• #61
Der Sauertopf, der darauf wartet, gesehen zu werden, muss halt besonders blendend aussehen und unter Leute gehen, aber das passte Dir ja auch nicht, dass Männer auf Dein Aussehen reagierten. Das ist aber ein fettes Pfund.
Danke @void, für dein Beispiel. Mit konkreten Beispielen kann ich besser nachvollziehen, was einer meint.

Jedenfalls danke ich Dir auch für deinen Tipp, mich zu verändern. Das wird aber niemals das Problem lösen.

Klar könnte ich mich wieder hübsch machen und jeden Monat wilde Partys oder nette Brunchs schmeißen, dennoch wäre es nicht echt. Ich will nichts unechtes, was Gefühle betrifft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #62
Schon mal überlegt, dass du in einem toxischen Familiensystem grossgeworden bist, wo keiner den anderen achtet? Das hat also nichts mit dir persönlich zu tun.
Ähm, Nein? Meine Cousins und Cousinen verstehen sich alle blendend, sind jünger und haben Familien.
Daran kann es also nicht liegen. Ich bin das schwarze Schaf.
Wie aber gesagt- verständlich.

tatsächlich nimmt man sich selbst aber zu wichtig, beispielsweise indem man zu viel auf sich bezieht,
Ich respektiere deine Ansicht, aber wie heißt es so schön ab 3x ist es mehr als Zufall. ;) Zudem denke ich null, ich sei perfekt. Wie käme ich auch dazu.....
 
  • #63
Zudem denke ich null, ich sei perfekt. Wie käme ich auch dazu.....
Nein, nein, das ist es ja eben... Perfektionismus bedeutet ja eben nicht, dass man denkt, man sei perfekt. Ich hab auch lange gedacht, das sei ein Thema, das für mich überhaupt nicht passt, aber Perfektionismus kann sich auf ganz unterschiedliche Dinge beziehen, z.B. auch auf Gefühle. Oder dass man denkt, man müsse anders sein als man nun mal ist. Ich weiß natürlich nicht, ob das wirklich auf dich passt, aber an deiner Stelle würde ich mir das mal anschauen.
Liebe Grüße
w45
 
  • #64
Mich würde echt interssieren, wie ich das los werde..... obwohl ich nicht weiß, ob ich das will...
Naja, ich denke schon, dass Du das willst ... irgendwo, aber zu verharren, ist einfacher. Das ist allein Deine Entscheidung, also meine Beiträge sollen Dich zu nichts überreden.

Ich weiß gerade nicht, wie alt Du bist. Ich habe mit Ü40 angefangen zu bedauern, dass ich in meinen jungen Jahren so viel Zeit verbracht habe mit Unsicherheit, mit Komplexen usw.. Die Zeit gibt Dir keiner zurück und Du wirst nicht ... wie soll man das sagen? "Schöner" kann man ja nicht sagen, weil das immer geht, dass man schöner wird als früher mit den Komplexen und ohne das innere Strahlen, aber die Schönheit der Jugend geht halt weg. Man hätte es genießen können, dass es schon allein ausreicht, jung zu sein.

Wenn ich mir heute Fotos angucke ... warum habe ich mir je Gedanken darüber gemacht, nicht schön genug zu sein? Das kam insbesondere durch das besagte Mädchen, das sich immer runtermachte und dann natürlich von uns Komplimente bekam. Ich habe die Taktik nicht durchschaut, ich fand mich durch dieses Abchecken, das sie aufbrachte, wirklich hässlich und ich fand sie wirklich hübscher als mich. Ich dachte, ich bräuchte die gleichen Klamotten wie sie, um das "gewisse Etwas" zu bekommen, das sie hatte. Das war aber allein ihr Charme. Wenn sie einen Kartoffelsack angehabt hätte, hätte der noch funktioniert. Und ich hätte gedacht, es liegt daran 😆

Damals habe ich drüber nachgedacht, was an mir alles nicht perfekt ist, und naja, einige Aussagen z.B. bzgl. meiner Größe von an die 1,80 damals schon kannte ich ja auch. Auch aus der Familie kam "zur Motivation" immer nur das Negative von bestimmter wichtiger Seite. Dagegen kamen die anderen Stimmen nicht an. Ich konnte auch nicht glauben, dass mich jemand schön fand.

