• #1

Bin ich jetzt egoistisch?

Ich bin seit 3 Jahren getrennt, wir haben eine Tochter (7).
Habe meine Tochter jedes WE, Dienstags und Donnerstag bringe ich meine Kleine bei meiner
Ex-Frau ins Bett. Wir haben glücklicherweise kein Stress können reden, Familienfeste,
Feiertage verbringen wir zusammen. ( Für andere würde es so aussehen als währen wir noch zusammen).
Nun lief es seitdem in meinem Leben so, das ich nur Arbeite und WE meine Tochter bei mir hatte.
Um auch mal wieder etwas Zeit zu haben habe ich meine Ex-Frau nun gebeten, das wir uns jedes
WE abwechseln, das past Ihr nach mein Gefühl nicht, da sie gerne etwas mit ihrem Partner machen möchte.
Das Problem ist, das ich auch mit meiner neuen Partnerrin auch nun etwas Zeit verbringen möchte
und nicht vor meiner Tochter rumturteln möchte!
Ich liebe meine Tochter über alles, ist egoistisch von mir, Zeit für eine neue Partnerschaft zu investieren?

Alles Neuland für mich.
 
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  • #2
Lieber FS,

auch für das Wochenende muss! es klare Regeln geben und abwechselnd die Betreuung organisiert werden. Bei mir klappt das nun schon seit 14 Jahren relativ gut.

Egoistisch bist du nicht. Sprich mit deiner Ex, stelle klare Regeln auf. Sie will ja auch Zeit für sich haben, also muss sie dir auch Zeit am Wochenende zubilligen.

w 48
 
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  • #3
Hallo FS, ich finde es in keinster Weise egoistisch von Dir Zeit in eine neue Partnerschaft zu investieren. Was mich verwundert, wieso du nicht vor Deiner Tochter rumturteln möchtest. Sie weiß doch, dass ihr getrennt lebt. Deine Ex-Frau hat einen Partner. Meine Tochter ist 9 und ihr Vater hat seit 2 Jahren eine neue Beziehung. Ich selber erst seit 4 Monaten. Für Deine Tochter finde ich es sogar wichtig, dass du dich auch um deine Bedürfnisse kümmerst. Beides ist möglich. Erkläre deiner Tochter, dass du verliebt bist und dich freust, das ihr alle zusammen seit. Dann funktioniert es auch!
w/48
 
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  • #4
Deine Exfrau sollte froh sein, dass du ihr 3 !!! Jahre alle WEs fürs Turteln und p*ppen tochterfrei gehalten hast. Aber jetzt hast auch DU ein Anrecht darauf, ein Privatleben zu führen! Wenn man aufrechnet, hättest du nun 3 Jahre jedes WE frei!!! Doch das willst und kannst du verständlicherweise deiner Tochter nicht antun. sicherlich habt ihr offziell kein Wechselmodell und du zahlst auch noch kräftig 100 % Kindsunterhalt, oder?
Bei deiner Ex musst du dich daher durchsetzen. Und NEIN, es ist nicht egoistisch - egoistisch ist deine Ex, die diese für sie so angenehme Regelung nun allgemeinverbindlich erklären will und dir kein Privatleben mit einer Partnerin mehr gönnen will.
Bleib hartnäckig und ziehe es durch - nur so kannst auch du wieder zu deinem Recht kommen! Viel Glück, w 42
 
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  • #5
Warum könnt ihr über die Wochenendregelung nicht ebenso vernünftig sprechen?
 
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  • #6
Was ich schwierig finde, ist, dass Du erst jetzt mit der neuen Freundin die Wochenendbesuchsregelung ändern möchtest. Das sieht für mich (und vielleicht auch für Deine frühere Frau und Deine Tochter) so aus, als würdest Du Deine Tochter wegen der neuen Freundin nicht mehr so häufig sehen wollen.

Es ist rational betrachtet nicht wirklich egoistisch, hinterlässt bei mir aber trotzdem ein ungutes Gefühl, weil ich denke, in den vergangenen Jahren war "Deine Tochter (vielleicht auch aus Gründen Deiner Einsamkeit o.ä.) gut genug", um mit ihr jedes Wochenende zu verbringen, jetzt ist eine neue Freundin da und Deine Tochter soll plötzlich nicht mehr so oft bei Dir sein. Du hast das Recht alle zwei Wochen ein freies Wochenende zu haben, aber es erst jetzt und in Verbindung mit Deiner neuen Freundin einführen zu wollen, halte ich psychologisch für ungeschickt. Wärst Du alleinerziehender Vater, hättest Du übrigens auch keine kinderfreien Wochenenden.

