Beziehungsaus nach 11 Jahren?

Hallo alle zusammen. Ich habe noch nie in einem Forum geschrieben, das ist jetzt das erste Mal. Also brauche ich irgendwie wirklich Hilfe.
Ich bin jetzt seit 11 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen und was alles dazu gehört. Aber seit einigen Wochen fühle ich mich nicht mehr ganz so wohl mit dem Gedanken. Wir sind beide Anfang 30 und haben eigentlich auch eine sehr gute und stabile Beziehung würde ich sagen.
Aber irgendwas stimmt mit mir nicht. Seit ungefährt 2 Jahren nehme ich auf einmal auch viel öfter andere Männer wahr. Sogar die, die vom Aussehen her so gar nicht zu meinem Typ passen. Ich habe gemerkt, dass ich mich in einen Kollegen ein wenig verguckt habe würde ich das nennen. Am Anfang habe ich ihn überhaupt nicht wahrgenommen und dann kam das wirklich von einem auf den anderen Tag und ich war total verwirrt. Ich weiß auch nicht wie ich auf der Arbeit damit umgehen soll. Ich gehe ihm natürlich so gut ich kann aus dem Weg und zum Glück arbeiten wir auch nicht eng zusammen. Das ist natürlich nicht der Hauptgrund wieso ich an meiner Beziehung zweifele aber wenn schon sowas passiert, dann kann ja irgendwas gewaltig nicht stimmen.
Ich habe aber irgendwie auch Angst mich jetzt von meinem Freund zu trennen. Die letzten 11 Jahre können ja nicht einfach so weg geworfen werden. Ich habe ein komplettes Gefühlchaos und weiss überhaupt nicht wie ich meine Gedanken und vor allem Gefühle noch sortieren soll.
Hat jemand von euch eine ähnliche Situation gehabt? Oder vielleicht könnt ihr mir auch einfach als Aussenstehende irgendwie helfen meine Ansichten zu ändern oder anzupassen.
Für mich persönlich fühlt sich das einfach so an, dass ich mich "fremdverliebt" habe als so eine Art Ausweg aus der ganzen Situation zu bekommen. Ich liebe meinen Freund. Das weiß ich.. Aber ich weiß nicht ob das reicht? Und wo diese ganzen Zweifel plötzlich her kommen. Ich bin einfach komplett mit mir selbst verwirrt..

Ich hoffe ihr könnt meinem Gefühls- und Kopfwirrwarr folgen und mir gerne euren Input dazu geben.
Vielen Dank schon Mal.
 
Ich bin jetzt seit 11 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen und was alles dazu gehört. Aber seit einigen Wochen fühle ich mich nicht mehr ganz so wohl mit dem Gedanken. Wir sind beide Anfang 30

Also handelt es ich um eine Kinderehe. Ihr habt Euch mit 19 kennen gelernt. Höchstwahrscheinlich wart Ihr die ersten und einzigen Sexualpartner im Leben bisher. Auf jeden Fall gab es die letzten 11 Jahre nichts anderes. In einer Zeit, in der sich eigentlich junge Menschen erfahren und an anderen erfahren, wart Ihr nur miteinander befasst.

Aber irgendwas stimmt mit mir nicht. Seit ungefährt 2 Jahren nehme ich auf einmal auch viel öfter andere Männer wahr. Sogar die, die vom Aussehen her so gar nicht zu meinem Typ passen. Ich habe gemerkt, dass ich mich in einen Kollegen ein wenig verguckt habe würde ich das nennen.

Im Gegenteil, mit Dir stimmt alles. Die Normalität bricht sich Bahn. Du findest zu Dir und das Bedürfnis, die verschwendete Zeit nachzuholen, wird manifest.

Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen und was alles dazu gehört.

Schließ Dich nicht in einen abgeschlossenen Rahmen ein, ohne gelebt zu haben! Lebe Dich aus. Der Mensch ist von der Veranlagung her nicht monogam. Du hast viele wertvolle Jahre verstreichen lassen. Lebe Dich aus. Lasse Deine Bedürfnisse Dich leiten.

Schlage Deinem Freund eine offen Beziehung vor. Wenn er das mitmacht und nach ein paar Jahren noch da ist, könnt Ihr nochmal über Haus, Kinder und so weiter nachdenken. Wenn er bis dahin nicht mehr da ist, ist er dann eben nicht mehr da und Du ziehst jemand andern in Betracht, wenn Du soweit bist. Viele werden Deinen Weg kreuzen bis dahin.
 