Das gewisse Etwas kommt von innen und das kann man lernen. Ich habe es auch gelernt, würde ich sagen, und ich habe mich dafür nicht verbogen, sondern meine Art nicht mehr zurückgehalten aus Angst, man könnte sie doof finden.
Ja, es gibt Menschen, die von Natur aus ein besonderes Charisma haben. Manche haben sowas erst auf den zweiten Blick. Auf jeden Fall kann jeder von innen strahlen, ganz ohne Erwartung, dass dadurch alles wundervoll wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #65
Übrigens, Eltern, die dem Kind keine Fürsorge geben, misshandeln es.
Hast du noch Geschwister?
Typisch für Kinder, die nicht gut behandelt wurden, ist die Schuld bei sich zu suchen.
Alle anderen sind gut, nur sie sind schlecht. Die anderen können nich so Klopper bringen.
Gib deinen Eltern die Verantwortung für ihr Handeln zurück.
 
  • #66
Als ich 30 war, fühlte ich mich gut mit mir. Ich kannte damals eine Frau, 5 Jahre älter, tough, schön, Hammerjob in einer Bank, sie musste sich vertraut machen mit Projekten, für die Kredite vergeben werden sollten. Sie war von mir genauso angetan, von meinem beruflichen Können und fand mich tough. Also das war ein sehr positives Feedback, wollte ich damit nur sagen. Sie war nicht so wie das, was ich sonst so kannte mit dem Vergleichen und niedermachen.

Zu der Zeit damals gab es auch ein Klassentreffen, auf dem auch das Mädchen von damals war. Die Frau fuhr noch genau dieselbe Tour. Erst versuchte sie, sich darzustellen damit, dass sie einem viel jüngeren Mann den Kopf verdreht hatte, und dass ein Ex von ihr sie stalkte, womit sie ausdrücken wollte, dass er ihr total verfallen war. Zufällig hatte ich genau das gleiche erlebt, nur war der Typ, der mich stalkte, nicht einfach ein Ex, der noch ein bisschen hinterherrannte (das hatte ich auch schon), sondern ein grusliger Fremder. Und ein Verhältnis hatte ich nicht mit dem jungen Studenten angefangen, der sich in mich verknallt hatte.
Es war mir erst gar nicht bewusst, dass sie wieder die "ich bin viel besser als du"-Tour fuhr, ich wunderte mich nur, dass sie immer aggressiver wurde. Dann kam wieder die Sich-runtermach-Tour, auf die ich ja nicht mehr ansprang. Sie machte sogar ihr Studienfach runter, während ich meins ja liebte und nie was Blödes darüber sagen konnte. Am Ende war sie ziemlich betrunken und zog über fremde Gäste, die mit in dem Restaurant saßen, her. Als mein einstiger Schulfreund über meine künstlerischen Erfolge redete, ignorierte sie das und fing an, von ihrer tollen Schwester zu schwärmen. Das kam immer am Schluss, wenn ihr nichts mehr einfiel. Dann gab sie mit ihrer Schwester an.
Sie hatte sich nicht verändert, was mich überraschte. Für mich war es gut zu sehen, dass ich es getan hatte.
 
  • #67
Jedenfalls danke ich Dir auch für deinen Tipp, mich zu verändern. Das wird aber niemals das Problem lösen.
Kann sein, kann nicht sein. Auf jeden Fall hättest Du es gewagt.
Man kann das auch nicht tun mit dem Erwarten von Erfolg. Es mag Menschen geben, die andere gut manipulieren können. Dieses Mädchen von damals z.B. war sehr gut darin. Aber darum geht es ja nicht, sowas zu lernen. Wer damit Erfolg hat, hat vielleicht auch nie so richtig den Druck, solche destruktiven Verhaltensweisen hinter sich zu lassen, weil er immer naive Menschen finden wird, die es nicht durchschauen.
Es geht darum, man selbst zu werden OHNE die negativen Einflüsse von damals. Die Prägung abzulegen, die nicht gerade positive oder liebe Menschen einem aufgedrückt haben, und über die man aber längst hinausgewachsen sein könnte.

