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  • #1

Beziehungsaus wenn der Lebensstandard nicht passt?

Wie reagiert ein Mann im Regelfall, wenn er merkt, er kann z.B. finanziell mit dem Lebensstandard der Partnerin nicht mithalten, und zudem beide ein traditionelles Rollenverständnis haben, sprich: der Mann verdient die Brötchen und die Frau ist in erster Linie für die Familienarbeit zuständig?
 
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  • #2
Da freut er sich und lebt auf deine Kosten. Umgekehrt wäre er weg. Aber da funktioniert kein traditionelles Rollenverstandnis, außerdem ist das was du als traditionell da meinst, schon Steinzeit. Zumindest in meinem Kopf. Und da braucht er dann ja Kohle, welche Frau will auf alles verzichten, nein, danke.
 
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  • #3
Da freut er sich und lebt auf deine Kosten. Umgekehrt wäre er weg.

Welch eine Frustration und Verbitterung spricht aus dieser Antwort, wenn die Frau schon nicht einmal mehr sieht, dass umgekehrt der Normalfall in fast jeder funktionierenden Beziehung ist. Der Mann wäre weg, wenn er die Frustration, die einem aus dieser Antwort schon auf den ersten Blick entgegen springt, auch im Leben als erstes spürt.

Wenn meine Frau mehr als ich verdienen würde, hätte ich ein kleines Problem. Es wäre mir völlig unangenehm, am Tropf meiner Frau zu hängen. Ich denke, in diesem Fall müsste mir die Frau ihre Zuneigung deutlicher zeigen. Ich würde viel Angst haben, gefühlsmäßig ausgenutzt zu werden und mir wie gekauft vorkommen. Für mich wäre das schlimmer als die Angst, finanziell ausgenutzt zu werden.

Ausschließen würde ich eine solche Beziehung nicht, hatte ich aber auch noch nicht.
 
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  • #4
wenn sie gefangen sind in ihrem traditionellen Rollenverhältnis müssen sie sich trennen - dann bleibt nix anderes übrig.
 
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  • #5
Wie reagiert ein Mann im Regelfall, wenn er merkt, er kann z.B. finanziell mit dem Lebensstandard der Partnerin nicht mithalten, und zudem beide ein traditionelles Rollenverständnis haben, sprich: der Mann verdient die Brötchen und die Frau ist in erster Linie für die Familienarbeit zuständig?

Mir ist dann nicht klar, woher die Frau eigenständig ihr Geld hat, wenn sie in erster Linie für die Familienarbeit zuständig ist. Handelt sich in dieser Frage lediglich um die reiche Erbin, die sich erlauben kann, als Hausfrau mit einem Teilzeitjob einen Mann zu haben, der viel arbeitet und dennoch weniger als sie hat?

Beim traditionellen Rollenverständnis hat die Frau eigentlich nie einen vom Mann unabhängigen hohen Lebensstandart, es sei denn sie ist vermögend auf die Welt gekommen.
 
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  • #6
Liebe FS

bist du gutverdienende Führungskraft ? Sowas suchen die Männer ehr nicht. Zumindest die breite Masse. Es gibt kleine erfreuliche Ausnahmen: Männer die geistig total unabhängig vom Mainstream sind, selbst sehr erfolgreich, souverän. Die kratzt es nicht wieviel mehr du verdienst. Ich habe gute Erfahrungen mit erfolgreich Kreativen gemacht. Dort ist es durchaus üblich dass Unterschiede eher als Bereicherung denn als Betriebsstörung aufgefasst werden. In erzkonservativen Milieus hingegen soll eben der Mann das Haupt der Familie sein, er soll die Führung inne haben. Abgesehen davon dass solche Rollenmuster aus der Nazi-Zeit stammen und sie heute überhaupt nicht mehr zu den Realitäten des Arbeitsmarktes passen der Paare ja auch betrifft finde ich das für jede Beziehung auch einen Sargnagel. Wenn du über 20 Jahre mit jemandem leben willst wird sich deine und seine Rolle dauernd ändern.
 
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  • #7
Ich kenne einen Mann (Ende 40), der sich von einer jüngeren "Wahnsinnsfrau" (O-Ton) trennte, weil er beruflich weniger gut gestellt war und bedeutend weniger verdiente. Der Toyboy zu sein war zwar eine Zeitlang schön und gut, eine Beziehung konnte er jedoch nicht vorstellen, was er mir gegenüber sehr bedauerte.
Ich nehme an, er hätte sich nicht auf Augenhöhe gefühlt und ständig unterlegen gefühlt. Sein Rollenbild ist tatsächlich sehr traditionell und er fühlt sich gern als Macher und Macho. Ich fand es schade für ihn, dass er seines Egos wegen lieber auf eine wundervolle Frau verzichtet und nicht einfach ein berufliches Weiterkommen anstrebt. Sie hatte übrigens kein Problem damit, dass er weniger verdient.
 
