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Gast

  • #1

Beziehungsstress durch Stimmungsschwankungen von Pille?

Meine Frage richtet sich in erster Linie an die Damen hier, aber auch an Männer, die es bei ihren Frauen evtl. miterlebt haben:
Glaubt ihr, dass die Einnahme der Pille die Persönlichkeit so stark beeinflussen kann, dass dies die Beziehung gefährdet? Ich bin eigentlich eher jemand, der militante Pillengegnerinnen, die über starke Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Depressionen etc) der Pille berichtet haben, eher belächelt hat. Dachte: die haben sich halt nicht im Griff. Muss meine Meinung aber ändern.
Situation: bin seit fast 1 Jahr in einer festen Partnerschaft, gleich im 2. Monat habe ich begonnen, wieder eine Pille (Belara) einzunehmen (zuletzt in der Pubertät). Die ersten Monate war es nicht so stark, mittlerweile merke ich es aber permanent: ich habe unnormale Stimmungsschwankungen, die mich fertig machen und meine Beziehung belasten. Am Anfang lief es super, seit ca. 2 Monaten bemerke ich eine starke Verschlechterung, obwohl es keinen erkennbaren Grund dafür gibt. Bzw: kleine Gründe stürzen mich in tiefe, tagelang andauernde "depressive" Phasen, in denen ich nur noch grübeln, heulen, die Beziehung hinterfragen kann. Eine Geschichte über eine Exfreundin oder eine SMS von einer Freundin stürzen mich in für mich untypisch enorme Eifersuchtsgefühle, die ich nicht immer unterdrücken kann, ich habe Komplexe und zweifle oft an seinen Gefühlen, weil ich dann überzeugt bin, dass er es nicht ernst mit mir meint. Am nächsten Tag kann ich selber oft nicht mehr nachvollziehen, warum ich ausgeflippt bin. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen und steigere mich wiederum da hinein und hab dann Angst, dass er sich wegen meinen Ausflippern irgendwann trennen wird. Kann ja auch verstehen, dass ich nicht mehr die ausgeglichene Person bin, in die er sich verliebt hat. Die Grübelei geht dann von vorne los. An wiederum anderen Tagen ist mir alles egal. Da bin ich mir dann nicht mal mehr sicher, ob meine eigenen Gefühle für ihn stark genug sind. Vor meiner Beziehung (pillenfrei) und ganz am Anfang war ich nicht so. Ich bin sonst sehr optimistisch, humorvoll und selbstbewusst. Ich bemühe mich sehr, wieder so zu sein, wie ich mich haben will, aber es klappt nicht. Ich fühle mich verändert.
Mein Freund behandelt mich gut, und wir hatten bis vor kurzem sehr viel Spaß in unserer Beziehung. Aber nun gehts bergab, denn ich merke, dass ihm das zu viel geworden ist. Wir streiten uns nicht wirklich, aber die Stimmung wird langsam schlecht, denn er distanziert sich mittlerweile von mir. Und genau das Verhalten führt dazu, dass ich in einen neuen Grübel-Depri-Sumpf falle. Ich habe ihm schon mal erklärt, dass ich mein irrationales Verhalten erkannt hab und ich glaube, dass es an der Pille liegen könnte. Er hat dazu nicht viel gesagt, weil es ihm schwerfällt nachzuvollziehen, dass die Einnahme von Hormonen sowas anrichten kann.

Werde die Pille vermutlich bald absetzen, trotzdem würde mich interessieren, ob jemand so etwas schon erlebt hat und sich mit mir austauschen möchte.
 
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Gast

  • #2
Liebe FS,

ich (32) bin mir ziemlich sicher, dass Deine Stimmungsschwankungen von der Pille kommen. Ich selbst habe das Sch...ding Jahre lang genommen. Seit mittlerweile drei Jahren nehme ich keine Pille mehr und ich bin eine viel ausgeglichenere Frau ohne Depriphasen geworden. Außerdem habe ich ohne Pille eine größere Libido. Meine Kollegin, die die Pille wegen ihres Kinderwunsches abgesetzt hat, hat auch gesagt, dass sie nach dem Absetzen keine unerklärlichen Anfälle von "sehr dünnem Fell und Traurigkeit" mehr hatte. Sie hat außerdem mit Freude festgestellt, dass ihr nach zwei, drei Monaten ohne Hormone ihre alten Hosen aus Studizeiten wieder passten, weil sie viel Wasser ausgeschieden hatte.
 