Mir fällt gerade noch eine andere Frau ein, die ich erst beim Abi mehr oder weniger kennengelernt hatte. Sie war in einer Parallelklasse, also es war quasi fast nur vom Sehen. Auf einem Gesamte-Schule-Treffen (da waren wir Mitte 40) sah ich sie wieder. Superschlank, braungebrannt, schicke Brille im Haar, weiße modische Jeans und Shirt, das die Arme freiließ, schöner Schmuck. Sie sah aus, als wäre sie mal eben rübergeflogen aus L.A. und wäre im Cabrio angereist. Sie hatte eine Bombenausstrahlung von Lebensfreude und Nettigkeit.
Wir haben uns unterhalten und ich erfuhr, dass sie zweimal Krebs überstanden hatte. Das klingt wie ein Klischee, aber es stimmt wirklich, ich schwöre es Dir. Sie war wieder bei ihren Eltern eingezogen, um zu genesen und weil sie (erstmal) nicht mehr arbeiten konnte. Und ich denke, ihre Krankheit hat sie sich drauf besinnen lassen, das Leben zu genießen, wie es kommt, statt irgendwas Einfluss nehmen zu lassen, das sie runterzog wie frühere Demütigungen, Niederlagen oder Männergeschichten.

Jeder hat sein Paket, das er mit sich schleppt. Das von früher und das, was ihm noch so begegnet während des Lebens.
Vergleiche mit anderen sind nur dann brauchbar, wenn man sich ne Scheibe abschneidet. Ansonsten guck lieber drauf, was Du willst. Das kann auch sein, dass alles so bleibt. Das ist dann auch gut. Wenn nicht, sieh auf Dich, was Du ändern könntest. Nicht für irgendwelche Erfolge, sondern einfach allgemein - welche Menschen sind denn Dir z.B. am sympathischsten. Davon nach Wunsch was abgucken.

Voids sind kosmische Objekte, das Nichts im Weltall, umgeben von Materie, wodurch man erst wahrnehmen kann, dass an manchen Stellen anscheinend und unerklärbar Nichts ist. So wie hier im Forum das Sichtbare die Gedanken sind, die den Menschen als existierend verraten, während der Mensch selbst aber nicht sichtbar wird. Also so hatte ich mir das damals gedacht. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #68
Und @Tom26, wenn ich je gesagt habe, das ich dich nicht mag, dann nur deswegen, weil einer der Männer, so war wie du. Ich war verliebt, er nicht. Er hat es mir nicht gesagt, sondern erst nachdem wir mit einander geschlafen haben. Ich war noch jung und wusste nicht, was ich jetzt weiß. Es macht es nicht besser aber verständlicher. Deswegen bist du manchmal eben ein rotes Tuch für mich.
Ein offenes und ehrliches Statement. Danke.

Ich kann dir hier nicht wirklich helfen. Bin da zu einfach gestrickt. Allerdings kann ich dir sagen - so, wie du hier auftrittst, hast du doch "ETWAS". Ich bin überzeugt, es ist da - nur gut versteckt. Vielleicht zu gut - und du findest dein "ETWAS" selbst nicht mehr.

Enttäuschungen sind sicher hart. Und zu viele davon verhärten. Allerdings gibt es auch da 2 Seiten - die Seite, die dich täuscht und deine Seite, die dich selbst täuscht.

Ich kann dir nur wünschen, den gordischen Knoten durchschlagen zu können. Das musst du selbst machen - und niemand anderes. Aber vielleicht weiss jemand das passende Schwert für dich.

Alles Gute für dich - ich halte mich hier raus, bin aber ansprechbar für dich, wenn du magst.
 
