• #31
Ich glaube, das beschreibt mein Fühlen in der Beziehung recht gut. Eigentlich hat er mich doch lang genug überzeugt, die "Falsche" zu sein. Nach meinen Maßstäben hätte die Beziehung nicht entstehen können.

Aber - es war am Anfang.
Ja, der war mehr als holprig, viele hätten da gestoppt, abgehakt.

Du hattest Deine Gründe, warum nicht.. Er hat seine Schleife gedreht.
Seine Gefühle heute kennst Du.
Zählen da diese ca. 3 Jahre gar nicht?

Ich glaube, es hat etwas mit Dir zu tun - bist Du Dir innerlich so unsicher?

W, 51
 
  • #32
Heute bezeichnet er sich als seelisch geheilt.
Laber.....laber .....
es ist im grunde egal was er damit meint.

Zunächst kommt es doch darauf an, was Du willst, oder nicht?

Willst Du mit ihm auch für die nächsten Jahre eine monogame Liebsbebeziehung führen ? Vielleicht weitere Schritte planen?
Das steht so in Deinem Thread bisher nicht drin.
Also, was ist DEIN Ziel ?

Ich finde der Geschwätz von Frauen, welche "die Eine" sein wollen, entsetzlich bescheuert.
Ob Du jetzt gerade, oder auch in 2 oder 5 oder 10 Jahren noch "die Eine" Frau bist , die er liebt und mit Dir lebt, kann Dir kein Mensch sagen, auch er nicht.

Willst Du Dir denn selber vorlügen, dass er "der Eine " ist ?
Woher wolltest Du das denn schon wissen, Du bist doch noch noch jung.

Also, anstatt solche seltsamen Gedanken (welche Wertungen Deinerseits zu der Definition "die Eine" enthalten, die er ganz anders auffassen kann ) zu verfolgen, rate ich Dir zu schauen, ob er mit Dir tatsächlich weitere Schritte geht und sich Dir gegenüber weiter monogam und exklusiv verhält und ihr Euch entlang Deiner echten persönlichen Ziele weiter bewegt.
Denn das willst Du doch , nicht wahr ?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Nach der Aussage von ihm gab es noch ein Treffen. Da schrieb er mir auf den Arm: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach? Ich fühlte mich auf den Arm genommen.

Dann sagte ich zu ihm: Du, wenn das für dich nicht tiefer gehen kann, soll es das für mich auch nicht. Ich hab dich gern, aber wir passen gerade vielleicht wirklich nicht so gut zusammen.

Ich ging feiern, hatte eine gute Zeit. 4 Tage später kamen Zeilen von ihm.. komme nicht hoch von der Stimmung, magst du was unternehmen? Ich vermisse dich als Mensch. Wollen wir rausgehen? Ich lade dich zum Essen ein.
Wir hatten ein letztes Mal was. Aber auch auf diesem Treffen erzählte er mir von seiner heißen Referatspartnerin, der er jetzt mal anfangen wolle, persönliche Fragen zu stellen.

Dann eine Woche später der ons.

Ich hörte einen Monat lang nichts von ihm, da konnte er wohl nicht mehr aufhören an mich zu denken und er kam verliebt auf mich zu.
Verzeihung, er schrieb es mir auf eine Karte ich fühlte mich auf den Arm genommen, so rum.

Liebe @Lionne69 das stimmt, es war 3 Jahre lang gut. Ich hatte nach dem ersten Abklingen der allerersten Verliebtheit kurz Zweifel, dann lange Zeit nicht.

Vor ein paar Wochen hat er mich gefragt, ob wir zusammen ziehen. und auf einmal kommt die Geschichte hoch. Ich war selbst ziemlich überrascht.
 
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  • #34
und auf einmal kommt die Geschichte hoch. Ich war selbst ziemlich überrascht.
Offensichtlich gibt es ja noch was zu durchdenken, was nicht heißt, dass Du nach dem Durchdenken die Trennung willst. Ich finde, da sind einige Kränkungen bei, aber ich halte das auch für absolute Doofheit, was er da so von sich gegeben hat. Sieht ja so aus, als sei er jetzt glücklich und Du nicht mehr der Spatz in der Hand.

Um jetzt mal ein bisschen esoterisch zu werden, weil Du sowas auch schon angedeutet hast: Vielleicht warst Du "zu" sicher und in Dir ruhend und er spürte irgendwie, dass er mit Dir für lange Zeit oder für immer zusammensein wird. Und dann hat er Fracksausen gespürt, weil er ja noch so superviel erleben wollte, ONS und Referatskolleginnen angraben und und und. Hat alles nicht geklappt oder war viel doofer als er dachte. Dazu kam sein Liebesleid wegen der Ex, was ich ganz deutlich sichtbar finde (dieses bekloppte Bild Deiner UW an sie und "nie wieder lieben, nie wieder abhängig von einer Frau sein"). Und dann wirkte, dass Du nicht rumgeklammert hast und nicht hinterhergerannt bist, daraufhin entdeckte er, dass er sich doch auf Dich und nur Dich einlassen will.

Aber ich habe noch eine Frage:
Und er fragt mich, warum ich die Liebe nie hab Oberhand gewinnen lassen in der Beziehung.
Was ist damit gemeint? Liebe = Hinterherrennen Deinerseits?

Ich finde, Du hast damals ganz besonnen und unabhängig reagiert. Mal ganz abgesehen davon, dass Du die Verletzungen anscheinend gar nicht so gemerkt hast und das jetzt hochkommt.
Aber Du kannst ja nach dem Durchleben und vermutlich auch dem etwas Abkühlen ihm ggü wieder in die Gegenwart zurückkehren und Dich fragen, ob sein Verhalten damals nicht einfach nur Sprallotum eines verletzten Mannes war, der jetzt genau weiß, was er will, und schätzt, was er hat.

Wie fühlst Du Dich denn ansonsten in der Beziehung? Bist Du glücklich oder hast Du jetzt das Gefühl, dass Du doch lieber einen Mann hättest, der sich gleich sicher ist. Hättest Du lieber eine super Verliebtheitsphase mit einem Mann, wo sich aber dann vielleicht auch nach ner Weile rausstellt, dass es nicht passt und er sich dann rausnimmt aus der Beziehung oder sogar weitersucht, während ihr zusammen seid. Also wäre Dir dieses Risiko lieber, als jetzt festgelegt zu sein auf einen Mann, mit dem sich so eine Anfangsphase ergab.
Konntest Du Dich je sicher fühlen in der Beziehung, fühlst Du Dich geliebt und bedeutet Dir das auch was.
Das sind so die Fragen, die mir hier einfallen, um mehr Klarheit zu finden, ob man wirklich bleiben oder nicht doch gehen will.
Denn emotional verkapselt aus Angst, wieder eins reingewürgt zu kriegen, kannst Du ja auch keine Beziehung führen.
 
  • #35
Laber.....laber .....
es ist im grunde egal was er damit meint.

Zunächst kommt es doch darauf an, was Du willst, oder nicht?

Willst Du mit ihm auch für die nächsten Jahre eine monogame Liebsbebeziehung führen ? Vielleicht weitere Schritte planen?
Das steht so in Deinem Thread bisher nicht drin.
Also, was ist DEIN Ziel ?

Ich finde der Geschwätz von Frauen, welche "die Eine" sein wollen, entsetzlich bescheuert.
Ob Du jetzt gerade, oder auch in 2 oder 5 oder 10 Jahren noch "die Eine" Frau bist , die er liebt und mit Dir lebt, kann Dir kein Mensch sagen, auch er nicht.