Liebe Fs🌸
Ihr seid seit den frühen 20ern zusammen nehme ich an. Genau die Phase, in denen sich viele 'austoben' bevor sie sich binden und zur Ruhe kommen. Tatsächlich passiert genau dies öfter, lange zusammen, seit der Jugend und iwann merkt man, da gibt's noch was Anderes. Da du dies erlebst, bevor ihr euch komplett niedergelassen und Kinder bekommen habt, hast du noch die Chance dein Leben und Zukunft zu überdenken. Sobald das Haus gekauft und das erste Kind da ist, wird das nicht mehr so einfach.
Sich fremd zu verlieben war bei mir immer ein Warnschuss, ja auch mir ist das passiert und zwar 2 mal und es hat in meinem Fall das Beziehungsende bedeutet. Solange ich extrem glücklich war und die Beziehung gut lief, wäre es nicht passiert, aber iwann wurde es anders. Auch weil jeder Mensch sich entwickelt, fortwährend und manchmal entwickelt man sich nicht zusammen sondern jeder für sich und eines Tages muss man sich eingestehen, das es nicht mehr passt.
In deinem Fall ist die Beziehung sehr lang, 11 Jahre habe ich noch nie geschafft, und ihr habt fest geplant wie es weiter geht. Vlt ängstigt dich das fest Gemeißelte und du fragst dich ob du das wirklich willst, bis an dein Lebensende.
Vlt solltest du mal eine Weile für dich sein und etwas Klarheit bekommen.
Alles Gute für dich 🌸
 
Und wo diese ganzen Zweifel plötzlich her kommen. Ich bin einfach komplett mit mir selbst

Ich hoffe ihr könnt meinem Gefühls- und Kopfwirrwarr folgen und mir gerne euren Input dazu geben.
Vielen Dank schon Mal.
Nun, ich denke, deine Zweifel sind normal. Wenn man hier länger im Forum mitliest, kommen ähnliche Fragen regelmäßig. Ihr seid sehr jung zusammengekommen und habt vermutlich nicht viel andere Beziehungserfahrungen gesammelt. Aber gerade in jungen Jahren entwickelt und verändert man sich noch viel und möchte neue Erfahrungen sammeln. Dir stellt sich jetzt wohl die Frage, ob es das für den Rest deines Lebens gewesen sein soll oder ob du noch was anderes -- andere Männer -- kennenlernen willst. Du wirst gerade mit der vermeintlichen Endgültigkeit deiner Lebensentscheidung konfrontiert.

Frage dich, ob du deinen Mann wirklich noch aufrichtig liebst und ob ihr dann vielleicht wieder etwas mehr Abwechslung und Pepp in eure Beziehung bringen könnt.
Oder bist du nur noch aus bequemer Gewohnheit mit ihm zusammen, und weil du nichts anderes kennst und Angst vor der ungewisser Zukunft ohne ihn hast? Stelle dir einmal vor, ihr wäret getrennt und du könntest eine Affäre oder richtige Beziehung mit deinem Kollegen anfangen. Fühlst du bei dem Gedanken eher Erleichterung und freudige Spannung oder tiefen Kummer?
w26
 
Ich kenne das auch von mir und meinen Freundinnen von früher. Eine erste große Beziehung und mit Ende 20, Anfang 30 ist dann Schluß. Bei mir war es nach 12 Jahren so weit. Ich glaube, dass in den Zwanzigern eine große Entwicklung stattfindet und viele gehen dann in unterschiedliche Richtungen. Bevor du dir nicht im Klaren bist verschiebe das mit Kind und Haus. w59
 
