G

Gast

Gast
  • #1

Beziehungsstatus: "Getrennt lebend" – frei für neue Beziehung?

Liebes Forum,

nach einigen Schauermärchen aus meinem Umfeld zum Personentyp "getrennt lebend" (im Gegensatz zu "ledig" oder "geschieden") und meiner eigenen, frischen Anmeldung bei EP, hier mal eine Frage in die Runde.
Der Personenkreis, der sich hier anmeldet und als "getrennt lebend" bezeichnet, ist der meist noch aktuell verheiratet?

Ich weiß, die Frage ist pauschal und schwer zu beantworten, wenn man nicht die konkrete Person direkt fragen kann, aber meine Frage beruht eben noch nicht auf eigener Erfahrung. Es geht mir darum, wie ich mein Verhalten ausrichte - auch hier fehlt natürlich gerade ein konkretes Gegenüber zur besseren Beurteilung.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich den Status "getrennt lebend" etwas zwiespältig und mich hält er ab. Er ruft in mir Gedanken hervor, wie: noch verheiratet, nicht frei für eine neue Beziehung, im alten Leben verhaftet....wie sind Eure Erfahrungen?
Vielleicht auch gerade als jemand, der als "getrennt lebend" hier eingetragen ist?

Folgende abschreckende Beispiele zur hier angegebenen Lebensform "getrennt lebend" wurden mir, aus dem Freundes - und Bekanntenkreis - berichtet:

1. Der getrennt Lebende wurde vom Ehepartner betrogen und hat sich daraufhin, innerhalb von z.T. 2 Wochen nach der Trennung, hier zur neuen Partnersuche angemeldet (hat also nichts verarbeitet, geregelt und ist emotional noch mit seiner Trauer beschäftigt und nicht ehrlich offen für eine neue Person).
2. Der getrennt Lebende ist noch verheiratet und sucht hinterm Rücken des Ehepartners online nach Dates bzw. Affären.
3. Der getrennt Lebende schwört Stein und Bein, dass er mit der neune Online-Liebe eine schöne Beziehung aufbauen möchte - promt kommt die Noch-Ehefrau zurück und der neue Partner wird in die Wüste geschickt. Oder aber: Er merkt erst, dass er sich noch nicht neu binden kann, als er sich bereits auf eine Beziehung eingelassen hat und macht dann den Absprung.
4. Der getrennt Lebende hat sein altes Leben bzw. sein früheres Eheleben überhaupt nie emotional aufgegeben und macht sich ne nette Übergangszeit bei EP (die Ehefrau könnte ja zurückkommen) auf Kosten von Menschen, die die Hoffnung auf eine ernsthafte Beziehung haben.

Welche Erfahrung habt Ihr gemacht oder wie seht Ihr diesen Status hier bei EP?
w / frei und unverheiratet
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich weiss gar nicht, warum sich getrennt Lebende bei einer seriösen Partnerbörse wie EP überhaupt anmelden dürfen.

Getrennt lebend heisst verheiratet, egal, wie man es dreht und wendet.

Ich habe während meiner Partnersuch-Zeit getrennt Lebende von vornherein ohne Diskussion ausgeschlossen und einen Mann gefunden, der wie ich geschieden war. Und wir haben inzwischen geheiratet.
 
G

Gast

Gast
  • #3
In der Tat kann man nicht da nicht alle über den gleichen Kamm scheren.
Ich persönlich war mit einem "getrennt lebenden" Mann über 2 Jahre zusammen und seit gut 2 Jahren mit einem Mann, der schon geschieden war, als wir uns kennenlernten. Zwischen seiner Scheidung und mir gab es noch 2-3 Affären und kurzfristige Liebschaften.

