Bin ich ihm überhaupt noch wichtig?

Ich hatte im Dezember 2015 einen schweren Autounfall. Mein Mann wurde damals von der Polizei über den Unfall informiert und kam dann auch zur Unfallstelle. Zu dem Zeitpunkt wurde ich grade in den Krankenwagen gebracht, er kam jedoch nur kurz zu mir und fragte was passiert ist. Auf die Frage ob er mit ins Krankenhaus kommt, sagte er Nein er geht jetzt heim ich soll dann anrufen. Voll der schlag ins Gesicht. Ich rief dann nach den Untersuchungen an und sagte ihm das ich dort bleiben muss, ok er bringt mir dann morgen Sachen vorbei. Und seitdem ist das so das er sich null dafür interessiert, mich unterstützt oder hinter mir steht. Ich hab seitdem Unfall Dauer schmerzen. Jetzt beginnt dann meine dritte Reha. Ich wurde vor kurzem operiert und bin seitdem krankgeschrieben, muss mittlerweile starke Schmerzmittel und Medikamente gegen Nervenschmerzen nehmen, weil nerven bei dem Unfall geschädigt worden. Ich War bei jedem Arzt Besuch oder Untersuchungen, wo teilweise echt unangenehm waren alleine dort. Er fragt mittlerweile noch nicht mal mehr was der Arzt gesagt hat. Mittlerweile mach ich auf stur und mach halt eben auch dicht. Was der Gesundheit nicht grade förderlich ist.
Dazu kommt noch das mich sein Verhalten sehr verletzt und ich mich sehr einsam fühle in letzter zeit und mir auch immer wieder die Frage stelle, geht man so mit jemandem um den man liebt????
Ich stell seitdem echt unsere Ehe infrage.
Desweiteren macht er auch laufend Druck das ich endlich wieder arbeiten gehen soll, ich weiß selbst das es finanziell scheiße aussieht aber ich mach das alles ja nicht aus Spaß :(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Oh je!
Mir tut es wirklich Leid für Dich, dass Du mit so einem Menschen an Deiner Seite geschlagen bist.

Dies ist eine echte Feuerprobe für Deine Partnerschaft und ich würde an Deiner Stelle überlegen, in wie Weit das Wort Partner hier tatsächlich noch greift.

Mein Partner lebt in Schweden, als ich ihn kennenlernte, da wusste ich noch nichts von einem Tumor, der in meiner Gebärmutter ran wuchs.
Ich bin seit fast 40 Jahren schwer chronisch Krank (chronische Polyarthritis), mit Allem, was so dazugehören kann, auch starke Gewichtszunahme durch entsprechende Medikamente.
Meine Gliedmaßen sind zum Teil stark deformiert, ich bin körperlich nicht sehr Belastbar. An der kompletten Wirbelsäule habe ich zum Teil wirklich sehr grosse Rheumaknoten, welche mitunter starke Migräne auslösen, ständige Rückenschmerzen etc...
Nein, ich bin wirklich nicht mehr schön anzusehen.

Er wollte mich trotzdem, auch wenn ich ihn lange Zeit auf Distanz hielt.
Als er erfuhr, dass ich im KH liege, wegen einer Tumoroperation, hat er alles stehen und liegen lassen und hat sich so lange wie möglich um mich gekümmert. Hat sich meinen Wohnungsschlüssel geben lassen, damit meine Tiere und die Wohnung versorgt sind, heute hat er seinen eigenen Schlüssel.

Mit diesem Moment war mir klar, dass ich diesen Mann freiwillig nicht mehr gehen lassen würde. Ich werde in 2 Jahren zu ihm nach Schweden gehen, ich wollte das schon vor vielen Jahren tun, jetzt habe ich einen Grund dafür.
Im Moment bin ich mit der Fernbeziehung noch glücklich, weil ich dadurch die Chance habe, noch an 2-3 Baustellen zu arbeiten und mich nach etlichen Tief- und Rückschlägen wieder zu erholen, den Raum brauche ich einfach noch für mich, er versteht das.
Aber wir sehen uns so oft es nur möglich ist, wir schreiben über WA und er ist immer erreichbar für mich, lässt mich niemals unnötig lange auf Antworten warten etc... was er Ermöglichen kann, das tut er auch, auch wenn es manchmal sehr anstrengend für ihn ist. Ich liebe ihn dafür.


Bei Dir liest sich leider das totale Gegenteil und das finde ich sehr Traurig für Dich.

