• #1

Beziehungszweifel ohne Grund

Ich befinde mich seit 5 Monaten in einer absoluten Dilemma Situation und zerbreche so langsam. Auslöser war ein Gespräch, wo es darum ging, was verändert werden muss in unserer Beziehung. Kleine Dinge, wie räum mehr auf, werde organisierter etc. Und ganz plötzlich aus heiterem Himmel das Gefühl alles beenden zu müssen. Das Gefühl ist fremd und war vorher noch nie da. Ein Jahr habe ich auf einen Heiratsantrag gewartet, der aber im vergangenen Sommer ausblieb. Ich war sehr enttäuscht. Ich liebe es mein Leben zu planen, zu organisieren und vorherzusagen. Er ist einfach noch nicht so weit. Mein Leben verließ aber immer nach Plan und damit konnte ich nur schwer umgehen. Wir haben in diesen 5 Monaten voller Zweifel eine nur noch engere Bindung entwickelt. Unsere Beziehung ist super harmonisch, wertschätzend und emphatisch. Mein Partner ist mein Stein in der Brandung. Er ist und war immer alles für mich. Wir haben uns vor 4,5 Jahren in Namibia kennengelernt und uns hier in Deutschland ein gemeinsames Leben aufgebaut. Ich war noch nie in meinem Leben so verliebt. Woher kommen plötzlich diese Zweifel zu gehen, alles zu beenden, dabei gibt es für mich keinen Grund. Wir haben so viel geredet und haben eine ganz besondere Kommunikation. Reden konnte wir schon immer. Alles in mir schreit, du liebst ihn doch! Er ist der Mann an deiner Seite und trotzdem ist da das Gefühl es beenden zu müssen, aber mit welchem Grund?
Ich verstehe es nicht. Er bringt mich in den Woche, in denen ich Zweifel zum lachen, er heitert mich auf, indem er in der Küche tanzt, wir zusammen kochen oder über sozialkritische Themen diskutieren. Die 5 Monate bestanden allerdings nicht immer nur aus Zweifeln. Es gab auch viele Phasen des Hochs. Erst vor den Winterferien ging es mir 3 Wochen ohne jegliche Zweifel richtig gut. Ich konnte wieder klar denken und wusste was ich wollte. Ich möchte meinen Partner, ich liebe ihn. Plante unserer Hausbau, redete über unsere Zukunft und über Kinder. Jetzt sind diese Zweifel an dem was ich nicht greifen kann gerade wieder enorm. Das soll endlich weggehen. Ich habe Angst, dass es das UNS kaputt macht. Das möchte ich nicht. Ich muss das endlich hinbekommen, dass es weggeht. Mein Partner ist so fürsorglich und auch ich probiere ihm jede Sekunde zu zeigen, dass ich nicht aufhöre zu kämpfen, bis dieses doofe Gefühl endlich weg ist. Ich schreibe ihm aufrichtige Liebesbriefe, verkünde ihm meine Liebe, die definitiv da ist, aber wieso, woran Zweifel ich? Es kostet mich so viel Kraft, so viele Tränen. Ich habe das Gefühl mich in den Zweifeln zu verlieren. Sie bekommen immer mehr Bedeutung, sie sind auch nicht langsam gekommen und haben sich angebrannt, sondern waren plötzlich und mit aller Kraft da. Man kann doch nicht an einer wunderbaren, vertrauten Liebe zweifeln. ich würde alles dafür tun, dass diese Zweifel endlich weggehen und ich mich da nicht mehr so reinsteigere.
 
  • #2
Unabhängig von einer Heirat, was sind denn klare und gemeinsame Ziele für die Zukunft?
 
  • #3
Mit den Problemen ist es vielleicht besser, einen Therapeuten aufzusuchen.
Natürlich sind gewisse Zweifel hier und da normal, aber ich könnte mir vorstellen, das es bei dir tiefer sitzt und mehr mit dir selber zu tun hat. Und da hilft am besten langfristige, professionelle Unterstützung dich vielleicht 1-2 Jahre zu unterstützen, bis du selber den für dich richtigen weg hast
 
  • #4
Ich glaube auch, dass meine Zweifel eigentlich gar nicht mit der Beziehung zu tun haben, kann aber nicht sagen woher es kommt. Sie sollen weggehen. Ich liebe ihn doch!!!
Wir planen unsere Zukunft. Wollen sein Elternhaus umbauen, habe da die absolut gleichen Vorstellungen und träumen von ein paar Tieren im Garten. Da wir uns in Namibia kennengelernt haben, wünschen wir uns sehr, sobald es möglich ist, ein Gap-Year zu nehmen und nochmal dort an einer Schule zu arbeiten.
Ich war bisher 5 mal bei einem Psychologen und danach geht es mir immer etwas besser. Aber so richtig greifen kann er mein Problem auch nicht.... Ich möchte einfach nicht meine Beziehung zerstören. Er ist das wundervollste was ich habe.
 