  • #69
Ich kann dir nur wünschen, den gordischen Knoten durchschlagen zu können.
Du warst früher DJ und machst jetzt etwas im Anwalts/ Justiz-Bereich, meine ich. Da wirst du mein folgendes Beispiel verstehen können:

Wer ab und zu mal Trash-Tv schaut, wird Menderes kennen. Ich nehme ihm schon ab, das er immer ein ernsthafter Musiker sein wollte, was ihm aber nicht gegeben ist. Jetzt lebt er nicht den Traum vom Musiker, sondern vom Animateur (ohne ihm zu nahe treten zu wollen). Ob er damit zufrieden ist? Ich weiß es nicht. Ich wäre es nicht.

Es eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Wie wahrscheinlich ist es, das es sich jemals ändern wird, wenn es nie da war und angeboren ist? Die Chance geht gegen Null. Wie im abstrakten Beispiel von Menderes, geht die Wahrscheinlichkeit gegen 0, das sich seine Stimme/ mein "Etwas" ändert.
Es wäre also reine Energieverschwendung kombiniert mit Unmengen an Enttäuschungen, die durchaus auf die Psyche schlagen würden.
Ich meine mich sogar zu erinnern, das er gesagt hat, das er in psychischer Behandlung ist, um es ertragen zu können, das er "nur" Animateur ist.

Du musst nicht darauf antworten, denn zu dem Thema ist alles gesagt. Ich möchte jedem hier danken, der sich beteiligt hat. Danke.
 
  • #70
Deine Kindheit liest sich sehr traumatisierend. Ich denke, dass das durchaus die Wurzel ist für alles, was dann später nicht geklappt hat. Nun hast du dich 15 Jahre lang eingeigelt. Das kannst du auch weiterhin so machen. Aber: wäre es nicht einen Versuch wert, eine Therapie zu machen, den Ursachen auf den Grund zu gehen und es dann zu versuchen? Was ist das schlimmste, was passieren kann? Das man verletzt wird. Und darüber kann man aber immer hinwegkommen, das tun andere auch. Wenn man sich also sagen kann, ich nehme es in Kauf als das schlechteste Ergebnis, aber dafür versuche ich es zumindest, denn es kann auch viel besser kommen als immer nur das schlimmste? Du kannst natürlich auch immer so weiter machen, aber dann bleibt den Leben so, wie es jetzt ist, und das liest sich nicht so, als wärst du wirklich glücklich damit. Du hast Beziehungsangst, d.h. du bist eigentlich nicht glücklich allein, du sehnst dich nach einem Partner, oder? Dann lohnt es sich doch, etwas zu wagen, etwas zu verändern. Denn man hat nur das eine Leben und wenn man eine Veränderung möchte, dann muss man diese selbst anstoßen. Sonst bleibt alles grau, wie es jetzt ist.
Ich denke übrigens nicht, dass es Menschen gibt, die das gewissen Etwas nicht haben. Ich kenne Menschen, die sehr viele Probleme haben mit sich selbst, und das wird keinen Partner anziehen. Doch daran kann man arbeiten. Und einige, die sehr, sehr nerdig sind, manche autistisch - das sind dann konkrete Dinge, bei denen ein passender Partner schwer zu finden ist, aber das sehe ich bei dir nicht. Ich glaube, du verbeißt dich zu sehr in der Idee, dass dir irgendwas fehlt, was andere ganz natürlich haben. In mich hat sich auch Jahre niemand verliebt, und das lag an meiner Ausstrahlung, an meiner Unsicherheit. Das habe ich aber überwinden können. Hätte ich mich aber stattdessen abgekapselt und alle anderen weggestoßen, dann wäre ich nicht so glücklich, wie ich jetzt bin. Es hat sich also gelohnt, was zu verändern.
Dass man sich mit Absicht hässlich macht, kenne ich übrigens häufig von Missbrauchsopfern... Generell: das Äußere wird immer eine Rolle spielen, und das muss man einfach akzeptieren, ohne Verbitterung. Wir sind eben Tiere, und da geht viel instinktiv. Das völlig auszuklammern wäre nicht menschlich.
w, 37
 
  • #72
Aber gerade Menderes ist ein Paradebeispiel dafür „an sich glauben“ und „niemals aufgeben“.
Ja, das stimmt. Und wohin hat ihn das gebracht? Eine Belustigung für Menschen zu sein, eine Karikatur von sich selbst. Ein ernsthafter Künstler zu sein? Weit gefehlt.