Der "getrennt" lebende Mann war immer noch irgendwie verbandelt mit seiner Frau, ist ja klar. Auch betreffend finanzieller Unterstützung ist es bei uns in der Schweiz ein Unterschied, ob getrennt oder geschieden. Immer war irgendwas mit seiner Ex, musste er was für sie erledigen und richten, Möbel zusammenstellen etc. und hat dies auch getan, weil er sich verpflichtet und "schuldig" fühlte. Nach 2 Jahren wurde mir das Hin und Her zuviel und ich habe mich getrennt. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, ich war ein Sprungbrett für ihn, denn mittlerweile ist er geschieden und mit einer anderen Frau glücklich und schon wieder verheiratet.

Der "geschiedene" Mann: Dadurch dass er nach der Scheidung ein paar Liebschaften hatte, welche wohl das Sprungbrett waren, haben wir nun eine wunderbare Beziehung. Exen gibt es zwar, natürlich, aber mischen sich nicht in unser Leben, finanzielle Sachen sind geregelt, und er ist frei für mich, und gibt sich auch so, und lässt dies mich spüren. Eben haben wir uns eine gemeinsame Eigentumswohnung gekauft.

Ich finde sowieso, dass sich viele Menschen zuwenig mit einer Trennung/Scheidung auseinandersetzen und baldmöglichst einen neuen Partner haben, aber eigentlich gar nicht bereit dafür sind.

Viel Glück
 
G

Gast

Gast
  • #4
Hallo FS,

Du hast schon gut zusammengestellt, was sich hinter "getrennt lebend" alles verbergen kann. Bei EP sind sehr viele Männer mit diesem Status, aber auch bei denen, die "geschieden" angeben, ist größte Vorsicht angesagt, die leben oft auch nur getrennt (oder noch nicht mal getrennt).

Ich habe getrennt Lebende von mir aus gar nicht kontaktiert. Wenn mich jemand mit diesem Status anschrieb und interessant klang, habe ich schon in der ersten Mail gefragt, wie ich mir das "getrennt lebend" real vorstellen kann. Ein Großteil der Männer lebte noch mit der Ehefrau zusammen und suchte (angeblich) gerade eine eigene Wohnung.

Ganz dreist war einer, der mir ein Aggreement mit der Ehefrau weismachen wollte, das vorsah, man würde -wegen des Sozialstatus- auch weiter in einem Haus getrennt leben, keiner dürfe seinen neuen Partner in dieses Haus mitbringen, aber klar sei man frei für eine neue Beziehung! Ein anderer behauptete, allein im ehemaligen Ehehaus zu wohnen, beim ersten Telefonat verplapperte er sich aber und meinte, er würde drei Kreuze machen, wenn seine Frau in 4 Wochen endlich auszieht...

Dann gibt es ein paar Männer, die schon seit 10 Jahren tatsächlich getrennt leben, sich aber (aus fadenscheinigen Gründen) auch gar nicht scheiden lassen wollen. Hauptgrund hierfür dürfte Steuerbetrug sein, das widert mich an!

Bei vielen Männern gewann ich den Eindruck, dass ihre Ehefrauen gar nicht wussten, dass sie gerade getrennt leben... ;-)

Mein letzter Freund, mit dem ich zusammenlebte, war einen Tag, nachdem ich die Beziehung beendet hatte, schon wieder in Singlebörsen aktiv. Ich lasse nach diesen Erfahrungen mittlerweile die Finger ganz von getrennt Lebenden. Ich möchte keine Beziehung mit einem verheirateten Mann!