  • #5
nicht.... Ich möchte einfach nicht meine Beziehung zerstören. Er ist das wundervollste was ich habe.
Na ja du hast große Erwartungen an den Mann (hast auf einen Heiratsantrag gewartet) möglicherweise geht es dir zu langsam und du bist deshalb traurig und unzufrieden.

Man kann nicht immer alles im Voraus planen und organisieren, manche Dinge müssen von selber kommen wie einen Antrag, ich denke Mann macht das auch nicht mal eben so und plant sowas schon im Voraus, möchte doch auch, dass die Angebetete „ja“ sagt und sich freut.
Es muss auch nicht immer der Mann einen Antrag machen.

Du solltest mal in dich hineinhorchen und dich fragen was du möchtest und wovon diese Dinge abhängig sind, ändere sie.
Was dich unzufrieden macht, sei ehrlich zu dir.

W 27
 
  • #6
Kleine Dinge, wie räum mehr auf, werde organisierter etc.
Er soll das ändern, nehme ich an ?
Ich liebe es mein Leben zu planen, zu organisieren und vorherzusagen. Er ist einfach noch nicht so weit. Mein Leben verließ aber immer nach Plan und damit konnte ich nur schwer umgehen.
Woher kommt das ? Das wirkt etwas zwanghaft auf mich ...
 
  • #7
Auslöser war ein Gespräch...... Und ganz plötzlich aus heiterem Himmel das Gefühl alles beenden zu müssen.
Dann hat das Gespräch Dir gezeigt, dass es nicht nur um kleine Dinge geht, sondern hinter den täglichen Alltagskleinigkeiten was ganz anderes steckt.

Wir haben so viel geredet und haben eine ganz besondere Kommunikation.
Du bist verliebt in das vermeintlich "so besonders sein". Viel reden heißt noch lange nicht gut miteinander kommunizieren zu können.

Wenn einer wie Du plant und strukturiert, Ordnung in allen Belangen des Lebens haben muss, dann passt jemand nicht zu Dir, der ohne all das leben kann und will. Das wird immer eine Baustelle in eurem Leben bleiben.
Ich bin auch so ein Plan-Typ und mein Mann ist ziemlich anders. Der Unterschied zu euch ist: er kann mit meinem "Ordnungssinn" und Plänen genauso gut leben wie ohne und er versteht, warum das für mich so wichtig ist. Darum passt er sich dem an.
Ich hingegen erlebe mit ihm die benötigte Sicherheit, sodass ich immer lässiger werde.

Ich habe das Gefühl mich in den Zweifeln zu verlieren.
Konkretisiere mal Deine "Zweifel". An was zweifelst Du warum?

Und beseitige mal dieses "Problemwegwisch-Verhalten"
Er bringt mich in den Woche, in denen ich Zweifel zum lachen, er heitert mich auf, indem er in der Küche tanzt, wir zusammen kochen oder über sozialkritische Themen diskutieren.
denn es löst nichts, sondern guckt euch das vorliegende Problem an und löst das.

Man kann doch nicht an einer wunderbaren, vertrauten Liebe zweifeln.
Doch, wenn sie garnicht so wunderbar ist, wie man es sich versucht einzureden, weil man sich angeblich "so viel aufgebaut hat, alles ja so einzigartig ist...." . Luftschlösser haben selten ein Fundament für eine Burg.

Ein Jahr habe ich auf einen Heiratsantrag gewartet.... Er ist einfach noch nicht so weit..... Plante unserer Hausbau, redete über unsere Zukunft und über Kinder. Jetzt sind diese Zweifel an dem was ich nicht greifen kann...
Doch, wenn Du willst, dann kannst Du den Zweifel greifen.

