• #61
* sind oft sehr charismatisch und lassen sich auch gerne bewundern
Sie war (.........) und optisch eine der schönsten Frauen die ich je getroffen habe. Und so eine suchte dann die Nähe zu mir.

* wilder Rausch in den ersten Wochen/emotionale Achterbahn
Dann hätte sie vllt. nicht so häufig davon sprechen sollen, dass sie endlich angekommen ist, ich der Richtige bin und ihre große Liebe.

* ausufernde Planungen zu einem völlig verfrühten Zeitpunkt (Stichwort „Future Faking“)
Trotzdem zogen wir nach 6 Monaten zusammen. Die erste gemeinsame Wohnung für beide von uns. Wir sprachen über Kinder, Ehe, Familie.

* sich dem Partner gegenüber überhöhen
Sie warf mir meine distanzierte und verschlossene Art vor (....) dass ich mich von Kommentaren über Expartner oder sexuelle Erfahrungen immer so sehr habe abschrecken lassen(....)

* allgemeines Verdrehen von Tatsachen/sich nicht an Absprachen halten und dem Partner dafür die Schuld geben (Stichwort „Gaslighting)
(........)sie nicht alleine Reisen lassen wollte/konnte (obwohl wir uns zu Beginn darauf verständigt haben, dass das eher nicht so toll wäre) etc.

* keine Hemmungen, den Partner finanziell (und anderweitig) auszunutzen, während vorgegeben wird, sich zu beteiligen (auch Gaslighting)
(........)sie bestand darauf so viel beizusteuern wie sie kann. Das waren eben 200 €. (......)sich ohne Rücklagen zwei super teure Tattoos stechen zu lassen (eines habe ich bezahlt, als Geb.Geschenk), ständig Kohle auszugeben, sich für die teure Wohnung zu entscheiden und dann noch ohne mich verreisen zu wollen war zu viel.
Mit jeder noch so zurückhaltenden Kritik daran, fühlte sie sich jedes Mal ihrer Integrität beraubt.

* emotionale Kälte bis zur Trennung, sobald das Opfer murrt oder langweilig wird
Aber wie kann man seinen Partner von sich aus noch im Bett als "meine große Liebe" bezeichnen und dann so kalt werden? So frei von Mitgefühl oder wenigstens Bedauern?

* gezielte Selbstdarstellerei nach Trennung
Mir wurde ein Bild mit ihren neuen Klassenkameraden zugesendet auf dem sie breit lacht und den Molly macht. Ich bin nichts mehr für sie.

So, lieber Knorkell, und was nun?

Quäle dich nicht mehr mit dem Gedanken, es mit einer wunderbaren Frau verbockt zu haben. Erstens ist sie nicht so wunderbar, und zweitens hast du es nicht verbockt. Deine Wünsche nach Nähe, einer sicheren Bindung, Ehrlichkeit und Partnerschaftlichkeit sind menschlich, normal und gesund.
 
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  • #62
Überdenke dein Verhältnis zu deinen Eltern, besonders zu deiner Mutter (machst du ja schon). Du musst deine Familie nicht in die Wüste schicken, aber es kann dir in deinem weiteren Leben sehr helfen und sicherlich auch deine Ängste mildern, wenn du dir über die Auswirkungen deiner Kindheit klar wirst. Das kann ein sehr schmerzhafter Weg werden, ist auch mit Trauerarbeit verbunden. Es lohnt sich aber und ist bedeutend besser, als dein Trauma mit Pillen zu bekämpfen, bist du selbst ein tablettensüchtiges Wrack wirst und mit Mitte 50 feststellst, daß du deine besten Jahre verschwendet hast.

Deine Reha ist schon ein guter Ansatz. Pass aber auf, daß du dort nicht einfach mit Medikamenten abgefüllt wirst, die du vielleicht gar nicht brauchst, denn daß ist leider auch heute noch verbreitet in der Psychotherapie. Mache Therapie, aber suche dir ganz gezielt einen Therapeuten, der sich mit Narzissmus, besonders bei Eltern, auskennt. Sind leider nicht so viele. An dieser Stelle möchte ich dir noch die Arbeit von Dr. Ramani Durvasula (Bücher und Youtube) ans Herz legen, die als Pionierin in der Narzissmusforschung sehr angesehen ist und es versteht, die Dynamiken ohne zuviel Fachjargon zu erklären. Ist auf Englisch, aber gut verständlich.

Es ist jetzt deine oberste Priorität, dich um dein eigenes Wohlergehen zu kümmern. Ich hoffe, ich kann dir mit alldem irgendwie weiterhelfen; es ist zumindest ein Versuch. Ich wünsche dir alles Gute. Immer stark bleiben und die Augen auf den Horizont richten!!

w33
 
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  • #63
Der Punkt ist doch, man kann andere nicht verändern.
Sie hat ihre Vorstellungen, du hast deine.
Du hättest dich ständig verbiegen müssen, um sie gewähren zu lassen.
Sie hätte sich ständig verbiegen müssen, um deinen Vorstellungen gerecht zu werden.
Sie braucht anscheinend das Umherziehen mit ständig wechselnden Kumpels.
In einer festen Beziehung tolerieren das nur wenige. Wie hätte sie reagiert, wenn du ständig mit anderen Mädels aufgeschlagen wärst und mit denen auf Konzerte gehst usw.? Oft sind ja die freiheitsliebenden nicht so tolerant dem Partner gegenüber
Was du draus lernen kannst: dich in einer Beziehung nicht aufgeben, auf dich zu achten, Grenzen für dich zu setzen.
Was machst du mit und was nicht? Dir treu sein. Und deinen Radius etwas erweitern. Dann bist du auch nicht mehr so ausgeliefert und abhängig.
 
B

Blume94

Gast
  • #64
Deine Wünsche nach Nähe, einer sicheren Bindung, Ehrlichkeit und Partnerschaftlichkeit sind menschlich, normal und gesund.

