• #61
Ohne entsprechende Arbeit wäre ich sonst sehr passiv. Ich bin nun mal nicht der extrovertierte, vielredende Entertainer. Dass man sich trifft und ist ohne Anstrengung auf einer Wellenlänge, ja es passt einfach, daran glaube ich in meinem Fall nicht. Ohne Fleiß kein Preis.
Der eine, der mich erst überzeugen musste, war der einzige extrovertierte Vielredner ;-). Ich denke, kann allerdings nur von mir und meinem weiblichen Umfeld sprechen, dass es ein Irrglaube ist, Frauen würden ausschließlich auf direkte Anmache, extrovertierte Vielredner, Alphamänner oder ähnlich gestrickte Persönlichkeiten stehen. Für mich ist so jemand als Partner eher ein no go. Hilft dir jetzt zwar nicht wirklich weiter, aber vielleicht nicht zu sehr anstrengen, wenn das gar nicht deiner Persönlichkeit entspricht.

Was passt, passt - das merkt man dann schon und dann vor allem auch ohne Anstrengung. Manchmal dauert es dann vielleicht, aber in der Zwischenzeit bleibt ja das Leben nicht stehen.
 
  • #63
Menschen, die sich so anstrengen, sind im Umgang oft anstrengend, es fehlt an Leichtigkeit, Flow, selbstverständlichem Miteinander.
Kein Wunder, dass da auch für Humor kein Raum ist, mit Anstrengung Humor ist nicht.
Ernst sein und Ernsthaft sein, völlig unterschiedlich, so wie ein Mensch, der ernst ist, es deswegen noch lange nicht ernsthaft ist oder es "ernst" meint.
Ernst geht zum Lachen in den Keller.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #64
Menschen, die sich so anstrengen, sind im Umgang oft anstrengend, es fehlt an Leichtigkeit, Flow, selbstverständlichem Miteinander.
Kein Wunder, dass da auch für Humor kein Raum ist, mit Anstrengung Humor ist nicht.
Ernst sein und Ernsthaft sein, völlig unterschiedlich, so wie ein Mensch, der ernst ist, es deswegen noch lange nicht ernsthaft ist oder es "ernst" meint.
Ernst geht zum Lachen in den Keller.
Dann sag doch, wie es locker und leicht geht. Man(n) soll sich Mühe geben, aber es soll ihm leicht fallen. Also darf doch nicht viel fehlen bis zur Perfektion.
Hier wird Männern ständig geraten, sie sollen sich mehr Mühe geben. Oder es wird von Männern abgeraten, die sich nicht bemühen. Ja was denn nun?
 
  • #66
Dann sag doch, wie es locker und leicht geht. Man(n) soll sich Mühe geben, aber es soll ihm leicht fallen. Also darf doch nicht viel fehlen bis zur Perfektion.
Es mag ja Frauen geben, die du auf die „ernste“ Schiene in eine Partnerschaft bekommst (vielleicht die nerdigen).
Bei den meisten landest du so aber erstmal in der - eher gefürchteten - Schublade „toller Gesprächs- oder Freizeitpartner“.

Ein „ernster“ Anbahnungsversuch hat zu viel von „zu einer Beziehung überreden“ oder „rational von seinen Vorzügen überzeugen wollen“. So weckt man keine romantischen Gefühle - höchstens zufällig oder „trotzdem“, wenn man sowieso genau ihr Typ ist.

Das hat natürlich auch was mit Attraktion zu tun: Wenn du sie „ernsthaft“ angehst, sind die Rollen - du als Bewerber, sie als „Prüfende“ - sofort eindeutig verteilt. Eigentlich sollte von ihr ja auch Invest kommen, sie soll sich ebenso um dich bemühen müssen.

Und generell: das Leben ist doch ernst genug. Wer will da noch speziell ernste Stunden mit jemandem verbringen? Da ist „ernst“ sehr nahe an „schweigsam“, „langweilig“, „mühsam“, „distanziert“, „verschlossen“, „gehemmt“ usw.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #67
Da ist „ernst“ sehr nahe an „schweigsam“, „langweilig“, „mühsam“, „distanziert“, „verschlossen“, „gehemmt“ usw.
Was ist daran grundfalsch? Nicht jeder Mensch ist eine lebendige Spaßkanone. Ich bin generell nicht derjenige, mit dem sich ganz einfach so mal ein Gespräch entwickelt. Nein, das hat sich auch nicht durch Wiederholung verbessert. Wenn überhaupt, dann geht es bei mir nur mit Arbeit, also Anstrengung und Konzentration. Sprichwörtlich mit Händen in den Hosentaschen, da geht bei mir nichts voran.
Eigentlich sollte von ihr ja auch Invest kommen, sie soll sich ebenso um dich bemühen müssen.
Lol, der ist gut.
 