Vielleicht nutzt Du die Zeit der Reha und der erzwungen Ruhe, um mal tief in Dich zu gehen, zu überlegen, was Dir wichtig ist und wie sich auch das Verhältnis zu Deinem Mann entwickeln könnte. Leider sind das keine guten Vorzeichen und sein Mitgefühl für Dich scheint sich in engen Grenzen zu bewegen.

Ich weiss auch wie das ist, in so schwierigen Situationen allein da zu stehen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und den Mut, Deine Entscheidungen zu treffen, denn ich persönlich würde so ein Verhalten nicht bei meinem Partner tolerieren, denn so ein Mann würde für mich den Namen Partner nicht verdienen.
Aber ich kann ja auch nur anhand der hier gemachten Aussagen urteilen, wie der Rest aussieht, weiss ich ja nicht.

Aber das Geschriebene ist ein NO GO für mich.

Alles Liebe
 
Unfassbar was man hier oft liest. Wie war es vor dem Unfall, hast du dich da geliebt gefühlt? - Es schaut nicht nach Liebe aus was du beschreibst. Ich glaube dass ich es nicht ertragen könnte und mich längerfristig trennen, sobald es geht. Tut mir sehr leid für dich! Erst der Unfall dann körperliches und seelisches Leid. Gute Besserung u alles Gute für dich!
 
Hallo Weltwundergang,

schlimmer geht´s fast nimmer.

Nein du bist ihm überhaupt nicht wichtig. Du bist praktisch, aber ansonsten bis Du ihm egal. Trenne Dich o bald es Dir möglich ist. Oder willst du so behandelt werden. Was hält dich noch. Mein Frau war mal mit grippalem Infekt drei Tage krank zu Hause und hat gefragt, ob ich früher kommen könnte, ich hab vereint, weil ich noch was erledigen musste. Da hatte ich bereits ein schlechtes Gewissen...
 
Ich fragte mal einen Kollegen, woran ich erkennen könne, ob ich eine gute und belastbare Partnerschaft habe. Er sagte: "das wirst du vielleicht erst wissen, wenn Du ein Pflegefall bist".
 
Das ist heftig. Du leidest unter schweren gesundheitlichen Problemen, und er ist kalt und lieblos.
ICH könnte das nicht lange ertragen und würde hier zur Trennung raten. War er denn vor dem Unfall anders?
 
Es tut mir von Herzen leid, so etwas zu lesen. Da hat man schon genug Probleme, und dann kommt der sog. "Partner", und macht es noch schlimmer.

Erstmal pass auf dich auf, versuche möglich viel Positives in dein Leben zu lassen, auch bei der Reha, damit der Heilungsprozess effektiver wird. Dieser Mann hindert dich zur Zeit bei der Heilung. Seelisch und körperlich.

Bei aller Liebe - ich glaube, ich würde mich trennen bei so etwas. Einfach, weil er nicht zu dir steht, nicht in schlechten Zeiten bei dir ist. Es ist aber sicher nicht leicht, weil einen viel verbindet, weil man den Mann liebt, weil man Hoffnung hat, dass es sich evtl. bessert.

Ich habe noch einige Fragen. Hat er vorher zu dir gestanden, hat er dir geholfen, auch wenn du krank warst (zB Erkältung, Grippe, usw.). Hilft er dir sonst, wenn Reparaturen anfallen z.B.? Hast du dich vor dem Unfall auch einsam gefühlt neben ihm? Hast du ihm jetzt gesagt, dass du einsam bist und wie hat er reagiert? Ich möchte nicht zu naiv sein, aber kann sein, dass er überfordert ist mit der Situation, selbst nicht weiß, wie es dir wirklich geht, oder meint, dass wenn du wieder arbeitest, auf andere Gedanken kommst und dies auch körperlich hilft? ich will ihn nicht schützen, denn was er tut ist mies. Nur sollte man nicht vorschnell urteilen, denke darüber nach, und wenn es dir weiterhin schlecht mit ihm geht und er dir nach Gespachen nicht zu dir steht, dann ist es wohl gesunder für dich, wenn du dich trennst.

Ich wünsche dir alles erdenklich gute.
 
Hm.

Mein Ex war auch solch ein Sich-Nicht-Kümmern-Können-Mensch - was lange Zeit kaum auffiel, weil ich jung war und sehr belastbar.

Natürlich brachte mein ewiges Kümmern die Beziehung dann - unter Anderem - in eine Schieflage, aber das ist ein anderes Thema.

Er liebte mich auf seine Weise ganz gewiss. Heute habe ich ihn völlig abgeschüttelt, denke kaum mehr an ihn - wenn wir uns, sehr selten, sehen, strahlt er immer noch, macht und tut, hampelt und strampelt, will gut vor mir da stehen.