w, 51
 
G

Gast

Gast
  • #5
War einige Monate mit einer Frau, 44 zusammen; sie seit knapp 2J "getrennt lebend". Habe sie diesbezüglich nicht unter Druck gesetzt.
Nach ca. 8 Mt. haben wir uns getrennt, da es mir u.a. zu unverbindlich war. Sie fand nichts dabei, verheiratet zu bleiben: Es gäbe Paare die sich nie scheiden lassen, sie lasse sich von mir nichts "einreden", sie werde an ihrem Status nichts ändern, etc. Meine Erfahrung ist, dass es unverarbeitete, pendente Altlasten meistens schwierig machen...m, 44
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich selbst lebe seit 4 Jahren getrennt.
Getrennt heisst für mich: Keine gemeinsame Wohnung,
Wir werden beim Finanzamt als offiziell "getrennt lebend" veranschlagt.
Wir sind 26 Jahre verheiratet und mein Mann möchte das ich ihm Falle, dass ihm was passiert mich abgesichert wissen.
Eine Versöhnung oder Neu-Aufnahme steht für uns nicht zur Diskussion. Jeder lebt sein eigenes Leben.
Auch geschiedene Paare kamen schon ab und zu mal wieder zusammen. Da gibt es keine Garantie, ob verheiratet gewesen, oder die Ex einfach wieder ins Leben tritt.

Trotzdem möchte ich warnen!
Ich selbst habe im Internet einen Mann kennengelernt.Familienstand "getrennt lebend".
Nur war er das nicht. Er sucht sich auf diese Weise seine Affären.
Wir schrieben und mails bis tief in die Nacht, sms kamen zu jeder Zeit, wir verreisten zusammen über's Wochenende. Erst später fiel mir auf, dass wir so gut wie nie telefonierten.
Das ganze war kurz nach meiner Trennung und ich noch völlig naiv im Internet unterwegs.

Ich würde grundsätzlich getrennt lebend nicht ablehnen. Nur wäre ich sehr wachsam.
So einen Mann treffe ich gerne am Samstag-Abend. Wenn er nicht kann schlage ich Brunchen am Sonntag vor. Außerdem möchte ich seine Festnetz-Nummer haben.

Für meine neuen Partner war mein Familienstand übrigens nie ein Problem. Sie können mich, da ich alleine lebe jederzeit besuchen und da ich kaum Kontakt zu meinem Ex habe kamen auch nie Zweifel auf.

w/48
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich gebe Dir ein Beispiel aus dem RL und du kannst Dir selber ein Bild machen, wie es sein kann (nicht muss). Ich lernte im RL einen sehr sympathischen Mann, der mich umwarb. Wir traffen uns zum Kaffetrinken. Erst nachdem ich genau seinen Familienstatus hinfragte (denn er hat ziemlich drumherum geredet), erfuhr ich, dass er seit 4 Jahren getrennt lebend ist. D.h. seine Frau lebt im gemeinsamen Haus, er ist ausgezogen in einer Mietwohnung. Eine Scheidung wird nicht eingereicht und er gibt seiner Ehefrau freiwillig jeden Monat eine nette Summe zu ihrem kleinen Teilzeitgehalt. Rentenanwartschaften erwirbt sich die ganze Zeit, da er deutlich mehr als sie verdient. Ich fragte ihn, wie er sich denn eine Partnerschaft mit mir vorstelle. Darauf hin sagte er mir, ich würde ihn haben und seine Seele streicheln dürfen. Und zwar ihn ganz für mich haben, da er emotional mit seiner Ehefrau abgeschlossen habe, sie habe lediglich sein Haus und seine finanzielle Unterstützung. Ach so sieht also für ihn eine neue Partnerschaft aus. Dazu sagte er auch, dass er eine leidenschaftliche Frau braucht, die gerne und oft Sex hat. Aha-zumindest ehrlich.

Als ich ihm eine begründete Absage erteilte, meinte er mir einem fast vorwurfsvollem Ton, schade dass ich SO orientiert bin. Also, soll ich mich dafür entschuldigen und nicht normal fühlen, dass meine Orientierung so ist und nicht nach einem Mann, der seine finanziellen Ressourcen seiner Ehefrau zugute kommen lässt und seine Bedürfnisse nach leidenschaftlichem Sex und seelischer Unterstützung bei mir stillt. Bild Dir selber Deine Meinung.

Getrennt lebende Männer sind für mich passend evtl. für getrennt lebende Frauen, da letztere gerne länger getrennt bleiben, um finanzielle Vorteile daraus zu genießen und es ihnen vielleicht reicht, wenn sich der neue Kontakt auf sexueller Ebene abspielt und man gegenseitig sich über die Exen beschwert.