Willst Du Dir denn selber vorlügen, dass er "der Eine " ist ?
Woher wolltest Du das denn schon wissen, Du bist doch noch noch jung.

Also, anstatt solche seltsamen Gedanken (welche Wertungen Deinerseits zu der Definition "die Eine" enthalten, die er ganz anders auffassen kann ) zu verfolgen, rate ich Dir zu schauen, ob er mit Dir tatsächlich weitere Schritte geht und sich Dir gegenüber weiter monogam und exklusiv verhält und ihr Euch entlang Deiner echten persönlichen Ziele weiter bewegt.
Denn das willst Du doch , nicht wahr ?
Da hast du absolut recht, Danke. Der letzte Absatz war genau das, das mir einen Anstoß in die richtige Richtung gegeben hat.

Ich plane mit ihm die weiteren Schritte, aber das bedeutet für mich ihm treu zu bleiben, mit ihm zusammen zu bleiben.

Geht es um gemeinsame Wohnungsplanung, etc. bin ich noch nicht bereit.

Auch in diesem Jahr möchte ich Auslandsprojekte machen und plane das für ein paar Monate. Meine Ziele sind einen guten Job zu finden, und Sprachen zu lernen. Soweit zu meinen Zielen. Es wäre für mich aber nicht denkbar, ihm irgendwo hinterher zu ziehen für seinen Beruf, oder meine Ortswahl komplett an ihn anzupassen.

Ich habe ihn gefragt ob er glücklich wäre exklusiv mit mir zu bleiben, dazu meinte er ja, auf jeden Fall.
 
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  • #36
Du schreibst Kennenlernphase, als dieser bewusste Satz von ihm fiel. Das hier klingt aber, als wärt ihr schon zusammengewesen:

Also Frage: Wart ihr zusammen oder nicht, als er Dir das sagte?
Weil - falls ihr zusammen wart, ist das keine Ehrlichkeit als solche. Ehrlich wäre dann gewesen, gar nicht mit Dir zusammenzukommen, sondern das zu tun, was er eigentlich in seinem Liebesleben vorhat (viele ONS haben oder sich um die Frau zu bemühen, in die er wirklich verliebt ist).

Es könnte sein, dass er die ONS-Frau damals schon gekannt hat und hinter ihr her war, und daher hat er Dir dann vermittelt: "Wenn die will, bin ich weg", mit den Worten "wenn eine andere besser passt" (FALLS das so wäre, ist es auch nicht ehrlich gewesen, denn er kannte seine Traumfrau dann schon), und er hat sie tatsächlich noch gekriegt zu einem ONS.
Hieße dann vielleicht auch: Er konnte Dich nicht "sehen", weil er in die andere schon verliebt und dadurch verblendet war. Nachdem sie sich als Flopp rausstellte, war die Bahn frei, gefühlsmäßig.

Oder er war auf dem Tripp, dass er möglichst viele ONS haben will und sich nicht binden will, aber nachdem er gesehen hatte, wie ein ONS ist, war ihm klar, dass er von einer Frau für mehr gewollt werden will.

In vielen Beziehungen gibt es einen, der sie mehr will. Kann es sein, dass das seit eurer Wiederaufnahme der Beziehung ER ist?
Und machtest Du es in den drei Jahren schon hin und wieder mal zum Thema, dass er Dich ja anfangs nicht wollte, woraufhin er Liebeserklärungen sagte, um Dir zu beweisen, dass er Dich und nur Dich will?

Ich würde in dem Fall, dass Du das öfter bei ihm thematisiertest, sofort aufhören damit. Das nervt irgendwann, wenn man immer wieder beteuern muss, dass man es wirklichwirklich ernst meint.

Das Die-Eine-Konzept ist sowieso was für Filme und Liebesromane. Die meisten Menschen wünschen sich Lebensgefährten und früher oder später setzen viele auch Ansprüche runter, wenn der Wunsch sehr präsent wird und sie niemanden gefunden haben.
Und dass die vorher gehabten Ansprüche gut und gesund waren, steht auch noch in Frage. Also nur, weil einer seine Ansprüche gesenkt hat, heißt das nicht, dass er jetzt mit einer Zweite-Wahl-Person zusammen ist. Die kann durchaus die große Liebe sein, wenn man seine früheren Ansprüche als idiotisch entlarvt hat.
Auf den Beitrag wollte ich auch noch mit einem Danke antworten! Und ja ich habe das Gefühl dass er seit dem ersten Tag die Beziehung wirklich will. teils vielleicht mehr.

Ich will sie auch „mehr wollen“ - mir reicht dieses halbe Einlassen meinerseits nicht mehr. Das hab ich beim lesen der Beiträge gemerkt.
 
  • #37
Vor ein paar Wochen hat er mich gefragt, ob wir zusammen ziehen. und auf einmal kommt die Geschichte hoch. Ich war selbst ziemlich überrascht.

Kann es dann sein, dass Du einfach nicht zusammen ziehen willst - und diese alte Geschichte nun der Vorwand ist?
Weil Du sonst keine Rechtfertigung findest, es nicht zu tun?

Er ist ja lieb, Du liebst ihn, er Dich - alles ist gut, er möchte nun weiter an der Zukunft gestalten, Zusammenziehen wäre der nächste logische Schritt.

Und Du willst nicht, und weißt nicht, wie Nein sagen?

Wenn das so wäre, dann überlege mal, was spricht für Dich aus Deinem Gefühl FÜR Zusammenziehen, was DAGEGEN.

Es kann allerdings sein, dass Du ihm seit damals nie wirklich vertraut hast, ihm tief in Dir nicht vertraust und es nur immer verdrängt hast, solange es so lief. Und jetzt kommt die neue Situation,, da wäre Vertrauen wichtig.

Warum wird abgeraten, eine Geschichte wie Eure trotzdem weiter zu führen? Weil für viele das Vertrauen nachhaltig beschädigt ist.
Eine Partnerschaft ohne Vertrauen macht aber keinen Sinn.

Sortiere Dich mal, was ist es?
Fehlendes Vertrauen?
Angst vor Zusammenziehen, der noch größeren Verbindlichkeit?

W, 51
 
  • #38
Ich will sie auch „mehr wollen“ - mir reicht dieses halbe Einlassen meinerseits nicht mehr. Das hab ich beim lesen der Beiträge gemerkt.
Dann war die Bemerkung, dass Du nie die Liebe die Oberhand gewinnen ließest, vielleicht darauf bezogen?

Ich denke schon, dass wenn man so einen Anfang hat wie ihr, dass die Person, die erst nicht gewollt wurde, nie wieder das Urvertrauen hat, das da ist, wenn beide sich verliebt haben und meinen, es sei einfach nur himmlisch mit dem anderen.
Du hast ja auch geschrieben, dass Du "das Mädchen von damals" schützen möchtest. Das lässt vermuten, dass Du Dich die ganze Zeit nicht mehr mit diesem Vertrauen öffnen konntest, sondern irgendwo immer das Hemmnis war "meint er es wirklich ernst".

Ich denke, man kann zwar Beweise dafür finden, wenn einer es NICHT ernst meint und ihm NICHT wichtig ist, was die Partnerin will, glücklich macht, ..., aber es gibt keine stichfesten Beweise, dass einer es richtig ernst meint und wirklich liebt. Er könnte alles auch noch nur deswegen tun, weil er nur nicht allein sein will, aber nichts Besseres findet usw..
Für das, was Dich vermutlich umtreibt, so wie es im Zitat anklingt, braucht man Vertrauen, und die Frage ist, ob Du das haben kannst.