Aber kümmern ging nicht. Keine Ahnung warum. Defizite aus der Kindheit? Es war wie ein schwarzer Fleck - sobald ihn jemand, auch ein Kind, brauchte, flüchtete er ähnlich wie Dein Mann.

Inzwischen scheint das besser zu gehen, er scheint wirklich ein Vater zu sein für seine späteren Kinder.

Wie alt seid ihr? Kann Dein Mann einfach noch unreif sein? Wenn er 24 sein sollte, würde ich die Hoffnung nicht aufgeben - wenn er 45 ist, ist es zu spät.

Dir alles Gute und viel Kraft! Hast Du andere Menschen, die Dir zur Seite stehen? Ich hoffe es für Dich!
 
Ich erinnere mich an meinen Ex-Ehemann. Als ich wirklich mal völlig malad im Bett lag mit einer schweren Grippe, da machte er mir noch Vorwürfe, weil die Wohnung nicht perfekt war. Ich weiß noch, wie ich buchstäblich !!! auf allen Vieren gekrochen bin. Nein, einen Tee oder sonstige Zuwendungen habe ich auch nicht bekommen. Ich hatte dann viel Zeit zum Nachdenken. Und ich hatte Angst, diesem Mann im Alter oder bei Gebrechlichkeit ausgeliefert zu sein. Und die Ehe ging dann auch nicht mehr sehr lange.
 
Ich hätte ihm wohl auch direkt noch vor Ort gesagt, dass er seine Sachen packen kann, wenn er jetzt geht und dass du dir einen neuen Mann suchst, der zu seiner Frau steht, wenn diese halbtot im Krankenhaus liegt. Statt dir ständig verbal ins Gesicht schlagen zu lassen, schlage du besser anderen verbal ins Gehirn.

Da muss man halt ein wenig tough sein. Wenn du dabei deine Ehe verspielst, dann ist es kein Verlust. Dieser Mann macht, während du im Krankenhaus liegst, schon längst sein eigenes Ding.

Ich würde mich trennen, weil er hat als Mann für seine Frau und erst recht kranke Ehefrau arbeiten zu gehen, wenn ihr finanzielle Probleme habt, wie es sich als verlässlicher Partner gehört. Und weil nicht du 100 % Geld nach Hause bringen kannst.

Gerade wenn du arbeiten gehen sollst für euch beide, dann kommst es dich finanziell ja ohnehin günstiger, wenn er weg ist, außerdem kannst du dann noch ein bisschen deine Gesundheit schonen. Genug Vorteile für eine Scheidung.
 
Du leidest, und das gleich doppelt. Die körperlichen Leiden könnten allerdings auch noch so viel Mitgefühl nicht einfach weggezaubert werden. Und ob sie leichter zu ertragen wären, wenn Dich jemand durch sein empathisches Betüteln beständig daran erinnert, darf durchaus auch angezweifelt werden – wahrscheinlich ist es eher umgekehrt: „funktionieren” zu müssen mobilisiert Kräfte und drängt Schmerzen zurück.

Ob Dein Mann so tickt, wissen wir nicht, das mußt Du ihn schon gezielt selber fragen.

Mir kam beim Lesen Deiner Geschichte aber noch ein anderer Gedanke: kann es sein, daß er Dir die Schuld an dem Unfall gibt? Hattest Du Dich, bevor es passierte, über ein konkretes Anraten hinweggesetzt? Das würde seine kühle Reaktion erklären. Die ich damit aber nicht verteidigen möchte, im Gegenteil.
 
Mittlerweile mach ich auf stur und mach halt eben auch dicht. Was der Gesundheit nicht grade förderlich ist.
Dazu kommt noch das mich sein Verhalten sehr verletzt und ich mich sehr einsam fühle in letzter zeit und mir auch immer wieder die Frage stelle, geht man so mit jemandem um den man liebt????
Ich stell seitdem echt unsere Ehe infrage.
Desweiteren macht er auch laufend Druck das ich endlich wieder arbeiten gehen soll, ich weiß selbst das es finanziell scheiße aussieht aber ich mach das alles ja nicht aus Spaß :(

