• #61
Verstehe ich vollkommen. Einerseits ist es sicher meine (und Deine) persönliche Aufmerksamkeit gegenüber Worten, Sprache, verbalen Gefügen.

Andererseits ist es so, dass Leute, die ganz offensichtlich extrem wenig Interesse an diesen Aspekten der Kommunikation haben, vermutlich auch nicht zu mir (und Dir) passen.

Deshalb: keine Sorge, und heiter weiter...mit korrekter Orthographie & Grammatik.

w32
 
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  • #62
@FS Ich finde, gerade im Zeitalter von Handys und Internet, ist die Verwendung von Pictogrammen und Abkürzungen erlaubt!
E-Mail und SMS schreiben ist nicht das Gleiche wie Geschäftsbriefe, Zeitungsberichte, Bücher oder von Hand geschriebene Liebesbriefe zu verfassen.
Erst wenn Zeitungen und Bücher mit Smylies und

Gerade mit Hilfe von Smylies kann man teilweise Missverständnisse aus dem Weg räumen und Stimmungen zum Ausdruck bringen, was sonst nur der "live" Kommunikation vorbehalten ist. Darum finde ich sie sogar hilfreich.
Die Sprache ist immer lebendig, nichts Stares und Veränderungen unterworfen. Man hat auch zur Zeit Goethes auch anders geredet.

Deutsch lernte sie autodidaktisch!

Aber ich stimme Dir zu, wenn Du ein gewisses Mass an korrekter Orthografie und Grammatik erwartest. Das erwarte ich erstaunlicherweise auch, obwohl ich trotz meiner deutschen Mutter, leider nicht zweisprachig aufgewachsen bin. Gegenüber Migranten, welche sich keine Mühe geben die deutsche Sprache zu lernen aber auch gegenüber Schweizer (meine zweite Heimat), welche sogar mehr Orthographie- und Grammatikfehler aufweisen, habe ich absolut kein Verständnis. (Auch ich muss gelegentlich im Duden.Online nachschauen, um mich über die richtige Verwendung von Präpositionen u.a. zu vergewissern.)

Es kann aber nur daran liegen, dass ihnen andere Sachen im Leben bedeutsamer sind, als die Grammatik vollkommen fehlerfrei zu beherrschen. An deiner Stelle würde ich nur davon ausgehen und weniger streng sein, d.h. dass nicht als ein Ausschlusskriterium wählen, es sei denn die Mail quellen von Fehlern über ;-).

Fremdsprachen mag ich grundsätzlich sehr und lerne sie auch recht schnell.
 
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  • #63
Rechtschreibfehler gehen gar nicht, Drehfehler eigentlich auch nicht, weil man sich das vielleicht schon noch ein 2. Mal durchlesen kann, was man hier postet.
Smileys sind sehr sympathisch :) Abkürzungen wie VG voll in Ordnung. Vermutlich eine Frage des Alters / der Generation. Ich bin unter 30 :)))
 
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  • #64
Hier nochmals #37

@58

"Eines der letzten Reservate für Bildung ist die Klassische Philologie. Dort gibt es noch die "Altmeister" mit schönem Deutsch und fachübergreifenden Literaturkenntnissen."

So ein Riesenkäse. Pardon!
Bildung ist nicht nur das, was man zu Markte tragen kann.
Das Verständnis um einen kybernetischen Prozess, um ein neuronales Netzwerk um die Reharmonisierung einer musikalischen Komposition usw. bedingt viel mehr Bildung.
 
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  • #65
Ja, Sie haben Recht! Warum sollten wir unsere Ansprüche runter schrauben, nur damit andere sich nicht bemühen müssen. Ein Partner mit schlechter Rechtschreibung und wenig Grammatikkenntnissen ist auf die Dauer nicht tragbar. Im Alltag kann man dann irgendwann nicht mehr darüber weg sehen und dann ist Stress vorprogramiert. Gerade wer sich "Elitepartner" nennt, sollte ein Höchstmass an Grundbildung mitbringen. Leider ist das in der "Generation Chancengleichheit" (1950 - 1965) nicht mehr gegeben. Die Ableger dieser Generation entsprechend verroht, sprich Abkürzungen, Smilies etc. gehören zum täglichen Gebrauch. Wir driften ab in eine Mikey Mouse Gesellschaft, grrrrr......
 
  • #66
wie oft hörte ich schon in nachrichtensendungen von journalisten sätze wie: "in einer höhe von 350 meter..."statt metern.
 