Ich denke auch, dass es normal ist, seine Zeit mit seinem Partner teilen zu wollen, natürlich auch Freiräume zu geben. Hier scheint es mir so als wäre seine Ex ständig auf Achse mit vielen verschiedenen Menschen, sie ist nicht gefestigt und weiß noch nicht, wohin ihre Reise geht.
Das hört sich sehr hart an, aber schau mal, wenn man zuhause wohnt, gar nichts oder nur einen kleinen Beitrag zahlen muss, um dort zu wohnen, man ist auch nur unterwegs (kein Bock auf zuhause).. es ist fast so, als wärst du ihr Elternhaus, was sie finanziell unterstützt und sie kann ihr Ding durchziehen, ohne Rücksicht und das finde ich total unfair. Sie zieht ihr Ding durch und du bist ihr Rückhalt, der ihr das alles ermöglicht. Mag sein, dass ihr schöne Zeiten erlebt habt, sei dankbar dafür und sehe ein, dass ihr beide andere Ziele im Blick habt, andere Wünsche.

Ich finde es nicht schlim, wenn mein Mann alleine verreist, das ist er auch schon, ich aber auch mit Freundinnen (Wochenendtrip zb.) trotzdem sind wir als Paar dann nochmal gemeinsam in den Urlaub und haben viel Schönes gesehen und entdeckt.
Wenn ich feiern gehe mit Freundinnen, dann auch nur, um bisschen tanzen zu gehen, zu lachen, was nettes zu trinken (niemals übers Maß hinaus - ich hasse es, nicht mehr Herr über meinen Körper zu sein, das ist für mich das Schlimmste), da braucht sich mein Mann keine Gedanken machen und andersrum vertraue ich ihm auch, wenn er los zieht, er möchte auch nur einen geselligen Abend mit Freunden verbringen.
Wir sind beides keine Menschen, die jedes Wochenende los müssen.

Es gibt auch Frauen, die nicht jedes Wochenende um die Häuser ziehen, die ihren Partner an erster Stelle stellen (so wie du es bei deiner Freundin getan hast).

Es tut mir unendlich leid, was du in deiner Kindheit durchgemacht hast, wir sehr du gelitten hast.
Sei stolz auf das, was aus dir geworden ist, dass du doch ein anständiger, bodenständiger Mann bist, nicht auf die schiefe Bahn geraten bist. Mach deine Therapie, akzeptiere deine schwere Kindheit und dich so, wie du bist und sei nicht mehr traurig🙂 Es gibt so viele tolle Frauen, du findest ganz bestimmt eine wundervolle Frau, mit der du noch so viel Schönes erleben wirst und dann denkst du zurück an deine Ex und kannst dir ganz sicher sein, dass es schöne Momente gab, ihr aber nicht zueinander gepasst habt. Sei positiv.

Es gibt viele Menschen die negative Erfahrungen gemacht haben, sowas gehört zum Leben leider dazu, es ist ein Teil von dir, deine Geschichte. Du denkst bestimmt oft daran, ich kenne das.. es ist wie ein Film der sich vor dir abspielt und du wie ein Zuschauer von außen, der dies nochmal erlebt. Ich versuche immer nicht abwesend zu sein, wenn sich sowas auftut, mich davon nicht beeinflussen zu lassen, es würde mich nicht weiter bringen.

Kopf hoch🌈

W26
 
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  • #65
Zunächst mal Danke an alle, die sich diesen großen Thread hier durchlesen und sich die Mühe machen, mir zu helfen.

Dank auch an Nighthawk12 für die Anstöße. Es hat zwar etwas Domestiziertes, Verhaltensweisen wie das Vorgaukeln einer gemeinsamen Zukunft zu pathologisieren (Future Faking), aber es fühlt sich beruhigend an zu hören, dass es so häufig vorkommt, dass es sogar einen Fachterminus dafür gibt.

Was ich zum Verständnis noch anmerken muss, ist der Umstand, dass sie im Laufe unserer Beziehung versucht hat, mit klar zu machen, dass sie keine „Partymaus“ ist, die jedes Wochenende losziehen muss und dieser Eindruck bei unserem Kennenlernen nicht repräsentativ sei. Unter Strich war sie im Laufe unserer Beziehung vllt. 10 Mal mit Kumpels oder ihren Mädels tanzen. Zuletzt Anfang des Jahres, dann kam der Lockdown und alles reduzierte sich auf Essen gehen, vllt. eine Bar und andere Unternehmungen. Das fiel aber auch auf den Tag genau mit dem Beginn meiner Medikation zusammen. Seitdem hatte ich kein Problem mehr wenn sie weg war, aber da ginge es ja auch „nur um Essen gehen“ wie sie sagte, das würde im Endeffekt ja nichts beweisen. Der Lockdown hätte mich sozusagen vor dieser unangenehmen Situation geschützt. Das wäre schon möglich, ich hatte aber auch keine Chance ihr etwas Gegenteiliges zu beweisen. Wenn sie ihre Freundin in einer anderen Stadt über 2 Nächte besuchte, hätte da ja theoretisch auch sonstwas passieren können. Aber ich habe das ganz gelassen hingenommen, obwohl ich die Frau nicht kannte.

Sie konnte durchaus Wochenenden zuhause verbringen, ich weiß eben nicht, ob das wirklich in ihrem Interesse lag oder ob sie insgeheim dem Ärger mit mir aus dem Weg gehen wollte. Sie hat auch einen ziemlich fragmentierten und oberflächlichen Freundeskreis und schien sich im Laufe unserer Beziehung mehrfach über die Intensität vermeintlich enger Freundschaften getäuscht zu haben. Deswegen hat sie sich auch auf ihre neue, beste Freundin gestürzt wie eine frisch Verliebte. Neidisch war ich da durchaus, hab´s mir aber weitestgehend verkniffen.

Nachdem ich Bauchschmerzen äußerte, als sie mit ihrem (schwulen) besten Kumpel auf ein kleines Technofestival wollte und es dann abgeblasen hat, wurde die „Freundschaft“ mit diesem Kumpel irgendwie beendet, nachdem sie kommunizierte, dass ich mich dabei nicht so wohl fühle und sie das eher verschieben, oder stattdessen Essen gehen. Im Nachhinein hätte ich einfach so tun sollen als wäre ich da ganz entspannt, sie wollte ihn mir ja sogar am Tag nach dem Festival beim Essen vorstellen. Da durfte ich dann dazu stoßen…

Ich gehe auch gerne mal tanzen und was trinken. Sie hat mich ja nicht als Spießer kennengelernt, aber aus Angst bin ich das mehr und mehr geworden.
 