Eine andere Sache ist mir noch eingefallen. Wenn man sich irgendwas sehr, sehr wünscht und erstmal nicht kriegen kann und dann aber doch bekommt, fragt man sich lange Zeit vielleicht nicht, ob das Ersehnte wirklich richtig toll ist. Einfach, weil man so glücklich ist, es jetzt haben zu können. Auch Du hättest ja während der Beziehung feststellen können, dass Du zwar sehr schön findest, wie er sich bemüht, aber sich bei Dir selbst keine großen Liebesgefühle für den Mann einstellten, obwohl er anfangs so aussah, als wäre er für Dich "der Eine".

In jeder Beziehung kommt ja eine Phase, dass man sich so richtig kennengelernt hat und sich fragt, ob man das auf Dauer will. Haben sich die Vorstellungen vom Anfang erfüllt oder nicht. Passt man nun gut zusammen oder nicht.
Wenn man dann noch so geflasht ist, den anderen doch als Partner bekommen zu haben, obwohl es anfangs nicht danach aussah, wird das vielleicht eine merkwürdige Phase.
Die Frage hier ist: Liebst Du ihn oder liebst Du eigentlich nur, wie er sich um Dich und in der Beziehung bemüht?
 
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  • #39
Die Frage hier ist: Liebst Du ihn oder liebst Du eigentlich nur, wie er sich um Dich und in der Beziehung bemüht?
Ich frage mich gerade , ob Du vielleicht das Haar in der Suppe suchst, um die mögliche These

Er könnte alles auch noch nur deswegen tun, weil er nur nicht allein sein will, aber nichts Besseres findet usw..
zu untermauern
und die FS damit letztlich von dem Mann wegzutreiben.

Finde ich nicht fair.

Ich denke schon, dass wenn man so einen Anfang hat wie ihr, dass die Person, die erst nicht gewollt wurde, nie wieder das Urvertrauen hat, das da ist, wenn beide sich verliebt haben und meinen, es sei einfach nur himmlisch mit dem anderen.
Ich finde es reichlich naiv anzunehmen, dass in langjährigen Beziehungen beide Partner mit einem "Urvertrauen" ausgestattet sind, weil sie von Beginn an 100 % angenommen und geliebt fühlen. Das kann ich so nicht nachvollziehen.

Das fängt doch schon damit an, dass es in der Datingphase ja nicht selten auch andere Kandidaten hat und man sicherlich nicht immer zu jedem Zeitpunkt das "Traummatch" einstellt sondern sich mit denjenigen Personen welche sich nach und nach für eine selbst entschieden haben ,genauso angenähert hat, wie das bei der FS auch der Fall zu sein scheint.

Ich halte den Fall der FS diesbezüglich für eher normal.

Außderdem bauscht die FS auch ganz schön auf, was für Sprüche der Freund damals mal gebracht hat. Konnte er zu dem Zeitpunkt denn wirklich schon wissen, was er eigentlich damit meint oder hat er einfach verschmutzte Luft in die Gegend geblasen, z.B. weil er erstmal sich nicht festlegen wollte.
 
  • #40
Ich frage mich gerade , ob Du vielleicht das Haar in der Suppe suchst, um die mögliche These


zu untermauern
und die FS damit letztlich von dem Mann wegzutreiben.

Finde ich nicht fair.


Ich finde es reichlich naiv anzunehmen, dass in langjährigen Beziehungen beide Partner mit einem "Urvertrauen" ausgestattet sind, weil sie von Beginn an 100 % angenommen und geliebt fühlen. Das kann ich so nicht nachvollziehen.

Das fängt doch schon damit an, dass es in der Datingphase ja nicht selten auch andere Kandidaten hat und man sicherlich nicht immer zu jedem Zeitpunkt das "Traummatch" einstellt sondern sich mit denjenigen Personen welche sich nach und nach für eine selbst entschieden haben ,genauso angenähert hat, wie das bei der FS auch der Fall zu sein scheint.

Ich halte den Fall der FS diesbezüglich für eher normal.

Außderdem bauscht die FS auch ganz schön auf, was für Sprüche der Freund damals mal gebracht hat. Konnte er zu dem Zeitpunkt denn wirklich schon wissen, was er eigentlich damit meint oder hat er einfach verschmutzte Luft in die Gegend geblasen, z.B. weil er erstmal sich nicht festlegen wollte.
Zum letzten Absatz möchte ich noch ganz kurz was sagen. Dann müsste ich eben auch seine Aussage Mit dem „besser passen“ nicht ernst nehmen. Und die stimmt ja offensichtlich.

Gefühle können sich ändern. Aber wenn ich seine Aussagen zu mir als wahr werten soll, und die zu seiner Innenwelt als verschmutzte Luft, dann picke ich mir ja auch das schlechteste für mich raus.

Das ist vielleicht aber immer das Problem wenn man die Vergangenheit rationalisiert. Er weiß von all diesen Aussagen sicherlich nichts mehr.

Seine vorherige Freundin (da schon 4 Jahre Beziehung hinter sich) hat ihn betrogen und verlassen und er hat sie noch geliebt als wir uns trafen. Ich denke dass er deshalb so verletzt war.

Danke für deine Einschätzungen zu dem, wie das in anderen Datingphasen so läuft.
 
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  • #41
Denn emotional verkapselt aus Angst, wieder eins reingewürgt zu kriegen, kannst Du ja auch keine Beziehung führen.
Da sind auch wieder viele kluge Anmerkungen und Inspirationen für mich drin. Die Frage mit dem Liebe = Hinterherrennen ist gut. Für ihn äußerst sich Liebe so dass ich ihm z.B. zeige dass ich lieber bei ihm als bei meiner Familie sein will. Immer bei ihm sein will. Er war oft eifersüchtig.

Ich habe in der Beziehung stark drauf geachtet, mein Ding zu machen und meinen Selbstwert nicht in der Beziehung zu suchen. Ich kann mir vorstellen dass ich dabei aber verpasst habe, auch nach dem Glück in der Beziehung zu suchen.

Mir ist das nie aufgefallen aber ich achte drauf, unabhängig von der Beziehung glücklich zu sein. Das gelingt mir auch. Das ist ja auch per se etwas sehr gutes.

Nur kommt jetzt weit paar Wochen der Gedanke: aber ich will es doch auch in der Beziehung suchen. Es ist so als hätte ich mich nicht mehr ganz auf ihn verlassen. (Das verlassen können wäre gegeben gewesen)

Und jetzt muss ich mich fragen-fühle ich mich sicher genug?

Nun ist es fast schon ein wenig so, als würde er mir die ganze Zeit Liebesbeweise erbringen. Ich fordere die nicht ein.

Ich wünsche mir schon einen Mann der mich ansieht und sagt, die ist es. Aber ich muss gucken dass mich da solche Märchen Träume nicht illusionieren.

Tatsächlich wäre mir eine stabile Grundlage lieber, da man viel besser reagieren kann wenn DANN etwas passiert. Und wenn in der Vergangenheit etwas schon war, bleibt eine gewisse Habachtstellung.

Und die wird mir grade bewusst hat sich in meinem Streben nach Unabhängigkeit gegeben. Ob das auf Angst gründete, kann ich nicht sagen. Vielleicht schon.
 
  • #42
Kann es dann sein, dass Du einfach nicht zusammen ziehen willst - und diese alte Geschichte nun der Vorwand ist?
Weil Du sonst keine Rechtfertigung findest, es nicht zu tun?

