• #91
Du hast mich noch nie zurückrennen sehen für die Kontrolle, ob ich wirklich abgeschlossen habe :D Dabei hatte ich mich konzentriert beim Abschließen ... dachte ich.
Genau und das ist es, was uns Menschen fern ab von unserer Berufung / Erziehung zu uns immer wieder zurück bringt.☺️

Du bist Astronomin unter anderem, richtig?
Nun, wenn das unnütz ist, würden wir alle immer noch auf der blöden Scheibe sitzen voller Angst da herunter zu fallen.


Und Andersdenkende, also die ganz abstrakt gesagt eine andere Weltsicht haben, klar, von denen kann man gut was lernen. Ich habe durch meinen Ex auch alte Denkmuster abgelegt, die einfach nur durch meine Eltern geprägt waren.
Das betrifft uns alle denke ich.
Andernfalls würden wir zu komischen Menschen mutieren.
In uns verharrend und verschlossen für den großen Rest den das Leben noch so auf der Pfanne hat.
M50
 
  • #92
Das betrifft uns alle denke ich.
Andernfalls würden wir zu komischen Menschen mutieren
Lustig. Heute morgen hatte ich die Brille nicht auf und las " wir würden zu kosmischen Menschen mutieren". Ich dachte mir noch, @neverever driftet auch immer mehr ab. Aber gut mein Lesefehler.
Du willst nur eine Bestätigung dafür, dass Du mit Deiner Denkweise recht hast. Da kann sich jeder daran abarbeiten, nichts verändern. Du willst keine Veränderung.
So wird es sein. Wir können hier schreiben und schreiben und von @Sirella kommt immer die gleiche Leier:
. Sie haben alle Eigenschaften beisammen.... nur verliebt sich keiner in sie . Jemals
Da kann das Forum dann auch nicht mehr viel machen und die "kosmischen" Menschen mutieren zur guten Gesprächsalternative.
W,56
 
  • #93
Ich denke, du solltest akzeptieren, dass dich keiner will. Davon geht die Welt auch nicht unter. Aber dann solltest du auch auf das Daten und in Zukunft auf halbherzige Versuche verzichten.
Es wird nie (mehr) einen Mann für dich geben. Lass das sacken. Ist doch auch irgendwie befreiend, oder?
Jetzt mach ne Liste von all den schönen Sachen, die du auch ohne Mann machen kannst. Du schaust doch einer schönen Zukunft entgegen.
Fürs Schmusen könntest du dir zwei Hasen zulegen.
 
  • #94
Ich versteh dich nicht, Sirella. Warum bist du so dermaßen negativ? So ein Thema gab es doch kürzlich schon mal, es ging darum, dass es so schwer ist jemanden zu finden, der einen um seiner selbst willen mag und nicht nur einen Lückenfüller für seine innere Leere sucht. Oder er sucht einen "Partner" (ich hab das Wort bewusst unter Anführungszeichen gesetzt, da ich es so unpersönlich finde) der einem den Wunsch nach Familie erfüllen kann. Andere Menschen haben eben Partnerschaften aber schau mal genau, wie viele davon glücklich und zufrieden sind.
Ich kenne dein Problem auch gut. Seit meinem ersten Freund mit 17 hab ich niemanden mehr kennengelernt, der sich in mich als Person verliebt hat. Ich kenne einige Männer, von denen ich weiß, dass sie mich attraktiv finden und sich gern mit mir treffen würden. Doch hab ich ähnliche Erfahrungen machen müssen - bei näherem Kennenlernen lässt das Interesse nach. Mein Ex sagte bei unserer Trennung zu mir, er findet mich "irgendwie langweilig". Das hat sich tief in mir eingenistet.
Eine enge Freundin war neulich böse auf mich - sie bezeichnete mich als anstrengend. Ich sagte ihr, wenn sie mich so anstrengend findet, möchte ich mich nicht mehr mit ihr treffen. Darauf hatten wir wochenlang keinen Kontakt. Gestern rief sie mich plötzlich an. Ob ich mit ihr auf Urlaub fahren möchte. Mein erster Impuls war negativ. Ich dachte mir, sie fragt mich ja nur, weil sie gerade Single ist und alle anderen ihrer Freundinnen keine Zeit haben. Dann dachte ich mir aber, was solls... ich kann entweder zuhause bleiben und mich darüber ärgern, dass sie mich nur "benützt" damit sie nach Italien kann oder ich fahr einfach mit und verbringe ein schönes Wochenende im Süden.
Ich glaube, zu viel Denken und Nachgrübeln ist sehr oft destruktiv. Übrigens hab ich einen Mann kennengelernt, mit dem ich mich 3 Monate lang ziemlich regelmäßig getroffen hab. Wär eigentlich perfekt gewesen, er ist 5 Jahre älter als ich, cooler Job als Architekt, ehrlich, treu und willig Familie zu gründen. Er fand mich gar nicht langweilig. Leider hab ich den Kontakt beenden müssen, weil ich mich nicht verliebt hatte und seine anhängliche Art mich nervte.
Sehr schade....
Was ich sagen will... Lebe doch einfach! Dann wird's dir besser gehen. Du wirst nie jemanden finden, mit dem alles perfekt ist. Sehr oft ist das Halbgare doch schon gut genug um satt zu werden. Wenn du dich zurückziehst und Trübsal bläst, verpasst du viele schöne Momente.
W32
 