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  • #67
Liebe Fragestellerin,
ich finde als erstes den Begriff Snob völlig verfehlt, es sei Du äugst mit Arroganz auf andere herab.
Ich achte ebenso auf gute Rechtschreibung und Grammatik, auf wohlgeformte Sätze. Gleiches wünsche ich mir von meinem Partner.
Nur, Tippfehler passieren mir leider auch oft und in privaten Mails setze ich gelegentlich so ein lächelndes Strichgesicht oder Gefühlsgrafik.

Jedoch empfinde ich es als sehr traurig, dass die deutsche Sprache so häufig verunstaltet wird, ihr Wortschatz nicht ausgeschöpft wird. Stattdessen werden wahllos englische Wörter, teils mit völlig anderer Bedeutung verwendet. Andere schreiben möglichst viele Fremdwörter, damit sie sich als besonders gebildet zu erkennen geben, doch manche verheddern sich in diesem Gefasel dann.

Es ist ebenso traurig, fast schon eine Schande, wenn die deutsche Rechtschreibung und Grammatik so schlecht beherrscht wird, Legasthenikern jetzt nicht eingeschlossen.

Stimmt, MadMax, journalistisches Deutsch lässt sehr zu Wünschen übrig, genaus so furchtbar sind manche Werbeslogans. Das "färbt" leider insbesondere auf die jungen Leute ab.

Schlimm ist auch die - in Ermanglung ausreichender Kenntnis des deutschen Woertschatzes und der Fähigkeit einer guten Rhethorik - maßlose Übertreibung der Substantivierung von Verben und das häufige Ineinanderschachteln endloser Nebensätze.
Was wollte ich jetzt eigentlich sagen?

Die Kunst ist, einfache, sprachlich vielfältig Sätze zu schreiben.

Witzig ist allerdings, wie hier manches diskutiert wird.
"... ein Höchstmass an Grundbildung ..." heißt für mich, auch zu wissen, dass es eben ein Maß ist. Der Plural von " das Maß" ist "die Maße" und inhaltlich eben nicht gleich "Masse".
Über "dass" und "daß" kann man sicher streiten, wie überhaupt über die neue deutsche Rechtschreibung. Das war nicht die erste und wird auch nicht die letzte Reform gewesen sein. Es gab Zeiten, da wurde eben "sz" statt "ß" geschrieben.
War dies nicht weitaus logischer?

Inhaltlich, also im gewünschten Ziel, sehe ich keinen Unterschied zwischen "Mache mal die Tür zu!" und "Würdest Du die Güte haben, die Tür zu schließen." siehe #44. Ein Witzbold könnte jedoch darauf antworten: "Ich besitze sehr wohl diese Güte, nur gegenwärtig bin nicht motiviert, die Tür zu schließen."

Schöne Formulierungen, Dogbert, das Wort "hinterfragen" steht im Duden ebenso "abklären", beide Wörter sind so unsinnig, und es gibt genügend wohlklingendere Alternativen.
Richtig Dogbert, es gibt "...genügend Literatur, IN DER ..." und nicht "wo" dieser Unsinn untersucht - ein kleiner, sprachlicher Fehltritt?
Man sollte die Werke des Bastian Sick zur Pflichtlektüre erheben, nicht nur für Kinder!
 
  • #68
Danke Dir, @#67, für den Hinweis. Diese Antwort des Witzboldes könnte von meinem Neffen (20) stammen. Natürlich mache ich auch mal Fehler, gerade wenn ich, so wie hier, schon gedanklich ein paar Sätze weiter bin als ich geschrieben habe.

Die Werke von Bastian Sick kenne ich natürlich und wollte ihn hier auch erwähnen. Ich kam jedoch nicht mehr auf dem Autor. Vielen Dank!
 
  • #69
@ Dogbert hier in der Schweiz verwendet man nur "dass". Auf der Tastatur kann ich diesen anderen buchstaben nicht finden. Entschuldige aber ich musste über folgendes statement von dir lachen: Ich würde niemals sagen "Ich gehe gerne schwimmen.", sondern eher: "Ich lehne die körperliche Ertüchtigung im nassen Element nicht ab.

