G

Gast

Gast
  • #1

Bin einsam und traurig

Ich Mitte 30, sehe und höre in letzter Zeit, daß viele Leute und Freunde oder Bekannte gerade heiraten und Kinder bekommen oder gerade Eltern geworden sind. Ich, die zur Zeit beruflich wenig Zeit habe, verdränge und vergesse zum Glück im Alltag, daß ich alleine bin, aber abends fällt es mir sehr schwer, so alleine zu sein. Ich gönne das Glück auch echt den anderen, aber ich würde mich auch gerne an deren Stelle wünschen. Aus Traurigkeit habe ich schon die Kontakte zu diesen Freunden reduziert, weil die alle immer nur freudestrahlend von ihren positiven Ereignissen berichten, z.B. am Telefon. Dann könnte ich hinterher immer nur noch weinen. Ich weiß auch, dass nicht alles dahinter eitel Sonnenschein ist, aber trotzdem fühle ich mich dann so allein und unglücklich. Geht es auch so? Wenn ja, wie könnte man wieder fröhlicher werden?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich kenne das Gefühl auch. Kurz vor meinem 34. Geburtstag hat eine Kollegin, die auch eine gute Freundin von mir ist, freudestrahlend erzählt, dass sie Mama wird. Obwohl ich mich auch für sie gefreut habe, war's irgendwie wie ein Hammerschlag - sie ist gleich alt wie ich, und - wahrscheinlich auch sensibilisiert durch meinen Geburtstag - wurde mir in dem Moment bewusst, wie weit ich von dem allen entfernt bin und wie einsam ich eigentlich bin. Meinen Geburtstag konnte ich dann gar nicht genießen. Im Nachhinein denk ich mir, dass das ziemlich blöd von mir war, mir den Tag so verderben zu lassen.

Was mir geholfen hat? Zum einen habe ich mich in verschiedenen Internetbörsen angemeldet und bin somit jetzt abends mit "Kontaktpflege" - entweder per Mail oder per Date - beschäftigt, das gibt gleichzeitig auch einen Selbstvertrauens-Schub, wenn man merkt, dass man Chancen hat (auch wenn der Richtige bisher nicht dabei war). Zum anderen versuche ich meine Freizeit bewusst zu genießen, fahre am Wochenende oft mit einer Single-Freundin weg oder genieße auch das Alleinsein manchmal ganz bewusst. Aber das einzige, was wirklich hilft, ist sich selbst genug zu sein und einfach all das zu machen, was einem Spaß macht und was einem gut tut. Mir persönlich hilft es auch mir selbst klar zu machen, dass mein Leben mit Kind extrem anders und aufwändig wäre und ich den Stress wahrscheinlich gar nicht mehr bewältigen würde. Dann erinnere ich mich wieder wie gut's mir eigentlich geht, und die Sehnsucht nach einer Familie verschwindet wieder. Die Sehnsucht nach einem Partner verschwindet auch schnell, wenn man sich schlechte Beziehungen aus dem Bekanntenkreis anschaut. Da geht's mir sicher besser.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Es ging mir viele Jahre auch so, wie dir. Ich glaube an Vorsehung. Vielleicht sollst du in diesem Leben andere Aufgaben erfüllen, als Familie und Kinder oder es passiert erst später. Man muss das Leben so akzeptieren, wie es kommt und sich andere Ziele setzen, wenn es mit Partner und Kindern nicht klappt und außerdem ist es ja noch nicht zu spät für dich. Also immer schön optimistisch bleiben.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ich verstehe sehr gut, was Du meinst und war noch vor nicht langer Zeit genau in der gleichen Situation. Du bist mit diesem Problem also nicht allein, das ist vielleicht der erste, wenn auch schwache, Trost.

So wie Du schreibst, begehst Du allerdings den gleichen Fehler wie ich damals: Du kapselst Dich ab (auch wenn es verständlich ist). Das solltest Du nicht tun, das Gegenteil solltest Du tun (zumindest solltest Du "unter Menschen" kommen).