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  • #66
Die Distanz zu meiner Mutter ist durch die Trennung von ihrem Mann sehr groß geworden. Nachdem sie damit drohte, sich umzubringen, wenn wir uns nicht um sie kümmern und es in Obhut ihrer Schwester dann auch versuchte und uns unentwegt erklärt hat, was für schlechte Söhne wir seien und, dass nie jemals so gelitten hat wie sie gerade, wurde der Abstand sehr groß und damit kann ich seit einem Jahr nicht gut schlafen. Jetzt wo sie weiß, dass ich auch verlassen wurde, glaubt sie anscheinend, wir seien uns im Schmerz nahe. Ich wahre die Distanz lieber.
 
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  • #67
Weißt du, du kannst dir nicht eine freiheitsliebende Frau suchen und dann hoffen, dass sie sich zu einem häuslichen Typ entwickelt.
Wenn du die Beziehung nur mit Hilfe des Lockdowns und Medikamenten überstehen kannst, passt das einfach nicht.
Eine Traumbeziehung sehr ich da nicht, eher viele Luftschlösser. Wie man auf Kinder kommen kann, ist mir ein Rätsel.
 
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  • #68
In meiner vorherigen Beziehung wollte ich keine Kinder oder Ehe. Ich sah es als restriktive, gesellschaftliche Konvention. In Wahrheit wollte ich das einfach mit der damaligen Frau nicht.
Mit ihr jetzt hatte ich davor keine Angst mehr. Sie hat mich von Anfang an zum Mr. Right erklärt, ich war der Erste seit 3 Jahren den sie ihren Eltern vorgestellt hat, welche gar nicht glauben konnten, dass sie wirklich einen festen Freund hat weil sie sie für unvermittelbar halten, hat ihren Freundinnen erzählt, dass ich der Richtige bin. Alles schon in den ersten Monaten.
Wahrscheinlich habe ich nicht wahrhaben wollen, dass sie mich - trotz meiner Bitte mich als ganzen Mensch zu sehen - vor allem als das charismatische Alphamännchen gesehen hat- als das sie mich kennenlernte.
Ich bin also am eigenen Anspruch gescheitert obwohl ich dieses Image möglichst schnell aus der Beziehung raushaben wollte und über Erfahrungen, Wünsche und Ängste mit ihr gesprochen habe.
Die Idee mit Kindern und Familie haben wir anfangs mal locker angesprochen und da ich - frisch verliebt wie ich war - mir das mit ihr vorstellen konnte, hat ihr das natürlich noch besser gefallen und wir fingen an zu planen. Bzw. ich.
Sie sprach unentwegt von "für immer" und "endlich angekommen", "meine große Liebe", "Ich will nie mehr einen anderen.", "meine Freundin fragen schon wann der Antrag kommt" (halb im Spaß, halb im Ernst), entschied dann aber ihren Job zu kündigen und eine Ausbildung zu machen.
Ihr gesamtes Umfeld, ihre Familie und selbst Meine, waren als sie das kommunizierte bereits alarmiert. Nur ich habe zu ihr gestanden und sie dabei unterstützt.

Ich war eben das erste Mal seit knapp 3 Wochen in der alten Wohnung. Außer, dass zwei Möbel fehlen und all unsere gemeinsamen Bilder weg sind ist alles wie gehabt, und es stand angebrochener Tequila im Kühlschrank. Das hat nochmal richtig weh getan, musste aber sein da ich noch einige Dinge für die Klinik brauchte.
Momentan frage ich mich wie lange sie eigentlich schon von mir angenervt war und trotzdem weitergespielt hat.
 
  • #69
Sie hat mich von Anfang an zum Mr. Right erklärt, ich war der Erste seit 3 Jahren den sie ihren Eltern vorgestellt hat, welche gar nicht glauben konnten, dass sie wirklich einen festen Freund hat weil sie sie für unvermittelbar halten, hat ihren Freundinnen erzählt, dass ich der Richtige bin. Alles schon in den erste
Ich versuch's nochmal. Entscheidend sind nicht die Worte, sondern Taten und Verhalten. Ihr habt euch bereits nach Paris gestritten. Du hattest regelmässig Stress, wenn sie ohne dich losgezogen ist.
Willst du diese Frau im Kinderzimmer anketten, damit sie daheim bleibt?
Es mag ja sein, dass sie so empfunden hat und nichts vorgespielt hat, weil sie vielleicht ankommen wollte.
Aber ihr ganzer Typ ist doch gar nicht häuslich. Und wenn sie dir damit die Ohren vollgesülzt hat. Ihr wart gegenseitig Ego- Push. Sie jung, attraktiv du scheinbar Alpha. Deien Verstand hast komplett ausgeschaltet und sämtliche rote Flaggen übersehen. Ohne euch zu kennen, wart ihr einander Traummann und Traumfrau. Wo gibts das? Hollywood vielleicht.
Aprupte Veränderungen von unvermittelbar auf große Liebe sind sehr unwahrscheinlich.
Du kommst offenbar aus einer ruhigen, langweiligen Beziehung und hattest mit ihr Aufregung, Spass, Unberechenbarkeit und tollen Sex. Das ist wie ein Drogenrausch und jetzt bist du auf Entzug.
Was ist denn mit deinem Vater, der war ja auch immer weg und kaum zu Hause, während deine Mutter wohl auf ihn wartete. Wiederholt sich da ein Muster?
Schau mal auf youtube auf Hemschemeier, Red Flags.
 
  • #70
Momentan frage ich mich wie lange sie eigentlich schon von mir angenervt war und trotzdem weitergespielt hat.

Wenn Ich Dich hier so lese, wahrscheinlich schon länger. Lange Selbstdarstellungen mit wenig Substanz für eine Beziehung und vielen Ausreden. Viele Baustellen und letztlich wird doch nur eine Fassade aufrechterhalten. Traurig für Dich, aber das hilft ihr nicht weiter Kläre Deine Probleme, das ist jetzt sicher der für Dich wichtigste Schritt.
 
