• #31
Zuverlässig ist er jedenfalls nicht. Das scheint hier einigen Damen aber nicht so wichtig zu sein.
Ja, scheint so. Ob eine Begleitung in der Nacht nun nötig ist, sei dahingestellt. Jedenfalls war es so abgemacht, aber der Freund pennt ein. Es war ihm nicht wichtig genug.
Nein, warum sollte er sich Sorgen machen? Was soll am späten Abend in der Großstadt schon passieren, wenn Du Dich halbwegs umsichtig bewegst?
Hast du nicht kürzlich mal geschrieben, dass dir mitten in der Großstadt jemand zwischen die Beine gegriffen hat? Sie hat vermutlich Angst, dass sowas oder Ähnliches passieren könnte.
 
  • #32
Ja, scheint so. Ob eine Begleitung in der Nacht nun nötig ist, sei dahingestellt. Jedenfalls war es so abgemacht, aber der Freund pennt ein. Es war ihm nicht wichtig genug.
Mich würde wirklich mal interessieren, wie sie das gesagt hat und ob er das wirklich auch verstanden hat, dass es ihr darum geht, sich sicher zu fühlen. Oder ob er einfach gedacht hat, wir telefonieren (vielleicht) später noch, wenn sie auf dem Heimweg ist, und das ist kein MUSS.
Generell wäre das ein Thema, was sie mit dem Freund eben in Ruhe besprechen muss und da kommt es dann sehr drauf an, ob beide Seiten vorher gut kommuniziert haben vorher oder nicht. Und, ob er das dann verstehen kann und es das nächste Mal anders macht. Ich finde, hier unterstellen viele gleich wieder sonstwas, was überhaupt nicht geschrieben wurde. Und sofort zur Trennung zu raten, ohne die genauen weiteren Umstände zu kennen, empfinde ich auch als sehr extrem.
Sinnvoll finde ich das Telefonieren nicht so richtig, bzw. es soll ja auch abschrecken - da kann man ja dann genauso auch so tun, also ob man telefoniert, das wissen ja potenzielle Angreifer nicht. Wenn ich da nachts Angst hätte, würde ich immer ein Taxi nehmen, organisieren, dass ich mit Freunden gemeinsam laufe oder fahre oder bei einer Freundin übernachte. Aber das ist hier ja nicht das eigentliche Thema.
 
  • #33
Kommt bei ihm sowas öfters vor? Falls nicht, finde ich auch, dass du übertreibst. Um Mitternacht schlaf ich auch und geh nicht mehr ran. Aber falls schon, solltest du m.M.n. wirklich überlegen, ob er dir denn genügend Sicherheit gibt.
Grundsätzlich denk ich, wenn du dir schon wegen solchen Kleinigkeiten so viele Gedanken machst, dass du sogar ein Forum um Rat fragst, hast du entweder zu hohe Ansprüche oder du bist nicht bereit für eine Beziehung. Ich mache momentan die Erfahrung, dass es sowas wie den perfekten Mann leider gar nicht gibt.
W32
 
  • #34
Grundsätzlich denk ich, wenn du dir schon wegen solchen Kleinigkeiten so viele Gedanken machst, dass du sogar ein Forum um Rat fragst, hast du entweder zu hohe Ansprüche oder du bist nicht bereit für eine Beziehung. Ich mache momentan die Erfahrung, dass es sowas wie den perfekten Mann leider gar nicht gibt.
Das Problem liegt nicht bei FS, das Problem liegt bei ihm, er versprach und hielt nicht ein, ich empfehle den Thread noch einmal etwas gründlicher zu lesen!
Wenn du momentan die Erfahrung machst, dass es sowas wie den perfekten Mann leider gar nicht gibt, dann bist du noch sehr weit von dir selbst entfernt, deshalb findest du nicht den kompatiblen Partner! Ich lebe seit Jahren in einer echten, wahren und absolut perfekten Liebesbeziehung!
 
  • #35
Ohne, dass ich das ganze jetzt zur Staatsaffäre eskalieren möchte. Aber mir wäre es schon von mir selbst aus wichtig zu wissen, ob mein geliebter Mensch wohlbehalten daheim angekommen ist. Dementsprechend würde ich mir mein Handy so laut einstellen wie nötig ist, damit ich bei einem Anruf, etc. wach bin. Dafür bin ich dann gerne bereit, auch nachts um 3 Uhr mal kurz wach zu werden um die WA Nachricht zu registrieren.
Aber warum sollte er sich denn Sorgen machen und warum sollte sie nicht wohlbehalten ankommen?

Ja, also manchmal habe ich den Freunden, mit denen ich zuvor unterwegs war, eine kurze Nachricht geschrieben, dass ich gut angekommen bin, und eine gute Nacht gewünscht, einfach als nette Geste, aber die Situation hier kann ich echt nur ganz schwer nachvollziehen, man läuft doch als erwachsener Mensch andauernd durch die Stadt? Gerade Großstädte schlafen nie, ich finde 12 Uhr noch nicht mal spät, ich bin schon zu jeder erdenklichen Uhrzeit durch Berlin gelaufen, auch 3 Uhr morgens, es sind doch überall Lichter, manche Geschäfte (Spätis... ) haben sogar noch offen, Menschen sind unterwegs, Busse fahren .... Es gibt auch viele Menschen, die Nachtschichten haben und sich um diese Uhrzeit gerade auf den Weg zur Arbeit machen, andere zum Flughafen, also eigentlich ist es doch ganz normal, auch mal nachts unterwegs zu sein? Vielleicht dachte dein Freund, du willst halt gerne später nochmal quatschen und von dem Abend berichten, naja, und wenn er dann einschläft, holt man das halt am nächsten Tag nach, also vermutlich hat er gar nicht gedacht, du könntest in Gefahr sein und Schutz brauchen, hat dem gar nicht so eine Bedeutung zugemessen, denn wie gesagt, 12 Uhr ist in der Großstadt nicht spät, das ist ja fast eine normale Heimkehrzeit, wenn man am Freitag oder Samstag sich mit Freunden trifft, muss noch nicht mal Feiern sein, ich habe mich oft um 18 Uhr nur zum Essen und Quatschen getroffen und dann um 23 Uhr oder 0 Uhr auf den Weg nach Hause gemacht, dann fährt man noch ne Stunde mit der U-Bahn durch die Stadt ... Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, dass da jemand schutzbedürftig sein könnte, eben weil ich das so normal und unproblematisch finde. Ich schreibe das, weil dein Freund vielleicht ähnlich denkt und sich des Ernsts der Lage für dich nicht bewusst war. Ich persönlich finde es auch gar nicht schlimm, wenn man sich zum Telefonieren verabredet und dann einem von beiden was dazwischenkommt, das passiert doch öfters mal und hat nicht unbedingt was mit fehlender Wertschätzung zu tun. Wenn ich jemanden nicht erreiche, versuche ich es halt später oder morgen nochmal. Wenn dir das Thema so wichtig ist, solltest du es ihm unbedingt klar sagen, denn nicht alle denken diesbezüglich gleich, wie man auch gut hier im Forum sieht, sein Verhalten kann man ihm nicht unbedingt pauschal vorwerfen, er sieht das alles vielleicht einfach etwas lockerer als du.
w26
 