  • #95
Ich dachte mir, sie fragt mich ja nur, weil sie gerade Single ist und alle anderen ihrer Freundinnen
Das siehst Du aber sehr negativ@ ADAC. Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen wegen Eures Streits und denkt sich, eine gemeinsame Reise würde wieder alles zurecht rücken. Vielleicht hat sie auch einfach nur Lust mit Dir gemeinsam in den Urlaub zu fahren.


niemanden mehr kennengelernt, der sich in mich als Person verliebt hat. Ich kenne einige Männer, von denen ich weiß, dass sie mich attraktiv finden und sich gern mit mir treffen würden
Auch wieder sehr negativ. Wo ist der Unterschied zwischen jemanden attraktiv finden und sich verlieben? Bevor man sich verliebt findet man den Anderen ja auch attraktiv und dann meint man auch ihn als Person. Ausnahmen bestimmen da die Regel. Aber, dass Du nur auf die Ausnahmen triffst, kann ich mir nicht vorstellen.

Mein Ex sagte bei unserer Trennung zu mir, er findet mich "irgendwie langweilig". Das hat sich tief in mir eingenistet
Das ist fies und sowas sollte man/frau auch nie sagen. Aber letztendlich hat doch jeder so ein Gepäckstück dieser Art bei sich. Es gibt Menschen, die finde ich langweilig und Andere ( zumeist ihre Partner) sehen das eben anders. Langweilig ist ein subjektives Empfinden. Ein Anderer würde es als geerdet oder bodenständig ansehen.

Im Nachbarthread findet die FS ihren Häschenmann auch toll. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er nicht überall so ankommt. ( Ich kenne ihn natürlich nicht.)
W,56
 
  • #96
Da fällt mir noch was ein: kennst du diese Karikatur, in der ein Mann im Bus sitzt und aus dem Fenster sieht? Auf der linken Seite des Busses scheint die Sonne, er aber sitzt auf der rechten und starrt grimmig raus in den Regen. Er müsste nur die Sitzreihe wechseln und könnte hinaus in die Sonne blinzeln und sich einfach freuen. Macht er aber nicht, weil er lieber ein Griesgram ist und sich ärgern will.
Du bist der Griesgram.
Wenn ich eines gelernt hab seit meiner schlimmen Trennung vor 2 Jahren, dann dass positive Lebensführung eine BEWUSSTE Entscheidung ist.
Setz dich einfach nach links, lass dir die Sonne ins Gesicht scheinen und erfreu dich an deiner Freiheit. Und sei nicht so passiv. Lass nicht zu, dass du anderen, deren Erwartungen/Geschmack du nicht erfüllst, die Macht gibst, dich mindetwertig zu fühlen. Such dir andere Freunde. Umgib dich mit Menschen die dir ähnlicher sind. Sei auch du kritisch bei anderen. Oder bleib Einzelgängerin und arrangiere dich damit.
 