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  • #8
Hast du das Alltagsleben mal getestet mit ihm? Du wirst schnell merken was passiert, in der Regel musst du dich klein machen, damit er sich wohl fühlt.
w45
 
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  • #9
Wenn meine Frau mehr als ich verdienen würde, hätte ich ein kleines Problem. Es wäre mir völlig unangenehm, am Tropf meiner Frau zu hängen. Ich denke, in diesem Fall müsste mir die Frau ihre Zuneigung deutlicher zeigen. Ich würde viel Angst haben, gefühlsmäßig ausgenutzt zu werden und mir wie gekauft vorkommen. Für mich wäre das schlimmer als die Angst, finanziell ausgenutzt zu werden.

Liebe Güte... Einer hat Angst, finanziell ausgenutzt zu werden, der andere fühlt sich gekauft...

Habt Ihr schon mal das Wort "Partnerschaft" gehört?
Und wenn ja, auch in seiner Bedeutung v e r s t a n d e n?

Ich persönlich brauche und habe für eine ernsthafte Beziehung einen PARTNER. - Ich brauche weder einen Versorger, noch jemanden, der mir den Hintern tätschelt, weil ich ihn zum essen einladen kann.

Und ich glaube, das sehen viele Menschen so!

w,49
 
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  • #10
FS: ich meinte hier nicht die reiche Erbin mit vollzeit arbeitendem Partner, noch die Karrierefrau mit schlechter verdienendem Mann, sondern die Frau mit mehreren Kindern, geshieden und mit Teilzeitjob und den Partner, der vom Eingemachten sehr bescheiden lebt.
 
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  • #11
Wie reagiert ein Mann im Regelfall, wenn er merkt, er kann z.B. finanziell mit dem Lebensstandard der Partnerin nicht mithalten, und zudem beide ein traditionelles Rollenverständnis haben, sprich: der Mann verdient die Brötchen und die Frau ist in erster Linie für die Familienarbeit zuständig?

Bist Du reiche Erbin? Dann hätte ich damit ein Problem, denn jeder Cent, der ausgegeben wird, erhöht Deinen Zugewinn. Wenn jemand heute noch so ein traditionelles Rollenbild hat, wird er sich damit abfinden müssen, dass es dann auch kaum noch ein "mein" und "dein" gibt. Das sind dann vermutlich die hier immer wieder mal beschriebenen Ehen, die formal nur noch auf dem Papier existieren, aber nicht geschieden werden "aus finanziellen Gründen". Ich persönlich möchte sowas nicht haben.

m, 46
 
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  • #12

Liebe FS, das was Du jetzt beschreibst, ist ja geradezu das Gegenteil dessen, was Du im Eingangspost ausgeführt hast. Die Frau mit Teilzeitjob und mehreren Kindern sowie der Mann, der sich gerade so über Wasser hält, liegen doch finanziell so ziemlich auf Augenhöhe. Wenn beide nicht gerade den Traum vom reichen Prinzen oder der reichen Prinzessin haben, welche sie aus der Misere rettet, dürfte das die ideale Konstellation für eine funktionierende Beziehung sein.
 
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  • #13
Liebe FS, das was Du jetzt beschreibst, ist ja geradezu das Gegenteil dessen, was Du im Eingangspost ausgeführt hast. Die Frau mit Teilzeitjob und mehreren Kindern sowie der Mann, der sich gerade so über Wasser hält, liegen doch finanziell so ziemlich auf Augenhöhe. Wenn beide nicht gerade den Traum vom reichen Prinzen oder der reichen Prinzessin haben, welche sie aus der Misere rettet, dürfte das die ideale Konstellation für eine funktionierende Beziehung sein.

FS: Nein, sie liegen nicht auf Augenhöhe. Die Frau hat außer ihrem Arbeitseinkommen noch ein bescheidenes Vermögen im Hintergrund, das ihr ein durchschnittliches Auskommen erlaubt, der Mann lebt etwa auf Hartz 4-Niveau.
 
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  • #14
FS: ich meinte hier nicht die reiche Erbin mit vollzeit arbeitendem Partner, noch die Karrierefrau mit schlechter verdienendem Mann, sondern die Frau mit mehreren Kindern, geshieden und mit Teilzeitjob und den Partner, der vom Eingemachten sehr bescheiden lebt.

Ja, dann passt das doch. Mann hat ein Vollzeit-Einkommen, das er beisteuert, Frau ergänzt das durch Teilzeit-Arbeit und Unterhalt. Das ist zwar kein traditionelles Rollenverständnis, aber das funktioniert auch nicht, wenn Frau gleich mehrere Kinder mitbringt. Ich sehe noch nicht ganz, warum der "Lebensstandard" so unterschiedlich ist(?) Wenn Frau mit Teilzeit mehr verdient als Mann mit Vollzeit, dann sollte man das grundsätzliche Lebensmodell überdenken. Grundsätzlich unterschiedliche Ansprüche an den Lebensstandard sind immer dann ein Problem, wenn der, der es sich nicht leisten kann, Erwartungen hat, die der andere bereitstellen soll. Zusätzlich zu Deinen Kindern benötigst Du vermutlich nicht noch ein "großes Kind"...

m, 46
 
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  • #15
ich glaube nicht, dass man einen Regelfall definieren kann.