  • #36
aber die Situation hier kann ich echt nur ganz schwer nachvollziehen, man läuft doch als erwachsener Mensch andauernd durch die Stadt? Gerade Großstädte schlafen nie, ich finde 12 Uhr noch nicht mal spät, ich bin schon zu jeder erdenklichen Uhrzeit durch Berlin gelaufen, auch 3 Uhr morgens, es sind doch überall Lichter, manche Geschäfte (Spätis... ) haben sogar noch offen,
Es erschreckt mich, wenn du als Frau sowas leichtsinniges schreiben kannst, weißt du denn nicht, was alles jeden Tag passiert, auch und gerade in Großstädten, soeben höre ich in den Nachrichten, dass es heute um 17 Uhr eine Messerstecherei in Würzburg gab, das Ergebnis, drei Tote und sechs Schwerverletzte!
 
  • #37
Aber warum sollte er sich denn Sorgen machen und warum sollte sie nicht wohlbehalten ankommen?

Ja, also manchmal habe ich den Freunden, mit denen ich zuvor unterwegs war, eine kurze Nachricht geschrieben, dass ich gut angekommen bin, und eine gute Nacht gewünscht, einfach als nette Geste, aber die Situation hier kann ich echt nur ganz schwer nachvollziehen, man läuft doch als erwachsener Mensch andauernd durch die Stadt? Gerade Großstädte schlafen nie, ich finde 12 Uhr noch nicht mal spät, ich bin schon zu jeder erdenklichen Uhrzeit durch Berlin gelaufen, auch 3 Uhr morgens, es sind doch überall Lichter, manche Geschäfte (Spätis... ) haben sogar noch offen, Menschen sind unterwegs, Busse fahren
Sich (un)sicher fühlen ist ja ein subjektives Empfinden. Der eine fürchtet sich bei Gewitter, der andere im Dunkeln auf dem Nachhauseweg, andere fliegen nicht gern mit dem Flugzeug. Aber ist es wirklich wichtig, wie rational diese Furcht der FS ist? Im konkreten Fall hätte sie sich einfach wohler gefühlt, wenn ihr Freund mit ihr telefoniert, sie sozusagen begleitet hätte. Und das hatte er ihr ja auch zugesagt. Schon ein blödes Gefühl, wenn man sich dann wirklich unsicher fühlt, und die zugesagte "Hilfe" tritt nicht ein.

Ich finde es ehrlich gesagt befremdlich, so etwas diskutieren zu müssen. Wenn der Partner einen bittet, aus der Küche eine Flasche Wasser mitzubringen, wägt man ja auch nicht minutenlang ab was für Gründe dagegen sprechen, ihm diesen Gefallen zu tun. Ich finde so etwas fällt einfach in die Kategorie liebevolles Verhalten. Und das zeigt sich besonders dann wenn man auch mal Dinge tut, die man selbst vielleicht nicht 100 % nachvollziehen kann oder sinnvoll findet. Einfach aus Liebe/Nettigkeit einem lieben Menschen gegenüber.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
dass es heute um 17 Uhr eine Messerstecherei in Würzburg gab, das Ergebnis, drei Tote und sechs Schwerverletzte!
Das hätte der Telefonjoker aber auch nicht verhindern können.

Aber ich geb dir recht, es mangelt dem jungen Mann an Fürsorge und Liebe.

Ich dachte auch erst: was stellt sie sich so an, soll sie halt ein Taxi nehmen.

Aber dann erinnerte ich mich an die Zeit, als ich mit meinem späteren Mann zusammen kam: er brachte mich immer unaufgefordert nach Hause, weil er nicht wollte, dass ich nachts allein durch die Stadt laufe. Und ich wohnte in keiner komischen Gegend. Und das war davor 30 J.
sicher ungefährlicher als heute.
Aber IHM war es wichtig, dass ich gut ankomme.

Genauso haben wir später auch unsere Tochter abends/nachts von der S-Bahn abgeholt, damit sie nicht eine halbe Std durch den dunklen Park laufen muss, solange sie hier wohnte.
 
  • #39
Das hätte der Telefonjoker aber auch nicht verhindern können.
Darum geht es nicht, er hat zugesagt und nicht eingehalten!
Aber ich geb dir recht, es mangelt dem jungen Mann an Fürsorge und Liebe.
Genau darum geht es und das ist eine Charaktersache!
Ich für mich bin absolut überzeugt, dass gerade in der Beziehungsanbahnung und überhaupt in der Beziehung, viel zu wenig Wert auf Kleinigkeiten gelegt wird!
Manche nennen es Übertreibungen, und Kleinigkeiten, mein Kopfschüttel!
Jedes Beziehungsproblem fing einmal an, mit irgendeiner Kleinigkeit, was mit der Zeit immer größer wurde, bis es dann kracht!
Was ich auch bemerkenswert finde ist, dass manche die so einige Enttäuschungen und Verletzungen hinter sich haben, dies als ganz normal für eine Beziehung ansehen, so nach dem Motto, man gewöhnt sich daran, solche Menschen, die so denken, verharren auch dann sehr lange in toxische Beziehungen, mit viel Leid und Schmerz, auch da schüttelt sich mein Kopf!
 