Hat man sich nicht so zu den zeiten unserer grosseltern ausgedrückt? Das ist tatsächlich affektiert und wirkt sehr gekünstelt, so als hättest Du dich direkt aus einem anderen zeitalter à la "back to the future" ins 21 jahrhundert "gebeamt". Ja man kann schon mit der sprechweise auch ein wenig kokettieren und sie zur belustigung anderer menschen anwenden. Ein weiteres beispiel von Dir: "ich habe auf kuba liebe genossen." Auf dem ersten blick ist die aussage missverständlich, aber bedenke, dass keine sprache auf der welt - mit lateinischem und kyrillischem alphabet - verwendet ausser bei personen- städte- fluss- ländernamen usw. grossschreibung. Und es gibt keine missverständnisse. Aus dem kontext eines textes oder mündlichen gesprächs lässt sich alles richtig verstehen! Also ich unterscheide sehr gut objekt vom subjekt. Mir hat die klein- und grossschreibung nie schwierigkeiten bereitet, aber vielen erwachsenen migranten schon.

Andernfalls könnte ich keine andere fremdsprache lernen, ohne das meine kommunikation dauernd von missverständnissen geprägt wäre. oder? Und auch kein deutscher, schweizer und österreicher wäre in der lage, eine fremdsprache korrekt zu lernen.
Es würde mich nicht wundern, wenn eines tages die grossschreibung, ausser bei den oben erwähnten beispielen, aus der deutschen grammatik verschwindet. Doch das werden wir wahrscheinlich nicht erleben.

Bin die schreiberin vom beitrag nr. 62, die deutsch theoretisch als muttersprache hat. Spreche 2 fremdsprachen (englisch und weniger gut französisch) und beherrsche 2 slawische sprachen, vobei die eine meine "vatersprache" (muttersprache) ist und dementsprechend auch die unterschiede zwischen den 2 kyrillischen schriften kenne. Nun wie dir aufgefallen ist, habe ich ganz bewusst alle nomen klein geschrieben und ich denke nicht, dass die leser meinen beitrag wegen dieser "verfehlung" nicht verstehen werden. Und hoffe du auch nicht, wobei ich selber zugeben muss: das schriftbild sieht sehr merkwürdig und ungewöhnlich aus und ich hätte grosse mühe mich daran zu gewöhnen; auch wenn man einen text so viel schneller und fliessender tippen kann.

Übrigens viel wichtiger ist die richtige kommasetzung, denn eine fehlerhafte kann einen menschen das leben kosten. Begnadige, nicht töte! ODER begnadige nicht, töte! ;-)

@7 Liebe Angele, obwohl ich dein Anliegen gut verstehe und ich genauso wie Du eine Verfechterin der gepflegten schriftlichen und mündlichen Ausdrucksweise bin, muss ich sagen. dass nicht alle Menschen sprachbegabt sind und ich kenne Solche, welche sich enorme Mühe geben besser Deutsch zu lernen, aber irgendwie gelingt ihnen das nicht so gut. Nachsichtiger müsste man schon gegenüber einigen Migranten sein, doch weniger gegenüber Einheimischen, es sei denn sie sind Legastheniker wie @35. Ausdrücken kann man sich auch auf einer anderen Art, z.Bsp mit Musik oder einem Kunstwerk (Gemälde, Skulptur usw.). Das kann genauso viel über die Person aussagen, wie die Sprache selbst.
 
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  • #70
@ Dogbert: Dein Spracheifer in Ehren, aber vor diesem Hintergrund erschließt sich mir gelinde gesagt nicht, wie du auf "Extase" kommst. Du stellst damit Sprachverbindungen her, bei denen sich die Etymologie im Grabe herumdrehen würde, wenn sie könnte.

Und was das Chinesische betrifft - da erlaube ich mir als Sinologin, die weit mehr als nur ein Bier auf Chinesisch bestellen kann, die Dinge klarzustellen: "Dasselbe Wort" ist auch im Chinesischen genau das und nichts anderes, nämlich "dasselbe Wort", und das hat auch immer die gleiche Bedeutung (manche Worte haben natürlich auch mehrere Bedeutungen, nur mal als Beispiel hù / Tür, Familie, Bankkonto).
Was es sehr wohl gibt, sind zahlreiche gleichlautende Worte, Homophone, sozusagen "Teekesselchen". Und obwohl es mehrere Töne gibt, die zur lautlichen Unterscheidung dienen, wird z.B. die gesprochene Silbe yì (4. Ton) trotzdem für Dutzende von Worten benutzt. Das heißt, all diese Worte lauten zwar identisch einschließlich des Tons, unterscheiden sich aber im Schriftzeichen und natürlich in der Bedeutung ganz fundamental voneinander.
Das Ganze mal davon abgesehen, dass man auch über den Begriff des "Wortes" im Chinesischen trefflich streiten kann, denn die Wortgrenzen sind weit weniger offenkundig als in unseren europäischen Sprachen.
Nimms mir nicht übel, aber ich bin doch ein wenig empfindlich, wenn Leute ihr Halb- und Viertelwissen verbreiten. Damit kann man zwar gelegentlich Eindruck schinden bei Leuten, die noch weniger Ahnung haben, aber umso wichtigtuerischer und blamabler kommt das bei denen an, die dann wirklich wissen, wovon sie reden.
 