Wir so eine Art Ausweg aus der ganzen Situation zu bekommen.
Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen und was alles dazu gehört.
An dieser Situation liegt es weniger, konkret ist da noch gar nichts. Es sind noch Absichtserklärungen, die der Beziehung Stabilität, Sicherheit, einen Rahmen geben... aber wirklich losgelegt habt ihr beide nicht, eher ein Jahr weiter nach hinten geschoben; also gehe ich nicht davon aus, dass es die kalten Füße oder die Angst vor der eigenen Courage wäre.
nehme ich auf einmal auch viel öfter andere Männer wahr. Sogar die, die vom Aussehen her so gar nicht zu meinem Typ passen.
Liebe folgt keiner Logik. Es gibt immer mehrere Partner, in welche wir uns verlieben können, was wir an anderen faszinierend/interessant finden, das Beuteschema, auf das wir anspringen (optisch oder etwas was uns an eine in der Kindheit geliebte Person erinnert, geprägt durch Pubertät, Idole, Freunde, angenehme Verhaltensweisen, Humor, Gelassenheit u.ä.).
Und neben den Gefühlen hat der Mensch ein hochkomplexes Gehirn, damit wägt er Gefühle, Entscheidungen gegeneinander ab, also „unpassend“ wäre dein Arbeitskollege, vom Aussehen (keine Gefahr) und trotzdem spricht Dich seine Art an, irgendwas reizt... vll auch nur die Tatsache, dass nach 11 J Beziehung einfach die Luft bei Euch raus ist und dein Unterbewusstsein Dir signalisiert, wie unzufrieden du bist. Der Arbeitskollege ist der Platzhalter, weil Du ihn kennst und tgl siehst, also musst du dich mit deiner Beziehung auseinandersetzen und warum diese Dich nicht mehr erfüllt; und es nicht mehr verdrängen (was besser geht, bei flüchtigen Kontakten... wo man denkt, Hach, wäre schön gewesen, kenne ich nicht; sehe die Person nie wieder)... jetzt kennst du die Person und sie ist im Job um dich herum, du steuerst, deine Gedanken und Gefühle mit, klar aus dem Weg gehen, nicht so eng, von der Ferne anschmachten, im Bewusstsein, anhimmeln ist erlaubt, trotz Freund. Der Arbeitskollege ist für Dich eine gute Wunsch-/ Projektionsfläche, ohne wirkliche Gefahr.
Setze dich mit deinem Leben auseinander, was willst Du ihm Leben, ist es dein Lebensweg? Auch kann man mit seinem Leben und der Vorstellung davon unzufrieden sein, und doch seinen Partner lieben (der für Stabilität & Sicherheit steht) und auch in Gedanken (bei manchen auch real) andere Begehren und schwärmerische Liebesgefühle entwickeln. Ich denke, dein Leben plätschert in ruhigen Bahnen, es fehlt an Spannung & Aufregung, Neues. Deinen Freund kennst du inn-& auswendig, er wird nicht mehr spannend werden, er kann Dir nur Sicherheit geben, dass was Du kennst ist harmonisch, passt, trägt, ist solide. Entweder du schätzt das wirklich mit Dankbarkeit oder wenn du das Gefühl hast, etwas im Leben an seiner Seite zu verpassen, nur die Gewohnheit hält, trenne dich.
 
Hallo miaxxx
was hat denn der Kollege, in den du dich verguckt hast, was dein Freund nicht hat?
w45

Das kann ich dir nicht beantworten, ich kenne ihn ja kaum bzw. gar nicht. Ich habe einfach festgestellt, dass eine gewisse Anziehung von meiner Seite auf einmal da war obwohl er die Zeit davor für mich eher unsichtbar war.
Genau deswegen bin ich eben auch verwirrt und es geht auch überhaupt nicht um ihn. Selbst wenn ich mich trennen sollte, würde ich gerne erstmal mit mir selbst im reinen sein wollen, bevor ich mich direkt in was Neues stürzen würde. Zumal ich noch nicht einmal weiß, ob er mich überhaupt attraktiv findet. Ich habe gewisse flirt Signale und Momente wahrgenommen aber vielleicht denke ich das auch nur oder habe es durch die Jahre auch irgendwie verlernt.
 
Liebe Fs🌸
Ihr seid seit den frühen 20ern zusammen nehme ich an. Genau die Phase, in denen sich viele 'austoben' bevor sie sich binden und zur Ruhe kommen. Tatsächlich passiert genau dies öfter, lange zusammen, seit der Jugend und iwann merkt man, da gibt's noch was Anderes. Da du dies erlebst, bevor ihr euch komplett niedergelassen und Kinder bekommen habt, hast du noch die Chance dein Leben und Zukunft zu überdenken. Sobald das Haus gekauft und das erste Kind da ist, wird das nicht mehr so einfach.
Sich fremd zu verlieben war bei mir immer ein Warnschuss, ja auch mir ist das passiert und zwar 2 mal und es hat in meinem Fall das Beziehungsende bedeutet. Solange ich extrem glücklich war und die Beziehung gut lief, wäre es nicht passiert, aber iwann wurde es anders. Auch weil jeder Mensch sich entwickelt, fortwährend und manchmal entwickelt man sich nicht zusammen sondern jeder für sich und eines Tages muss man sich eingestehen, das es nicht mehr passt.
In deinem Fall ist die Beziehung sehr lang, 11 Jahre habe ich noch nie geschafft, und ihr habt fest geplant wie es weiter geht. Vlt ängstigt dich das fest Gemeißelte und du fragst dich ob du das wirklich willst, bis an dein Lebensende.
Vlt solltest du mal eine Weile für dich sein und etwas Klarheit bekommen.
Alles Gute für dich 🌸
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Du hasst es so ziemlich auf den Punkt getroffen.
Ich fühle mich nicht so, als wenn ich bereit wäre mich zu trennen. Aber vielleicht ist es auch ein Prozess, den ich jetzt durchmachen muss. Ich wollte mich auf jeden Fall erstmal mehr mit mir selbst beschäftigen. Auch jetzt noch in und während der Beziehung.
Ich muss rausfinden, was ich wirklich möchte und ich weiss es ehrlich gesagt nicht.
Bei dem Gedanken und der Vorstellung die Beziehung zu beenden wird mir schlecht und ich kriege Bauchweh.
Ich hatte diese Zweifel schon vor 2 Jahren das erste Mal.. und ich dachte, ich hätte es hinter mich gelassen und alles wäre wieder gut. Ich war auch wirklich glücklich. Und nun kam es wieder so plötzlich und hat mich komplett aus der Bahn geworfen.
 