Er ist ja lieb, Du liebst ihn, er Dich - alles ist gut, er möchte nun weiter an der Zukunft gestalten, Zusammenziehen wäre der nächste logische Schritt.

Und Du willst nicht, und weißt nicht, wie Nein sagen?

Wenn das so wäre, dann überlege mal, was spricht für Dich aus Deinem Gefühl FÜR Zusammenziehen, was DAGEGEN.

Es kann allerdings sein, dass Du ihm seit damals nie wirklich vertraut hast, ihm tief in Dir nicht vertraust und es nur immer verdrängt hast, solange es so lief. Und jetzt kommt die neue Situation,, da wäre Vertrauen wichtig.

Warum wird abgeraten, eine Geschichte wie Eure trotzdem weiter zu führen? Weil für viele das Vertrauen nachhaltig beschädigt ist.
Eine Partnerschaft ohne Vertrauen macht aber keinen Sinn.

Sortiere Dich mal, was ist es?
Fehlendes Vertrauen?
Angst vor Zusammenziehen, der noch größeren Verbindlichkeit?

W, 51
Da sind auch für mich sehr wichtige Fragen. Es stimmt ich will nicht zusammen ziehen aber es ist auch so dass es mir die Luft zum Atmen nimmt wenn ich meine Wohnung mit einem Mann teilen muss. Ich kriege da tatsächlich etwas Beklemmung. Ich lebe seit 5 Jahren in meiner Wohnung allein und das wäre eine Riesen Umstellung weil ich es allein schön finde.

Aber das ist jetzt die Sache. Fehlendes Vertrauen, ja dem stimm ich zu. Das ist es, was bei mir jetzt angesichts der neuen Herausforderung auch hochkommt. Ich bin überrascht aber anscheinend fehlt mir das. Vielleicht hab ich es echt verdrängt. Und wenn ich jetzt sag ja ich vertraue vielleicht noch nicht genug - das sieht dann wieder aus als wäre es sein Problem, oder?

Aber genau betrachtet ist es dann ja mein Problem. Wenn ich ihm nach der Zeit nicht vertraue, dass er mir gegenüber verlässlich ist. In seinem tun und Worten. Misstraue ich dann nicht eigentlich mir selbst?

Liebe Grüße und danke!
 
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  • #43
Ich frage mich gerade , ob Du vielleicht das Haar in der Suppe suchst,
Nee, das ist eine wichtige Frage: Liebe ich den Menschen oder liebe ich das, was er für mich tut.
Da kann es durchaus einen Unterschied geben. Und wenn ich nur das liebe, was er tut, aber nicht ihn, fehlt immer was, aber das muss ich erstmal verorten können. Man kann Liebe so nicht erarbeiten, indem man viel für einen anderen tut. Das erzeugt bestenfalls Dankbarkeit.

und die FS damit letztlich von dem Mann wegzutreiben.
Wozu sollte ich das im Sinn haben, was hätte ich davon? Lies doch mal meine anderen Beiträge, in denen ich schreibe, dass er vielleicht nur verblendet war und dann seine Dummheit erkannte, sie abgelehnt zu haben rein aus Angst oder irgendwelchen Hirngespinsten.

Finde ich jetzt nicht fair, nur zwei, drei Sachen zu zitieren.

Sie hat doch nunmal ihre Zweifel und wenn sie nicht schafft, aus der Vergangenheit wieder aufzutauchen und im JETZT zu sein, aber dafür in vergangenen Verletzungen zu hängen, die nicht mehr relevant sind, dann wirft sie vielleicht eine Beziehung weg, die sie glücklich machen könnte.

Aber vielleicht entdeckt sie auch, dass es nur dieser Effekt war, ihn doch noch als Partner bekommen zu haben, der sie so lange in der Beziehung hielt. Es reicht ja nicht, dass er sie wirklich liebt und alles für die Beziehung tun würde, wenn sie eigentlich festgestellt hat, dass sie an sich nicht glücklich ist und sich nur wohlfühlte, weil er sich so bemüht.

Ich finde es reichlich naiv anzunehmen, dass in langjährigen Beziehungen beide Partner mit einem "Urvertrauen" ausgestattet sind, weil sie von Beginn an 100 % angenommen und geliebt fühlen.
Es ging um den Anfang der Beziehung. Ich finde es normal, dass man am Anfang einer Beziehung vermittelt und gesagt bekommt, dass der andere total verliebt ist und keine Augen mehr für eine andere Person hat, statt dass vermittelt wird "eigentlich habe ich was anderes gewollt". SIE hat das ja nicht gemacht mit ihm.
Nachdem, was er so geboten hat, finde ich es verständlich, wenn sie Angst hat, doch irgendwann eins reingewürgt zu bekommen mit "ich hab nun doch wen getroffen, den ich besser finde". Also rechnet man unbewusst damit, traut dem anderen nie so ganz und lässt man sich nicht mit vollem Vertrauen, dass der andere zu einem steht, ein auf die Beziehung. Was daran unverständlich ist, versteh ich nicht.
Das ist genauso, als ob Dich einer auffordert, Dich fallenzulassen, aber sagt "vielleicht fange ich dich doch nicht".

Das fängt doch schon damit an, dass es in der Datingphase ja nicht selten auch andere Kandidaten hat
Kann ja sein. Aber hier ist es doch extrem krass gelaufen mit seinen ganzen Ansagen.
 
  • #44
Außderdem bauscht die FS auch ganz schön auf, was für Sprüche der Freund damals mal gebracht hat. Konnte er zu dem Zeitpunkt denn wirklich schon wissen, was er eigentlich damit meint oder hat er einfach verschmutzte Luft in die Gegend geblasen, z.B. weil er erstmal sich nicht festlegen wollte.
Nicht Dein Ernst. Ja, es sollte einer wissen, was er damit meint, was er sagt. Und wenn er nur verschmutzte Luft rumgeblasen hat, weil er sich nicht festlegen wollte, ist das auch nicht einforderbar, dass sie das so einfach wegsteckt.

Wenn die Frau ein emotionales Problem damit hat, hat sie es nun mal. Das ist ernstzunehmen. Sie ist nicht seine Mutter, die dem Jungen einfach alles zu verzeihen und ihn trotzdem zu lieben hat.
Und wenn er so ist, wie Du beschreibst, also man das Gesagte von damals nicht ernstnehmen sollte, wie und wann ist er dann zum Manne geworden, den man jetzt DOCH ernstnehmen sollte? Das muss sie doch für sich selbst bestätigen, dass es einen Unterschied zu damals gibt bei ihm. Sonst gilt Dein Zitat ja immer noch.

Ja, gut, muss sie ja irgendwo, also ihm die Anfangskränkungen verzeihen, wenn sie ihn wirklich liebt, auch seine Liebe spürt und mit ihm zusammenbleiben will. Aber dann ist nicht sie hier die Aufbauscherin, die mal besser einen Gang zurückfahren sollte, und damit ihr Problem mit der Sache ignorieren sollte (denn davon geht das nunmal nicht weg), sondern sie war ja dann wohl die Weitsichtige von beiden, die das, was Du schreibst im Zitat, also sein Deppentum, nicht so ernstgenommen hat und Potenzial im Mann und in der Beziehung gesehen hat.

(Ich hätte den Mann auf den Mond geschossen spätestens da, als er das Foto meiner Unterwäsche an seine Ex schickte, um sie vermutlich eifersüchtig zu machen.)