  • #40
Aber dann erinnerte ich mich an die Zeit, als ich mit meinem späteren Mann zusammen kam: er brachte mich immer unaufgefordert nach Hause, weil er nicht wollte, dass ich nachts allein durch die Stadt laufe. Und ich wohnte in keiner komischen Gegend. Und das war davor 30 J.
sicher ungefährlicher als heute.
Aber IHM war es wichtig, dass ich gut ankomme.

Genauso haben wir später auch unsere Tochter abends/nachts von der S-Bahn abgeholt, damit sie nicht eine halbe Std durch den dunklen Park laufen muss, solange sie hier wohnte.
Ich empfinde das alles als selbstverständlich, in meinem kompletten Umfeld wird das so gehandhabt. Wenn ich mal im Dunkeln nach Hause gefahren werde, wartet derjenige der mich gefahren hat sogar bis das Licht im Treppenhaus brennt um sicher zu gehen, dass hinter den großen Büschen vor dem Hauseingang niemand gelauert hat. Es gibt eine Menge Dinge auf der Welt, die albern, unsinnig, etc. sind. Solche "Schutz" Aktionen kosten aber vielleicht 5-10 Minuten Zeit... wenn man die nicht bereit zu geben ist...

Ein Mann dem es egal wäre, ob ich wohlbehalten nach Hause gekommen bin wäre für mich kein Partner oder potenzieller Vater.
 
  • #41
Und ohne dir jetzt zu Nahe treten zu wollen @ChaosTheory. Aber so eine Situation kann ich mir bspw. überhaupt nicht vorstellen. Ich war schon oft sehr betrunken...aber, dass ich dann nicht mehr die Türklingel höre (oder eben mein Handy?). Bist du da auch alleine nach Hause getorkelt in dem Zustand?
Zu der Zeit haben wir noch mitten in der City gewohnt. Die Wege waren nicht sonderlich weit. Und wenn ich schlafe, schlafe ich, egal ob angetrunken oder nicht.

Aber zurück zum Thema der FS:

Im konkreten Fall hätte sie sich einfach wohler gefühlt, wenn ihr Freund mit ihr telefoniert, sie sozusagen begleitet hätte. Und das hatte er ihr ja auch zugesagt

Stopp.
Das wissen wir nicht.
Ich habe meinen Freund, der seit gestern zu Besuch bei seinen Eltern ist (also auch am nächsten Tag nicht arbeiten muss) gefragt, ob ich ihn anrufen kann, wenn ich nach Hause laufe.
Hieraus geht nicht hervor, dass sie ihm explizit gesagt hätte, sich so sicherer zu fühlen.
Die Frage:"Kann ich dich anrufen?"lässt das jedenfalls nicht vermuten.
Ich finde, hier unterstellen viele gleich wieder sonstwas, was überhaupt nicht geschrieben wurde. Und sofort zur Trennung zu raten, ohne die genauen weiteren Umstände zu kennen, empfinde ich auch als sehr extrem.
Sehe ich auch so.
Bin ganz erschrocken was hier aus den Geschriebenen abgeleitet wird.
 
  • #42
Ja, scheint so. Ob eine Begleitung in der Nacht nun nötig ist, sei dahingestellt. Jedenfalls war es so abgemacht, aber der Freund pennt ein. Es war ihm nicht wichtig genug.
Wenn es eindeutig so abgesprochen war, sicher richtig. Ich finde so eine Absprache aber auch unsinnig, denn telefonieren hilft wenig und lenkt ab.
Wenn man sich in seiner Umgebung unsicher fühlt, nimmt man ein Taxi, zieht um oder geht eben zu den Zeiten nicht raus.
Ich empfinde das alles als selbstverständlich, in meinem kompletten Umfeld wird das so gehandhabt. Wenn ich mal im Dunkeln nach Hause gefahren werde, wartet derjenige der mich gefahren hat sogar bis das Licht im Treppenhaus brennt um sicher zu gehen, dass hinter den großen Büschen vor dem Hauseingang niemand gelauert hat.
Hier war der Partner aber nicht dabei.
Es gibt eine Menge Dinge auf der Welt, die albern, unsinnig, etc. sind. Solche "Schutz" Aktionen kosten aber vielleicht 5-10 Minuten Zeit... wenn man die nicht bereit zu geben ist...
Die Absprache müsste dann sein, sie abzuholen.
 
  • #43

Ich fände hierzu noch interessant, ob er ein Auto hat. Wenn ja, wäre es so eine unzumutbare Mühe gewesen, sie abzuholen und heimfahren, wenn sie denn schon äußert, allein Angst zu haben? Es war ja auch erst 0.00 Uhr...
Darauf kann Mann auch allein kommen.
DAS ist für mich ein Liebesdienst...

Hab meinen Partner auch schon nachts von der Weihnachtsfeier abgeholt, damit er was trinken kann.

Als mein Auto letztens morgens um 7 Uhr nicht ansprang, war mein Partner sofort bereit, mich zu fahren, wollte aus dem Bett springen,obwohl er erst nach 1 Uhr von der Nachtschicht kam.
War nicht nötig, weil ich auch mit der S-Bahn fahren konnte und es zeitlich passte.

Aber seine Bereitschaft rechne ich ihm hoch an. Das ist für mich Liebe.
 