Und an die Freude von Media und Therapien: Ich hatte freiwillig diverse Sitzungen, Zusammenfassung: 1. Nach der 3. Sitzung harte Medikamente, mit dem Hinweis, das doch alles in Ordnung sei. Die 3. Anderen haben ernsthaft gefragt, was mein Problem sei (nach ca. 10 Sitzungen) da sie mich für absolut gesund befunden haben.

Fazit: Ich bin weitgehend gesund.
 
  • #73
Anderen haben ernsthaft gefragt, was mein Problem sei (nach ca. 10 Sitzungen) da sie mich für absolut gesund befunden haben.
Es kann auch wirklich lange dauern, bis man einen Therapeuten findet, der zu einem passt... Das haben Freunde auch schon durch.
Und auch ohne Therapie bleibt die Frage: Willst du auf immer vermeiden oder den möglichen Schmerz in Kauf nehmen für die Möglichkeit von Liebe?
 
  • #75
Na also. Das ist doch super 👍. Ich habe deshalb auch bewusst nicht das Wort „Therapie“ benutzt, sonder dir vorgeschlagen einen Trainer zu nehmen. Jemand, der dir hilft die Negativspirale zu durchbrechen.

Im Grunde ist auch nichts außergewöhnliches passiert. Du hast einen Mann kennengelernt und er hat dir nicht gefallen. Du magst eher Männer, die reservierter sind. Das darfst du auch. Ich finde es problematisch, dass du den Fehler bei dir suchst, wenn du jemanden nicht willst.
Ich würde jetzt weitersuchen und nicht aufgeben. Bleibe aktiv, suche weiter, so lernst dich auch besser kennen und kannst besser reflektieren.
 
  • #76
Ja, das will ich. Die nächsten 15 bekomme ich auch noch rum. Ich wurde nunmal geboren um zu dienen. Und wenn ich das nicht möchte, bin ich unbrauchbar.
Bitte denke nicht so. Denke Anders 🌸.

Ich habe einen Super Film für dich: Schaue dir den Film „Frankie and Johnny“ an. Ich weiß Du rollst dir bestimmt jetzt die Augen aber vertraue mir. Es ist ein super Film. Ich wünsche dir Alles Gute 🍀.
 
  • #77
Ja, das will ich. Die nächsten 15 bekomme ich auch noch rum. Ich wurde nunmal geboren um zu dienen. Und wenn ich das nicht möchte, bin ich unbrauchbar.
:( Das klingt für mich aber sehr traurig und sehr einsam. Ich denke, es gäbe sicher jemanden, der dir genauso viel zurückgeben kann, wie du ihm geben kannst. Für meine Begriffe bringst du dich da um eine Chance, obwohl du ja nicht wirklich zufrieden bist, sondern enttäuscht wurdest. Aber natürlich liegt es an dir und was du gern möchtest.
Dass der konkrete Mann jetzt der falsche oder richtige Mann gewesen wäre, das kann ich übrigens natürlich nicht sagen; es geht ja eher um das, was er ausgelöst hat.
 
  • #79
@alle Hoffnungsträger hier- bitte seht es sein. Es gibt tatsächlich Menschen ohne "Etwas". Es gibt sie. Das ist Fakt.

Sie erregen durchaus Aufmerksamkeit und können auch liebenswert sein. Und nein, sie sind nicht verrückt. Sie haben alle Eigenschaften beisammen.... nur verliebt sich keiner in sie . Jemals.
 
  • #80
Und wenn ich das nicht möchte, bin ich unbrauchbar.
Ich lese jetzt nicht raus, was Deine Schlussfolgerung hier ist. Sie könnte ja auch sein, dass Du dann eben unbrauchbar bist.