  • #97
Ich dachte mir, sie fragt mich ja nur, weil sie gerade Single ist und alle anderen ihrer Freundinnen
Aber ist es nicht so, dass der Impuls, etwas mit einer Person zu machen, beinahe grundsätzlich aus zwei Komponenten besteht?
1) Ich habe Lust, etwas Bestimmtes oder auch Unbestimmtes zu unternehmen und dabei nicht allein zu sein
2) Ich überlege mir, mit wem zusammen ich meine Idee umsetzen kann

Ich finde das nicht per se verwerflich, sondern glaube, dass das recht normal ist.

Ich denke, wenn deine Freundin dich fragt, ob du mit ihr in Urlaub fährst, wird sie dich schon mögen. Ich zumindest würde lieber alleine in den Urlaub fahren, bevor ich meine Zeit mit jemandem verbringe, auf den ich keine Lust habe.
w45
 
  • #98
Das habe ich auch gedacht. Und wollte mich eigentlich nicht mehr zu Wort melden, tue es aber jetzt doch noch einmal.
Dafür gefällst Du Dir zu sehr in dieser Opferrolle. Früher warst Du Opfer.
Heute bist Du Täter und Opfer gleichzeitig. Du misshandelst Dich selbst.
Empfinde ich auch so. Vielleicht auch eine übergroße Portion Fatalismus. Als würde sie sich über alle stellen, die dem Leben noch etwas abgewinnen wollen und noch nicht erkannt haben wie nichtig uns sinnlos alles ist...

Hilfe wird nur als Hilfe gesehen, wenn man noch etwas will.
Vielleicht braucht @Sirella auch eine Pause, jetzt.
Manche Dinge sacken nur langsam.


Ich hatte in meinem ersten Beitrag geschrieben, jeder darf hier leben wie er will...und im gleichen Momenta gedacht, nein, eigentlich nicht alle....
Hab überlegt, ob ich an die erinnere, die es nicht dürfen. Weltweit, aber auch bei uns.
Wer die Bücher von Necla Kelek gelesen hat, weiß von wem ich rede, und, dass Freiheit ein hohes Gut ist.
"Die fremde Braut"
"Die verlorenen Söhne"
Die einen wünschen sich Freiheit und erhalten sie nicht.
Andere haben Freiheit und schätzen sie vielleicht nicht.

Vielleicht @Sirella, hilft es Dir, klar zu werden darüber, wie viele "Schwarzer- Peter-Karten" auf der Welt ausgeteilt wurden.
Vielleicht hilft es, Dein Leben als Geschenk zu sehen.
 
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  • #99
Du willst nur eine Bestätigung dafür, dass Du mit Deiner Denkweise recht hast.
Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung. Du auch.

Du überliest aber etwas: Es war ja nicht immer so wie jetzt. Das ignorierst du konsequent. Ich habe früher andere Wege gesucht. Ich habe Vertrauen geschenkt und geglaubt... nur hat es nix gebracht.
Du magst die Außenwelt nicht, bist verbittert bis zu Neid und Hass.
Wieder eine Unterstellung. Wo hasse ich und bin ich neidisch, als ich gemerkt habe, dass es das "Etwas" bei mir nicht gibt? Weil ich Fakten nenne?

Ganz ehrlich. Ich finde ein Berater (ob Psychologen oder Therapeuten) sollte wirklich zuhören. Nur meine Meinung.
 
  • #100
ich kann entweder zuhause bleiben und mich darüber ärgern, dass sie mich nur "benützt" damit sie nach Italien kann oder ich fahr einfach mit und verbringe ein schönes Wochenende im Süden.
Gutes, ehrliches Argument. Meine Gegenfrage wäre.... warum verbringst du einen Urlaub mit einem Menschen, der dich langweilig findet? Um dich zu beweisen?
Ich wäre nicht gegangen und hätte mir einen Urlaub, alleine, gebucht.