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Gast

  • #3
Ich habe dieses Depression-Gefühlsschwankungs-Problem mit der Pille auch immer eher belächelt...bis ich es vor kurzem an mir bemerkt habe: ich wollte auch wieder mit der Pille anfangen und habe die genommen, die ich damals schon sehr gut vertragen hatte. Aber der Körper verändert sich und nur weil man diese oder jene Pille gut vertragen hat, heisst das nicht, dass es nach Jahren auch so ist...Nach nur wenigen Wochen fing es bei mir mit den Heulkrämpfen an, grundloses Hineinsteigern in völlig unbedeutende Situationen, Selbstzweifel, Kopfkino und "warum-liebt-mich-keiner-Gedanken". Also das ganze Programm.... Es war furchtbar! Habe diese Gedanken sonst nicht, bin selber darüber erschrocken. Habe also abgesetzt und siehe da: Mein wirkliches Ich ist wieder da! :)

Ich bin in keiner Beziehung und habe die Pille aus anderen Gründen wieder einnehmen wollen. In deinem Fall würde ich vielleicht erstmal mit dem Arzt sprechen und eine andere Methode wählen...

Du merkst ja selber, dass du sonst nicht so bist und dich verändert hast. Ich denke, so wie du das beschreibst, dass das wirklich eher an den Hormonen liegt und nicht an den Zweifeln, die man ab und an in einer Beziehung hat. Aber aus reiner "Bequemlichkeit" (weil natürlich die Pille in einer Beziehung viel praktischer ist) würde ich das nicht weiter versuchen und daher absetzen und mir diesen Stress und Kummer ersparen, und deinem Partner auch. Probieren würde ich ich es auf jeden Fall, denn es kostet dich nichts.

Alles Gute für Dich!
w,34
 
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Gast

  • #4
Ich glaube, dass deine Stimmungsschwankungen mit der Pille überhaupt nichts zu tun haben, sondern eindeutig wegen euren Beziehungsproblemen auftreten. Er ist distanziert und redet mit dir nicht über die Ursachen deines schlechten Gefühls, also, da stimmt doch dann was nicht zwischen euch.
 
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Gast

  • #5
Hallo, ich (w25) habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Einige Jahre die Pille genommen (verschiedene Präparate), (...) und da hats mir schließlich gereicht. Ich erkannte mich nicht mehr wieder. Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Weinattacken - erschreckend, früher war ich doch tough, fröhlich und gelassen.
Jetzt bin ich circa 1,5 Jahre glücklich "pillenfrei" und fühle mich seitdem sehr wohl. Ein ausgeglichener und heiterer Gemütszustand ist viel wert, dafür tun wir uns auch gerne die nun etwas aufwendigere Verhütung mit Kondom an (ja, funktioniert gut wenn gewissenhaft praktiziert).
 