  • #68
Aber sie MUSS dich doch so attraktiv finden, dass sie auch aktiv wird. Du kannst das nicht als reiner „Bittsteller“ angehen. Nicht, weil es so irgendwie keinen Spaß macht, sondern weil es so nicht funktioniert. Wenn du dich selbst als derart unattraktiv betrachtest, wie soll es einer Frau denn anders gehen?

Ich glaube, dass war schon mal das Thema, dass du prinzipiell jede nehmen würdest, die Interesse an dir zeigt. Alleine DAS stößt stark ab. Fände ich doch als Mann auch extrem strange, dass ich eine reine Zufallswahl bin, weil gerade kein anderer parat war.
 
  • #72
Wer will einen Kumpel, guten Gesprächspartner, mit dem man sich weder amüsieren noch lachen kann?
Ooch, so ein Hobbyfreund, ein verlässlicher Kollege… da muss ich mich nicht amüsieren. Selbst gute Schulfreunde habe ich, die eher etwas spießig sind, dafür aber treu und intelligent. Macht mir nichts.
Ich soll mich also für attraktiv halten, weil das notwendig ist, ohne Bezug zur Realität
Was für einen gravierenden Attraktivitätsmangel siehst du denn bei dir, der derartig an deiner Selbsteinschätzung nagt?

Aber letztlich ja: es nimmt dich doch niemand aus Gnade. Und diese Einschätzung der Situation bzw Erwartung darfst du auch auf keinen Fall ausstrahlen. Und das fängt bei deinem Mindset an, auf jeden Fall.
 
  • #73
  • #75
Dann verrate doch dein Geheimnis, wie ein Mann das mit links macht.
Lies nochmal nach und Du siehst: ich habe nicht behauptet dass Daten generell mit links geht. Es gibt Männerr und Frauen, die tun sich schwer damit.
Durch eine negative Einstellung zum Vorhaben kann man es sich besonders schwer und erfolglos machen.

Alles darüberhinaus ist nun mal Arbeit. Oder soll sich der Mann keine Mühe geben?
Auch dagegen habe ich nichts eingewendet, zumal Daten eher Arbeit an sich selber ist und wenn so viel nötig ist: dann hau rein.

Ich habe lediglich Deine generell negativen Haltung zur Arbeit bemängelt. Das kennt man aus dem Job: wersich morgens schon mit einem langen Gesicht sich jeden Tag hinquält, für den ist der Tag lang, freundlos und oft auch nicht von besonderem Erfolg gekrönt. Das ist bei Daten kein bischen anders.

Lockeres und gelassenes Vorgehen, egal in welchem Bereich, war noch nie meine Spezialität.
Dann ist es so und dann hast Du es eben schwerer beim Daten - geht mir ganz genauso mit allen Sozialkontakten.
Aufgrunddessen habe ich mich nur kurz dran abgearbeitet und mir die Stimmung damit vermiest sondern es dem Zufall überlassen - hat besser geklappt als gezieltes daten.

Wenn ich mich nicht anstrenge, kommt i.d.R. gar nichts raus am Ende. Das sind nun mal meine Erfahrungen.
Dann ist das so und dann musst Du dafür arbeiten, wenn Du was erreichen willst. Die Frage ist, ob Du erfolgreich sein kannst, wenn es Dir so zuwider ist.
 
  • #76
Das kennt man aus dem Job: wersich morgens schon mit einem langen Gesicht sich jeden Tag hinquält, für den ist der Tag lang, freundlos und oft auch nicht von besonderem Erfolg gekrönt
Das ist ein perfekter Vergleich, was ich gerne mit Freude tue, ist keine Arbeit, keine Last, keine Qual.
Das tue ich, weil ich es will, freue mich über Erfolge und nehme Fehlschläge als Ansporn. Es ist kein Muss sondern ein Wollen. Man freut sich über Ergebnisse.
Das gilt für Beruf, für Daten, für Sozialkontakte, für die Partnerschaft, die gepflegt werden will, für Sport, usw. Die Konzentration auf das Ziel, auf die Chancen, den Benefit als Motivator, und die gleichzeitige Akzeptanz bis zur Freude an dem notwendigen Weg dahin.
Wenn man sich zwingen muss, quälen, kann man es lassen, es wird nie gut.
 