  • #45
Ein richtige Mann steht zu seinem Wort und nimmt Ernst, wenn seine Partnerin Angst hat. Über alles andere muss hier nicht diskutiert werden. Der Kerl ist ne Lusche.
@Vikky wieviel Enttäuschungen und Ablehnung muss man erlebt haben, um so ein kaltes Herz zu bekommen. Sei doch nicht immer so hart mit anderen Menschen, das tut mir richtig weh.
Sonnige Grüße vom Bodensee
 
  • #46
Aber warum sollte er sich denn Sorgen machen und warum sollte sie nicht wohlbehalten ankommen?

Richtig @Inanna* , genauso sehe ich das auch. So machen mein Freundeskreis und ich das seit über 20 Jahren, und wir würden nicht mal auf die Idee kommen, dass irgendwer nicht heile nach Hause gekommen ist. Ich käme auch nie auf die Idee, meinen Mann damit zu belästigen, dass er bis in die Puppen aufbleiben soll, nur um mit mir auf dem Heimweg zu telefonieren. Er wird einfach müde gewesen sein und sich gedacht haben, dass er jetzt einfach auch nicht mehr warten will. Wenn ich feiern gehe bis spät nachts, ist es doch mein Problem, wie ich sicher nach Hause komme. Entweder sorge ich für Begleiter (meist geht man ja einen Teil des Weges als Grüppchen), oder ich schnapp mir ein Taxi, steig in die Bahn, nehme das Fahrrad oder whatever.

Kleiner Tipp für die FS und alle anderen, die das Telefonieren hier so lächerlich finden: Ich halte das Telefonieren für eine sehr gute Idee. Aber dafür wurden extra ehrenamtliche Hotlines eingerichtet, die dafür da sind, dich auf dem Heimweg zu begleiten, damit du dich nicht so alleine fühlst, und denen du genau sagen kannst, wo du gerade bist, und die im Notfall wirklich die Polizei oder Rettungskräfte anrufen, was ein Verbrechen zwar an sich nicht verhindert, dafür aber auch besser nachverfolgbar macht. Eventuell ist auch die Polizei schneller da, als wenn es dir Hotline nicht häbe. Ich halte dies für eine sehr sinnvolle Erfindung.

Aus diesem Vorfall jetzt eine Staatsaffaire zu machen, und an seiner Liebe zu zweifeln, halte ich nicht nur für leicht, sondern für extrem stark übertrieben. Kann doch mal passieren, meine Güte.

Zum Schluss möchte ich die lieben Foristen darauf hinweisen, dass im Ausgangstext mitnichten steht, dass er für ein Telefonat zur Verfügung stünde. Er meinte nur „er sei da…“. Aus dieser Antwort schließe ich noch nicht die Bereitschaft, mitten in der Nacht noch telefonieren zu wollen, also keine Zusage der FS gegenüber. Eher so ein: „kannst es ja mal probieren, ob ich noch wach bin, wenn du anrufst“.
 
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  • #47
Ich fände hierzu noch interessant, ob er ein Auto hat. Wenn ja, wäre es so eine unzumutbare Mühe gewesen, sie abzuholen und heimfahren, wenn sie denn schon äußert, allein Angst zu haben? Es war ja auch erst 0.00 Uhr...
Unzumutbar nicht. Eine Frage der Umstände. Er war bei seinen Eltern. Wo, wissen wir nicht.
Die beiden wohnen getrennt. Da kann man bei gleichberechtigten Frauen auch davon ausgehen, dass sie alleine nach Hause finden. Oder das eben organisieren. Das hat sie hier natürlich getan und er hätte eben dann gleich ablehnen oder aber zuverlässig agieren müssen.

Natürlich hole ich meine Partnerin bei solchen Gelegenheiten ohne jede Diskussion ab. Sie mich aber auch bzw. in der Regel sind wir gemeinsam unterwegs.
 
  • #48
In der Situation hat er sie sich nicht gemacht. Er wird gemerkt haben, dass es Dir wichtig ist (ich glaube nicht, dass er den Grund nicht wusste, weswegen Du telefonieren wolltest), und er hat entweder gedacht, er wird sein Telefon schon hören oder dass Du übertreibst.
Dass er es leise hatte, um die Eltern nicht zu stören, halte ich für ausgeschlossen. Die werden ja kaum im selben Zimmer schlafen, und falls sie noch nicht geschlafen haben, wäre es ja sowieso egal.

Außerdem bin ich traurig, weil ich mich nicht auf ihn verlassen kann.
Ja, dazu besteht auch Grund. Ich wäre auch traurig, dass er meine Angst nicht ernst nimmt.

"Bin ich ihm egal" - so lautet Deine Überschrift. Nee, bist Du ihm nicht. Aber wie oben geschrieben: Er hat entweder lapidar gedacht, er wird den Anruf schon hören, oder er hat selbst entschieden, dass Dein Ansinnen unsinnig ist.

Wenn er gedacht hat, er wird es schon hören, und hier versagte, gäbe es noch die Möglichkeit, die ganze Sache konstruktiv zu besprechen.
Wenn er aber bei Deinen Anliegen doch selbst entscheidet, ob Dir Angsthaben zusteht in Deiner Situation oder nicht, naja, dann hast Du einen Mansplainer als Partner, der nicht mal vorher ankündigt, dass er Dich hängen lassen wird, so dass Du selbst Maßnahmen unabhängig von ihm ergreifen könntest, um Dich z.B. sicherer zu fühlen auf dem Nachhauseweg. Einen Gottspieler sozusagen, der für Dich entscheiden will, wann Du Dich unsicher fühlen darfst und wann nicht, ohne dass er bei eventuellen Übergriffen als helfender Gott da sein könnte.

Das musst Du jetzt wissen, wie Du ihn einschätzt.
 
  • #49
Drüber reden könntest Du auf jeden Fall noch mal.
Auch wenn er sich dreimal entschuldigt und sowas wie "was sollte schon passieren" nur hintenan zur Beruhigung sagt. wäre das aufschlussreich. Denn einer, der wirklich ernst nimmt, was Du willst, der lässt den Fehler bei sich und versetzt sich in Deine Lage der Person, die sich drauf verlassen hatte und hängengelassen wurde, statt irgendwas heranzuziehen, das die Situation beruhigen soll. (Ich gehe jetzt davon aus, dass Deine Art, so ein Gespräch zu führen, nicht hochdramatisch und hysterisch sein wird.)