Das soll nicht klingen, als hätte sie FÜR IHN eine Leistung erbracht, ihm eine Chance zu geben. Das war natürlich IHRETWEGEN.
Aber sie hat eben nun auch Zweifel, die man nicht so abtun sollte mit "bausch das nicht auf". Sie muss es auflösen für sich, daher hier die Diskussion, die mE auf keinen Fall abgewürgt werden sollte mit "mach doch Schwamm drüber, er ist doch jetzt toll". Das funktioniert nicht, selbst wenn ihre Zweifel unbegründet sind.
 
  • #45
Auch in diesem Jahr möchte ich Auslandsprojekte machen und plane das für ein paar Monate. Meine Ziele sind einen guten Job zu finden, und Sprachen zu lernen. Soweit zu meinen Zielen. Es wäre für mich aber nicht denkbar, ihm irgendwo hinterher zu ziehen für seinen Beruf, oder meine Ortswahl komplett an ihn anzupassen.
Genau darauf würde ich mich an deiner Stelle im Moment konzentrieren und dann auch abwarten/ sehen, wie es sich entwickelt. Du bist noch sehr jung und hast noch Zeit, dich zu entwickeln und weiterzubilden. Nutze diese Möglichkeiten, es gibt sie später nicht mehr so einfach. Das hat doch Priorität im Moment.

Der Rest wird sich zeigen.

Ob die Beziehung hält. Vielleicht ist es auch ganz gut, das mal mit ein bisschen Abstand zu betrachten. Dabei merkt man manchmal viel klarer, was man selbst möchte. Eventuell merkst du dann, dass ER nicht der Eine für dich ist.
 
  • #46
Aber genau betrachtet ist es dann ja mein Problem. Wenn ich ihm nach der Zeit nicht vertraue, dass er mir gegenüber verlässlich ist. In seinem tun und Worten. Misstrau
Nach Deinen letzten Posts mit Deinen Zielen und Gefühlen, ist Misstrauen eher ein Vorwand.

Du bist weder von Deinen Zielen noch Deiner Einstellung gerade bereit für Zusammenziehen. Das ist Dein Unbehagen und Du stehst da nicht zu Dir, Misstrauen ist leichter. Damit ist er dafür verantwortlich (bitte nicht falsch verstehen, so etwas kann auch unbewusst passieren)

Spüre da noch weiter hin, und überlege, ob es vielleicht einen Kompromiss gibt?

Du musst natürlich damit rechnen, dass er nach 3 Jahren _das ist ein Zeitraum - mehr möchte. Entwicklung.
Und wenn das nicht kommt, weil Du nicht bereit bist, er sich evtl. verabschiedet - auch das kann unbewusst passieren.
Eine Form der Ablehnung ist es.

W, 51
 
  • #47
Aber genau betrachtet ist es dann ja mein Problem. Wenn ich ihm nach der Zeit nicht vertraue, dass er mir gegenüber verlässlich ist. In seinem tun und Worten. Misstraue ich dann nicht eigentlich mir selbst?
Für mein Empfinden, rationalisierst du zu viel und scheinst deinen eigenen Gefühlen nicht zu trauen.

Zum Thema Vertrauen: nun, der Start war mehr als suboptimal und hat zu gewissen Kränkungen geführt. Die Frage stellt sich dann, ob du wirklich verzeihen kannst, oder nicht ? Üblicherweise startet man in eine Beziehung, indem man dem anderen einen Vertrauensvorschuss gewährt.
Und das ist keine kopflastige Angelegenheit, denn wissen tut man es im Vorfeld nicht, ob das entgegengebrachte Vertrauen nicht missbraucht wird. Das weiß man erst im Nachgang, wenn man vertraut hat. Es besteht daher immer ein Restrisiko, dass man sich irrt. Eliminieren lässt sich das nicht.

Also erst kommt die Entscheidung und dann kommt die Gewissheit. Eigentlich ähnlich wie bei deinem Freund zu Beginn, oder ?

Der Verstand ist ein einfaches Instrument, was die Welt in richtig und falsch einzuordnen versucht und „die Realität“ daher sehr verzerrt wahrnimmt. Wenn ich ein gewisses Bild von einem Menschen habe, wird das Bewusstsein/der Verstand alles an Informationen herausfiltern, was nicht zu diesem Bild passt ( gilt ja auch fürs Selbstbild ) und der Rest wandert in den unbewussten Teil deiner Wahrnehmung.

Das meldet sich dann als Bauchgefühl/Intuition bei einem an. Viele Menschen haben Probleme damit, diesem Gefühl zu vertrauen, weil es ihnen so irrational erscheint, da dies nicht auf klar zu benennen Fakten zu basieren scheint. Dabei ist es ganz klar das bessere Instrument, wenn es um komplexe Entscheidungsfindung geht.

Daher würde ich - an deiner Stelle - in mich hineinfühlen und horchen, was dir dein Gefühl sagt ....

Zur Autonomie: wenn du „das kleine Mädchen in dir“ ( also deine frühkindlichen Erfahrungen ) schützen willst, dann schützt du es nicht nur vor den negativen Erfahrungen, die du dir ersparen möchtest, sondern auch vor den positiven, die es machen könnte.
 
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  • #48
Zur Autonomie: wenn du „das kleine Mädchen in dir“ ( also deine frühkindlichen Erfahrungen ) schützen willst, dann schützt du es nicht nur vor den negativen Erfahrungen, die du dir ersparen möchtest, sondern auch vor den positiven, die es machen könnte.

Eine sehr treffende Bemerkung.
Vor allem könnten diese positiven Erfahrungen die negativen überschreiben, während wenn man in den negativen Erwartungen stecken bleibt, man meist wieder bestätigende negative Erfahrungen macht. Die selbsterfülllende Prophezeiung.

Man könnte sich aber auch sagen - Ich bin stark genug, negative Erfahrungen auszuhalten, den Worst Case, ddn man sich auch mal gedanklich durchspielen kann, und dann entsprechend Neues wagen.

Neue Wege, Chancen, Erfahrungen.

W, 51
 
  • #49
Für mein Empfinden, rationalisierst du zu viel und scheinst deinen eigenen Gefühlen nicht zu trauen.
@Anna1309
Das ist ein toller Post, finde ich.
Problem ist, wenn man gewohnt ist zu rationalisieren, dann kommt man nicht eben so ans "reine" Gefühl, man kommt an viele Zweifel. An Unsicherheit. Die räumt dann der Kopf im besten Fall wieder aus. Wenn er es denn schafft. Ein Teufelskreis. Therapien helfen, diesen zu überwinden, sie sind letztlich dafür da, Herz und Kopf in Einklang zu bringen. Ist vielleicht auch eine gute Idee, so etwas zu lernen, wenn man in einer Lebenssituation ist, in der man gar nicht weiß, wo man hin will. Was man möchte. Wer man ist. Wenn man nicht einmal sagen kann, ob die Partnerschaft einem (noch) gut tut oder es je getan hat, oder wie man versuchen kann, sie auf Kurs zu bringen, damit sie es tut.
 
  • #50
Misstraue ich dann nicht eigentlich mir selbst?
Hm. Vielleicht?
Das ist mE das, was ich auch meinte mit der Frage, ob Du ihn liebst oder nur das, was er tut, und mit dem Punkt, dass Du vielleicht jetzt bei der Frage bist, ob er überhaupt der richtige Partner ist. Das kann sein, dass Du Dich das nie gefragt hast wegen diesem Punkt hier:
Wenn man sich irgendwas sehr, sehr wünscht und erstmal nicht kriegen kann und dann aber doch bekommt, fragt man sich lange Zeit vielleicht nicht, ob das Ersehnte wirklich richtig toll ist. Einfach, weil man so glücklich ist, es jetzt haben zu können.