Du willst heiraten, Kinder, Haus bauen - er nicht. Wenn er nach über 4 Jahren und viel "was auch immer für"-Aufgebautem dazu immer noch nicht bereit ist, dann liegt ziemlich nahe, dass er das noch lange nicht mit Dir sein wird, vielleicht auch nie.
Genau diese Bedenken sind Deine Unsicherheit, Deine Zweifel - dass das Leben wie Du es Dir wünscht mit ihm nicht geht und Dir die Zeit davon läuft.
 
  • #8
Ich war bisher 5 mal bei einem Psychologen und danach geht es mir immer etwas besser. Aber so richtig greifen kann er mein Problem auch nicht....
Ich denke, Du machst zu viel Geträller um Deine "tolle Beziehung" und lässt ihn nicht dahin gucken, wo das Problem liegt. So wird das dann auch nichts mit einer Therapie.
Und wenn Du mit dem Therapeuten nicht kannst, dann wechsel ihn.

Ich möchte einfach nicht meine Beziehung zerstören. Er ist das wundervollste was ich habe.
Wenn man in eine Therapie geht, dann sollte man ergebnisoffen reingehen. Ziel ist, dass es Dir besser gehen soll und dazu sollte es keine einengenden Vorgaben und Denkverbote geben.

Wenn Ich Deine intensiven Posts lese, dann habe ich ein ganz unangenehmes Gefühl dabei und denke "Zwang". Ich hoffe @Aries schreibt noch was dazu.

Ich bin selber Asperger und musste darum in der Differentialdiagnostik auch durch die "Zwangsdiagnistik", um abzuklären, was an meinem Struktur-, Ordnungs- und Planbedürfnis ok ist hinsichtlich meiner Persönlichkeit und was darüber hinaus ist.
Es ist ausgesprochen hilfreich, das selber zu wissen und noch hilfreicher, wenn auch der Partner damit umgehen kann und will.

Auch Humor ist hilfreich. Wenn ich mal wieder überziehe, dann höre ich "besprich die Details mit dem Hund und teilt mir das Management Summery mit", dann weiß ich, dass ich grad was ausleben muss was nicht gut ist und schau nach, was das ist statt was anderes totzuplanen.
Meistens ist es Stress: zu viele Vorhaben, zu viele Reize, zu wenig Ruhezeiten.

Wir planen unsere Zukunft. Wollen sein Elternhaus umbauen, habe da die absolut gleichen Vorstellungen und träumen von ein paar Tieren im Garten. Da wir uns in Namibia kennengelernt haben, wünschen wir uns sehr, sobald es möglich ist, ein Gap-Year zu nehmen und nochmal dort an einer Schule zu arbeiten.
Auch da würde ich in die Pläne mal Struktur bringen (was geht wann in welcher Reihenfolge mit welchen Mitteln), damit Pläne in die Umsetzung kommen können.
Grad "vielen Pläne machen, aber nichts geht voran" kann für Dich sehr verunsichernd sein und Zweifel wecken.
Furchtbar, wenn die ToDo-Liste immmer länger wird und nichts runterfällt, weil erledigt oder nicht mehr passend.
 
  • #9
Danke für die vielen Worte.

Ich weiß, dass er mich liebt und sich ebenfalls eine Zukunft mit mir wünscht, aber sein Ref erst einmal in der Tasche haben möchte. Das kann ich völlig nachvollziehen, aber trotzdem bleibt natürlich die Enttäuschung. Den Punkt der Sicherheit hat auch mein Therapeut schon angesprochen. Ich bin unglaublich Sicherheitsbedürftig und muss lernen damit umzugehen, wenn etwas mal nicht nach Plan läuft.Außerdem hatte ich immer einen Plan: Abi, Ausland, Studium, Ausland, Ref, Job, Hunderziehung und plötzlich stagniert es. Das muss doch auch mal okay sein.... Dabei darf ich aber nicht an meiner Beziehung zweifeln, denn diese ist intakt und gibt mir halt. Unsere Art und Weise der Kommunikation ist toll und ich kenne es nicht aus alten Partnerschaften, dass man so offen und tiefgründig in einer Partnerschaft reden kann. Er erdet mich, lenkt mich ab und tut mir gut. Woran ich eigentlich genau Zweifel? Vermutlich an meinen Gefühlen zu ihm obwohl ich mir auch dabei noch nicht mal sicher bin, dabei fühle ich doch noch so intensiv und dass passt einfach nicht zusammen. Ich suche seine Nähe, liebe unsere Intimitäten und habe keinerlei Interesse an anderen Männern. Neulich kam er von einer Reise früher zurück und ich habe vor Freude geweint, als ich den Schlüssel in der Tür hörte und er mit Brötchen dort stand. Die Überraschung war gelungen und mir ging es so gut.
 
