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Gast

  • #1

Beziehungskiller Ex-Partner?

Hallo Forengemeinde,

ich bin nun schon seit fast 2 Jahren mit einer alleinerziehenden Frau (Sohn 16 J.) zusammen.
Wir leben immer noch getrennt. Ihr Sohn möchte nicht mit uns zusammenziehen. Dies haben wir akzeptiert.
Der Vater des Sohnes hat diesen alle 2 Wochen ein Wochenende lang. Der Vater lebt seit mehr als einem Jahr in einer anderen Stadt fest mit einer neuen Freundin zusammen.
Das Problem:
nach fast 10 Jahren der Trennung von seiner Frau (meine Freundin) ist er immer noch eifersüchtig und versucht immer wieder unserer Beziehung Steine in den Weg zu legen, indem er z.B. seinen Sohn gegen seine Mutter aufhetzt. Ich selber habe zum Sohn eine normale Beziehung, mit seinem Vater komme ich aber nicht klar weil er mir einmal ziemlich heftig klar gemacht hat, dass ich seinem Sohn nichts zu sagen hätte. Dies hatte ich auch nie vor.
Meine Freundin bestätigt mir immer wieder wie explosiv und ungehalten ihr Ex-Mann am Telefon manchmal ist und sie beschimpft und beleidigt wenn es um den gemeinsamen Sohn geht. Der Ex weiß, dass meine Freundin, wenn es um den Sohn geht, ziemlich empfindlich ist.
Was ich aber seltsam finde, ist die Tatsache, dass Familienangelegenheiten immer noch bei meiner Freundin in der Wohnung besprochen werden. Der Ex kommt dann dort hin. Da ich mit diesen Angelegenheiten nichts zu tun habe, bin ich zu dieser Zeit auch nicht dort. Meine Freundin möchte dann auch nicht, dass ich dabei bin.
Noch heftiger fand ich die Frage meiner Freundin, ob ich mitkommen wolle zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant mit ihrem Ex-Mann, dessen Freundin und dem Sohn meiner Freundin, wegen des bestandenen Abschlusszeugnisses der Schule. Ich sagte sofort ab. Meine Freundin akzeptierte dies umgehend mit der Bemerkung „Dann muss ich eben mit meinem Sohn alleine gehen“.
Was haltet Ihr von dieser Situation? Würdet Ihr das dulden wenn der Ex-Partner ab und an in der Wohnung Eures Partners vorbeischaut um Familienangelegenheiten zu besprechen?
Hättet Ihr der Einladung zu diesem Essen zugesagt?

(M, 48)
 
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Gast

  • #2
Lieber FS,

so wie es sich anhört räumst Du einfach zu schnell das Feld. Der pubertierende Sohn will nicht dass Du einziehst: also ziehst Du nicht ein - obwohl Du Dich ja scheinbar gut mit ihm verstehst. Es kommt Druck vom Ex: Du räumst das Feld.
Und Deine Freundin ist ein bisschen das Fähnchen im Wind.
Ich würde mir das nicht nehmen lassen bei einem solchen Essen dabei zu sein. Das ist doch ein ganz klares Zeichen dass Du zur Familie gehörst und gehören willst und könnte auch dabei helfen dass der Sohn Dich mehr akzeptiert (Thema zusammenziehen). Ich finde es okay dass Deine Freundin Dich bei diesen "Besprechungen" nicht unbedingt dabei haben will. Aber ich an Deiner Stelle würde ihr klar machen, dass wenn der Ex unhöflich oder übergriffig ihr gegenüber wird, Du schon gerne dabei wärst, einfach um sie zu schützen. Im Moment macht der Ex nämlich was er will (Deine Freundin wehrt sich offensichtlich nicht wirklich) und das würde ich ihm nicht durchgehen lassen. überleg Dir einfach wo Du Dich gerne sehen würdest in diesem Setting: als Platzhirsch oder als der der um die Gruppe rumschleicht und sich ab und an ein bisschen zu seinem Weibchen legen darf.
 