  • #71
@#69

Mir macht es einfach Spaß, die Leute durch diese Umschreibungen ein bißchen auf die Schippe zu nehmen. Das nennt man auch Wortspielerei, Witz und Humor. Im Grunde nehme ich damit das Neudeutsch auf die Schippe,

Daß es in der Schweiz kein "ß" gibt, weiß ich. Solange es jedoch in Deutschland ein "ß" gibt, werde ich das auch verwenden.

@'#70
Ich habe im Zusammenhang mit dem Chinesischen mit ein paar Sätzen lediglich auf die Problematik dieser Sprache hingewiesen, ohne den Anspruch zu erheben, näheres darüber zu wissen. Diese Problematik der chinesischen Sprache wurde mir von in Deutschland lebenden und studierenden Chinesen aus verschiedenen Provinzen bestätigt.
 
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  • #72
von #70
@Dogbert: "Diese Problematik" beschreibst du allerdings sehr unpräzise und teilweise faktisch falsch, woraus überdeutlich hervorgeht, dass du nicht verstanden hast, worum es geht. Dass du mit Chinesen "über diese Problematik" gesprochen hast, besagt nichts weiter, als dass ihr darüber gesprochen habt - keinesfalls, dass du irgendetwas verstanden oder auch nur die geringste Ahnung von Sprachen und Linguistik im Allgemeinen und/oder Chinesisch im Besonderen hast. Es gibt z.B. keinerlei Überlegungen in China, "diese Problematik (der Homophone) zu beheben" - das ist schlicht nicht möglich. Was möglich ist, das sind Überlegungen bezüglich verschiedener Modelle zur phonetischen Umschrift der Schriftzeichen. - Ebensowenig werden "chinesische Schriftzeichen auf der Tastatur benutzt". Stattdessen gibt es Eingabemethoden per alphabetischer Tastatur, die die Erstellung von Texten in chinesischer Schrift ermöglichen. Aber wie man sieht, ist die Sinologie ein weites Feld, das ich in diesem Forum nicht weiter beackern möchte.

Versteh mich richtig: Es ist nicht schlimm, Dinge nicht zu wissen - ich sage von mir immer, dass es mehr Dinge gibt, von denen ich nichts verstehe, als Dinge, von denen ich etwas weiß, und propagiere daher den "Mut zur Lücke". Aber dann sollte man sich und anderen wenigstens ersparen, über die Dinge, von denen man nichts versteht, zu schwadronieren. Noch mehr, als viele Ausländer (=Nichtchinesen) aufgrund gruseliger Sprachkenntnisse zu fürchten sein mögen, sind erst recht all jene zu fürchten, die sich umso schlauer geben, je weniger Ahnung sie haben.
 
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  • #73
Mal davon ausgehend, dass mit der Fragestellung nicht gemeint ist SNOB = sine nobilitatis ...
nämlich "ohne Adel" ... so bin ich doch der Meinung, ein wichtiger Punkt in der Kommunikation
ist Sorgfalt im Schreiben an den anderen Menschen.

Ich empfinde es schon als störend, wenn mir eher Kryptik und nicht stilistisch und inhaltlich
Verwertbares entgegenschlägt, da ich von einer email oder einem Brief in gewissem Maße
auf den Menschen schließe.
Anders ausgedrückt, da möchte ich nicht wissen, wie Selbstgekochtes aussieht, wenn
Selbstgeschriebenes nur schwer zu entschlüsseln ist.
Ja, ich weiß, dass es auch Legastheniker gibt.

Und ...
ich habe auch schon Menschen kennengelernt, die orthographisch einwandfreie Briefe schrieben, ansonsten aber eine Vollkatastrophe waren.
Und ich kenne Leute, die andere kennen, die von jemandem wissen, der zumindest
behauptet hat jemanden zu kennen, der von sich sagte, er gehe davon, dass es auch
andere gebe ...
Zumindest früher.
Manchmal auch später.,

Ein Korrekturprogramm hat wohl jeder auf dem PC, eine gewisse individuelle Schreibweise
sollte man jedem zugestehen.