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  • #10
Alles in mir schreit, du liebst ihn doch! Er ist der Mann an deiner Seite und trotzdem ist da das Gefühl es beenden zu müssen, aber mit welchem Grund?
Ich verstehe es nicht.
Es gibt nichts grundloses! Alles hat eine Ursache und jede Ursache hat eine Wirkung! Für mich ist dein Problem ganz einfach zu klären, ihr seid in den wichtigsten Bereichen nicht kompatibel, das klären die Gefühle, nicht der Verstand auch kein Therapeut, es ist eine einseitige Liebe, die von dir ausgeht, aber nicht von ihm, damit wirst du mit ihm keine Zukunft haben können! Da von ihm nicht die Liebe zu dir kommt, die du von ihm erwartest, deshalb fehlt dir die für dich wichtige Sicherheit, das dir eiskalt dein Gefühl mitteilt!
Jetzt sind diese Zweifel an dem was ich nicht greifen kann gerade wieder enorm. Das soll endlich weggehen. Ich habe Angst, dass es das UNS kaputt macht. Das möchte ich nicht. Ich muss das endlich hinbekommen, dass es weggeht
Es macht nicht kaputt, es ist bereits längst so, wie es ist!
Sie bekommen immer mehr Bedeutung, sie sind auch nicht langsam gekommen und haben sich angebrannt, sondern waren plötzlich und mit aller Kraft da. Man kann doch nicht an einer wunderbaren, vertrauten Liebe zweifeln. ich würde alles dafür tun, dass diese Zweifel endlich weggehen und ich mich da nicht mehr so reinsteigere.
Nochmal, du lebst in einer einseitigen Liebesbeziehung, mit Brechstangen geht das nicht zu verändern!
Ich möchte einfach nicht meine Beziehung zerstören.
Das regelst nicht du, sondern die Beziehung!
 
  • #11
Vielleicht für euch wie uns meine Familie und Freunde wahrnehmen: Als sehr glückliches Paar. Mama sagt immer: "Diese Zweifel liegen an dir und nicht an ihm. So verliebt wie du in ihn bist, liegt es nicht an der Beziehung an sich. Wie du ihn anschaust und über ihn seit Jahren redest, wäre es falsch es zu beenden. Und auch meine Freunde sehen, wie verliebt wir sind, wie fürsorglich er ist und unterstützend. Das kann man weiß Gott nicht spielen.
 
  • #13
Ist der ausgebliebene Antrag denn noch ein Problem?
Ja irgendwie schon. Wenn ich mich Frage: Würdest du den Antrag annehmen: Jaaa!!! Jedes mal kommen mir dabei Tränen, ja, ja , ja...!!!

Und das ich eine einseitige Beziehung führe, davon gehe ich überhaupt nicht aus. Er ist ein Jahr jünger, steckt noch in der Ausbildung zum Lehrer und ist für mich aus Bayern in den Norden gezogen, von dort wieder nach NRW. Er liebt mich und seit fünf Monaten reden wir sehr offnen über diese Zweifel. Er könnte auch schon längst weg sein. Das lässt nicht jeder mit sich machen. Er tut alles damit es mir besser geht, schenkt mir Blumen, überrascht mich mit einem Picknick oder einem Ausflug in den Wald.

Wir sind irgendwo verschieden, was unsere Organisation angeht, unsere Planung. Er ist nicht so versteift wie ich, sieht Dinge häufig lockerer und liebt das Leben. Und das tut mir enorm gut.
 
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  • #14
Ja irgendwie schon. Wenn ich mich Frage: Würdest du den Antrag annehmen: Jaaa!!! Jedes mal kommen mir dabei Tränen, ja, ja , ja...!!!

Er ist ein Jahr jünger, steckt noch in der Ausbildung zum Lehrer und ist für mich aus Bayern in den Norden gezogen, von dort wieder nach NRW.
Vielleicht kommt das ja dann noch. Dann scheint mir das Problem nicht grundsätzlich in der Beziehung zu liegen...
 