Oh, erstmal es tut mir leid , was dir widerfahren ist. Es ist schwer da allein durchzukommen. Mein erster Rat: Tue was für dich selbst, suche dir unbedingt einen psychologischen Arzt und bespreche das mit ihm. Nimm dein ,,Mann,, dann mit, damit er vor Augen geführt bekommt, wie es dir dabei geht. Wenn er dann nicht aufwacht, ist es für die Beziehung zu spät.
Manche Männer können einfach nicht mit so einer Situation umgehen, es gibt mehrere Möglichkeiten.
Die erste und einfachste: Dein Mann hat kein Bock und sieht dich nur als Belastung, keine Liebe, dann trenne dich!
Zweite Möglichkeit: Er ist überfordert und hat Angst, kann nicht damit umgehen und zieht sich deshalb zurück, dann gäbe es Hoffnung, aber nur durch Ärztliche Gespräche und Psychologische Aufklärung.
Weitere Möglichkeiten fallen mir nicht ein, aber das weiß nur dein Mann.
Ich bin auch seit 2010 chronisch krank und meinem Ex war es nur wichtig, das ich funktioniere, damit er sein Leben ohne Einschränkungen so weiterführen konnte, wie bisher. Zwar arbeite ich noch, aber die Bequemlichkeit meines Mannes habe ich nicht länger unterstützt. Er arbeitet zwar auch, verdiente aber viel weniger... dann erkannte ich, warum er bei mir war....
Du solltest dich fragen: Was würde passieren, wenn Ihr Euch trennt? Bekommst du Trennungsunterhalt, Ehegattenunterhalt nach Scheidung? Kommst du alleine klar mit deiner Krankheit?
Du bist schuldlos arbeitsunfähig und es wird noch dauern und evtl. schrittweise mit Hamburger Modell ins Arbeitsleben zurück gehen, wenn es gesundheitlich ok. ist.
Wenn dein Mann dies nicht kapiert und dich unterstützen kann oder will, sehe ich keine gemeinsame Zukunft.
 
Du leidest, und das gleich doppelt. Die körperlichen Leiden könnten allerdings auch noch so viel Mitgefühl nicht einfach weggezaubert werden. Und ob sie leichter zu ertragen wären, wenn Dich jemand durch sein empathisches Betüteln beständig daran erinnert, darf durchaus auch angezweifelt werden – wahrscheinlich ist es eher umgekehrt: „funktionieren” zu müssen mobilisiert Kräfte und drängt Schmerzen zurück.

Dazu fällt mir jetzt aber echt nichts mehr ein!

Was hat denn Empathie und Mitgefühl mit "Betüteln" zu tun?

Du bist und warst scheinbar noch nie Krank oder auf Hilfe angewiesen, sonst würdest Du so eine Aussage wohl eher nicht treffen.

Dieses Leistungsdenken ist echt schlimm!

Und dann noch mit so einer Schuldfrage kommen, sorry. Ist scheinbar auch überall Normalität geworden, dass jedem dem etwas passiert, erst mal die Frage gestellt wird, ob er es nicht vielleicht doch selber provoziert hat.

Gerade wenn man am Boden liegt, kann Zuspruch und Zuwendung so wichtig sein, kann die gereichte Tasse Kaffee oder Tee das Herz erwärmen, kann es eine echte Hilfe sein, zu spüren, man ist nicht alleine.
Ich rede da wirklich aus Erfahrung!
 
Kenne ich von meinem Ex, das Gefühl.
Ich hatte auf dem Weg von ihm zu mir einen Autounfall- er ist nicht ins Krankenhaus gekommen und auch nicht abends zu mir. Auto war Totalschaden, ich bin wegen Glatteis gegen eine Betonwand geschlittert und konnte laut der Polizei froh sein, dass ich noch lebe!
Ich stand unter Schock, hatte schwere Prellungen etc...

Beim zweiten Mal habe ich mir was am Fuß gebrochen und auch da war er lieber mit einem Freund Mittagessen!

Ich saß ganz alleine im Krankenhaus, um mich herum alle mit Freunden und Partner. Seitdem sage ich mir- nie wieder!

Fürsorge ist mir persönlich sehr wichtig und wer so lieblos mit mir umgeht und wem seine Kumpels wichtiger sind- da kann ich gut und gerne drauf verzichten! Da bin ich lieber alleine und kann meine Freunde anrufen, als immer etwas vermissen zu müssen, was selbstverständlich ist! Für solche Notfälle hat man doch einen Partner.
 
Also erst mal: auch ich finde, dass dein Mann sich nicht richtig verhält, denn du bittest ihn konkret um Hilfe und Beistand und den verwehrt er dir.
Das macht man nicht, wenn man jemanden liebt.
Ich bin aus Liebe zu vielem bereit, selbst wenn ich es nicht verstehe oder nicht teile.