Also freue ich mich immer über gute Briefe oder Mails, die mir sagen, dass jemand sich ein
klein wenig Zeit genommen und sich auf "die Botschaft" eingelassen hat.
Wenn das Lesen einer Nachricht aber mehr Mühe und weniger angenehmen Zeitvertreib oder sonstige Erfreulichkeit bietet, kann das durchaus manchmal eine Zumutung sein.
Mehr Fehler als der Text inhaltlich hergibt sind nun wirklich nicht nötig.

Und somit stellt sich die Frage nach der Bedeutung dieser oben gestellten Frage ... nicht ...
da ungefähr klar ist, worum es geht.
Oder gehen könnte.
Oder eben nicht.
Nicht wahr.
Oder ?

[Mod: Bitte unterlassen Sie in Zukunft überflüssige Zeilenumbrüche, damit Ihr Text lesbar wird.]
 
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  • #74
@73 Schwarzer Humor der feinsten Sorte ;-) ...soviel zu den "Offizillen" also.
Ich kann nur nochmal wiederholen, was ich in 47 geschrieben habe: Seht es doch etwas Lockerer. Hauptsache, ihr schreibt eure Geschäftskorrespondenz oder private Briefe (Tinte auf Bütten) fehlerfrei und nach derzeitig geltender DIN.

Und Dogbert: Tolle Ausführungen, aber etwas anstrengend. Wenn auch mit einem gewissen Humor. Nur: In 53 hast du's nicht so mit Akkusativ und Dativ, oder?

Heute bin ich mal Snob.
 
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  • #75
Es ist schön zu lesen, dass es doch noch Menschen gibt, die auf Rechtschreibung und Orthographie Wert legen. Ein Snob ist man deswegen ganz gewiss nicht.
Doch stelle ich hier einmal die Frage, wer von Ihnen in seinem Studium einen Schreibmaschinenkurs belegt hat? Ich nicht! Das Tippen geht mir inzwischen zwar flott von der Hand, aber es sind immer wieder Dreher und nicht ganz angeschlagene und deshalb fehlende Buchstaben in meinen Texten zu finden. Das ärgert mich zwar, aber ich kann auch gleichzeitig wieder darüber lachen.
Ganz schlimm finde ich allerdings bei der Lektüre dieser Beiträge, dass sich da einige Kommentare einerseits heftigst für die achtsame Schreibweise aussprechen und die beiläufigen Tippfehler als Nachlässigkeit auslegen, gleichzeitig genau diese Schreiber allerdings nicht in der Lage sind, ein "das" von einem "dass" zu unterscheiden oder den erweiterten Infinitiv nicht kennen. Das sind keine Snobs, das sind - nein, das sage ich hier nicht.
Bevor man andere Mitmenschen verurteilt, sollte man die eigene Haustür und den davor liegenden Dreck weggeräumt haben. Wie wäre es denn mit ein wenig Großmut?

So, sollte man nun hier noch einen Tippfehler finden, dann ist er bewusst eingebaut, damit der Großmut geübt werden kann. Und das kommentiere ich jetzt auch noch mit einem smiley (schreibt man das so?) ;)
 
  • #76
Dieser Thread wird doch langsam zur Farce. Das berühmte Glashaus wurde ja auch schon einmal weiter oben erwähnt.

Mir ist eine korrekte Grammatik extrem wichtig und ich halte das keinesfalls für snobistisch, diverse Beiträge hier allerdings schon. Bevor man kritisiert oder doziert, sollte man schon auch die eigenen Beiträge ganz genau Korrekturlesen.

Wenn ich bei 'niveauvollen' Erwachsenen Grammatikfehler (keine Tippfehler) entdecke, denke ich mir eben meinen Teil.

Ansonsten geht es mir persönlich auch nicht nur um fehlerfreies Schreiben, sondern auch um Stil/Ausdruck. In diesem Bereich habe ich oben Einiges gelesen, das gut noch eine Verbesserung vertragen könnte. :) - Sorry, aber ich kann Überheblichkeit und Snobismus einfach nicht ausstehen.

Die beste Art korrekte Rechtschreibung zu verbreiten, ist immer noch die, sie selbst zu praktizieren. Andere Personen zu kritisieren, das ist leicht.