Mir scheint, daß Du Dir bei allem beruflichen Streß nicht selbst auch mal was gönnst. Vielleicht ein Wellness-Wochenende? Oder wenigstens ein Thermenbesuch o.ä.?! Oder irgendetwas, das Du magst und das Dich auf andere Gedanken kommen läßt.
Kannst Du vielleicht mal einen Nachmittag außerhalb des Büros arbeiten? WLAN-Anschlüsse in Cafés sind keine Seltenheit mehr und Du kämst mal "aus dem Trott" raus.

Was ist mit Sport, Fitness-Studio oder Kurse? Diese werden oft auch später am Abend noch angeboten. Muß ja gar nicht mit einem Ziel sein, einfach etwas Bewegung, das schadet ja besonders bei einem Bürojob nie. Wie gesagt, ich glaube, Du solltest gerade im Moment mal ganz besonders viel Wert auf Dich selbst legen - das ist der erste Weg dorthin, um Dich "in Deiner Haut" wieder wohlerzufühlen.

Laß Dich nicht unterkriegen und denke in schwachen Momenten an das, was Du selbst alles in Deinem Leben schon erreicht hast!

Kopf hoch!
m/29
7E1DAAD7
 
G

Gast

Gast
  • #5
Ich finde Deine Erfahrung wichtig und Du solltest die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Mit Mitte 30 ist noch nichts zu spät, auch wenn vermutlich die besten Männer aus Deiner Zielgruppe bereits vergeben sind. Allerdings musst Du Dich mit 60 nicht allein fühlen, wenn Du in den nächsten vielleicht zwei Jahren einen netten Mann triffst und mit ihm eine Familie gründest. Falls Du aber noch 5 Jahre warten solltest, dann wird es vermutlich wirklich zeitlich eng. Insofern überprüfe Deine bisherigen Erfahrungen, warum es nicht geklappt hat und stelle realistische, wenn auch nicht niedrige, Ansprüche. Viel Erfolg,

m, 35
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hallo Unbekannte,

ich finde es nicht gut, sich die Beziehungen anderer schlecht zu reden wie #1 oder den Kinderwunsch. Mir geht es ähnlich und ich verstehe es. Wenn ich enttäuscht von einem Date nach Hause komme, fehlt es mir, dass Jemand zu Hause auf mich wartet und mich in den Arm nimmt. Mir fehlt Jemand beim rühstück und v.a. abends im Bett zum kuscheln.

Auch ich, bald 30, sehne mich nach einem Partner und einer Familie. Ich glaube, wir müssen einfach aktiv werden. Viel raus gehen, Hobbies in Grupen suchen (Kletterkurs etc). Ich weiß, dass dadurch der Schmerz nur verdrängt wird. Ich gebe die Hoffnung nie auf, dass irgendwo wer ist. Lass dich nicht hängen, denn darunter leidet deine Ausstrahlung und ein Teufelskreis beginnt.....

Falls u aus dem Kreis PLZ 67 kommst, gib Bescheid.....können gemeinsam trauern.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Danke an euch, das habt ihr sehr schön geschrieben.
Ich versuche auch, es mir gut gehen zu lassen, doch versetzt es mir manchmal einen Stich ins Herz, wenn ich diese tollen Infos von den anderen höre. Obwohl, ich mich echt für sie freue.
Aber wenn man nur nicht so alleine wäre!!! Gerade abends, dann fehlt echt jemand. I
ch habe auch schon viel erreicht, aber eben nur beruflich und nie privat.


Ich habe die Frage gestellt.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Hallo Du

Also auch wenn Du einsam bist, was ich auch manchmal bin (oder dieses wo sind meine Wurzeln da ich keinen Partner habe, kein Haus baue und keine Kinder habe, nicht einmal einen tollen Job), kann ich mich doch aus ganzem Herzen mit meinen Freunden freuen über ihr Glück. Gerade weil ich weiss, dass es nicht selbstverständlich ist. Und ich kann auch anders anteilnehmen. Wenn Du im Kind und Kegel- Stress bist bekommst Du das Drum um oft nicht so mit. Ich nehme mir die Zeit den Weg neuer Menschenbürger (in Schwangerschaften und Hochs und Tiefs) mit hierherzuverfolgen und sie herzlich zu begrüßen und mich über HOchzeiten dolle zu freuen und die Vorbereitungen und AUfregungen zu begleiten. Das geniessen meine Freunde, dass ich mich so mitfreuen kann und Anteil nehme und ich, dass Sie sich mir öffenen und mit mir ihr Glück teilen. Dadurch habe ich quasi eine Grossfamilie! :)