  • #15
Vielleicht kommt das ja dann noch. Dann scheint mir das Problem nicht grundsätzlich in der Beziehung zu liegen...
Danke... Mein Freund und ich haben auch gerade noch einmal geredet und haben nun eine Woche Quarantäne hinter uns, die ganz harmonisch und liebevoll ablief. Wir sind beide der Auffassung, dass ich im Sommer so enttäuscht wurde und einige Dinge mich störten, an denen wir aber gearbeitet haben, dass diese Zweifel sich eigentlich in luftauflösen müssten, ich mich aber über die Zeit so reingesteigert habe, auch weil heiraten noch immer so wichtig für mich ist, dass es zur selbsterfüllenden Prophezeiung quasi wurde. Es muss nun darum gehen, mir selber zu zeigen, dass rational alles in Ordnung ist, alles besten und bis auf den ausgebliebenen Antrag alles in Ordnung ist und wie ich es mir immer wünschte. Ich muss dadran arbeiten meine negativen Gefühle in den Griff zu bekommen und mich nicht weiter reinzusteigern und zu verlieren. Und dafür brauche ich Hilfe. Denn es hat nichts mehr mit uns zu tun.
 
  • #16
Ich bin unglaublich Sicherheitsbedürftig und muss lernen damit umzugehen, wenn etwas mal nicht nach Plan läuft
Wahre Worte und sag das genau so Deinem Therapeuten. Dann weiß er was das Problem ist und arbeitet sich nicht an überlagernden Symptomen ab.

Du liebst Deinen Partner sehr und willst ihn per Ehe verhaften, auf dass er nicht mehr weglaufen kann - Dein Sicherheitsbedürfnis. Er will sich jetzt nicht heiraten lassen - aus nachvollziehbaren Gründen.

Schau das Problem an und wie Du am besten damit umgehst damit es Dir gutgeht.
Es ist nicht erkennnbar, dass er sich von Dir abwenden will, im Gegenteil, er plant mit Dir vor. Du weißt, wann er den Punkt (Studienabschluß, Referendariat absolviert) erreicht hat, an dem er meint, dass eine Eheschließung passt. Wenn dann nichts passiert, kannst du wieder am Zweifelrad drehen statt jetzt die ganzen Jahre bis dahin.

Zum Thema: alles so harmonisch in der Quarantäne: ja, hatte ich mit meinem Exmann auch, wenn ich alle Probleme einfach negiert und Harmonie hergestellt habe.

Wir sind beide der Auffassung, dass ich im Sommer so enttäuscht wurde und einige Dinge mich störten, an denen wir aber gearbeitet haben, dass diese Zweifel sich eigentlich in luftauflösen müssten
Glaube ich nicht.
Entweder machst Du aus Trivialitäten immer eine Megawelle, die sich im Nichts auflöst oder so fix lösen sich schwerwiegende Probleme nicht im Nichts auf weil ja beide ihre Einstellungen und ihr Verhalten ändern müssen. Frag einen Verhaltenstherapeuten - dauert.

Darüber hinaus: er hat Dir keinen Antrag gemacht, also ist da nichts in Luft ausgelöst und darum bleiben die Zweifel. Indem Du Probleme verleugnest machst Du sie größer.

Mama sagt immer: "Diese Zweifel liegen an dir und nicht an ihm. So verliebt wie du in ihn bist, liegt es nicht an der Beziehung an sich. Wie du ihn anschaust....
Lass Dir nicht so viel von anderen erzählen, was Du zu denken hast und Dich von deren Vorstellungen leiten.
Zimmer Dir kein Idealbild, wenn es das nicht gibt. Das verstellt Dir nur die Sicht auf das was bei euch ist.

Wenn alles so okidokki wäre, dann hättest Du nicht solche Zweifel.

Es muss nun darum gehen, mir selber zu zeigen, dass rational alles in Ordnung ist, alles besten und bis auf den ausgebliebenen Antrag alles in Ordnung ist und wie ich es mir immer wünschte. Ich muss dadran arbeiten meine negativen Gefühle in den Griff zu bekommen
Nein, das musst Du eben nicht. Vielleicht ist alles nicht so in Ordnung, wie Du es haben willst.

Das gilt es mit Hilfe rauszufinden, bevor negative Gefühle einfach so gestrichen werden und zwar nicht nur hinsichtllich eurer Beziehung sondern grundsätzlich für Dich, für Dein hohes Sicherheitsbedürfnis und damit das geringe Vertrauen in Dich selbst und andere.
 