Ich hoffe, Deine Tochter nimmt es nicht persönlich. In der Sache hast Du recht, aber emotional erfüllt es mich mit Unbehagen, dass Du erst wegen eines neuen "Zeitvertreibs" am Wochenende eine andere Besuchsregelung anstrebst. Bei Deiner Frau war es von Anfang an anders, deswegen hast Du es jetzt schwerer.

Bitte nehme mir meine Worte nicht übel, wie erwähnt, Du hast "im Prinzip" recht.

w/49
 
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  • #7
Nein, du bist nicht egoistisch. Warum soll deine Tochter jedes WE ausschließlich bei dir sein? Du und seine Partnerin habt genauso ein Recht auf Zweisamkeit wie deine Ex-Frau und ihr Partner. Wenn ihr sonst über alles reden könnt, sollte es kein Problem sein auch bei diesem Thema einen gemeinsamen Nenner zu finden.
 
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  • #8
Ich sehe das ein bisschen anders als meine Vorredner, deine Exfrau hat deine Tochter schließlich fünf Tage in der Woche und du nur zwei. Das jetzt noch zu reduzieren finde ich nicht in Ordnung.
Du scheinst nicht weit weg von deiner Ex zu wohnen. Warum nimmst du sie nicht eine ganze Woche und deine Ex eine Woche? Dann hättet ihr beide Alltag mit eurer Tochter, aber auch mal ein freies Wochenende.
Ich halte das für die fairste Lösung und deine Tochter wird sich nicht vernachlässigt fühlen.
 
  • #9
Du bist in keiner Weise egoistisch. Bei mir war es lange so, dass der Vater auch fast alle WE hatte, da unser Sohn sich in der Woche meist bei mir aufgehalten hat und wir aber eine 50/50 Regelung wollen für unseren Sohn. Bei mir war es aber anders herum, ich wollte auch mehr WE mit meinem Sohn verbringen, schöne Zeit und nicht nur Schule, Hausaufgaben und Fahrdienste. Auch mal Ausflüge und andere Unternehmungen. Vielleicht solltest du auch eher die Orteil für deine Frau herausstellen. Aber sich die WE aufzuteilen ist normal und angemessen. Gerade fürs Kind, denn der will doch bestimmt mit der Mutter auch schöne Sachen machen und nicht nur den Wochenalltag.
 
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  • #10
Wie geht es Deiner neuen Partnerin bei der ganzen Geschichte? Ich glaube sie ist diejenige, die zu kurz kommt. Ich wundere immer über den Anspruch mancher Leute, nach der Trennung weiterhin perfekte Eltern für ihre Kinder sein zu wollen, aber selbstvertändlich auch eine intakte neue Partnerschaft haben wollen. Beides geht nicht. Für die neue Partnerin eigentlich eine Zumutung.
 
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  • #11
Ich schliesse mich den meisten Vorgängern an.
Meine Kinder sind alle 2 Wochen für ein Wochenende beim Papa sowie die Hälfte der Schulferien. Falls er sie wochentags sehen möchte, darf er es, aber meistens nimmt er es nicht in Anspruch.
Ich (w 42) genieße sowohl meine Kinderwochenenden als auch die Wochenenden ohne Kinder. Das ist eine tolle Mischung. Es ist schön, wenn man am Wochenende Zeit für die Kinder hat und etwas mit ihnen aktiv unternehmen kann. Kino, basteln, schwimmen, malen, kochen, backen, spielen. Und die Wochenenden ohne Kinder laufen ganz anders ab; man fühlt sich frei, geht aus, verabredet sich, genießt einfach nur die Ruhe ... und ich freue mich, die Kids am Montag wieder zu haben. Der Abstand tut gut!
Ich kann die Regelung, die Wochenende abzuwechseln nur empfehlen.

Ich sehe es auch so, dass deine Frau in diesem Falle sehr egoistisch ist. Das würde ich auf jeden Fall ändern.

Was das "rumturteln" vor den Kindern betrifft, finde ich es völlig ok, wenn man in einer festen Beziehung ist.
 
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  • #12
Für mich ist es deine Ex-Frau, die ich nicht verstehe. Auch ich bin alleinerziehende Mutter von 2 Kindern und würde es nicht wollen, die Kinder an keinem Wochenende bei mir zu haben. Aber sei's drum, ich finde es richtig, dass du im Zuge deiner neuen Partnerschaft diese Frage in den Raum stellst. Es ist ein Zeichen an deine neue Partnerin, die sich nicht hinten angestellt fühlen sollte. Deiner Tochter kannst du es behutsam erklären. Ich gehe davon aus, dass du deine Tochter, wenn sie das WE dann bei dir verbringt, aktiv in die neue Partnerschaft einbeziehen wirst
w/45.
 
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