Aber trotzdem Danke für deine Geschichte.
 
  • #102
Kann sein, dass ich die Masochistin bin, was hier unterstellt wird.

Vielleicht bin ich aber auch nur Realistin.
Es liegt wohl weniger an dem „gewissen Etwas“, als an dieser mehr oder weniger depressiven Weltanschauung.

Statt die Beiträge anzunehmen und dich selbst zu reflektieren wiegelst du alles ab. Du bist das Opfer der Welt. Warst es immer. Bist es immer. Wer etwas anderes sagt, ist dumm, unwissend oder einfach zu unrealistisch. Wie kann dir das eigentlich REALISTISCH vorkommen? Mit dieser Denke bist du kilometerweit von Realismus entfernt.

Und wenn du dir doch so sicher bist, ist deine Frage halt überflüssig. Dann leb das halt so weiter wie bisher. Oder ist der einsame Leidensdruck so langsam doch unangenehm? Dann verändere was. Begib dich in therapeutische Hände oder such dir einen Coach, um deine traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten.

Das „gewisse Etwas“ kommt dann von ganz alleine. Es entsteht durch Empathie, Lebenserfahrung, Weitsicht, Selbstwertgefühl, Selbstreflexion und Selbstbewusstsein. Es bleibt dir verwehrt, so lange wie du lieber jammerst und stehen bleibst, statt auf deine Themen zu gucken.
 
  • #103
Das ist gut möglich. Jeder gestaltet ja seine eigene Realität.
Ich glaube übrigens, Du bist ziemlich stark. Jemand der seine Realität 15 Jahre durchhält, und auch hier so verteidigt...

Du hast jeden Tag die Wahl. Jeden Tag wählst Du neu.
Dir könnte auch sicherlich ein Therapeut/IN helfen. Er/Sie wird sich aber nicht auf einen Machtkampf um die Sinnhaftigkeit an sich einlassen. Das ist Energieverschwendung. Die Sinnhaftigkeit müsstest Du von Dir aus positiv, oder zumindest als Möglichkeit bewerten.
Da Du das momentan so nicht kannst, ist der Moment dafür nicht da.
Ich verabschiede mir hier und wünsche Dir alles Gute.
w46
 
  • #104
Statt die Beiträge anzunehmen und dich selbst zu reflektieren wiegelst du alles ab. Du bist das Opfer der Welt. Warst es immer. Bist es immer. Wer etwas anderes sagt, ist dumm, unwissend oder einfach zu unrealistisch. Wie kann dir das eigentlich REALISTISCH vorkommen? Mit dieser Denke bist du kilometerweit von Realismus entfernt.
Der Witz, die Psychologie-Umkehr ist zu witzig, als das ich jemals darüber lachen könnte.

Das traurigste an der Geschichte ist: dass Menschen, die ihr Schicksal angenommen haben, angegriffen werden,

Wie auch immer....Ich lasse mir nie wieder Hoffnung einreden, wo es keine gibt. Also- nein danke.

Du kannst mich als Looser, Versager oder sonst was beschimpfen. Ich bin wunderbar wie ich bin. auch ohne die Große Liebe. F.Y.A.
 
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  • #105
Du bist das Opfer der Welt. Warst es immer. Bist es immer. Wer etwas anderes sagt, ist dumm, unwissend oder einfach zu unrealistisch. Wie kann dir das eigentlich REALISTISCH vorkommen? Mit dieser Denke bist du kilometerweit von Realismus entfernt.
Und das kannst du beurteilen weil? Ja warum eigentlich?

Ich finde es schon sehr befremdlich, die Geschichte mit den Bestätigungen! Was ist denn Realität? Das weiß ich auch nicht.... aber ich weiß, dass eine Absage doch sehr real ist.

Und ich weiß noch etwas: Es ist verdammt real. Und es tut weh. Ich weiß aber noch etwas: bei mir ist es angeboren. Und ich frage mich ernsthaft, welcher verrückte Sadist das nicht einsehen kann?