Setze dich mit deinem Leben auseinander, was willst Du ihm Leben, ist es dein Lebensweg? Auch kann man mit seinem Leben und der Vorstellung davon unzufrieden sein, und doch seinen Partner lieben (der für Stabilität & Sicherheit steht) und auch in Gedanken (bei manchen auch real) andere Begehren und schwärmerische Liebesgefühle entwickeln. Ich denke, dein Leben plätschert in ruhigen Bahnen, es fehlt an Spannung & Aufregung, Neues. Deinen Freund kennst du inn-& auswendig, er wird nicht mehr spannend werden, er kann Dir nur Sicherheit geben, dass was Du kennst ist harmonisch, passt, trägt, ist solide. Entweder du schätzt das wirklich mit Dankbarkeit oder wenn du das Gefühl hast, etwas im Leben an seiner Seite zu verpassen, nur die Gewohnheit hält, trenne dich.

Genau das ist der Punkt. Eigentlich ist alles gut und alles super. Die Beziehung ist sehr harmonisch, wir kennen und gut und wir verstehen uns richtig gut. Wir haben sehr viel an unserer Beziehung gearbeitet und sind in den Jahren auch sehr weit gekommen. So gesehen ist er eigentlich auch der perfekte Mann. Ich bin mir einfach nicht mehr sicher, ob er für mich Der perfekte Mann ist.
Und ja ich schätze das alles wirklich sehr. Habe ich bis jetzt auch. Aber nun weiß ich nicht, ob es das Richtige ist für den Rest meines Lebens.
Ich weiß auch, dass ich ihn wirklich sehr liebe. Ich habe immernoch diese warmen, tollen Gefühle für ihn wie am Anfang, nur eben anders, intensiver.
Und trotzdem zweifele ich, ob es das Richtige ist und das nun gewesen sein soll... Natürlich ist da auch sehr viel Gewohnheit mit bei nach 11 Jahren..Wir wohnen zusammen seit 10 Jahren. Aber wie schaffe ich das rauszufinden?
 
Ich kenne das auch von mir und meinen Freundinnen von früher. Eine erste große Beziehung und mit Ende 20, Anfang 30 ist dann Schluß. Bei mir war es nach 12 Jahren so weit. Ich glaube, dass in den Zwanzigern eine große Entwicklung stattfindet und viele gehen dann in unterschiedliche Richtungen. Bevor du dir nicht im Klaren bist verschiebe das mit Kind und Haus. w59
Das würde ich auch sagen. Wenn man so jung zusammenkommt, dann entwickelt man sich häufig doch noch auseinander in den 20ern, und stellt das aber erst irgendwann fest, dass einem das nicht mehr reicht. Dazu kommt, dass man nicht schauen konnte, was sonst noch an Partner da draußen rumläuft, ob der eigene Partner wirklich toll ist oder nur Gewohnheit einen zusammenhält. Ich kenne nur sehr, sehr wenige Beziehungen, die gehalten haben, wenn die Leute als Teenager zusammengekommen sind.
Ich würde nichts überstürzen, sondern erstmal weiter beobachten und ergründen, was genau mich stört, ob ich überhaupt noch Liebesgefühle habe oder nicht, ob es nur die Angst ist vor dem nächsten Schritt oder ob mir etwas fehlt in der Beziehung. Es ist nicht leicht, mit 30 Single zu sein, also man darf nicht denken, dann geht total die Post ab und es gibt unendlich viele tolle Männer (oder Frauen), die nur auf einen warten. Aber in einer Beziehung zu bleiben, in der man nicht glücklich ist und nur nach außen den Schein wahrt, käme für mich nie in Frage.
Heiraten, Kind und Hausbau - verschieben.
w, 37
 