  • #77
Was hat "spießig", "treu" und "Verlässlichkeit" mit "spassbefreit" zu tun
Hatte ich „spaßbefreit“ geschrieben?
Es ging um „sich amüsieren“, „Spaß haben“ etc - muss ich mit einem Freund nicht. Gute, tiefsinnige, ernste Gespräche, gemeinsame Interessen, Verlässlichkeit - genügt mir.

Würde mir - zusammen mit ein paar äußerlichen Attributen - auch bei einer Partnerschaftskandidatin absolut genügen. „Witzig“ oder besonders humorvoll muss sie nicht unbedingt sein.

Gaaaanz allgemein bei Frauen dürfte das anders sein. Wer eine Frau zum Lachen bringt, hat schon halb ihre Sympathie (to say the least). Ein „nur“ ernster Mann ist da eher eine bemitleidenswerte Figur.
 
E

ErnsterMann

Gast
  • #78
E

ErnsterMann

Gast
  • #79
Das ist ein perfekter Vergleich, was ich gerne mit Freude tue, ist keine Arbeit, keine Last, keine Qual.
Das tue ich, weil ich es will, freue mich über Erfolge und nehme Fehlschläge als Ansporn. Es ist kein Muss sondern ein Wollen. Man freut sich über Ergebnisse.
Das gilt für Beruf, für Daten, für Sozialkontakte, für die Partnerschaft, die gepflegt werden will, für Sport, usw. Die Konzentration auf das Ziel, auf die Chancen, den Benefit als Motivator, und die gleichzeitige Akzeptanz bis zur Freude an dem notwendigen Weg dahin.
Wenn man sich zwingen muss, quälen, kann man es lassen, es wird nie gut.
So läuft es aber nicht bei allen Menschen. Zu sagen, sie sollen es dann einfach lassen und somit bleiben ihre Sehnsüchte unerfüllt, sie haben das Liebesglück quasi auch nicht verdient, grenzt schon an Sozialdarwinismus. Der Mensch muss also doch perfekt sein, also alle notwendigen Voraussetzungen mitbringen, sonst ist er es nicht wert.
Übrigens starte ich nicht mit einem langen unfreundlichen Gesicht in den Tag - schon allein deswegen nicht, weil es unhöflich ist. Und ja, ich halte viel davon, sich zur Höflichkeit und anderem vorbildlichen Verhalten zu zwingen, auch wenn man keinen Bock darauf hat und es keinen Spaß macht.
 
  • #80
Welcher Mann, der sich passiv zurücklehnt und abwartet, hat Erfolg bei den Frauen?
Ich kenne ein paar Beispiele.
Das sind dann entweder Frauen vom extremen Kümmertyp oder ein Paar kenne ich da ist sie ängstlich-vermeidend und klammert sich ohne Rücksicht auf Verluste an ihn (der hauptsächlich im Keller sitzt und zockt und ansonsten kein tieferes Interesse an Beziehungskram hat)
 

Laleila

Cilia
  • #81
Ich auch. Ich mag zurückhaltende Männer sehr. Diese Jungs die auch wirklich was zu sagen haben, wenn sie den Mund öffnen und ihn nicht stetig aufreißen müssen , weil sie meinen , sie hatten was zu sagen
Die Männer, die einen angedeuteten Handkuss oder einen Kuss auf die Stirn geben, statt einem gleich den Rachen zu polieren.
Jemanden der fragt: "darf ich?" wenn er Dir aus dem Mantel hilft.
Zurückhaltende im Flirtverhaltens statt progressiv.

Ja, die mag ich.
 
  • #82
Ich auch. Ich mag zurückhaltende Männer sehr. Diese Jungs die auch wirklich was zu sagen haben, wenn sie den Mund öffnen und ihn nicht stetig aufreißen müssen , weil sie meinen , sie hatten was zu sagen
Die Männer, die einen angedeuteten Handkuss oder einen Kuss auf die Stirn geben, statt einem gleich den Rachen zu polieren.
Jemanden der fragt: "darf ich?" wenn er Dir aus dem Mantel hilft.
Zurückhaltende im Flirtverhaltens statt progressiv.

Ja, die mag ich.
Hey, schön dass du wieder da bist 😊
 
T

TobiasSche

Gast
  • #83
Hallo,

vielen Dank einmal für die vielen liebevollen Antworten und auch für die kritischen Stimmen.