Jetzt kommt das Aber:
Genau das könnte der Punkt sein.
Dass er es nicht versteht, warum es dir so wichtig ist, dass er dich z.B. begleitet.
Ich denke, einige Männer sind so und auch ein paar wenige Frauen. Ich bin eine von ihnen.
Ich kann mit Leiden, Schmerzen, Trauer, Schwäche usw. ganz schlecht umgehen.
Wenn ich meinen dementen Vater im Heim besuche, empfinde ich nur Peinlichkeit, kein Mitleid oder Empathie.
Wenn ich krank im Bett liege ( kommt alle drei Jahre für drei Tage vor ), will ich allein sein. NIEMANDEN sehen.
Mein Freund ist oft krank, kürzlich war er allen Ernstes eine Woche wegen einer Erkältung krankgeschrieben und sagte dann am WE zu mir, dass er das Haus, besser das Bett nicht verlassen wolle.
Darauf ich, ganz treudoof 'ok, dann sehen wir uns nächstes WE'.
Meine Tochter war entsetzt und sagte, dass er jetzt bestimmt denke, dass er mir egal sei und ich hätte doch fragen müssen, ob ich kommen soll und was aus der Apotheke mitbringen oder so.
Das habe ich dann auch gemacht, aber von allein bin ich da nicht draufgekommen.
Und ich habe meinen Freund wirklich lieb.

Meine Tochter hat nah am Wasser gebaut, während ich alle drei Jahre einmal heule, oder nicht mal das. Nach meinem Gefühl möchte ich dann immer die Augen verdrehen, aber das tue ich nicht, sondern nehme sie immer ernst, bzw. tue so, weil ich sie liebe.

Und ich denke, das ist der Punkt.
Dass dein Mann keinen Bock auf Arztbesuche hat, verstehe ich. Ich würde das auch nicht wollen, genauso wie ich es nicht will, dass mich jemand begleitet. Aber wenn ich wüßte, einem Menschen, den ich liebe, ist das wichtig, würde ich es tun.

Was ich sagen will ? Bist du ganz sicher, dass dein Mann weiß, dass dir das alles wichtig ist ?

Übrigens, falls jetzt jemand sagen möchte, dass ich das erst beurteilen kann, wenn ich mal in einer solchen Situation war, kann ich das entkräften.
Ich bin vor knapp 22 Jahren allein zur Entbindung ins Krankenhaus gefahren und wäre da auch gerne allein geblieben. Leider bekam meine Mutter durch einen Zufall Wind davon und dann hatte ich sie 16 Stunden am Hals, was mir nicht geholfen, sondern mich zusätzlich belastet hat.

Vor ca. 7 Jahren hatte ich eine schwere Operation am Bein, die sechs Stunden dauerte und ich blieb dann noch drei Tage im Krankenhaus.
In dieser Zeit wollte ich niemanden sehen, bin mit der U-Bahn hingefahren und mit dem Taxi zurück.
Meine Tochter wollte mich besuchen, aber ich wollte nicht, dass sie mich so sieht ( man sieht nach 6 Stunden in Narkose wie ein Zombie aus ), mit dem Katheder auch und so.
Sie hat aber dort angerufen, da war ich gerade in der Dusche ohnmächtig geworden und ich rief später zurück.

w 49
 
Ich glaube nicht, dass sich ein Mensch von einer Sekunde auf die andere von einem abwendet.
Wer war Unfallverursacher? Hat Dein Mann Dir im Vorfeld vielleicht abgeraten, zu fahren?
Sein Verhalten Dir gegenüber ist sehr unterkühlt. Wenn es das vor dem Unfall nicht war, gibt es nun Gründe für ihn. Du schreibst auch nicht, wie Eure Ehe vor dem Unfall war. Für mich liest sich Deine Schilderung klar danach, dass Du das arme Opfer bist und er der eiskalte Nichtkümmerer. Bisschen einseitig, findest Du nicht?
 
„Erst in Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen“… sagte schon meine Oma!

Egal, wie eure Ehe vor dem Unfall gestrickt war und wie sie aktuell ist. Für mich persönlich ist es eine Selbstverständlichkeit einen Menschen zu unterstützen, zu helfen, in jeder Lebenslage. Erst recht in Zeiten einer Krankheit, umso mehr wenn es sich um den Lebenspartner oder noch dringlicher um das eigene Kind handelt.

Sehe der Realität in die Augen und trenne dich. Dein Mann ist ein Egoist wie er schlimmer nicht sein kann. Was willst du mit einem solchen Menschen? Konzentriere dich ausschließlich auf dich, auf deine Genesung und wenn die Kraft zurück ist trenne dich ohne Wenn und Aber.
 
Liebe Fs,
es tut mir leid, was dir widerfahren ist. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinem Exmann, was mich damals sehr unglücklich machte.

Ich möchte das Verhalten deines Freundes nicht entschuldigen, sondern vielleicht einfach nur erklären, damit es für dich besser annehmbar wird.