  • #71
Lieber FS, ich habe deine Erläuterungen gelesen und das einzige, was ich mir für dich vorstellen kann, ist Folgendes: Du durchlebst eine Trennung und bist aufgewühlt, zornig, traurig, wütend, machtlos usw. Es gibt Situationen, wo nichts hilft außer zu akzeptieren, dass es so ist. Lasse die Trauer zu. Heule dich aus, du wirst diese Phase bald hinter dir haben. Es werden bald bessere Tage kommen. Alles Gute dir 🍀
 
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  • #72
Ich verstehe nicht, wie man so lange in Problemsituationen bleiben und verharren kann, vermutlich deshalb, weil solche Leute nicht den nötigen Mut haben, klare Entscheidungen für sich, dem eigenen Wohl zu treffen, weil sie selbst gar nichts wissen von sich selbst und auch nicht wissen, was sie wollen, nicht wissen, wer sie sind, nicht wissen, was sie nicht wollen! Unter solchen Umständen würde ich erstmal an meiner Persönlichkeit arbeiten, würde mal zu mir nach innen schauen und versuchen, das Innen mit dem Außen positiv in Verbindung zu bringen, das nennt man erwachsen und reif werden!
 
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  • #73
Aber ihr ganzer Typ ist doch gar nicht häuslich.
Genau das meinte ich damit, als ich vom "Beuteschema" schrieb. Nicht, dass sie so aussieht wie Deine Mutter oder sowas.

Aber im Moment sehe ich nicht mehr durch mit dem, was Dich an Frauen anzieht/angezogen hat.
Man kann eigentlich nur sagen, dass Partnerwahl immer was damit zu tun hat, was in der Kindheit von den Eltern als Liebe vermittelt wurde. Solange man seine Muster nicht durchbricht.

Nachdem sie damit drohte, sich umzubringen, wenn wir uns nicht um sie kümmern und es in Obhut ihrer Schwester dann auch versuchte und uns unentwegt erklärt hat, was für schlechte Söhne wir seien und, dass nie jemals so gelitten hat wie sie gerade, wurde der Abstand sehr groß
Lass das bloß so. Eltern, die von ihren Kindern gerettet werden wollen, DIE sind toxisch. Denn sie haben ja die Macht über das Kind, weil es von ihnen zunächst materiell abhängig ist, aber auch immer emotional abhängig ist, solange das Kind sich nicht befreit davon, also abnabelt. Die Eltern haben zudem mehr Lebenserfahrung, wie man vertrauensselige Wesen manipulieren kann, und sind absolut unzuverlässig darin, einem Kind Sicherheit zu geben.

Ich habe eine Bekannte, die ihren Sohn benutzt hat als Partnerersatz im emotionalen Bereich. ER - DAS KIND - fragt sie, SEINE MUTTER, wie es ihr geht und will sich kümmern, dass es ihr gut geht. Statt dass sie als Mutter das macht. Ihr Partner macht es nicht, da lässt sie sich mal eben vom Sohn umsorgen. Aber ansonsten ist sie natürlich die Mutter und bestimmt über ihren Sohn und lenkt ihn. SOWAS ist toxisch.

Hmm ... vielleicht will Deine Mutter als Sohn einen tadellosen, integren Mann, der sich kümmert, und den Du ja jetzt auch für die Ex dargestellt hattest? Zwar auf ganz andere Weise, als Deine Mutter gut findet, aber das Perfekte, die starke Schulter für die Frau?
 
  • #74
Ich wollte sie nicht festketten. So häuslich bin ich ja ebenfalls nicht und in meiner vorherigen Beziehung fühlte ich mich festgekettet, obwohl ich es nicht wirklich war. Wir sind uns beim Feiern näher gekommen. Ich war/bin auch unternehmungslustig und reisefreudig, aber bei ihr schien es mir eine andere Kategorie zu sein und das hat mich beeindruckt. Ich war beeindruckt davon, dass eine junge Frau so sicher zu wissen schien, was sie wollte und sich allein durch die Welt bewegte. Da hat es mir natürlich umso mehr geschmeichelt, dass sie mich trotzdem so unbedingt wollte. Vllt. habe ich mich blenden lassen.
Ich bekam auch kaum mit, welche Kontakte und Tätigkeiten sie in der Beziehung aufgegeben hat. Sie hatte wohl einige Zeit vor mir das Skaten für sich entdeckt und verbrachte auch Zeit mit anderen Skatern.
Das endete mit mir abrupt ohne, dass ich es jemals thematisiert habe.
Sie schien einfach beschlossen zu haben, dass jemand, der darüber reden will, wie und mit wem sie tanzen geht, wohl ebenfalls Probleme haben würde, wenn sie beim Skaten Zeit mit anderen Männern verbringt und es dann einfach gelassen zu haben.
All solche Entscheidungen einfach als Schlussfolgerung zu ziehen und mich dann aus heiterem Himmel damit zu konfrontieren, sie habe sich für mich zu sehr verändert, finde ich nicht fair.

Ich kam aus einer 10 Jahre dauernden Beziehung mit viel zu starren Mustern und jedes neue Muster machte mir Angst, aber ich war bereit daran zu wachsen, auch wenn ich Rückschläge in Kauf nehmen musste.
Vllt. hänge ich zu romantischen Ideen von Liebe und Beziehung hinterher. Mein Leben lang war ich von gescheiterten Beziehungen, Betrug und Enttäuschungen in Liebesfragen umgeben.
Mein Vater ist an der Trennung meiner Mutter in dieser Hinsicht zerbrochen. Da folgten zwar noch zwei lange Beziehungen und er ist inzwischen wieder verheiratet, aber an Liebe glaubt er nicht mehr. Er braucht einfach Gesellschaft, wie er sagt.
Wenn ich eins nie werden wollte, dann so. Und jetzt bin ich auf dem besten Weg dahin.
 