  • #17
Der Mensch hat die Fähigkeit alles zu spielen! Sei mir bitte nicht böse, eine Frau mit deinem Verhalten, wollte ich an meiner Seite nicht haben!
auch weil heiraten noch immer so wichtig für mich ist, dass es zur selbsterfüllenden Prophezeiung quasi wurde.
Heiraten ist doch völlig unwichtig, für wen, für was, für deine Zufriedenheit, die wird dadurch nicht besser, ich denke, er spürt dein festkrallen, es liegt an den Defiziten deiner "S" Werte! Das ist schon krankhaft!
Es muss nun darum gehen, mir selber zu zeigen, dass rational alles in Ordnung ist, alles besten und bis auf den ausgebliebenen Antrag alles in Ordnung ist und wie ich es mir immer wünschte. Ich muss dadran arbeiten meine negativen Gefühle in den Griff zu bekommen und mich nicht weiter reinzusteigern und zu verlieren. Und dafür brauche ich Hilfe. Denn es hat nichts mehr mit uns zu tun.
Ich lese von dir die ganze Zeit: du musst, du musst, du musst, es muss, es muss, deine Gefühle lassen sich das mit Recht nicht gefallen!
 
  • #19
Der Mensch hat die Fähigkeit alles zu spielen! Sei mir bitte nicht böse, eine Frau mit deinem Verhalten, wollte ich an meiner Seite nicht haben!
Ich finde du wirst viel zu angreifend. Ich habe hier auf Verzweiflung reingeschrieben. Und wie andere hier wahrgenommen haben, liebe ich meinen Partner sehr und weiß nicht, woher dieser Fluchtgedanke kommt. Hatte gehofft Menschen hier zu treffen, die ähnliches kennen und mir Zuspruch geben können, dass mancher Zweifel auch mal normal ist und man sich da nicht reinsteigern sollte, denn das ist ja offensichtlich mein Problem. Diese Liebe die ich empfinde kann man nicht spielen. Das hat mir auch mein Psychologe bestätigt.
 
  • #20
Ich habe auch schon an was hormonelles Gedacht. Ich habe vor etwas über einem Jahr meine Pille abgesetzt und hatte nach meiner 2. Corona Impfung meine Tage 70 Tage lang nicht. Auffällig ist, dass es mir häufig nach meinem Eisprung und vor meiner Periode gut geht und mit eintreten der Periode eher schlimmer wird.
 
  • #21
Wir haben so viel geredet und haben eine ganz besondere Kommunikation
Mehr als warme Worte kommen nicht von ihm. Träume über die Zukunft und schöne Fantasien... aber was unternimmt er konkret an Taten, um diese in die Realität umzusetzen?

Nach viereinhalb Jahren weiß er nicht, ob er dich heiraten will?

Ich weiß es: er will es nicht, sonst würde er es tun. Das sagt er dir aber nicht, denn offenbar hat er Gründe dennoch bei dir bleiben zu wollen.

Finanzierst du sein Studium?

Zeit euch kennenzulernen hattet ihr ja genug.

Während er alles für dich ist... was bist du für ihn?

Ich glaube genau das sagt dir dein Bauchgefühl.
 
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  • #23
Mehr als warme Worte kommen nicht von ihm. Träume über die Zukunft und schöne Fantasien... aber was unternimmt er konkret an Taten, um diese in die Realität umzusetzen?

Nach viereinhalb Jahren weiß er nicht, ob er dich heiraten will?

Ich weiß es: er will es nicht, sonst würde er es tun. Das sagt er dir aber nicht, denn offenbar hat er Gründe dennoch bei dir bleiben zu wollen.

Zeit euch kennenzulernen hattet ihr ja genug.

Während er alles für dich ist... was bist du für ihn?

Ich glaube genau das sagt dir dein Bauchgefühl.
Doch er hat mir klar und deutlich gesagt, dass er erst seinen Abschluss in der Tasche haben möchte. Das konnte ich nur nicht akzeptieren. Er schenkt mir Blumen, überrascht mich ist für mich da, bringt mir Frühstücks ans Bett, hat mir einen Tanzkurs geschenkt ... Ich weiß, dass er mich heiraten will, halt nur noch nicht währenddessen er im Ref ist und nur wenig Geld verdient
 
  • #24
Hattest du das denn früher auch schon mal, oder ist das neu?