Ich bin geschieden, kinderlos und möchte in einer neuen Partnerschaft eine vollwertige Partnerin sein und einen vollwertigen Partner haben. Mit einem getrennt Lebenden bin ich das nicht, zumindest so sehe ich das.

Eigentlich wundert es mich, dass getrennt lebende Männer es gar nicht merken, dass sie nicht die Voraussetzungen für eine neue, erfüllte Partnerschaft mitbringen und so von sich überzeugt sich als Partner anbieten.
Für mich kann ein getrennt lebender niemals ein Partner sein, solange er seine Partnerin (Ehefrau) hat. Das realisieren die getrennt lebenden irgendwie nicht.

Ich hatte bei diesem Mann sogar den Eindruck, er möchte sich eine neue Partnerin "gönnen", die ihn sexuell und emotional von den Strapazen seiner Ehe entschädigt. Der arme Mann hat es sich verdient, verwöhnt zu werden, nachdem die Ehefrau ihn so ausnimmt. Und die Neue darf sich glücklich schätzen, ihn zu haben! Eigentlich den Rest von ihm, der nach der Ehefrau übrig bleibt-aber das realisiert er nicht.

w/39

w/39
 
  • #8
Der Beziehungsstatus "getrennt lebend" ist, wie Du zurecht anmerkst, sehr zwiespältig.

Ich selbst bin "getrennt lebend" und nach reiflicher Überlegung und Diskussion in diesem wie auch in einem anderen Forum zu der Entscheidung gekommen, dass ich mich in Geduld übe (auch wenn es schwer fällt!) und meinen Scheidungstermin abwarte.

Unabhängig von meiner eigenen Situation: alle von Dir beschriebenen Punkte können die Beziehung zu einem "getrennt lebenden" Partner doch sehr erschweren oder sogar unmöglich machen. Natürlich gibt es auch Fälle, wo eine Scheidung aus finanziellen Gründen nicht möglich ist. Oder ein Partner blockiert die Scheidung. Oder die Scheidung ist zwar beschlossen, lässt sich aber - durch welche Gründe auch immer (Termine, weit entfernte Wohnorte, ...) - nicht zeitnah realisieren. Auch so jemand darf natürlich einen neuen Partner suchen. Eine SB ist hier aber sicherlich wenig optimal, da man hier schneller rausgefiltert ist, als man seine Situation erklären kann.

Betrachten wir aber die Situation mal so: jemand, der sich als "getrennt lebend" outet, weiß um die Nachteile, denen er sich bei der Partnersuche damit aussetzt. Und wenn jemand noch in einer "festen Beziehung" hängt und nur auf ne Affäre aus ist, warum sich das Leben schwer machen, warum nicht gleich geschieden schreiben? Oder ledig ...

Ich fürchte, Du läufst immer Gefahr auf einen "Lügner" (oder eine Lügnerin) zu treffen, egal ob ledig, geschieden, getrennt lebend oder sonst was. Ob dies in SB wirklich häufiger geschieht als im RL, sei mal dahin gestellt. Und: auch Ledige können beziehungsunfähig sein, nur auf ne Affäre aus sein, und und und.

Ich persönlich wehre mich ja gegen diese wachsende "Kultur des Misstrauens". Ich glaube, dass die überwiegende Mehrzahl in Partnerbörsen wie EP (oder PS) ehrlich ist und auch tatsächlich eine feste Partnerschaft sucht. Und dass die dazugehörigen Foren oftmals zum schnellen Frust-Abbau "missbraucht" werden. (Aber jetzt wird es OT ...)