Allerdings würde ich, wie schon geschrieben, davon ausgehen, dass eben viele Beziehung nur mit Nutzdenken existieren, auch, wenn es Liebe genannt wird. Die dienen einander für ihre Ziele. Und wenn einer mit dem anderen sein Ziel erreichen kann, Heirat, Kinder, was auch immer, dann heißt es Liebe. Es gibt sogar Paare, bei denen einer nach zig Jahren plötzlich eine andere Person trifft und sagt "jetzt weiß ich erst, was Liebe ist".

Wenn Du sagst, dass Du nur dienen darfst, könnte man das auch so interpretieren, dass Du Dich gar nichts anderes traust, weil Dich sonst keiner wollen könnte. Da gibt es auch die anderen, die fordern. Die riskieren einfach, dass sie keiner will. Aber sie finden wen, der dienen will für die Belohnung "Liebe", weil das ein Erziehungsmuster ist, das idR erstmal gar nicht durchschaut wird bis zur Midlifecrisis.
Ich habe mich auch schon über Frauen gewundert, die fordern und fordern von ihren Männern. Diese Männer ticken so. Wenn sie sich anstrengen müssen, ist das Belohnungsgefühl größer, wenn sie mal nicht bemeckert werden, sondern die Frau zufrieden gestellt ist. Außerdem wirkt die Frau anspruchsvoll und dadurch kriegt der Mann das Gefühl, er muss was Besonderes sein, wenn sie IHN auswählt, nach ihrer Nase zu hampeln. Der Witz ist auch, dass die Frau ja abhängig rüberkommt und vielleicht auch ist, wenn sie so viele Anliegen an ihn hat, die er erfüllen soll. Er denkt, er hat die Macht.

Es gibt vermutlich wenige Menschen, die reflektiert sind und solche Muster verlassen. Mal von denen abgesehen, die mit gesundem Bewusstsein von Hause aus unterwegs sind.

Du hast die ganze Welt voller Leute, die sich nur dann an dich erinnern, wenn du ihnen nutzen kannst. Wenn man das dann dankbar annimmt, weil man wenigstens so mal mit Aufmerksamkeit bedacht wird ...

Ich seh die Lösung in Eigeninitiative, statt die Freunde zu "nehmen", die andocken wollen mit Nutzdenken. Neue Leute suchen, sich denen nicht als Dienende anbieten für Beachtung, sondern selbst Beachtung schenken, sehen, ob was zurückkommt und wenn nicht, weiterziehen.
 
  • #81
Liebe Sirella,

ich möchte für dich einen Abschnitt aus einem Buch von Jorge Bucay zitieren:

„Ich arbeite seit dreißig Jahren im Bereich Psyche und Gesundheit, und in dieser Zeit habe ich viele unglaubliche Dinge entdeckt. Das Unglaublichste von allem ist, dass es wirklich alle Sorten von Menschen gibt.
Es gibt Menschen, die mögen Leute mit Geld, arme Schlucker, Spinner, Alkoholiker, Dummschwätzer, Schweiger, Witzbolde, Nüchterne, Scharlatane, Kluge, Kultivierte, Ungebildete... [ ]
Es gibt Männer für mollige Frauen, verklemmte Frauen, energische Frauen, einfältige Frauen, verschwenderische Frauen, laute Frauen, sinnliche Frauen und mit ein bisschen Glück auch für kluge Frauen.
Es gibt für jeden was!

Man braucht also lediglich ein bisschen Geduld bei der Suche. Und wenn sich in der ganzen Stadt keiner oder keine findet, der oder die mich akzeptiert, wie ich bin... Dann muss ich halt anfangen zu reisten!

