leute, die in einer Clique sind, denken, die Leute würden sie wirklich mögen. Leute mit riesigem Freundeskreis, die meinen, es wäre wirklich alles Freundschaft (bis sie in eine Krise kommen und sehen müssen, wie schnell keiner von den Freunden Lust hat, sich in seiner Freizeit mit anderer Leute Probleme zu beschweren). Manche sind in ihrer Clique nur mit der gleichen Weltsicht unterwegs und brauchen Gleichgesinnte, die sie bestätigen.
Auch in Beziehungen mögen sich die Leute ja nicht im Sinne von wirklich mögen, wenn sie einander BRAUCHEN und Angst haben, allein zu sein oder finanzielle Vorteile haben.

Mögen sollte mE schon was Selbstloses sein und nicht, dass man jemandem nutzt in irgendeiner Weise, ob nun wirklich materiell oder energetisch oder dass man eine Rolle für denjenigen einnimmt im Leben.
 
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  • #34
So ein allgemeiner Shittest, ob jemand sich für Deine inneren Werte interessiert und daher hinter eine unhübsche Fassade gucken will, geht immer daneben, glaube ich. Das erste ist ja nunmal die Optik, die wahrgenommen wird, wenn man sich begegnet. Wenn man vorher nur schreibt, kommt es zu Enttäuschungen, weil der andere sich ein Bild macht - wenn das Schreiben schön stimmig ist, stellt man sich den anderen ja auch so vor, dass man ihn schön finden kann. Und dann kommt halt "was anderes".
Es gibt nämlich durchaus Menschen, die negative Eigenschaften oder sonstige Probleme haben und trotzdem das andere Geschlecht verfallen ist.
Die bieten sich auch an, die flirten, suchen, sehen aus, wie die Jungfrau, die gerettet werden muss usw..
Wenn Du Dich "grau" machst und versteckst, weckst Du die Muster bei denen nicht, die sowas suchen.

Wenn Du zufrieden bist mit Deinem Leben, ist ja alles gut. Wenn Du anders bist als andere und damit nicht massenkompatibel und daher auf spezielle Menschen aus, ist das eben so. Aber es ist wichtig, sich klarzuwerden, was man will. Wenn Du passende Menschen finden willst, müsstest Du vielleicht aktiver werden, und das dort, wo auch spezielle Menschen zu finden sind. Sich in seinen Turm zu setzen und zu warten bis Aschenputtel und Rapunzel gleichzeitig passieren, wird schlecht funktionieren, zumal Du dann misstrauisch wirst (vielleicht nicht mal zu Unrecht).

Wegen einer schweren Enttäuschung sein ganzes Leben umzustellen, finde ich auch dieser Enttäuschung zu viel Bedeutung beigemessen.
Es gibt so einen Spruch, man muss immer einmal mehr aufstehen als man hinfällt. Oder: Wenn du stolperst, lerne fliegen oder so. Ja, sind nette Sprüche, aber im Grunde stimmt es: Auf Rettung zu warten, kann vergeblich sein und beziehungsmäßig gesehen sind Retter schlecht, weil sie Liebe und Aufschauen für die Rettung erwarten, aber eigentlich "nur" Dankbarkeit erwarten dürfen.
Wenn man eigentlich gern eine Partnerschaft hätte, ist das eher nicht der richtige Weg mit dem Rumsitzen und Entdecktwerdenwollen.

Schenk doch dieser Selbstunsicherheit nicht so viele Jahre. Wenn Dich einer doof findet, na und. Darf er, Du findest bestimmt auch Leute doof und die fallen dadurch nicht um oder sargen sich ein.
Nerdige Leute brauchen nerdige Bekannte. Mainstreamtypen brauchen Mainstreamtypen. Konsumenten teilen ihre Interessen mit Konsumenten, Kreative mit Kreativen und Denkbegeisterte mit Denkbegeisterten. Nur die einsamen Könige und Königinnen in ihrem eigenen Reich weitab von allen anderen Menschen, die teilen sich nichts mit Gleichgesinnten, weil sie nicht voneinander erfahren. Solange sie so glücklich sind, ist es ja ok, aber wenn mal ein Verirrter an die Tür klopft und zufällig Interesse hat UND der einsamen Königin das gefällt, dann hat sie wohl doch Bedürfnisse, die lediglich schlummern.
 