Wenn Du drüber redest, würde ich auch unbedingt darauf achten, dass es nicht darum geht, ob Dein Weg sicher war oder nicht, sondern darum, dass Du Angst hattest und Dich auf ihn verlassen hattest und ihn NICHT um die Einschätzung, was alles passieren könnte und was nicht, gebeten hattest.

Solltest Du nämlich der Harmonie wegen vermitteln, dass Du ihm eigentlich zustimmst, der Weg ja eigentlich doch sicher ist und es eigentlich doch nicht so schlimm ist, dass er einschlief, dann entscheidet er beim nächsten Mal wieder selbst, dass Handy leise und müde schon funktionieren werden, oder vielleicht sogar selbst, dass Dir schon nichts passieren wird.

Das würde ich unbedingt beachten, denn ich glaube kaum, dass einer Dir sagen würde "nee, ich schlafe da vielleicht, lass dir was anderes einfallen". Er wird wieder zusagen und es vielleicht wieder so lapidar oder mansplaininghaft handhaben. Oder Du machst bei diesem Mann wirklich alles in Selbstorganisation ohne ihn.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #50
Natürlich hole ich meine Partnerin bei solchen Gelegenheiten ohne jede Diskussion ab. Sie mich aber auch bzw. in der Regel sind wir gemeinsam unterwegs.
Ich würde das auch machen, wenn noch der Partner drum bittet. Und er mich. Aber ehrlich verstehe ich es nicht, dass Leute so viel Angst haben, in Deutschland allein nach Hause zu gehen. Das ist nicht die Bronx. Passieren kann immer was; anmachen und angefasst werden hatte ich zB fast immer tagsüber. Ich hab in Neukölln gewohnt und es war nicht so schön nachts; aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinen Freund wachzuhalten, damit er mit mir telefoniert, oder mich abholen zu lassen, wenn ich laufen, radfahren oder die Bahn nehmen kann. Ich möchte mir auch die Freiheit nicht selbst nehmen vor lauter Angst. Ich bin hier vorgestern auch 23 Uhr durchs Rotlichtviertel nach Hause gelatscht nach einem Essen mit Freunden, 30 Minuten. Ist nicht Berlin, immerhin.
Aber das ist ja nur Nebenthema.
Aus diesem Vorfall jetzt eine Staatsaffaire zu machen, und an seiner Liebe zu zweifeln, halte ich nicht nur für leicht, sondern für extrem stark übertrieben. Kann doch mal passieren, meine Güte.
Seh ich auch so, vor allem ohne jegliche Hintergrundinfos, wie es kommuniziert war und ob er häufiger unzuverlässig ist oder nicht. Vielleicht kommt ja noch was nach.
In der Situation hat er sie sich nicht gemacht. Er wird gemerkt haben, dass es Dir wichtig ist (ich glaube nicht, dass er den Grund nicht wusste, weswegen Du telefonieren wolltest),
Das wissen wir nicht mal, ob sie das so klar gesagt hat, oder ob er dachte, sie will einfach mit ihm telefonieren; und ob er wusste, es wird so spät. Ist alles Spekulation.
 
  • #51
Aber ehrlich verstehe ich es nicht, dass Leute so viel Angst haben, in Deutschland allein nach Hause zu gehen.
Doch, seit gut einem Jahr verstehe ich das mit der Angst. Wir haben einfach viele Mitmenschen, die sehr ängstlich sind. Aus meiner Sicht eine Tatsache ohne Bewertung.

Die Frage ist: wie gehen sie damit um? Kann man die Verantwortung bei anderen abladen? Genauso aber: wenn meine Partnerin ängstlich ist, wie unterstütze ich dann?

Und daher:
Ich habe festgestellt, dass viele noch immer das hilflose, kleine Weibchen suchen, jedenfalls in meiner Altersklasse.
...ist die Negativbeschreibung. In einer Beziehung unterstützt man sich wechselseitig. Ich finde das positiv. Für mich auch Wertschätzung im besten Sinne.

Diese „Nichtweibchen“-Frauen meiner Altersklasse sind nicht mein Fall.
 
  • #52
Aber ehrlich verstehe ich es nicht, dass Leute so viel Angst haben, in Deutschland allein nach Hause zu gehen.
Wenn jede vierte oder gar dritte Frau, schon mal Belästigung erlebt hat - gut, vielleicht sind da auch blöde Anmachen von Typen bei, die ein "nein" erst beim zweiten Mal akzeptierten, aber auch wenn man sagt, jede fünfte oder sechste sei "ernsthaft" belästigt worden -, dann ist es doch nicht schwer nachzuvollziehen, dass es viele Frauen gibt, die die Erfahrung gemacht haben, dass nicht mal Tageslicht und Öffentlichkeit sicher sind. Vielleicht gab es so einen Vorfall auch nicht, und die Frau ist sehr behütet aufgewachsen, also die Eltern haben ihr von klein an schon "Angst gemacht", einfach, indem sie verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben und das Kind/die Jugendliche lernte: Da kann was passieren, wo sie gar nicht drüber nachgedacht hatte.

Es reicht auch schon, von irgendwelchen Leute angemacht zu werden, ob man mal ein bisschen Geld hat für sie oder ne Zigarette, dass sich manche Frauen fürchten.

Kommt vielleicht auch drauf an, WANN man dort war. Ich war auch abends in Neukölln schon unterwegs, Ende der Neunziger, viele Menschen, volle Busse, mit U-Bahn gefahren, kein Problem.