Ich bin jetzt seit 11 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen und was alles dazu gehört.
Das ist ein typisches Programm im außen, was nicht befriedigt, wenn das Liebesgefühl nicht ausreicht!
Aber seit einigen Wochen fühle ich mich nicht mehr ganz so wohl mit dem Gedanken. Wir sind beide Anfang 30 und haben eigentlich auch eine sehr gute und stabile Beziehung würde ich sagen.
Eigentlich bedeutet genau das Gegenteil, also eigentlich nicht!
Aber irgendwas stimmt mit mir nicht. Seit ungefährt 2 Jahren nehme ich auf einmal auch viel öfter andere Männer wahr. Sogar die, die vom Aussehen her so gar nicht zu meinem Typ passen. Ich habe gemerkt, dass ich mich in einen Kollegen ein wenig verguckt habe würde ich das nennen. Am Anfang habe ich ihn überhaupt nicht wahrgenommen und dann kam das wirklich von einem auf den anderen Tag und ich war total verwirrt.
Es stimmt bei dir deshalb nicht mehr, weil du nicht das echte und wahre Liebesgefühl empfindest!
Ich weiß auch nicht wie ich auf der Arbeit damit umgehen soll. Ich gehe ihm natürlich so gut ich kann aus dem Weg und zum Glück arbeiten wir auch nicht eng zusammen. Das ist natürlich nicht der Hauptgrund wieso ich an meiner Beziehung zweifele aber wenn schon sowas passiert, dann kann ja irgendwas gewaltig nicht stimmen.
Stimmt!
Ich habe aber irgendwie auch Angst mich jetzt von meinem Freund zu trennen. Die letzten 11 Jahre können ja nicht einfach so weg geworfen werden. Ich habe ein komplettes Gefühlchaos und weiss überhaupt nicht wie ich meine Gedanken und vor allem Gefühle noch sortieren soll.
Es geht um deine Gegenwart und Zukunft, es geht nicht um die vergangenen 11 Jahren!
Für mich persönlich fühlt sich das einfach so an, dass ich mich "fremdverliebt" habe als so eine Art Ausweg aus der ganzen Situation zu bekommen. Ich liebe meinen Freund. Das weiß ich.. Aber ich weiß nicht ob das reicht? Und wo diese ganzen Zweifel plötzlich her kommen. Ich bin einfach komplett mit mir selbst verwirrt..
Glaube mir, du sollst aus dieser Beziehung aussteigen, was du auch machen sollst, besser jetzt, als später, denn sie ist zu Ende!
Du bekommst sonst dieses Gefühl nicht mehr los, wenn du bleibst!
Du bist mit deiner Situation unzufrieden und nicht alleine, zigtausend, ja 100.000 und Millionen Menschen haben das alles schon durchgemacht, es geht um deine Gefühle und um deine Person!
 
Ich kenne das auch von mir und meinen Freundinnen von früher. Eine erste große Beziehung und mit Ende 20, Anfang 30 ist dann Schluß. Bei mir war es nach 12 Jahren so weit. Ich glaube, dass in den Zwanzigern eine große Entwicklung stattfindet und viele gehen dann in unterschiedliche Richtungen. Bevor du dir nicht im Klaren bist verschiebe das mit Kind und Haus. w59

Dasselbe Phänomen bei mir:
Langzeitbeziehung von 20-30. Eigentlich ne schöne Beziehung, möchte die Erinnerungen daran auch nicht missen, aber am Ende war es halt wie ne gute Freundschaft.

Und die Aussicht auf weitere Jahre/Jahrzehnte sexuelle Hausmannskost und Monogamie hat mir dann am Ende so schwer zugesetzt, dass ich das Ding gekippt hab. War nicht einfach, für beide nicht, aber seitdem ging es nur aufwärts (auch bei ihr).

Liebe Grüße
Neo
 
Das mit dem nicht ausgetobt haben ist immer so ein fix ausgebuddeltes Klischee. Kalt ist an jedem Klischee auch was dran, aber auch nicht zwingend immer und für alle gelten und meistens nicht als alleiniger Grund.
Ich hab noch auch nicht ausgetobt und finde das nicht bedauernswert das ich was verpasst habe. Aber da gibt's solche und solche.
Aber wenn solche Gedanken aufkommen, liegt der Grund meist woanders.
Auch wenn sie Beziehung ansich gut läuft, gibt's für dich vielleicht doch etwas was für dich vielleicht doch nicht so perfekt läuft?
Oder man hat sich einfach etwas unterschiedlich entwickelt, was in der Zeit angesichts eures Alters auch nicht ungewöhnlich wäre.
Oder es ist jetzt einfach eine kleine Torschlusspanik ob der kommenden Planungen.
Muss nichts bedeuten und legt sich evtl. wieder. Aber dennoch ein Grund mal genauer hinzuschauen, ob nicht doch was in der Beziehung nicht stimmt.
Aber das immer gleich darauf zu schieben das jemand nicht genug Kerben am Bettpfosten hat ist mir zu einfach.
 