  • #35
Innere Werte kann sich ja zunächst einmal jeder zuschreiben. Äußere Werte sind da schon viel eher der Verifizierung zugänglich.

Ich vermute ohnehin, das Gerede von den inneren Werten ist nur eine selbsterhöhende Zuschreibung derer, die ansonsten nicht von sich zu überzeugen wissen.

Was ist denn beispielsweise von der FS hinsichtlich ihrer inneren Werte an Vorteilhaftem sichtbar geworden die gut zwei Tage, die sie hier nun schreibt?!
 
  • #36
Ich vermute ohnehin, das Gerede von den inneren Werten ist nur eine selbsterhöhende Zuschreibung derer, die ansonsten nicht von sich zu überzeugen wissen.

Sei nicht schon wieder so garstig. Dass du nur ein attraktives Äußeres brauchst, wissen wir ja. Deshalb bist du schließlich auch an deine Dänin geraten. Wie das ausgegangen ist, wissen wir.

Außerdem funktioniert das Ganze auch anders herum. Wenn ich einen Mann kennnenlerne, möchte ich sehr wohl erst einmal etwas von seinen "inneren Werten" sehen. Und ich verliebe mich auch erst, wenn die zu mir passen.

Es gibt nun einmal Menschen, denen das Wichtigste am Kennenlernen nicht der Körper des anderen ist.
 
  • #37
Innere Werte kann sich ja zunächst einmal jeder zuschreiben. Äußere Werte sind da schon viel eher der Verifizierung zugänglich.
Es sind ausschließlich die inneren Werte, die viel mehr Gewicht haben, als nur die äußeren Werte!
Ich vermute ohnehin, das Gerede von den inneren Werten ist nur eine selbsterhöhende Zuschreibung derer, die ansonsten nicht von sich zu überzeugen wissen.
Selten so einen Unsinn gelesen!
Der innere Wert besteht immer ausschließlich in uns selbst, er ist uns selber sehr wichtig, wenn auch meist unbewusst. Es ist wichtig, dass wir auf uns selbst achten, die meisten Leute, wir lesen doch das ständig hier, achten viel zu wenig auf sich selbst, vor allem überwiegend junge, blauäugige Leute, sie alle schlucken vieles runter, was nicht gut tut, nicht gut ist! Was dabei herauskommt, ist doch hier regelmäßig zu lesen. Man muss schon ganz bei sich selber sein und vor allem sehr viel Zeit mit sich selber verbringen, um zu erkennen, was für einen eben wichtig ist! Es geht um die eigene Achtsamkeit! und es geht darum mit wichtigen Energiefelder (dazu zählen Menschen mit positiver Geisteshaltung!) verbunden zu sein. Zu sich kommen, in die Fülle kommen, das geht ausschließlich nur mit sich selbst, um mit sich erfüllt und zufrieden zu sein, sich gut zu fühlen, dies ist nur dann möglich, wenn unsere Aktivitäten und unser Lebensstil mit unseren inneren Werten kompatibel sind, darum ist es wichtig die eigenen Werte genau zu kennen und das eigene Leben danach auszurichten, das ist für mich der Schlüssel zum eigenen Glück, nichts anderes!
Was ist denn beispielsweise von der FS hinsichtlich ihrer inneren Werte an Vorteilhaftem sichtbar geworden die gut zwei Tage, die sie hier nun schreibt?!
Jeder ist seines Glückes Schmied, das muss sie schon selber mit sich ausmachen!
 
  • #38
Wegen einer schweren Enttäuschung sein ganzes Leben umzustellen, finde ich auch dieser Enttäuschung zu viel Bedeutung beigemessen.
Wir sprechen doch nicht von einer Enttäuschung.... sondern realen tatsächlichen, anhaltenden Gegebenheiten.