Mit der Rechtschreibreform, hat eine traurige Zeit für alle Freunde der deutschen Sprache begonnen. Wer sich trotzdem darum kümmert und auch in fortgeschrittenem Alter noch korrekt schreibt (zumindest weitgehend versucht), kann ein Vorbild sein. Ich gehöre zu den Gegnern dieser Reform, aber mich hat ja niemand gefragt. ;-)

Der Stellenwert der Grammatik und Orthographie bei der Partnersuche ist für mich persönlich kein Diskussionsthema. Auch, wenn die schriftliche Kommunikation für sich spricht, sind andere Eigenschaften/Kriterien ebenso wichtig. Gerade bei der Partnerwahl ist es ratsam, alle fünf Sinne zu beanspruchen. Mich interessieren auch die Hintergründe der schlechten Rechtschreibung.
 
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  • #77
Also, ich mag wortgewandte Männer und mir ist es auch ein Graus Emails zu erhalten, die nicht nur von Fehlern so strotzen, sondern auch noch den Satzbau eines Grundschülers haben. Mein persönliches Vorurteil, dass solche Menschen wenig lesen und schreiben, ansonsten ist es mir so etwas unerklärlich. Und ich weiss auch, dass mein Ausdruck nicht perfekt ist und vermutlich nie sein wird, aber ich immerhin versuche ich mich immer noch zu verbessern. Außerdem zeugt es von Respekt gegenüber dem Leser, wenn wengistens ein Minimum an Mühe erkennbar ist, obwohl es eigentlich keine Mühe sein sollte.

Ich finde einfach, dass GROSS- und kleinschreibung zum guten Ton gehören und es stimmt, fehlende Satzzeichen und Kleinschreibung machen es manchmal sehr schwer den Inhalt richtig zu interpretieren. Interessierten kann ich das Buch "Eats, Shoots & Leaves" von Lynne Truss empfehlen. Beschäftigt sich mit der englischen Variante dieser Diskussion. Sehr schön geschrieben.

Schön zu sehen, dass es doch vielen recht ähnlich geht.
 
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  • #78
Ketzerische Frage:Gibt es keine wichtigeren Kriterien?

Ich finde die unsägliche Rechtschreibreform im Grunde und rückblickend gut- sie hat mich nachhaltig von meinem hohen Ross "Ich mache quasi nie Rechtschreib- und Grammatikfehler" herunter geholt- dieses neue Chaos beherrschen nachweislich auch sehr gut qualifizierte Deutschlehrer nicht perfekt und ich auch nicht.

Ich habe früher auch ziemlich arrogant auf diese Ignoranten "der kann ja noch nicht einmal...." heruntergeschaut- meine Hochnäsigkeit hat sich mit eigenen Fehlern, die ich inzwischen mache und auf die mich meine Kinder genüsslich hinweisen, sehr relativiert. Zudem habe ich sehr intelligente Menschen kennen gelernt, denen, ohne dass sie wirklich unter einer ausgeprägten Legasthenie litten, Schriftlichkeit sehr schwer fällt. So what- ich schätze sie dennoch und würde keinen Mann wegen Problemen in diesem Bereich als Partner ausschließen.

Seid doch ein bisschen toleranter und schaut auf den Menschen!
 
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  • #79
Hallo zusammen,
gute Frage!
Ich lege Wert auf ein fehlerfreies Deutsch, wie wir es in der Schule einmal lernten. Wenn ich hier die bisherigen Antworten überfliege, fällt mir auf, dass die auch nicht durchweg rechtschreiblich richtig sind. Worüber wird also diskutiert? Man bekam zwei Augen, damit man öfter mal eines zudrücken kann (Wilhelm Busch). Zum Beispiel bei Tippfehlern. Okay, aber ein Deutscher sollte seine Muttersprache beherrschen. Er sollte wissen, wann man "das" oder "dass" schreibt, ersteres nämlich immer dann, wenn man dafür auch "dieses", "welches" oder "jenes" schreiben könnte, in allen anderen Fällen letzteres.
Niemand ist perfekt, auch ich nicht, und ich möchte es auch nicht sein. Aber Deutsch ist und bleibt die Muttersprache der meisten hier, und die wollen doch gebildet sein. Dazu gehört auch ein fehlerfreies Deutsch! (Übrigens macht die letzte mehr oder weniger sinnvolle Rechtschreibreform auch mir das fehlerfreie Schreiben etwas schwieriger, sorry!)
Einen schönen Abend noch und liebe Grüße!
 
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  • #80
(@75)

...und dann gibt es auch noch den kleinen feinen Unterschied zwischen "der Mut" und "die (...)Mut" im Sinne von Charaktereigenschaft, in Wortzusammensetzungen wie Langmut, Großmut, welche definitiv feminin sind. In diesem Sinne... übe ich meinE Großmut, heute mal ganz ausnahmsweise, stelle ansonsten aber fest, dass tatsächlich auch in diesem vermeintlich elitären Zirkel kaum jemand der deutschen Sprache wirklich mächtig ist.