Zunächst einmal wollte ich es nur kurz klarstellen: Nein, ich bin nicht arbeitslos und nein ich studiere nicht mehr. Ich habe studiert und vor sowie nach der Trennung gearbeitet und die Promotion noch neben dem Beruf fertiggestellt. Der Dr. steht also vor dem Namen. Die kurzfristige Wohnungslosigkeit kam durch eine unglückliche Verkettung von Umständen zu Stande. (Angespannter Mietmarkt in deutschen Großstädten zu Semesterbeginn mit kurzfristiger Entscheidung) Aber ja, das hätte ich sicherlich besser regeln können. Die Neuorientierung ist nun auch schon etwas her.

Die Frage, die ich vielleicht hätte konkreter stellen können ist: Wie habt ihr eure Leichtigkeit beim Dating zurückgewonnen? Ich will ja genau das vermeiden, mein Päckchen mit in die neue Beziehung zu nehmen. Damit verbunden war der zweite Teil der Frage: Vielleicht sollte man, um diese Leichtigkeit zurückzugewinnen, den Fokus auf andere Dinge legen und das Thema Liebe erst einmal ausklammern?

Ich freue mich, dass es noch andere gibt, die ebenfalls gerne tanzen. Ich glaube das wird ein erster Schritt für mich sein, wenn Corona nachlässt.

Noch einmal vielen Dank für die positiven und auch kritischen Stimmen.
 
T

TobiasSche

Gast
  • #85
T

TobiasSche

Gast
  • #86
Dein Problem scheint mir eher dass du dich als hilfloses Opfer der Umstände (böse Freundin trennt sich plötzlich) empfindest, anstatt als Akteur in deinem Leben (du hattest andere Prioritäten, was die meisten Frauen mit "normalem" Nähebedürfnis vertreibt. Du hast die Warnsignale ignoriert weil du zu sehr mit dir selbst beschäftig warst).
Also würde ich empfehlen aus der Opferrolle rauszukommen
Damit hatte ich tatsächlich zu kämpfen. Man sieht sich als das Opfer. Ich habe mir die Mühe gemacht meine Fehler zu erkennen und ich will diese nicht wiederholen. Die Schuld bei anderen zu suchen hilft einem nicht, denn man kann nur an sich selber arbeiten. Aber es war ein langer Weg für mich.
 
T

TobiasSche

Gast
  • #87
Man kam sich fragen, wem er Karriere gemacht hat, warum er nicht anknüpft, und warum ihn ein simpler Umzug in den finanziellen Ruin getrieben hat.
Da fehlen Angaben.

Die Karriere war leider an den Ort gebunden und es war nach dem Umzug etwas schwer anzuknüpfen. Finanziell ging es in den ersten Berufsjahren gerade so rum und so musste ich überbrücken. Rückblickend würde ich sicher alles anders machen.
 
T

TobiasSche

Gast
  • #88
An deiner Stelle wäre ich glücklich, sie los zu haben, denn das was sie jetzt mir dir gemacht hat, hätte sie auch zu jedem späteren Zeitpunkt auch machen können, da sie dich nicht echt und wahr geliebt hat! Man kann nichts Neues beginnen, wenn das Alte nicht abgeschlossen und aufgelöst ist, sonst bekommt man wieder das Alte neu präsentiert! Höre nicht auf andere, höre ausschließlich und einzig alleine auf dein Bauchgefühl, dann liegst du immer richtig!
Das ist wirklich ein guter Rat. Natürlich habe ich meinen Anteil am Scheitern der Beziehung, aber es gab auch Warnzeichen, die ich bei ihr ignoriert habe. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber ich kann vermeiden mir wieder eine solche Partnerin auszusuchen.
 
T

TobiasSche

Gast
  • #90
Vielleicht solltest du mal deinen Hormontiter bestimmen lassen. In deinem Alter ist das schon auffällig - ist deine Ehe u.a. an deiner Asexualität gescheitert?
Ich hatte tatsächlich auch den Gedanken und einmal meine Testosteronwerte prüfen lassen. Daran liegt es nicht. Sex war in unserer Beziehung sehr präsent, aber vielleicht auch, weil es das Vertrauen von beiden Seiten gab sich aufeinander einzulassen.

Erotik ist sicherlich für jeden Menschen individuell und ich bin da vielleicht auch anders gestrickt. Insofern stößt mich deine Antwort auf ein altes Problem von mir: Ich flirte wohl so zurückhaltend, dass es oft als freundschaftlich verstanden wird. Sicherlich kann ich daran arbeiten.
 
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