Hier im Forum kennt doch jeder mindestens einen Menschen, der beim anderen Geschlecht oder Menschen generell nicht gut ankommt, unabhängig von der Optik. Manchmal kann man das auch gar nicht so fassen/ benennen woran das liegt, aber man kann es feststellen. Sowas gibt es. Das wird dann oft betitelt, das die Chemie nicht passt, was ja auch stimmt. Oder dass das gewisse "Etwas" fehlt, was auch stimmt.

Das muss gar nicht mit den inneren Werten zusammen hängen, denn solche Menschen können sicherlich nett sein und gewisse Qualitäten vorweisen. Es reicht halt nur nicht für mehr, als ein nettes Gespräch- egal ob man sich bemüht oder sich so gibt, wie man ist.

Ich persönlich habe mich damit arrangiert. Ich gehe aus, habe Hobbys, lerne Menschen kennen, aber mehr ist da nicht. Deswegen war ich so durch den Wind, das es mal anders war. Aber das geht auch vorüber.
 
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  • #40
Wir sprechen doch nicht von einer Enttäuschung.... sondern realen tatsächlichen, anhaltenden Gegebenheiten.
Aber Du verursachst diese anhaltende Situation ja selber. Ich bin jetzt wirklich verwirrt!
Also: Du hattest vor 15 Jahren eine Enttäuschung, und seit dem glaubst Du, Du seist unsichtbar in Liebesdingen und machst Dich deshalb auch äußerlich (Aussehen, Verhalten) unsichtbar in Liebesdingen? Sehe ich das richtig?
ErwinM, 52
 
  • #41
Ich vermute, es ist eben doch die Optik, nur alle in deren Umfeld haben so viel der Rücksicht, es dem oder der Betreffenden nicht zu sagen.

Nein, bei den Menschen, die @Sirella meint, liegt es nicht am Aussehen. Es ist irgendwas in der Ausstrahlung.

Zumal auch dir schon einmal aufgefallen sein sollte, dass Menschen jeglichen Aussehens in Beziehungen sind. Es gibt schließlich für so gut wie jedes Aussehen jemanden, der es mag.
 
  • #42

Ich persönlich habe mich damit arrangiert. Ich gehe aus, habe Hobbys, lerne Menschen kennen, aber mehr ist da nicht. Deswegen war ich so durch den Wind, das es mal anders war. Aber das geht auch vorüber.

Das ist doch aber kein Leben. Schließ mit der Vergangenheit ab und gewöhne Dir eine optimistische, vorwärts gerichtete Einstellung an. Du ahnst wahrscheinlich, Du vergeudest Lebenszeit.

Wie schätzt Du Deine Optik realistisch ein; vorausgesetzt, Du gehst nicht absichtlich in Sack und Asche?
 
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  • #43
Wenn man sich selbst nicht mag, an jedem zweifelt, der einen mögen könnte, jeden auslacht, der Komplimente macht, dann ist die Ausstrahlung null.
Da ist wenig innerer Wert. Innerer Wert basiert auf Selbstwert, Eigenliebe.
Wen soll man dauerhaft ansprechen, wenn da alles fehlt.

Sorry, Du tust alles dafür um deine Meinung über Dich bestätigt zu bekommen. Beschwerst Dich, dass dies nicht geklappt hat. Vergraulst den ersten Menschen, der dahinter schaute.
Bleib Single - oder tue was für deinen Selbstwert.

Du schädigst so andere Menschen.
Dieser Mann meinte, was er sagte. Er hatte Gefühle. Du hast ihn verletzt.
Retourkutsche für Deine Verletzung von annodunzemal. Geht es Dir jetzt gut?

Lass es generell. Wenn Dein Leben Dir so passt.
Oder ändere Deine Beziehung mit Dir. Die ist besch***.

M, 55
 
  • #44
Nein. Es waren damals durchaus Interessenten dabei, nur eben an was lockerem, einer Affäre, F+ oder was es da alles gibt. Ich würde so weit gehen und sagen, das sie am Körper interessiert waren aber nicht an mir. Deswegen hat sich auch keiner verliebt in mich. Mittlerweile kann ich es ja verstehen.