Ja. Ich bin nicht perfekt. Ja, ich bin zum Teil verrückt. Ja, manche hassen mich. Ja. Ich bin die vollkommene Unperfektheit. Ist so. Und ich nehme das nun mal an. Daran ist nichts falsch.
 
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  • #106
Ich frage mal anders herum:
Du sagst immer, dir fehlt das Etwas. Es ist ja aber so, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind, also es gibt ja nicht „das eine Etwas“, das dir fehlen könnte. Sonst könntest du ja auch benennen, was es ist.

Ist es vielleicht nicht umgekehrt, nämlich dass du gar nicht der Meinung bist, es fehle etwas, sondern dass du etwas an dir hast, was andere daran hindert, sich in dich zu verlieben? Und wenn ja, was könnte das sein?
w45
 
  • #107
Du sagst immer, dir fehlt das Etwas. Es ist ja aber so, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind, also es gibt ja nicht „das eine Etwas“, das dir fehlen könnte. Sonst könntest du ja auch benennen, was es ist.
Ganz richtig. Ich kann nicht benennen, was mir fehlt. Aber es ist war schon immer da. Sebst meine Mutter hat neulich zugegeben, dass sie immer mehr wollte, als mich. Ich war das aber nicht. Deshalb hat sie versucht auch mehr Kinder zu bekommen... aber was solls.... war ja eh nie mehr wert als benutzt zu werden. So what? Nein- nein bin aktuell nicht böse.
 
  • #109
Ich lasse mir nie wieder Hoffnung einreden, wo es keine gibt.
Um Hoffnunghaben/-machen geht es gar nicht, also MIR jedenfalls nicht. Es geht aber darum, nicht nur "keine Hoffnung zu haben", sondern auch nicht "keine Hoffnung zu haben".
Hoffnung muss ganz raus aus diesen Gedanken. Es geht ums allgemeines Offensein, was passiert, ohne Hoffnung darauf, DASS was passiert, und auch ohne Vorgreifen, dass was niemals passieren wird. Um eine entspannte Weltsicht, die nichts vorgreift, was passieren kann bzw. nicht passieren kann.

Ich versuche mal, das noch anders darzustellen: Positives Denken ist - so wie ich es annehmen und verstehen kann - NICHT, dass man was erwartet und dann enttäuscht ist, wenn es nicht passiert, weil das Schicksal einem eins reinwürgt oder einen bestraft oder so. Die "höhere Macht", die irgendwas für dich entschieden hat, muss im Denken weg.
Positives Denken ist, mit einer Niederlage AUCH zu rechnen, aber es zu versuchen, weil man alles gibt und sich dann sagen kann "hat nicht gereicht, aber ich habe mir selbst wenigstens die Chance gegeben". Man zieht einen positiven Ausgang in Erwägung.
Negatives Denken ist, wenn man gleich vermutet "das wird nichts", und sich beim kleinsten Widerstand bestätigt sieht und aufgibt.
Das Blöde beim negativen Denken ist, dass man aufgibt, weil die Erwartungen halt nicht erfüllt werden, UND alles andere, was einen dann vom Gegenteil überzeugen könnte, abschmettert. Man WILL nicht mehr, weil man ansonsten sofort wieder hofft und erwartet mit der Gefahr des Absturzes bei Enttäuschung, statt auch negativen Ausgang für möglich zu halten, einfach, weil das nunmal auch möglich ist, ohne dass es einen triggert an die größte Enttäuschung, die man erleben musste (erste Liebe, Eltern, ...).

Beziehungsleben ist nun noch mal eine heikle Sache. Wenn man versucht, die nicht gekriegte Elternliebe nachholen zu wollen, muss das meist scheitern. Man kann höchstens Menschen treffen, die Eigenschaften an einem toll finden, die die Eltern ablehnten und einem damit eine WELTSICHT vermittelten: DAS an dir ist falsch.
Ist es aber nicht, es passt nur nicht zu IHREN Persönlichkeiten. Es wäre an den Eltern, sich nicht so wichtig zu nehmen und dem Kind nicht zu vermitteln, es sei falsch, nur weil es nicht so ist wie sie, die Eltern.