Aber das immer gleich darauf zu schieben das jemand nicht genug Kerben am Bettpfosten hat ist mir zu einfach.
Und die Aussicht auf weitere Jahre/Jahrzehnte sexuelle Hausmannskost und Monogamie hat mir dann am Ende so schwer zugesetzt
Ich finde auch, dass das sexuelle Argument oft überbetont wird. Also, es haben sich auch nicht alle "ausgetobt", die erst mit 30 ihren Partner finden, viele hatten eben einfach vorher ein, zwei Beziehungen, aber nicht unbedingt tausendfach wilden Sex.
Ehrlich gesagt: Wenn nur die sexuelle Seite der Grund ist, warum man die Beziehung beendet, dann war es wohl keine wirklich tiefgehende Liebe oder tiefgründige Beziehung. Dann ist man vielleicht auch vordergründig wegen dem Sex überhaupt zusammengekommen. Oder aber andere wichtige Punkte haben in Wirklichkeit eben auch nicht gepasst und man schiebt es dann "nur" auf den Sex.
 
Das mit dem nicht ausgetobt haben ist immer so ein fix ausgebuddeltes Klischee.
Es ist einfach etwas, was man nicht kennt und wo man nicht für sich die Erfahrung gesammelt hat, wie etwas auch anders, besser oder auch schlechter laufen kann.
In der Phantasie ist alles besser, bunter, schöner... das Gras auf der Nachbarwiese grüner, nur wenn man die Erfahrung hat oder auch öfters, weiß man, dass der Rasen auf der anderen Seite des Gartenzaunes nicht grüner ist. Ein grüner und saftiger ist es meist in der eigenen Fantasie.
Die Entscheidung für sollte bewusst und mal alle paar Jahre auf's neue fallen, einfach weg von all der Gewohnheit, dem Alltag und der Selbstverständlichkeit in der man in der Beziehung lebt, sondern für sich bewusst, ist es noch der Partner, in den ich mich damals verliebt habe, ist es noch der Partner, der zu mir passt und den ich mir auch noch heute, sofern man sich neu kennenlernen würde, wieder für sich auswählen würde. Im Grunde ist nichts sicher und selbstverständlich, all das Gute, Passende und Schöne, es ist Glück und auch Glück, wenn es einige Zeit bleibt und anhält.
Etwas erst dann zu schätzen, wenn es weg ist, ist fatal und ebenso nicht vorher daran zu denken, dass es irgendwann weg sein könnte.
So sollte man zufrieden sein, mit dem was man hat und nicht nach dem Optimum streben, wo man meint, es würde noch viel besser... manche Träume und Wunschvorstellungen haben in der Realität einen Pferdefuß.
Letztlich kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen und deine eigenen Erwartungen an das Leben und was der Partner dazu beitragen soll. Im Grunde musst du die Erfüllung im Leben in dir selbst finden.
 
haben eigentlich auch eine sehr gute und stabile Beziehung würde ich sagen.

Liebe FS,
eigentlich ist immer ganz schlecht. Entweder kommt dann die Wahrheit ans Tageslicht (bei eigentlich nie gut) oder es gibt einen Zurückruderthread. Ich bin gespannt.

Die letzten 11 Jahre können ja nicht einfach so weg geworfen werden.
Doch können sie, wenn es nicht mehr passt. Wobei wegwerfen in dem Zusammenhang die komplett falsche Denkweise ist.
Es gibt nunmal Dinge, die sich verändern und dann nicht mehr zusammen passen.

so eine Art Ausweg aus der ganzen Situation zu bekommen. Ich liebe meinen Freund. Das weiß ich..
Wahrscheinlicher ist, dass Du Angst hast nach 11 Jahren Gewohnheit und Perspektive auf ein Leben voller Gewohnheiten und Bekanntem etwas zu verändern. Daher verwechselt Du Liebe mit Gewohnheit.