Bei einem Paar ist es ja nicht nur einer, der "ja" zu der Beziehung und zu "auf ewig soll es sein" sagen muss. Auch der andere, Du, muss wirklich "ja" sagen.

Und nur, weil Du ihn am Anfang toll fandest, kann es ja trotzdem sein, dass sich bei Dir im Laufe der Zeit herausstellte, dass Du ihn nicht liebst.
So wie es sich in JEDER Beziehung irgendwann rausstellt, ob es wirklich passt, wenn man sich halt richtig kennengelernt hat, und ob die Gefühle über die Anfangsphase der Verliebtheit hinausgehen.

So ein Anfang wie bei euch verzögert bei dem, der Deine Position hat, also zuerst nicht gewollt wurde, dieses Rausfinden, ob er die Beziehung wirklich will, denke ich, weil jemand in so einer Position sich erst langsam wieder öffnen kann, erst langsam davon überzeugt werden kann, dass der andere nun wirklich doch verliebt ist.
Eine FB verzögert diesen Prozess auch nach meiner Erfahrung, einfach, weil man nicht so "dicht" miteinander ist und sich nur besucht, also eventuell mehr anstrengt als im wirklichen gemeinsamen Alltag. Und ich vermute, wenn man nicht zusammenlebt, wird der Prozess des Rausfindens auch verzögert, weil man sich eben auch weniger miteinander konfrontiert als ein zusammenwohnendes Paar.

Jetzt wird es quasi "ernst" mit euch. So wirklich kann ich nicht erkennen, ob das Problem bei Deinem Zögern jetzt darin liegt, dass

- Du kein Vertrauen hast zu ihm, aber er für Dich der Richtige ist, oder

- Du nur das liebst, wie er sich um Dich bemüht, aber nicht ihn, oder

- Du generell auch mit einem Mann, den Du wirklich liebst, nicht zusammenziehen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #51
Die Frage stellt sich dann, ob du wirklich verzeihen kannst, oder nicht ?
Ist das wirklich so einfach, dass es an ihr liegt ...

Ich stimme Dir zu: Sie müsste ihm den Anfang verzeihen, um zu sehen, was sie wirklich fühlt. Ob sie IHN wirklich lieben kann, wie er ist.
Wenn sie es nicht verzeihen kann, hat sie ihn sich nur abmühen lassen die ganze Zeit (nicht bewusst und aus Gemeinheit), aber kann halt nicht.

Ich will darauf hinaus, dass es keineswegs sein muss, dass das Problem mit ihrer Entscheidung zur Beziehungsvertiefung hier nur ist, dass sie ihm den Anfang immer noch nicht verzeihen kann. Und dass ihr Bauchgefühl ihr auch die ganze Zeit versucht zu sagen "er ist es nicht, obwohl er sich so um dich bemüht".

Liebe ist nicht das gleiche wie "Beziehung miteinander führen können". Miteinander eine Beziehung führen zu können, ist nicht das gleiche wie "sich lieben".
Der Verstand ist ein einfaches Instrument, was die Welt in richtig und falsch einzuordnen versucht und „die Realität“ daher sehr verzerrt wahrnimmt.
Das Gefühl allein ist aber auch kein guter Ratgeber dabei. Ich würde sagen, nur wenn beide gut zusammenspielen, kommt was Brauchbares bei raus.
Wenn ich ein gewisses Bild von einem Menschen habe, wird das Bewusstsein/der Verstand alles an Informationen herausfiltern, was nicht zu diesem Bild passt ( gilt ja auch fürs Selbstbild ) und der Rest wandert in den unbewussten Teil deiner Wahrnehmung.
Ich würde eher sagen, das Gefühl filtert und hört nicht auf den Verstand, der die Fakten ja kennt. Aber sie werden ignoriert. Kann man doch öfter in anderen Threads deutlich lesen, dass die/der FS alles an Fakten hat, um klar die richtigen Schlüsse ziehen zu können, die das Gefühl aber nicht ziehen will und anfängt, den Verstand "bekloppt" zu machen.

Ich glaube, ein gutes Bauchgefühl hat nur der, bei dem Verstand und Gefühl gut miteinander funktionieren, also sozusagen voneinander wissen und sich respektieren.
 
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  • #52
Hm, ich bin da eher bei Void. Ich glaube schon, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt.
Die Basis dieser Beziehung, also der Anfang, war sehr seltsam. Der Mann hat komische Sprüche rausgehauen, wie zu einem Kumpel. Es ist doch so - wenn der Mann super verliebt ist, dann passt er auf jeden Fall, was er sagt. Damals schien er nicht soo verliebt zu sein, wenn er solche Bemerkungen raushaut und sich absolut nicht wie ein verliebter Mann verhalten hat.
Frauen machen ihre Gefühle recht stark vom Verhalten des Mannes abhängig, der Mann dagegen spürt die Zuneigung zu der Frau sofort oder recht bald oder gar nicht.
Solche am Anfang unsichere Männer neigen, mit einem Fuss in der Tür zu stehen, um eines Tages, kann auch nach mehreren Jahren sein, "passenderes" Angebot zu schnappen.
FS, kann sein, dass nicht du unsicher bist, sondern die Unsicherheit deines Freundes spürst? Dass er NACHGEDACHT hat und dich für das beste befunden? Dass du, solange du so halb distanziert bist, er Interesse an dir hat aber sobald du Ja zu euch sagst, er dann bald doch nicht so tiefe Gefühle für dich hat?
Irgendwas stört mich in euerer Konstellation. Spontan würde ich sagen, dass bei deinem Freund mehr Denken und Handeln sind, als Gefühle für dich und das spürst du. Er hat festgestellt, du bist das beste für ihn, aber FÜHLT er es genauso?
 
  • #53
Nicht Dein Ernst. Ja, es sollte einer wissen, was er damit meint, was er sagt. Und wenn er nur verschmutzte Luft rumgeblasen hat, weil er sich nicht festlegen wollte, ist das auch nicht einforderbar, dass sie das so einfach wegsteckt.

Wenn die Frau ein emotionales Problem damit hat, hat sie es nun mal. Das ist ernstzunehmen. Sie ist nicht seine Mutter, die dem Jungen einfach alles zu verzeihen und ihn trotzdem zu lieben hat.
Und wenn er so ist, wie Du beschreibst, also man das Gesagte von damals nicht ernstnehmen sollte, wie und wann ist er dann zum Manne geworden, den man jetzt DOCH ernstnehmen sollte? Das muss sie doch für sich selbst bestätigen, dass es einen Unterschied zu damals gibt bei ihm. Sonst gilt Dein Zitat ja immer noch.

Ja, gut, muss sie ja irgendwo, also ihm die Anfangskränkungen verzeihen, wenn sie ihn wirklich liebt, auch seine Liebe spürt und mit ihm zusammenbleiben will. Aber dann ist nicht sie hier die Aufbauscherin, die mal besser einen Gang zurückfahren sollte, und damit ihr Problem mit der Sache ignorieren sollte (denn davon geht das nunmal nicht weg), sondern sie war ja dann wohl die Weitsichtige von beiden, die das, was Du schreibst im Zitat, also sein Deppentum, nicht so ernstgenommen hat und Potenzial im Mann und in der Beziehung gesehen hat.

(Ich hätte den Mann auf den Mond geschossen spätestens da, als er das Foto meiner Unterwäsche an seine Ex schickte, um sie vermutlich eifersüchtig zu machen.)