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Gast

  • #6
Vielen Dank für eure Antworten! Ich bin erleichtert zu lesen, dass es bei anderen genauso ist, obwohl es mir an sich auch Leid tut für die vielen Frauen, die unter der Pille leiden müssen. Ich hatte in meiner letzten Beziehung die Dreimonatsspritze, die ich zum Ende hin aber abgesetzt habe, weil das einfach kein Verhütungsmittel für junge Frauen ist, die noch keine Kinder haben (Osteoporoserisiko steigt; man könnte wohl unfruchtbar werden und und und).
Ich habe mich bereits informiert über Hormonspirale, Nuvaring usw... aber wenn man da googelt, stößt man letztlich auf die gleichen Nebenwirkungen. Ist ja klar, denn es sind auch Hormone. Deshalb habe ich für mich beschlossen, in Zukunft gänzlich auf die Einnahme von Hormonen zu verzichten. Ich möchte ich selbst sein!
Ich litt zwar ohne Pille stark an PMS und hatte da dann auch Stimmungsschwankungen, die waren aber nur vorübergehend.
Einen Libidoverlust stelle ich unter der Pille nur bedingt fest, ich habe zwar weniger Lust, aber es ist nicht so, dass ich gar nicht mehr will.
Zugenommen habe ich interessanterweise auch nicht - obwohl ich mich da für eine sichere Kandidatin gehalten habe, da ich auch eine Schilddrüsenunterfunktion habe und deshalb noch andere Hormontabletten nehmen muss. Bei mir sind es tatsächlich eigentlich nur die krassen Stimmungsschwankungen, denen ich mich total ausgeliefert fühle. Auch der Versuch, die negativen Gedanken zu verdrängen und sich auf Positives zu konzentrieren, funktioniert meist gar nicht oder nur für eine Stunde. Bis wieder irgendwas passiert, das mich fertig macht! Oft liege ich nachts auch wach, und bekomme dann Angst, weil ich nicht weiß, wie ich mein Studium schaffen soll, obwohl ich nur noch wenige Prüfungen bestehen muss. Außerdem verwirrt mich dieser Kontrollverlust über mein "Ich". Ich denke mir immer: die Gefühle und Gedanken sind ja real, also keine Einbildung. Ich finde ja, wenn ich nur lange genug suche, auch immer irgendwas, womit ich die negativen Gedanken bestätigt sehe. Dann denke ich mir, das kann doch nicht an der Pille liegen! Aber irgendwo her muss ja dieser Sinneswandel kommen! Es kann doch nicht sein, dass so viele Frauen diese Nebenwirkung der Pille einfach so jahrelang ertragen! Wie schaffen die das? Und wie mache ich eigentlich meinem Partner klar, wie mich die Pille verändert hat? Mein Freund ist eigentlich recht verständnisvoll, aber ich glaube er kann sich in dieser Hinsicht absolut nicht in mich reinversetzen, weil er gar nicht weiß, wie das ist. Ich befürchte, er sieht das alles nur als faule Ausrede für mein "Gezicke". Ich hoffe wirklich, dass der Umstieg auf eine hormonfreie Verhütungsmethode (erwäge die Kupferkette) wieder mein wahres Ich zurückholt und er sieht, dass es mi und uns ohne Pille besser geht!

Die FS
 
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Gast

  • #7
Bei mir war es das selbe.. ich habe mich teilweise selbst nichtmehr erkannt. Doch leider habe ich den Zusammenhang erst Monate später festgestellt. Damals hielt ich mich selber einfach nur für unglaublich nervig, zickig und sehr empfindlich.
Danach bin ich dann auf den Nuvaring umgestiegen den ich sehr gut vertragen habe. Vorteil an ihm ist auch, dass man sich keine Gedanken um die Einnahme machen muss, er nicht abhängig von Magen-Darm Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist und er eine niedrigere Hormondosis als die Pille benötigt.
Trotzdem werde ich in Kürze auf Gynefix umsteigen, da ich allgemein von den hormonellen Verhütungsmitteln weg will.
Geh zu deinem Arzt und sprich mit ihm darüber, dann findet ihr bestimmt eine Lösung!

w25
 
  • #8
Ich vertrage auch nicht die Pille. Davon stieg mein Cholesterinspiegel so hoch, dass ich knapp an einem möglichen Herzinfarkt vorbeigeschlittert bin. (so die Aussage des Arztes...hört man verdammt gerne mit 18 Jahren).

Ich bin dann auf das Implanon umgestiegen. Man hat 3 Jahre komplette Ruhe und ist unabhängig von irgendwelchen Erkrankungen sicherer als die meisten Pillen, oder sogar alle, gibt aber auch täglich weniger Hormone ab.