Eltern vermitteln irgendwie gern mal ihre ach so große Enttäuschung von den Kindern, dem Leben und dem ganzen Rest. Sollten auch mal drüber nachdenken, ob sie nicht als Eltern enttäuschend gewesen sind für ihre Kinder.
Ich denke, das ist schon deren Problem mit ihren Eltern gewesen, wenn sie so ticken.
Ich bemerke allerdings auch heute noch einen starken Druck, dass Mütter sich über ihre Kinder vergleichen. "Mein Kind krabbelt schon, deins nicht, ist es vielleicht zurückgeblieben?".
 
  • #111
Was auch ist: Wenn jemand offen sagt, dass er geliebt werden will oder fragt, ob er von einer Person liebenswert gefunden wird, kommt von ... ich sag mal "herz-verklemmten" Menschen immer eine engherzige, kritisch anmutende, aber eigentlich völlig kleinliche Antwort, die dem anderen nicht gönnt, sich geliebt zu fühlen, weil man selbst nicht geliebt wurde, wie man ist. Man kann sich gut eine Scheinbefriedigung verschaffen, wenn man seinem Kind dann auch die Liebe vorenthält.
Was ist einfacher, als als überlegener Erwachsener genau zu sehen, dass das Kind bestätigt werden will, und es ihm dann gerade nicht zu geben.

Ich glaube, manche Eltern wissen das auch gar nicht, was das Kind gerade braucht, weil sie mit ihren eigenen Triggern beschäftigt sind. Alles Unaufgearbeitete hindert sie daran, sich auf das Gefühlsleben und die Bedürfnisse des Kindes einzustellen bzw. sie blocken es ab, weil sie ja auch nie Bedürfnisse haben durften. Also steht es dem Kind auch nicht zu.

Wenn man mich nicht will (was ich durchaus verstehen kann) , dann kann ich mir die blöden Mitleidsbekundungen sparen.
Das denke ich auch. Allerdings haben eben manche ein Problem damit, anderen eine Abfuhr zu geben. Darüber muss man sich nicht ärgern, das ist DEREN Problem, das SIE lösen müssen. Kein Mitleid an sich mit der anderen Person, die sie nicht wollen. Und wenn es doch Mitleid ist, kann es auch erheiternd sein, ich meine MITLEID, weil dieser Typ einen nicht will?! (Gut, Du denkst vermutlich, dass er Dir ansieht, dass Dich nie einer wollen wird, und er damit Mitleid hat, aber das wäre ja noch beknackter von ihm, sich so eine Sicht anzumaßen.)

Ich bin mal früher, als ich noch sehr schlank war, joggen gegangen, um fitter zu werden. Meine Jogginghose machte einen riesigen Hintern, dicker Sweat-Stoff, oben mit Tunnelzug, also noch schön gebauscht, sehr heller Stoff. Weiterhin war sie Nummern zu groß, damit die Beine lang genug sind, weil damals in der Modewelt des Alltags noch galt: Wer groß ist, ist auch dick. XL statt S mit langen Beinen.
Da ich unfit ohne Ende war, rannte mein Bruder vor und ich tippelte hinterher. Wir kamen nacheinander an parkenden Autos vorbei. Dort verabschiedete gerade ein Mann mit Solarienbräune, Bürstenschnitt, engem Shirt und knackiger Jeans eine Frau, die auch schick aufgemacht war. Ich war unfrisiert, also Haare zusammengefasst, und ungeschminkt. Der Typ guckt mich an von oben bis unten, und beginnt dreckig zu lachen. Weil er sicher dachte, er sei viel schicker und ich fett und hässlich. Und ich dachte: "Hey, Solarienboy, habe ich dich nach einem Date gefragt? Ich denke, nicht."
Es hat mich wirklich nicht gekratzt, ich fand es eigenartig, dass er mich auf Attraktivität abcheckte und meinte, mir sein Ergebnis durch Lachen mitzuteilen. Wer hatte ihn nach seiner Meinung gefragt?
 