Das wissen wir nicht mal, ob sie das so klar gesagt hat, oder ob er dachte, sie will einfach mit ihm telefonieren
Sie sollte das mal klarstellen. Aber ich finde schon, dass klar ist, dass ihr Heimweg abends bis nachts passieren wird. Gut, und dass er weiß, dass sie ihm nicht einfach nur von der Party erzählen will, habe ICH jetzt vorausgesetzt. Aber es labern viele vor sich hin in die Geräte, während sie irgendwo rumlaufen, das stimmt.
Ich denke, er wird wissen, warum sie das wollte, weil man sowas normalerweise in einem Kontext vermittelt, statt einfach aus der Luft raus zu sagen "ich ruf dich dann mal an". Aber sie sollte das wirklich aufklären.

Nachtrag: Frage doch mal Deine Bekanntinnen, ob die schon mal Belästigung erlebt haben und ob sie in jungen Jahren dann bestimmte Vorsorgemaßnahmen ergriffen haben oder Dinge nicht mehr taten, weil sie eine Angst hatten, die "man normalerweise" nicht nachvollziehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #53
So etwas gibt es in der professionellen Version. Da sitzt am anderen Ende der Leitung ein polizeilich begleiteter Wachdienst.
Es sitzt ein kommerzieller oder eherenamtlicher Wachdienst da, der im Alarmfall die Polizei zum Einsatzort schicken kann, weil er weiß, wo sie sich befand.
Den Sinn findet ich trotzdem zweifelhaft, weil verhindern/vorbeugen kann so ein Telefonat nicht und es zieht die Aufmerksamkeit von der Umgebung ab, d.h. vorbeugendes Verhalten geht nur eingeschränkt.

Hast du nicht kürzlich mal geschrieben, dass dir mitten in der Großstadt jemand zwischen die Beine gegriffen hat? Sie hat vermutlich Angst, dass sowas oder Ähnliches passieren könnte.
Ja, war so und Angst hilft da nicht weiter, sondern Situation vermeiden.
Was ändert ein Telefonat mit dem Freund daran, dass ihr sowas passiert? Garnichts, im Gegenteil: es steigert die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand traut, weil sie ja abgelenkt und garnicht gegenwehrfähig ist.

Um Mitternacht schlaf ich auch und geh nicht mehr ran.
Vor allen Dingen, wenn man bei den Eltern ist, da nichts zu tun hat und endlich mal ausschlafen kann. Oder auch man sich mit Freunden von früher getroffen, selber einen zuviel getrunken hat und dannn eingeschlafen ist.

Ich denke mal, er fand es nicht so wichtig, weil es eine komplett unsinnige Maßnahme im Hinblick auf das Ziel ist und darum war er nicht im Wachmodus.

da kommt es dann sehr drauf an, ob beide Seiten vorher gut kommuniziert haben vorher oder nicht. Und, ob er das dann verstehen kann und es das nächste Mal anders macht.
Sehe ich auch so. Da ist man fix an einem grundlegenden Wertethema, was partnerschaftsrelevant ist.
- Ein guter Partner kann die Maßnahme zwar komplett untauglich oder kontraproduktiv finden, hält dann aber trotzdem die Verabredung ein, weil ihr das was bringt.
- Ein guter Partner kann ihr auch sagen, dass das Unfug ist, was sie da treibt und er dafür nucht wach bleiben will, mit ihr aber sinnvolle Maßnahmen für solche Situationen suchen (Taxi/Bus).
- Ein schlechter Partner verspricht was und hält es nicht ein, egal ob wegen Sinnlosigkeit der Maßnahme oder weil ihm was anders wichtiger war.

Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, dass da jemand schutzbedürftig sein könnte, eben weil ich das so normal und unproblematisch finde.
Menschen haben aber unterschiedlich empfindliche Nervensysteme und auch unterschiedliche Dinge erlebt, die Folgen hinterlassen haben, z.B. Ängstlichkeit.
Damit muss man umgehen und das dem Partner auch ganz offen sagen, nicht irgendwie komisch um das Thema rumeiern. Die schlechte Kommunikation führt zu komischen Situationen.
 
  • #54
Ich würde das auch machen, wenn noch der Partner drum bittet. Und er mich. Aber ehrlich verstehe ich es nicht, dass Leute so viel Angst haben, in Deutschland allein nach Hause zu gehen. Das ist nicht die Bronx
Ja, Deutschlands Straße sind doch ziemlich sicher. Wenn der Partner einen begleitet, ist das sehr nett von ihm, aber es wäre mir unangenehm, das von ihm (regelmäßig?) zu erwarten, weil es ihm ggf. viel unnötige Mühe macht, ich mich abhängig mache und den Partner belaste. Mir als Freundin täte es leid, wenn mein Partner nur wegen so was wach bleiben muss, ich finde das eigentlich nicht gerade nett dem Partner gegenüber, selbst wenn er hilfsbereit ist und es gerne tut -- man muss seine Hilfsbereitschaft ja auch nicht ausnutzen und solche Dienste von ihm verlangen.
Genauso aber: wenn meine Partnerin ängstlich ist, wie unterstütze ich dann?
Ich finde es richtig, dass ein liebender Partner Verständnis für die Ängste der Freundin hat, aber ich würde eher versuchen, ihr dabei zu helfen, ihre Ängste zu überwinden und ein mutigerer und selbständigerer Mensch zu werden. Diese Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung wäre für mich ein echter Liebesbeweis. Ich hatte z.B. auch mal anfangs gewisse Ängste/Sorgen, wenn ich mit meinem Partner draußen Sport gemacht habe, weil ich mich in manchen Situationen noch unsicher gefühlt habe, mangels Übung und Erfahrung/Technik, da wollte ich manches auch nur mit ihm zusammen machen, aber wir haben viel darüber geredet, haben geübt und genau besprochen, was passieren kann und wie man dann handelt, naja, und so habe ich meine diesbezüglichen Sorgen überwunden und kann das jetzt alles ganz alleine, fühle mich frei und unabhängig und habe das Gefühl, mich weiterentwickelt zu haben. Für mich ist eine solche Unterstützung viel wertvoller, als wenn mich jemand immer zu begleiten und schützen versucht, denn dann bleibe ich ja ängstlich und unselbständig.