Mein Rat (als noch-nicht-Mitglied, hüstel) wenn Dir ein Profil sympathisch ist, verlass Dich auf Dein Gefühl, emaile bis die Tastatur qualmt. Wer auf ne schnelle Nummer aus ist, wird schnell aufgeben ... Du aber hast Zeit. Nimm sie Dir. (Ich könnte Dir mein "getrennt lebend" sehr gut erklären, Du könntest sogar meine "Ex" anrufen, ich hätte nichts dagegen ...)

m, 47
 
  • #9
Ich weiß gar nicht, warum sich getrennt Lebende bei einer seriösen Partnerbörse wie EP überhaupt anmelden dürfen.

Getrennt lebend heißt verheiratet, egal, wie man es dreht und wendet.
Das ist die zu kurze Sicht der Dinge. Wegen dieser melden sich viele Männer als auch Frauen hier als geschieden an, obwohl die Scheidung noch läuft.

Die Realität jedoch sieht anders aus. Der getrennt Lebende kann bereits viel weiter sein als der Verwitwete bzw. der Single, der nie verheiratet war. Außerdem, was hindert jemand der z.B. verheiratet ist und eine Affäre sucht sich als Single auszugeben? Dann wäre das Problem gleich, obwohl der Status getrennt lebend gar nicht bemüht wird.

Auf meinem Fall bezogen, ich bin noch getrennt lebend. Wenn es nach meiner Ex gegangen wäre, würde dieser Zustand wohl ewig anhalten. Ich habe jedoch die Scheidung eingereicht und wir haben bereits einen Termin. Leider dauerte dies gut 1,5 Jahre. Es wurde bereits alles zum Zeitpunkt der Trennung durch einen Notarvertrag geregelt. Es gibt weder offene Punkte, noch wird meine Ex mein Haus jemals wieder betreten. Ich denke, bei mir ist mehr geregelt und entschieden als bei so manchem Geschiedenen oder Single, der gar nicht erst verheiratet war. Ich finde es schlimm, wie getrennt Lebende hier ausgegrenzt werden.

Was die Verbindlichkeiten hinsichtlich Ex oder Kinder betrifft, darauf hat der Status eh keinen Einfluss.

Im Endeffekt verdeutlicht folgendes Beispiel die Diskriminierung die hier stattfindet.
A wurde warmgewechselt und ist inzwischen geschieden. A hat es immer noch nicht verarbeitet, meldet sich auf EP als "geschieden" an und würde entsprechend berücksichtigt.
B hat sich friedlich getrennt. Die Scheidung läuft noch. B meldet sich auf EP als "getrennt lebend" an und wird diskriminiert.
C hat nie geheiratet. Er ist unzufrieden, sucht eine Affäre, will aber die Trennung von Frau und Kind noch nicht. C meldet sich auf EP als "Single" an und wird voll akzeptiert.
D hat nie geheiratet. Er hat sich zwar getrennt, geregelt ist aber noch nichts. Es gibt jeden Tag Stress wegen den Kindern und der Ex. D meldet sich auf EP als "Single" an und wird voll akzeptiert.
E ist verheiratet und will nur mal seinen Marktwert testen. E sucht sich den Status "Single" aus weil er weiß, getrennt Lebende werden hier wegen Vorurteilen gemieden.

Ich hoffe, ich konnte eine Anregung zum Nachdenken geben.
 
  • #10
(...) Der getrennt Lebende kann bereits viel weiter sein als der Verwitwete bzw. der Single, der nie verheiratet war. (...) Ich denke, bei mir ist mehr geregelt und entschieden als bei so manchem Geschiedenen oder Single, der gar nicht erst verheiratet war. Ich finde es schlimm, wie getrennt Lebende hier ausgegrenzt werden.

Volle Zustimmung.

Es ist eben diese - wie ich sie nenne - "Kultur des Misstrauens". Man versucht "auf Nummer sicher zu gehen" und will dies durch Anwendung fraglicher Ausschlusskriterien erreichen. Aber diese Sicherheit wird man allein durch Anwendung von Filter- & Ausschlusskriterien nie erreichen.

Ein bisschen Risiko bleibt. Hier hilft nur Mut & Menschenkenntnis ...