Der Test hat eben gezeigt, das es alles Oberflächlich war und das auch nachträglich bestätigt. Als ich das realisiert habe damals, habe ich es so gelassen um nicht der ewigen Hoffnung nachzujagen, das doch vielleicht jemand anders ist. Denn wenn man Hoffnung hat, neigt man dazu zu vertrauen und doch nur wieder enttäuscht zu werden- besonders wenn einem das "Etwas" fehlt. So wie es jetzt ist, ist es praktisch.

Wie gesagt unternehme ich gerne etwas, gehe Essen, auf Feste, habe verschiedene Hobbys und komme durchaus in Kontakt mit Menschen ganz allgemein und auch oft raus. Hier mal ein nettes Gespräch, da ein Lachen... aber dabei bleibt es. Es ist wie es ist, geht aber weit über Ausstrahlung hinaus, denn an der kann man arbeiten.
 
  • #45
an jedem zweifelt, der einen mögen könnte, jeden auslacht, der Komplimente macht, dann ist die Ausstrahlung null.
Nicht an jedem. Das ist doch der Punkt. Einer in 15 Jahren. Und ausgelacht habe ich ihn auch nicht.

Beschwerst Dich, dass dies nicht geklappt hat.
Tue ich doch nicht. Es hat mich aufgewühlt in dem einen Moment. Ich kann mich doch auch gar nicht beschweren, wenn ich es doch selber abgebrochen habe.

Kannst du nicht wissen, wenn du nicht er bist. Kann auch sein das alle Anderen Recht haben und er nicht. Dann hätte er nur etwas später, verspätet gemerkt, das mir das "Etwas" fehlt. Und verletzt habe ich ihn auch nicht, da ich es ihm erklärt und alles auf mich genommen habe.
 
  • #47
Der Test hat eben gezeigt, das es alles Oberflächlich war und das auch nachträglich bestätigt. Als ich das realisiert habe damals, habe ich es so gelassen um nicht der ewigen Hoffnung nachzujagen, das doch vielleicht jemand anders ist.
Aber ist deine Erfahrung hier nicht relativ normal? Man gefällt eben nicht jedem, und die meisten Menschen haben kein tiefergehendes Interesse an einem — so wie ich an den meisten Menschen übrigens auch nicht. Man trifft im Leben eben tatsächlich nur sehr wenige Menschen, mit denen man eine wirklich tiefgehende Beziehung eingehen kann. Mit den meisten passt es einfach nicht, weil die Persönlichkeiten und Erfahrungen einfach zu verschieden sind und auch ein gutes Maß an Empathie das nicht ausgleichen kann. So wäre meine Erklärung.

Natürlich gibt es auch Menschen, die so eine tolle Ausstrahlung haben, dass ihnen die Herzen der anderen spontan oft zufliegen — allerdings ist das dann tatsächlich erst mal oberflächlich und keine Garantie dafür, dass auch etwas Tiefgehendes entstehen kann.

Alles Liebe für dich!
w45
 
  • #48
Woher weißt Du es? Hast du Alle im Forum befragt?
Das nicht, aber es gab öfter mal Threads wo Leute geschrieben haben, dass sie nach einem Partner suchen und es nie klappt.

Oder die Leute ü 30 oder 40, die noch nie eine Beziehung hatten.

Ich weiß noch, das einige meinten, dass sie solche Leute auch privat kennen.

Es gibt diese Fälle. In der Regel gibt das aber keiner zu, weil er sich schämt oder glaubt es noch ändern zu können.
 
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  • #50
Kannst Du das oben zitierte ev. näher erläutern?

Ich kann es versuchen, aber es ist wohl für viele schwer verständlich, dass es über bloße Partnerschaft hinaus läuft. Es ist so, dass mir von Geburt an das "Etwas" fehlt. Ich habe es mir nicht ausgesucht, ich muss aber damit leben. Klar bin ich sicher etwa so facettenreich wie jeder hier, habe meine Stärken und Schwächen, mir fehlt aber die Anziehung (damit meine ich aber nicht die Ausstrahlung). Menschen, sogar die eigene Familie gab sich jeher nur mit mir ab, wenn ich nützlich sein konnte. Ich wurde immer schon benutzt. Ausschließlich.