Da ich jetzt aber Single bin und bald die 3 Jahre wieder um sind, werde ich auch - wie die FS - auf hormonfreie Verhütung umsatteln bzw. mal gar nicht verhüten.
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS,

ich denke, dass viele Frauen hormonelle Verhütung erstmal gar nicht mit psychischen Problemen in Verbindung bringen und meist erst nach einer Zeit auf die Idee kommen, es könnte an der Pille liegen. Da ich die Pille schon seit Jahren nicht mehr nehme, weiß ich nicht mal, inwieweit einen die Frauenärzte da aufklären.

Ich verhüte übrigens mit Kondom in Verbindung mit Temperatur messen. Schon seit über drei Jahren sehr zuverlässig. Aber, ich habe relativ ausgeprägtes PMS. Geht aber wenigstens wieder vorbei. Wenn ich mir vorstelle, das wäre ein Dauerzustand...
 
  • #10
@Gast 8: dazu kann ich nur sagen, dass dies sehr unterschiedlich ist von Arzt zu Arzt. Eine Ärztin meinte, ich solle mich nicht so anstellen, Nebenwirkungen gibt's aber die sind nicht so schlimm. Eine hat dazu gar nichts gesagt. Der Arzt (bei dem ich jetzt bin) hat mit mir wirklich lange gesprochen und auch alle Nebnewirkungen aufgezählt. Er würde z.B. nie einer Frau den nicht-hormonellen Silberstreifen (oder wie man das Ding nennt) raten. Der Grund? Damit dieser Faden hält muss der in die Gebärmutter reingebohrt werden. Dass das natürlich weh tut ist klar. Das könne er nicht verantworten.

Deine Verhütungsmethode klingt super... zumindest ohne Nebenwirkungen.
 
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Gast

  • #11
Hallo liebe FS,

ich habe jahrelang die Pille genommen und hatte Stimmungsschwankungen. Irgendwann hab ich sie komplett abgesetzt, aber aber die Stimmungsschwankungen, Aggressionen, das Ausrasten, die Depressionen.... wirklich extrem negative Gefühle wurden schlimmer und schlimmer.

In diesem Jahr wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, genaugenommen eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Schilddrüse selbst zerstört (Hashimoto auch genannt).

Ich bekomme seit 3 Monaten Schilddrüsenhormontabletten und mir geht es um Welten besser ! Meine Stimmung hat sich relativ stabilisiert, insbesondere diese emotionalen Abstürze treten nicht mehr auf. Auch rein körperlich fühle ich mich viel wohler, fitter, leistungsfähiger.

Da diese Erkrankung weit verbreitet ist und insbesondere Frauen trifft, kannst du ja mal deine Schilddrüsenwerte abklären lassen... nur so als Tip :eek:)

LG !
 
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Gast

  • #12
Ich würde niemals die Pille nehmen. Die Nebenwirkungen machen sich oft erst Jahre später bemerkbar. Benutze seit 3 Jahren den Verhütungscomputer. Mein Mann ist auch begeistert davon. Habe ihm auch damals gleich gesagt, dass ich nicht die Pille nehmen werde und das es mir egal ist, ob ihm das gefällt usw. Es ist mein Körper und ich bestimme, was einnehme und was nicht.

W23
 
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Gast

  • #13
Liebe FS,
deine Stimmungsschwankungen kommen mit ziemlicher Sicherheit von der Pille.
In diversen Studien ist dargelegt worden, daß die Einnahme der Pille
zu Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression und sehr häufig zu Libidostörungen
und etlichen anderen Nebenwirkungen führen kann. Viele Frauen hinterfragen das nicht und mühen sich jahrelang mit diesen Nebenwirkungen ab. Ich würde Dir anraten, die Pille abzusetzen und eine andere Verhütungsmethode zu wählen. Der einfachste Weg ist in diesem Fall nicht der Beste.
Dein Körper und Deine Psyche werden es Dir danken.
Alles Gute!
 