Wenn ich so alleine und unglücklich wäre, wäre ich 1. sehr lieb zu mir selber und würde die Einsamkeit als CHance sehen, mich neu und tiefer lieben zu lernen, 2. würde ich schauen, welchen Freunden ich mich mit meinem Schmerz anvertrauen kann 3. ) schauen, welche alten Kindheitsfilme ich gerade wieder unbewußt ablaufen habe und an der Heilungsebene arbeiten (wahrscheinlich mit Hilfe von außen) und 4. ganz konkret raus gehen und mir Unternehmungen vornehmen oder Aktivitäten machen, die mir Freude machen/ liegen, spannend sind oder Gruppen suchen, die meine Interessen teilen.
5.Und moderater Sport/ Gymnastik ist auch sehr hilfreich!

6. mich meiner Einsamkeit und Traurigkeit stellen und schauen, was mir wirklich wichtig ist im Leben und was ich davon noch mehr in mein LEben einladen kann und welche Veränderung es dazu braucht (ohne überstürzt etwas zu tun) .

Wenn Du so am Weinen bist und gerade eine wirkliche Depri-phase hast, ist meiner Meinung nach das Beste, Dir auch Unterstützung von außen zu gönnen und Dich nicht selber "retten" zu müssen. Gib und nimm Dir Zeit, um auszuprobieren, was (und wer) das Passende ist, Dich hier zu unterstützen von den ANgeboten, die Du so findest. Und prüfe, dass Du Dich jemandem seriösen anvertraust. Aber sei entschieden, das Du etwas unternehmen wirst.
Vielleicht sagt Dir Deine Seele , sie will wachsen, sich verändern und Du musst etwas tun, um heruaszufinden, was ansteht.... und Dir ein bisschen Unterstützung für den zu gönnen

Schliesslich hilft mir noch, mich immer wieder zu fragen, was ich für eine Aufgabe hier habe, warum ich hier bin... und da kommen mit der Zeit auch hilfreiche Antworten und Möglichkeiten, die andere Wege eröffnen als das Klassische, bisher Gedachte und Nicht-vorhandene.

Und dann bedenke, wir haben gerade Lichtmangel... das macht auch noch was aus, dass wir leicht alles etwas "Schwärzer" und Trauriger sehen können....der Frühling hat dann auch wieder neue Energien... ;-)


SOweit ein paar Gedanken. Schau, ob Dich davon etwas ansprechen kann....

Alles Gute!! Take care!

kleine SOnne
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich bin weiblich, 31 und sehne mich auch nach einer Partnerschaft.

Aber woher kommt dieser tiefe Schmerz? Seid ihr sicher, dass genau dieser Schmerz euch nicht furchtbar im Wege steht?
Für andere Partner seid ihr mit dieser verkrampften Einstellung nicht gerade attraktiv - und so kann sich die Suche ziehen und ziehen und ziehen.

Das Leben ist so viel mehr als nur eine erfüllte Partnerschaft. Es gibt noch so viele andere Gründe warum das Leben es wert ist gelebt zu werden.

Wer sich nur daran krallt und über Jahre... Jahrzehnte erfolglos ist... der sollte vielleicht mal den Rat eines Psychologen oder Therapeuten suchen. Man kann nicht die anderen verändern - aber man kann an sich selber arbeiten und herausfinden, warum man einfach niemanden findet.

w/31
 
G

Gast

Gast
  • #10
Hallo Fragestellerin,

im Sinne von Antwort 7 und 8 meine ich: Möglicherweise ist deine (tiefe) Traurigkeit nicht in der Anwesenheit von Glückbei deinen Freunden und Bekannten begründet. Du reduzierst nun sogar den Kontakt zu den 'Glücklichen'. Es ist zweifelhaft, ob es dir durchschlagend besser geht, wenn du das Glück der Andern nicht mehr vor Augen hast.