Mir wäre es egal, wenn meine Partnerin mehr oder auch bedeutend mehr verdient ! Mir wäre auch egal, wenn meine Partnerin besser schöner und intelligenter wäre als ich :)

NUR:

Frauen wollen so etwas im Normalfall nicht ! Es gibt kaum Frauen die "nach unten" eine Beziehung haben bzw. heiraten - von daher stellt sich die Frage meist nicht.

m37
 
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  • #16
Dann lernst du eben mal, über deinen Horizont zu gucken. Ist sehr lehrreich, wenn man in eigenen Glaubenssätzen plötzlich erschüttert wird und zum neuen Denken gezwungen wird. Sich in Demut üben ist nicht schlecht.

Bei meinen Eltern war die Mutti auch die Brötchenverdienerin mit 8 Karren im Stall, der Vater war ein armer Schlucker. Trotzdem hielt ihre Ehe und mein Vater hatte ja auch einiges davon. Während meiner Mutter arbeitete, konnte er das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen. Wer sich als Mann zu eitel dafür ist, selber schuld... Das Geld liegt auf der Straße. Manchmal muss man rechtzeitig zugreifen, wenn sich einem die Gelegenheit bietet.
 
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  • #17
@FS:
Was ist das denn für ein Teilzeitjob ?
450,- Euro Basis oder eher Halbtagsbeamtin.
Das macht ja schon einen Unterschied.
 
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  • #18
An FS:

Da hilft nur eins: Sich vom alten Rollenverständnis zu verabschieden und einen individuell passenden Weg für euch zu finden.

Ihr habt dann viel Arbeit vor euch, ihr müsst eure Rollen definieren, natürlich spielt nur jeder die Rolle, die er auch spielen möchte - und DAS ist der große Vorteil!! Ihr spielt kein altes Shakespeare-Stück das schon viele gespielt haben, sondern entwickelt euer eigenes Stück.

Ihr könnt nur gewinnen dabei!

w, 41
 
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  • #19
Lieber FS,
ich bin eine Gutverdienerin und für mich ist Ein HartzIV-Mann nichts. Ich kann mit einem Mann, der nicht mindestens das gleiche Einkommen hat nichts anfangen. Männer haben es ohnehin viel leichter ein vernünftiges Gehalt zu erzielen alsFrauen. Wenn ihnen das dann nicht gelingt, müssen sie ziemliche Schnarchnasen oder Leistungsverweigerer sein. Beides finde ich extrem unattraktiv.
w
 
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  • #20
Mit Gleichbehandlung usw...wurde das klassischese Rollenverhältnis abgeschafft..

Beide können verdienen was sie wollen,,je nach Bildungsgrad natürlich ..

Es macht also keinen Sinn über etwas zu Reden was es nicht mehr gibt..

Natürlich verdienen in den meisten Beziehungen immer noch die Männer mehr,,aber das ist halt so und nichts mit einem Rollenmodell sondern mit dem Einkommen zu tun..

Männer die sich schlecht fühlen wenn sie weniger verdiener verdienen sterben langsam aus..

Für die jüngere Generation wird das kein Problem mehr sein..wir sind eine tolerante, offenene ,Multi-Kulti Globale Gesellschaft,,,,

Schade wer sein Leben am Lebensstandart und nicht an der Lebensqualität misst..

m
 
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  • #21
Da freut er sich und lebt auf deine Kosten. Umgekehrt wäre er weg. Aber da funktioniert kein traditionelles Rollenverstandnis, außerdem ist das was du als traditionell da meinst, schon Steinzeit. Zumindest in meinem Kopf. Und da braucht er dann ja Kohle, welche Frau will auf alles verzichten, nein, danke.

und was lernen wir daraus? das bitterkeit einsam macht... Wenn dich ein Mann kennenlernt muss er wohl durch einige Feuerreifen springen. Vermutlich dürften sich da die meisten zu schade für sein, stets in deinen verallgemeinernen Projektionen zu leben :D

Wenn jemand mehr Glück und Förderung im Leben hatte als andere, hat das einfach. Wenn Freunde in Not sind, hilft man sich - zumindest in meinem Freundeskreis. Wenn der der, oder die die, mehr Geld verdient, hochnäsig wird/ist, ist das deren Problem. Aber sowas möchte man sich ja net geben...

...offenbar ist in der heutigen Welt einiger Frauen, nehmen seeliger als geben....
 
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