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Gast

  • #14
War bei mir auch so. Nie wieder die Pille ... Macht mich depressiv, empflindlich, launisch und weniger Lust auf Sex kommt noch hinzu. Zu Beginn meiner jetztigen Beziehung haben mein Partner und ich das Thema Verhütung einfach angesprochen und fest stand , dass für mich nichts in Frage kommt. Lösung: Natürliche Verhütung, heißt: fruchtbare Tage und unfrachtbare Tage kennen und entsprechend handeln. Wenn ich mir überlege, dass man insgesamt nur 6 - 7 Tage im Monat fruchtbar ist, gerade mal ein Anteil von 25 %, möchte ich allein deshalb nicht meinen Körper mit Hormonen vollpumpen. Heutzutage gibt es zuverlässige Präparate, mit denen sich diese Tage ziemlich genau feststellen lassen. Hat man einen regelmäßigen Zyklus, reicht auch eine App. Ohne Verhütung geht es zumindest mir psychisch und auch physisch besser. An nur sechs Tagen im Monat ist eben entweder Entzug oder Vorsicht (mit Vertrauen) angesagt.
 
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Gast

  • #15
Ich würde auch nicht einsehen, warum ich meinen Körper mit der Pille belasten sollte. Wenn Männer Angst vor ungewollten Schwangerschaften haben, sollen sie bitte ein Kondom benutzen.
 
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Gast

  • #16
Ich kann nur NFP empfehlen. Pille geht gar nicht.
 
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Gast

  • #17
Ich habe die Pille auch abgesetzt und mir geht es viel besser, keine Panikattacken mehr und ich verliere ordentlich Gewicht. Bis die Pille komplett abgebaut ist, kann es aber sogar ein halbes Jahr oder auch länger dauern. Als hormonfreie Alternative bieten sich z.B. Kupferspiralen oder Kupferkette an, die sind komplett hormonfrei.
 
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Gast

  • #18
An FS:

Ich habe die Pille auch nicht vertragen, bzw. nicht "die" sondern ich hatte mehrere Präparate ausprobiert. Ich war unausgeglichen, aggressiv und dann wieder total deprimiert. Ich hatte Brustschmerzen und Wassereinlagerungen im Körper und mich noch mieser gefühlt.
Meine Schwester hatte dieselben Symptome.

Ich bin nun glücklich mit einer Spirale. Da sind die Blutungen zwar manchmal etwas schmerzhafter als ohne, aber ich fühle mich geistig und körperlich wohl, mit einer Kupferspirale ohne Hormone. Verhütet wird zusätzlich mit Kondom.

w,40
 
  • #19
Hallo:) ich weiß der Post ist schon etwas länger her, aber irgendwie sagt er genau das aus was mich ebenfalls beschäftigt und vielleicht habe ich ja Glück dass mir hier jemand noch meine Fragen beantworten kann:)
Also, ich fühle mich genauso wie du vor 3 Jahren, ich bin seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen, er ist super Verständnisvoll, wir reden viel und er hätte kein Problem damit wenn ich die Pille absetze und wir nur mit Kondom verhüten würden. Manchmal jedoch habe ich Angst dass ich Ihn einfach nicht mehr genug liebe weil ich außer diesen Stimmungsschwankungen auch gar keine Nebenwirkungen habe, andererseits bin ich so extrem reizbar vor der Pille nicht gewesen. Mein Problem ist, dass es mir zu unsicher ist nur mit Kondom zu verhüten, ich habe wirklich furchtbare Angst schwanger zu werden und könnte zur Zeit ein Kind auch gar nicht ernähren, aber die Spirale kann ich nicht nutzen weil ich diese schonmal vorzeitig entfernen lassen musste, der Grund war dass ich mich monatelang mit Scheideninfekten herumgeplagt habe (habe einen Pilz nach Antibiotika bekommen) und sich dieser in der Spirale festgesetzt hatte, und als die Spirale dann auch endlich raus war war alles wieder gut, dafür ist diese leider zu teuer weil ich schonmal leicht krank werde und zwar nicht direkt immer zu Antibiotika greife aber ich möchte auch nicht nochmal das Risiko eingehen da meine Gebärmutter auch mitbehandelt werden musste, denn der Infekt ist bis nach oben gewandert. Den Ring hatte ich auch schon und da hatte ich wirklich alle Nebenwirkungen die es nur gibt, und verschiedene Pille Präparate hatte ich auch schon. Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe jetzt auch ein Präparat dass meine Mutter schon früher zu Ihren "Zeiten" gut vertragen hat, deshalb habe ich Angst dass ich mich wirklich nur anstelle. Aber ich würde auch liebend gerne keine Pille mehr nehmen, dass Problem ist halt wirklich nur dass ich Angst habe dass ein Kondom zu unsicher ist, habe da auch schon mit mehren Frauenärzten drüber gesprochen und die haben mir alle keinen Mut gemacht. Da ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus ohne Pille habe (das Studium stresst mich sehr) ist es auch sehr schwierig vorherzusagen wann ich meine fruchtbaren Tage habe... Ich weiß auch nicht, das klingt alles sehr verworren und ich schäme mich auch ein wenig, aber als ich diesen Post auf Google gefunden habe dachte ich mir ich muss mich hier mal anmelden, vielleicht gibt es ja doch jemanden der mir Tipps geben kann...