Ach so, und ich werde im Alltag auch oft von irgendwelchen Typen angesprochen/"belästigt", beim Einkaufen oder Joggen, aber das tut doch nicht weh. Wenn mir beim Joggen jemand "Schöner Po!" hinterherruft, sage ich halt Danke und laufe weiter, ist doch nicht so schlimm. Ich finde, davor muss man keine Angst haben, ich nehme so was immer mit Humor und schüttle innerlich den Kopf und frage mich, was sie wohl damit bezwecken und ob die meinen, das käme bei Frauen gut an, ziemlich naiv und irgendwie lustig, ich belächle das etwas und finde es aber gleichzeitig mutig, denn ich würde mich das nicht trauen bei Fremden. Mein Freund meinte mal, er würde dem Typen, der so was sagt, gehörig die Leviten lesen, wenn ich ihm den zeige, aber warum eine Szene veranstalten, die Männer meinen es ja meist gar nicht böse, sie denken halt einfach nicht so viel, sind hormongesteuert und etwas einfach gestrickt, ist ihr Problem, nicht meines.
w26
 
  • #55
Aber ehrlich verstehe ich es nicht, dass Leute so viel Angst haben, in Deutschland allein nach Hause zu gehen. Das ist nicht die Bronx. Passieren kann immer was; anmachen und angefasst werden hatte ich zB fast immer tagsüber. Ich hab in Neukölln gewohnt und es war nicht so schön nachts; aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinen Freund wachzuhalten, damit er mit mir telefoniert, oder mich abholen zu lassen, we
Nicht die Leute haben Angst, sondern Frauen. Ausserdem verstehe ich nicht, warum du, wenn du schon selber belästigt wurdest, diese Situation herunterspielst, dazu meinst, die tapfere zu spielen und andere Frauen verurteilst, wenn sie Zustände beim alleingehen bekommen.
Ich lebe in einer kleinen relativ ruhigen Stadt. Innerhalb von letzten drei Jahren hatten wir Messerstecherei im Einkaufszentrum, mehrere Belästigungen von jungen Mädchen im Schwimmbad und zwei Überfälle ins Juvelliergeschäfte. Diese Vorfälle fanden mitten am hellichsten Tag bzw. Samstag vormittag. Bei einem Raub lief meine Kollegin gerade durch die Gegend von der Arbeit und hat sich über viel Polizei gewundert, also sie hat es um halbe Stunde verpasst.
Ich finde, dass keine Frau abends allein durch die Gegend laufen muss, egal wo, und es ist erschreckend, dass ausgerechnet viele Frauen hier so abwertend reagieren.
 
  • #56
Nachtrag: Frage doch mal Deine Bekanntinnen, ob die schon mal Belästigung erlebt haben und ob sie in jungen Jahren dann bestimmte Vorsorgemaßnahmen ergriffen haben oder Dinge nicht mehr taten, weil sie eine Angst hatten, die "man normalerweise" nicht nachvollziehen kann
Die einzige, die da sehr ängstlich ist, ist eine Japanerin. Aber da versteh ich das, denn Tokyo ist einfach mega sicher; da kann man zu allen Uhrzeiten nachts quer durch die Stadt. Sehr angenehm.
Ich habe nichts dagegen, wenn jemand sehr vorsichtig ist!! Trotzdem muss ich es nicht nachvollziehen können. Auch nicht, was das mit unweiblich zu tun hat, wenn man keine Angst hat @Lebens_Lust ..
In Neukölln hab ich in den 2000ern gewohnt, wo ständig Drogenleute, Möchtegern-Gangsta-Leute und nachts keine andere Frau unterwegs waren. Ich habe auch negative Erfahrungen gehabt. Hab ich doch geschrieben. Ich will mich davon aber nicht in meiner Bewegungsfreiheit einschränken lassen. Das ist eben meine Herangehensweise.
 
  • #57
Was ändert ein Telefonat mit dem Freund daran, dass ihr sowas passiert? Garnichts, im Gegenteil: es steigert die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand traut, weil sie ja abgelenkt und garnicht gegenwehrfähig ist.
Ah. Ich hätte es so verstanden, dass sie ihn anruft und er sie dann zu Fuß abholt. Aber das steht dann doch nicht so im Eingangstext.
Okay, die rein telefonische Begleitung find ich auch wenig sinnvoll. Ob sinnvoll oder nicht, er hat zugesagt. Er kann nicht zusagen und dann schlafen gehen, weil es ihm zu sinnlos ist.
 
  • #58
Mein Mann und ich haben unsere Handys generell auf lautlos gestellt. Das ständige Piepen nervt sonst einfach. Gestern wurde angekündigt, dass evtl. ein Anruf von der Kita reinkommt, damit ich unsere Tochter früher abhole. Wisst ihr was? Ich hab's total vergessen und mein Handy nicht auf laut gestellt. Tatsächlich kam der Anruf und ich habe ihn verpasst und erst später zurückgerufen.

Bin ich jetzt ein schlechter Mensch, weil ich einen angekündigten Anruf nicht entgegen genommen habe? Ich denke nicht und finde es krass, dass hier gleich zur Trennung geraten wird.
Ja, es war nicht schön, dass er seine Zusage nicht eingehalten hat. Shit happens. Beim nächsten Mal wird es garantiert nicht wieder passieren, wenn du ihm den Hintergrund deines Anrufs erläuterst.