Sei es als ein Kinder-Ersatz, für meine Tante, die mich dann mit dem Allerwertesten nicht angeschaut hat, als sie selber welche hatte. Meine anderen Verwandten, die sich nur gemeldet haben, als sie Geld brauchten und sogar für mein Sitten Geld bekamen. Mit meinen Eltern fange ich lieber nicht erst an. In der Schule wo ich immer die schlechteren Noten bekam und vermeintliche Freunde Lügen verbreitet haben, die alle geglaubt wurden- selbst von Lehrern. Das sind nur ein paar Beispiele, denn die Liste ist unendlich.

Sowas passiert nicht ohne Grund. Ich kann es verstehen, bin heute aber zum Glück in der Position, in der ich mir das nicht mehr gefallen lassen muss. Sobald ich diese Hinterhältigkeit oder Illoyalität auch nur spüre, beende ich den Kontakt sofort. Ich pflege mittlerweile gerne zu sagen, das ich mir nicht aussuchen kann, wie ich behandelt werde. Ich kann aber entscheiden, ob ich es mir gefallen lasse.
 
  • #51
Sobald ich diese Hinterhältigkeit oder Illoyalität auch nur spüre, beende ich den Kontakt sofort. Ich pflege mittlerweile gerne zu sagen, das ich mir nicht aussuchen kann, wie ich behandelt werde. Ich kann aber entscheiden, ob ich es mir gefallen lasse.
Liebe Sirella, Deine Erfahrungen und Deine Bewertung derselben, und welche Schlüsse Du daraus ziehst, kann Dir niemand absprechen.
Es gibt natürlich das System der "selbsterfüllenden Prophezeiung", aber Du bist schlau, das wirst Du kennen.
Ansonsten kannst Du Dein Leben so führen, du gehst ja raus, triffst Menschen, in einem bestimmten Maß.
Partnerschaft klammerst Du dann eben aus, für manche Menschen ist das eben der Weg, einer Gefahr von Verletzung vorzubeugen, von der sie ahnen, dass sie sonst überrollt werden.
Alles Gute Dir.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #52
Danke vielmals, es ist Dir gelungen! Es klingt und ist hart:
Menschen, sogar die eigene Familie gab sich jeher nur mit mir ab, wenn ich nützlich sein konnte. Ich wurde immer schon benutzt. Ausschließlich.
In Teilstrecken glaube ich mit Dir mitfühlen zu können, da ich mich auch immer gerne ausnutzen ließ. Aber ich kann nicht vollständig mitfühlen, da ich zumindest von drei Frauen weiß, dass sie in mich verliebt gewesen sind. Ob das jetzt aus äußeren Gründen gewesen ist oder nicht, habe ich nicht hinterfragt.
Auch ist mir das gemocht werden um meiner selbst wegen nicht wichtig. Mich freut es, wenn ich für Dinge, die ich gerne mache und mit anderen Teile, Anerkennung bekomme bzw. das diese anderen Menschen freut. Der IM würde sagen, ich lebe damit komplett im außen...
ErwinM, 52
 
  • #53
Das ist traurig, was Du schreibst. Aber Kinder geben sich immer die Schuld daran, wenn sie sich nicht geliebt fühlen. "Mit mir stimmt was nicht, sonst würden mich die Eltern lieben".
Das liegt aber nicht am Kind, das liegt an den Leuten drumrum. Ich denke, die meisten Menschen sind einfach nur Egoisten, die nicht lieben können, sondern entweder NUR an sich denken und lieben, was ihnen nützt, oder so eine Mische aus beidem empfinden, aber das "Lieben" gar nicht benennen könnten.
Es gibt doch auch wahnsinnig viele Paare, die vom anderen nur Rollenerfüllung wollen und das "Liebe" nennen. Sie projizieren irgendwas aufeinander oder "spielen" unreflektiert nach, was sie bei den Eltern gesehen und von ihnen mitbekommen haben, oder was sie als Fassade nach draußen gern repräsentieren wollen.