Ich würde ja meinen Status auf "geschieden" setzen, wenn der Scheidungstermin vor Gericht feststeht und ALLES andere (so weit möglich) geregelt ist ... also keine Altlasten mehr zu verarbeiten sind.

Würde die FS (und alle anderen Foristen) meine Definition teilen ?
 
  • #11
Ich hatte bei diesem Mann sogar den Eindruck, er möchte sich eine neue Partnerin "gönnen", die ihn sexuell und emotional von den Strapazen seiner Ehe entschädigt. Der arme Mann hat es sich verdient, verwöhnt zu werden, nachdem die Ehefrau ihn so ausnimmt. Und die Neue darf sich glücklich schätzen, ihn zu haben! Eigentlich den Rest von ihm, der nach der Ehefrau übrig bleibt-aber das realisiert er nicht.

w/39

w/39[/QUOTE]


Du bringst es auf den Punkt. So ähnlich habe ich das auch erlebt....Ich bekomme oft Zuschriften von Männern mit dem Beziehungsstatus "getrennt lebend" und auch "verheiratet". Wenn ich ablehne, kommt ganz oft die Message "Auch ich habe ein Recht auf emotionalen Austausch und Zärtlichkeit". Gemeint hat er Sex...
Einmal mailte ich mit einem sehr sympathischen Mann. Als er mich in eine Stadt 350 km entfernt zu einem ersten Date einladen wollte (er war dort geschäftlich) schlug ich einen Samstagabendtermin vor. Wenn Männer da nicht können, ist das ein untrüglichen Zeichen, dass er liiert ist und Familienprogramm hat. Er meinte dann, dass seine Frau Alkoholikerin sei und er keine Zärtlichkeit für sie empfinde. Aber sie brauche halt seine finanzielle und moralische Unterstützung. Und er wäre ja kein Schwein, er würde sie nicht verlassen. Dennnoch fehle ihm so vieles, und es sei sein gutes Recht, sich das zu holen...
Ich frage dann immer nach, wie er mich unterstützen könne, wenn ich mal in eine Krise komme....ich meine damit mehr mental, betone das allerdings nicht. Dann kam die Antwort: du hast sicher eine Freundin...ich habe dann immer das Gefühl, als Objekt der Begierde benutzt zu werden. Schrieb dann retour: "für sowas gibts escortmädels". Da kam prompt zurück: Du hast recht, nur kann ich mir das nicht leisten....
 
  • #12
Absolute Sicherheit hast du nie - ganz unabhängig vom Beziehungsstatus.
Ich war bis zu meiner Scheidung vor ein paar Wochen fast fünf Jahre "getrennt lebend" - hatte mich von meinem Mann getrennt, wir lebten schon längst nicht mehr zusammen, nur die Scheidung zog sich wegen Formalia ewig hin. Dafür kann ich doch nichts - soll ich deshalb fünf Jahre warten, bis ich mich in einer Singlebörse anmelden kann? Das wäre doch blödsinnig, denn die Ehe ist längst längst für mich abgeschlossen.

Die Umstände können also sehr unterschiedlich sein. Ich würde niemandem wegen eines "falschen" Status ablehnen, wenn er mir sonst gefällt.

w, 49
 
  • #13
Das alles irritiert mich etwas. Ich selbst bin "getrennt lebend", und so lange kein neuer Partner da ist, der heiraten möchte, gibt es für mich keinen Grund, dass zu ändern. Das gilt ebenso für meine Ex. Ich kann wirklich guten Gewissens sagen, dass das Thema Ex für mich durch ist, ich hätte aber auch nie gedacht, das der Status "getrennt" anders bewertet wird, als geschieden. Auch wenn man geschieden ist, ist das doch kein Garant dafür, dass man mit dem Vorleben abgeschlossen hat, das haben so einige Erlebnisse hier mit entsprechenden Damen eindeutig belegt. Konzentriert euch mehr auf den Menschen, und nicht auf das Profil. Und fangt einfach mal an, Anfragen zu beantworten, und nicht auszusitzen.
 
Top