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und würde mich über Antworten sehr freuen :)
 
  • #20
dieser ganze Stress wirklich nur aus dem Grund, dass du zu jeder Zeit Sex haben kannst ohne schwanger zu werden? Die Pille versetzt deinen Körper in eine Dauerschwangerschaft. 3 Wochen schwanger rumms nix wars, 3 Wochen schwanger und als weiter. Konzentriere dich aufs Studium und wenn dein Holder rummäkelt, dass sein kleiner Freund zu kurz kommt. Der hat auch seinen Teil dazu beizutragen. Zur Familienplanung. Ihr werd schon was anderes finden.
 
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  • #21
Ladies, jetzt mal was von Frau zu Frau, denn Frauen sind seit 27 Jahren mein Beruf:
Also ... ihr schluckt mit der Pille i.d.R. Hormone von trächtigen Kühen ...
Und wenn ihr euch statt dessen in jungen Jahren eine Spirale legen lasst, dann kann das sehr schmerzhaft sein, wenn der Muttermund als Grübchen noch geschlossen ist (geht normalerweise erst bei der Geburt auf) weil ihr noch keine Kinder bekommen habt. Ich habe mal meine Nachbarin vom Frauenarzt abholen müssen, die war fast umgekippt vor Schmerzen, als sie sich die Spirale legen ließ - Autofahren konnte sie nicht mehr, so geschockt und zitternd war die - das kann vorkommen, dass es sehr weh tut. Bei vielen Frauen wird auch die Menstruation stärker mit Spirale. Verhütung nicht immer 100%ig denn meine frühere Schwägerin (um die vierzig und bereits mehrere Kinder) wurde unverhofft schwanger damit, dann wurde es erst recht riskant - weil so ein Ding muss dann gezogen werden sonst besteht Verletzungs-Gefahr für den Embryo. Ein Ziehen der Spirale, kann dann aber auch eine Fehlgeburt zur Folge haben: also auch ziemlich heftig für den weiblichen Körper. Viele Spiralen haben übrigens auch noch ein zusätzliches Hormon-Depot. Ich muss sagen, dass Frauen mein Beruf sind, und viele Hautprobleme hormonell bedingt sind - ob mit Pille oder ohne, ob mit Eileiter durchtrennen oder mit Spirale. Aber die Fachärzte gucken ja nur in ihren Fachbereich ... anstatt ganzheitlich den Menschen anzuschauen.
Ich kann euch nur empfehlen, die Pille abzusetzen, den Zyklus bei Bedarf mit Naturheilkunde und pflanzlich zu stabilisieren ... und falls ihr keine Kinder wollt, mal einige Zeit einen Partner zu nehmen der sterilisiert ist ... dann Ladies, könnt ihr abrocken ... besonders in den Zeiten wo die Frau am schärfsten ist: zu Zeiten der fruchtbaren Tage ...
Viel Spass noch!
Ansonsten gilt:
Verhütung ist auch Männersache ... wir Frauen sind ja ohnehin nur par wenige Tage im Monat fruchtbar ... (die Männer ständig) ... aber DIE paar fruchtbaren Tage solltet ihr eigentlich erkennen und euren Körper richtig kennenlernen ... WEIL sonst lebt ihr an eurem eigenen Körper vorbei ... und wundert euch, warum ihr hormon-vernebelt, fremdgesteuert, unlustig oder launisch seid oder euren eigenen Rhythmus nicht findet.
 