Wenn Du allen Zuneigungszeichen von anderen misstraust, weil Du doch erwartest, wieder ausgenutzt zu werden, dann vergrätzt Du auch Leute, die es ehrlich meinen. Weil sich ja niemand gern unterstellen lässt, unehrlich zu sein.

Ich komme auch noch mal auf die Illusionen zurück. Ich glaube, viele machen sich echt was vor, wenn sie meinen, sie hätten wirkliche Freunde oder würden wirklich gemocht. Soll heißen, dass nicht Dir was fehlt, dass man Dich mögen könnte oder sowas, sondern dass ganz viele Beziehungen Verbindungen sind, wo sich zwei einfach nützen, und das ist meist nicht materiell, sondern, dass man nicht allein sein muss mit seiner Meinung, seinen Ansichten oder dem Gefühl, unglücklich zu sein, oder dem Gefühl, minderwertig zu sein.
Selbst, wenn sich einer in Dich verliebt, wird er erstmal auf die Fassade reagieren und dann vielleicht entdecken, dass Du im ganzen gar nicht so bist, wie er gehofft hatte. Das ist normal. Dann beginnt der Prozess, ob man sich wirklich mag oder nicht oder ob man einer eierlegenden Wollmilchsau auf zwei Beinen hinterherjagt, die man nie finden wird.

Ich will damit sagen, dass Du eventuell viel zu viel erwartest von den Menschen, die Dir jetzt begegnen, weil Du die Elternliebe, wie sie sein sollte, nicht hattest. Aber das haben eben auch andere nicht gehabt, deswegen sind viele unterwegs, die nicht lieben können und in Beziehungen nach dem Nutzen gehen/gehen müssen, weil sie es nicht besser wissen. Oder nach der Fassade, in der Hoffnung, doch endlich die Elternliebe nachholen zu können.

Wenn man sich selbst kennt und weiß, was man will, braucht man sich damit nicht mehr abzugeben. Aber wenn man sich aus Angst vor Verletzungen zurückzieht und einmauert, verpasst man eventuell Chancen. Und es geht in der Entwicklung auch nicht weiter, also damit, dass man dieses Misstrauen gegen Menschen loslassen kann, um dann irgendwann auch unterscheiden zu können, wer nur mit Projektion und Nutzdenken ankommt und wer wirklich mal ein guter Freund, eine gute Freundin oder ein Partner sein kann.
 
  • #54
Es gibt natürlich das System der "selbsterfüllenden Prophezeiung", aber Du bist schlau, das wirst Du kennen.
Hier möchte ich etwas einwerfen. Es spielt (in meinen Fall) überhaupt keine Rolle, was zuerst da war- Das Huhn oder das Ei. Es war ja immer schon so. Ich glaube wohl eher nicht, das sich ein Baby oder Kleinkind denkt: "Oh ja, das habe ich verdient".

Klar habe ich mir immer gewünscht oder vorgestellt, das es sich irgend wann mal ändert. Und nein, ich habe mir nie ausgemalt, das es so ist wie es ist oder sein wird, wie es ist. Aber irgend wann ist es Zeit erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Das tue ich in dieser Art und Weise. Ich bin quasi das Pendant zu den Frauen, die unfreiwillig jeden um sich garnen können. Das Pendant zu der Frau, in die sich viele verlieben. Unter der hypothetischen Annahme, dass das Universum im Gleichgewicht existiert, habe ich den schwarzen Peter bekommen.
 
  • #55
Wenn Du allen Zuneigungszeichen von anderen misstraust, weil Du doch erwartest, wieder ausgenutzt zu werden, dann vergrätzt Du auch Leute, die es ehrlich meinen.
Liebe void (woher kommt eigentlich dein Nick?) - Ich weiß du bist eines der schlagenden Herzen hier im Forum. Ich lese dich auch unheimlich gerne.