Du hast viele wertvolle Jahre verstreichen lassen. Lebe Dich aus. Lasse Deine Bedürfnisse Dich leiten....
.... und heul in ein paar Jahren rum, was Du "weggeworfen" hast, denn so läuft es meistens bei der unverbindlichen Rumvögelei: ist im Nachhinein verzichtbar ohne jegliches Verlustgefühl - inbesondere wenn Du dann siehst, mit was für übriggebleibenen Typen Du Dich auf dem Datingmarkt ab Mitte 30 rumschlagen musst.

Das gilt nur für die "häuslichen Typen", nicht für die freiheitsliebenden, für die Haus, Kinder, lebenslange Ehe von ihrer Einstellung her sowieso keine Option ist.
Mit 30+ solltest Du wissen, welcher Typ Mensch Du bist und entscheiden können: Du hast den falschen Partner oder Du lebst das falsche Leben.
Klär das zuerst, bevorr Du loslegst.

Seit ungefährt 2 Jahren nehme ich auf einmal auch viel öfter andere Männer wahr.
Was hast Du mit der Wahrnehmung gemacht?

Ich habe gemerkt, dass ich mich in einen Kollegen ein wenig verguckt habe ...
Was ist konkret passiert, dass sich das geändert hat. Guck da hin, versuche es zu verstehen, dann findet sich auch die Lösung.

Wir wollten nächstes Jahr auch heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen
Mach nichts von dem, solange Du nur den geringsten Zweifel hast, denn das ist der Weg zu einem ganz unerfreulichen Ende mit ganz viel Altlasten, die Dich auf Jahrzehnte in deiner Lebensgestaltung massiv einschränken.

Stelle dir einmal vor, ihr wäret getrennt ...
Gute Herangehensweise, darauf zu schauen wo das plötzliche Interesse an jemandem herkommt, den man ewig oberflächlich kennt und zu dem sich der Kontakt nicht verändert hat.
Das ist meistens pure Projektion von eigenen Sehnsüchten auf eine scheinbar nahe/vertraute andere Person.
 
Ich finde deine Situation nicht sooo ungewöhnlich. Eine harmonische Beziehung bietet auch wenig Abenteuer und Spannung. Was sagt dein Freund zu deinen Empfindungen? Ich hoffe sehr, ihr redet darüber?
 
Sobald einer von beiden diese Frage stellt, ist es keine Frage mehr "ob", sondern nur noch "wann" die Beziehung beendet werden wird! Ich würde sagen, dass 80-90% der Partnerschaften aus der Jugenszeit genau an dieser Frage scheitern!

.... und heul in ein paar Jahren rum, was Du "weggeworfen" hast... .........
- inbesondere wenn Du dann siehst, mit was für übriggebleibenen Typen Du Dich auf dem Datingmarkt ab Mitte 30 rumschlagen musst.

That's it!

Liebe FS, fang einfach bei deinem Arbeitskollegen an zu evaluieren, was du alternativ bekommst! Wenn du 30 bist und dein Arbeitskollege eine durchschnittliche Altersdistanz zu dir hat, dann ist er Mitte 30. Nach deiner Beschreibung ist er ja Single.

Jetzt stell' die Frage: Wie ist er dahin gekommen und wie ist seine Beziehungsvita? Vergleiche seine Anzahl von Intimkontakten mit der Anzahl bei deinem Freund! usw.

Leider wird dir, nach meiner Erfahrung, das alles nichts nützen! Du musst deine Erfahrungen selber machen und du wirst sie machen! Ich würde sagen, dass ungefähr ein Drittel der Frauen, mit denen ich bislang gedated habe, so eine fortgeworfene längerlaufende Jugendliebe in ihrer Vita hat. Diese Frauen sind inzwischen 10-15 Jahre älter und berichten, dass, wie bei "Hans im Glück", jede nachfolgende Beziehung immer weniger war und tendenziell auch immer kürzer dauerte. Für mich sind diese Frauen, für eine ernsthafte Beziehung, quasi "verbrannt" und ich möchte sie auch nicht haben!

Im 3x, 4, und 5x Altersbereich bekommen nur noch wenige die Kurve!

V.m51
 
Selbst wenn ich mich trennen sollte, würde ich gerne erstmal mit mir selbst im reinen sein wollen
Ich frage mich, warum dir das jetzt in deiner Beziehung nicht möglich ist: mit dir selbst im Reinen zu sein?

Ich glaube nämlich, dass BEIDES geht: mit sich selbst im Reinen sein UND in der Beziehung zu sein. Oder hindert er dich irgendwie daran?