G

Gast

  • #3
Da hast du aber einige Fehler gemacht: Einladung zu Essen - natürlich annehmen, denn das ist nunmal eine Angelegenheit, die alle angeht und damit wärst du "offiziell" in der Familie anerkannt gewesen. So hat der Sohn natürlich auch zukünftig wenig Respekt vor dir.

Irgendwo müssen Familienangelegenheiten besprochen werden - sollen sie sich in der Kneipe oder auf der Straße treffen? Sei also nicht päpstlicher als der Papst.

Der Sohn will nicht, dass du einziehst? Was wollt ihr denn? Dir scheint es Recht zu sein, einen Grund fürs Nichteinziehen zu haben - Hauptsache DU bist nicht schuld.
Nachtrag: Und nein, nicht der Ex ist der Beziehungskiller - du bist der Beziehungsbehinderer!

Überdenke deine Rolle! w/43
 
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Gast

  • #4
Der Ex Mann meiner Freundin bespricht auch Familienangelegeheiten bei Ihr, wo die Kinder wohnen. Sowie ich bei meiner Ex Frau. Wo denn sonst, im Center Park oder im Parkhaus? Bzgl des Essens hätte ich nun auch keine Jubelsprünge gemacht aber vielleicht hätte man auch konstruktiv das ein oder andere klären können bzw es wäre auch die Chance gewesen Ihn mal direkt und besser kennen zu lernen, damit sich das Verhältnis entspannt.
m
 
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Gast

  • #5
Hallo, Gast 1 spricht mir aus der Seele . Ich bin in der Position deiner Freundin . Mein ex benimmt sich unverschämt , überheblich und und. Zum glück ist mein 2 Mann die Ruhe in Person. Ab der Scheidung lasse ich mich nicht mehr provozieren. Geh mit zu dem Essen sei deiner Freundin ein Halt. Ex wollen ihre Ruhe vor dem ex und gehen mit Kompromissen einher die für andere nicht nachvollziehbar scheinen. W 47
 
G

Gast

  • #6
Welche Rolle möchtest Du denn spielen? Du hörst Dich nicht sehr überlegt an sondern von Emotionen geleitet. Lege Deine Rolle für Dich fest und gehe souverän mit allen und allem um. Die Einladung zu dem gemeinsamen Essen ist ein Anfang für einen neuen Start. Schade, dass Du das gleich blockiert hast. Wenn Du noch kannst, geh mit. Es gibt doch was zu feiern! Und dass Dich der Vater mal angeblökt hat - das kann vorkommen in Familien. Jetzt im Restaurant hättest Du die Möglichkeit, freundlich und nett mit allen zu sprechen. Auch dem Sohn täte es gut. Und Deine Freundin wird froh sein über ihren umgänglichen, souveränen Partner.
 
G

Gast

  • #7
Also, ich bin eine Geschiedene mit Freund, deren Sohn jetzt seinen Schulabschluss zu feiern hat. Und es war bei mir und meinem Freund nie Thema, dass er NICHT am Schulabschluss mit anschließender Feier teilnimmt. Er hat eine gute Beziehung zu meinem Sohn und dieser selbst hat auch Wert auf die Anwesenheit meines Freundes gelegt.
Und, ganz wichtig, ich hätte nicht wirklich Verständnis dafür gehabt, wenn er wegen meines Ex nicht mitgegangen wäre. Dann hätte ich mich von ihm irgendwie im Stich gelassen gefühlt.
Es geht doch nicht darum, was der Ex deiner Freundin denkt sondern wie du und deine Freundin mit der Situation umgeht. Und da hast du m. E. doch etwas Nachholbedarf. Denn gerade wenn der Ex deine Freundin so angeht, dann braucht sie doch Unterstützung von dir.
Und ja, ich finde es normal, dass man die familiären Dinge auch in der Wohnung bespricht.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Aussage, dass, wenn du doch ein normales Verhältnis zu ihrem Sohn hast, ihr immer noch nicht zusammen wohnt. Ich könnte mir vorstellen, dass da auch noch andere Gründe eine Rolle spielen.
w/46