Ob es nachts in der Großstadt gefährlich ist, ist Ansichtssache. Passieren kann immer was. Vor kurzem wurde hier in Hamburg der Mann erschossen, der letztes Jahr eine Frau vergewaltigen wollte. Sie hatte ihm die Fingerkuppe abgebissen. Habt ihr vielleicht mitbekommen.
Für solche Situationen gibt es ehrenamtliche Telefonhotlines. Vielleicht wählst du diese beim nächsten Mal, liebe FS.
Ich für meinen Teil bin nachts selbst schon die Reeperbahn nach Hause gelaufen. Habe mehrere Jahre in der Nähe gewohnt und kein Problem damit. Nachts alleine durch den Park laufen würde ich jedoch auch nicht. Müsste ich durch den Park laufen, würde ich ein Taxi nehmen. Da spare ich lieber an anderer Stelle.
In den Öffis sind nachts Betrunkene unterwegs. Man muss halt damit rechnen, dass es laut wird, gelallt und gelacht wird. Nicht immer schön, aber grundsätzlich harmlos. Wenn Leute zu betrunken sind, kann man sich ein paar Reihen weiter setzen oder einen anderen Waggon wählen.

W35
 
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  • #59
@Vikky wieviel Enttäuschungen und Ablehnung muss man erlebt haben, um so ein kaltes Herz zu bekommen. Sei doch nicht immer so hart mit anderen Menschen, das tut mir richtig weh.

Meinst Du, dass es der FS weiterhilft, wenn man sie rundum pampert und vor allen Dingen, dass sie was draus lernt für die nächste Partnerwahl oder auch für den sinnvollen Umgang mit ihren Ängsten? Eher nicht, sondern sie wiederholt iihre Fehler.

Wir haben hier 3 Sachverhalte:
- Ängste bei der FS und sinnvoller Umgang damit
- Kommunikation zwischen ihr und ihm
- sein Verhalten.

1. Ich weiß nicht ob der Partner so falsch und eine Lusche ist. Es gibt so viele Frauen die schon ziemlich jung massive sexuelle Belästigungen oder Übergriffe erlebt und daraus geradezu irrationale Ängst entwickelt haben - die dann noch mit ungeeigneten Gegenmaßnahmen gefüttert werden. So eine doppelt ungeeignete Maßnahme ist der begleitete Heimgang durch einen ungeübten Partner: sie abgelenkt/nicht aufmerksam und er weiß weder, wie sinnvolle Telefonbegleitung geht und im Zweifelsfall überhaupt nicht was zu tun ist, hat keine tel-Nr. zur Hand.
Sie muss erkennen, was brauchbare und unbrauchbare Maßnahmen sind, nicht einfach auf Unfug beharren, weil ihr nichts Besseres einfällt, auch damit sie als lebenskompetente Partnerin erscheinen kann.

2. Lies Dich hier durch die Threads und schau Dir an, wie viele Frauen über ihre Probleme mit dem Partner nicht reden sondern irgendwie rumtricksen, weil sie sich ihm nicht anvertrauen - zu Recht oder Unrecht sei mal dahingestellt.
Ich kann für mich nur sagen, dass ich meinem Exmann niemals anvertraut hätte solche Ängste zu haben, denn er hätte daraus x-mal bei unterschiedlichen Anlässen wiederholten Partygaudi gemacht, unfähig festzustellen, dass die meisten sich fremdschämen. Für mich war er der falsche Partner.
Kann man sich jemandem nicht anvertrauen, dann muss man sich einen anderen Partner suchen, nicht weil er mal eingeschlafen ist, weil er das nicht kommunizierte Problem nicht verstanden hat.

3. Hat die FS ihre Ängste unmissverständlich kommuniziert und er macht es sich trotzdem gemütlich, dann ist er falsch für sie, denn er nimmt sie nicht ernst.

Diese Punkte muss sie sich angucken und im Zweifelsfall hat sie dann halt keinen Partner mehr für Telefonbegleitungen, weil aus dem richtigen Grund getrennt (sie vertraut ihm nicht oder weil er ist wie er ist) und dann muss sie sich eh andere Sicherheitsmaßnahmen überlegen.
Die ganze Sache nur an einem Phänomen aufzuhängen und "er ist schuld" ist kein zukunftsfähiger Umgang, sondern sie macht das Gleiche weiter: falsche Männer, immer noch Ängste.
 
  • #60
Wenn mir beim Joggen jemand "Schöner Po!" hinterherruft, sage ich halt Danke und laufe weiter, ist doch nicht so schlimm.
"Schöner Po" ist für mich auch keine Belästigung in dem Sinne, aber wird wohl schon so definiert. Ich zähle darunter nicht mal die Aufforderung, mir im vorbeigehen zu sagen, ich sollte demjenigen einen blasen, als sei es ein Kompliment, das zu dürfen, oder wenn zwei sich hinter mir unterhalten, dass sie mich gern mal im Bett hätten.
Du klingst nicht so, als wäre Dir wirklich mal was passiert, das beängstigend wäre. Das ist schön. Sei froh drüber und zieh auch in Erwägung, dass andere Leute Übergriffe schon im Kindesalter erlebt haben könnten. Von daher ist das hier

aber ich würde eher versuchen, ihr dabei zu helfen, ihre Ängste zu überwinden und ein mutigerer und selbständigerer Mensch zu werden
zwar ein liebevolles bis ehrenwertes Ansinnen, aber jemanden zu einem Selbstverteidigungskurs oder zum Kampfsport zu schicken, setzt auch voraus, dass derjenige das will. Sonst bringt es ja nichts. Manche Frauen können nicht mal um Hilfe schreien oder laut "nein" oder "hau ab" sagen.

Wenn der Fragestellerin schon mal passiert ist, dass sie ein Mann verfolgt hat, finde ich es nachvollziehbar, dass sie Angst hat. (Mal abgesehen davon, dass es ja darum geht, wie der Partner ihr Ansinnen handhabte, und nicht darum, ob was passieren kann und ob telefonieren hilft.)

Ich will mich davon aber nicht in meiner Bewegungsfreiheit einschränken lassen. Das ist eben meine Herangehensweise.
Meine ist auch nicht, mich einschränken zu lassen, auch wenn ich niemals blind und sorglos wäre. Aber früher habe ich bestimmte Situationen wirklich komplett vermieden. Ich war nicht bereit dazu auszutesten, OB nichts passiert oder vielleicht doch.
 
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