  • #75
Lass das bloß so. Eltern, die von ihren Kindern gerettet werden wollen, DIE sind toxisch. Denn sie haben ja die Macht über das Kind, weil es von ihnen zunächst materiell abhängig ist, aber auch immer emotional abhängig ist, solange das Kind sich nicht befreit davon, also abnabelt. Die Eltern haben zudem mehr Lebenserfahrung, wie man vertrauensselige Wesen manipulieren kann, und sind absolut unzuverlässig darin, einem Kind Sicherheit zu geben.

Partnerwahl und Beuteschema sind bei mir so eine Sache.
Wirklich gewählt habe ich nie. Es gab Interessentinnen, die mich nicht interessierten und dann eben die Handvoll, bei denen es einfach gefunkt hat. Das war nie mit vielen Entscheidungen verbunden, sondern Physik.
Bei ihr jetzt war es vor zwei Jahren einfach so: Wir mochten uns auf Anhieb, dachten übereinander nach, verknallten uns und kamen zusammen. Obwohl ich erst 6 Wochen nach unserem Kennenlernen meine vorherige, sehr lange Beziehung beendete. Und mir ging es damit auch nicht gut, meine Schuldgefühle erwähnte ich ja bereits.
Sie bot mir sogar an, auf mich zu warten, bis ich das verarbeitet habe. Das habe ich natürlich nicht getan, ich ging einfach davon aus, dass es keinen zweiten Zeitpunkt für uns gibt und diese Frau es wirklich ernst meinte. Also ergriff ich die Initiative.

Ich finde es immer etwas freudianisch und unfair als Scheidungskind, welches bei der Mutter aufgewachsen ist, die Schuld allein bei der Mutter zu suchen. Mein Vater hatte ja durch seine Abwesenheit kaum die Chance, viel falsch zu machen.
Aber gestern Abend, als ich sie mit meinem Bruder besuchte, wurde mir wieder klar, wie wenig mir ihre Anwesenheit hilft. Mal davon abgesehen, dass sie aktuell ohnehin nur eine mit Medikamenten, Alkohol und Gras vollgepumpte, verzweifelte und an ihrem Zynismus erstickende Frau ist, wog sie meinen aktuellen Schmerz gegen ihren auf.
Auch gegen den ihrer besten Freundin, welche Jahrelang von ihrem Partner missbraucht und ins Krankenhaus geprügelt wurde.
"2 Jahre sind doch nichts gegen 15 Jahre Liebe", "Ich verstehe dich so gut und du mich jetzt hoffentlich auch.", "Ja so sind alle Frauen, die treffen die Entscheidung, sich zu trennen, planen alles und dann machen sie kurzen Prozeß ohne Weg zurück." (Wie sie es bei meinem Vater machte).
Ganz nebenbei hat sie dann auch noch erwähnt, wie lieb sie mich habe und wie sehr sie sich aufgrund meines ADS für mich aufgeopfert hätte. Zudem erwähnte sie in einem Nebensatz ganz nonchalant, dass sie mir, wenn ich als Kind durchgedreht bin, gelegentlich zusätzlich zum Ritalin kleine Mengen Pervitin ins Trinken gemischt hätte, weil ich dann "ganz ruhig schlafen konnte. " (Bei ADS´lern wirken kleinere Dosen davon paradox).
Sie hätte es nur gut gemeint, mein Bruder hat die Situation dann richtig eingeschätzt und wir verabschiedeten uns bald.
 
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  • #76
Mein Vater hatte ja durch seine Abwesenheit kaum die Chance, viel falsch zu machen.
Ich hatte dich bereits nach der Abwesenheit deines Vaters gefragt hast du bisher nicht beantwortet.
Auch nicht, ob du in deiner abwesenden Freundin etwas wiederholst.
Wer hat denn wen betrogen bei den Eltern?
Deine Mutter wird sich nicht ändern.
Wenn ich eins nie werden wollte, dann so. Und jetzt bin ich auf dem besten Weg dahin.
Wenn du weiter rumjammerst und die Augen verschliesst, ja.
Eine Frau die gern unterwegs ist mit verschiedenen Männern, und die Lebensentscheidungen übers Knie bricht- ist das die ideale Mutter für dich?
Hör auf, sie zu idealisieren. Weder Freundeskreis noch Musikgeschmack noch sonstwas hat zusammengepasst.
Und so selbstständig ist ja nicht, wenn sie die Miete nicht bezahlen kann und immer nen Kumpel im Schlepptau haben muss.
 
  • #77
Das war nie mit vielen Entscheidungen verbunden, sondern Physik.
Dann übernimm Verantwortung für dich.
Sonst lässt du dich von außen steuern.
Du meinst wahrscheinlich Chemie, nicht Physik. Oder haben Euch die Gravitationskräfte übereinander herfallen lassen?
Wie siehst mit Sport aus zur Zeit? Oder hängst du nur in der Bude rum und bedauerst dich?
 
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  • #78
Ich hatte dich bereits nach der Abwesenheit deines Vaters gefragt hast du bisher nicht beantwortet.
Auch nicht, ob du in deiner abwesenden Freundin etwas wiederholst.
Wer hat denn wen betrogen bei den Eltern?
Deine Mutter wird sich nicht ändern.
Sorry, habe dich wohl falsch verstanden.

Ab meinem 7. Lebensjahr war mein Vater jemand der uns alle paar Wochen mal für eine Übernachtung zu sich holte und einmal im Jahr 2-4 Nächte mit uns in die Berge fuhr. Jedes einzelne Mal hatte ich Angst, wollte nicht mit ihm weg, hatte wie erwähnt Angst davor, dass er uns entführt. Ich kannte ihn ja kaum, denn vorher hat er nur gearbeitet und hatte vllt. mal ein paar Wutanfälle an die ich mich erinnere. Vllt. hat mir meine Mutter auch etwas zu oft von solchen Situationen erzählt an die ich mich ohne ihr Zutun kaum erinnert hätte.
Mit 14/15 war es dann so, dass ich mit meinem Vater alle paar Wochen oder seltener mal Essen ging, Übernachtungen gab es noch, aber seltener.
Etwas wärmer wurde das Verhältnis dann als ich 18 wurde, aber immernoch mit viel Abstand. Seit ich 2014 meine Ausbildung bei ihm begann sehen wir uns mehrmals wöchentlich. Da war ich aber bereits 23. Jetzt da ich seit bald 3 Wochen bei ihm wohne, haben wir natürlich viel gesprochen und sogar zusammen Tränen vergossen.
Dass ich die Ehe meiner Eltern wiederholen wollte glaube ich nicht unbedingt.
Betrogen wurde bei meinen Eltern niemand. Meine Mutter stellte einfach fest, dass sie unglücklich war und beendete die Ehe ohne Diskussionen mit den Worten "Meine Therapeutin hält es für besser, wenn wir uns für eine Weile trennen." Sie hatte nicht mal Eine.