Es ist bei manchen Menschen so, dass sie ihren geliebten Partner nicht leiden sehen können, dass es für sie selbst zu schmerzhaft ist, damit umzugehen. Sehr passend genau dazu eine gestrige Folge von Dr. House. ..

Manche können und wollen sich selbst keine Schwächen zugestehen, ebenso fällt es ihnen schwer, diese bei anderen anzuerkennen, wie @frei ja schreibt. Klar kann man versuchen, das rational zu kompensieren, aber das Gefühl dafür fehlt. Das heisst jedoch nicht, dass diese Menschen keine Liebe empfinden.

Ob man damit umgehen kann und will, wieviel Zuwendung man selbst braucht, muss man dann eben entscheiden.
 
Ohne deine Situation vor dem Unfall zu kennen ist es schwer das zu beurteilen. Blende dein gesundheitliches Problem mal aus. Wie würdest du dann auf sowas reagieren?
Frag ihn doch mal warum er so lieblos reagiert? Ob du ihm so egal bist?
Und noch viel wichtiger: Wenn es umgedreht wäre, sollst du dann auch so reagieren? Würde ihm das so gefallen?

Dreh den Spieß um und kümmer dich um dich selbst ohne Rücksicht. Du hast gerade andere Sorgen als seine Ungangsart. Gute Besserung und alles Liebe.
 
Er war noch nie ein hilfsbereiter Mann, aber ich hab es auch noch nie wirklich benötigt. Der Autounfall war unverschuldet, bin auf dem Heimweg von der Arbeit (nach einer Besprechung) abends um 22:30 Uhr bei Nebel mit 100 km/h gegen ein Wildschwein gefahren. Das hätte jedem passieren können und ich bin Gott froh das ich tausend Schutzengel hatte und noch lebe.
Ich will von meinem Mann überhaupt nicht betütelt werden, ich will einfach nur das er mich unterstützt in manchen Dingen. ein kleines Beispiel: Anfang Januar hatte ich extreme Schwindelanfälle und einen tauben arm/Hand bekommen. ich hab dann gesagt das ich in die Notaufnahme fahre, weil ich Angst hatte. Er meinte dann, er hat keine Zeit mich zu fahren er hat Angelsitzung. Ich bin dann mit unserem Sohn (8 Jahre) 20 km ins nächste Krankenhaus getuckert, das war echt hart wenn es einem so dreckig geht soweit zu fahren und dann noch mit Kind. Ich bin oft nachts weinend im Bett gelegen vor Schmerzen und Verzweiflung.
Er hat auch seine guten Seiten, aber in diesem Fall versagt er meiner Meinung total.
Klar wir hatten auch vor dem Unfall so unsere Probleme, aber welche Ehe hat die nicht?
Das große Problem daran ist auch, ich kann nicht einfach so gehen - wir haben vor 5 Jahren ein Haus gebaut das auf uns beide läuft und ich wüsste leider auch gar nicht vorhin ich gehen sollte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wer Probleme lösen will und kann findet Wege, wer nicht findet Gründe. Siehst du das Haus wirklich als Grund an nicht gehen zu können. Auch da gibt es Lösungen. Für mich ist er ist ein kalter, mega egoistischer Klotz an DEINEM Bein.
 

Laleila

Cilia
unverschuldet .... um 22:30 Uhr bei Nebel mit 100 km/h
Sicht weg.. Gas weg, erst recht in waldreichen Gegenden. Aber davon mal abgesehen.
Dein Mann interessiert sich einen alten Hui für Dich. Das weisst Du selbst, Deine Frage hier ist müßig.
Interessanter ist die Frage der Konsequenz welche Du aus dieser Erkenntnis ziehst.
Das eigentliche Problem beschreibst Du ja im letzten Beitrag. Ihr seid durch den Hausbau wirtschaftlich scheinbar aneinander gebunden.
Da hilft nur kommunizieren. Sag ihm, dass Du Dir eine Beziehung anders vorstellst und was genau Du von ihm erwartest. Kündige ihm die Folgen (Trennung, Hausverkauf) für den Fall, dass Ihr es nicht gemeinsam schafft, an. Zeige Möglichkeiten auf, wie d.M.n. Schritte in die richtige Richtung aussehen könnten (Eheberatung, Mediation). Sei offen für das, was ihm eventuell in der Beziehung fehlt und seine Lösungsvorschläge. Sei gerüstet für eine mögliche Beendigung der Ehe. Vermögensverhältnisse, Papiere, anwaltliche Beratung.
In so lieblosen Ehen wie der Deinen, rate ich immer, vor einer Aussprache alles für das worst case scenario vorzubereiten. Danach sind die Gefühle meist verletzt, die Fronten verhärtet. Alles wird schwieriger.
Solltest Du es dann doch nicht brauchen, um so besser. Es schadet Dir aber auch nicht dabei eine sicherere Verhandlungsposition einzunehmen.
 