  • #112
Bewusst provokant gefrgt::
Du suhlst dich in deinem Selbstmitleid. Oder willst du uns nur deine Andersartigkeit demonstrieren?
Wenn du dir in dieser misanthropischen Anti-Haltung eh gefällst, worum geht es dir dann? Bestätigung? Welche Art von Antwort erwartest du von uns?
 
  • #115
Liebe Sirella,

du hast in mir ein Bild von dir gezeichnet, das ungefähr so ausschaut:
Sirella sitzt in ihrem Bunker, hat die Gasmaske auf und trotz 25 Grad vorsichtshalber die Winterkleidung an. Sie zählt ihre Konservendosen, hat von allem genug .... und ist trotz dieser "Sicherheit" irgendwo nicht so ganz glücklich, weil ....
.... irgendwo im Hinterkopf noch die Erinnerung da ist, wie toll die Sonnenstrahlen auf der Haut sind, die Düfte von Wald und Wiese und Meer und dem Fleisch auf dem Grill, wie melodisch das Gelächter von Freunden ist ........

Du hast ja recht, manchmal regnet oder schneit es, manchmal stinkt etwas gar grauslich, manchmal gibt es falsche Freunde und manchmal misslingt die Grillerei .....

Ist dieses fehlende "ETWAS" vielleicht unbewusst weggeschlossen worden ? Oder wurde es nie gepflegt und müsste erst mal Nahrung bekommen ?

Ich sage immer über Asketen " Die wollen 100 Jahre alt werden - aber leben keinen einzigen Tag. Sie klammern sich an eine Existenz, die es gar nicht gibt. "
Musst du wissen, ob du so sein willst. Oder vielleicht doch den Ausgang aus dem Bunker mal nutzt.
 
  • #116
Ich habe seit 25 (!) Jahren einen Klienten, der so spricht wie Du hier. Ganz genau so. Jeder therapeutische und sozialpädagogische Ansatz scheiterte. Er ist immer noch der Meinung, mit der A-Karte geboren zu sein.
Kann er ja machen, akzeptiert inzwischen jeder.
Aber was genau hat diese Haltung mit Deiner Frage zu tun?
Ist doch klar, das sich daraus ein Dauersingle-Leben entwickelt.
Wer soll sich denn dieser Problematik annehmen als "Normalperson"?
Selbst Therapeuten brechen doch irgendwann ab, weil es keinen Sinn macht. Wer so gefestigt an seinem Selbstbild und seiner ureigensten Realität festhält, ist nicht therapierbar.
Ich finde auch nicht, dass das dann sein muß. Jeder darf doch in der Realität leben, die er oder sie sich auswählt.
Lebe doch einfach weiter so, es geht Dir doch gut damit.
Deine Frage beantwortet sich von daher durch Deine Antworten doch selber. Veränderungsbedarf hast Du nicht, Du willst weiter die A-Karte haben.
W
 
  • #117
Das ist ja die richtige Einstellung. Sich abnabeln davon. Allerdings ist die wirkliche Abnabelung erst dann da, wenn Du das, was Dir durch die Mutter widerfahren ist, nicht auf die ganze Welt projizierst, also dass die Dich genauso nicht mögen wie sie und Dich nicht genug finden, und nicht an eine höhere Macht glaubst, die Dir irgendwas mitgab.

Es sind nunmal viele Leute ohne besonderes Charisma geboren, sie wirken zu nett, sie sehen nicht männlich aus oder nicht weiblich, sind klein, groß und haben deswegen irgendwann im Leben mitgekriegt, dass sie anders sind als die "sozialen Gewinner". Isso. Aber das geht dem Gros der Menschheit so 🤷‍♀️
Ich habe echt keine Ahnung, worin sich manche Männer und Frauen verliebt haben, als sie ihren Partner wählten. Ich habe auch keine Ahnung, warum manche zusammenbleiben. Jedenfalls sind das definitiv keine Leute mit einem gewissen Etwas, das man definieren könnte als Außenstehender. Und vielleicht gab es das bei denen auch gar nicht.