Betrogen wurde meine Mutter von ihrem zweiten Mann, mit dem sie 15 Jahre zusammengelebt hat. Auf eine ganz schäbige, klischeehafte Weise. Affäre mit einer 22 Jährigen Kollegin über ein Jahr, Stundenhotels gemeinsame "Dienstreisen", Überstunden. Das ganze Programm.
Wenn du weiter rumjammerst und die Augen verschliesst, ja.
Eine Frau die gern unterwegs ist mit verschiedenen Männern, und die Lebensentscheidungen übers Knie bricht- ist das die ideale Mutter für dich?
Hör auf, sie zu idealisieren. Weder Freundeskreis noch Musikgeschmack noch sonstwas hat zusammengepasst.
Sie kam mit Männern eben gut klar, hat sich aber sehnlichst eine enge, weibliche Freundin gewünscht die sie dann Anfang des Jahres auch in einer Kollegin fand. Mit einigen ihrer , männlichen Freunde haben wir sogar was unternommen. Waren wirklich gute Jungs, wie so ein Verhältnis ganz und gar platonisch funktionieren konnte habe ich aber nie verstanden, ich hab´s ihr dennoch geglaubt.
War sie denn ein Mutterersatz? Vorher habe ich den nie gebraucht. Ich habe sie eben geliebt, dachte, dass Unterschiede uns bereichen. Schnittpunkte gab es ja durchaus, auch musikalisch und literarisch.
 
  • #79
Dann übernimm Verantwortung für dich.
Sonst lässt du dich von außen steuern.
Du meinst wahrscheinlich Chemie, nicht Physik. Oder haben Euch die Gravitationskräfte übereinander herfallen lassen?
Wie siehst mit Sport aus zur Zeit? Oder hängst du nur in der Bude rum und bedauerst dich?
Physik im Sinne von Anziehungskraft. Aber ja, die Chemie hat auch gestimmt.

Ich bin zwar bis Sonntag noch amtlich einquarantänisiert, aber konnte mich diese und letzte Woche zu 4 Mal Sport im nahegelegenen Calisthenicspark aufraffen. Das funktionierte gut, momentan fühlt sich aber alles recht elendig und falsch an. Dazu werde ich mich dennoch weiter zwingen. Ohne Sport bin ich nicht ich.
 
  • #80
Ich kannte ihn ja kaum, denn vorher hat er nur gearbeitet und hatte vllt. mal ein paar Wutanfälle an die ich mich erinnere.
Ich meinte auch eher die Abwesenheit deines Vaters während der Ehe .
Auch eine Form,die Flucht anzutreten.
Ich meinte, dass du sie mit ihrer häufigen Abweesenheit und wechselnden Bekanntschaftschaften als zukünftige gute Mutter deiner Kinder sehen konntest. Auch wenn sie davon gesprochen hat. Ihr Verhalten war doch unstet.
Nicht dass du sie für dich als Mutter gesehen hast!!

Physik im Sinne von Anziehungskraft. Aber ja, die Chemie hat auch gestimmt.
Es geht darum, sich nicht nur von Anziehungskräften steuern zu lassen. Sondern Verantwortung zu übernehmen.
 
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  • #81
Ich meinte auch eher die Abwesenheit deines Vaters während der Ehe .
Auch eine Form,die Flucht anzutreten.
Mein Vater gründete Anfang der 90er seine eigene Firma in einem der neuen Bundesländer. Auf dem Immobilienmarkt herrschte Goldgräberstimmung. Sein Arbeitsweg waren täglich 2 Stunden (ist ja nicht unüblich) und er hatte viel am Hut. Zudem bauten wir bzw. er.
Er ist bürgerlich kath. aufgewachsen. Ein Mann muss ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und Söne zeugen. Eine eigene Firma mit allem drum und dran kam eben noch oben drauf und wenige Jahre nachdem das Haus fertig, mein kleiner Bruder auf der Welt und die Firma etabliert war, beendete meine Mutter die Ehe. Er war eben viel unterwegs, hat auch aus beruflichen Gründen die Geburt meines Bruders und mir verpasst. Das schien meine Mutter ihm auch nicht verziehen zu haben.
Ob das eine Flucht war? Ich glaube es nicht. Mein Vater hat meine Mutter geliebt, er hat eben getan was von einem Mann in seinem Umfeld erwartet wurde und hat sich damit völlig verrechnet.
Ich meinte, dass du sie mit ihrer häufigen Abweesenheit und wechselnden Bekanntschaftschaften als zukünftige gute Mutter deiner Kinder sehen konntest...
Diese wechselhafte Art ging ja unserer Beziehung voran. Spätestens als wir zusammenzogen und die ersten Diskussionen hinter uns hatten, kehrte da etwas Ruhe rein und sie versicherte mir, dass es vorher auch schon so bei ihr war. Aber offenbar stimmte das nicht und sie verbog sich aus Angst vor Diskussionen einfach implizit.
Ihr ursprünglicher Plan war (angeblich) so mit 28-29 Kinder zu kriegen, bis dahin noch arbeiten, reisen, leben (mit mir?).
Als sie sich dazu entschied, trotz ihres Bachelors in einem ganz anderen Bereich, mit einer 3-jährigen Ausbildung in einer Branche in der sie keinerlei Vorerfahrungen hat beruflich neu anzufangen, stellte sich mir schon die Frage wie das zeitlich eigentlich laufen soll.
Mit 28/29 ist die Ausbildung fertig und dann Kinder? Halbtagsarbeit? Gibts in ihrem neuen Berufsfeld nicht. Es hätte sich eben alles verschoben und sie sponn sich was von einer späteren Bürotätigkeit in der Verwaltung dieser Organisation zusammen in der sie ihre Expertise aus dem Studium mit einbringen könnte. Was sie jetzt lernt ist das Gegenteil eines Bürojobs. Rückblickend betrachtet war das alles völlig unschlüssig.