In einem liegst Du aber unheimlich falsch. Ich dachte nie, es liegt an mir. Ich schob es immer auf diverse Umstände. Das "erste" Mal als ich wirklich "wach" wurde, da war ich vielleicht 10 oder so. Etwas später hat sich nämlich heraus gestellt, das die gesamte Familie eingeladen wurde, als mein Opa gestorben ist. Alle waren da, außer mir. Ich hatte zwar meine Eltern darauf angesprochen, aber Ausreden gibt es immer. Mein eigener Opa wollte mich nicht bei sich haben. Aber hey... verständlich. Wer will schon einen Menschen, der das "Etwas" nicht hat.

Fazit: Es gibt in diesem Leben und diesem Universum niemanden, der es je irgendwie ernst meinen könnte.
Das gibt es nicht. Das ist Fakt. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist eine Tatsache.
 
  • #56
Ich bin quasi das Pendant zu den Frauen, die unfreiwillig jeden um sich garnen können.
Den Typ kenne ich. Kam in unsere Klasse, als wir 13, 14 waren. Das Mädel ist mit einer Schwester aufgewachsen, die ein Jahr jünger ist und bildhübsch.

Sie konnte alle möglichen Jungen außer meinen Schulfreund, der sie falsch fand, um den Finger wickeln. Jede Frau war Konkurrenz für sie, sie stand drauf, andere Frauen eifersüchtig zu machen.

Die schöne Schwester war wesensmäßig wie ein Kerl, ich vermute, weil sie mit ihrer Schwester nicht dauernd Stress haben wollte, macht sie sich so "unweiblich". Vielleicht ging ihr das auch auf den Keks, dass viele immer in die Knie gingen, wenn sie sie sahen.

Wenn die Ältere neidisch war, merkte man das, und das war oft. Sie wechselte dann krampfig das Thema, wenn jemand ein Kompliment bekommen hatte, oder wollte der Person, die stolz was gezeigt hatte, nicht auch noch Genugtuung geben. Also sie kämpfte hart darum, wahrgenommen zu werden, und war sicher damit aufgewachsen, dass sie umgarnen können musste, um nicht übersehen zu werden.

Sie lachte über jeden doofen Witz von den Jungs. Und das kam gut an. Sie berührte die auch schon mal am Arm dabei. Habe ich mir dann später abgeguckt.

Ich hatte mir mal mit Mamas Hilfe was gestrickt, ein echt schickes graues Shirt. Und weil sie dasselbe Muster strickte (nicht mal dieselbe Farbe), bekam sie einen Anfall. Meine Mutter zeigte mir einen Vogel, als ich sagte, dass ich das besser nicht mehr zur Schule anziehe.
Ebenso lief es, wenn es um andere Klamotten ging. Sie wollte die einzige sein, die sowas anhatte.
Natürlich bekam sie den begehrtesten Jungen aus der Klasse und konnte dann beim Abi, trotz Partner, der aber nicht mit an der Schule Abi machte, den begehrtesten aus ihrer neuen Abiklasse für sich gewinnen. Auf Klassenfahrt massierten die sich dann im Hotelzimmer und wer weiß, was noch.

Ich will damit sagen, dass solche Frauen es manchmal auch nicht leicht hatten und ihre Skills nicht von ungefähr kommen, und: Man kann sich was von ihnen abschauen. Du musst nur flirten wollen und solche Tricks wie "ich will dich witzig finden" und beim Lachen den Arm leicht auf seinen legen, beherzigen. (Das heißt nicht, über doofe Witze zu lachen, aber nicht so Wort-auf-Goldwaage-mäßig zu sein.)

Der Sauertopf, der darauf wartet, gesehen zu werden, muss halt besonders blendend aussehen und unter Leute gehen, aber das passte Dir ja auch nicht, dass Männer auf Dein Aussehen reagierten. Das ist aber ein fettes Pfund. Das sich kaputtzumachen, ist mE der falsche Weg, siehe die Umgarnerin aus meiner Schulklasse. Jede Wette, dass sie gern ausgesehen hätte wie ihre Schwester.
Man muss lernen, die Männer zu erkennen, die oberflächlich sind, dann kann man sie aussortieren, statt sich auszusortieren.
 