Wenn dir deine Beziehung (noch) etwas wert ist (und für mich klingt das so), dann würde ich sie nicht wegwerfen, sondern genau da hinein investieren. Gemeinsam mit deinem Partner.
Indem ihr Dinge tut, die ihr bis jetzt noch nicht getan habt und euch dabei neu entdeckt. Es gibt auch therapeutische Angebote, die man als Paar wahrnehmen kann, um (wieder) zueinander zu finden.

So etwas würde ich ausprobieren. Mehr daraus machen. Überlegen, wozu du Lust hättest, und dann deinen Partner fragen, ob er auch Lust hätte, das mit dir zusammen zu machen.
Überleg mal, was du gerne mit dem Mann machen möchtest, in den du dich verguckt hast. Welche Visionen entwickeln sich da? Und wie fühlt es sich an, wenn du dir dann vorstellst, diese mit deinem Partner zu verwirklichen? Hast du dazu Lust, oder magst du es ihm schon gar nicht vorschlagen? Und wenn nein, warum nicht?

Ich glaube, dass Fremdverlieben ganz oft aus einem Mangel heraus geschieht. Deshalb fände ich es am wichtigsten, erst mal herauszufinden, worin der Mangel besteht. Und dann zu gucken, ob du das, was du da gerne hättest, nicht doch mit deinem Partner verwirklichen kannst.
w45
 
Meine Frau war 18 3/4 und ich 23 Jahre alt, als wir uns kennengelernt haben. Meine Frau war meine 2. Sexpartnerin, davor nur 1 ONS. Sie hatte bis dahin eine mehrmonatige Beziehung und weitere 4 Sexpartner. Wir sind 44 Jahre beisammen. Nach einem 1/2 Jahr haben wir uns verlobt und nach einem weiteren Jahr geheiratet. Das 1. Kind kam vor ihrem 21.
Natürlich kommt es immer wieder zu Situationen, in denen man die Beziehung hinterfrägt, lernt andere Menschen kennen und verliebt sich sogar in einige. Nach 2o Jahren verliebte ich mich in eine gemeinsame Freundin schwer, sprach schon von Scheidung mit meiner Frau blieb aber bei meiner Frau und den 3 Kindern. Die gemeinsame Freundin gestand mir auch ihre Liebe - Sex mit ihr zu vermeiden war ein Horrorhärtetest. Monate dauerte es, bis ich mich erfangen hatte.
Die Beziehung zu meiner Frau hatte grundsätzlich nicht darunter gelitten, natürlich war sie anfangs schockiert, aber ich führtre mit ihr stundenlange Gespräche und es kamen vor allem keine Vorwürfe ihrerseits.
Ein Leben ohne meiner Frau konnte ich mir auch nicht vorstellen, wir hatten viel gemeinsam durchgemacht und im Bett war sie im Gegensatrz zur Feundin eine regelrechte Sexbombe, die hat mir ihr Intimleben bis ins Kleinste anvertraut. Haben sich auch die intensiven Gefühle vielleicht etwas verändert, aber Respekt, Achtung, Wertschätzung und auch Dankbarkeit waren einige der Gründe, um auf die Scheidung zu verzichten.
Zwischen 50 und 55 erhielt ich von drei jungen Frauen ernsthaft Anfragen, mit ihnen Beziehungen einzugehen, durchwegs hübsche, rassige Frauen. Es tat zwar dem Selbstwertgefühl gut, aber realistisch war für mich, dass derartige Beziehungen ein Ablaufdatum vorprogrammiert haben - 25 bis 30 Jahre Altersunterschied.
Was bedeutet das viel strapazierete ausleben oder austoben? Gibt eine hohe Anzahl an Sexpartner auch wirklich Auskunft und Rückschluss auf sexuelle Erfahrenheit/Lebenserfahrung und ist die für eine glückliche Beziehung unabdingbar? Gedankenloses und gefühlloses durch die Gegend vögeln - ich weiß nicht, ob das wirklich ein "must have" ist, deretwegen man eine funktionierende Beziehung aufgeben sollte. Was passiert nach einem ausschweifenden Lebensabschnitt, wenn man endlich den Mann für Leben kennenlernt, lässt man ihn wahrheitsgemäß und lückenlos am sexuellen Vorleben teilhaben oder verschweigt aus Scham einige Sexpartner und spezielle Praktiken und Erfahrungen?
Selten kommt was besseres nach, sagt ein altes Sprichwort.
Was stört dich in der Beziehung mit deinem Freund momentan so arg, dass du an ein Beziehgungsende denken kannst? Die Sexualität, mangelnde Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Liebe, ist er untreu, unzuverlässig, Alkoholiker, arbeitsscheu usw? Was ist am anderen besser oder erforschenswert?
 
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