Es geht darum, sich nicht nur von Anziehungskräften steuern zu lassen. Sondern Verantwortung zu übernehmen.
Also du meinst, dass ich trotz Verliebtseins und dem Rausch der Gefühle schon früh Anzeichen hätte ernst nehmen sollen welche mir Schwierigkeiten machten?
Ich dachte das hätte ich getan, wir haben ja auch viel darüber gesprochen und ich nahm eben an ich hätte einfach eine komische EInstellung aufgrund meiner Vorerfahrungen die ich ändern müsste.
 
  • #82
Ich finde es immer etwas freudianisch und unfair als Scheidungskind, welches bei der Mutter aufgewachsen ist, die Schuld allein bei der Mutter zu suchen.
Falls Du meinen Beitrag damit meinst - ich habe nicht ALLEIN der Mutter die Schuld gegeben.

Mein Vater hatte ja durch seine Abwesenheit kaum die Chance, viel falsch zu machen.
Hätte sich vielleicht mehr kümmern können. Auch, wer einfach weg ist, aber anders könnte, kann ja dadurch was falsch machen. Insbesondere, wenn er meint, die Mutter würde sich nicht gut kümmern können.

Wie das bei Dir war, musst Du selbst entscheiden.
 
  • #83
Mein Vater hat meine Mutter geliebt, er hat eben getan was von einem Mann in seinem Umfeld erwartet wurde und hat sich damit völlig verrechnet.
Das Weltbild der 50er. Als erwachsener Mann sollte er sich nicht von den Erwartungen seines Umfelds steuern lassen oder?
Natürlich ist es toll, wenn er das Geld verdient, aber viele Ehen sind eben auch daran zerbrochen, wenn der Vater kaum da war, und wenn er da war, dann Wutanfälle hatte. Sicher stand er unter großem Druck, deine Mutter, mit Kindern und Hausbau fühlte sich vermutlich oft alleingelassen und überfordert.
Doch, auch der abwesende Vater kann Schaden anrichten, wenn er eben durch Abwesenheit glänzt und weder für seine Frau noch für seine Kinder physisch und emotional erreichbar ist.
Lies mal von Hape Kerkeling, Der Junge muss an die frische Luft.
 
  • #84
Also du meinst, dass ich trotz Verliebtseins und dem Rausch der Gefühle schon früh Anzeichen hätte ernst nehmen sollen welche mir Schwierigkeiten machten?
Ja. Das versuche ich dir seit gefühlt 20 Posts nahezulegen. Zwischenzeitlich hatte ich mich schon gefragt, ob eigentlich was zu dir vordringt, was wir hier schreiben, oder ob du einfach so in deiner Blase gefangen bist.
Lies dir doch selber mal durch, wo es bei Euch gehakt hat.
Du hast ihre Ausflüge nur mit Hilfe von Medikamenten ertragen. Unterschwellig hattest du ständig Angst, ob sie dich nicht doch betrügt, d. h. Du hast ihr nicht vertraut.
Selbst jetzt, mit der Miete, verteidigst du sie bis aufs Blut. Für alles findest du Erklärungen.
Eure Pläne waren in weiter Zukunft Reden kann man viel
Ihr hattest ausgemacht, nicht allein zu verreisen, sie hat es doch gemacht etc.
Menschen verändern ihre Persönlichkeit nicht so stark, es sei denn, sie wollen es und arbeiten daran.
Damit will ich nicht sagen, dass sie schlecht ist oder so, aber von dem, was tatsächlich stattgefunden hat, passt ihr gar nicht zusammen.
Ja, und Anziehung allein reicht nicht, sonst wären alle verliebten Paare bis ans Ende glücklich, oder?
Überleg mal, welchen Konventionen du selber folgst.
Deine Mutter hasst alles Spießige, dein Vater wollte Haus bauen, etc. Das passt doch null zusammen.
Und deiner Ex hast du selber einem vom Pferd erzählt, von wegen Ehe spießig und so.
Das hast du zu dem Zeitpunkt selbst geglaubt, so wie deine Freundin auch an all das glaubte, mit Kindern und so
 
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  • #85
Knorkell,

Dieses ganz Konglomerat aus Deiner Kindheit solltest Du in einer wirklich guten Therapie aufarbeiten. Ich würde Dir empfehlen, jemanden zu suchen, der sich im Bereich (Kindheits-) traumata vertieft hat - und persönlicher Tipp, keine analytischen Psychotherapie, sondern aus den anderen Fachrichtungen.
Das wird langwierig, anstrengend, Du wirst noch mit viel mehr konfrontiert werden.

Wenn Du da mal weiter bist, dann kann es mit Partnerschaft auch werden - wenn Du neue Wege gehst, ändere Frauen anziehst und suchst.

Momentan solltest Du Dich auf Dich und Deine Themen fokussieren.
Und habe viel Geduld dabei.

W, 51
 
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  • #86
Ihr habt alle Recht.
Ich schreibe Briefe an sie, welche ich nicht abschicke um mich zu sortieren.
Ihr ganzes Handeln stand ihren Worten diametral gegenüber. Sie hat sich und mir etwas vorgemacht, leider bin ich jetzt derjenige der zurückblickt, sie hat bereits alle gemeinsamen Fotos entsorgt.
Meiner vorherigen Partnerin habe ich - allem was man mir da vorwerfen kann zum Trotz - nie einen vom Pferd erzählt. Sie brachte diese Ideen ein und ich reagierte relativ verhalten, bis ich dann endlich den Mut hatte Schluss zu machen. Aber dennoch war ich in der vorherigen Beziehung kein wirklich guter Partner. Treu und loyal ja, aber nie wirklich überzeugt.

Ich versuche aktuell alles Schlechte womit es mir nicht gut ging durchzudeklinieren ohne das Schöne zu verleugnen. Eine ziemlich ambivalente Arbeit.
Ab Montag bin ich in Reha, im Anschluss habe ich einen festen Therapieplatz bei einem Psychologen (Kein Psychoanalytiker).
 