Fluchtimpuls kann auch einfach durch zu viel Stress ausgelöst werden.
Nein noch nie. Er war und ist immer alles für mich gewesen. Aber ich hatte schon häufiger, losgelöst von Beziehungen, krankhaftes Zwangsverwalten.
Weit vor unserer Beziehung, er schaffte es mich daraus zu holen, litt ich an einer Essstörung. Kontrollierte meine Kalorien und driftete dann in eine Sportsucht ab. Auch wenn es zunächst komplett andere Probleme sind, ziehe ich hier Parallelen zum zwanghaften Verhalten.
 
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  • #25
Wenn du unbedingt heiraten willst, mach ihm einen Antrag. Problem gelöst.
 
  • #27
Ich fühlte mich durch deinen Thread nur an eine früherer Beziehung mit einem Mann erinnert, mit dem man auch so toll träumen konnte, toll reden konnte, ich mich so verstanden fühlte. Der aber zufällig immer gerade irgendwas "erst noch..." hatte, warum die Träume nicht umgesetzt werden konnten.

Heute weiß ich, dass er mich einfach nur böse manipuliert hat. Dass er erst ganz subtil meine Vorstellung abgecheckt hat, um sie mir dann als unsere gemeinsamen Träume zu verkaufen, ohne auch nur die Absicht zu haben, sie jemals zu erfüllen.

So ein Verhaltensmuster war mir bis dahin unbekannt, da ich selbst niemals jemanden etwas zusagen würde, was ich partout nicht will. Ich kannte so eine Art auch nicht aus der Familie oder dem Freundeskreis. Da war ich etwas naiv.

Die Sache hatte für ihn ein Ablaufdatum, das war ihm klar, aber mir nicht und er war nur daran interessiert, es etwas hinauszuzögern, um seinen Vorteil daraus zu ziehen.
Man lernt eben nie aus...

Ich kann dir nur raten,genau hinzuschauen ob er Taten sprechen lässt, die eure Zukunft betreffen, wenn er seine Ausbildung beendet hat.
 
  • #28
Auch wenn es zunächst komplett andere Probleme sind, ziehe ich hier Parallelen zum zwanghaften Verhalten.
Ein Partner ist kein Therapeut!
Ich hab ja selber u.a. Autismus, diese Fluchtimpulse kenne ich durchaus. zB wenn ich in fremde Umgebungen komme (Urlaub, ganz schlimm), oder auch allein zu Hause sein ist oft schwer auszuhalten. Ich habe da aber einen Pflegedienst und Therapeuten für das "nicht allein sein können" Problem, das muss man losgelöst von Beziehungen betrachten. Sonst machst du dich immer abhängig von einer Person, und abhängig ist schlecht. Sehr schlecht sogar. Das gibt dem anderen zu viel Macht über dein Leben.
Da musst du für dich selber bzw. mit professioneller Hilfe erkennen wann das krankeitsbedingt und wann das "real" ist.
 
  • #29
Wann ist er denn mit dem Ref fertig und wie alt seid ihr?
Ich würde ihm erstmal glauben, dass er es ernst mit dir meint und Zukunftspläne mit dir hat.
 
  • #30
Stress, weil man sich zu sehr damit beschäftigt oder z.B. Schulstress. Der Job als Lehrerin und vorallem als Berufseinsteiger ist nicht einfach während
Ich dachte schon, dass die Pandemie mit den vielen Einschränkungen und Zwängen das ganze evtl. noch verstärkt. Auch dieses Gefühl, das nichts voran geht.
Setzt du dich sehr unter Druck?
Muss alles perfekt sein in der Schule?

Weit vor unserer Beziehung, er schaffte es mich daraus zu holen, litt ich an einer Essstörung. Kontrollierte meine Kalorien und driftete dann in eine Sportsucht ab. Auch wenn es zunächst komplett andere Probleme sind, ziehe ich hier Parallelen zum zwanghaften Verhalten.
Ja schon. Ich denke auch, dass du im Moment allgemein unter großem Druck stehst.
Dann ballt sich das alles zusammen zu einem Klumpen.
Deinen Freund will ich jetzt hier mal aus dem Spiel lassen, weil ich nicht klar erkennen kann, wie was zusammenhängt.
Nimmst du dir Zeit für dich allein, oder ist immer jemand da Freund , Mutti; Freunde?
 
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