Irgendwo gibt es einen Menschen, der mich so mag, wie ich bin.“

Den gibt es auch für dich, Sirella!
Alles Liebe!
w45
 
  • #82
Du musst nicht darauf antworten, denn zu dem Thema ist alles gesagt.
Ach du - glaubst du wirklich, bei mir hat alles geklappt, nur weil ich Tom bin ?
Meinen ganz grossen Traum vom Profi Rennfahrer musste ich auch beerdigen. Ich war nie in der Formel 1, nie Werksfahrer, habe nie Le Mans gefahren ......
Es hat nicht gereicht. Ich war nie gut genug, ein Schumi wäre auch mit 300 PS weniger unterm Hintern noch Kreise um mich gefahren. Unbrauchbar, untalentiert ...... war hart für mich, aber so ist es eben.
Also musste ich beruflich ein ganz anderes Rennen fahren. Und teilweise Dinge nutzen, die ich im Motorsport gelernt hatte. Oder auch als DJ.
Und weisst du was ? Erfolge stellten sich ein - auf einer anderen Ebene als gewünscht. Dennoch haben Wettbewerbsfähigkeit, Fokussierung und Verständnis für Taktik mir einiges genutzt. Ich habe ein anderes Rennen gefahren als das, wovon der kleine Tom geträumt hatte.
Somit hat auch mir Etwas gefehlt - aber ein anderes ETWAS ist da.
Vielleicht musst auch du dir ein anderes Rennen suchen, dich von dem einen oder anderen Traum verabschieden. Vielleicht bist du nicht die Frau für den Urknall der "Liebe" - dafür vielleicht die Frau, zu der die Zuneigung wächst, je besser man sie kennt. Vielleicht hattest du bisher die falschen Abendkleider an, weil du auf die Mode geachtet hast und nicht darauf, was an Sirella geil ausschaut.
Oder anders formuliert - es gibt 1000 verschiedene Arten, Käsekuchen zu backen. Und jede dieser Sorten hat ihre Fans.
 
  • #83
Ach du - glaubst du wirklich, bei mir hat alles geklappt, nur weil ich Tom bin ?
Nein nicht alles. Aber es ist ja auch nicht so, als könnten wir uns je vergleichen.
Du wolltest Rennfahrer werde, (Leute die im VIP-Bereich unterwegs sind, Leute die schöne Frauen bekommen, Leute die sich nur halbwegs für dich interessieren) Und alles das hast du bekommen als DJ oder im aktuellen Beruf.... Ich bin ja nicht mal neidisch, weil ich weiß, dass ich das niemals bekommen werde.

Und weisst du was ? Erfolge stellten sich ein - auf einer anderen Ebene als gewünscht.
Ich weiß, was du meinst. Aber nochmal: Niemals wird sich jemals jemand in mich verlieben, niemals. Was wäre denn deine Alternative, als das zu akzeptieren?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #84
Wenn Du sagst, dass Du nur dienen darfst, könnte man das auch so interpretieren, dass Du Dich gar nichts anderes traust, weil Dich sonst keiner wollen könnte. Da gibt es auch die anderen, die fordern. Die riskieren einfach, dass sie keiner will.
Ja, das dachte ich früher mal. Aber ich weiß nun das ich liebesmäßig unberührbar bin.
Der Effekt: Ich habe, als ich noch jung war, eine Abfuhr bekommen, als ich jemanden umworben habe. Nicht schlimm. Habe eine astreine Abfuhr bekommen. Kein Problem.
Nur....... hat er gemeint, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ich habe ja nix gegen eine Abfuhr, aber wenn man diese relativiert, mit Komplimenten, da werde ich böse.

Wenn man mich nicht will (was ich durchaus verstehen kann) , dann kann ich mir die blöden Mitleidsbekundungen sparen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #85
Nerdige Leute brauchen nerdige Bekannte. Mainstreamtypen brauchen Mainstreamtypen. Konsumenten teilen ihre Interessen mit Konsumenten, Kreative mit Kreativen und Denkbegeisterte mit Denkbegeisterten.
Findest Du?
Ich für meinen Teil denke anders.
Gerade Andersdenkende , oder Menschen die ein, sagen wir mal anderes Leben leben, andere Interessen als Schwerpunkt finde ich spannend und interessant.
Viele könnten sich in meinem Lebens und ehemaligen Berufsbereich z.B. keine Beziehung mit einem/r Naturwissenschaftler/ in vorstellen.
Ich aber absolut.
Gerade diese extremen Gefälle auf der beruflichen Ebene, stelle ich mir im gemeinsam Alltag sehr unproblematisch vor.
Wenn beide ihre Leisten beim Schuster lassen und sich im Alltag auf einer gemeinsamen Ebene wiederfinden können.
Ja, das hat was für mich.
M50
 