  • #87
was man mir da vorwerfen kann zum Trotz - nie einen vom Pferd erzähl
Damit meinte ich, dass du es vermutlich so begründet hast, dass du auf Ehe und Familie, Konventionen keinen Wert legst.
Ich versuche aktuell alles Schlechte womit es mir nicht gut ging durchzudeklinieren ohne das Schöne zu verleugnen. Eine ziemlich ambivalente Arbeit.
Es geht ja auch nicht darum sie zu verteufeln. Sie wird sich auch keinen Pllan zurechtgelegt haben.

Sie hat sich und mir etwas vorgemacht, leider bin ich jetzt derjenige der zurückblickt, sie hat bereits alle gemeinsamen Fotos entsorgt.
Du hast ja auch versucht, ihr vorzumachen, dass du mit ihren Aktivitäten gut zurecht kommst, obwohl dass nicht der Fall war .

Versuch dich auch mal zu entspannen zwischendurch, ändern kannst du es eh nicht mehr.

Ab Montag bin ich in Reha, im Anschluss habe ich einen festen Therapieplatz bei einem Psychologen (Kein Psychoanalytiker).
Prima. Schreib dir auch mal auf, was in deinem Leben gut läuft Du hast Arbeit, verstehst dich mit deinem Vater und deinem Bruder gut, bist gesund...
 
  • #88
Deine ganze Familiengeschichte muss ( in einer Therapie am besten ) verarbeitet werden. Da besteht ja viel Redebedarf bei Dir.

Mir fällt auf: Du musst dringend Verantwortung für Dein Leben und Dein Verhalten übernehmen, egal in welchen Verhältnissen Du aufgewachsen bist. Nur dann schaffst Du es. Meine Familiengeschichte ist auch schwierig, ich hab es aber überwunden.Das geht vielen so und sie schaffen es.

Weiter musst Du lernen, Dich nicht veralbern zu lassen. Es ist schon ziemlich dreist von Deiner Ex, sich die drei Monate (und den ggf.vierten Monat, den sie dranhängen will) von Dir die Miete bezahlen lassen zu wollen. Selbst wenn Du das angeboten hast, kenne ich eigentlich keinen, der das nutzen würde. Jeder mit einem Minimum Stolz und Anstand bringt das Geld selbst auf. Daran siehst du mangelnden Respekt Dir gegenüber, sie nimmt Dich überhaupt nicht ernst als Mann, Du bist ein Spielball. Du musst Tacheles mit ihr reden.

Du kannst erst zu heilen anfangen, wenn die Bande (du das Problem mit der Wohnung) gelöst sind. Also klemm Dich dahinter und sei nicht so passiv.

w32
 
  • #89
Hallo.

Ich komme auch aus nicht einfachen Familienverhältnissen, was mich stark geprägt hat. Verlustängste, Eifersucht, nicht Allein sein können und zugleich sehr sensibel /sentimental sein: davon kann ich ein Lied singen. Kenne ich alles.

Mit 35 Jahren lernte ich einen Mann kennen, so wie deine Ex war dieser Mann auch freiheitsliebend, charismatisch, unabhängig, locker, wir hatten eine starke sexuelle Anziehungskraft zueinander etc. Ich war hin und weg von ihm, weil er das Gegenteil von mir war und das faszinierte mich sehr.
Mit meinen Verlustängsten konnte er nicht klar kommen, emphatisch war er ebenfalls nicht, und Loyalität und Treuer war auch nicht seine Stärke : dies wiederum hat sich zu Ende unserer Beziehung herausgestellt. An der Trennung musste ich sehr lange und schmerzlich knabbern (sie kam apropos von meiner Seite, weil ich ihm wegen seiner untreuen Art nicht vertrauen konnte). Aber mir hat sie eins gezeigt: das, was mich an ihm imponierte, muss ich mir selber aneignen. Ich habe lange gebraucht, aber es hat sich gelohnt: ich komme mittlerweile gut mit dem Alleinsein zurecht, an Verlustängsten arbeite ich immer noch und psychische Unabhängigkeit (eigenes Leben, Interesse, damit kein Klammern entsteht), ist auch etwas, wo ich versuche mich zu verändern.

Sprich, siehe es als Chance diese Begegnung. Als Chance für dein inneres Wachstum.
 
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  • #90
Hallo an euch Alle,

ich bin seit gestern offiziell in Reha und werde für mindestens 4 Wochen in einer psychosomatischen Klinik bleiben.
Kontakt zu meiner Ex fand nur noch einmal rein technisch zwecks Wohnungsabwicklung statt.
Auf den letzten Brief, welchen ich ihr beim Abholen einiger meiner Sachen für die Reha hinlegte reagierte sie natürlich nicht.
Ich weiß, dass ich das alles nun intensiv aufarbeiten werde, würde mich aber freuen wenn dieser Thread in irgendeiner Form am Leben bliebe um Input von Nicht-Profis zu bekommen.

Aktuell erwische ich mich dabei, wie ich mich bei der Suche nach Möbeln für meine neue Wohnung ganz an ihrem Geschmack orientiere.
Zugegeben, ich hatte vorher einen recht halbgaren Geschmack in Fragen des Interieurs. Ich gebe aber zu, dass ich mich ihr allein durch die Wahl dieser Möbelstücke näher fühle.
Ich muss mir eingestehen, dass ich gerne werden will was sie ist, nur ohne die Kaltschnäuzigkeit.
So muss sich eine völlig von Grund auf neu begonnene Identitätssuche anfühlen. Mit 20 hat das sicherlich etwas abenteuerliches. Jetzt mit knapp 30 ist es einfach nur beängstigend und mich ergreift Torschlusspanik.
Egal welche Probleme ich vorher hatte, was diese Beziehung aus mir gemacht hat ist eine Katastrophe.
Ich habe zum ersten Mal Angst vor der Einsamkeit und leider kann ich es nach wie vor nicht abstellen sie zu vermissen.

Zumindest habe ich ihr in Sachen Wohnungsabwicklung eine recht klar Ansage gemacht.
 
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