Vieleicht sitzt auch schon viel länger und aus anderen Gründen diese Traurigkeit in dir.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Ich sehe das völlig anders...habe auch viele Jahre falsch geglaubt...das Glück von außen zu finden...bei anderen Menschen...oder im Umfeld...oder im Sport und im Verein oder im Beruf...für mich sind das...aus heutiger und erfahrener Sicht nur Ausflüchten und Schönredereien...um sich kurzfristig zu beruhigen...langfristig hilft nur eines...in sich gehen...und da kann man keine andere Ablenkungen gebrauchen...bei einem gesunden Menschenverstand und beim Fühlen seiner eigenen Persönlichkeit...ohne großartig von außen manipuliert/falsch programmiert zu sein...gibt es nur eines...hilf dir selbst...sonst hilft dir keiner...und das fängt erst einmal mit der richtigen/persönlichen und positiven Grundeinstellung an...ich sehe das genannte Problem...über wiegend im Ursprung einer unbewußten kopierten Lebenseinstellung von außen...das was hier geschrieben wir als antwort...ist mir viel zu oberflächlich und zu konsummäßig...was typisch ist in unserer z. T. kranken Gesellschaft...es ist schlicht einfach der Spiegel...als Wirkung...wir müssen aber für ein gesundes ICH in die Tiefe der Ursache gehen...dafür muss man kein Psychologe oder Arzt sein...m53
 
G

Gast

Gast
  • #12
#1 deine Antwort hat mir sehr gefallen und sie gibt mir nützliche Anregungen für meine eigene Lage, die ähnlich ist , wie die der Fragestellerin.
Nur wie bekommt man eine nette Single-Freundin? Diese Frage beschäftigt mich zur Zeit mehr als die Suche nach einem Mann. Meine Freundinnen sind alle mittlerweile gebunden bzw. durch Studium oder Beruf weggezogen. Diejenigen, die ich neu kennengelernt habe, sind auch alle schon liiert. An den Wochenenden habe ich niemanden zum Weggehen.
Wenn ich tolle Freundinnen hätte (siehe Sex and the City) dann wäre da mit Sicherheit auch nicht die große Einsamkeit, sondern über weite Strecken viel Spaß.
Frauen, die schon einen Partner haben, geben sich nach meiner Erfahrung keine Mühe eine Freundschaft zu einer Frau aufzubauen, besonders nicht wenn sie gut aussieht. Man holt sich doch keine Konkurrenz ins Haus. Und die Freizeit opfern? schon mal gar nicht: Vielleicht einmal im Vierteljahr für einen Kaffee eine Stunde, das wars dann.

Ja, meine Frage an Alle: wie findet man nette Freundinnen?
 
G

Gast

Gast
  • #13
bist du m oder bist du w, Fragesteller ?

wir sind wieder mal an einem punkt, an dem alle gern eine beziehung hätten, aber fast keiner seine profilnummer postet. wozu schreiben wir dann so viel ? oder anders: Reden aber nichts dagegen tun ?

ich selber bin über dein stadium schon drüber, das geht mit der zeit vorbei, weil es einfach so ist.

7E2176FE - m
 
G

Gast

Gast
  • #14
@8
Ich war acht Jahre Single und hatte nicht wirklich Bedarf dies zu ändern. Ich habe mich viel in Arbeit und andere Verpflichtungen "geflüchtet" und somit nicht bemerkt, dass etwas fehlt. Nun hatte ich vor ca. zwei Wochen einen Tag an welchem ich etwas weniger zu tun hatte und des Nächtens die Werbung im TV sah. Da ist mir erst der Gedanke gekommen über das "Nicht mehr Single sein" nachzudenken.

Natürlich fehlt etwas, man merkt das und wünscht sich dann einen Partner.
Zu hoffen ist dann allerdings, dass man einen Partner findet, bei welchem man dann, trotz physischer Anwesenheit, nicht das Gefühl hat alleine zu sein.

Auf keinen Fall "schnell" in etwas hinein stürzen, nur um nicht mehr alleine zu sein.

Irgendwann kommt von ganz alleine die Situation, dass man gefunden wird oder findet.