Das soll nicht klingen, als hätte sie FÜR IHN eine Leistung erbracht, ihm eine Chance zu geben. Das war natürlich IHRETWEGEN.
Aber sie hat eben nun auch Zweifel, die man nicht so abtun sollte mit "bausch das nicht auf". Sie muss es auflösen für sich, daher hier die Diskussion, die mE auf keinen Fall abgewürgt werden sollte mit "mach doch Schwamm drüber, er ist doch jetzt toll". Das funktioniert nicht, selbst wenn ihre Zweifel unbegründet sind.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Da hab ich mir einiges von mitgenommen. Ich habe ihn das auch mal gefragt, wann er zu dem Mann geworden ist, den man ernst nehmen kann. Er meinte, schon immer, aber am Anfang war er eben verblendet..
 
  • #54
Für mein Empfinden, rationalisierst du zu viel und scheinst deinen eigenen Gefühlen nicht zu trauen.

Zum Thema Vertrauen: nun, der Start war mehr als suboptimal und hat zu gewissen Kränkungen geführt. Die Frage stellt sich dann, ob du wirklich verzeihen kannst, oder nicht ? Üblicherweise startet man in eine Beziehung, indem man dem anderen einen Vertrauensvorschuss gewährt.
Und das ist keine kopflastige Angelegenheit, denn wissen tut man es im Vorfeld nicht, ob das entgegengebrachte Vertrauen nicht missbraucht wird. Das weiß man erst im Nachgang, wenn man vertraut hat. Es besteht daher immer ein Restrisiko, dass man sich irrt. Eliminieren lässt sich das nicht.

Also erst kommt die Entscheidung und dann kommt die Gewissheit. Eigentlich ähnlich wie bei deinem Freund zu Beginn, oder ?

Der Verstand ist ein einfaches Instrument, was die Welt in richtig und falsch einzuordnen versucht und „die Realität“ daher sehr verzerrt wahrnimmt. Wenn ich ein gewisses Bild von einem Menschen habe, wird das Bewusstsein/der Verstand alles an Informationen herausfiltern, was nicht zu diesem Bild passt ( gilt ja auch fürs Selbstbild ) und der Rest wandert in den unbewussten Teil deiner Wahrnehmung.

Das meldet sich dann als Bauchgefühl/Intuition bei einem an. Viele Menschen haben Probleme damit, diesem Gefühl zu vertrauen, weil es ihnen so irrational erscheint, da dies nicht auf klar zu benennen Fakten zu basieren scheint. Dabei ist es ganz klar das bessere Instrument, wenn es um komplexe Entscheidungsfindung geht.

Daher würde ich - an deiner Stelle - in mich hineinfühlen und horchen, was dir dein Gefühl sagt ....

Zur Autonomie: wenn du „das kleine Mädchen in dir“ ( also deine frühkindlichen Erfahrungen ) schützen willst, dann schützt du es nicht nur vor den negativen Erfahrungen, die du dir ersparen möchtest, sondern auch vor den positiven, die es machen könnte.
Danke, das ist auch ein wunderbarer Beitrag. Ich stimme dir total zu, dass man beim schützen sich selbst ja leider auch von den positiven Dingen schützt.

Genau so wie das mit Verstand & Intuition. Ich versuche wirklich, das im Moment bei mir in Einklang zu bringen.

Ich glaube, dass ich generell versöhnlich bin. Ich habe das Gefühl, ihm komplett verziehen zu habe, dann ist wohl ein anderes Gefühl bei mir geblieben.

@Rabentochter dir auch vielen lieben Dank für die klugen Worte!
 
  • #55
Ist das wirklich so einfach, dass es an ihr liegt ...

Ich stimme Dir zu: Sie müsste ihm den Anfang verzeihen, um zu sehen, was sie wirklich fühlt. Ob sie IHN wirklich lieben kann, wie er ist.
Wenn sie es nicht verzeihen kann, hat sie ihn sich nur abmühen lassen die ganze Zeit (nicht bewusst und aus Gemeinheit), aber kann halt nicht.

Ich will darauf hinaus, dass es keineswegs sein muss, dass das Problem mit ihrer Entscheidung zur Beziehungsvertiefung hier nur ist, dass sie ihm den Anfang immer noch nicht verzeihen kann. Und dass ihr Bauchgefühl ihr auch die ganze Zeit versucht zu sagen "er ist es nicht, obwohl er sich so um dich bemüht".

Liebe ist nicht das gleiche wie "Beziehung miteinander führen können". Miteinander eine Beziehung führen zu können, ist nicht das gleiche wie "sich lieben".

Das Gefühl allein ist aber auch kein guter Ratgeber dabei. Ich würde sagen, nur wenn beide gut zusammenspielen, kommt was Brauchbares bei raus.

Ich würde eher sagen, das Gefühl filtert und hört nicht auf den Verstand, der die Fakten ja kennt. Aber sie werden ignoriert. Kann man doch öfter in anderen Threads deutlich lesen, dass die/der FS alles an Fakten hat, um klar die richtigen Schlüsse ziehen zu können, die das Gefühl aber nicht ziehen will und anfängt, den Verstand "bekloppt" zu machen.

Ich glaube, ein gutes Bauchgefühl hat nur der, bei dem Verstand und Gefühl gut miteinander funktionieren, also sozusagen voneinander wissen und sich respektieren.
Zu 100 %!

Ich hab da wirklich was Wichtiges rausgefunden, durch die Posts von dir. Dieses "ihn doch haben können" ist eine Kraft, die mich immens in der Beziehung hält und hielt.

Ich frage mich, ob das Problem mit der Anfangsgeschichte ist, dass ich merke, dass der Kleber, dieser ganze Aufwand, den wir beiden betrieben haben, nicht reicht.

Sprich: Dass ich jetzt merke, dass ich entweder wenig Vertrauen habe, oder: Dass ich merke, dass ich primär mag, dass er mich begehrt. Letzteres wäre Besitzdenken und ihm damit höchst unfair gegenüber. Ich muss aber auch sagen, dass ich da noch am Reinfühlen in mich bin..

Danke!
 
  • #56
Ich habe meinen Freund nun gefragt, was er jetzt eigentlich meinte mit dem besser passen.

Er sagte: Er dachte auf der (Wunsch)ebene der Liebe auf den ersten Blick, passe es mit einer anderen Frau besser.

So hat er beim ersten Mal als er mich sah kein Funken gespürt und daher war ihm klar "Das ist sie nicht". und daher seine Ablehnung 6 Monate lang und der Satz "passt es mit einer anderen besser..."

Das finde ich schon ein ganz schön schnelles Urteil.

Zumal er danach erklärt hat, dass er eigentlich gar nicht zu der Liebe auf den ersten Blick in der Lage gewesen wäre.

Er sagte: In Wahrheit konnte er zu dieser Zeit aber gar nicht "sehen" da er sich die Augen zugehalten hat. Er fand nichts nicht toll an mir, ihm fehlte nichts, ich war ja alles das er wollte. Er habe mich verletzt, weil er mir erzählt hat was ein Mann sehen würde, der sehen kann. Er war aber selbst so verletzt, dass er sprichwörtlich blind war. Er konnte also keinen richtigen Blick in der Zeit werfen. Hätte er es gekonnt, hätte er es vorher erkannt. Aber er wollte nicht. Und er bereut es, es nicht vorher gesehen zu haben.

Ich verstehe nun endlich, warum alles an ihm ein "mixed signal" war. Und ich verstehe in etwa wie seine romantischen Aussagen von Liebe mit seinen Handlungen und Worten zusammenpassten.
 