Und ich meine eben nicht die Tippfehler oder Buchstabendreher, die aus der Eile heraus entstehen und sozusagen "lässliche Sünden" sind, und auch nicht die zahlreichen Streitfälle der alten und neuen Rechtschreibung, sondern jene Fehler, aus denen klar hervorgeht, dass es am Verständnis für die sprachlogischen Zusammenhänge fehlt, angefangen bei der "Extase" (ich nehme an, der Urheber versteht bis heute nicht, wo sein Fehler liegt) über den leidigen das-/dass-Unsinn, die Missachtung des Genitivs und so weiter und so fort.
 
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  • #81
nach dem Lesen dieser Beiträge fühle ich mich richtig gut - weil ich mich nicht
mehr als exotischer SNOB, Rechthaber und Pedant fühle ;-).
Ich danke Euch (und meine damit fast allen)
 
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  • #82
Hallo,

mir (auch w, 41) fällt schlechte Rechtschreibung auch sofort in's Auge. Dabei stört mich weniger, wenn jemand in diesem Bereich einfach eine Schwäche hat, sondern dass es mir gegenüber so nachlässig wirkt. Genau wie Zuspätkommen. Der Klassiker ist, eine SMS ohne Punkt abzuschließen. Eine winzige Kleinigkeit vielleicht, aber ich frage mich, warum?
Ich messe dem Gegenüber doch auch so eine Wichtigkeit bei, dass ich mein Geschriebenes nochmal überprüfe. Ich mache auch Rechtschreibfehler, aber ich finde, es gibt diesen merklichen Unterschied zwischen dem echten Übersehen/Nichterkennen von Fehlern und dieser Gleichgültigkeit gegenüber dem Eindruck den man mit seinem Text hinterlässt. Und manchmal wirkt es mit den vielen Tippdrehern, Fehlern etc. auch einfach so, als hätte der Gegenüber nur schnell ohne echtes Interesse geantwortet.
 
  • #83
Schon wieder eine rechtsschreibdiskussion, ich kann grammatik und wortschatz ja noch nachvollziehen, vor allem wenn deutsch die muttersprache des gegenübers ist, aber fragt euch mal selbst wie groß ist die rolle der rechtschreibung in einer beziehung?
Wer ließt sich einen text wirklich noch durcht um rechtschreibfehler zu finden? Da scheibt man es in word udg. läßt die prüfung drüber laufen und fertig.
Wenn ich einen kontakt wegen der rechtschreibung kritisieren würde, wäre mir das sogar vor mir selbst peinlich. Aber wer sich die mühe macht und das thema in diesem forum sucht wird meine meinung ausgiebigst vertreten und geschildert sehen.
 
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  • #84
Hallo Thomas #83,

Deine Frage, welche Rolle die Rechtschreibung in einer Beziehung später spielt, ist interessant. Ich mutmaße, für die Meisten ist das völlig unerheblich, zumal man auch falsch geschriebene Wörter ja meist lesen kann.

Nein, es ist nicht "die Sache an sich", damit könnte ich gut leben. Es ist der Fakt, dass für mich eine stark fehlerbehaftete Rechtschreibung oder schlampig-faul dahingeworfene Texte (dazu zählt für mich auch die durchgehende Kleinschreibung) Zeichen einer schlechten Bildung sind.

Mal ehrlich... wenn bereits der Aufhängertext (bei EP "das Besondere an mir....) fehlerhaft ist, mache ich die Profile schon gar nicht mehr auf. Bei EP gibt es vielleicht nicht ganz so viele fehlerbehaftete Aufhängertexte, wie bei "normalen" Partnerbörsen, da der Anteil Gebildeter höher ist. Dennoch, die Korrelation zwischen Schreibfehlern und niedriger Schulbildung ist m.E. sehr hoch, so dass ich mir bei Profilen, in denen "...dass ich so tollerant bin" oder "dass ich Gerne Dein Trauprinz währe" das Öffnen des Profils schon spare, weil da meist Haupt- oder Realschulabschluss stehen (was ich bei einem Partner nicht möchte).

Ich bin nicht pingelig, was kleine Fehler betrifft, die trotz guter Rechtsschreibefähigkeit immer mal passieren (z.B. Reflektion/ Reflexion, musste ich auch erst nachsehen).