@12 ich poste meine Profilnummer nicht damit ich gefunden werde, sondern damit man u.U. auch außerhalb des Forums weiter diskutieren kann. Das Forum empfinde ich in vielen Belangen unübersichtlich.

Chris
7E266E55
 
  • #15
Es gibt nicht nur ein entweder oder!

Man kann nicht nur sich ablenken oder nur in sich gehen. Man kann auch beides gleichzeitig! Und ich bin überzeugt, wenn man es gut verknüpft befruchtet es sich gegenseitig! Wenn man jemanden Anderen einfach nur Wärme, Menschenliebe, Zeit und Aufmerksamkeit schenkt, findet man vielleicht auch jemanden der einem selbst gern zuhört und zurückgibt.

Wer kommt in Frage? Z.B. ein/e neue/r Kollege/In, der sich erst reinfinden muss, unterstützt/begleitet werden kann oder andere neue Kontakte, die sich gerade ergeben, wo ein Neuanfang existiert.

Und so wird aus äußeren Kontakten ein Austausch, weniger Einsamkeit, weniger Bedrücktheit, ein fröhlicherer, attraktiverer Mensch. Ich glaube, ganz besonders Fröhlichkeit ist ein entscheidender Faktor der Attraktivität und das beißt sich mitunter mit Bedrücktheit.

Trotzdem gibt es für Singles wohl genug Zeiten dazwischen, in denen man sich selbst reflektieren, an sich arbeiten, weiterentwickeln kann.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Liebe Fragestellerin!

Meine Vorposter/innen sind ja schon ausführlich gewesen.

Auch ich kann Dich gut verstehen. Mir geht es auch so, allerdings bin ich inzwischen 48. Bin seit gut 10 Jahren allein. Inzwischen habe ich es angenommen. Es ist ok so. Schließlich gibt es auch in dieser Situation nicht zu unterschätzende Vorteile.

Ich bin unabhängig, brauch' keinen Fragen, habe Zeit, mich um andere zu kümmern.

ICH BIN FREI !

Leider können viele Menschen mit Freiheit gar nichts anfangen. Das gibt mir sehr zu denken.....

Ich wünsche Dir alles, alles Gute.

Die kleine Kaktee
 
G

Gast

Gast
  • #17
@#11 - ich bin #1. Das Problem mit den Single-Freundinnen ist wirklich oft schwer zu lösen. Ich hatte Glück - ich habe zufällig gehört, dass eine Schulfreundin, die ich immer gern mochte, aber schon lange nicht gesehen hatte, nach jahrelanger Beziehung überraschend wieder single und in meine Stadt gezogen war. Ich habe ihr eine Mail geschickt, wir haben uns getroffen und viele Gemeinsamkeiten gefunden. Wir sind zwar bei weitem nicht unzertrennbar, sehen uns manchmal auch einen Monat lang nicht, aber wenn eine von uns beiden unbedingt etwas unternehmen will (ob Party am Samstag Abend oder Wochenendausflug in eine andere Stadt), dann ist die andere dabei.

Manchmal genügt's Augen und Ohren offen zu halten und den ersten Schritt zu machen. Vielleicht gibt's ja Arbeitskolleginnen, mit denen man mal am Abend was trinken gehen kann? Oder jemanden aus dem Fitnesscenter? Oder man lernt wen in Kursen kennen? Einfach durchaus mal den ersten Schritt machen und was vorschlagen! Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
  • #18
@Fragestellerin: Ich (w/43) war auch sehr lange Single, nach einer 1-jährigen Beziehung zu einem Mann, den ich immer noch sehr liebe, jetzt die Trennung ...wieder alleine. Ich kann Deine Traurigkeit sehr gut verstehen, aber was mir geholfen hat:
1) Eine Gesprächstherapie. Wirkt manchmal wirklich Wunder, Du kannst Dich einfach mal ausheulen ohne Angst zu haben Deinen Freundinnen zum hundertsten Mal auf die Nerven zu gehen.
2) ich habe 2 neue Sportarten angefangen, das fordert, macht super Spass und setzt Endorphine frei ohne Ende.
3) habe noch mit einer Fremdsprache angefangen, so ein Sprachkurs ist auch ein guter Ort um neue Leute kennenzulernen.
Und: Man wird auf entspannte Art müde und kann endlich! wieder schlafen. Und man wird wieder interessanter für andere, hat mehr Gesprächsstoff.
Ich bin im Übrigen auch beruflich stark eingespannt, aber ich wollte mir die Zeit nehmen und dann hat es auch geklappt.