  • #57
Mir fallen dazu zwei Dinge ein — vielleicht ist ja etwas davon hilfreich für dich:

In irgendeinem Buch, ich meine es war von Jorge Bucay, hab ich mal von dem Experiment gelesen: man sollte auf einen Zettel schreiben, was man in seinem Leben von seinen Eltern, Bezugspersonen, Mitmenschen alles bekommen hat, vor allem in seiner Kindheit, aber auch später. Und wenn man damit fertig ist, dann sollte man die Formulierung „Ich habe bekommen:“ ersetzen durch „Ich habe zu geben:“. Weil man in der Regel das geben kann, was man selbst bekommen hat. Wenn auf der Liste dann ein „nichts“ steht, dann ist das sehr traurig, vor allem aber auch nachdenkenswert.

Zum Zweiten: vielleicht lohnt es sich für dich auch mal, dich mit Perfektionismus auseinanderzusetzen (zum Beispiel bei Bonelli). Ich hab auch erst verstanden, was damit alles gemeint sein kann, als ich mich damit beschäftigt hab. Perfektionismus ist ein „ängstliches Kreisen um sich selbst“, d.h. vordergründig sieht es zwar so aus, ginge es um die anderen, tatsächlich nimmt man sich selbst aber zu wichtig, beispielsweise indem man zu viel auf sich bezieht, was von den anderen gar nicht so gemeint ist, und viel damit beschäftigt ist, seine Wirkung auf die anderen zu beobachten, anstatt sich einfach sachlich und authentisch so zu äußern, wie man es tatsächlich sieht.
w45
 
  • #58
Ich glaube wohl eher nicht, das sich ein Baby oder Kleinkind denkt: "Oh ja, das habe ich verdient".
Nein. Es fängt natürlich nicht damit an, dass ein Baby mit negativen Gedanken auf die Welt kommt.

brauchten und sogar für mein Sitten Geld bekamen. Mit meinen Eltern fange ich lieber nicht erst an
Wenn das Baby/ Kleinkind so behandelt wird, denkt es, es wäre nichts wert.
Die Eltern behandeln mich so, also stimmt was mit mir nicht. Das Baby hängt vollkommen von Eltern ab, es wird also nicht die Eltern in Frage stellen, ob mit denen was nicht stimmt; sondern sich.
Schon mal überlegt, dass du in einem toxischen Familiensystem grossgeworden bist, wo keiner den anderen achtet? Das hat also nichts mit dir persönlich zu tun.
 
  • #59
Ich will damit sagen, dass Du eventuell viel zu viel erwartest von den Menschen, die Dir jetzt begegnen, weil Du die Elternliebe, wie sie sein sollte, nicht hattest.
Das ist es ja. Ich erwarte gar nichts. Ich will ja diese Liebe gar nicht mehr. Und so kommen wir zum Ausgangssatz zurück: Ich habe eine Art Gefühls-/ Liebesintoleranz entwickelt, weswegen ich ihn zurück gestoßen habe, weil ich weiß das es eh nichts geworden wäre.

Ich weiß, dass es für viele hier super verrückt klingt, dennoch kann ich versichern, das es solche Menschen gibt, wie mich.

Und @Tom26, wenn ich je gesagt habe, das ich dich nicht mag, dann nur deswegen, weil einer der Männer, so war wie du. Ich war verliebt, er nicht. Er hat es mir nicht gesagt, sondern erst nachdem wir mit einander geschlafen haben. Ich war noch jung und wusste nicht, was ich jetzt weiß. Es macht es nicht besser aber verständlicher. Deswegen bist du manchmal eben ein rotes Tuch für mich.
 
  • #60
Menschen, sogar die eigene Familie gab sich jeher nur mit mir ab, wenn ich nützlich sein konnte. Ich wurde immer schon benutzt. Ausschließlich.
Gerald Hüther schreibt dazu. Lieb zu sich sein. Warum Lieblosigkeit krank macht. Wie man dazu kommt, sich und die anderen wieder als Subjekte statt als Objekte zu behandeln.
Du hast die Sichtweise deiner Familie auf dich dir zu eigen gemacht. Die ist aber falsch.
 
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