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  • #22
Liebe samiraamiira,

Du brauchst Dich nicht schämen, das ist kein seltenes Problem.
Und die Tipps der Vorposter #19/#20 sind, dezent ausgedrückt, fragwürdig.

Ich kenne das mit der Unregelmäßigkeit genauso, mein zuverlässigster Stressindikator. Das wäre mal ein Anlass hin zu schauen, als Nebenthema.

Tatsächlich war für mich der Nuvaring die beste Alternative, aber das geht bei Dir nicht?
Das Problem ist vor allem die bei Dir sehr spürbare Angst vor Schwangerschaft und die diversen schlechten Erfahrungen mit diversen Pillenpräparaten.

Aus meiner Erfahrung ist es viel mehr die Angst, die diese Symptome nach sich zieht.
Ohne diese Befürchtung war und ist das Gefühl, die Psyche, die Sexualität ganz anders, weil man sich viel leichter einlassen kann.

Nur konkrete Tipps, nachdem Du irgendwann Kinder möchtest?
An der Angst arbeiten, Dir den "Worst Case" erlauben, vielleicht es nicht als Worst Case sehen, sondern dann ist es eben so, und irgendwie würden sich dann schon Lösungen für diesen Fall, der eher unwahrscheinlich ist, finden.

Entweder lernen, auf Kondom zu vertrauen und auf den Mann, oder nochmal nach einem anderen Präparat suchen mit Hoffnungs- und nicht Befürchtungsetwartung. Spirale ist ja definitiv ausgeschlossen.

Viele andere Alternativen fallen mir nicht ein - Temperatur und Biorhythmus, Mondstand, und was es für phantasiereiche Vorstellungen gibt, sind die sicheren Methoden, um absehbar einen Kinderwagen zu schieben.
 
  • #23
Auch ich habe die Belara genommen. Es ging lange gut und dann ereilten mich nach und nach einige Nebenwirkungen. Ich habe dann eine andere Pille genommen. Auch da das gleiche, irgendwann kamen immer die Nebenwirkungen. Nun bin ich seit 3 Monaten pillenfrei und verhüte nicht mehr homonell. Die Unterschiede sind gewaltig. Ich habe wieder Lust auf Sex, mein Verhalten hat sich sichtbar verändert, ich werde sogar auf mein lebhafteres Verhalten angesprochen. Mein Schlafrhythmus hat sich stark verändert (früher schlief ich bereits um 9 Uhr auf der Couch ein, war dafür um 5Uhr morgens auf, selbst am Wochenende, jetzt habe ich mehr vom Tag und gehe nicht mehr so früh schlafen). Ich habe die Pille fast 14 Jahre lang genommen und bereue es, sie nicht eher abgesetzt zu haben.

W, 26
 
  • #24
Ich habe vor vielen Jahren in der ehem. DDR die Pille genommen, weder Gewichtsprobleme gehabt noch Stimmungsschwankungen usw. Diese aufgeschwämmten jungen Frauen, die heutzutage so viel rumlaufen, kenne ich von früher auch nicht. Diese Probleme habe ich erst im Westen von Frauen gehört.

Was ist in der Pille der neue Generation enthalten, dass junge Frauen derart an Gewicht zu nehmen, psychisch abdrehen usw. und so fort?

W Ü50
 
  • #25
Guten Tag, ich hoffe hier kann mir noch jemand antworten.
Seit einem halben Jahr habe ich plötzlich, aber nur gelegentlich auftretende Panikattacken bzw. Angstschübe. Seit dem habe ich auch Zweifel an der Beziehung zu meinem Partner, die ich vorher niemals hatte. Es kam alles einfach so aus dem nichts. Ich hatte zwar auch sehr viel Stress durch meine Projektarbeit und Prüfung, aber das kann ja nicht der alleinige und ausschlaggebende Grund sein. Meine Freundin hatte mir geraten mal die Pille abzusetzen, weil es ihr danach auch sehr viel besser ging mit Angstattacken und den Zweifeln. Kann es gut sein, obwohl ich die Pille seit 13 Jahren nehme und vermeintlich immer relativ gut gefahren bin, dass ich jetzt doch Nebenwirkungen spüre? Ich habe diese jetzt ca. 1 Woche abgesetzt, zumindest die einschneidenden Angstattacken sind weg. Wie lange dauert das ungefähr bis sich merklich was ändert?