Es gibt aber bestimmte Fehler, die in meinen Augen das Zeichen schlechter Bildung sind. Weil sich diese Wörter sehr oft und richtig geschrieben in unzähligen Texten des täglichen Lebens finden. Mich wundert jedesmal, dass dem Falschschreiber selbst nicht auffällt, wie falsch er schreibt, wenn er das Wort ständig anderswo richtig liest? Bei Jemandem, der sich hier schon kaum Mühe gibt oder dem es so unwichtig ist, erwarte ich auch in anderen Lebensbereichen keine besonders engagierte Einstellung.

Beispiele für häufige Fehler (auch hier im Forum erstaunlich oft zu finden):

wäre und war mit h (währe/ wahr)
Toleranz/ tolerieren mit Doppel-L (Tolleranz/ tollerieren)
der Artikel das statt dass (zeigt m.E. einen grundlegenden Mangel an Grammatik-Verständnis)
gesamt mit Doppel-M (gesammt)
falsche Konjugation der unregelmässigen Verben (Du läßt statt Du lässt und Du ließt, wenn lesen gemeint ist)

Ich habe aber den Eindruck, dass die Ü40-Generation deutlich mehr Wert auf Rechtschreibung legt, als die Jüngeren.

w, 49
 
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  • #85
@84
Reflektion ist alte Rechtschreibung, Reflexion ist neue Rechtschreibung.
Beides korrekt. Nichts davon fehlerhaft.
Dann mal nicht so streng mit anderen, wenn du selbst nicht alles weißt und kannst.
 
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  • #86
Ich möchte mich nun auch einmal kurz zu Wort melden.
Ich bin 26 Jahre alt und mir ist Grammatik und Rechtschreibung außerordentlich wichtig.
Es hat also rein gar nichts mit dem Alter zu tun. Jetzt frage ich mich allerdings, ob ich dann richtig in meiner Führungsposition bin? Ich bin Bankettleitung, stellvertretende Restaurantleitung und Betriebsassistentin. Diese Stellen habe ich mir erarbeitet, nicht durch Beziehungen bekommen.
Ich denke, dass das mit der Rechtschreibung ein eigenes Interesse ist.
 
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  • #87
@84 Extra für dich schreibe ich hier jetzt groß und klein (auf weitere Fehler bitte keine Rücksicht nehmen). Deinen Standpunkt kann ich verstehen - bei e-mail-Korrespondenz würde ich das jedoch lockerer sehen und hier ist es auch üblich, alles klein zu schreiben. Wichtig währe mier hir nur die Richtige interpunktion nicht das wider einer in Kuba liebe Genossen hat oder andere an den Hängen standen und pissten ;-)
 
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  • #88
Smileys etc. ebenso wie verdrehte Satzzeichen oder ein fehlender Buchstabe stören mich nicht. Das sind ja nur Flüchtigkeitsfehler wie sie beim Tippen nun einmal häufig vorkommen. Was mich dagegen extremst stört und für mich der Grund eines Kontaktabbruchs wäre sind Rechtschreibfehler aus denen hervorgeht, daß der Verfasser nicht besonders gebildet bzw. intelligent ist. Dummheit ist nun mal nicht sexy - zumindest nicht bei einem Mann.
 
  • #89
...oder lebe ich bereits hinter dem Mond??
So könnte ich mir die Frage stellen, wenn ich manche Beiträge hier lese. Englische Ausdrücke, und erst Recht ganze englische Sätze befremden mich, und stören mich fast noch mehr als mangelndes Rechtschreibvermögen. Warum "Style", oder "it`s your choice"?, um nur die aktuellen Beispiele zu nennen.
Natürlich gibt es Wörter, die wir bereits selbstverständlich in unseren Sprachschatz aufgenommen haben. Für manche von ihnen würde mir nicht einmal ein gutes, deutsches Wort einfallen! Militante Deutschsprecher sind mir auch etwas suspekt.

Aber so, wie diese Beispiele?
 
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  • #90
@87 Kleinschreibung im privaten email-Verkehr mag vielleicht in niederen Schichten üblich, jedoch trotzdem für den Anderen nicht angenehm sein. Meine email-Korrospondenz bleibt privat wie geschäftlich ordentlich, mit Groß- und Kleinschreibung, Grammatik usw. Das ist einfach ein Gesetz der Höflichkeit und des Respekts dem Anderen gegenüber. Alles andere wirkt schlampig, oberflächlich und in meinen Augen dumm. Deshalb FS, bleibe bei deinen Grundwerten, denn auch in diesem Punkt kann man sich abheben und damit besser stellen.
 
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