Ich wünsche Dir viel Glück weiterhin
 
G

Gast

Gast
  • #19
#1 und 16: danke für deine erneute Antwort. Das war ja ein schöner Zufall für dich. Auf so einen warte ich auch. Ich habe leider bisher an meinem Arbeitsplatz kein Glück gehabt. Alle jungen Frauen sind schon gebunden. Studienkolleginnen ebenfalls und außerdem in anderen Städten.
Ich gehe schon aktiv auf andere zu, auch wenn die Mädels einen Freund haben, aber leider kommt nie was zurück. Man geht vielleicht mal in ein Cafe, aber für weiteres ist keine Zeit oder Interesse.
Würde mir ja vielleicht auch so gehen.

Aber ich halte natürlich weiterhin die Augen offen. Eine Freundinnenbörse wäre eine feine Sache.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Das Leben ist nun einmal eine verdammt einsame Angelegenheit.

#10 beschreibt es sehr gut!

Und vermutlich ist es kein Zufall, dass der Autor schon Anfang 50 ist? Mit Ende 40 komme ich übrigens zu sehr ähnlichen Überlegungen.

Das, was das - meist jüngere - Gros hier postet, nämlich Ablenkung und Prinzip Hoffnung, begleitete mich so bis Ende 30. Aber es half nicht wirklich.

Wie #10 schreibt, es hilft letztlich nur, das Glück in sich selbst zu finden.

Manchmal vergesse ich das. Und dann geht es mir schlecht. Zum Glück bekomme ich meist ziemlich schnell wieder die Kurve und freue mich z.B. über die (gewachsene) Fähigkeit, mich so richtig an einer morgendlichen Tasse Kaffe, dem herrlichen Winterwetter, ein paar Seiten lesen und Hund wachkuscheln zu erfreuen, bevor ich zur (Teilzeit-)Arbeit startete, die mir zwar keinen Status, dafür aber Freude und immerhin Geld genug zum Leben, Lesen etc. bringt..

Fazit und will sagen: Dieses Leben spüren und genießen können ist möglich - und zwar - und DAS ist das Wunderschöne - ganz OHNE Status, PartnerIn, einen Haufen Knete oder, oder.

Es ist - eine gegebene (geschenkte), gewertschätzte und in sich selbst ausbaubare FÄHIGKEIT. Und wenn du sie erst einmal so richtig anwendest, spürst du, wie unabhängig sie von Finanzmarkt-, Arbeitsmarkt- oder sonst für Krisen ist.

Und an die die kannst du dich gleich heute machen. In dir. Und eben nicht erst, wenn x und y oder z erfüllt sind...;-)

Und dann KANNST du dich ja gerne liieren, MUSST es aber nicht mehr auf Teufel komm raus. ;-)

Mich persönlich haben Partnerinnen übrigens (leider) eher von dieser Empfindung abgelenkt, weil sie dies oder das (von mir) WOLLTEN. Die Scheidungsquoten legen es nahe zu vermuten, dass die Suche im Außen tatsächlich nicht das Goldene vom Ei ist?
 
G

Gast

Gast
  • #21
Hmm, ich bin ja beim Thema Partnerschaft total hin- und hergerissen. Einerseits liebe und genieße ich die Freiheiten und Freiräume, die das Singleleben bietet. Ich bin frei und unabhängig und kann spontan meine Freizeit planen. Andererseits ist da oftmals diese fürchterliche Leere und Einsamkeit, die sich in meinem Leben ausbreitet. Da wünsche ich mir dann eine starke Schulter zum Anlehnen, jemanden, dem ich wichtig bin und der für mich da ist. Ich muss zudem sagen, dass ich schon eine ganze Weile alleinerziehend und bei der Partnerwahl auch vorsichtig bin, weil ich ja auch Angst habe, dass es hinterher 2 gebrochene Herzen gibt. Naja, schwieriges Thema. :(
 
Top