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  • #57
Das ist keine so einfache Sache rauszufinden, was nun wirklich los ist mit Dir und Deinen Gefühlen. Ihr habt ja nun den nächsten großen Schritt vor in eurer Beziehung. Das sollte sich schon wirklich richtig anfühlen.

Das heißt, dass ich mich so spät in dich verliebt habe, liegt daran dass ich mich vorher nicht verlieben wollte.
Den Eindruck hatte ich auch nachdem, was Du geschrieben hattest.

Das ist jetzt seine Seite und ich denke, misstrauisch müsstest Du bis hierher nicht mehr sein. Ihr seid ja nun auch schon länger zusammen, also ein Strohfeuer und dass Du plötzlich doch fallengelassen wirst, glaube ich zu dem Zeitpunkt jetzt nicht.

Aber nun musst Du in Dich hineinhorchen, ob trotz seiner Aussagen und seines Tuns für die Beziehung und MIT Deinem Vertrauen, dass er Dich "für immer" will, eigentlich doch nicht IHN willst als Partner.
Wenn Du kannst, dann vergiss mal die Vergangenheit und guck Dir die Gegenwart an. Habt ihr gemeinsame Interesse und Zukunftsvorstellungen. Funktioniert es sexuell. Könnt ihr gut miteinander reden, habt den gleichen Humor, könnt ihr auch miteinander Konflikte bereinigen.
Liebst Du ihn, bist Du noch verliebt? Sind die Bauchschmerzen wegens des Zusammenziehens wegen des Zusammenziehens allgemein oder wegen des Zusammenziehens mit dem falschen Mann?

Du wirst sicher auch nicht alles vollends durchdenken können vorher, was eigentlich möglich wäre, und ein Restrisiko zum Scheitern bleibt sowieso immer. Die Frage ist beim Zusammenziehen ja immer, ob man dieses nächste Level betreten will. Man kommt sich näher, hockt dichter aufeinander. Der Alltag zieht mehr ein. Hättest Du Spaß dran, mit ihm Möbel auszusuchen, die Wände zu streichen und in der gemeinsamen Küche zu kochen und danach abzuwaschen, Bilder an die Wand zu hängen usw.? Ein gemeinsamer Briefkasten, nach Hause kommen und er ist da oder Du wartest auf ihn, bis er kommt. Freust Du Dich auf das alles?
 
  • #58
Der Verstand ist ein einfaches Instrument, was die Welt in richtig und falsch einzuordnen versucht und „die Realität“ daher sehr verzerrt wahrnimmt.
Das was Du da beschreibst ist doch genau die emotionale Seite des Gehirns.

Wenn wir in "schwarz" und "weiß" einteilen, dann ist da unsere Gefühle am Werk.

Unser rationaler Verstand ist es doch gerade , welcher alle Aspekte eines Sachverhaltes von allen Seiten beleuchten kann und erst die emotionale Seite wertet dieses Dinge in den Gefühlslagen aus um für sich Handlungsweisen oder Meinungen zu bilden.



Er sagte: In Wahrheit konnte er zu dieser Zeit aber gar nicht "sehen" da er sich die Augen zugehalten hat. Er fand nichts nicht toll an mir, ihm fehlte nichts, ich war ja alles das er wollte. Er habe mich verletzt, weil er mir erzählt hat was ein Mann sehen würde, der sehen kann. Er war aber selbst so verletzt, dass er sprichwörtlich blind war. Er konnte also keinen richtigen Blick in der Zeit werfen. Hätte er es gekonnt, hätte er es vorher erkannt. Aber er wollte nicht. Und er bereut es, es nicht vorher gesehen zu haben.

Lies Dir das bitte nochmal durch und schreibe mir dann ob das Sinn ergibt. Das ist doch alles gequ.... Sch.....

Da steht doch nichts anderes , als dass er sich am Anfang für Dich nicht so interessiert hat und Du erstmal nicht sein Typ warst. Ein Grund war, dass er damals andere Problem hatte.
Du bist aber am Ball geblieben und so hat er Dich schätzen und lieben gelernt.

Wieso kommst Du mit dieser unfassbar simplen Tatsache nicht klar ?

oder: Dass ich merke, dass ich primär mag, dass er mich begehrt. Letzteres wäre Besitzdenken und ihm damit höchst unfair gegenüber.
Ja, nach der großen Liebe hört sich das von Dir aus nicht an.

Du saugst ganz schön Zuneigung von Deinem Partner ab.
 
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  • #59
Man könnte sich aber auch sagen - Ich bin stark genug, negative Erfahrungen auszuhalten, den Worst Case, ddn man sich auch mal gedanklich durchspielen kann, und dann entsprechend Neues wagen.
Stimme dem voll zu. Die Sache ist nur die, dass man das auch auf einer tieferen Ebene glauben muss. Ansonsten kämpft man gegen sich selbst.
Selbstschutzmechanismen sind ja per se erstmal etwas positives, denn sie wollen einen schützen und kommen aus einer Zeit, in der das auch notwendig war.
Es gibt nur einen Unterschied zwischen leben und überleben. An den Punkt muss jemand erstmal kommen...
Genau so wie das mit Verstand & Intuition. Ich versuche wirklich, das im Moment bei mir in Einklang zu bringen.
Interessanterweise habe ich - über die Jahre hinweg - die Erfahrung gemacht, dass „verkopfte Charaktere“ eine sogar besonders ausgeprägte Intuition besitzen. ( was man auch mit Weitblick übersetzen könnte ).
Problem ist, wenn man gewohnt ist zu rationalisieren, dann kommt man nicht eben so ans "reine" Gefühl, man kommt an viele Zweifel. An Unsicherheit.
Stimme auch dem voll zu. Diese abwägenden Gedanken, von richtig und falsch, bringen einen in den meisten Dingen des Lebens nicht weiter.
Aber nun musst Du in Dich hineinhorchen, ob trotz seiner Aussagen und seines Tuns für die Beziehung und MIT Deinem Vertrauen, dass er Dich "für immer" will, eigentlich doch nicht IHN willst als Partner.
Das würde ich auch sagen....wenn man jemanden nicht „sicher hat“, dann Ist man oft noch damit beschäftigt, ihn sicher zu bekommen. Das ist dann wie ein Automatismus, der sich das abspult, weil man seinen Selbstwert daran festmacht. So eine permanente Unsicherheit kann also ganz schön bindet sein. Aber nicht, weil es so gut passt.
 
  • #60
Ich will darauf hinaus, dass es keineswegs sein muss, dass das Problem mit ihrer Entscheidung zur Beziehungsvertiefung hier nur ist, dass sie ihm den Anfang immer noch nicht verzeihen kann. Und dass ihr Bauchgefühl ihr auch die ganze Zeit versucht zu sagen "er ist es nicht, obwohl er sich so um dich bemüht".
Stimme ich dir zu. Es muss nicht daran liegen, dass sie ihm das nicht verziehen hat und deswegen etwas in ihr „rebelliert“. Sondern dass dieses etwas auf einen ganz anderen Punkt hinweisen möchte, den sie noch nicht bewusst wahrnehmen kann. Es muss auch gar nicht bedeuten, dass mit ihm etwas nicht stimmt als Partner. Vielleicht passt etwas am Vorhaben für sie nicht.

Da geht probieren über studieren - Szenarien im Kopf durchgehen und aufs Gefühl schauen. Verändert sich was? Wird es lauter? Leiser? Das ist meiner Meinung nach der Kompass.
 
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