Ich hoffe das die Phasen des Zweifelns an meiner Beziehung wieder weggehen, weil es dafür keinen Auslöser gab und ich vorher auch keine Zweifel hatte. Momentan erkenne ich mich nicht mehr wieder.

W, 27
 
  • #26
Guten Tag, ich hoffe hier kann mir noch jemand antworten.
Seit einem halben Jahr habe ich plötzlich, aber nur gelegentlich auftretende Panikattacken bzw. Angstschübe. Seit dem habe ich auch Zweifel an der Beziehung zu meinem Partner, die ich vorher niemals hatte. Es kam alles einfach so aus dem nichts. Ich hatte zwar auch sehr viel Stress durch meine Projektarbeit und Prüfung, aber das kann ja nicht der alleinige und ausschlaggebende Grund sein. Meine Freundin hatte mir geraten mal die Pille abzusetzen, weil es ihr danach auch sehr viel besser ging mit Angstattacken und den Zweifeln. Kann es gut sein, obwohl ich die Pille seit 13 Jahren nehme und vermeintlich immer relativ gut gefahren bin, dass ich jetzt doch Nebenwirkungen spüre? Ich habe diese jetzt ca. 1 Woche abgesetzt, zumindest die einschneidenden Angstattacken sind weg. Wie lange dauert das ungefähr bis sich merklich was ändert?

Ich hoffe das die Phasen des Zweifelns an meiner Beziehung wieder weggehen, weil es dafür keinen Auslöser gab und ich vorher auch keine Zweifel hatte. Momentan erkenne ich mich nicht mehr wieder.

W, 27





Hi Kathie!
Ich fühle alles was du in deinem Text geschrieben hast und habe eine Frage, hat sich irgendwas verbessert? Ich bin gerade selber in der Lage und habe die Pille seit 1 Monat abgesetzt ich habe keine Panikattacken mehr aber das Gefühl meinen Partner nicht mehr zu lieben ist noch da! Und das bereitet mir so Angst weil es von einen Tag auf den anderen kam. Ich bin immernoch ein wenig reizbar aber es gibt Momente wo alles gut scheint diese halten jedoch nur für paar Minuten... Deshalb wollte ich mal nachfragen ob sich bei dir alles reguliert hat da dein Post schon ein wenig länger her ist... und ob das mit den Gefühlen zu deinem Freund sich gebessert hat ? Da ich ziemlich Angst habe dass das Zweifeln nicht weggeht und das ich ihn wirklich nicht Liebe... obwohl das garnicht sein kann ich weiss dass da Liebe ist aber ich verstehe nicht wieso ich solche Gedanken habe und dazu diese Gefühlslosigkeit... ich würde mich über eine Antwort sehr sehr freuen!
 
  • #27
Also ich glaube nicht, dass Ängste und Panikattacken durch die Pille kommen. Unabhängig davon kann Frau heutzutage auch gesund verhüten. Also einfach so die Pille abzusetzen und wie wird dann verhütet? Finde ich keine gute Lösung.

Auf jeden Fall würde ich genau checken und mich informieren lassen, woher diese Ängste her kommen und was man mit Hausmitteln dagegen machen kann. Therapeutische Hilfe, Gespräche mit geschulten Personen kann da auch schon Hilfe.

Informiert euch mal über Atemtherapie und die ganze Corona-Krise, die schon über einen Monat geht, macht ja auch was mit einem. Ich schwöre auf Bachblüten-Rettungstropfen, viel Bewegung, gesunde Ernährung und sich informieren, was Ängste und Panik auslösen kann und was man wirklich dagegen schnell tun kann und sollte.

W Ü55
 
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