Ich könnte mir vorstellen, das gewisse Etwas liegt allein in den Verhaltensweisen, wenn ich an die Schulkameradin von früher denke. Sie war weder besonders schön noch besonders hübsch noch figürlich besonders, keine schönen Haare, keine schönen Augen. War alles im Normalbereich. Es war ihr Charme, dass sie so gut ankam, und das brauchte sie für ihr Ego, weil sie sonst neben ihrer Schwester immer komplett verblasste.
Etwas Narzissmus gehört dazu, also dass man gefallen will, statt einem anderen irgendeine Weisheit, Weltsicht, Lebensphilosophie oder Ansicht vorzuknallen oder ihm zu sagen, was alles falsch an ihm ist. Man will ja von ihm positiv wahrgenommen werden, also muss man ihm geben, was er sich wünscht: Sicherheit, Angenommensein. Ist man Menschenfreund*in, passiert das automatisch, ist man Narzisst*in ebenso.

Mach doch einfach ganz ohne Ergebniserwartung ein paar Experimente mit Flirten oder besonders charmantem Verhalten. Postbote, Verkäufer, Kassierer - anlächeln, gedanklich (also nur für Dich, nichts dazu sagen) feststellen, dass er schöne Haare, schöne Augen hat. Ok, das ist gerade doof wegen der Masken. Hm. Naja, vielleicht kriegst Du aber doch mal die Gelegenheit und kannst einfach ein bisschen rumprobieren, ohne dass irgendwas daraus erwartet wird.
DAS wäre mE ein kleines gewisses Etwas, wenn man nicht von Natur aus strahlt, weil man per Geburt mehr radioaktive Elemente eingebaut gekriegt hat oder was auch immer, denn die meisten Menschen sind NICHT freundlich und vermitteln dem Gegenüber kein positives Gefühl, also es ist was Besonderes, wenn einer nicht so ist. Das macht sogar Spaß, vorausgesetzt, dass man nichts erwartet, denn manchmal kommt was Positives zurück.
 
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  • #118
ch sage immer über Asketen " Die wollen 100 Jahre alt werden - aber leben keinen einzigen Tag. Sie klammern sich an eine Existenz, die es gar nicht gibt. "
Musst du wissen, ob du so sein willst. Oder vielleicht doch den Ausgang aus dem Bunker mal nutzt.
Manchmal bist du so mitfühlend, das selbst ich eine Träne bei deinen Worten verdrückt habe.

Die Sache ist nur die: Ich wurde bisher immer von der Sonne verbrannt, um bei deiner Analogie zu bleiben. Warum sollte sich was geändert haben?
Ich bin ja nicht freiwillig in Askese. Dennoch bin ich da. Also macht man das Beste daraus und akzeptiert es.
 
  • #119
Ich habe seit 25 (!) Jahren einen Klienten, der so spricht wie Du hier. Ganz genau so. Jeder therapeutische und sozialpädagogische Ansatz scheiterte. Er ist immer noch der Meinung, mit der A-Karte geboren zu sein.
Interessant, das er deswegen so lange eine Therapie macht und selber nicht abgebrochen hat und du auch nicht!

Weißt du was? Bei solchen Patienten verlässt du dich ja nur auf das Gesagte. Wie wäre es, eine Kamera oder ähnliches einzubauen und zu prüfen, wie real seine Aussagen sind? Das wäre mal wirklich produktiv und hilfreich.

Würden seine Aussagen stimmen würdest du und auch andere Therapeuten/ Berater glauben können.
 
  • #120
Das denke ich auch. Allerdings haben eben manche ein Problem damit, anderen eine Abfuhr zu geben.
Das kann ich absolut bestätigen. Das Schlimmste: Sie glauben wohl anscheinend ernsthaft an ihre Lügen, da sie sehr böse wurden als ich es angesprochen habe.

Ich wäre da frecher, aber auch nur deswegen, weil ich absolut frei bin. Mir kann keiner etwas.
 
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