Nimm das bitte ernst. Mein langjähriger Partner und ich hatten ziemlich zu Anfang einen schweren Autounfall, den wir glücklicherweise ohne schwere Verletzungen überlebten-was schon einem Wunder gleichkam (er saß am Steuer, war jedoch nicht schuld am Unfall).
Er nervte mich monatelang, dass ich eine tiefe Narbe, die ich im äußeren Auge hatte und erst nach einem Jahr plastisch-chirurgisch korrigiert werden konnte, mit maskenbildnerischer Technik abdecken sollte, wollte mich sogar zwingen mit ihm zu einer Apotheke zu fahren zur Beratung (ich fand die Narbe auch nicht so schön, war aber dankbar so gut davongekommen zu sein und fand es ausreichend, sie bis zur OP mit etwas normalem Make-up abzudecken...ich war und bin immer sehr gepflegt).
Das interpretierte ich damals als eine Art Schuldkomplex. In einem Streit sagte er sogar, dass er sich schäme, eine Freundin mit solch einer Narbe zu haben. Das hatte ich lange verdrängt!
Als es mir Jahre später wegen Jobverlust schlecht ging und nachts der Anruf kam, dass mein Vater gestorben war, hat er mich nicht einmal in den Arm genommen oder sonst irgendwie getröstet. Auch für andere Menschen, die krank waren oder arbeitslos wurden, hatte er nur Verachtung übrig.
Heute weiß ich bei allen Fehlern, die ich gemacht habe, dass dies ernste Hinweise auf eine klassische narzisstische Persönlichkeitsstörung sind.
Lauf weg, so schnell Du kannst, denn das wird noch viel verletzender.
 
Dein Mann lässt dich alleine mit Schwindelanfällen und taubem Arm ins Krankenhaus fahren? Weil er eine Angelsitzung hat?

Unglaublich. Mit Schwindel auch noch Auto fahren? Und dann noch mit Kind im Auto? Das ist lebensgefährlich! Für dich und andere.

Dein Mann fährt nicht nach deinem schweren Autounfall zu dir ins Krankenhaus? Obwohl du schwere Verletzungen hast? Und DU musst dich aus dem Krankenhaus melden? Er erkundigt sich nicht nach dir und ist an deiner Seite und steht dir bei?

Noch unglaublicher! Dieser Mann besitzt nicht mal den geringsten Anstand und das geringste Mitgefühl für dich....von Liebe ganz zu schweigen.....

Überlege dir was dir wichtiger ist. Ein Haus und eine Familie bei dem keine Liebe mehr ist zwischen Mann und Frau oder eine Trennung von Haus und Mann und ein neues Leben mit deinem Kind. Vielleicht auch irgendwann mit einer neuen Liebe.

Aber das was dein Mann sich da leistet - unfassbar.
 
Du kommst mir vor wie ein kleines Mädchen, werde erwachsen.

Was kann er dafür, dass du einen Unfall hattest? Er war doch schon an der Unfallstelle und hat dir später Kleidung gebracht. Und als Dank kriegt er von dir das volle Hassprogramm?

"Jeder ist sein eigenes Glückes Schmied"

Und Karma nicht vergessen. Warum passierte dir das? Vielleicht willst du einfach nicht erwachsen werden, so dass die "Einschläge" immer heftiger werden? Sind evtl. ähnliche und weniger heftige Dinge vorher passiert?
 
Was kann er dafür, dass du einen Unfall hattest? Er war doch schon an der Unfallstelle und hat dir später Kleidung gebracht. Und als Dank kriegt er von dir das volle Hassprogramm?
José ... Du bist ja ein echtes Schätzchen ... ich bin schon immer Single und im Moment macht mir das auch nichts aus. Wofür ich aber (glückliche) Paare beneide, ist dass sie immer jemanden an der Seite haben, der sie unterstützt, zuhört und in den Arm nimmt. Vielleicht ist das eine zu naive und romantische Vorstellung, aber warum hat man denn sonst eine Partnerschaft? Dann bleib ich doch lieber für mich alleine und habe meine Familie und Freunde, die mir zuhören und mir helfen, selbst wenn ich gerade nur mal deprimiert bin oder mich abholen, wenn ich von einer Weisheitszahn-OP zurückkomme. Ich mache das im Gegenzug auch, versuche immer zuzuhören, auch wenn es für mich vielleicht kein großes Problem ist. Natürlich ist dein Mann ein Mann und daher wahrscheinlich nicht so emphatisch, aber ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen würde ich von meinem Partner schon erwarten.