  • #88
Wenn er unfreundlicher zu dir gewesen wäre, hättest du es besser wegstecken können?
Durchaus! Ja! Wenn man mich nicht will ist das ja ok... Aber das belanglose bla, bla, wie toll ich doch angeblich sei.... da werde ich wütend und wirklich wütend.
Ich denke mir immer (und das stimmt) wenn ich ja so toll wäre, wäre ich nicht hier. Und das bla bla drumrum, kann sich jeder Mann sparen.

Schöner Gedanke, der dir aber nicht gerecht wird.
Du bist alles andere als ein Hohlraum ☺️
M50
Frag doch Void nach einem Date. Sie würde sich sicher sehr freuen. Würde es euch gönnen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #89
Gerade Andersdenkende , oder Menschen die ein, sagen wir mal anderes Leben leben, andere Interessen als Schwerpunkt finde ich spannend und interessant.
Ich meinte es nicht so streng berufsbezogen, sondern eher interessenmäßig. Du bist ja z.B. naturwissenschaftlich interessiert. Ich habe auch schon Leute getroffen, die das extrem langweilig fanden, insbesondere meine Fachrichtung ("unnütz"). Entsprechend greifen da bestimmte Witze auch nicht, die jemand, der ein bisschen naturwissenschaftlich wissend ist, aber verstehen und lustig finden würde. Die Wellenlänge stimmt da irgendwie nicht, auch wenn man sich sonst schätzt und mag.

Dass andere Lebensentwürfe spannend sein können, denke ich auch. Allerdings als Paar kann das schwierig werden.
Und Andersdenkende, also die ganz abstrakt gesagt eine andere Weltsicht haben, klar, von denen kann man gut was lernen. Ich habe durch meinen Ex auch alte Denkmuster abgelegt, die einfach nur durch meine Eltern geprägt waren. DAS war das Richtige für mich, also es passte viel besser zu mir, nicht das, was ich als allgemeine Ansichten so mitgegeben gekriegt habe.

Du hast mich noch nie zurückrennen sehen für die Kontrolle, ob ich wirklich abgeschlossen habe :D Dabei hatte ich mich konzentriert beim Abschließen ... dachte ich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #90
Mich würde echt interssieren, wie ich das los werde..... obwohl ich

Nach x Statements von Dir.
Du willst es nicht los werden.
Du gefällst Dir in der Rolle des ungeliebten Menschen. Der Außenseiter. Bei der alle netten Worte Heuchelei und Lüge sind.

Es ist mein Job bei psychologischen Fragen zu unterstützen. Ich würde Dich als Klientin ablehnen.
Du willst nur eine Bestätigung dafür, dass Du mit Deiner Denkweise recht hast. Da kann sich jeder daran abarbeiten, nichts verändern. Du willst keine Veränderung.
Alles, was Du wahrnimmst, siehst Du durch die Brille der negativen Bestätigung.

Ich weiß, es gibt keinen Menschen, der nicht geliebt wird. Jeder kann gemocht werden.
Du liebst Dich selbst nicht. Du magst Dich nicht.
Du magst die Außenwelt nicht, bist verbittert bis zu Neid und Hass.
Mit der Ausstrahlung bekommst Du die entsprechenden Reaktionen.
Wer dahinter schaut, wird weggebissen.

So wird sich nichts ändern. Dafür gefällst Du Dir zu sehr in dieser Opferrolle. Früher warst Du Opfer.
Heute bist Du Täter und Opfer gleichzeitig. Du misshandelst Dich selbst. Bestätigung der Denkmuster und Glaubenssätze.

Es gäbe immer einen anderen Weg. Wenn Du ihn von Dir heraus willst. Dann ist hilfreiche therapeutische Unterstützung möglich.

M, 55
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Top