Und es hat doch nichts mit Erwachsen-Sein zu tun, wenn man Hilfe benötigt und eben nicht alles alleine durchstehen möchte.

Was kann er dafür, dass du einen Unfall hattest?
Das hat sie ihm doch auch gar nicht unterstellt. Sie möchte einfach nur, dass er für sie eher da ist, als angeln zu gehen. Bin ich jetzt verrückt, ich kann das sehr gut verstehen.

Also liebe FS, vielleicht ist dein Mann so gestrickt wie José. Ist sein gutes Recht, aber ich könnte damit nicht leben. Wie sieht es denn aus, wenn er mal krank ist. Musst du dann springen? Was sind denn seine guten Seiten?

Wenn dich nur noch das Haus bei ihm hält, dann wirst du sehr unglückliche Jahre vor dir haben.
 
Deine Frage ist dann jetzt wohl beantwortet. Die Mehrheit sagt du bist nicht wichtig und euer Kind ist es auch nicht. Pack deine Sachen und geh. Vielleicht vorübergehend in ein Frauenhaus oder wende dich an eine Organisation. Kümmer dich nur noch um dich und dein Kind. Liebe und Partnerschaft sieht echt anders aus. Soll dein Kind lernen, dass man so mit seinem Partner umgeht? Denke einfach daran, dass du dem Kind das Vorbild bist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nimm das bitte ernst. Mein langjähriger Partner und ich hatten ziemlich zu Anfang einen schweren Autounfall, den wir glücklicherweise ohne schwere Verletzungen überlebten-was schon einem Wunder gleichkam (er saß am Steuer, war jedoch nicht schuld am Unfall).

Ich kann manchmal gar nicht glauben, was ich hier lese, das schmerzt!
Gut, wenn man sich dann von solch einem Partner trennt.
@jose1337,
ich kann gut nachvollziehen, warum so manch einer Single ist und es vielleicht auch (besser) bleibt.

@Weltwundergang:
Hilfsbereitschaft ist für mich ein Charakterzug auf den ich bei einem Partner nicht verzichten wollen würde.
An Tagen, wo es mir nicht gut geht, brauche ich auch keinen, der mir dann die ganze Zeit die Hand hält und Hilflosigkeit in Anbetracht meiner Situation finde ich auch erst mal nicht Schlimm.
Wenn er mich dann fragt, ob ich etwas brauche, oder er etwas für mich tun kann, dann reicht mir das vollkommen aus.

An weniger guten Tagen, ziehe ich das Allein sein dann auch vor, es stört mich dann auch nicht, meinen Partner seiner Wege ziehen zu lassen.
Mitgefühl, nicht Mitleid, halte ich für etwas Grundsätzliches in einer Beziehung. Es reicht mir, wenn er mir signalisiert, ich bin da, wenn du mich brauchst.
Ich weiss aufgrund meiner langen Erkrankungsgeschichte eh am Besten, was mir dann gut tut und was zu tun ist.

Das Haus soll und darf kein Grund sein, Dich länger zu binden, nicht bei einem Mann, der ganz offensichtlich wenig Empathie für Dich übrig hat, die beschriebenen Situationen haben für mich auch mit mangelnder Hilfsbereitschaft nichts zu tun.

Wenn Du es wirklich willst, dann findest Du auch Wege.
Haus und Co. sind nur materielle Werte, nichts von Bedeutung und noch weniger, wenn es mein Lebensglück geht. Besitz wird niemals verlorene Jahre und Unglück aufwiegen können.

Denk auch an Dein Kind, was hat es davon, von zwei Erwachsenen umgeben zu sein, die ihm Derartiges vorleben? Möchtest Du Dein Kind später auch einmal von seinem Partner SO behandelt wissen?

Ich würde wirklich Hilfe suchen und wie schon empfohlen, einen Mediator einschalten. Es könnte viel Klarheit bringen, für beide Seiten.

Viele Grüße
 
In dieser lieblosen Partnerschaft kommt ja noch hinzu, dass du krankgeschrieben bist und er dich drängt, wieder arbeiten zu gehen. Er trägt in keiner Weise dazu bei, dass du schneller gesundest - liebevolle Anteilnahme kann durchaus etwas bewirken - und denkt nur: Hoffentlich arbeitet die bald wieder. Das Geld, das Geld ....

Überlege, ob du so einen herzlosen Menschen wirklich dein ganzes Leben lang ertragen kannst.
 
Top